[0001] Die Erfindung betrifft eine Liegevorrichtung mit einer Körper- bzw. Matratzenauflage
als Liegefläche mit mehreren beweglichen Teilen, die die Form der Wirbelsäulenkrümmung
einstellen können. Eine derartige Vorrichtung ist z.B. in der US-A-5 235 710 offenbart.
Insbesondere wird dabei an die Lendenwirbelsäule aber auch an die anderen Bereiche
der Wirbelsäule gedacht. Bei einer solchen Liegevorrichtung handelt es sich beispielsweise,
um einen Lattenrost für ein Bett, eine Liege, eine Matratze, ein Wasserbett, ein Gerät
für die Wirbelsäulentherapie oder um einen Sessel, der zur Liege verwandelt werden
kann.
[0002] Bei vielen Bettrahmen ist das Kopfteil, das Rückenteil und/oder das Fußteil verstellbar,
um eine bequemere Haltung einnehmen zu können.
[0003] Bislang wurde davon ausgegangen, daß ein Hohlkreuz (Lordose) positiv ist, da sie
die natürliche Wirbelsäulenkrümmung unterstützt. Bei Stühlen und Sitzen findet man
deshalb meist einen Lendenbausch. Aus den selben Gründen findet man die Empfehlungen
z.B. ein Kissen unter den Rücken zu schieben. Ein flacher oder runder Rücken dagegen
(Kyphose) sollte laut vielen Empfehlungen vermieden werden, da es dabei zu einer hohen
Belastung der Bandscheibe komme. Es wurde angenommen, daß dieser höhere Druck bei
gleichzeitig keilförmigem Öffnungswinkel den Bandscheibenkern (Nukleus Pulposus) nach
hinten drücke und somit Probleme verursache. Diese Erkenntnisse gingen vor allem auf
intradiskale in vivo Untersuchungen zurück, die in den sechziger Jahren durchgeführt
wurden. Diese Messungen ergaben damals, dass beim Sitzen die Belastung um 40% höher
sei als im Stehen. Da man beim Stehen eine Lendenlordose einnimmt, sollte diese auch
beim Sitzen eingenommen werden, um die Belastung der Wirbelsäule auf diese Weise zu
verringern. Bisherige Messungen im Sitzen ergaben, daß hier die Belastung verringert
werden kann, wenn die Lordose unterstützt würde.
[0004] Der Erfinder hat jedoch mit einer direkten in vivo Bandscheibendruckmessung festgestellt,
daß die obigen Erkenntnisse nicht aufrecht erhalten werden können. Das Sitzen ist
nach seinen neuen Erkenntnissen nicht belastender als das Stehen, wobei bereits früher
publizierte Ergebnisse, die auf indirekten Meßmethoden beruhen, bestätigt werden.
Im Sitzen kann der Druck in der Bandscheibe in der bislang verpönten lässigen Sitzhaltung,
d.h. beim Sitzen mit Rundrücken, sogar auf die Hälfte reduziert werden. (Wilke HJ,
Neef P, Caimi M, Hoogland T, Claes LE New in vivo measurements of pressures in the
intervertebral disc in daily life. Spine 1999 Apr 15;24(8):755-62). Diese verpönte
lässige aber bequeme Sitzhaltung mit leichtem Rundrücken erzeugt eine deutlich geringere
Belastung der Bandscheibe, als die bislang empfohlene aufrechte Sitzposition mit Hohlkreuz,
d.h. mit Lendenlordose. Diese Widersprüche zu den früheren Ergebnissen können auf
die unterschiedliche Meßtechnik zurückgeführt werden.
[0005] Durch vom Erfinder durchgeführte Studien hat sich gezeigt, daß eine wechselnde Druckbelastung
in der Bandscheibe anzustreben ist, weil die Bandscheibe dann Dank ihres "Schwammprinzipes"
ernährt werden kann (Wilke H-J, Claes LE (Hrsg) (1998) Die traumatische und degenerative
Bandscheibe Springer Verlag Heidelberg ISBN 3-540-65108-X). In Kenntnis dieser Gegebenheiten
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Liegevorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit welcher es möglich ist, die Wirbelsäule und andere Gelenke eines
Menschen abwechselnd zu be- und entlasten.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Liegevorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Liegevorrichtung werden in den jeweiligen abhängigen
Patentansprüchen gegeben.
[0007] Die obige Aufgabe wird bei einer Liegevorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass der Liegerahmen beispielsweise zwischen einer Lordosenstellung
und einer Kyphosenstellung selbsttätig hin- und herverstellbar ist. Dabei sollte auf
eine gleichmäßige Lendenunterstützung des jeweiligen Liegenden geachtet werden.
[0008] Erfindungsgemäß ist die Liegevorrichtung also zumindest abschnittsweise in Höhe und/oder
Neigung verstellbar, wobei die Auflage der Liegevorrichtung in vorbestimmter Weise
sich wiederholend automatisch durch den Antrieb verstellbar ist. Dies bedeutet beispielsweise,
daß die Auflage, sofern es sich um einen Lattenrost handelt, bezüglich einzelner Latten
als Abschnitte bzw. bezüglich mehrerer miteinander verbundener Latten als einem Abschnitt
so verstellbar ist, daß diese Abschnitte aus der Liegefläche emporgehoben oder zu
dieser geneigt werden können. Besonders im Falle, daß sich auf diesem Lattenrost eine
Matratze befindet, gleicht die Matratze diese Erhöhung bzw. Neigung aus, so daß eine
gleichförmige Vorwölbung der Matratzenoberfläche an der Stelle erfolgt, an der die
Latte oder der Lattenabschnitt aus dem Auflagenprofil emporgehoben wurde.
