[0001] Die Erfindung betrifft eine mechanische Verbindung von flächigen Paneelen, wie sie
in typischer Weise für einen Bodenbelag, beispielsweise Parkett oder Laminatfußboden,
oder für Decken- und Wandverkleidungen verwendet werden.
[0002] In allen Fällen lassen sich die einzelnen Paneelen durch eine mechanische Verbindung,
d. h. Verriegelung, zu einer flächigen Gesamtheit vereinen, so daß ein Verlegen der
Paneelen ohne Klebstoffe oder zusätzliche mechanische Befestigungselemente, z. B.
Schrauben oder Nägel, möglich ist. Insbesondere ergibt sich daraus der Vorteil, daß
die Paneelen sich ohne ein Verleimen verlegen und somit wieder entfernen lassen können.
[0003] Aus der JP 3-169967 A, von der die vorliegende Erfindung ausgeht, ist eine mechanische
Verbindung von Fußbodenpaneelen bekannt. Die Paneelen weisen entlang einer ersten
Seitenkante eine darin ausgebildete Nut auf, die von einer oberen Lippe und einer
unteren Lippe gebildet wird und sich parallel zur Seitenkante erstreckt. An einer
gegenüberliegenden Seitenkante der weiteren zweiten Paneele ist eine Feder ausgebildet,
die sich parallel zu dieser Seitenkante erstreckt. In der Nut ist eine Vertiefung
ausgebildet, die eine schräg zur Oberseite der Paneele verlaufende Verriegelungsoberfläche
aufweist. An der Feder ist ein dazu korrespondierendes Verriegelungselement ausgebildet,
das eine schräg zur Oberseite verlaufende Verriegelungsoberfläche aufweist.
[0004] Des weiteren sind in der Nut und an der Feder am der jeweiligen Seitenkante zugewandten
Ende parallel zur Oberseite verlaufende Paßflächen ausgebildet, die als Widerlager
für die Verriegelungsoberflächen der Vertiefung der Nut und des Verriegelungselementes
der Feder dienen. Die obere Lippe überdeckt dabei in Richtung parallel zur Oberseite
die Verriegelungsfläche, die gegenüberliegend in der Nut ausgebildet ist. Die Paßflächen
und die Verriegelungsoberflächen liegen im verriegelten Zustand der Verbindung paarweise
aneinander an, um die Seitenkanten in Anlage aneinander zu halten. Somit wird durch
das Zusammenwirken der Paßflächen und der Verriegelungsflächen erreicht, daß die aneinander
anstoßenden Seitenkanten zweier Paneelen eng aneinander anliegen und eine nahezu spaltfreie
Verbindung bilden.
[0005] Weitere mechanische Verbindungen von Paneelen sind aus dem Stand der Technik der
WO 94/26999, WO 96/27721, WO 97/47834 und WO 98/58142 bekannt.
[0006] Den aus dem Stand der Technik bekannten mechanischen Verbindungen von Paneelen ist
auf der einen Seite gemeinsam, daß sie zwar in Richtung parallel zur Oberseite der
Paneelen gerichtet eine zuverlässige mechanische Verriegelung ermöglichen, daß sie
jedoch nur eine geringe Steifigkeit gegenüber einem Verdrehen der Paneele um die aneinander
angrenzenden Seitenkanten aufweisen. Somit können relativ einfach die Paneele gegeneinander
verschwenkt werden, so daß es zu einem Lösen der mechanischen Verbindung kommt. Dieses
ist teilweise sogar im Stand der Technik für ein einfaches Verlegen der Paneelen gewünscht.
Zum anderen weisen aus diesem Stand der Technik bekannte Paneelen zwar eine ausreichende
Steifigkeit gegenüber dem zuvor erwähnten Verkanten und Verschwenken der Paneelen
zueinander auf, jedoch besitzen diese Verbindungen keine ausreichende Festigkeit der
Verriegelung der Paneele miteinander auf. Zudem beschränkt sich die Passung in Richtung
senkrecht zur Oberseite lediglich auf ein Paßflächenpaar, so daß die aneinander liegenden
Seitenkanten nicht exakt in ihrer Höhe übereinstimmen und eine merkliche Stufe bilden.
