[0001] Die Erfindung betrifft eine wäßrige Zusammensetzung, welche sich zur Behandlung von
Fasermaterialien, insbesondere von Textilien, eignet.
[0002] Es ist bekannt, Textilien im Rahmen der Textilausrüstung bzw. -veredlung mit Polymeren
zu behandeln, welche perfluorierte Reste (R
F) enthalten. Den Textilien können hierdurch wasser- und/oder ölabweisende Eigenschaften
verliehen werden. Hierfür geeignete Zusammensetzungen sind in der
US 4 742 140 und der
EP-A 325 918 beschrieben.
[0003] Textilien, welche mit Fluorpolymeren ohne sonstige Zusätze ausgerüstet wurden, weisen
den Nachteil auf, daß sie nicht den für viele Einsatzgebiete erwünschten angenehm
weichen Griff besitzen. Mit R
F enthaltenden Polymeren lassen sich zwar in bekannter Weise öl- und wasserabweisende
Eigenschaften sowie eine gewisse schmutzabweisende (soil repellent) Wirkung auf den
Textilien erzielen. Jedoch ist nicht nur der Griff der nur mit R
F-Polymeren behandelten Textilien nicht befriedigend, sondern auch die soil release
Eigenschaften, d.h. die Entfernung von Schmutz von den Textilien ist nicht im erwünschten
Ausmaß erreichbar. Letzteres könnte an der zu geringen Hydrophilie bzw. Benetzbarkeit
der so ausgerüsteten Textilien liegen.
[0004] Wegen der oben genannten bekannten Nachteile wurde bereits versucht, Textilien mit
Zusammensetzungen zu behandeln, welche außer R
F-Polymeren noch Weichgriffmittel und hydrophitisierende Mittel enthalten. Unter den
Produkten, welche hierzu den R
F-Polymeren zugemischt wurden, befinden sich auch Polyorganosiloxane, siehe z.B.
Textile Chemist and Colorist, Vol 29, No. 9, Seite 26 - 29 (1997), und
EP-A 312 949. Gemische von R
F-Polymeren und Silikonen besitzen den Nachteil, daß durch den Zusatz von Silikonen
die durch die R
F-Polymeren vermittelten Eigenschaften des Textils, wie z.B. die ölabweisende Wirkung,
abgeschwächt werden. Auch der Versuch, Perfluoralkylgruppen und Siloxangruppen in
einem einzigen Copolymer zu vereinigen, siehe z.B.
WO 00/05315 und
US 3 716 517, konnte die auftretenden Probleme nicht lösen und führte nicht zu optimalen Eigenschaften
der Textilien, was ölabweisende Wirkung, soil release-Verhalten und Griff betrifft.
[0005] Auch durch Zusatz von Polyolefinwachsen zu Zusammensetzungen, welche Fluorpolymere
ehthalten, siehe
EP-A 445 077, können die oben genannten Probleme nicht voll zufriedenstellend gelöst werden.
[0006] In vielen Fällen tritt bei der Ausrüstung von Textilien mit bekannten Zusammensetzungen
außerdem das Problem einer zu ausgeprägten Waschvergrauung auf.
[0007] Die Aufgabe, welche der vorliegenden Erfindung zugrunde lag, bestand darin, eine
hocheffektive Zusammensetzung für die Behandlung von Fasermaterialien zur Verfügung
zu stellen, welche die geschilderten Nachteile bekannter Zusammensetzungen nicht oder
nur in einem erheblich verringerten Ausmaß aufweist. Insbesondere sollte die Zusammensetzung
sich dazu eignen, Textilien neben ölabweisenden Eigenschaften gute Hydrophilie, weichen
Griff und gute soil-release-Eigenschaften zu verleihen, und daneben den unerwünschten
Effekt einer Waschvergrauung zu unterdrücken. Unter Waschvergrauung ist hierbei das
Phänomen zu verstehen, daß Textilien nach Waschvorgängen eine Verringerung des Weißgrads
aufweisen, z.B. bedingt durch Verunreinigungen in der Waschflotte. Ferner sollte die
Zusammensetzung in Form einer stabilen wäßrigen Dispersion erhältlich sein, die sich
für den Ausrüstprozeß im Textilveredlungsbetrieb eignet.
[0008] Die Aufgabe wurde gelöst durch eine Zusammensetzung, welche folgende Komponenten
enthält
A) ein Diol der Formel (I)
[RF-Z-X-CH2 (Y)b]2T (I)
oder ein Gemisch solcher Diole und/oder ein Produkt, das entsteht durch Umsetzung
eines Diols der Formel (1) mit einer Säure und/oder ein Gemisch solcher Umsetzungsprodukte
wobei gegebenenfalls der pH-Wert des Umsetzungsproduktes oder des Gemisches solcher
Umsetzungsprodukte auf einen Wert zwischen 6 und 9 eingestellt wird,
B) ein Ethoxilat einer gesättigten oder ungesättigten Fettsäure mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen
oder ein Ethoxilat eines gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Alkohols mit
8 bis 24 Kohlenstoffatomen,
C) ein oxidiertes Polyolefinwachs, vorzugsweise ein oxidiertes Polyethylenwachs,
D) Wasser
wobei
R
F für einen perfluorierten Alkylrest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen steht,
X für -O- oder -S- oder eine einfache chemische Bindung steht,
wobei Z für -CH=CH-CH
2- oder für (̵CH
2
steht, worin a für eine Zahl von 2 bis 6 steht,
Y für -CH(OH)-CH
2 - steht,
b für 0 oder 1 steht,
T für C(CH
2OH)
2, für N (̵CHR

