[0002] Im Stand der Technik wird eine mengenregelbare Flügelzellenpumpe mit einem im Gehäuse
schwenk- oder schiebbar gelagerten Hubring beispielsweise in der DE OS 20 15744 vorbeschrieben.
Eine direkt am Hubring angreifende Feder zwingt dabei im stehenden Zustand den Hubring
stets in Richtung der maximalen Förderwirkung.
Im Betriebszustand ist der Hubring hydraulisch eingespannt, so daß die inneren Störkräfte
des Systemes dann in speziellen Betriebsbereichen der Pumpe ein undefiniertes Regelverhalten
zur Folge haben, welches zudem ungewollt von der Drehzahl, der Temperatur und der
Viskosität des Fördermediums abhängig ist.
Die in der DE 34 46 603 A1 vorgestellte Lösung arbeitet mit einem an einem Hebel des
Hubringes angreifenden, hydraulisch eingespannten Kolben. Auch bei dieser Bauform
haben auf Grund der hydraulischen Einspannung wiederum die inneren Störkräfte einen
großen Einfluß auf die Regelung, so daß auch bei dieser Lösung das bereits beschriebene
undefinierte Regelverhalten auftritt.
Darüber hinaus erfordert die in dieser Lösung vorgestellte Bauform einen großen Bauraum
(Platzbedarf) wie auch einen hohen Fertigungs- und Montageaufwand.
In der DE 195 32 703 C1 wird eine Pendelschiebermaschine mit einer selbsttätigen Fördermengenänderung
vorbeschrieben. Die technischen Vorteile dieser Bauform sind offensichtlich. Dennoch
wird dieses System bis heute nicht in Serie eingesetzt, da auch bei dieser Bauform
in den verschiedenen Betriebsbereichen der Pendelschiebermaschine ein undefiniertes
Regelverhalten auftritt.
So ist insbesondere bei hohen Drehzahlen ein vorzeitiges Abregeln zu beobachten. Selbst
eine Optimierung der eingesetzten Federn, wie auch die Verwendung von Federnpaketen
und der Einsatz von Stufenkolben führte zu nur unbefriedigenden Erfolgen.
Auch bei dieser Bauform sind die wesentliche Ursache des undefinierten Regelverhaltens
wiederum die vorwiegend im Druckbereich auftretende "inneren" Störkräfte des Systems.
Diese haben bei der in der DE 195 32 703 C1 vorgestellten Bauform die selbe Kraftrichtung
wie der ohnehin druckbeaufschlagten Kolben und wirken somit entgegen der Federkraft
der Rückstellfeder.
Für die Störkräfte ist darüber hinaus charakteristisch, daß sich deren Betrag und
deren Wirkrichtung sowohl in Abhängigkeit von der Drehzahl, der Temperatur und der
Viskosität des Fördermediums wie auch in Abhängigkeit vom jeweils anliegenden Druckniveau
verändert.
Im ungünstigsten Fall erreichen die dem System innewohnenden Störkräfte Werte, die,
noch bevor die im DE 195 32 703 C1 beschriebene Regelung wirken kann, zu einer vollständigen
Abregelung der Pumpe führen.
Bei den in der DE 195 32 703 C1 vorbeschriebenen Pendelschiebermaschine mit axialer
Ein- und Ausströmung konnte selbst durch das Vertauschen der Kanalanordnung kein befriedigendes
Regelverhalten erzielt werden.
In der EP 1 043 504 A2 wird eine mechanisch kompakte Stellanordnung für den Hubring
einer mengenregelbare Flügelzellenpumpe vorgestellt, wobei der Regelkolben, bzw. das
Regelglied wiederum hydraulisch eingespannt ist. Neben dem daher auch für diese Bauform
zwingend erforderlichen Druckregelkreis werden darüber hinaus noch die Dichtheit gewährleistende
Abdichtelemente erforderlich, so daß wiederum hohe Fertigungs- und Montageaufwendungen
auftreten, wobei das System auf Grund der eingesetzten hydraulischen Einspannung stark
von den inneren Störkräften des Systems abhängig wird.