[0009] Erfindungsgemäß wird nun diese Profilierung in sich wiederholender Weise automatisch
durch einen Antrieb verstellt, so daß der Rücken des auf der Matratze Liegenden beständig
in sich wiederholender Weise zwischen verschiedenen Stellungen, beispielsweise zwischen
Lordosen- und Kyphosenstellung der menschlichen Wirbelsäulenregionen wie Lendenwirbelsäule,
Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule hin- und herbewegt wird. Dasselbe ist auch beispielsweise
für die Beine, Hüfte oder Knie oder für den Brust-, Schulter-, Hals- und Kopfbereich
möglich. Durch eine derartige oszillierende bzw. periodische Bewegung wird folglich
die Wirbelsäule des auf der Matratze Liegenden beständig in verschiedene Richtungen
durchgebogen, so daß eine optimale wechselnde Be- und Entlastung der verschiedenen
Wirbelsäulenstrukturen (Bänder, Knochen, Knorpel und dergleichen) und Versorgung der
Bandscheiben möglich ist, während sich die Person auf der Liegevorrichtung entspannt
oder beispielsweise schläft.
[0010] Die erfindungsgemäße Liegevorrichtung erlaubt eine kontinuierliche Bewegung der Hals-,
Brust- und Lendenwirbelsäule, der Hüft- und der Kniegelenke. Diese Gelenke können
in unterschiedlichen Positionen (z.B. Liegeposition, Relaxposition und aufrechte Sitzposition)
jeweils getrennt oder in unterschiedlichen Kombinationen kontinuierlich bewegt werden.
Die Bewegungen in den einzelnen Gelenken können je nach Position mit verschiedenen
Amplituden und verschiedenen Frequenzen gesteuert werden.
[0011] Nach dem Stand der Technik wird die Wirbelsäulenkrümmung nicht gezielt auf die anatomischen
und biomechanischen Gegebenheiten eines Individuums eingestellt. In der vorliegenden
Erfindung soll durch die Liegevorrichtung die Kontur des Rückens und somit die Form
der Wirbelsäule gezielt eingestellt werden können. Die Wirbelsäule soll dabei beispielsweise
sowohl eine Lordose als auch eine Kyphose einnehmen können.
[0012] Vor Verwendung einer derartigen Liegevorrichtung werden Werte bezüglich anatomischer
und/oder biomechanischer Gegebenheiten eines Menschen, z.B. über die Flexibilität
der Wirbelsäule des darauf liegenden Menschen ebenfalls abschnittsweise bestimmt,
beispielsweise für die Halswirbelsäule oder Lendenwirbelsäule, wobei beispielsweise
die stärkstmöglichen Auslenkungen in Kyphosen- oder Lordosenstellung jeweils bestimmt
werden. Aus diesen Werten und gegebenenfalls Informationen über gesundheitliche Anforderungen
an den Menschen, z.B. spezielle Trainingsprogramme für bestimmte Krankheiten oder
durch Krankheiten bedingte Einschränkungen bezüglich der Beweglichkeit einzelner Gelenke
oder Wirbelsäulenabschnitte können dann Steuerungswerte gewonnen werden, um die erfindungsgemäße
Liegevorrichtung so zu steuern, daß der auf ihr liegende Mensch individuell seiner
anatomischen Gegebenheiten wie beispielsweise seiner Wirbelsäulenflexibilität und
den gesundheitlichen Anforderungen angepaßt hin- und herbewegt wird.
[0013] Die Bewegungsprogramme können dabei realtiv zu einer Referenzpositition, z.B. der
für einen Menschen bequemsten Liegeposition (relatives Bewegungsprogramm, oder auch
unabhängig von einer solchen Referenzposition absolutes Bewegungsprogramm bestimmt
und gesteuert werden.
[0014] Die Liegevorrichtung enthält hierfür eine Steuerung für den Antrieb, die entsprechend
einstellbar bzw. programmierbar ist. Sie erhält ihre Daten über eine Datenaufnahmevorrichtung,
die Daten von außerhalb aufnimmt, wobei es sich um die Originaldaten aus der Messung
an der Person oder um bereits überarbeitete Steuerungsdaten handeln kann.
[0015] Ein entscheidender Vorteil der vorliegenden Erfindung ist damit, daß die Liegevorrichtung
völlig individuell auf den einzelnen Menschen eingestellt werden kann, wobei die Programmierung
bzw. Einstellung auch im Laufe der Zeit verändert werden kann, wenn sich bei der Person
die Flexibilität der Wirbelsäule ändert. Damit paßt sich folglich die erfindungsgemäße
Liegevorrichtung während ihrer gesamten Lebensdauer dem jeweiligen auf ihr liegenden
Menschen an. Dies kann auch interessant sein, im Falle, daß eine derartige Liegevorrichtung
beispielsweise in Krankenhäusern verwendet wird, wo jeweils dann die Liegevorrichtung
auf den jeweiligen Patienten eingestellt werden kann.
Gängige Lehrmeinung ist, dass sich bei Flexion die Bandscheibe nach hinten wölbt.
