[0001] Die Erfindung betrifft eine Erfassungsvorrichtung zum Erfassen von Personen oder
Objekten und deren Bewegungsrichtung, mit einer Sensoranordnung zum Erfassen von elektromagnetischer
Strahlung mit der Wellenlänge sichtbaren und/oder unsichtbaren Lichtes, die von einer
Person oder einem Objekt reflektiert oder ausgestrahlt wird und mit einer Auswerteeinheit,
die mit der Sensoranordnung verbunden und ausgebildet ist, aus der von der Strahlungssensoranordnung
erfassten Strahlung ein Signal abzuleiten und ein Erfassungssignal für möglichst jedes
von der Strahlungssensoranordnung erfasste Objekt oder jede Person abzugeben. Insbesondere
betrifft die Erfindung eine Zählvorrichtung für Personen, welche mit einer entsprechenden
Erfassungsvorrichtung verbunden ist.
[0002] Ein Anwendungsbereich derartiger Erfassungsvorrichtungen ist das Erfassen von Personen,
die den Ein- oder Ausstiegsbereich eines Verkehrsmittels durchqueren, um die Fahrgäste
zu zählen, die in das Verkehrsmittel einsteigen oder es verlassen. Aus der
DE 42 20 508 und der
EP 0 515 635 sind jeweils Erfassungsvorrichtungen bekannt, die bezüglich der vorgesehen Bewegungsrichtung
der Fahrgäste hintereinander angeordnete Sensorelemente aufweisen und durch Korrelation
der von den Sensorelementen erfassten Strahlung die Bewegungsrichtung von erfassten
Personen ermitteln. Derartige Erfassungsvorrichtungen sind somit in der Lage, nicht
nur wie bei einer einfachen Lichtschranke die Anwesenheit eines Objektes oder einer
Person zu ermitteln, sondern auch deren Bewegungsrichtung. Ein Problem besteht jedoch
darin, sich nicht zielgerichtet bewegende Personen, die beispielsweise im Eingangsbereich
eines Busses stehen bleiben, sicher zu erkennen oder die von verschiedenen, sich in
großer gegenseitiger Nähe befindlichen Personen stammenden Signale zu unterscheiden.
[0003] Ein Ansatz zur Lösung des letztgenannten Problems ist in der
DE 197 21 741 genannt. Dort wird vorgeschlagen, ein kontinuierliches Abstandssignal für erfasste
Objekte zu bilden und die auf diese Weise gewonnene Abstandsfunktion mit vorbestimmten
oder gespeicherten Abstandscharakteristiken bekannter Objekte zu vergleichen, um auf
diese Weise Informationen über die Anzahl, die Bewegung oder die Art der Objekte zu
gewinnen. Dies geschieht gemäß der
DE 197 21 741 mittels einer aktiven Signalgeber/Detektoranordnung. Aktiv bedeutet, dass der Detektor
die von dem Signalgeber abgegebene und von dem Objekt oder der Person reflektierte
Strahlung aufnimmt.
[0004] Aus der
DE 197 32 153 ist es bekannt, zwei von unterschiedlichem Standpunkt aufgenommene Bilder einer Person
anhand charakteristischer Bildmerkmale einander zuzuordnen, um so eine Rauminformation
zu erhalten.
[0005] Aus der
DE 42 20 508 ist eine Erfassungsvorrichtung bekannt, die in der Lage ist, die Intensitätsverteilung
einer von einer Person ausgehenden Wärmestrahlung matrixartig zu erfassen.
[0006] Die
US 5,187,688 und
US 5,255,301 zeigen jeweils eine Anordnung von mehreren Sensor-Elementen, mit denen sich bei Laufzeitmessung
der Abstand zwischen einem jeweiligen Sensorelement und der Oberfläche einer Person
bestimmen lassen.
[0007] Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Erfassungsvorrichtung anzugeben,
die auf einfache Weise eine noch genauere Objekt- oder Personenerfassung oder Zählung
erlaubt.
[0008] Erfindungsgemäß wird dieses Ziel mit einer Erfassungsvorrichtung der eingangs genannten
Art erreicht, welche Individualisierungsmittel umfasst, die mit der Auswerteeinheit
verbunden und ausgebildet sind, ein Objekt oder eine Person individualisierende Informationen
zu gewinnen und die mit einem Speicher verbunden ist, der ausgebildet ist, zumindest
einen Abschnitt des Verlaufssignales und die das Objekt oder die Person individualisierende
Information als charakteristischen Parameter dem Verlaufssignal zugeordnet zu speichern.
[0009] Hierzu umfasst die Erfassungsvorrichtung Parameterbestimmungsmittel, die mit der
Auswerteeinheit (18; 36) verbunden und ausgebildet sind, ein Zusatzsignal abzugeben.
Die Auswerteeinheit (18; 36) ist ausgebildet, den charakteristischen Parameter in
Abhängigkeit von dem Zusatzsignal zu bilden. Die Parameterbestimmungsmittel (16, 18.1)
umfassen eine Strahlungsquelle (16) für durch die Sensoranordnung (12, 14; 32, 34)
erfassbare Strahlung sowie ein Auswertungsmodul (36.1'). Die Strahlungssensoranordnung
umfasst eine Sensormatrix (32.1) ausgebildet und sowohl die Strahlungsquelle als auch
die Strahlungssensoranordnung sind mit dem Auswertungsmodul verbunden. Das Auswertungsmodul
ist ausgebildet, aus der von der Strahlungsquelle (44) ausgesandten, von einer Person
oder einem Objekt reflektierten und von der Sensormatrix (32.1) erfassten Strahlung
eine Matrix als Zusatzsignal zu bilden , die den charakteristischen Parameter bestimmt
und die eine jeweilige Person individualisierende Information darstellt, wobei die
Matrix der dreidimensionalen Oberflächenkontur eines erfassten Objektes oder einer
erfassten Person entspricht.