In den Ausführungsbeispielen gemäß der Figuren 1 und 2 der EP 1 043 504 A2 wird der
Hubring hydraulisch abgestützt, wodurch sich der Einfluß der inneren Störkräfte des
Systems erhöht. Gleichzeitig erhöhen sich die von der erfindungsgemäßen Anordnung
aufzubringenden Stellkräfte um den Hubring in Bewegung zu bringen.
Dabei erhöht der beispielsweise im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 der EP 1 043
504 A2 dargestellte Exzenter, infolge einer funktionsbedingten Veränderung des Anstellwinkels
gegenüber dem Hubring noch zusätzlich die Reibung in den mit hohem Aufwand herzustellenden
seitlichen Führungen des Hubringes, so daß im Dauerbetrieb die von den Stellgliedem
aufzubringenden, reibungsbedingten hohen Stellkräfte auf Grund der erfindungsbedingten
Punktoder Linienberührung zwischen den Stellgliedern zwangsläufig einen hohen Verschleiß
an den Berührungsflächen der Stellglieder, d.h. Oberflächenunebenheiten wie beispielsweise
Vertiefungen und/oder Abflachungen, zur Folge haben, die dann zu einem ungleichmäßigen,
stark beeinträchtigten Regelverhalten führen.
Im Dauerbetrieb tritt dabei in Folge der Punkt- oder Linienberührung der Stellelemente
mit dem kurvenförmigen Stellbereich des Regelkolbens wegen der dem System innewohnenden,
und durch die bei EP 1 043 504 A2 Einsatz findenden hydraulischen Einspannung verstärkten,
Störkräfte ein sehr hoher Verschleiß auf, welcher nach längerer Betriebsdauer insbesondere
im höheren Drehzahlbereich zu einem Totalausfall der Regelung führen kann.
Auch bei der in der Figur 3 der EP 1 043 504 A2 vorgestellten Bauform mit hydraulisch
eingespannten Regelkolben und einem direkt am Hubring angreifendem Druckelement, welches
bei stehendem Rotor den Hubring in Richtung der maximalen Förderung zwingt, werden
die bereits beschriebenen Nachteile bewirkt, da die Stellelemente (wie Kurvenscheibe,
Rolle oder Kugel) erfindungsgemäß immer so angeordnet werden müssen, daß stets die
inneren Störkräfte des Systems unmittelbar auf den Regelkolben einwirken, so daß sehr
hohe Stellkräfte zur Überwindung der durch die Störkräfte verursachten Reibkräfte
erforderlich werden, wobei die in der EP 1 043 504 A2 vorgestellten Lösungen nur bedingt
als Schmierölpumpen in Kraftfahrzeugen einsetzbar sind, da in den meisten Einsatzfällen
die für diese Lösung zwingend erforderliche Baufreiheit im Motorraum, zur Anordnung
eines unterhalb der Hubringmitte anzuordnenden Stellkolbens, nicht vorhanden ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Stelleinrichtung für eine mengenregelbare
Zellenpumpe mit einem in einem Gehäuse beweglich angeordnetem Steuerring, sowie einem
im Steuerring drehbar gelagerten, mit einer Welle verbundenen Innenrotor in welchem
verschiebbar mehrere Förderelemente angeordnet sind, dadurch gelöst, daß am Steuerring
ein Lagerauge angeordnet ist, welches formschlüssig in einem im Gehäuse angeordneten
Lager schwenkbeweglich gelagert ist, wobei an dem dem Lagerauge gegenüberliegendem
Halbkreis des Steuerringes, oder dem Steuerring gegenüberliegend am Lagerauge, ein
durch eine im Gehäuse sich abstützende Rückstellfeder belasteter Stellhebel angeordnet
ist, der in einen im Bereich des Stellhebels im Gehäuse angeordneten Stellraum hineinragt,
und dort direkt oder indirekt flächig an der Steuerfläche eines in einem Kolbensitz
des Gehäuses angeordneten Stellkolbens anliegt, welcher einerseits durch eine Steuerdruckfeder
und andererseits durch den direkt vom Ölkreislauf abgegriffenen Steuerdruck, der an
der vom Steuerdruck druckbeaufschlagten Kolbenfläche des Stellkolbens die Stellkraft
erzeugt, belastet wird.