In vivo Untersuchungen des Erfinders haben gezeigt, dass diese Lehrmeinung falsch
ist. Das Gegenteil ist der Fall. Bei Kyphose, d.h. im Rundrücken, wirken Kompressionskräfte
auf dem vorderen Anulus (anteriorer Anulus). Diese Kompressionskräfte bewirken ein
Ausbauchen nach vorne. Gleichzeitig entsteht eine Zugbeanspruchung im hinteren Faserring
(posteriorer Anulus). Das bewirkt ein Strecken der Kollagenfasern und somit ein geringeres
Ausbauchen. Dieses kann eindrücklich mit Hilfe einer Kontrastmittel-Röntgenaufnahme
des Rückenmarkkanals (Myelographie) gezeigt werden. Experimentell wurde zwar gezeigt,
dass bei Flexion der Kern nach hinten verlagert wird, diese Verlagerung ist allerdings
viel geringer als bislang berichtet worden ist. Gleichzeitig geht der hintere Anteil
des äußeren Bandscheibenringes eher leicht nach innen. Eine leichte Veränderung ist
zu beobachten, wenn der Kern in der Bandscheibe aufgrund eines Bandscheibenvorfalles
oder aufgrund einer Operation fehlt. Der äußere Faserring verhält sich jedoch ähnlich.
Patienten mit einer Einengung des Rückenmarkkanals (Spinalkanalstenose oder ähnliches),
öffnen in der Kyphose sogar diese Kanäle und nehmen den Druck von den Nervenstrukturen.
Selbst die Durchblutung des Raumes, der das Rückenmark umgibt (Epiduralraum) wird
dabei verbessert.
[0016] Die Diffusion von gelösten Stoffen kann in der Lordosenstellung, leichter in die
vordere Hälfte der Bandscheibe als in ihre hintere Hälfte erfolgen. Dieses Ungleichgewicht
ist in der flektierten Haltung umgekehrt. In der Kyphosenstellung ist die Diffusion
insgesamt stärker, im hinteren Teil der Bandscheibe sogar wesentlich stärker als bei
aufrechter Haltung.
[0017] Bei einem Nachhintenbeugen, d.h. bei starker Lordose, kommt es zur verstärkten Flächenpressung
auf die Wirbelgelenke. Die Kompressionkräfte steigen ferner auf dem hinteren Anteil
des Bandscheibenfaserringes und zwischen den Dornfortsätzen. Eine ständige Hyperlordose
wirkt als Initialreiz zu einer Arthrose in den kleinen Wirbelgelenken. Die ständige
Hyperlordose führt zu dem schmerzhaften Bild eines Bastrup-Syndroms. Eine fixierte
Lordosenstellung führt auf die Dauer zu einer verkürzten Muskulatur.
[0018] Aus den oben genannten Gründen kann es positiv sein, wenn der eine Benutzer beim
Liegen eher eine Lordose oder eine Kyphose einstellen kann.
[0019] Statische bzw. Zwangshaltungen sind in den meisten Fällen nicht sinnvoll bzw. sogar
schädlich. Aus diesem Grund entstehen auch vielfältige Probleme allein aufgrund einer
statischen Haltung beim Sitzen oder sogar beim Schlafen usw. Dies wird jedem deutlich,
wenn er längere Zeit selbst in einer bequemen Schräglage des Rückens, z.B. ein Buch
liest. Die Muskulatur ermüdet, bestimmte Bandanteile werden einseitig gedehnt, bestimmte
Anteile der Bandscheibe werden komprimiert oder auf Zug belastet. Die Flüssigkeit
des Knorpel in den Gelenkfacetten wird z.B. ausgepreßt und eine Diffussion von Nährstoffen
nicht mehr gewährleistet. Diese Strukturen brauchen alle eine wechselnde Belastung.
Deshalb sollte der Rücken in diesen statische Positionen bewegt werden.
[0020] Diese offensichtliche Nachteil stellt besonders ein Problem dar bei Personen die
über längere Zeit auf dem Rücken liegen müssen.
[0021] Aus den oben genannten Vor- und Nachteilen folgt, dass es keine optimale Wirbelsäulenkrümmung
gibt, wenn sie statisch eingenommen wird. Beim Liegen wird daher ständig die Position
gewechselt, um die Strukturen unterschiedlich und wechselnd zu beanspruchen. Das bedeutet
auch, dass von einer Kyphosenstellung nicht grundsätzlich abzuraten ist, sondern dass
diese im dynamischen Wechsel mit der Lordosenstellung eingenommen werden soll. Werden
die Gewebe des Bewegungsapparates des Liegebenutzers durch Bewegung und Belastung
trainiert, so erhalten sie die mechanische Reize, die sie benötigen, um die Struktur
aufrechtzuerhalten. Eine Mehrbelastung bewirkt bei Knochen und Muskulatur eine Massenzunahme
und verbessert ihre biomechanischen Eigenschaften. Außerdem reagieren die Zellen dieser
Gewebe mit einer verstärkten Zellvermehrung und mit einer erhöhten Stoffwechselaktivität
(Neidlinger-Wilke C.; Wilke H-J, Claes L. Cyclic Stretching of Human Osteoblasts Effects
Proliferation and Metabolism: a New Experimental Method and its Application Journal
of Orthopaedic Research, No. 12, pp. 70-78, 1994).
[0022] Die Ernährung von Knorpel und Bandscheiben erfolgt durch Diffusion, die durch eine
solche wechselnde Belastung stark begünstigt wird. Bei hoher Belastung wird die Flüssigkeit
aus den entsprechenden Geweben herausgepreßt, wobei verbrauchte Stoffwechselprodukte
mitgenommen werden. Danach können sich die Gewebe im entlasteten Zustand mit Flüssigkeit
und Nährstoffen wie ein Schwamm wieder vollsaugen. Fehlt die besagte dynamische wechselnde
Belastung, so werden Knorpel und Bandscheiben nicht mehr ausreichend ernährt und reagieren
mit einer Degeneration. Daraus folgt, dass die Bandscheibe einer Person im Liegen
wechselnd belastet und vielfältig bewegt werden sollte. Dies wird unwillkürlich beim
Schlafen praktiziert, indem man sich ständig dreht. Das ist aber auch durch die erfindungsgemäße
dynamische Liegevorrichtung möglich, bei welcher das Rückenteil bevorzugt kontinuierlich
dynamisch oszillierend zwischen einer Lordosenstellung und einer Kyphosenstellung
hin- und herverstellbar ist und man somit über eine längere Zeit die Rückenlage einnehmen
kann. Dies gilt in entsprechender Weise für die Beübung von Beinen, Knien und Hüfte,
die kontinuierlich wechselnd bewegt werden sollen.