[0007] Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, eine mechanische Verbindung
von Paneelen mit verbesserten Verriegelungs- und Stabilitätseigenschaften anzugeben.
[0008] Das zuvor aufgezeigte technische Problem wird erfindungsgemäß durch eine Verbindung
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Es handelt sich um eine Verbindung von
Paneelen, insbesondere für Fußbodenpaneelen, mit einem ersten eine erste Seitenkante
aufweisenden Paneel, wobei die erste Seitenkante eine erste obere Lippe und eine untere
Lippe aufweist, die an der ersten Seitenkante ausgebildet sind und eine sich parallel
zur ersten Seitenkante erstreckende Nut bilden, wobei die untere Lippe einen Teil
der Unterseite des ersten Paneels bildet, wobei die Nut eine an der unteren Lippe
ausgebildete erste Oberfläche aufweist, die schräg zur Oberseite des ersten Paneels
verläuft, wobei die Nut eine an der oberen Lippe ausgebildete zweite Oberfläche aufweist,
die der ersten Oberfläche gegenüberliegt, wobei die erste obere Lippe die erste Oberfläche
vollständig überdeckt und wobei die erste Seitenkante eine im wesentlichen senkrecht
zur ersten Oberseite verlaufende dritte Oberfläche und eine im wesentlichen parallel
zur ersten Oberseite verlaufende vierte Oberfläche aufweist, und mit einem zweiten
eine zweite Seitenkante aufweisenden Paneel, wobei die zweite Seitenkante eine sich
parallel zur zweiten Seitenkante erstreckende Feder aufweist, wobei die Feder an ihrer
Unterseite eine schräg zur zweiten Oberseite des zweiten Paneels verlaufende fünfte
Oberfläche aufweist, wobei die Feder an ihrer Oberseite eine sechste Oberfläche aufweist,
wobei die zweite Seitenkante eine neunte Oberfläche aufweist, die sich im wesentlichen
senkrecht zur zweiten Oberseite erstreckt und sich an die zweite Oberseite anschließt,
wobei die zweite Seitenkante eine zweite obere Lippe aufweist, die zusammen mit der
Feder eine zweite Nut bildet, wobei die zweite Nut eine an der zweiten oberen Lippe
ausgebildete zehnte Oberfläche aufweist, die sich im wesentlichen parallel zur zweiten
Oberseite erstreckt, wobei im verriegelten Zustand der Verbindung die erste Oberfläche
und die fünfte Oberfläche, die vierte Oberfläche und zehnte Oberfläche sowie die dritte
Oberfläche und die neunte Oberfläche paarweise aneinander anliegen.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Stabilisierung der beiden Paneele im verriegelten Zustand
gegenüber einem Verkanten oder Verschwenken entlang der Seitenkanten durch die zusätzlichen
Paßflächen, die durch die im verriegelten Zustand aneinander anliegenden dritte und
neunte sowie vierte und zehnte Oberflächen gebildet werden, erreicht.
[0010] Die Verriegelung wird dagegen durch das Paar von Verriegelungsoberflächen, also der
ersten Oberfläche und der fünften Oberfläche, die am den Seitenkanten zugewandten
Ende angeordnet sind, verwirklicht. Ein Auseinanderbewegen der beiden Paneele in einer
Ebene parallel zu den Oberseiten und senkrecht zu den Seitenkanten wird also durch
die von den Verriegelungsoberflächen erzeugten Kraft wirkungsvoll verhindert. Somit
werden die Verriegelung einerseits und die Stabilisierung der Ausrichtung der beiden
Paneelen von unterschiedlichen Paßflächenpaaren gebildet.
