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EP 1 223 331 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.2005 Patentblatt 2005/11 |
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Anmeldetag: 17.10.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02M 25/07 |
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Abgasrückführeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
Exhaust recirculation device for an internal combustion engine
Dispositif de recirculation de gaz d'échappement pour un moteur à combustion interne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
13.01.2001 DE 10101412
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.07.2002 Patentblatt 2002/29 |
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Patentinhaber: Pierburg GmbH |
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41460 Neuss (DE) |
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Erfinder: |
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- Sari, Osman
41516 Grevenbroich (DE)
- Blank, Helmut
53332 Bornheim (DE)
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Vertreter: Ter Smitten, Hans |
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Pierburg GmbH,
Patentabteilung,
Alfred-Pierburg Strasse 1 41460 Neuss 41460 Neuss (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 373 123 DE-A- 4 204 434 FR-A- 2 724 976
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DE-A- 2 303 007 DE-A- 19 904 622
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abgasrückführeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
mit einer von einem Auslaßsystem der Brennkraftmaschine kommenden Abgassammelleitung,
die über ein Drehschieberventil fluidisch mit Lufteinlaßkanälen der Brennkraftmaschine
in Verbindung steht, wobei das Drehschieberventil ein Gehäuse aufweist mit einem auf
einer Drehachse befestigten scheibenförmigen Schaltelement, das mit einer Steuerfläche
korrespondiert, die Öffnungen aufweist, denen Abgassteuerkanäle zugeordnet sind.
[0002] Eine derartige Abgasrückführeinrichtung ist beispielsweise aus der DE - A1 - 199
41 035 bekannt. Diese Druckschrift beschreibt eine Abgasrückführeinrichtung, die unmittelbar
mit den Lufteinlaßkanälen der Brennkraftmaschine zusammenwirkt. Ein Schaltelement
eines Abgasrückführventiles ist dabei durch eine entlang der Lufteinlaßkanäle verlaufende
Antriebswelle verstellbar. Diese Ausführungsform nimmt relativ viel Bauraum in Anspruch
und ist darüber hinaus störanfällig gegenüber äußeren Einflüssen.
[0003] In der FR 27 24 976 wird eine Abgasrückführeinrichtung offenbart, bei der eine Abgassammelleitung
über ein Drehschieberventil fluidisch mit einem Lufteinlasskanal verbindbar ist. Das
Drehschieberventil weist ein Gehäuse auf, an dem ein Antriebsmodul zur Betätigung
des Drehschieberventils angebracht ist. Ein scheibenförmiges Schaltelement korrespondiert
dabei mit einer Steuerfläche, welche eine Öffnung aufweist, über die die fluidische
Verbindung durch Drehen des Schaltelementes hergestellt werden kann. Aufgabe der Erfindung
ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Abgasrückführeinrichtung zu schaffen,
die kompakter im Aufbau und störunanfällig gegenüber äußeren Einflüssen ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am Gehäuse ein Antriebsmodul
für das Drehschieberventil vorgesehen ist, wobei die Steuerfläche des Drehschieberventils
Schabekanten aufweist, die mit dem Schaltelement in Kontakt stehen. Auf diese Art
und Weise wird eine sehr kompakte Bauform der Abgasrückführeinrichtung geschaffen.
Die kompakte Ausführungsform vermindert des weiteren die Störanfälligkeit, da nun
Antriebsmodul und Abgasrückführventil nicht mehr getrennt im Motorraum angeordnet
sind und die Reibungskräfte zwischen Schaltelement und Steuerfläche so gering wie
möglich gehalten werden.
[0005] Das Antriebsmodul ist dabei über ein Kupplungsorgan mit der Drehachse des Schaltelementes
verbunden.
[0006] Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, daß die Öffnungen der Steuerfläche eine definierte
geometrische Form aufweisen, wie z.B. kreisrund, elliptisch, eckig, etc. derart, daß
eine bestimmt Durchflußcharakteristik definierbar ist.
[0007] Als Werkstoff für die Steuerflächen hat sich Keramik als vorteilhaft erwiesen.
[0008] Das im Beispiel dargestellte scheibenförmige Schaltelement ist dabei für eine Vier-Zylinder-Brennkraftmaschine
im Querschnitt kreisrund mit entsprechenden Durchtrittsöffnungen oder kreuzförmig
ausgebildet.