[0010] Der Parameter ist aus dem Verlaufssignal und einem zusätzlichen Signal abgeleitet.
Dieses zusätzliche Signal wird durch einen zusätzlichen passiven Sensor gewonnen und
von einer aktiven Strahlungsquelle abgeleitet. Der Parameter ist mehrdimensional,
also eine Matrix mit mehreren Werten, die insbesondere eine Person individualisieren.
[0011] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, auf an sich bekannte Weise ein passiv zu
gewinnendes Verlaufssignal mit zumindest einem charakteristischen Parameter zu kombinieren,
so dass sich eine zumindest zweidimensionale Signal- oder Parametermatrix ergibt,
die Informationen über den zeitlichen Verlauf der von der Sensoranordnung erfassten
Strahlung mit zusätzlichen Informationen kombiniert. Eine derartige Anordnung erlaubt
es, auf an sich aus der
DE 42 20 508 oder der
EP 0 515 635 bekannte Weise aus dem Verlaufssignale ein Bewegungssignal durch Signalkorrelation
abzuleiten und dieses Bewegungssignal mittels des oder der charakteristischen Parameter
möglichst zuverlässig einem individuellen Objekt oder einer individuellen Person zuzuordnen.
Vorzugsweise beschreibt der charakteristische Parameter einen personenindividuellen
Parameter, wie Haarfarbe, Größe, Statur etc.
[0012] Der zusätzliche, charakteristische Parameter könnte zwar bei einer passiven Anordnung
allein aus der Signalmorphologie bestimmt werden. Es ist jedoch erfindungsgemäß ein,
die Erfindung tragender Gedanke, die Erfassungsvorrichtung mit zusätzlichen Mitteln
zum Bestimmen des charakteristischen Parameters auszustatten. Unter der Vielzahl der
denkbaren zusätzlichen Mittel haben sich zwei Alternativen in nicht vorhersehbarer
Weise als besonders geeignet erwiesen, nämlich eine Strahlungsquelle, um eine aktive
Anordnung der Erfassungsvorrichtung zu verwirklichen, oder zusätzlich ein Zusatzsensor
zum Erfassen eines weiteren Signals neben der Strahlung, z.B. eines akustischen Signals
oder eines Geruchssignals.
[0013] Bei der beanspruchten aktiven Anordnung mit einer Strahlungsquelle wird der zusätzliche
Parameter durch Auswerten der von einem Objekt oder einer Person reflektierten Strahlung
im Verhältnis zu der von der Strahlungsquelle ausgesandten Strahlung ermittelt. Auf
diese Weise können Informationen über die Laufzeit eines Signals von der Strahlungsquelle
über eine reflektierende Person zur Sensoranordnung oder den Reflektionsgrad gewonnen
werden.
[0014] Als Frequenz- bzw. Wellenlängenbereich der elektromagnetischen Strahlung, zu dessen
Erfassung die Sensoranordnung ausgebildet ist, wird der Bereich größer 1400 nm bevorzugt.
Bei einer aktiven Anordnung mit einer Strahlungsquelle gilt dieser Wellenlängenbereich
auch für die Strahlungsquelle. Es hat sich herausgestellt, dass sich in diesem Wellenlängenbereich
sowohl ein günstiges Signal-Rausch-Verhältnis als auch eine hohe Augensicherheit erzielen
lässt. Insbesondere kann eine in diesem Wellenlängenbereich liegende Strahlungsleistung
mehr als 1000 mal größer sein, als beispielsweise im Bereich von 1050 nm, ohne dass
damit eine Gesundheitsgefährdung verbunden ist.
[0015] Grundsätzlich sind Ausgestaltungen der Erfassungsvorrichtung bevorzugt, die zur Anordnung
in Ein- und Ausgangsöffnungen wie beispielsweise Türen von Fahrzeugen oder Räumen
ausgebildet sind.
[0016] Ein bevorzugtes Einsatzgebiet der Erfassungsvorrichtung ist die Fahrgastzählung beispielsweise
in Bussen. Insbesondere für dieses Anwendungsgebiet ist die Erfassungsvorrichtung
vorzugsweise mit einen Ortsgeber wie beispielsweise einem GPS-Empfänger verbunden.
Damit können die von der Erfassungsvorrichtung mittels einer Zähleinheit für die ein-
und aussteigenden Passagieren ermittelten Fahrgastzahlen bestimmten Fahrstrecken bzw.
Haltestellen eines Busses zugeordnet werden. Zusammen mit einer optionalen Auswerteeinheit
ist somit ein integriertes Fahrzeugmanagement möglich. Dieses kann für einen ganzen
Fuhrpark eingesetzt werden, wenn die Erfassungsvorrichtungen und Ortsgeber verschiedener
Fahrzeuge über Funk mit einer Zentrale verbindbar ausgestaltet sind.
[0017] In einer bevorzugten Anordnung ist die Strahlungsquelle beispielsweise im Eingangsbereich
eines Fahrzeuges derart angeordnet, dass die von der Strahlungsquelle ausgehende Strahlung
die den Eingangsbereich durchquerende Person von oben trifft und derart von der Kopfoberseite
der Person reflektiert wird, dass aus aus der Laufzeit des Signals die Größe einer
Person bestimmbar ist. Der zu speichernde charakteristische Parameter entspricht dann
der Größe der Person. Das synchron aufgenommene Verlaufssignal kann mit Hilfe des
charakteristischen Parameters eindeutig einer Person mit der entsprechenden Größe
zugeordnet werden. Da sich die meisten Personen in ihrer Größe zumindest in gewissen
Grenzen unterscheiden, ist auf diese Weise eine weitgehend personenindividuelle Zuordnung
von Verlaufssignalen möglich, so dass auch solche Verlaufssignale als von zwei unterschiedlichen
Personen ausgehend zuzuordnen sind, die sich aus der von zwei in großer Nähe voneinander
befindlichen Personen ausgehenden Strahlung ergeben.