[0011] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen mechanischen Verbindung von Paneelen liegt
darin, daß die Paßflächenpaare der dritten und neunten Oberflächen sowie der vierten
und zehnten Oberflächen eine sehr genaue Anpassung der Oberseiten beider Paneele zueinander
ermöglicht, die wirkungsvoll das Auftreten von Unebenheiten an den aneinander liegenden
Seitenkanten verhindert.
[0012] In bevorzugter Weise verläuft die Paßfläche, also die zweite Oberfläche, die innerhalb
der Nut der ersten Seitenkante gegenüber der Verriegelungsfläche angeordnet ist, schräg
zu den Oberseiten. Dadurch wird während des Zusammenfügens der beiden Paneele ein
Führung der einzuschiebenden Feder erreicht.
[0013] Verlaufen dagegen diese Paßflächen parallel zu den Oberseiten, so ergibt sich in
vorteilhafter Weise eine zusätzliche Passung in vertikaler Richtung, zusätzlich zum
erfindungsgemäßen Paßflächenpaar.
[0014] Weiter ist es bevorzugt, daß die Endfläche der oberen Lippe und die Endfläche der
oberen Lippe der ersten Seitenkante im wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind.
Dadurch wird beim Zusammenfügen mittels eines Schlagklotzes vermieden, daß nur eine
der beiden Lippen die Schlagkraft aufnimmt. Ein gleichmäßigeres Zusammenfügen der
beiden Paneele ist die Folge.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand von zwei Ausführungsbeispielen von Fußbodenpaneelen
beschrieben, wobei auf die Zeichnung bezug genommen wird. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- ein Profil einer ersten Seitenkante einer ersten erfindungsgemäßen Verbindung im Querschnitt,
- Fig. 2
- ein Profil einer zweiten Seitenkante der ersten erfindungsgemäßen Verbindung im Querschnitt,
- Fig. 3
- die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Profile im Eingriff miteinander,
- Fig. 4
- ein Profil einer ersten Seitenkante einer zweiten erfindungsgemäßen Verbindung im
Querschnitt,
- Fig. 5
- ein Profil einer zweiten Seitenkante der zweiten erfindungsgemäßen Verbindung im Querschnitt,
- Fig. 6
- die in den Fig. 4 und 5 dargestellten Profile im Eingriff miteinander und
- Fig. 7
- eine Verbindung zweier Paneele eines dritten Ausführungsbeispiels.
[0016] Sämtliche der nachfolgend beschriebenen Oberflächen der Paneelen erstrecken sich
ganz oder zumindest abschnittsweise entlang einer Längs- oder Querkante der Paneelen
1 und 2, die im folgenden allgemein als Seitenkante bezeichnet werden.
[0017] In den Fig. 1 bis 7 sind drei Ausführungsbeispiele im Detail dargestellt. Die Profile
dieser Ausführungsbeispiele sind ähnlich und werden daher durch gleiche Bezugszeichen
charakterisiert. Die Profile unterscheiden sich im wesentlichen nur durch die Längen
der unteren Lippen und Federn in horizontaler Richtung, worauf am Ende der Beschreibung
eingegangen wird.
[0018] Fig. 1 und 4 zeigen eine erste Paneele 1 mit einer Oberseite 3 und einer Unterseite
7. Das Profil entlang der Seitenkante 5 der Paneele 1 ist durch eine Mehrzahl von
Oberflächen 11 bis 18 eingeschlossen, die folgenden Verlauf haben.
[0019] Die Oberfläche 11 begrenzt an der Seitenkante 5 die Oberseite 3 und verläuft im wesentlichen
senkrecht nach unten. Daran schließt sich eine im wesentlichen horizontal und somit
parallel zur Oberseite 3 verlaufende Oberfläche 12 an, die wiederum durch die senkrecht
verlaufende Oberfläche 13 begrenzt wird. Zwischen der Oberfläche 11 und der Oberfläche
12 ist in bevorzugter Weise eine Rundung ausgebildet, die im zusammengefügten Zustand
der Paneele 1 und 2 einen Hohlraum bildet. Zudem begrenzen die Oberflächen 11 und
12 eine stufenförmige Ausnehmung 40, deren Funktion weiter unten beschrieben wird.