[0009] Dadurch, daß das Schaltelement mittels einer Feder gegen die Steuerfläche vorgespannt
ist, ist die Dichtfunktion des Abgasrückführventils gewährleistet, wobei es besonders
vorteilhaft ist, wenn das Schaltelement durch einen kardanisch verbundenen Mitnehmer
antreibbar ist.
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben.
[0011] Die Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer teilweise geöffneten Abgasrückführeinrichtung,
- Figur 2
- eine Schnittansicht der Abgasrückführeinrichtung aus Figur 1 und
- Figur 3
- eine alternative Ausführungsform eines scheibenförmigen Schaltelementes.
[0012] Figur 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße Abgasrückführeinrichtung
1, bei der zur besseren Darstellung die vordere Gehäusewandung weggelassen wurde.
Dabei ist ein Teil einer Abgassammelleitung 2 dargestellt, die in ein Gehäuse 3 mündet.
Diese Abgassammelleitung 2 ist über ein Drehschieberventil 4 mit Abgassteuerkanälen
5 verbunden, die wiederum auf bekannte Weise in nicht dargestellte Lufteinlaßkanäle
der Brennkraftmaschine münden. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, daß am Gehäuse
3 ein Antriebsmodul 6 für das Drehschieberventil 4 angeordnet ist.
[0013] Figur 2 zeigt die Abgasrückführeinrichtung aus Figur 1 im Schnitt. Das Antriebsmodul
6, das auf bekannte Weise als elektrisches Antriebsmodul ausgeführt ist, treibt eine
Welle 7 an, die über ein Kupplungsorgan 8 mit einer Drehachse 9 eines Schaltelementes
10 verbunden ist. Im vorliegenden Fall wird das scheibenförmige, im Querschnitt kreisrunde
Schaltelement 10 durch einen Mitnehmer 11 angetrieben, wobei das Schaltelement 10
kardanisch an den Mitnehmer 11 aufgehängt ist. Das Schaltelement 10 weist zur Abgasrückführung
Durchtrittsöffnungen 12 auf, (s. Figur 1) die mit Öffnungen 13 einer Steuerfläche
14 korrespondieren. Die Öffnungen 13 sind, wie Figur 2 deutlich zeigt, den Abgassteuerkanälen
5 zugeordnet. Die Steuerfläche 14 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem
keramischen Werkstoff hergestellt und weist Schabekanten 15 auf, die ein möglichst
reibungsfreies Verstellen des Schaltelementes 10 ermöglichen und Ablagerungen verhindern
soll. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist des weiteren das Schaltelement 10 durch
eine Feder 16, die sich an der Drehachse 9 abstützt, gegenüber der Steuerfläche 14
vorgespannt, wodurch im geschlossenen Zustand des Drehschieberventils 4 die Dichtheit
gewährleistet ist.
[0014] Die Öffnungen 13 der Steuerfläche 14 können eine definierte geometrische Form aufweisen,
wie z.B. kreisrund elliptisch, eckig, etc., derart, daß auf diese Weise eine bestimmte
Durchflußcharakteristik für den Abgasrückführstrom definierbar ist.
[0015] Figur 3 zeigt eine alternative Ausführungsform des Schaltelementes 10, das in diesem
Falle kreuzförmig ausgebildet ist, wobei die Zwischenräume 17 mit den Öffnungen 13
der Steuerfläche korrespondieren.
[0016] Es sollte deutlich sein, daß gerade für das Schaltelement 10 die verschiedenartigsten
Ausführungsformen denkbar sind.
1. Abgasrückführeinrichtung für eine Brennkraftmaschine mit einer von einem Auslaßsystem
der Brennkraftmaschine kommenden Abgassammelleitung (2), die über ein Drehschieberventil
(4) fluidisch mit Lufteinlaßkanälen der Brennkraftmaschine in Verbindung steht, wobei
das Drehschieberventil ein Gehäuse (3) aufweist mit einem auf einer Drehachse (9)
befestigten scheibenförmigen Schaltelement (10), das mit einer Steuerfläche (11) korrespondiert,
die Öffnungen (13) aufweist, denen Abgassteuerkanäte (5) zugeordnet sind, wobei am
Gehäuse (3) ein Antriebsmodul (6) für das Drehschieberventil (4) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerfläche (14) Schabekanten (15) aufweist, die mit dem Schaltelement (10)
in Kontakt stehen.
2. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsmodul (6) über ein Kupplungsorgan (8) mit der Drehachse (9) des Schaltelementes
(10) verbunden ist.
3. Abgasrückführeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (13) der Steuerfläche (14) eine definierte geometrische Form auf weisen,
wie z.B. kreisrund, elliptisch, eckig, etc. derart, daß eine bestimmte Durchflußcharakteristik
definierbar ist.
4. Abgasrückführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerfläche (14) aus einem keramischen Werkstoff gefertigt ist.
5. Abgasrückführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für eine 4-Zylinder-Brennkraftmaschine das scheibenförmige Schaltelement (10) im
Querschnitt kreisrund mit entsprechenden Durchtrittsöffnungen (12) oder kreuzförmig
ausgebildet ist.
6. Abgasrückführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (10) mittels einer Feder (16) gegen die Steuerfläche (13) vorgespannt
ist.
7. Abgasrückführeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (10) durch einen kardanisch damit verbundenen Mitnehmer (11) antreibbar
ist.
1. Exhaust gas recirculation device for an internal combustion engine, with an exhaust
manifold pipe (2) which comes from an outlet system of the internal combustion engine,
and which is connected fluidically via a rotary valve (4) to air inlet ducts of the
internal combustion engine, the rotary valve having a housing (3) with a disc-shaped
switching element (10) which is fixed on a rotational axis (9) and corresponds to
a control surface (14), which has openings (13) to which exhaust gas control ducts
(5) are assigned, a drive module (6) for the rotary valve (4) being provided on the
housing (3), characterized in that the control surface (14) has notched edges (15), which are in contact with the switching
element (10).
2. Exhaust gas recirculation device according to Claim 1, characterized in that the drive module (6) is connected via a coupling element (8) to the rotational axis
(9) of the switching element (10).
3. Exhaust gas recirculation device according to Claim 1 or 2, characterized in that the openings (13) of the control surface (14) have a defined geometrical shape, e.g.
circular, elliptical, angular, etc., so that a specified flow characteristic can be
defined.
4. Exhaust gas recirculation device according to one of the preceding claims, characterized in that the control surface (14) is made of a ceramic material.
5. Exhaust gas recirculation device according to one of the preceding claims, characterized in that for a 4-cylinder internal combustion engine the disc-shaped switching element (10)
is circular in cross-section with corresponding pass-through openings (12), or is
cross-shaped.
6. Exhaust gas recirculation device according to one of the preceding claims, characterized in that the switching element (10) is prestressed against the control surface (13) by a spring
(16).
7. Exhaust gas recirculation device according to one of the preceding claims, characterized in that the switching element (10) can be driven by a dog (11) which is connected to it by
a universal joint.
1. Dispositif de recirculation des gaz d'échappement pour un moteur à combustion interne,
comportant une conduite collectrice de gaz d'échappement (2) venant d'un système d'échappement
du moteur à combustion interne, qui est en communication fluidique avec des canaux
d'admission d'air du moteur à combustion interne via une vanne rotative (4), la vanne
rotative présentant un corps (3) comportant un élément de commutation (10) en forme
de disque, fixé sur un axe de rotation (9), qui correspond avec une surface de commande
(14) qui présente des ouvertures (13) auxquelles sont associés des canaux de commande
des gaz d'échappement (5), un module d'entraînement (6) étant prévu sur le corps (3)
pour la vanne rotative (4), caractérisé en ce que la surface de commande (14) présente des arêtes de raclage (15) qui sont en contact
avec l'élément de commutation (10).
2. Dispositif de recirculation des gaz d'échappement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le module de d'entraînement (6) est relié par un organe de couplage (8) à l'axe de
rotation (9) de l'élément de commutation (10).
3. Dispositif de recirculation des gaz d'échappement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les ouvertures (13) de la surface de commande (14) présentent une forme géométrique
définie, par exemple ronde, elliptique, carrée etc., de telle sorte qu'une caractéristique
de passage précise peut être définie.
4. Dispositif de recirculation des gaz d'échappement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la surface de commande (14) est réalisée en une céramique technique.
5. Dispositif de recirculation des gaz d'échappement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que pour un moteur à combustion interne à 4 cylindres, l'élément de commutation (10)
en forme de disque est réalisé avec une section circulaire avec des ouvertures de
passage (12) correspondantes, ou cruciforme.
6. Dispositif de recirculation des gaz d'échappement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de commutation (10) est précontraint au moyen d'un ressort (16) contre
la surface de commande (13).
7. Dispositif de recirculation des gaz d'échappement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de commutation (10) peut être entraîné par un entraîneur (11) relié par
cardan avec celui-ci.