CH
2OH
oder für N(̵CH R

COO
⊖ M
⊕ steht,
wobei
c für eine Zahl von 1 bis 4 steht,
R für Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und M
⊕ für Na
⊕, K
⊕ oder NH
4⊕ steht,
wobei für den Fall, daß T nicht für C(CH
2OH)
2 steht, b den Wert 1 besitzt.
[0009] Wenn Z für -CH=CH-CH
2- steht, ist die Perfluoralkylgruppe R
F vorzugsweise an das olefinische Kohlenstoffatom gebunden und nicht an die -CH
2-Gruppe.
[0010] Erfindungsgemäße Zusammensetzungen der genannten Art verleihen Textilien ölabweisende
Eigenschaften, gutes soil release-Verhalten, hydrophile Eigenschaften, angenehm weichen
Griff und geringe Tendenz zur Waschvergrauung (Wiederanschmutzung beim Waschprozeß).
Sie eignen sich unter anderem sehr gut zur Ausrüstung von Textilien, bei denen eine
gute Hydrophilie und eine gute Fleckauswaschbarkeit (soil release) gewünscht wird,
z.B. zur Ausrüstung von Textilien für Sport- und Freizeitzwecke, für Gardinen sowie
zur Ausrüstung von Hemdkragen und Bettwäsche. Die Fasermaterialien, welche sich für
die Behandlung mit erfindungsgemäßen Zusammensetzungen anbieten, sind vorzugsweise
textile Flächengebilde, z.B. Gewebe oder Gewirke. Besonders vorteilhafte Ergebnisse
werden auf Textilien erzielt, die ganz oder teilweise, z.B. zu 30 bis 100 Gew% aus
Baumwolle bestehen. Der Mischungspartner für die Baumwolle kann hierbei eine andere
Faser sein, z.B. eine synthetische Faser wie Polyester oder Polyamid. Auch andere
Cellulosefasern als Baumwolle lassen sich gut mit erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
behandeln. Auch bei reinen Synthesefasern wie Polyamid oder Polyester können erfindungsgemäße
Zusammensetzungen verwendet werden.
[0011] Es ist wichtig, daß erfindungsgemäße Zusammensetzungen alle 4 oben und in Anspruch
1 genannten Komponenten A) bis D) enthalten. Komponente D) (Wasser) dient dazu, die
erfindungsgemäße Zusammensetzung in eine für die Anwendung im Textilausrüstbetrieb
geeignete Form zu bringen; diese Anwendung erfolgt bevorzugt in einem üblichen Foulardverfahren.
Hierzu liegen die Zusammensetzungen entweder in Form wäßriger Lösungen oder Dispersionen
vor. Falls die Mischung aus den Komponenten A) bis C) nicht in Wasser (Komponente
D)) löslich oder selbstdispergierbar ist, so muß hierfür ein Dispergator oder ein
Gemisch von Dispergatoren zugesetzt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform liegen
daher erfindungsgemäße Zusammensetzungen in Form wäßriger Dispersionen vor, die gegebenenfalls
zusätzlich als Komponente E) einen Dispergator oder ein Gemisch von Dispergatoren
enthalten. Geeignet als Dispergatoren (Komponente E)) sind hierbei die dem Fachmann
bekannten oberflächenaktiven Verbindungen; vor allem nichtionogene und/oder anionaktive
Dispergatoren sind zur Herstellung stabiler wäßriger Dispersionen geeignet. Als nichtionogene
Dispergatoren sind hier beispielsweise ethoxilierte Alkohole und ethoxilierte Fettsäuren
mit einer Alkylkettenlänge von 8 bis 24 Kohlenstoffatomen zu nennen. Mindestens ein
solcher Dispergator muß als Komponente B) immer in erfindungsgemäßen Zusamensetzungen
vorliegen, es können aber auch als Komponente E) weitere solche Tenside zugesetzt
werden, vor allem dann, wenn sich dadurch die Stabilität der wäßrigen Dispersion verbessern
läßt. Geeignete anionaktive Dispergatoren sind die dem Fachmann ebenfalls bekannten
oberflächenaktiven Produkte wie z.B. Sulfate oder Carboxylate. Besonders geeignete
anionaktive Dispergatoren sind die oben und in den Ansprüchen 9 und 10 als Komponente
G) genannten Alkalimetallsulfonate. Deren zusätzliche Verwendung stellt eine bevorzugte
Ausführungsform erfindungsgemäßer Zusammensetzungen dar. Sie können nicht nur zur
Stabilität der wäßrigen Dispersionen beitragen, sondern auch als zusätzliche Weichgriffmittel
wirken. Bevorzugt hierbei sind die Natriumsalze von Olefinsulfonaten, z.B. mit einer
Kohlenstoffkettenlänge von 8 bis 18.
[0012] Neben Wasser (Komponente D)) müssen auch alle 3 Komponenten A), B) und C) in erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen vorliegen, um deren Vorfeile zu erzielen.
Falls Komponente A) (R
F-Diol) fehlt, so weisen die ausgerüsteten Textilien eine zu geringe ölabweisende Wirkung
und nicht optimale Eigenschaften bezüglich soil-release-Verhalten sowie bezüglich
Waschvergrauung auf.
Zusammensetzungen, welche neben Wasser die Komponenten A) und C), jedoch keine Komponente
B) enthalten, sind erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bezüglich Weichgriff und Hydrophilie
unterlegen. Ausreichende Hydrophilie der Zusammensetzung ist jedoch andererseits erforderlich,
um gute soil release-Eigenschaften zu erzielen. Außerdem kann bei Fehlen von Komponente
B) die Stabilität wäßriger Dispersionen der Zusammensetzungen beeinträchtigt sein.
Falls Komponente C) nicht anwesend ist, hat dies negative Auswirkungen auf den Griff
ausgerüsteter Textilien, der in diesem Fall nicht so weich ist wie bei Mitverwendung
der Komponente C). Außerdem trägt die Komponente C) zur Erhöhung der Hydrophilie und
damit zur Verbesserung der soil-release-Eigenschaften bei.
[0013] Es wurde überraschenderweise gefunden, daß die spezielle Kombination der Komponenten
A) bis D) zu hervorragenden Effekten bezüglich der bereits genannten Eigenschaften
ausgerüsteter Textilien führt. Ein wesentlicher Einflußfaktor ist hierbei die chemische
Natur der Komponente A).
Komponente A) ist ein Diol oder ein Gemisch von Diolen der Formel (I) und/oder ein
Produkt oder ein Gemisch von Produkten, die entstehen durch Umsetzung eines Diols/Diolgemischs
der Formel (I) mit einer Säure
[R
F-Z-X-CH
2(̵Y)̵
b]
2T (I)
[0014] In dieser Formel (I) steht
R
F für einen perfluorierten Alkylrest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen,
X für -O- oder -S- oder eine einfache chemische Bindung,
Z steht für -CH=CH-CH
2- oder für (̵CH
2 
, worin a für eine Zahl von 2 bis 6 steht,
Y steht für -CH(OH) - CH
2-,
b steht für 0 oder 1,
T steht für C(CH
2OH)
2, für N(̵CHR