[0018] Ein wesentlicher Unterschied zu der aus der
DE 197 21 741 bekannten Vorrichtung besteht darin, dass beispielsweise im Falle der Personengrößenbestimmung
zur Bildung des charakteristischen Parameters nicht die Abstandsfunktion - also die
Abstandsänderung - gespeichert und mit anderen Abstandsfunktionen verglichen wird,
sondern lediglich das Minimum des Abstandes zwischen der Strahlungsquelle und der
Sensoranordnung einerseits und der Oberseite eines Kopfes einer Person andererseits.
[0019] Im Grunde genommen basieren sowohl die aus der
DE 42 20 508 und der
EP 0 515 635 als auch aus der
DE 197 21 741 bekannten Lösungen allein auf der Korrelation zweier Signalverläufe bzw. Funktionen.
Bei der hier vorgeschlagenen Lösung wird der charakteristische Parameter nicht aus
einem Vergleich oder einer Korrelation von Funktionen unter Signalverläufen abgeleitet,
sondern aus einem Signal alleine gebildet. Dieses Signal kann beispielsweise von einem
Infraschallsensor zur Erfassung von Herztönen und damit der Herzfrequenz stammen,
oder von der bereits beschriebenen Anordnung zur Erfassung der Personengröße oder
auch erfindungsgemäss von einer Sensormatrixanordnung, auf die ein Abbild der einen
Eingangsbereich durchquerenden Personen projiziert wird, so dass aus dem Abbild ein
die Kontur der Personen charakterisierender Parameter gewonnen werden kann.
[0020] Die Sensormatrixanordnung kann mit einer Strahlungsquelle der zuvor beschriebenen
Art zu einem aktiven Sensor verbunden sein, so dass eine dreidimensionale Höhenkontur
einer erfassten Person als charakteristischer Parameter aufgenommen werden kann.
[0021] Zur Aufnahme solcher oder anderer eine Person individualisierenden Signale ist vorzugsweise
jeweils zumindest ein entsprechender Sensor vorgesehen. Dieser Sensor wird vorzugsweise
dann eingeschaltet, wenn sich aus dem Verlaufsignal ergibt, dass sich die erfasste
Person gerade in größter Nähe zu dem Sensor befindet. Alternativ bleibt der Sensor
fortwährend eingeschaltet und es wird nur derjenige Abschnitt des von dem Sensor stammenden
Signals verwertet, welches zum Zeitpunkt größter Annäherung an den Sensor aufgenommen
wurde. Dazu umfasst die Erfassungsvorrichtung vorzugsweise entsprechende Orts- oder
Distanzbestimmungsmittel und eine mit diesen verbundene Auswahleinheit, die den entsprechenden
vom Sensor stammenden Signalabschnitt für die Weiterverarbeitung auswählt. die Erfassungsvorrichtung
vorzugsweise entsprechende Orts- oder Distanzbestimmungsmittel und eine mit diesen
verbundene Auswahleinheit, die den entsprechenden vom Sensor stammenden Signalabschnitt
für die Weiterverarbeitung auswählt.
[0022] In differenzierteren Ausgestaltungen der Erfindung können mehrere charakteristische
Parmeter oder Parameterverläufe gleichzeitig gewonnen und miteinander kombiniert werden,
um eine noch genauere Differenzierung der gewonnenen Informationen und damit eine
noch eindeutigere Individualisierung der erfassten Personen zu ermöglichen. Weitere
bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen genannt.
[0023] Hierzu zählen insbesondere Erfassungsvorrichtungen mit einem Zusatzsensor für personenindividuelle
Merkmale wie Größe, Gestalt, Haarfarbe, Herztöne oder Geruch einer Person oder eines
Objektes.
[0024] Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
[0025] Die Figuren zu den Ausführungsbeispielen zeigen:
- Figur 1
- eine nicht beanspruchte erste Variante einer Erfassungsvorrichtung mit einer aktiven
Sensoreinheit;
- Figur 2
- eine nicht beanspruchte Erfassungsvorrichtung ähnlich Figur 1 mit passiver Sensoreinheit
und einem Zusatzsensor für eine personenindividuelles Merkmal;
- Figur 3
- eine nicht beanspruchte Erfassungsvorrichtung mit einer passiven Sensormatrix zur
Aufnahme eines mehrdimensionalen personenindividuellen Merkmals; und
- Figur 4
- eine erfindungsgemässe Erfassungsvorrichtung ähnlich Figur 3 mit einer aktiven Sensormatrix
zur Aufnahme eines mehrdimensionalen personenindividuellen Merkmals.
[0026] Auswerteeinheit 18 ist darüber hinaus mit einem Speicher 20 und einer Zähleinheit
22 verbunden.
[0027] Der Sensor 12 und die Strahlungsquelle 16 sind gemeinsam mit dem Abstandsmodul 18.1
der Auswerteeinheit 18 verbunden. In dem Abstandsmodul 18.1 wird die Phasenbeziehung
zwischen der von der Strahlungsquelle 16 ausgesandten Strahlung und der von dem Sensor
12 empfangenen Strahlung ermittelt und so die Laufzeit bestimmt, die das von der Strahlungsquelle
16 ausgesandte und von einem Objekt reflektierte Signal benötigt, um vom Sensor 12
aufgenommen zu werden. So kann der Abstand zwischen Strahlungsquelle 16 und Sensor
12 einerseits und einer reflektierenden Fläche andererseits ermittelt werden. Statt
die Laufzeit zu evaluieren, kann über die Wellenlänge des von der Strahlungsquelle
16 ausgesandten Signals und die Phasenbeziehung zwischen ausgesandter und empfangener
Strahlung der Abstand zu einem reflektierenden Objekt auch unmittelbar bestimmt werden.