[0020] An die Oberfläche 13 schließt sich die Oberfläche 14 an, die schräg nach unten in
Richtung des Körpers der Lamelle 1 verläuft. Die Oberflächen 12, 13 und 14 schließen
eine obere Lippe 31 ein. An die untere Fläche 14 der oberen Lippe 31 schließt schräg
nach unten und weg vom Körper der Paneele 1 gerichtete Oberfläche 15 an. Diese geht
bei dem in Fig. 1 und 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel im Bereich einer
Kante in eine Oberfläche 43 über, die unter dem selben Winkel in Bezug auf die Oberseite
3 wie die Oberfläche 15 verläuft. Die Oberfläche 43 ist somit im wesentlichen parallel
gegenüber der Oberfläche 15 nach unten versetzt.
[0021] Die beiden Oberflächen 14 und 15 sowie 43 umgeben eine Nut 35, in die die unten beschriebene
Feder 32 eingreifen kann. Der Nutgrund 41, der zwischen den Oberflächen 14 und 15
ausgebildet ist, weist einen gekrümmten Verlauf auf, so daß sich im verrasteten Zustand,
siehe Fig. 3 und 6, ein Hohlraum ausbildet. Dieser kann, ebenso wie der am Übergang
zwischen den Oberflächen 11 und 12 ausgebildete Hohlraum zur Aufnahme von Staub oder
gegebenenfalls auch Leim dienen, ohne daß die anderen Anlageflächen in ihrer relativen
Position zueinander beeinflußt werden. Dabei wird hervorgehoben, daß Leim nur als
Zusatz verwendet wird, der nicht für das mechanische Verriegeln notwendig ist.
[0022] Das Element 31 stellt einerseits, wie zuvor beschrieben, die obere Lippe der Nut
35 und andererseits eine Feder dar, die in eine weiter unten beschriebene Nut 37 eingreifen
kann. Daher werden die beiden Begriffe "obere Lippe" und "Feder" wahlweise für das
gleiche Element 31 verwendet.
[0023] Die Oberfläche 15 bzw. die Oberfläche 43 geht in die ebenfalls nach außen gerichtete,
jedoch sich nach oben erstreckende Oberfläche 16 über. Daran schließen sich die Oberflächen
17 und 18 an, wobei die Oberfläche 17 im wesentlichen parallel zur Unterseite 7, also
horizontal verläuft und die Oberfläche 18 verläuft im wesentlichen vertikal und begrenzt
die Unterseite 7.
[0024] Die Oberflächen 15, ggf. 43, 16, 17 und 18 und 7 bilden die Verriegelungslippe 33,
wobei von den Oberflächen 16, 17 und 18 ein nach oben vorstehendes Verriegelungselement
36 und von den Oberflächen 15 und 16 eine Verriegelungsnut 39 gebildet werden.
[0025] Das Profil der Seitenkante 6 der Paneele 2 ist an das zuvor beschriebene Profil der
Seitenkante 5 der Paneele 1 angepaßt. Dazu sind Oberflächen 21 bis 28 vorgesehen,
die einen folgenden Anordnung realisieren.
[0026] Die Oberfläche 21 begrenzt an der Seitenkante 6 die Oberseite 4 der Paneele 2 und
verläuft im wesentlichen senkrecht nach unten. Eine Oberfläche 22 schließt sich an
die Oberfläche 21 an und verläuft im wesentlichen parallel zur Oberseite 4, also horizontal.
Zusammen mit der Oberseite 4 und der Oberfläche 21 bildet die Oberfläche 22 eine obere
Lippe 30 des Profils der Paneele 2. Daran schließen sich mit der Oberfläche 32 eine
Nut 37 bildende Oberflächen 23 und 24 an. Die Oberfläche 23 verbindet die Oberfläche
22 mit der Oberfläche 24 und verläuft im wesentlichen vertikal nach unten. Die Oberfläche
24 erstreckt sich schräg nach unten und außen gerichtet, so daß sich die Nut 37 zur
Außenkante hin erweitert.