CH
2OH
oder für N (̵CH R

COO
⊖ M
⊕,
wobei
c für eine Zahl von 1 bis 4 steht,
R für Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und M
⊕ für Na
⊕, K
⊕ oder NH
4⊕ steht.
[0015] Wenn T nicht für C(CH
2OH)
2 steht, darf b) allerdings nicht den Wert Null, sondern muß den Wert 1 besitzen.
[0016] Für die Verwendung erfindungsgemäßer Zusammensetzung zur Behandlung von Fasermaterialien
ist es zweckmäßig, wenn ein Gemisch aus Wasser und Komponente A) bei Raumtemperatur
einen pH-Wert im Bereich von 6 bis 9 besitzt. Insbesondere dann, wenn Komponente A)
durch Umsetzung eines Diols/Diolgemischs der Formel (1) mit einer Säure erhalten wurde,
empfiehlt es sich daher, den pH-Wert von Komponente A) so einzustellen, daß ein Gemisch
von Komponente A) und Wasser einen pH-Wert im Bereich von 6 - 9 aufweist. Die Einstellung
des pH-Werts kann mit Basen erfolgen, besonders geeignet hierfür ist Ammoniak.
Falls Diole der Formel (I) mit Säure umgesetzt werden sollen, um Komponente A) zu
erhalten, kann als Säure eine anorganische starke Säure verwendet werden, vorzugsweise
eine halogenfreie Säure. Besonders geeignet als Säuren sind wäßrige H
3PO
4 (Phosphorsäure) oder eine Polyphosphorsäure. Der Begriff "Polyphosphorsäure" umfaßt
in diesem Zusammenhang auch die Pyrophosphorsäure H
4P
2O
7 sowie höherkondensierte Phosphorsäuren.
[0017] Durch Untersuchungen wurde festgestellt, daß Komponente A) eine entscheidende Wirkung
für die Effekte besitzt, die sich mit erfindungsgemäßen Zusammensetzungen erzielen
lassen. Die Diole der Formel (I) besitzen keine polymeren Anteile mit Ausnahme der
beiden Perfluoralkylgruppen (R
F). Untersuchungen ergaben, daß erfindungsgemäße Zusammensetzungen anderen Zusammensetzungen
überlegen sind, welche die Komponenten B), C) und D) enthalten, in denen aber Komponente
A) durch ein bekanntes Polyurethan mit R
F-Gruppen oder einen bekannten Polyester mit R
F-Gruppen ersetzt ist. Der Vorteil erfindungsgemäßer Zusammensetzungen gegenüber den
hier genannten nicht-erfindungsgemäßen Zusammensetzungen liegt vor allem in ausgezeichneter
Hydrophilie, in den soil-release-Eigenschaften und der geringen Waschvergrauung ausgerüsteter
Textilien. Der Grund hierfür könnte in der geringeren Hydrophilie von R
F-Polyurethanen oder R
F-Polyestern gegenüber Komponente A) liegen.
[0018] Komponente A) kann ein einzelnes Diol der Formel (I) sein oder ein Gemisch solcher
Diole. Im Normalfall liegt ein Gemisch vor, das bei der Herstellung der Diole anfällt
und dessen einzelne Vertreter sich in der Kettenlänge der Reste R
F unterscheiden. Auch Gemische von Verbindungen, welche sich in der Kettenlänge von
R
F und/oder im Wert von a unterscheiden, können als Komponente A) verwendet werden.
Als Komponente A) können auch Gemische von Diolen eingesetzt werden, die sich dadurch
unterscheiden, daß bei einem Teil der Diole Z für (̵CH
2
steht und bei einem anderen Teil für -CH=CH-CH
2-.Analoges gilt, wenn als Komponente A) Umsetzungsprodukte von Diolen der Formel (I)
mit Säure verwendet werden. Auch hier liegen im Normalfall Gemische von Verbindungen
vor, die sich in der Kettenlänge der Reste R
F unterscheiden. Es ist auch möglich, als Komponente A) Gemische einzusetzen, die sowohl
freie Diole der Formel (I) enthalten und zusätzlich Umsetzungsprodukte von Diolen
der Formel (I) mit Säure. In all den genannten Fällen wird für diese Umsetzung vorzugsweise
Phosphorsäure oder Polyphorsäure oder ein Gemisch davon verwendet.
[0019] Als Komponente A) geeignete Produkte sind auf dem Markt erhältlich, z.B. von der
Firma Ciba Spezialitätenchemie USA unter dem Namen LODYNE.
Besonders gut geeignet als Komponente A) sind Diole der Formel (I), bei denen Z für
(̵CH
2
steht, X für -O- oder -S- steht, b den Wert 0 besitzt und T für C(CH
2OH)
2 steht, oder Umsetzungsprodukte solcher Diole mit Säure. Solche als Komponente A)
geeignete Produkte und ihre Herstellung sind beschrieben in
US 4 946 992,
US 5 091 550,
US 4 898 981 und
US 5 132 445. Alle dort genannten Produkte sind als Komponente A) geeignet, sofern sie die Bedingungen
erfüllen, die oben genannt und durch Anspruch 1 der vorliegenden Erfindung festgelegt
sind.
[0020] Besonders gut geeignet als Komponente A) sind Produkte, die sich erhalten lassen
durch Umsetzung von Phosphorsäure oder Polyphosphorsäure mit den oben und in Anspruch
3 genannten bevorzugten Diolen der Formel (I), in denen die Reste R
F 8 bis 18 Kohlenstoffatome enthalten, Z für (̵CH
2
, X für -S- steht und T für C(CH
2OH)
2 steht und a den Wert 2 und b den Wert 0 besitzt, und nachfolgende Einstellung des
pH-Werts mit Ammoniak auf einen Wert von 6 bis 9.
[0021] Falls gewünscht wird, daß Komponente A) keine oder unwesentliche Mengen an freien
Diolen der Formel (I) enthält, werden Diole der Formel (I) mit solchen Mengen an Säure
umgesetzt, daß für jedes Äquivalent an OH-Gruppen der Diole mindestens ein Äquivalent
an sauren Wasserstoffatomen der Säure verwendet wird, vorzugsweise jedoch ein Überschuß
an Säure. Dieser Überschuß wird nach beendeter Umsetzung vorzugsweise entfernt, bis
ein pH-Wert, wie oben beschrieben, von etwa 6 bis 9 resultiert. Besonders geeignet
hierfür ist Ammoniak, z.B. in Form einer wäßrigen NH
3-Lösung.
Es kann jedoch auch mit geringeren als äquivalenten Mengen an Säure gearbeitet werden,
wenn erwünscht ist, daß nach der Umsetzung noch freie Diole der Formel (I) im Reaktionsgemisch
enthalten sind.
[0022] Neben den oben beschriebenen bevorzugten Diolen der Formel (I) existiert eine weitere
Gruppe von Diolen der Formel (I), welche als Komponente A) besonders gut geeignet
und daher bevorzugt sind. In einer bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Zusammensetzungen
ist daher Komponente A) ein Diol oder ein Gemisch von Diolen der Formel (I), worin
A) ein Diol der Formel (I) ist, worin
Z für -CH=CH-CH2- steht,
X für -O- steht,
b den Wert 1 besitzt und
T für N (̵CH R

COO⊖ M⊕ oder für
N (̵CH R

CH2OH steht.
[0023] Im Gegensatz zu den weiter oben genannten Vertretern bevorzugter Diole (bei denen
Z für (̵CH
2
und T für C(CH
2OH)
2 steht), ist es bei der genannten zweiten Gruppe (Z = -CH=CH-CH
2- und T = N (̵CH R

COO
⊖ M
⊕ oder N (̵CH R

CH
2OH) zwar auch möglich, an Stelle der freien Diole deren Umsetzungsprodukte mit Säure
zu verwenden, jedoch ist dies nicht bevorzugt. Vielmehr werden die Diole dieser zweiten
Gruppe bevorzugt in freier Form eingesetzt.
Ferner ist es bevorzugt, daß M
⊕ für NH
4⊕ steht, wenn T für N (̵CH R

COO
⊖ M
⊕ steht. Der Wert von c ist eine Zahl von 1 bis 4, bevorzugt 1 oder 2. Alle Reste R
in den Einheiten N(̵CH R

stehen unabhängig voneinander für Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
bevorzugt hierbei sind Wasserstoff oder ein linearer Alkylrest, insbesondere Wasserstoff
oder CH
3.
[0024] Diole der bevorzugten Gruppe, bei denen Z = -CH=CH-CH
2-, X = -O-, b=1,
T = N(̵CH R