Die hierzu erforderlichen Technologien sind grundsätzlich bekannt. Da die Strahlungsquelle
16 und der Sensor 12 senkrecht über dem Eingang beispielsweise eines Busses angeordnet
sind, und der Abstand zum Boden bekannt ist, kann aus dem Minimum einer Folge von
aufeinanderfolgenden Abstandsmessungen auf die Größe einer den Einstiegsbereich durchschreitenden
Person geschlossen werden. Dieses Minimum wird als Personengröße in dem Speicher 20
gespeichert und stellt einen für die Person charakteristischen Parameter dar.
[0028] Gleichzeitig mit der Größenbestimmung werden mit den beiden Sensoren 12 und 14 die
von einer Person reflektierten oder ausgesandten Strahlungssignale aufgenommen und
miteinander korreliert. Aufgrund der Bewegung einer in beispielweise den Bus einsteigenden
Person 24 nehmen die beiden Strahlungssensoren 12 und 14 ähnliche Verlaufssignale
auf, die zueinander zeitverschoben sind. Aus dem Abstand der beiden Sensoren 12 und
14 und dem Zeitversatz zwischen den von ihnen aufgenommenen Verlaufssignalen können
die Bewegungsrichtung und die Geschwindigkeit einer ein- oder aussteigenden Person
24 ermittelt werden.
[0029] Auf diese Weise werden die folgenden Informationen gewonnen:
[0030] Ändert sich das vom Sensor 12 aufgenommene Signal gegenüber dem vom Sensor 14 aufgenommenen
Signal oder umgekehrt, ist dies ein Hinweis auf ein reflektierendes oder strahlendes
Objekt im Erfassungsbereich der Sensoren 12 und 14.
[0031] Änderungen des Strahlungshintergrundes treten von beiden Sensoren 12 und 14 synchron
auf und können daher ausgeblendet werden. Ergibt die Auswertung der auf diese Weise
gewonnenen Verlaufssignale der Sensoren 12 und 14, dass die beiden Verlaufssignale
zeitversetzt oder auch nicht miteinander derart korrelieren, dass die Korrelation
ein bestimmtes Maß überschreitet, kann aus dem Zeitversatz der Signale die Geschwindigkeit
eines Objektes ermittelt werden.
[0032] Da, wie bereits eingangs erläutert, nicht immer alle miteinander korrelierenden Signale
einer Person zuzuordnen sind oder eine Person auch im Eingangsbereich eines Busses
stehen bleiben kann, so dass sich der Verlauf der beiden von den Sensoren 12 und 14
aufgenommenen Verlaufssignale wenig ändert, kann die von dem Korrelationsmodul 18.2
ermittelte Information mit der von dem Abstandsmodul 18.1 verknüpft werden. Ein im
Eingangsbereich eines Busses stehen bleibende Person ist für das Abstandsmodul 18.1
leicht zu identifizieren. In dem Speicher 20 wird die Größeninformation zu einer Person
in einer Weise gespeichert, dass sie dem von dieser Person ausgehenden Verlaufssignal
zugeordnet ist. Die Kombination beider Informationen ist für eine Person höchst charakteristisch
und macht es möglich, eine Person nicht nur beim Einsteigen, sondern auch möglicherweise
beim Aussteigen wieder zu erkennen.
[0033] Da durch Verbinden der Größeninformation mit der aus dem Vergleich der Verlaufssignalinformation
eine stärkere Individualisierung ein- oder aussteigender Personen möglich ist, können
diese auch genauer gezählt werden. Die Zuordnung der mit Hilfe des Abstandsmoduls
18.1 gewonnenen Information zu der mit Hilfe des Korrelationsmoduls 18.2 gewonnenen
Information, das zielgerichtete Abspeichern dieser Informationen und das Aufrufen
der abgespeicherten Informationen geschieht durch das Zuordnungsmodul 18.3.
[0034] Unter Berücksichtigung der Richtungsinformation aus dem Korrelationsmodul 18.2 ist
es dem Zuordnungsmodul 18.3 möglich, eine Person als ein- oder aussteigend zu identifizieren.
Die Zähleinheit 22 ist mit dem Zuordnungsmodul 18.3 verbunden und derart ausgebildet,
dass für jede vom Zuordnungsmodul 18.3 als zusteigend erkannte Person ein Zähler um
eins erhöht wird, und für jede aussteigende Person um eins erniedrigt. Der Zählerstand
in der Zähleinheit 22 gibt somit die Anzahl der Personen an, die sich beispielsweise
in einem Bus befinden. Die Zähleinheit kann dazu mit mehreren Auswerteeinheiten 18
verbunden sein, die mehreren Eingangsbereichen eines Verkehrsmittels zugeordnet sind.
[0035] Die Erfassungsvorrichtung 10' in Figur 2 weist eine von den Sensoren 12 und 14 gebildete
passive Sensoreinheit zur Aufnahme des Verlaufssignals auf. Zusätzlich ist ein Zusatzsensor
26 vorgesehen, der ein personenindividuelles Merkmal aufnimmt, wie beispielsweise
die Haarfarbe oder Herztöne oder ähnliches. Die Auswertung des Zusatzsignals erfolgt
durch ein Auswertungsmodul 18.1' der Auswerteeinheit 18'. Die Zuordnung zu dem durch
die Sensoren 12 und 14 aufgenommenen Verlaufssignal erfolgt, wie bereits zur Figur
1 beschrieben, durch das Zuordnungsmodul 18.3. Das ausgewertete Zusatzsignal wird
dem Verlaufssignal zugeordnet in dem Speicher 20 gespeichert.