[0023] Als vorteilhaft hat es sich bei der erfindungsgemäßen Liegevorrichtung erwiesen,
wenn die Amplitude und/oder die Frequenz der dynamischen, oszillierenden Verstellung
zwischen Lordosen und Kyphosenstellung einstellbar ist. Amplitudengemäß kann der Bereich
zwischen den beiden Extremstellungen z.B. bis 120° der unteren Deckplatte des Lendenwirbels
L1 und der oberen Deckplatte des Sakrum S1 betragen. Die Frequenz der dynamischen
Verstellung zwischen der Lordosen- und der Kyphosenstellung kann beispielsweise im
Bereich zwischen größenordnungsmäßig 0, 5 sek
-1 bis ca. 1 h
-1 betragen.
[0024] Bei der erfindungsgemäßen Liegevorrichtung kann die dynamische oszillierende Verstellung
zwischen der Lordosenstellung und der Kyphosenstellung durch den Bettbenutzer aktiv
oder automatisch mittels einer Antriebseinrichtung erfolgen.
[0025] Gemäß der Erfindung ist die Liegevorrichtung mit einer Antriebseinrichtung zu versehen,
mit deren Hilfe z.B. das Rückenteil kontinuierlich dynamisch oszillierend zwischen
einer Lordosen- und Kyphosenstellung hin- und herverstellt wird. Bei dieser Antriebseinrichtung
kann es sich beispielsweise um einen Elektromotor, um einen Hydraulikmotor o.dgl.
handeln.
[0026] Diese Erfindung wird dazu führen, dass Rückenschmerzen reduziert werden. Man kann
in der selben schräg aufgerichteten Position länger verharren z.B. zum Lesen weil
die Strukturen wechselnd belastet und entlastet werden, was ohne diese Bewegung den
Bettbenutzer zum Bewegungswechsel zwingt. Die Bewegung kann ferner die Atrophie von
Strukturen beim Bettlägrigen reduzieren.
[0027] Bevorzugt ist es, wenn bei der erfindungsgemäßen Liegevorrichtung das Rückenteil
nicht nur kontinuierlich dynamisch zwischen einer Lordosen- und einer Kyphosenstellung
hin- und herverstellbar ist, sondern wenn das Rückenteil außerdem in seiner Neigung
verstellbar ist. Desweiteren kann es bevorzugt sein, wenn bei der erfindungsgemäßen
Liegevorrichtung das Fußteil ebenfalls kontinuierlich oder diskontinuierlich bewegt
wird. Durch derartige Ausbildungen der zuletzt genannten Art werden auch relevante
Strukturen anderer Gelenke des Bettbenutzers wie Knorpel, Knochen, Bänder und Muskeln
z.B. an der Hüfte und in den Knien beim Liegen be- und entlastet und somit trainiert.
Das führt zu einer verbesserten Ernährung dieser Strukturen und zu einer verbesserten
Atmung, Durchblutung und Verdauung und somit auch zu einem besseren Wohlempfinden.
[0028] Anhand der folgenden Beispiele und Figuren soll der erfindungsgemäße Gegenstand schematisch
dargestellt und näher beschrieben werden.
[0029] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Liegevorrichtung in einer ersten Stellung,
- Figur 2
- eine Liegevorrichtung gemäß Figur 1 in einer zweiten Stellung,
- Figur 3
- eine Liegevorrichtung gemäß Figuren 1 und 2 in einer dritten Stellung,
- Figur 4
- die Liegevorrichtung in einer vierten Stellung,
- Figur 5
- zwei voneinander verschiedene Stellungen der Liegevorrichtung entsprechend den Stellungen
gemäß Figuren 1 und 2,
- Figur 6
- zwei unterschiedliche Stellungen der Liegevorrichtung entsprechend den Stellungen
gemäß Figuren 3 und 4,
- Fign. 7 bis 10
- zeigen eine erfindungsgemäße Liegevorrichtung in verschiedenen Stellungen;
- Figur 11
- zeigt die Flexion/Extension einer menschlichen Wirbelsäule in drei verschiedenen Positionen
im Stehen;
- Figur 12
- zeigt die Flexions/Extensions-Beweglichkeit der in Fig. 11 dargestellten Wirbelsäule;
- Fign. 13 bis 18
- definierte Bewegungsprogramme unter Berücksichtigung unterschiedlicher biomechanischer
Zielsetzungen,
[0030] Figur 1 zeigt schematisch in einer Seitenansicht eine Ausbildung einer Liegevorrichtung
1 mit einem Beinteil 2, 3 (hier beispielhaft zweiteilig) und einem mehrteiligen (hier
beispielhaft vierteilig) Rückenteil 4 bis 7. Das Beinteil 2 und das Kopf teil 7 sind
ebenso wie die anderen Bereiche 3 bis 6 in ihrer Neigung verstellbar. Das ist durch
die bogenförmigen Pfeile 8 bzw. 9 angedeutet.
[0031] In Figur 1 nimmt die Liegevorrichtung 10 eine Stellung ein, in der das Rückenteil
flach nach unten geneigt ist und das Rückenteil eine Kyphose erlaubt.