COO
⊖ M
⊕ oder N (̵CH R

CH
2OH ist, sind beschrieben in
US 5 491 261 und
US 5 585 517. Ihre Herstellung kann in analoger Weise zu den dort genannten Verfahren erfolgen
oder unter analoger Anwendung des Verfahrens der
US 5 254 754.
Die Herstellung gut geeigneter R
F-Diote erfolgt vorzugsweise durch radikalische Addition von Perfluoralkyljodiden (R
F-J) an endständig olefinisch ungesättigte Diole, z.B. allylisch ungesättigte Diole,
und anschließende Eliminierung von Jodwasserstoff mittels Base. Wie in den genannten
US-Patentschriften beschrieben, erfolgt die Addition vorzugsweise unter Verwendung
einer Azoverbindung als Radikalinitiator und unter Mitverwendung anorganischer Salze
schwefelhaltiger Säuren, z.B. Na
2 S
2O
5.
Besonders gut als Komponente A) geeignete Diole lassen sich erhalten durch Addition
einer Aminosäure, z.B. Alanin oder Glycin, oder eines Alkalimetall- oder Ammoniumsalzes
einer Aminosäure, oder eines primären Amins an Allylglycidylether (Monoepoxid des
Diallylethers) im Molverhältnis -NH
2/Ether von etwa 1:2, wobei sich die Aminogruppe an den Oxiranring addiert, nachfolgende
Addition von R
F-J an die verbleibenden allylischen Doppelbindungen und HJ-Eliminierung mittels Base.
Ein als Komponente A verwendbares Produkt ist LODYNE 2000 (Ciba Spezialitätenchemie).
Dieses Produkt enthält zwar neben R
F-Diol und Wasser noch weitere Inhaltsstoffe; es kann aber ohne deren Abtrennung eingesetzt
werden. Es ist jedoch darauf zu achten, daß in diesem Fall nur der Anteil an R
F-Diol als Komponente A) bei der Ermittlung der unten genannten bevorzugten mengenmäßigen
Zusammensetzungen berücksichtigt wird.
[0025] Komponente B) ist ein Ethoxilat einer gesättigten oder ungesättigten Fettsäure oder eines gesättigten
oder ungesättigten aliphatischen Alkohols. Die zugrunde liegende Fettsäure oder der
zugrunde liegende Alkohol enthält 8 bis 24 Kohlenstoffatome. Im Normalfall ist Komponente
B) ein Gemisch von Produkten, die sich in der Kettenlänge der zugrundeliegenden Säure
bzw. des zugrundeliegenden Alkohols und/oder im Ethoxilierungsgrad unterscheiden.
Die oben genannte Aussage, wonach die Anzahl der Kohlenstoffatome 8 bis 24 beträgt,
bezieht sich also auf deren durchschnittliche Anzahl, wobei in kleineren Mengen auch
Moleküle mit etwas höherer oder niedrigerer Anzahl von C-Atomen enthalten sein können.
Als Komponente B) können auch Gemische eingesetzt werden, die sowohl ethoxilierte
Fettsäuren mit C
8 bis C
24 als auch Alkohole mit C
8 bis C
24 enthalten. Die bevorzugten Kettenlängen der den Ethoxilaten zugrundeliegenden Fettsäuren
oder aliphatischen Alkohole liegen im Bereich von 10 bis 18 Kohlenstoffatomen. Der
Ethoxilierungsgrad, d.h. die durchschnittliche Anzahl der in Komponente B) vorliegenden
-CH
2-CH
2-O-Einheiten liegt vorzugsweise im Bereich von 6 bis 18. Besonders gut geeignet als
Komponente B) sind Ethoxilate ungesättigter oder gesättigter Fettsäuren mit 10 bis
18 C-Atomen und durchschnittlichen Ethoxilierungsgraden von 8 bis 14.
Als Komponente B) geeignete Produkte sind im Handel erhältlich und lassen sich nach
bekannten Verfahren durch Umsetzung der entsprechenden Säuren oder Alkohole mit Ethylenoxid
erhalten.
Unter die oben genannte Definition von Komponente B) fallen auch Produkte, in denen
die nach Ethoxilierung verbleibende endständige OH-Gruppe durch eine OR-Gruppe ersetzt
ist, wobei R für eine Alkylgruppe steht. Solche Produkte lassen sich herstellen, indem
man nach der Ethoxilierung eine Veretherung mit einem Alkohol ROH nach bekannten Methoden
durchführt. R steht in diesem Fall bevorzugt für eine Methylgruppe. Jedoch sind für
Komponente B) Verbindungen bevorzugt, in denen die endständige OH-Gruppe als solche
vorliegt, also nicht weiter umgesetzt wurde.
Wie bereits erwähnt, können erfindungsgemäße Zusammensetzungen außer Komponente B)
noch weitere oberflächenaktive Produkte enthalten (Komponente E)), vorzugsweise sind
diese nichtionogener oder anionaktiver Art, z.B. weitere ethoxilierte Verbindungen,
darunter auch solche, die nicht unter die Definition von Komponente B) fallen. Es
ist jedoch vorher zu prüfen, ob hierdurch nicht die vorteilhaften Eigenschaften erfindungsgemäßer
Zusammensetzungen oder damit ausgerüsteter Textilien verschlechtert werden.
[0026] Komponente C) ist ein oxidiertes Polyolefinwachs. Es können oxidierte Polypropylenwachse, oxidierte
Ethylen-/Propylen-Copolymerwachse oder Gemische eingesetzt werden, welche sowohl oxidierte
Polyethylenwachse als auch oxidierte Propylenwachse und/oder die genannten oxidierten
Copolymerwachse enthalten. Vorzugsweise werden jedoch ausschließlich oxidierte Polyethylenwachse
verwendet.
Oxidierte Polyolefinwachse sind bekannt. Durch Umsetzung von Polyolefinen mit Oxidationsmitteln
werden polare Gruppen im Polymer erzeugt, z.B. -COOH-Gruppen, welche eine bestimmte
Hydrophilie des so modifizierten Polymeren bewirken. Die Komponente C) erfindungsgemäßer
Zusammensetzungen führt daher zu hydrophilen Eigenschaften der Zusammensetzungen,
welche für das soil-release-Verhalten ausgerüsteter Textilien wichtig sind. Außerdem
führt sie zu angenehm weichem Griff der Textilien.
Als Komponente C) sind insbesondere geeignet solche oxidierte Polyolefinwachse, vorzugsweise
oxidierte Polyethylenwachse, welche unter Verwendung bekannter nichtionogener Dispergatoren
in Form stabiler wäßriger Dispersionen erhalten werden können und die einen Schmelzbereich
zwischen 120°C und 160°C aufweisen. Geeignet sind oxidierte Wachse auf Basis von HDPE,
die in Form von wäßrigen Dispersionen auf dem Markt erhältlich sind. Ein Beispiel
ist das Produkt Glaswax ® E1 der Ciba Spezialitätenchemie, Basel, dessen Wachskomponente
einen Schmelzpunkt im mittleren Bereich besitzt.
Weitere geeignete oxidierte Wachse sind auf dem Markt erhältlich und in der Literatur
beschrieben, z.B.
EP-A 641 833,
EP-A 412 324,
US 4 211 815, DE-A 28 24 716, DE-A 19 25 993 und
US 3 060 163.
Ferner gehen geeignete oxidierte Polyolefinwachse, insbesondere oxidierte Polyethylenwachse
aus der in der EP-A 412 324 zitierten Literatur hervor. Besonders gut geeignet als
Komponente C) sind oxidierte Polyethylenwachse mit einer Dichte bei 20°C im Bereich
von 0,91 bis 1,05 g/cm
3, einer Säurezahl von mehr als 5, insbesondere von 10 bis 60, besonders bevorzugt
von 20 bis 45 mg KOH/g und einem Schmelzbereich, der zwischen 90 und 160°C, vorzugsweise
von 120 bis 160°C liegt.
[0027] Zur Herstellung erfindungsgemäßer Zusammensetzungen kann Komponente C) in festem
Zustand eingesetzt und mit den übrigen Komponenten vermischt und homogenisiert werden.
Es können aber auch fertige wäßrige Dispersionen von Komponente C) verwendet werden,
die im Handel erhältlich sind, und mit den übrigen Komponenten vermischt werden. Falls
von einem oxidierten Polyolefinwachs in fester Form ausgegangen werden und dieses
vor dem Vermischen mit den übrigen Komponenten in Wasser dispergiert werden soll,
können hierzu Dispergatoren verwendet werden, die dem Fachmann bekannt sind. Beispiele
sind ethoxilierte lineare und/oder verzweigte Alkohole.
[0028] Die Herstellung erfindungsgemäßer Zusammensetzungen kann durch Vermischen der einzelnen
Komponenten, gegebenenfalls unter Hinzufügen eines oder mehrerer Dispergatoren (Komponente
E)), bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur erfolgen. Es kann auch von Wasser