[0027] Die Oberfläche 24 geht in die im wesentlichen vertikal erstreckende Oberfläche 42
und dann in die nach schräg unten und von der Seitenkante 6 weg gerichtete Oberfläche
25 über, wodurch eine untere Lippe bzw. Feder 32 gebildet wird, deren Endfläche die
Oberfläche 42 ist. Dabei stellt das Element 32 einerseits die untere Lippe der Nut
27 und andererseits die in die Nut 35 des anderen Profils eingreifende Feder dar.
Daher werden die Begriffe "obere Lippe" und "Feder" wahlweise für das Element 32 verwendet.
[0028] An der Unterseite der Feder 32 schließt sich an die Oberfläche 25 eine Oberfläche
26 an, die nach innen gerichtet und schräg nach oben verläuft, wobei der Steigungswinkel
der Oberfläche 26 betragsmäßig größer als der Steigungswinkel der Oberfläche 25 bezogen
auf die Außenseiten 4 und 8 aufweist. Die Oberflächen 25 und 26 umschließen ein Verriegelungselement
34. Dieses ist in bevorzugter Weise mit einer Rundung am unteren Ende versehen. Dadurch
wird ein Gleiten des Verriegelungselementes auf der Oberfläche 17 während des Zusammenschiebens
der beiden Paneele 1 und 2 vereinfacht, da keine hohen Reibungskräfte wie bei einer
spitzen Ausführung entstehen.
[0029] Die sich anschließenden Oberflächen 27 und 28 verlaufen einerseits im wesentlichen
parallel zur Unterseite 8, während andererseits sich die Oberfläche 28 im wesentlichen
vertikal dazu erstreckt. Die Oberflächen 26, 27 und 28 bilden eine Verriegelungsnut
38.
[0030] Die Fig. 3, 6 und 7 zeigen die beiden Paneelen 1 und 2 im mechanischen Eingriff miteinander.
Die Oberseiten 3 und 4 grenzen an ihren Seitenkanten 5 und 6 mit den Oberflächen 11
und 21 aneinander an und bilden eine nahezu geschlossene Oberseite im wesentlichen
ohne eine Verlegungsnut oder einen Verlegungsspalt.
[0031] Hervorzuheben ist dabei, daß im verriegelten Zustand nur die beiden vertikal zu den
Oberseiten 3 und 4 verlaufenden Oberflächen 11 und 21 aneinander anliegen und somit
die relative Position der beiden Paneelen zueinander definieren. Alle weiteren im
wesentlichen vertikal verlaufenden Oberflächenpaare der Profile sind dagegen beabstandet
voneinander angeordnet.
[0032] Die von der oberen Lippe 30 und der unteren Lippe 32 umschlossene Nut 37 im Profil
der Paneele 2 nimmt die Feder 31 des Profils der Paneele 1 auf, wobei die im wesentlichen
horizontal verlaufenden Oberflächen 12 und 22 sowie die schräge verlaufenden Oberflächen
14 und 24 aneinander anliegen. Dazu nimmt die Ausnehmung 40 die obere Lippe 30 auf.
Ebenso nimmt die von der oberen Lippe 31 und der Verriegelungslippe 33 gebildete Nut
35 die Feder 32 auf. Weiterhin ist das Verriegelungselement 34 in der Verriegelungsnut
39 angeordnet. Darüber hinaus greift das Verriegelungselement 36 in die Verriegelungsnut
38 ein. Mittels dieses Verriegelungsmechanismus wird einerseits ein horizontales Auseinanderrutschen
der beiden Paneele 1 und 2 verhindert und andererseits wird ein genaues Justieren
der beiden Paneelen 1 und 2 in ihrer vertikalen Position zueinander erreicht.
[0033] Der Verriegelungsmechanismus kann auch dahingehend beschrieben werden, daß das Verriegeln
in in den Figuren horizontaler Richtung durch das Oberflächenpaar 11, 21 und das Verriegelungsflächenpaar
16, 26 erfolgt. Dagegen wird die vertikale Verriegelung bzw. Passung durch die Oberflächenpaare
12, 22; 14, 24 und 15, 25 realisiert.