[0032] Gleiche oder ähnliche Elemente sind in Figur 2 wie in den folgenden Figuren mit denselben
Bezugsziffern wie in Figur 1 bezeichnet, so daß es sich erübrigt, diese Elemente jedesmal
erneut detailliert zu beschreiben.
[0033] Bei der Liegevorrichtung 1 kann das Rückenteil aus den Segmenten 4 bis 7 kontinuierlich
dynamisch oszillierend zwischen der in Figur 2 verdeutlichten Lordosestellung und
der in Figur 1 angedeuteten Kyphosenstellung hin- und herverstellbar sein (siehe Pfeil
9). Diese Verstellung kann aktiv durch den Liegebenutzer oder passiv und automatisch
durch eine geeignete (nicht dargestellte) Antriebseinrichtung erfolgen. Diese Antriebseinrichtung
kann ein integrales Bestandteil der Liegevorrichtung 1 sein.
[0034] Figur 3 zeigt in einer den Figuren 1 und 2 ähnlichen schematischen Seitenansicht
die Liegeeinrichtung 1 im Vergleich zu den in den Figuren 1 und 2 gezeichneten flachen
Stellungen nach oben geschwenkt. In Figur 3 ist die Kontur des Rückenteiles 4 bis
7 so ausgeformt, dass der Benutzer eine Kyphose einnimmt. Figur 4 verdeutlicht die
Lordosestellung in dieser aufgerichteten Position. Auch hier kann dieses Rückenteil
2 diskontinuierlich oder kontinuierlich verstellbar sein.
Die Figur 5 verdeutlicht eine kontinuierliche dynamisch oszillierende Verstellung
der Liegevorrichtung 1 zwischen der in Figur 1 und der in Figur 2 dargestellten Stellung.
Demgegenüber verdeutlicht die Figur 6 eine dynamische Verstell-Variante, bei welcher
die oszillierende Verstellung des Rückenteils 12 zwischen der in Figur 3 und der in
Figur 4 gezeichneten Stellung mit einer Neigungsverstellung der Rückenteile 5 und
6 einhergeht. Die beiden Stellungen in den maximal ausgelenkten Positionen der Liegevorrichtung
sind dabei mit 5 und 6 bzw. 5' und 6' bezeichnet.
[0035] In Figur 5 und Figur 6 ist ebenfalls eine unterschiedliche Stellung der Beinteile
2 und 3 zu erkennen, die sich in gleicher Weise wie das Rückenteil diskontinuierlich
und kontinuierlich zwischen verschiedenen Stellungen mit einstellbarer Frequenz und
Amplitude bewegbar sind.
[0036] In Fig. 7 ist eine erfindungsgemäße Liegevorrichtung 1 dargestellt. Diese Liegevorrichtung
weist einen Grundrahmen 10 auf, auf dem insgesamt sechs bewegliche Rahmenabschnitte
12 bis 17 angeordnet sind. Die Rahmenabschnitte 12 und 13 entsprechen dabei einem
Beinauflagebereich und die Abschnitte 14 bis 17 einem Auflagebereich für Rücken und
Kopf eines Menschen. Jeder dieser Auflagebereiche 12 bis 17 weist eine oder mehrere
Querlattungen 11 auf, auf die eine Matratze gelegt werden kann. Es handelt sich also
insoweit um einen herkömmlichen Lattenrost. Erfindungsgemäß sind diese Latten 11 jedoch
nicht fester an dem Rahmen 10 befestigt sondern bereichsweise an dem beweglichen Rahmen
12 bis 17, die sowohl in ihrer Höhe als auch in ihrer Neigung unabhängig voneinander
verstellt werden können. Dies erfolgt über eine unterhalb des Lattenrostes befindliche
Mechanik. Insbesondere im Bereich der Lendenwirbel ist eine Latte 18 in dem beweglichen
Rahmen 14 angeordnet, die ihrerseits aus der Ebene der übrigen Latten hervorgehoben
werden kann. Dies erfolgt ebenfalls über eine unterhalb des Bettes angeordnete Mechanik,
beispielsweise ein durch einen Motor angetriebenen Scherenmechanismus. Wird diese
Latte 18 nun angehoben, so wölbt sich auch die darüber liegende Matratze, wobei sich
durch die Steifheit der Matratze ein gleichmäßiger Übergang zwischen den einzelnen
Höhen der Latten ergibt. Durch Anheben der Latte 18 kann folglich die Wirbelsäule
des auf der Matratze liegenden Menschen in Lordosestellung gebracht werden.
[0037] Figur 8 zeigt in drei Teilbildern A, B und C die Mechanik der erfindungsgemäßen Liegevorrichtung
1 aus Fig. 7. Dabei ist zu erkennen, daß sich unterhalb des Bettes 1 eine Mechanik
21 befindet, die zum Verstellen der einzelnen Rahmenabschnitte 12 bis 17 geeignet
ist. In Fig. 8a ist dabei eine Ansicht des Bettes von unten, in Fig. 8b von der Kopfseite
im Querschnitt sowie in Fig. 8c in der Seitenansicht entlang der Längsseite dargestellt.
In Fig. 8c ist zu erkennen, daß das Kopfteil 12 auf- und abbewegbar ist, um beispielsweise
eine Überstreckung der Halswirbelsäule in der nach unten geneigten Position zu erzielen.