[0036] Die Erfassungsvorrichtung 30 in Figur 3 ist ähnlich aufgebaut, wie die Erfassungsvorrichtung
10 aus Figur 1. Vorgesehen sind ebenfalls zwei Infrarotsensoren 32 und 34, eine Auswerteeinheit
36, ein Speicher 38 und eine Zähleinheit 40. Nicht vorgesehen ist eine aktive Strahlungsquelle
wie die Strahlungsquelle 16 aus Figur 1.
[0037] Dafür enthält zumindest der Sensor 32 mehrere Sensorelemente 32.1 in matrixartiger
Anordnung. Die Sensorelemente 32.1 befinden sich im Fokus einer bildgebenden Einrichtung
wie in einer Sammellinse 32.2. Die von einer Person 42 ausgehende Strahlung wird somit
auf die Sensormatrix 32.1 als Abbild der Person 42 projiziert.
[0038] Jede Person ergibt dabei ein weitgehend individuelles Projektionsmuster, was für
die jeweilige Person 42 charakteristisch ist. Dieses Projektionsmuster wird einem
Bildmodul 36.1 der Auswerteeinheit 36 zugeführt. In dem Bildmodul 36.1 wird aus dem
Projektionsmuster ein charakteristisches Muster als charakteristischer Parameter extrahiert
und in dem Speicher 38 gespeichert.
[0039] Parallel zur Bildung des charakteristischen Musters werden mittels der Sensoren 32
und 34 Verlaufssignale aufgenommen. Dabei genügt es, wenn der Sensor 34 nur ein Sensorelement
enthält und für das Verlaufssignal des Sensors 32 nur ein Sensorelement der Sensormatrix
32.1 verwendet wird.
[0040] Die beiden Verlaufssignale werden, wie schon zur Figur 1, in einem Korrelationsmodul
36.2 der Auswerteeinheit 36 miteinander korreliert, um eine Bewegungsinformation zu
erhalten. Diese Bewegungsinformation wird in dem Speicher 38 dem entsprechenden charakteristischen
Muster zugeordnet abgespeichert.
[0041] Ein Zuordnungsmodul 36.3 der Auswerteeinheit 36 arbeitet analog dem Zuordnungsmodul
18.3 aus Figur 1 und gibt in Abhängigkeit von den gegebenenfalls gespeicherten Ausgangswerten
des Bildmoduls 36.1 und des Korrelationsmoduls 36.2 für jede zu- oder aussteigende
Person ein Signal aus, welches der Ansteuerung der Zähleinheit 40 dient und in dieser
einen Zähler entsprechend herauf- oder herabsetzt.
[0042] Erfindungsmäss unterscheidet sich die Erfassungsvorrichtung 30' aus Figur 4 von der
Erfassungsvorrichtung 30 aus Figur 3 im wesentlichen dadurch, dass sie eine Strahlungsquelle
44 umfasst, die es ermöglicht, die Sensormatrix 32.1 zu einer aktiven Sensoreinheit
auszubauen. Mittels der Strahlungsquelle 44 und der Sensormatrix 32.1 ist es möglich,
eine dreidimensionale Kontur eines Objektes oder einer Person im Erfassungsbereich
der Sensormatrix 32.1 zu bilden. Dies geschieht durch Auswerten der von der Sensormatrix
32.1 erfassten Strahlung in Bezug auf die von der Strahlungsquelle 44 ausgesandten
Strahlung in einem Auswertungsmodul 36.1'. Das Auswertungsmodul 36.1' ist dazu mit
der Strahlungsquelle 44 und der Sensormatrix 32.1 verbunden und so ausgebildet, dass
aus der von der Strahlungsquelle 44 ausgesandten, von einer Person oder einem Objekt
reflektierten und von der Sensormatrix 32.1 erfassten Strahlung eine Matrix bildet,
die der dreidimensionale Oberflächenkontur des erfassten Objektes oder der erfassten
Person entspricht. Diese Matrix wird als charakteristischer Parameter und die jeweilige
Person individualisierende Information in dem Speicher 38 dem Verlaufssignal zugeordnet
gespeichert.
[0043] Durch Matrizenvergleich kann eine einsteigende Person beim späteren Aussteigen wiedererkannt
werden. Dazu ist das Zuordnungsmodul 36.3 ausgebildet, beim Einsteigen von Personen
erfasste Matrizen mit solchen Matrizen zu vergleichen, die beim Aussteigen von Personen
erfasst wurden. Die Ein- und Ausstiegsrichtung ergibt sich dabei aus dem Verlaufssignal.
Das Zuordnungsmodul 36.3 ist für den Matrizenvergleich auch zum Transformieren von
Matrizen, insbesondere zum Drehen von Matrizen, ausgebildet, um die unterschiedliche
Ausrichtung ein- und aussteigender Personen und die daraus resultierende Änderung
der zu vergleichenden Konturbilder berücksichtigen zu können.
[0044] Durch vielfältige Variationen der beschriebenen und beanspruchten Konzepte ist es
möglich, die gewünschte Genauigkeit und die Individualisierung einer Erfassungsvorrichtung
zu erzielen.