[0034] Aus der zuvor angegebenen Beschreibung ergibt sich, daß die beiden Profile der Paneele
1 und 2 sich nicht mehr eindeutig dahingehend voneinander unterscheiden, daß das eine
Profil die Nutseite und das andere Profil die Federseite ist. Vielmehr sind auf beiden
korrespondierenden Profilen der Seitenkanten 5 und 6 die baulichen Ausführungen sowohl
einer Nut als auch einer Feder vorgesehen. Für das Profil der Paneele 1 sind dies
die obere Lippe bzw. Feder 31, die Nut 35 und die Verriegelungslippe 33. Für das Profil
der Paneele 2 sind dies die obere Lippe 30, die Nut 37, die untere Lippe bzw. Feder
32 sowie die Verriegelungsnut 38, in der das Verriegelungselement 36 am distalen Ende
der Verriegelungslippe 33 eingreift.
[0035] Im Zusammenwirken beider Profile sind die beiden Funktionen der mechanischen Verriegelung
in horizontaler Richtung einerseits und die vertikale Positionierung durch Paßflächen
andererseits durch separate Bauelemente getrennt. Durch diese Trennung wird eine bessere
Stabilität der auf einem Fußboden verlegten Paneele 1 und 2 erreicht.
[0036] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Feder 32 besteht darin, daß die vordere abschließende
Fläche, das distale Ende, der Feder 32 über die senkrechte Verlängerung der Oberfläche
21 hinausragt, in den Fig. 2 und 5 nach links. Dadurch wird erreicht, daß bei der
nachfolgend beschriebenen Verlegeart der Schlagklotz nicht an der Oberfläche 21 und
somit an der Seitenkante 6 anliegt und diese beschädigen könnte, sondern die Schlagwirkung
nur auf das distale Ende der Feder 32 einwirkt.
[0037] Das Verlegen der beiden zuvor beschriebenen Profile erfolgt in folgender Weise. Die
Paneele 2 befindet sich an ihrer vorgesehenen Position und die Paneele 1 wird in zu
den Seitenkanten 5 und 6 senkrechter Richtung zur Paneele 2 hin verschoben, bis ein
fester Widerstand spürbar ist. Danach werden mittels eines Schlagklotzes, der auf
der der Seitenkante 5 gegenüberliegenden Kante der Paneele 1 angelegt wird, mittels
Schlagkraft die beiden Profile in Eingriff gebracht.
[0038] Daneben kann das Verlegung auch umgekehrt erfolgen, indem in der Ausgangsposition
die Paneele 1 sich an ihrer vorgegebenen Position befindet und die Paneele 2 relativ
dazu bewegt wird, bis ein fester Widerstand spürbar ist.
[0039] Der Schlagklotz wird dann an der der Seitenkante 6 gegenüberliegenden Seitenkante
angelegt.
[0040] Während der Bewegung der beiden Seitenkanten 5 und 6 aufeinander zu, wird die Verriegelungslippe
33 durch die Anlage des Verriegelungselementes 34, das aus den Oberflächen 25 und
26 gebildet ist, an der Oberfläche 17 nach unten gebogen. Darüber hinaus gelangen
die beiden Oberflächen 14 und 24 in Anlage aneinander und zwingen die beiden Paneelen
1 und 2 in die im Verriegelungszustand eingenommene relative Position zueinander.
In dieser liegen die Oberflächen 11, 21; 12,22; 14,24; 15,25 und 16,26 zumindest teilweise
aneinander an, so daß einerseits in horizontaler Richtung, also in Richtung der Oberseiten
3 und 4 als auch senkrecht dazu ein definierter verriegelter Zustand erreicht wird.