Infolge der erfindungsgemäßen Anordnung des Stellkolbens parallel zur Lagerachse des
Steuerschiebers wird es gleichzeitig möglich die Neigung der als geneigten Ebene ausgebildeten
Steuerfläche sehr flach auszubilden, so daß das Übersetzungsverhältnis der an der
geneigten Ebene zu übertragenden Kräfte optimal der jeweiligen Pumpenbauform angepasst
werden kann, um so stets eine hohe Funktions- und Betriebssicherheit zu gewährleisten.
Die Kombination dieser erfindungsgemäßen, formschlüssigen, schwenkbeweglichen Lagerung
des Lagerauges des Steuerringes in einem im Gehäuse angeordneten Lager mit der flächigen
Ausbildung aller Stell- und Berührungsflächen und der drehbaren Lagerung des Stellkolbens
gewährleistet, in Verbindung mit der speziellen, hydraulisch nicht eingespannten Lagerung
des Feder- und direkt Steuerdruck belasteten Stellkolbens, daß bei kompakter, dem
zur Verfügung stehenden Einbauraum angepaßter Bauweise selbst bei Kraftfahrzeugmotoren
eine optimale, exakt definierte Schmierölversorgung mit hoher Funktions- und Betriebssicherheit
bei minimiertem Verschleiß und minimierten Fertigungs- und Montagekosten in jedem
Betriebszustand gewährleistet werden kann.
Der Steuerdruck, welcher erfindungsgemäß an der der Steuerdruckfeder gegenüberliegenden
Kolbenfläche anliegt und die Stellkraft erzeugt, kann ohne zusätzlichen Regelaufwand
an jeder beliebigen Stelle im Ölkreislauf, beispielsweise im Hauptkanal, einer für
die Funktion des Ölkreislaufes repräsentativen Stelle, abgegriffen werden
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anordnung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich darüber hinaus
neben dem Wortlaut der Ansprüche auch, in Verbindung mit den zugehörigen Zeichnungen,
aus den nachfolgenden Erläuterungen zu den Ausführungsbeispielen.
[0008] Die Figur 1 zeigt die Seitenansicht einer als Pendelschiebermaschine ausgebildeten
Bauform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem dem Lagerauge 6 gegenüberliegend
am Steuerring 2 angeordneten Stellhebel 9 und einem an diesem Stellhebel 9 anliegenden
Stellkolben 8, bei maximaler Ölförderung;
Erfindungsgemäß ist in einem im Gehäuse 1 angeordneten Lager 7 das Lagerauge 6 eines
Steuerringes 2 angeordnet. Im Steuerring 2 befindet sich ein drehbar gelagerter, mit
einer Welle 3 verbundenen Innenrotor 4 in welchem mehrere in einem Außenrotor gelagerte
Förderelemente 5 verschiebbar angeordnet sind.
Das erfindungsgemäß am Steuerring 2 angeordnete Lagerauge 6 ist formschlüssig und
axial schwenkbeweglich im Lager 7 des Gehäuses 1 gelagert.
Infolge dieser speziellen erfindungsgemäßen formschlüssigen Lagerung wird eine exakte
und sichere Lagefixierung des Steuerringes 2 bei gleichzeitiger radialer Schwenkbarkeit
im Verstellbereich (des Steuerringes 2) gewährleistet.