1. Erfassungsvorrichtung (30') zum Erfassen von Personen (42) oder Objekten und deren
Bewegungsrichtung, mit
- einer Strahlungssensoranordnung (32.1) zum Erfassen von elektromagnetischer Strahlung
mit der Wellenlänge sichtbaren und/oder unsichtbaren Lichtes, die von einer Person
oder einem Objekt ausgeht, und mit
- einer Auswerteeinheit (36'), die mit der Sensoranordnung (32, 34) verbunden und
ausgebildet ist, ein Verlaufssignal zu bilden, welches dem zeitlichen Verlauf der
von der Strahlungssensoranordnung erfassten Strahlung entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung weiterhin
- Individualisierungsmittel (32.1, 36.1'; 44) umfasst, die mit der Auswerteeinheit
(36') verbunden und ausgebildet sind, ein Objekt oder eine Person individualisierende
Informationen zu gewinnen und die mit einem Speicher (38) verbunden ist, der ausgebildet
ist, zumindest einen Abschnitt des Verlaufssignales und die das Objekt oder die Person
individualisierende Information als charakteristischen Parameter dem Verlaufssignal
zugeordnet zu speichern, und dass die Erfassungsvorrichtung weiterhin
- Parameterbestimmungsmittel (36.1', 44) umfasst, die mit der Auswerteeinheit (36')
verbunden und ausgebildet sind, ein Zusatzsignal abzugeben
und dass die Auswerteeinheit (36') ausgebildet ist, den charakteristischen Parameter
in Abhängigkeit von dem Zusatzsignal zu bilden,
wobei
- die Strahlungssensoranordnung eine Sensormatrix (32.1) umfasst,
- die Parameterbestimmungsmittel eine Strahlungsquelle (44) für durch die Sensormatrix
(32.1) erfassbare Strahlung sowie ein Auswertungsmodul (36.1') umfassen,
- und sowohl die Strahlungsquelle als auch die Sensormatrix (32.1) mit dem Auswertungsmodul
(36.1') verbunden sind
- und das Auswertungsmodul ausgebildet ist, aus der von der Strahlungsquelle (44)
ausgesandten, von einer Person oder einem Objekt reflektierten und von der Sensormatrix
(32.1) erfassten Strahlung eine Matrix als Zusatzsignal zu bilden, die den charakteristischen
Parameter bestimmt und die eine jeweilige Person individualisierende Information darstellt,
wobei die Matrix der dreidimensionalen Oberflächenkontur eines erfassten Objektes
oder einer erfassten Person entspricht.
2. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungsquelle (44) eine Infrarotlichtquelle ist, die vorzugsweise Strahlung
im Wellenlängenbereich größer 1400 nm abgibt.
3. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch 1 der 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswertungsmodul (36.1') mit der Strahlungsquelle (44) und der Sensoranordnung
(32.1) verbunden und ausgebildet ist, die Laufzeiten eines von der Strahlungsquelle
(44) ausgesandten, von einem Objekt oder einer Person reflektierten und von der Sensoranordnung
(32, 34) empfangenen Signals als Zusatzsignal zu bestimmen.
4. Erfassungsvorrichtung (30') nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungsquelle (44) ausgebildet ist, ein codiertes Signal auszusenden und dass
die Auswerteeinheit (36') ausgebildet ist, den Anteil des codierten Signals an der
von der Sensormatrix (32.1) empfangenen Strahlung zu bestimmen.
5. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das codierte Signal ein periodisches Signal ist und dass die Auswerteeinheit (36')
ausgebildet ist, die Laufzeit eines reflektierten Signals in Abhängigkeit von der
Phasenbeziehung zwischen einem von der Sensoranordnung (32, 34) empfangenen codierten
Signal und einem von der Strahlungsquelle (44) ausgesandten codierten Signal zu bestimmen.
6. Erfassungsvorrichtung (30') nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (32, 34) mindestens zwei Sensorelemente umfasst und dass die
Auswerteeinheit (36') ausgebildet ist, mindestens zwei Verlaufssignale für unterschiedliche
Sensorelemente zu bilden.
7. Erfassungsvorrichtung (30') nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (36') ausgebildet ist, Abschnitte eines oder mehrer Verlaufssignale,
die zueinander zeitgleich oder zeitverschoben aufgenommen wurden, miteinander zu vergleichen.
8. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (36') ausgebildet ist, einem Korrelationskoeffzienten als Ergebnis
des Vergleiches der Verlaufssignalabschnitte zu bilden.
9. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (36') ausgebildet ist, den Vergleich von verschiedenen Sensorelementen
stammender Signalabschnitte mehrfach derart durchzuführen, dass die Signalbschnitte
für jeden Vergleich zeitlich zueinder um verschiedene Zeitdifferenzen verschoben sind
und dass ein Laufzeitsignal gebildet wird, welches derjenigen Zeitverschiebung entspricht,
die die größte Ähnlichkeit oder beste Korrelation der verglichenen Signalabschnitte
ergibt,
10. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (36') ausgebildet ist, ein Geschwindigkeitssignal aus dem Laufzeitsignal
und aus einem vorgebbaren Abstand derjenigen Sensorelemente zu bilden, auf welche
die zur Bildung des Laufzeitsignals herangezogenen Signalabschnitte zurückgehen.
11. Erfassungsvorrichtung (30') nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensormatrix mehrere Sensorelemente umfasst, die matrixartig angeordnet sind
und dass die Auswerteeinheit (36') ausgebildet ist, von unterschiedlichen Sensorelementen
stammende Signalabschnitte zueinander zeitverschoben zu vergleichen und aus dem Signalabschnittsvergleich
ein Richtungssignal derart abzuleiten, dass aus der räumlichen Anordnung derjenigen
Sensorelemente, die den Signalabschnitten größter Ähnlichkeit zugeordnet sind, ein
Richtungsvektor resultiert.
12. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen Zusatzsensor, der zum Erfassen der Haarfarbe und Abgeben eines von der Haarfarbe
abhängigen Zusatzsignals ausgebildet ist.
13. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 11 gekennzeichnet durch einen Zusatzsensor, der als Mikrophon zum Erfassen eines akustischen Signals wie
beispielsweise von Herztönen und Abgeben eines von dem akustischen Signal abhängigen
Zusatzsignals ausgebildet ist.
14. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen Zusatzsensor, der zum Erfassen eines Geruchssignals und Abgeben eines von dem
Geruchssignal abhängigen Zusatzsignals ausgebildet ist.
15. Erfassungsvorrichtung (30') nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 14 und Zählvorrichtung
für sich bewegende Personen oder Objekte, dadurch gekennzeichnet, dass die Zählvorrichtung (40) mit der Erfassungsvorrichtung verbunden ist.
1. Detection device (30') for detecting persons (42) or objects and their direction of
movement comprising:
- a radiation sensor arrangement (32.1) for detecting electromagnetic radiation with
the wavelength of visible and/or invisible light, which emanates from a person or
an object, and
- an evaluation unit (36') that is connected to the sensor arrangement (32, 34) and
is designed to form a variation signal, which corresponds to the time variation of
the radiation detected by the radiation sensor arrangement, characterised in that the detection device further comprises
- individualising means (32.1, 36.1'; 44) that are connected to the evaluation unit
(36') and are designed to obtain information that individualises an object or person,
and that are connected to a memory (38) which is designed to store at least a portion
of the variation signal and the information individualizing the object or the person
as characteristic parameters in association with the variation signal, and
in that the detection device further comprises
- parameter determining means (36.1', 44) that are connected to the evaluation unit
(36') and that are designed to emit an additional signal and in that the evaluation unit (36') is designed to form the characteristic parameters as a
function of the additional signal,
wherein
- the radiation sensor arrangement comprises a sensor matrix (32.1),
- the parameter-determining means comprise a radiation source (44) for radiation which
can be detected by the sensor matrix (32.1) as well as an evaluation module (36.1'),
- and both the radiation source and the sensor matrix (32.1) are connected to the
evaluation module (36.1'),
- and the evaluation module is designed to form a matrix as an additional signal from
the radiation sent from the radiation source (44), reflected by a person or an object
and detected by the sensor matrix (32.1), which matrix determines the characteristic
parameters and which represents information individualising the respective person,
whereby the matrix corresponds to the three-dimensional surface contour of a detected
object or a detected person.
2. Detection device (30') according to claim 1, characterised in that the radiation source (44) is an infrared light source which preferably emits radiation
in a wavelength range greater than 1400 nm.
3. Detection device (30') according to claim 1 or 2, characterised in that the evaluation module (36.1) is connected with the radiation source (44) and the
sensor arrangement (32.1) and is designed to determine the running times of a signal
sent from the radiation source (44), reflected by an object or a person and received
from the sensor arrangement (32, 34) as an additional signal.
4. Detection device (30') according to one of claims 1 to 3, characterised in that the radiation source (44) is designed to emit a coded signal and in that the evaluation unit (36') is designed to determine the portion of the coded signal
on the radiation received from the sensor matrix (32.1).
5. Detection device (30') according to claim 4, characterised in that the coded signal is a periodic signal and in that the evaluation unit (36') is designed to determine the running time of a reflected
signal as a function of the phase relationship between a coded signal received by
the sensor arrangement (32, 34) and a coded signal sent by the radiation source (44).
6. Detection device (30') according to one of claims 1 to 5, characterised in that the sensor arrangement (32, 34) comprises at least two sensor elements and in that the evaluation unit (36') is designed to form at least two variation signals for
different sensor elements.
7. Detection device (30') according to one of claims 1 to 6, characterised in that the evaluation unit (36') is designed to compare sections of one or more variation
signals which have been recorded simultaneously or with a time-shift.
8. Detection device (30') according to claim 7, characterised in that the evaluation unit (36') is designed to form a correlation coefficient as the result
of the comparison of the variation signal sections.
9. Detection device (30') according to claim 7 or 8, characterised in that the evaluation unit (36') is designed to perform a comparison of signal sections
originating from various sensor elements a plurality of times, in that the signal sections for each comparison are time shifted relative to one another
by different time differences, and in that a running time signal is formed which corresponds to the time shift which has the
greatest similarity or best correlation with the compared signal sections.
10. Detection device (30') according to claim 9, characterised in that the evaluation unit (36') is designed to form a velocity signal from the running
time signal and from a predetermined spacing of said sensor elements, to which the
signal sections used to form the running time signal relate.
11. Detection device (30') according to one of claims 1 to 10, characterised in that the sensor matrix comprises several sensor elements which are arranged in the form
of a matrix and in that the evaluation unit (36') is designed to compare time-shifted signal sections originating
from different sensor elements and to derive from the signal section comparison a
directional signal, in that from the spatial arrangement of such sensor elements which are assigned to the signal
sections of greatest similarity a directional vector is produced.
12. Detection device (30') according to one of claims 1 to 11, characterised by an additional sensor which is designed to detect hair colour and emit an additional
signal dependent on the hair colour.
13. Detection device (30') according one of the claims 1 to 11, characterised by an additional sensor, which is designed in the form of a microphone for detecting
an acoustic signal such as for example cardiac sounds and emitting an additional signal
dependent on the acoustic signal.
14. Detection device (30') according to one of claims 1 to 11, characterised by an additional sensor which is designed for detecting a scent signal and emitting
an additional signal dependent on the scent signal.
15. Detection device (30') according to one of claims 1 to 14 and a counting device for
moving persons or objects, characterised in that the counting device (40) is connected to the detecting device.