oder einer Mischung von Wasser und Komponente E) ausgegangen und die einzelnen Komponenten
A), B) und C) in beliebiger Reihenfolge hinzugefügt werden. In Einzelfällen kann die
Stabilität der erhaltenen wäßrigen Dispersion von der Reihenfolge des Mischens abhängen,
in diesen Fällen ist die optimale Reihenfolge leicht durch Versuche zu ermitteln.
In jedem Fall ist es hinsichtlich ihrer Anwendung für Textilausrüstung von Vorteil,
wenn erfindungsgemäße Zusammensetzungen in Form stabiler wäßriger Dispersionen vorliegen.
[0029] Erfindungsgemäße Zusammensetzungen enthalten die Komponenten A) bis C) vorzugsweise
in folgenden Mengenverhältnissen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Wasser (Komponente
D))
Komponente A) 5 bis 20, insbesondere 7 bis 15 Gewichtsteile
Komponente B) 5 bis 20, insbesondere 7 bis 15 Gewichtsteile
Komponente C) 1 bis 10, insbesondere 2 bis 7 Gewichtsteile
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten erfindungsgemäße Zusammensetzungen
zusätzlich als Komponente F) ein aminofunktionelles oder ein amidofunktionelles Polyorganosiloxan
oder ein Gemisch solcher Polyorganosiloxane. Unter aminofunktionellen bzw. amidofunktionellen
Polyorganosiloxanen werden in diesem Zusammenhang Polyorganosiloxane (Silikone) verstanden,
welche einen oder mehrere Reste enthalten, die Aminogruppen bzw. Amidogruppen enthalten.
Solche Produkte sind auf dem Markt erhältlich, z.B. von der Fa. Wacker Chemie, DE,
oder von Dow Corning. Die Amino- bzw. Amidogruppen sind hierbei üblicherweise über
eine Alkylengruppe an je ein Si-Atom gebunden, z.B. über eine -CH
2-CH
2- oder -CH
2-CH
2-CH
2-Gruppe. In den an Si gebundenen Resten können entweder nur eine endständige -NH
2-Gruppe vorliegen oder mehrere Aminogruppen, z.B. in Form von Resten der Formel -CH
2-CH
2-CH
2-NH-CH
2-CH
2-NH
2. Enthält das Polyorganosiloxan Amidogruppen, so können zusätzlich Aminogruppen vorliegen.
Solche Polyorganosiloxane sind in der
EP-A 342 830 und der
EP-A 342 834 beschrieben.
Aminofunktionelle Polyorganosiloxane, in welchen keine Amidogruppen vorliegen, sowie
ihre Herstellung sind aus der Literatur bekannt, z.B.
EP-A 138192, EP-A 578 144, WO 88/08436. Besonders gut geeignet als Komponente F) sind Polyorganosiloxane, welche neben Aminogruppen
noch an Si-Atome gebundene Reste enthalten, in denen Polyoxyalkylengruppen vorliegen,
insbesondere Polyoxyethylengruppen. Polymere dieser Art sind in der EP-A 578 144 beschrieben,
besonders geeignet sind Polymere, die in dieser Schrift in Anspruch 1 unter Flormel
(III) genannt sind. In diesen Polymeren sind die Polyoxyalkylengruppen jeweils über
eine Alkylenbrücke an ein Siliciumatom gebunden. Geeignet als Komponente F) sind ferner
Polyorganosiloxane, welche einen oder mehrere Reste enthalten, in denen sekundäre
Aminogruppen der Formel -NX- vorliegen, wobei X für den unsubstituierten oder einen
substituierten Cyclohexylrest steht. Weitere geeignete aminofunktionelle Polyorganosiloxane
gehen aus der
EP-A 659 930 hervor.
Vorzugsweise werden als Komponente F) lineare Polyorganosiloxane verwendet, deren
endständige Gruppen Reste (CH
3)
3 Si-O- sind. Auch in der Polysiloxankette sind alle an Siliciumatome gebundenen Reste,
welche keine Sauerstoffatome und keine Stickstoffatome enthalten, vorzugsweise Methylgruppen.
Es kann jedoch auch, was aber weniger bevorzugt ist, ein Teil der endständigen oder
der in der Kette anwesenden CH
3-Gruppen jeweils durch eine Phenylgruppe oder eine längerkettige Alkylgruppe, z.B.
einer Kettenlänge von 2 bis 12 C-Atomen, setzt sein. Ferner ist es bevorzugt, wenn
an keines der Si-Atome des Polyorganosiloxans mehr als eine funktionelle Gruppe, d.h.
mehr als ein sauerstoff- oder stickstoffhaltiger Rest gebunden ist.
[0031] Durch den Zusatz einer Komponente F) zu erfindungsgemäßen Zusammensetzungen läßt
sich der angenehm weiche Griff ausgerüsteter Textilien noch weiter verbessern. Falls
in Komponente F) zusätzlich Polyoxyethyleneinheiten vorliegen, so steigt die Hydrophilie
erfindungsgemäßer Zusammensetzungen und auch die Hydrophilie ausgerüsteter Textilien,
was Vorteile bezüglich soil-release-Eigenschaften mit sich bringt.
Als Komponente F) sind besonders geeignet solche amino- oder amidofunktionellen Polyorganosiloxane,
die keine Fluoratome, keine Silicium-Wasserstoff (Si-H-)-Bindungen, keine Si-OH- und
keine Si-OR-Bindungen enthalten. Ferner sind in diesen bevorzugten Polysiloxanen keine
Siliciumatome enthalten, an die 3 oder 4 Sauerstoffatome gebunden sind, die Polysiloxane
sind also vorzugsweise nicht quervernetzt, sondern stellen ein lineares Polysiloxangerüst
dar. R bedeutet in diesem Zusammenhang einen beliebigen organischen Rest.
Neben den genannten amino- oder amidofunktionellen Polyorganosiloxanen (Komponente
F)) können erfindungsgemäße Zusammensetzungen noch zusätzlich stickstofffreie Polyorganosiloxane,
z.B. Polydimethylsiloxane, enthalten. Auch diese sind vorzugsweise, wie oben beschrieben,
nicht quervernetzt und enthalten vorzugsweise keine Fluoratome, keine Si-H-, keine
Si-OH- und keine Si-OR-Bindungen.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten erfindungsgemäße Zusammensetzungen
zusätzlich als Komponente G) ein Alkalimetallsulfonat, z.B. ein Na- oder K-Salz einer
Alkansulfonsäure mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen. Besonders geeignet sind Natriumolefinsulfonate,
die in bekannter Art und Weise durch Umsetzung von 1-Olefinen mit gasförmigem Schwefeltrioxid
und anschließender Neutralisation mit wäßriger NaOH hergestellt werden können. Solche
Produkte sind auf dem Markt erhältlich.
[0033] Vorzugsweise enthalten erfindungsgemäße Zusammensetzungen die Komponenten A) bis
C) und E) bis G) in folgenden Mengenverhältnissen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Wasser
(Komponente D))
A) 5 bis 20, vorzugsweise 7 bis 15 Gew.teile
B) 5 bis 20, vorzugsweise 7 bis 15 Gew.teile
C) 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 7 Gew.teile
E) 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 7 Gew.teile
F) 0,5 bis 8, vorzugsweise 1 bis 6 Gew.teile
G) 0,3 bis 5, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.teile
[0034] Erfindungsgemäße Zusammensetzungen werden bevorzugt in Form wäßriger Dispersionen
zur Behandlung von Fasermaterialien, insbesondere von textilen Flächengebilen, verwendet
und werden bevorzugt mittels eines üblichen Foulardverfahrens auf die Textilien appliziert.
Konzentration der Foulardflotten und Verfahrensbedingungen können wie im bekannten
Stand der Technik ausgewählt werden. Falls gewünscht, können den erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen bzw. den Foulardflotten weitere Produkte zugesetzt werden, wie sie
für Textilveredlung bzw. Textilausrüstung bekannt sind, z.B. Cellulosevernetzer und/oder
flammhemmende Mittel, Biozide usw. Nach Applikation über Foulard werden die Textilien
in bekannter Weise getrocknet und gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur kondensiert.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend durch Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
[0036] Es wurden 6 wäßrige Formulierungen hergestellt. Die nachfolgende Tabelle 1 zeigt
deren mengenmäßige Zusammensetzungen (in Gewichtsteilen).
Tabelle 1