In dem dem Lagerauge 6 gegenüberliegenden Bereich ist am Steuerring 2 ein Stellhebel
9 angeordnet. Dieser Stellhebel 9 wird durch eine im Gehäuse 1 sich abstützende Rückstellfeder
18 belastet und ragt in einen im Bereich des Stellhebels 9 im Gehäuse 1 angeordneten
Stellraum 10 hinein.
In diesem Stellraum 10 liegt, wie in Figur 2 dargestellt, der Stellhebel 9 mit seiner
Kontaktfläche 11 an der Steuerfläche 12 des dreh- und verschiebbar im Kolbensitz 13
des Gehäuses 1 angeordneten Stellkolbens 8 an, welcher einerseits durch eine Steuerdruckfeder
15 und andererseits durch den direkt vom Ölkreislauf abgegriffenen Steuerdruck, der
die Stellkraft F erzeugt, beaufschlagt wird, wodurch der Einfluß der inneren Störkräfte
minimiert wird Beim Regelvorgang wird nun infolge der erfindungsgemäßen drehbaren
Lagerung des Stellkolbens 8 im Gehäuse 1 gewährleistet, daß, wie in der Figur 2 dargestellt,
die Kontaktfläche 11 des Stellhebels 9 auf der Steuerfläche 12 des Stellkolbens 8
stets optimal vollflächig aufliegt.
Dabei ermöglicht die erfindungsgemäße axiale Anordnung des Stellkolbens 8 bei minimalem
Bauraum die gleichzeitige Regelbarkeit mehrerer auf einer Welle 3 anzuordnenden Pumpenstufen
(Rotorsätze) unter Verwendung eines einzigen Stellkolbens 8 mit einer entsprechend
der Anzahl der Pumpenstufen auf dem Stellkolben 8 angeordneten Steuerflächen 12.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß auch im Lagerauge 6 ein Verbindungskanal
20 eingebracht sein kann, der für die Befüllung oder die Entleerung der Pumpe genutzt
werden kann, wobei auch die erfindungsgemäße Anordnung und Ausbildung des Stellkolbens
8 eine beidseitige Abdichtung ermöglicht, so daß der in der Figur 1 dargestellte Pumpenraum
21, in Verbindung mit der funktionssicher abdichtenden, erfindungsgemäßen Anordnung
des Lagerauges 6 im Lager 7 des Gehäuses 1, druck- und saugseitig genutzt werden kann.
Am Stellkolben 8 liegt dabei eine Steuerdruckfeder 15 an, deren Federkraft der Stellkraft
F entgegengerichtet ist, und die gleichzeitig die Pumpenregelung bei Ausfall der Stellkraft
F in den Zustand der maximalen Ölförderung zwingt.
Die Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung aus der Figur 1 im Schnitt bei
A - A.
Wie in dieser Figur dargestellt, presst die erfindungsgemäß im Gehäuse angeordnete
Rückstellfeder 18 in Verbindung mit den unter den Betriebsbedingungen auftretenden
inneren Kräften den Stellhebel 9 mit seiner Kontaktfläche 11 auf die Steuerfläche
12 des Stellkolbens 8 und gewährleistet so in Wirkverbindung mit der schwenkbaren
Lagerung des Stellkolbens 8 im Kolbensitz 13 des Gehäuses 1 eine definierte vollflächige
Auflage im gesamten Betriebsbereich der Pumpe. Diese erfindungsgemäße Anordnung bewirkt
eine exakte Regelbarkeit bei minimalem Verschleiß selbst unter extremen Schwingungsbelastungen.
Die Figur 3 zeigt die Seitenansicht einer als Flügelzellenpumpe ausgebildeten Bauform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem dem Lagerauge gegenüberliegend angeordnetem
Stellkolben, bei minimaler Ölförderung, mit einem im Steuerschieber 2 angeordneten
Rotorsatz 19.