1. Dispositif de détection (30') pour détecter des personnes (42) ou des objets et leur
direction de déplacement, ledit dispositif de détection comprenant
- un système de capteurs de rayonnement (32.1) pour détecter un rayonnement électromagnétique
dont la longueur d'onde est celle d'une lumière visible et/ou invisible et qui provient
d'une personne ou d'un objet, et
- une unité d'exploitation (36') qui est reliée au système de capteurs (32, 34) et
qui est conformée pour former un signal d'allure qui correspond à l'allure dans le
temps du rayonnement détecté par le système de capteurs de rayonnement, caractérisé en ce que le dispositif de détection comprend en outre
- des moyens d'individualisation (32.1, 36.1' ; 44) qui sont reliés à l'unité d'exploitation
(36') et conformés pour obtenir des informations individualisant un objet ou une personne
et qui sont reliés à une mémoire (38) qui est conformée pour mémoriser au moins une
portion du signal d'allure et l'information individualisant l'objet ou la personne
sous forme d'un paramètre caractéristique associé au signal d'allure,
et en ce que le dispositif de détection comporte également
- des moyens de détermination de paramètres (36.1', 44) qui sont reliés à l'unité
d'exploitation (36') et conformés pour délivrer un signal supplémentaire,
et en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformée pour former le paramètre caractéristique
en fonction du signal supplémentaire,
- le système de capteurs de rayonnement comportant une matrice de capteurs (32.1),
- les moyens de détermination de paramètres comportant une source de rayonnement (44)
pour un rayonnement détectable par la matrice de capteurs (32.1) ainsi qu'un module
d'exploitation (36.1'),
- et la source de rayonnement ainsi que la matrice de capteurs (32.1) étant reliées
au module d'exploitation (36.1')
- et le module d'exploitation étant conformé pour former à partir du rayonnement émis
par la source de rayonnement (44), réfléchi par une personne ou un objet et détecté
par la matrice de capteurs (32.1) une matrice, se présentant sous la forme d'un signal
supplémentaire, qui détermine le paramètre caractéristique et qui représente une information
individualisant une personne respective, la matrice correspondant au contour de surface
tridimensionnelle d'un objet détecté ou d'une personne détectée.
2. Dispositif de détection (30') selon la revendication 1, caractérisé en ce que la source de rayonnement (44) est une source de lumière infrarouge qui délivre de
préférence un rayonnement dans le domaine des longueurs d'onde au-dessus de 1400 nm.
3. Dispositif de détection (30') selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le module d'exploitation (36.1') est relié à la source de rayonnement (44) et au
système de capteurs (32.1) et est conformé pour déterminer, sous la forme d'un signal
supplémentaire, les temps de propagation d'un signal émis par la source de rayonnement
(44), réfléchi par un objet ou une personne et reçu par le système de capteurs (32,
34).
4. Dispositif de détection (30') selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la source de rayonnement (44) est conformé pour émettre un signal codé et en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformé pour déterminer la part du signal codé
dans le rayonnement reçu par la matrice de capteurs (32.1).
5. Dispositif de détection (30') selon la revendication 4, caractérisé en ce que le signal codé est un signal périodique et en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformé pour déterminer le temps de propagation
d'un signal réfléchi en fonction de la relation de phase entre un signal codé reçu
par le système de capteurs (32, 34) et un signal codé émis par la source de rayonnement
(44).
6. Dispositif de détection (30') selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le système de capteurs (32, 34) comporte au moins deux éléments formant capteurs
et en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformée pour former au moins deux signaux d'allure
pour différents éléments formant capteurs.
7. Dispositif de détection (30') selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformée pour comparer entre elles des portions
d'un ou plusieurs signaux d'allure qui ont été reçus avec ou sans décalage temporel.
8. Dispositif de détection (30') selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformée pour former un coefficient de corrélation
à la suite de la comparaison des portions de signal d'allure.
9. Dispositif de détection (30') selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformée pour comparer plusieurs fois des portions
de signaux provenant de différents éléments formant capteurs de sorte que, à chaque
comparaison, les portions de signaux sont décalées temporellement les unes des autres
avec différents écarts temporels et en ce qu'un signal de temps de propagation est formé qui correspond au décalage temporel qui
donne la plus grande similitude ou la meilleure corrélation des portions de signaux
comparées.
10. Dispositif de détection (30') selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformée pour former un signal de vitesse à partir
du signal de temps de propagation et à partir d'un écartement prescriptible des éléments
formant capteurs vers lesquels retournent les portions de signaux utilisées pour former
le signal de temps de propagation.
11. Dispositif de détection (30') selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la matrice de capteurs comporte plusieurs éléments formant capteurs qui sont disposés
de façon matricielle et en ce que l'unité d'exploitation (36') est conformée pour comparer entre elles, avec un décalage
temporel, des portions de signaux qui proviennent de différents éléments formant capteurs
et pour déduire un signal de direction de la comparaison des portions de signaux de
sorte qu'un vecteur directionnel résulte de la disposition dans l'espace des éléments
formant capteurs qui sont associés aux portions de signaux de plus grande similitude.
12. Dispositif de détection (30') selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par un capteur supplémentaire qui est conformé pour détecter la couleur de cheveu et
délivrer un signal supplémentaire dépendant de la couleur de cheveu.
13. Dispositif de détection (30') selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par un capteur supplémentaire qui est conformé en microphone pour détecter un signal
acoustique comme par exemple des battements du coeur et délivrer un signal supplémentaire
fonction du signal acoustique.
14. Dispositif de détection (30') selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par un capteur supplémentaire qui est conformé pour détecter un signal olfactif et délivrer
un signal supplémentaire fonction du signal olfactif.
15. Dispositif de détection (30') selon l'une des revendications 1 à 14 et dispositif
de comptage de personnes ou d'objets en mouvement, caractérisé en ce que le dispositif de comptage (40) est relié au dispositif de détection.