| Mengenmäßige Zusammensetzungen der untersuchten Formulierungen in Gewichtsteilen |
| Komponente |
Beispiel Nr. (Formulierung Nr.) |
| |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
| A1 |
8,0 |
--- |
--- |
8,0 |
8,0 |
8,0 |
| A2 |
--- |
6,0 |
--- |
--- |
---- |
--- |
| B |
8,0 |
8,0 |
8,0 |
--- |
8,0 |
8,0 |
| C |
3,0 |
3,0 |
3,0 |
3,0 |
--- |
3,0 |
| D |
75,8 |
77,8 |
83,8 |
84,8 |
80,0 |
75,8 |
| E |
2,4 |
2,4 |
2,4 |
2,4 |
2,4 |
2,4 |
| F |
1,8 |
1,8 |
1,8 |
1,8 |
1,8 |
--- |
| G |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
[0037] Die Beispiele/Formulierungen Nr. 1, 2 und 6 beziehen sich auf erfindungsgemäße Zusammensetzungen,
die Beispiele 3, 4 und 5 stellen nicht-erfindungsgemäße Vergleichsbeispiele dar.
In Tabelle 1 bedeuten:
Komponente A1:
[0038] Umsetzungsprodukt aus Polyphosphorsäure und einem Diol der Formel (I) gemäß Anspruch
1, worin Z = (̵CH
2
, X = -S-, b = 0, T = C(CH
2OH)
2, wobei dieses Umsetzungsprodukt in einer mittels Ammoniak neutralisierten Form vorlag.
Komponente A2:
[0039] Diol der Formel (I) gemäß Anspruch 1, worin Z = -CH=CH-CH
2-, X = -O-, b = 1,
T = N-CH
2-COO
⊖ NH
4⊕
[0040] Die Mengen der Komponenten A1 bzw. A2 in den Beispielen 1 und 2 waren so gewählt,
daß die Formulierungen 1 und 2 in etwa den gleichen Gehalt (in Gewichts%) an Fluor
aufwiesen.
Komponente B:
[0041] Kokosfettsäureethoxilat (durchschnittlich etwa 8 bis 12 Mol Ethylenoxid)
Komponente C:
[0042] oxidiertes Polyethylenwachs (CAS-Nr. 68441-17-8)
Komponente D:
Komponente E:
[0044] Gemisch nichtionogener Dispergatoren (Ethoxilate)
Komponente F:
[0045] Gemisch zweier aminofunktioneller Polyorganosiloxane, wovon eines Polyoxyethylengruppen
enthielt.
Komponente G:
[0046] Natriumolefinsulfonat
[0047] Die Formulierungen aller 6 Beispiele waren stabile wäßrige Dispersionen.
[0048] Mit den Formulierungen 1 bis 6 (entsprechend Beispielen 1 bis 6) wurden jeweils 4
Gewebeproben mittels eines Foulardprozesses ausgerüstet (Flottenkonzentration 45 g/l).
[0049] Die 4 Gewebe waren:
a) 100 % Baumwolle
b) Polyester/Baumwolle (65/35)
c) 100 % Polyester-Taft
d) 100 % Polyamid-Taft
[0050] Die bei Foulardierung erzielten Flottenaufnahmen (Gewichtszunahme nach Abquetschen)
waren bei:
Gewebe a) 81 %
Gewebe b) 74 %
Gewebe c) 62%
Gewebe d) 79 %
[0051] Nach Foulardierung wurden die Gewebe bei 110°C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet
und anschließend 5 Minuten bei 150°C kondensiert.
[0052] Die Gewebe wurden anschließend bezüglich folgender Parameter beurteilt.
Hydrophilie
Soil-Release-Verhalten
Waschvergrauung
Trockenanschmutzung
Griffausfall
[0053] Dabei wurden die in Tabelle 2 aufgeführten Ergebnisse erhalten.
Tabelle 2
| |
Beispiel Nr. (Formulierung Nr.) |
| |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
| Hydrophilie (sec.) |
|
|
|
|
|
|
| Gewebe a) und b) |
0 - 1 |
0 - 1 |
0 - 1 |
3-5 |
3 - 5 |
0-1 |
| Gewebe c) und d) |
2 - 5 |
5 - 10 |
2 - 5 |
5 - 10 |
5 - 10 |
2 - 5 |
| Soil-Release Note |
4 - 5 |
4 - 5 |
3 - 4 |
3 - 4 |
3 - 4 |
5 |
| Waschvergrauung Note |
4 - 5 |
4-5 |
3-4 |
4 |
4 |
5 |
| Trockenanschmutzung Note |
4 |
4 |
3 |
4 |
4 |
5 |
| Griff |
sehr weich |
sehr weich |
sehr weich |
wesentlich härter als Beispiel 1 |
deutlich härter als Beispiel 1 |
geringfügig härter als Beispiel 1 |
[0054] Beim Soil-Release-Verhalten bedeutet Note 4 - 5, daß nach Durchführung der unten
beschriebenen Methode auf den Geweben keine oder nur noch sehr geringe Schmutzränder
verblieben. Note 3 - 4 bedeutet, daß noch deutliche Schmutzränder verblieben.
[0055] Eine höhere Zahl bei der Note für die Waschvergrauung bedeutet geringere Vergrauung;
die Note 4 - 5 bedeutet sehr geringe, die Note 5 noch geringere Vergrauung (praktisch
keine Vergrauung mehr), während die Note 3 - 4 eine deutliche Vergrauung bedeutet.
Bei der Trockenanschmutzung bedeuten höhere Zahlen für die Noten bessere Werte.
[0056] Die einzelnen Bestimmungen wurden nach folgenden Methoden durchgeführt.
Griff:
[0057] Es erfolgte eine manuelle Beurteilung
Hydrophilie:
[0058] Die Bestimmung erfolgte durch Messung der Zeit, innerhalb welcher ein auf das Gewebe
aufgebrachter Wassertropfen bei 20°C in das Gewebe eindringt. Diese Zeit ist die Zeit
(in Sekunden) zwischen Aufbringen des Wassertropfens und demjenigen Zeitpunkt, von
dem ab keine weitere Ausbreitung des Tropfens auf dem Gewebe mehr erkennbar ist.
Soil-Release-Verhalten:
[0059] Auf die Gewebemuster wurden verschiedene Arten von Schmutz in Form von räumlich begrenzten
Flecken aufgebracht. Unter den geprüften Schmutzarten befanden sich Graphit, Miotoröl,
Hautcreme, Pflanzenöl, Mayonnaise, Senf und Rotwein.
Nach der Applikation der Schmutzflecken wurden die Gewebe an den Applikationszonen
60 Sekunden lang mit einem Gewicht belastet. Nach Entfernen des Gewichts wurden die
Gewebe noch 30 Minuten gelagert und dann in einer Haushaltswaschmaschine mit einer
wäßrigen Tensidlösung gewaschen. Anschließend wurde visuell beurteilt, inwieweit der
Schmutzfleck bei der Wäsche entfernt worden war. Die Ergebnisse wurden in Form von
Noten ausgedrückt, wobei höhere Zahlenwerte für die Noten effektivere Schmutzentfernung
(= besseres soil-release-Verhalten) bedeuten. Die in Tabelle 2 für das soil-release-Vemalten
angegebenen Zahlen stellen Durchschnittswerte aus den unterschiedlichen Geweben und
den unterschiedlichen Schmutzarten dar.
Waschvergrauung (= Wiederanschmutzung bei Waschvorgängen):
[0060] Nach Durchführung des oben beschriebenen Tests auf soil-release-Verhalten wurde an
den gewaschenen Gewebeproben der Weißton bzw. eine Graufärbung visuell beurteilt.
Hierzu wer den Noten (5 = sehr gut, 1 = sehr schlecht) vergeben. Wie im Fall des soil-release-Verhaltens
stellen die in Tabelle 2 für die Waschvergrauung aufgeführten Noten Durchschnittswerte
dar.
Trockenanschmutzung:
[0061] Hierzu werden die trockenen Gewebeproben in einer Trommel bewegt, wobei in der rotierenden
Trommel bewegte Metallkugeln dafür sorgten, daß Schmutz intensiv an die Gewebe herangeführt
wurde. Der hierzu verwendete Trockenschmutz bestand aus 5 % sog. Standardschmutz (Du
Pont) und 95 % Seesand. Die Gewebe wurden 20 Minuten lang in der Trommel bewegt. Anschließend
wurden sie mit sauberen Metallkugeln nochmals 5 Minuten behandelt, um nur ganz lose
anhaftenden Schmutz zu entfernen. Die Anschmutzung der Gewebe wurde anschließend visuell
beurteilt und in Noten ausgedrückt (5 = beste Note).
1. Zusammensetzung, welche die Komponenten A) B), C) und D) enthält
wobei Komponente A)ausgewählt ist aus
a) Diolen der Formel (I)
[RF-Z-X-CH2(̵Y)̵b]2T (I)
b) Produkten, die entstehten durch Umsetzung eines Diols der Formel (I) mit einer
Säure
wobei gegebenenfalls der pH-Wert des Umsetzungsproduktes auf einen Wert zwischen
6 und 9 eingestellt wird, wobei
Komponente B) ein Ethoxilat einer gesättigten oder ungesättigten Fettsäure mit 8 bis
24 Kohlenstoffatomen oder ein Ethoxilat eines gesättigten oder ungesättigten aliphatischen
Alkohols mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomenist,
wobei
Komponente C) ein oxidiertes Polyolefinwachs, vorzugsweise ein oxidiertes Polyethylenwachs
ist
und wobei
Komponente D) Wasser ist,
wobei
RF für einen perfluorierten Alkylrest mit 8 bis 24 Kohienstoffatomen steht,
X für -O- oder -S- oder eine einfache chemische Bindung steht,
wobei Z für -CH=CH-CH2- oder für (̵CH2