[0041] Während bei dem zweiten und dritten Ausführungsbeispiel die Oberflächen 15 und 25
durchgängig aneinander anliegen, ergibt sich beim ersten Ausführungsbeispiel nach
Fig. 3, daß wegen der nach unten versetzt angeordneten Oberfläche 43 die Oberfläche
15 nur den dem vorderen Ende der Feder 32 zugewandten Abschnitt der Oberfläche 25
abdeckt. Dagegen ist zwischen den Oberflächen 43 und 25 ein Spalt ausgebildet. Diese
bewirkt eine bessere Anlagegenauigkeit der Verriegelungsoberflächen 16 und 26 aneinander.
[0042] Gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel der Profile gemäß Fig. 7 verlaufen die Oberflächen
14 und 24 nicht schräg geneigt, wie es in den Fig. 1 bis 6 dargestellt ist, sondern
die Oberflächen 14 und 24 sind im wesentlichen parallel zu den Oberseiten 3 und 4
ausgerichtet. Dabei entfällt dann die Führung der Paneelen 1 und 2 in ihre Endpositionen
hinein, wie zuvor beschrieben worden ist. Dagegen ist jedoch die Passung in vertikaler
Richtung aufgrund der horizontalen Ausrichtung verbessert.
[0043] Sowohl die Paneele 1 als auch die Paneele 2 können umseitig entweder mit dem in den
Fig. 1 bzw. 4 dargestellten Profil oder mit dem in den Fig. 2 bzw. 5 dargestellten
Profil versehen sein, so daß eine Mehrzahl von Paneelen 1 und 2 zu einer flächigen
Anordnung miteinander verbunden werden können. Dazu weisen die Paneelen jeweils eine
Längs- und eine Querseite mit einem Profil gemäß den Fig. 1 bzw. 4 und an den anderen
Seiten gemäß den Fig. 2 bzw. 5 auf.
[0044] Die in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen jeweils einstückige
Ausführungen der Bauteile in bzw. an der Paneele 1 einerseits und in bzw. an der Paneele
2. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Bauteile mehrstückig auszuführen, also
bspw. Kunststoffprofile oder Metallprofile zu verwenden, die in Kombination mit den
Holzwerkstoffen der Paneele eingesetzt werden. Die Erfindung ist daher nicht auf einer
einstückige Ausführung beschränkt.
[0045] Wie sich aus einem Vergleich der Ausführungsbeispiele der Fig. 1 bis 3, der Fig.
4 bis 6 sowie der Fig. 7 ergibt, unterscheiden sich die Profile hauptsächlich durch
die Dimension der unteren Lippe 33 in horizontaler Richtung, also parallel zu den
Oberflächen 3 und 4 bzw. 7 und 8, sowie der Dimension der Feder 32.
[0046] Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 bis 6 erstreckt sich die untere
Verriegelungslippe 33 über das distale Ende der Feder 31 hinaus, während beim ersten
Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3 die untere Lippe 33 sich im wesentlichen
genauso weit wie die obere Lippe 31 erstreckt. Dagegen sind die Längen der Federn
und Nuten beim dritten Ausführungsbeispiel im wesentlichen gleich lang.
[0047] Somit ist in allen Ausführungsbeispielen die aus den Oberflächen 15 und 16 gebildete
Nut 39 vollständig von der Paneele aus betrachtet diesseits des distalen Endes der
Feder 31, also der Oberfläche 13, angeordnet, in den Fig. 1, 4 und 7 nach links. Jedoch
ist die aus den Oberflächen 15 und 16 gebildete Nut zumindest teilweise jenseits der
Oberfläche 11 angeordnet, in den Fig. 1, 4 und 7 nach rechts. Dementsprechend ist
das Verriegelungselement 34 von der Paneele aus betrachtet jenseits der Oberfläche
23, in den Fig. 2, 5 und 7 nach links, und diesseits der Oberfläche 21, in den Fig.
2 und 5 nach rechts, angeordnet. Darüber hinaus ist der Grund der aus den Oberflächen
14 und 15 gebildeten Nut 35 tiefer als die Oberfläche 11 in das Material der Paneele
1 hinein ausgearbeitet, während das distale Ende der Feder 32 über die Oberfläche
21 hinausragt.