Die Verstellbarkeit des Kopfbereiches kann beispielsweise auch zur Einstellung einer
Anti-Schnarchposition oder einer Anti-Schlafapnoe-Position verwendet werden. Erfindungsgemäß
kann in einem derartigen Falle in die Liegevorrichtung auch ein Sensor für Schnarchgeräusche
oder Schlafapnoe eingebaut werden, so daß bei Auftreten von Schnarchen oder einer
Schlafapnoe der Kopfbereich 12 entsprechend verstellt, gegebenenfalls zyklisch bewegt
wird und dadurch das Schnarchen bzw. die Apnoe beseitigt wird.
[0038] Figur 9 zeigt dieselbe erfindungsgemäße Liegevorrichtung, wobei die einzelnen Bereiche
2 bis 7 so angehoben und geneigt sind, daß der darauf befindliche Mensch sich in einer
Sitzposition mit hochgelagerten Beinen befinden würde. Gut zu erkennen sind die beweglichen
Rahmen 12 bis 17, die durch Verstellmechaniken 22 bis 27 in ihre Position gebracht
und gehalten werden. Weiterhin ist auch die für die Lordosenstellung verantwortliche
Latte 18 sowie ihre Mechanik 28 zu erkennen.
[0039] In Figur 10 ist diese Lordosenstellung der Liegevorrichtung veranschaulicht. In dieser
Figur sind sämtliche beweglichen Rahmen 12 bis 17 in flacher Stellung, wie es beispielsweise
für den Schlaf einer Person üblich ist. Aus diesem Profil hervorgehoben ist jedoch
die Latte 18 mittels des Scherenmechanismus 28, die sich in dem beweglichen Rahmen
15 befindet. In dieser Position der Latte wird die Matratze an dieser Stelle emporgehoben,
so daß der darauf auf dem Rücken liegende Mensch eine Lordosenstellung einnimmt. Erfindungsgemäß
kann nun beispielsweise diese Latte 18 automatisch auf- und abbewegt werden in oszilliernder
Weise, so daß die Wirbelsäule des darauf liegenden Menschen beständig zwischen Lordosenstellung
und Kyphosenstellung hin- und herbewegt wird. Dies führt zu den gewünschten vorteilhaften
Effekten auf die Wirbelsäule des Menschen.
[0040] In Fig. 10 ist ein komplettes Bett dargestellt, das auch Bettpfosten 19 aufweist.
[0041] Erfindungsgemäß können nun folglich sämtliche beweglichen Rahmen 12 bis 17 oder auch
die Latte 18 in periodischer Weise automatisch durch die Liegevorrichtung zwischen
verschiedenen Stellungen hin- und herbewegt werden.
[0042] Die optimalen Umkehrpunkte für die einzelnen Bewegungen können ermittelt werden,
indem wie in Fig. 11 die maximal möglichen Auslenkungen der Wirbelsäule des Menschen
bestimmt werden. In Fig. 11 sind drei Extrempositionen der Wirbelsäule dargestellt,
wobei mit dem Bezugszeichen 30 die Normalstellung der Wirbelsäule beim stehenden Menschen,
mit Bezugszeichen 31 die maximal nach hinten geneigte Position und mit Bezugszeichen
32 die maximal nach vorne geneigte Position des Menschen dargestellt ist.
[0043] Figur 12 zeigt eine Auswertung dieser Messung aus Fig. 11, wobei in Fig. 31 die Beweglichkeit
jedes einzelnen Wirbels in der maximalen Rückenlage (Lordosenstellung) und mit 32
die Beweglichkeit der Wirbelsäule in der maximalen Vorwärtsstellung (Kyphosenstellung)
dargestellt werden. Eine derartige Messung kann beispielsweise mittels des Meßsystems
CMS30/70P und dem Programm WinSpine der Firma Zebris Medizintechnik GmbH, Isny, Deutschland
durchgeführt werden. Sind so die maximalen Auslenkungspunkte der Wirbelsäule bestimmt,
so kann die erfindungsgemäße Liegevorrichtung so programmiert werden, daß sie die
beweglichen Rahmen 12 bis 17 und die Latte 18 derart hin- und herbewegt, daß die Wirbelsäule
des darauf liegenden Menschen zwischen ihren beiden maximalen Auslenkungswerten hin-
und herbewegt wird. Dadurch wird eine Beübung der Wirbelsäule und der anderen Gelenke
erzielt. Um die Liegevorrichtung zu programmieren, kann diese mit einem Einlesegerät
(Datenaufnahmevorrichtung) versehen werden, beispielsweise einem Chipkartenleser,
einem Dateneingabegerät (beispielsweise Handschalter), einer Infrarot-Schnittstelle
oder dergleichen. So kann die Liegevorrichtung auf jeden einzelnen Menschen eingestellt
werden oder auch im Laufe des Lebens eines Menschen ständig dessen anatomischen Gegebenheiten
angepaßt werden.
[0044] Die Figuren 13 bis 18 zeigen derartige verschiedene Bewegungsvorgaben für eine Motorsteuerung
einer erfindungsgemäßen Liegevorrichtung, wie sie in den Figuren 7 bis 10 gezeigt
ist.
[0045] Die Parameter der einzelnen Bewegungsprogramme werden individuell an die anatomischen
und biomechanischen Eigenschaften des Benutzers angepaßt. Je nach Konstitution, Beweglichkeit
bzw. Steifigkeit der Wirbelsäule, Gesundheitszustand oder speziellen Problemen dürfen
einige Bewegungsprogramme nicht erlaubt oder müssen individuell angepaßt werden (steifes
Knie oder steife Hüfte, Osteoporose, Bechterew, Schwindel, etc.).