steht, worin a für eine Zahl von 2 bis 6 steht,
Y für -CH (OH) - CH2 - steht,
b für 0 oder 1 steht,
T für C(CH2OH)2, für N(̵CHR

CH2OH
oder für N (̵CH R

COO⊖ M⊕ steht,
wobei
c für eine Zahl von 1 bis 4 steht,
R für Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und M⊕ für Na⊕, K⊕ oder NH4⊕ steht,
wobei für den Fall, daß T nicht für C(CH
2OH)
2 steht, b den Wert 1 besitzt.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Umsetzung des Diols der Formel (I) mit Säure Phosphorsäure oder Polyphosphorsäure
verwendet wird.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß Komponente
A) ein Diol der Formel (I) ist, worin
Z für (̵CH2

steht,
X für -O- oder -S- steht,
b den Wert 0 besitzt und
T für -C(CH2OH)2 steht,
oder daß Komponente A) ein Umsetzungsprodukt aus einem solchen Diol und einer Säure
ist.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß Komponente
A) ein Diol der Formel (I) ist, worin
Z für -CH=CH-CH2- steht,
X für -O- steht,
b den Wert 1 besitzt und
T für N(̵CH R

COO⊖ M⊕ oder für
N(̵CH R

CH2OH steht.
5. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer wäßrigen Dispersion vorliegt und gegebenenfalls zusätzlich als
Komponente E) einen Dispergator oder ein Gemisch von Dispergatoren enthält.
6. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich als Komponente F) ein aminofunktionelles oder ein amidofunktionelles
Polyorganosiloxan enthält.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Komponente F) eine oder mehrere Polyoxyalkylengruppen enthält, die über eine Alkylenbrücke
an je ein Si-Atom gebunden sind.
8. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie kein Polysiloxan enthält, in dem Fluoratome, Si-H-Bindungen, Si-OH-Bindungen,
Si-OR-Bindungen vorliegen und/oder in dem Siliciumatome vorliegen, an die 3 oder 4
Sauerstoffatome gebunden sind, wobei R für einen beliebigen organischen Rest steht.
9. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich als Komponente G) ein Alkalimetallsulfonat enthält.
10. Zusammensetzung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Komponente G) ein Natriumolefinsulfonat ist.
11. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß sie, bezogen auf 100 Gewichtsteile Wasser (Komponente D)) die Komponenten A) bis
C) und E) bis G) in folgenden Mengenverhältnissen enthält:
A) 5 bis 20, vorzugsweise 7 bis 15 Gew.teile
B) 5 bis 20, vorzugsweise 7 bis 15 Gew.teile
C) 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 7 Gew.teile
E) 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 7 Gew.teile
F) 0,5 bis 8, vorzugsweise 1 bis 6 Gew.teile
G) 0,3 bis 5, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.teile
12. Verwendung einer Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 zur
Behandlung von Fasermaterialien.
13. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasermaterialien textile Flächengebilde sind.
14. Verwendung nach Anspruch 12 oder 13 dadurch gekennzeichnet, daß die Fasermaterialien ganz oder teilweise aus Baumwolle bestehen.
1. A composition comprising the components A), B), C) and D),
where component A) is selected from
a) diols of the formula (I)
[RF-Z-X-CH2(̵Y)̵b]2T (I)
b) products formed by reacting a diol of the formula (I) with an acid, where the pH
of the reaction product is optionally adjusted to a value between 6 and 9,
where
component B) is an ethoxylate of a saturated or unsaturated fatty acid of 8 to 24
carbon atoms or an ethoxylate of a saturated or unsaturated aliphatic alcohol of 8
to 24 carbon atoms,
where
component C) is an oxidized polyolefin wax, preferably an oxidized polyethylene wax,
and where
component D) is water,
where
RF is a perfluorinated alkyl radical of 8 to 24 carbon atoms,
X is -O- or -S- or a single chemical bond,
Z is -CH=CH-CH2- or (̵CH2