[0048] Im Zusammenwirken der Oberflächen im verrasteten Zustand ergibt sich dann einerseits
eine gute vertikale Stabilität. Andererseits wird durch die aneinanderliegenden Oberflächen
16 und 26 unter Vorspannung durch die Verriegelungslippe 33 ein auf die aneinanderliegenden
Kanten 5 und 6 wirkendes Drehmoment ausgeübt. Diese wird zwar aufgrund der dazwischen
liegenden Federn 31 und 32 nicht vollständig auf die Kanten 5 und 6 übertragen, bewirkt
aber dennoch ein ausreichendes Aneinanderliegen der Seitenkanten 5 und 6.
1. Verbindung von Paneelen, insbesondere für Fußbodenpaneelen,
- mit einem ersten eine erste Seitenkante (5) aufweisenden Paneel (1),
- wobei die erste Seitenkante (5) eine erste obere Lippe (31) und eine untere Lippe
(33) aufweist, die an der ersten Seitenkante (5) ausgebildet sind und eine sich parallel
zur ersten Seitenkante (5) erstreckende Nut (35) bilden,
- wobei die untere Lippe (33) einen Teil der Unterseite (7) des ersten Paneels (1)
bildet,
- wobei die Nut (35) eine an der unteren Lippe (33) ausgebildete erste Oberfläche
(16) aufweist, die schräg zur Oberseite (3) des ersten Paneels (1) verläuft,
- wobei die Nut (35) eine an der oberen Lippe (31) ausgebildete zweite Oberfläche
(14) aufweist, die der ersten Oberfläche (16) gegenüberliegt,
- wobei die erste obere Lippe (31) die erste Oberfläche (16) vollständig überdeckt
und
- wobei die erste Seitenkante (5) eine im wesentlichen senkrecht zur ersten Oberseite
(3) verlaufende dritte Oberfläche (11) und eine im wesentlichen parallel zur ersten
Oberseite (3) verlaufende vierte Oberfläche (12) aufweist, und
- mit einem zweiten eine zweite Seitenkante (6) aufweisenden Paneel (2),
- wobei die zweite Seitenkante (6) eine sich parallel zur zweiten Seitenkante (6)
erstreckende Feder (32) aufweist,
- wobei die Feder (32) an ihrer Unterseite eine schräg zur zweiten Oberseite (4) des
zweiten Paneels (2) verlaufende fünfte Oberfläche (26) aufweist,
- wobei die Feder (32) an ihrer Oberseite eine sechste Oberfläche (24) aufweist,
- wobei die zweite Seitenkante (6) eine neunte Oberfläche (21) aufweist, die sich
im wesentlichen senkrecht zur zweiten Oberseite (4) erstreckt und sich an die zweite
Oberseite (4) anschließt,
- wobei die zweite Seitenkante (6) eine zweite obere Lippe (30) aufweist, die zusammen
mit der Feder (32) eine zweite Nut (37) bildet,
- wobei die zweite Nut (37) eine an der zweiten oberen Lippe (30) ausgebildete zehnte
Oberfläche (22) aufweist, die sich im wesentlichen parallel zur zweiten Oberseite
(4) erstreckt, und
- wobei im verriegelten Zustand der Verbindung die erste Oberfläche und die fünfte
Oberfläche, die vierte Oberfläche und zehnte Oberfläche sowie die dritte Oberfläche
und die neunte Oberfläche paarweise aneinander anliegen.
2. Verbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass im verriegelten Zustand die zweite Oberfläche und die sechste Oberfläche aneinander
anliegen.
3. Verbindung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die neunte Oberfläche einen Teil der oberen Lippe (30) bildet.
4. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Nut (35) einen Nutgrund (41) aufweist, der sich zumindest teilweise im wesentlichen
senkrecht zur ersten Oberseite (3) erstreckt, und
- daß die dritte Oberfläche und der Nutgrund (41) im wesentlichen in der gleichen Ebene
angeordnet sind.