[0046] Hierfür soll eine Chipkarte oder ein Handschalter programmiert werden, die diese
individuellen Programme für die Steuerung der einzelnen Gelenke der Liegevorrichtung
enthält. Um diese Chipkarte oder Handschalter individuell zu programmieren, muß der
Kunde (Benutzer des Bettes) zunächst einen Fragebogen ausfüllen, in dem seine relevanten
Daten erfaßt werden. Danach erfolgt eine Bewegungsanalyse mit einem Bewegungsanalysesystem
wie oben beschrieben. Zunächst wird beim aufrechten Stehen (Fig. 11) mit Hilfe eines
Taststiftes beginnend am Scheitel über den Hinterkopf die gesamte Wirbelsäulenkontur
erfaßt. Diese Messung wird beim Nachvorneneigen(Flexion) und Nachhintenneigen (Extension)
wiederholt (Fig. 11). Anhand dieser drei Datensätze kann über eine Differenzbildung
die Beweglichkeit der einzelnen Wirbelsäulenregionen bestimmt werden, die die verschiedenen
Amplituden der Liegevorrichtung festlegen (s. Fig. 12). Vermessen wird ferner Körpergröße,
Gewicht, Schulterbreite etc. Diese Daten werden vom Computerprogramm entsprechend
umgerechnet, um eine Rahmengröße vorzugschlagen und um die individuelle Höhen- und
Steifigkeitseinstellung jeder Latte des Lattenrostes zu bestimmen.
[0047] Die Ernährung der Bandscheibe, des Knorpels in den kleinen Wirbelgelenken, aber auch
im Hüft- und Kniegelenk ist von der Amplitute und Frequenz abhängig. Dies konnte z.B.
an Knochenzellen nachgewiesen werden (Neidlinger-Wilke C.; Wilke H-J, Claes L. Cyclic
Stretching of Human Osteoblasts Effects Proliferation and Metabolism: a New Experimental
Method and its Application Journal of Orthopaedic Research, No. 12, pp. 70-78, 1994).
Diese könnte bei Osteoporotikern oder anderen Problemen jedoch anders sein (Neidlinger-Wilke-C;
Stalla-I; Claes-L; Brand-R; Hoellen-I; Rübenacker-S; Arand-M; Kinzl-L Human osteoblasts
from younger normal and osteoporotic donors show differences in proliferation and
TGF beata-release in response to cyclic strain J. Biomechanics 28:1411-1418(1995)).
[0048] Ferner können diese unterschiedlichen Programme von unterschiedlicher Dauer sein.
- Sollten zum Beispiel nachts Rückenschmerzen auftreten, muß der Bettbenutzer nicht
mehr aufstehen und ein paar Minuten gehen damit die Wirbelsäule bewegt wird, sondern
er läßt ein Programm ablaufen, das seine Lendenwirbelsäule zyklisch bewegt. Diese
Programm soll sich nach 15 Minuten automatisch abschalten und das Bett in die normale
Schlaflage fahren (Memorystellung).
- Denkbar sind auch Bewegungen der verschiedenen Gelenke mit sehr kleinen Amplituden
während der gesamten Nacht.
- Bei bettlägrigen Patienten kann z.B. ein bestimmtes individuelles Programm den ganzen
Tag laufen.
- In der Lesestellung kann auf Wunsch eine bestimmte Bewegungsfolge über einen Zeitraum
von 1 Stunde stattfinden, Rückenschmerzen, die den Benutzer zum Wechseln der Lage
zwingen, kommen nicht mehr vor. D.h., man kann länger als sonst in der aufgerichteten
Leseposition bleiben.
1. Liegevorrichtung (1) mit einer Körper- bzw. Matratzenauflage (12 bis 17) sowie mindestens
einem Antrieb, mit dem die Auflage in Längsrichtung der Liegevorrichtung zumindest
abschnittsweise in Höhe und/oder Neigung verstellbar ist, wobei die Liegevorrichtung
zusätzlich eine Datenaufnahmevorrichtung zur Aufnahme von Daten, die mit der Konstitution,
Beweglichkeit und Steifigkeit eines Benutzers zusammenhängen unter Berücksichtigung
dessen Gesundheitszustandes und spezieller gesundheitlicher Probleme, und zur Weitergabe
der Daten an eine den Antrieb in periodischer Weise steuernde Steuervorrichtung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Daten Informationen über die Flexibilität der Wirbelsäule und/oder der anderen
Gelenke und/oder Informationen über gesundheitliche Anforderungen für diesen Menschen
sind, wobei die Liegevorrichtung in der Lage ist, sich periodisch automatisch mittels
der Steuervorrichtung gemäß den Daten des Benutzers zu verstellen.
2. Liegevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage einen Rückenauflagebereich (14 bis 16) aufweist, der durch den Antrieb
zwischen Kyphosenstellung und Lordosenstellung wechselnd verstellbar ist.
3. Liegevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückenauflagebereich in seiner Neigung unabhängig von der Lordosen- oder Kyphosenstellung
einstellbar oder steuerbar ist.
4. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage einen Auflagebereich für Kopf und Schulter (16, 17) aufweist, der zwischen
einer Stellung für nach vorn geneigtem Kopf und einer Stellung für nach hinten geneigtem
Kopf wechselnd verstellbar ist.
5. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage einen Beinauflagebereich (12, 13) aufweist, der durch den Antrieb zwischen
einer Stellung für gestrecktes Knie und einer Stellung für abgewinkeltes Knie oder
zwischen einer Stellung für gestreckte Hüften und einer Stellung für gebeugte Hüften
verstellbar ist.
6. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung zur Steuerung des Antriebs.
7. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb derart steuerbar ist, daß er die Auflage zumindest bereichsweise zwischen
zwei mit der Anatomie einer bestimmten Person verträglichen Stellungen in sich wiederholender
Weise wechselt.
8. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude und/oder Frequenz der Verstellung der Auflage einstellbar oder steuerbar
ist.
9. Liegevorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenaufnahmevorrichtung ein Lesegerät für Datenträger wie Chipkarten, Magnetkarten,
Magnetbänder u. dgl. oder eine Schnittstelle zur Datenübertragung wie eine IR-Schnittstelle,
eine serielle oder parallele Schnittstelle oder dergleichen ist.
10. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Sensor für Schnarchen oder einen Sensor für Schlafapnoe aufweist, mittels
dessen Ausgangssignalen der Antrieb steuerbar ist.
1. Lounger (1) with a body or mattress base (12 to 17) as well as at least one drive
by means of which the base is at least in the longitudinal direction sectionally adjustable
in height and/or incline, and the lounger additionally comprises a data storage device
for storing data related to constitution, movability and stiffness of a user whilst
taking into consideration his/her state of health and specific health problems and
for passing on data to a control device which in a periodic manner controls the drive,
characterised in that the data hold information about flexibility of the spine and/or other joints and/or
information about health requirements for subject person, and the lounger is capable
of periodic automatic adjustment by means of the control device based on data of the
user.
2. Lounger according to the above claim, characterised in that the base comprises a backrest area (14 to 16) which is by means of the drive alternately
adjustable between a kyphotic and a lordotic position .
3. Lounger according to the above claim, characterised in that the backrest area is in its inclination adjustable or controllable independently
from the lordotic or kyphotic position.
4. Lounger according to one of the above claims, characterised in that the base comprises a support area for head and shoulder (16, 17) which is alternately
adjustable between a position for a forward slanted head and a position of a rearward
slanted head.
5. Lounger according to one of the above claims, characterised in that the support comprises a leg support area (12, 13) which is adjustable by means of
the drive between a position of a stretched knee and a position for an angled knee
or between a position of stretched hips and a position for bent hips.
6. Lounger according to one of the above claims, characterised by a control device for controlling the drive.
7. Lounger according to one of the above claims, characterised in that the drive can be controlled in such a manner that it repeatedly alternates the support
at least sectionally between two positions which are comparable to the anatomy of
a specified person.
8. Lounger according to one of the above claims, characterised in that the amplitude and/or frequency of adjustment of the base can be set or controlled.
9. Lounger according to one of the two above claims, characterised in that the data storing device is a reader for data stores such as chip cards, magnetic
cards, magnetic tapes and the like or an interface for data transfer such as an IR
interface, a serial or parallel interface or the like.
10. Lounger according to one of the above claims, characterised in that it comprises a sensor for snoring or sleep apnoea the output signals of which control
the drive.
1. Dispositif de couchage (1) comportant un sommier (12 à 17) formant appui pour un corps
humain ou un matelas, ainsi qu'au moins un mécanisme d'entraînement, par lequel le
sommier, au moins dans certaines zones dans le sens longitudinal du dispositif de
couchage, peut être réglé en hauteur et/ou en inclinaison, le dispositif de couchage
comportant en plus un dispositif d'enregistrement de données destiné à enregistrer
des données qui sont liées à la constitution, à la mobilité et à la rigidité d'un
utilisateur en tenant compte de l'état de santé de celui-ci et de ses problèmes de
santé spécifiques, et destiné à transmettre les données à un dispositif de commande
assurant la commande périodique d'un mécanisme d'entraînement, caractérisé en ce que les données sont des informations sur la flexibilité de la colonne vertébrale et/ou
des autres articulations et/ou des informations sur les exigences thérapeutiques de
ces personnes, le dispositif de couchage étant en mesure de se régler automatiquement
et périodiquement selon les données de l'utilisateur, au moyen du dispositif de commande.
2. Dispositif de couchage selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le sommier comporte une zone d'appui du dos (14 à 16), qui est réglable en alternance
entre une position de cyphose et une position de lordose par l'intermédiaire du mécanisme
d'entraînement.
3. Dispositif de couchage selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la zone d'appui du dos est apte à être réglée ou commandée en position inclinée indépendemment
de la position de lordose ou de cyphose.
4. Dispositif de couchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le sommier comporte une zone d'appui pour la tête et les épaules (16, 17), qui est
réglable en alternance entre une position d'inclinaison de la tête vers l'avant et
une position d'inclinaison de la tête vers l'arrière.
5. Dispositif de couchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le sommier comporte une zone d'appui des jambes (12, 13), qui est réglable au moyen
du mécanisme d'entraînement entre une position d'extension du genou et une position
de flexion du genou ou entre une position d'extension des hanches et une position
de courbure des hanches.
6. Dispositif de couchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un dispositif de commande destiné à commander le mécanisme d'entraînement.
7. Dispositif de couchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mécanisme d'entraînement est apte à être commandé de telle sorte que le sommier,
au moins par zones, peut alterner de manière répétée entre deux positions compatibles
à l'anatomie d'une personne déterminée.
8. Dispositif de couchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est possible de régler ou de commander l'amplitude et/ou la fréquence de réglage
du sommier.
9. Dispositif de couchage selon l'une quelconque des deux revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'enregistrement des données est un dispositif de lecture pour des
supports de données, tels que des cartes à puce, des cartes magnétiques, des bandes
magnétiques et éléments similaires, ou est une interface destinée à la transmission
de données, telle qu'une interface infrarouge, une interface série ou parallèle ou
un élément similaire.
10. Dispositif de couchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte un capteur de ronflements ou un capteur d'apnées du sommeil, dont les
signaux de sortie permettent de commander le mécanisme d'entraînement.