, where a is from 2 to 6,
Y is -CH(OH)-CH2-,
b is 0 or 1,
T is C(CH2OH)2, N(̵CHR

CH2OH or N(̵CHR

COO⊖ M⊕,
where
c is from 1 to 4,
R is hydrogen or an alkyl radical of 1 to 6 carbon atoms and M⊕ is Na⊕, K⊕ or NH4⊕, with the proviso that when T is not C(CH2OH)2, b is 1.
2. A composition as claimed in claim 1, where phosphoric acid or polyphosphoric acid
is used for the reaction of the diol of the formula (I) with an acid.
3. A composition as claimed in claim 1 or 2, wherein component A) is a diol of the formula
(I)
where
Z is (̵CH
2
,
X is -O- or -S-,
b is 0 and
T is -C(CH
2OH)
2,
or wherein component A) is a reaction product of such a diol and an acid.
4. A composition as claimed in claim 1 or 2, where component A) is a diol of the formula
(I)
where
Z is -CH=CH-CH
2-
X is -O-,
b is 1 and
T is N(̵CHR

COO
⊖ M
⊕ or N(̵CHR

CH
2OH.
5. A composition as claimed in one or more of claims 1 to 4, in the form of an aqueous
dispersion and optionally additionally comprising a component E) which is a dispersant
or a mixture of dispersants.
6. A composition as claimed in one or more of claims 1 to 5, further comprising a component
F) which is an amino-functional or an amido-functional polyorganosiloxane.
7. A composition as claimed in claim 6, wherein component F) contains one or more polyoxyalkylene
groups which are each attached to a silicon atom via an alkylene bridge.
8. A composition as claimed in one or more of claims 1 to 7, which includes no polysiloxane
containing fluorine atoms, Si-H bonds, Si-OH bonds, Si-OR bonds and/or containing
silicon atoms to which 3 or 4 oxygen atoms are attached, where R is any organic radical.
9. A composition as claimed in one or more of claims 1 to 8, further comprising a component
G) which is an alkali metal sulfonate.
10. A composition as claimed in claim 9, wherein component G) is a sodium olefinsulfonate.
11. A composition as claimed in one or more of claims 1 to 10, comprising, based on 100
parts by weight of water (component D)), components A) to C) and E) to G) in the following
amount ratios:
A) 5 to 20 and preferably 7 to 15 parts by weight
B) 5 to 20 and preferably 7 to 15 parts by weight
C) 1 to 10 and preferably 2 to 7 parts by weight
E) 1 to 10 and preferably 2 to 7 parts by weight
F) 0.5 to 8 and preferably 1 to 6 parts by weight
G) 0.3 to 5 and preferably 0.5 to 3 parts by weight
12. The use of a composition as claimed in one or more of claims 1 to 11 for treating
fiber materials.
13. A use as claimed in claim 12, wherein the fiber materials are textile fabrics.
14. A use as claimed in claim 12 or 13, wherein the fiber materials are wholly or partly
cotton.
1. Composition, qui contient les composants A), B), C) et D,
dans laquelle le composant A) est choisi parmi
a) des diols de formule (I)
[RF-Z-X-CH2(̵Y)̵b]2T (I)
b) des produits qui se forment par la réaction d'un diol de formule (I) avec un acide,
le pH du produit réactionnel pouvant être ajusté à une valeur comprise entre 6 et
9,
le composant B) est un éthoxylate d'un acide gras saturé ou insaturé possédant 8 à
24 atomes de carbone ou un éthoxylate d'un alcool aliphatique saturé ou insaturé possédant
8 à 24 atomes de carbone,
le composant C) est une cire polyoléfine oxydée, de préférence une cire polyéthylène
oxydé,
et
le composant D) est l'eau,
dans laquelle
RF est un groupe alkyle perfluoré possédant 8 à 24 atomes de carbone,
X représente -O- ou -S- ou une liaison chimique simple,
Z représente -CH=CH-CH2- ou (̵CH2)̵a, où a est un nombre de 2 à 6,
Y représente -CH(OH)-CH2-,
b vaut 0 ou 1,
T représente C(CH2OH)2, N(̵CHR)̵cCH2OH ou N(̵CHR)̵cCOO-M+,
où
c est un nombre de 1 à 4,
R représente un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle possédant 1 à 6 atomes de
carbone et M+ représente Na+, K+ ou NH4+,
b valant 1 dans le cas ou T ne représente pas C(CH2OH)2.
2. Composition selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'on utilise l'acide phosphorique ou l'acide polyphosphorique pour la réaction du
diol de formule (I) avec un acide.
3. Composition selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le composant A) est un diol de formule (I), dans laquelle
Z représente (̵CH2)̵a,
X représente -O- ou -S-,
b vaut 0 et
T représente -C(CH2OH)2,
ou
en ce que le composant A) est un produit réactionnel issu d'un tel diol et d'un acide.
4. Composition selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le composant A) est un diol de formule (I), dans laquelle
Z représente -CH=CH-CH2-,
X représente -O-,
b vaut 1 et
T représente N(̵CHR)̵cCOO-M+ ou N(̵CHR)̵cCH2OH.
5. Composition selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'elle se présente sous la forme d'une dispersion aqueuse et qu'elle contient éventuellement
en plus, en tant que composant E), un dispersant ou un mélange de dispersants.
6. Composition selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'elle contient en plus, en tant que composant F), un polyorganosiloxane aminofonctionnel
ou amidofonctionnel.
7. Composition selon la revendication 6, caractérisée en ce que le composant F) contient un ou plusieurs groupes polyoxyalkylène, qui sont chacun
liés à un atome de Si par l'intermédiaire d'un pont alkylène.
8. Composition selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce qu'elle ne contient aucun polysiloxane dans lequel sont présents des atomes de fluor,
des liaisons Si-H, des liaisons Si-OH, des liaisons Si-OR et/ou des atomes de silicium,
auxquels 3 ou 4 atomes d'oxygène sont liés, R représentant tout groupe organique souhaité.
9. Composition selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisée en ce qu'elle contient en plus, en tant que composant G), un sulfonate de métal alcalin.
10. Composition selon la revendication 9, caractérisée en ce que le composant G) est un oléfinosulfonate de sodium.
11. Composition selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce qu'elle contient, par rapport à 100 parties en poids d'eau (composant D), les composants
A) à C) et E) à G) dans les rapports pondéraux suivants :
A) 5 à 20, de préférence 7 à 15 parties en poids
B) 5 à 20, de préférence 7 à 15 parties en poids
C) 1 à 10, de préférence 2 à 7 parties en poids
E) 1 à 10, de préférence 2 à 7 parties en poids
F) 0,5 à 8, de préférence 1 à 6 parties en poids
G) 0,3 à 5, de préférence 0,5 à 3 parties en poids.
12. Utilisation d'une composition selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
1 à 11 pour le traitement de matières fibreuses.
13. Utilisation selon la revendication 12, caractérisée en ce que les matières fibreuses sont des surfaces textiles.
14. Utilisation selon la revendication 12 ou 13, caractérisée en ce que les matières fibreuses sont entièrement ou partiellement composées de coton.