In der Figur 4 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung aus Figur 3 im Schnitt bei B -
B dargestellt. Beispielsweise schiebt bei Erreichen des Betriebsdruckes der an der
der Steuerdruckfeder 15 gegenüberliegenden Kolbenfläche anliegende, die Stellkraft
F erzeugende Steuerdruck, welcher ohne zusätzlichen Regelaufwand am Ölkreislauf abgegriffen
werden kann, den Stellkolben 8 entgegen der Federkraft der Steuerdruckfeder 15, wie
dargestellt, in eine Endlage.
Dabei pressen die Kraft der Rückstellfeder 18 und die inneren Kräfte des Systems den
Stellhebel 9 mit seiner Kontaktfläche 11 auf die Steuerfläche 12 des Stellkolbens
8, so daß die Pumpenfördermenge minimiert wird.
Die Figur 5 zeigt eine als Pendelschiebermaschine ausgebildeten Bauform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit einem dem Lagerauge 7 gegenüberliegend nach unten versetzt am Steuerschieber
2 angeordnetem Stellhebel 9 bei maximaler Ölförderung, in der Seitenansicht in einer
Schnittdarstellung.
Im Lager 7 des Gehäuses 1 ist das Lagerauge 6 des Steuerringes 2 formschlüssig, axial
schwenkbeweglich angeordnet.
Im Steuerring 2 befindet sich ein drehbar gelagerter, mit einer Welle 3 verbundener
Innenrotor 4 in welchem mehrere Förderelemente 5 verschiebbar angeordnet sind. Der
am Steuerring 2 dem Lagerauge 6 gegenüberliegend im unteren Viertelkreissegment angeordnete
Stellhebel 9 ist mit einer Gleitschale 17 versehen, in der ein Ausgleichsbolzen 16
gelagert ist, welcher mit seiner Steuerfläche 11 an der Kontaktfläche 12 eines im
Gehäuse 1 verschiebbar gelagerten Stellkolbens 8 anliegt.
Infolge der erfindungsgemäßen drehbaren Lagerung des Ausgleichsbolzens 16 in der Gleitschale
17 des Stellhebels 9 wird auch in dieser Ausführungsform gewährleistet, daß beim Regelvorgang
die Kontaktfläche 11 des Ausgleichsbolzens 16 auf der Steuerfläche 12 des Stellkolbens
8 stets vollflächig optimal aufliegt.
Ein weiteres, wesentliches Merkmal der Erfindung besteht auch bei dieser Bauform wiederum
darin, daß im Lagerauge 6 ein Verbindungskanal 21 eingebracht sein kann, der für die
Befüllung oder Entleerung der Pumpe genutzt werden kann, wobei die erfindungsgemäße
Anordnung des Lagerauges 6 im Lager 7 des Gehäuses 1 eine funktionssichere Abdichtung
zwischen der Druck- und der Saugseite der Pumpe bewirkt, und die erfindungsgemäße
Anordnung und Ausbildung des radial angeordneten Stellkolbens 8 gleichzeitig eine
vollständige Abdichtung zwischen der Druckund der Saugseite gewährleistet, so daß
auch bei dieser Bauform der erfindungsgemäßen Lösung wiederum der Pumpenraum 21 druck-
und saugseitig genutzt werden kann.
In der Figur 6 ist die Seitenansicht einer als Pendelschiebermaschine ausgebildeten
erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem gegenüberliegend zum Lagerauge nach unten
versetzt angeordnetem Stellhebel 9 bei minimaler Ölförderung dargestellt.
Am Stellkolben 8 greift auch bei der in den Figuren 5 und 6 dargestellten Bauform
eine Steuerdruckfeder 15 an deren Federkraft der Stellkraft F entgegengerichtet ist,
und die infolge der Federkraft der Steuerdruckfeder 15 bei Ausfall der Stellkraft
F die Pumpenregelung stets in den Zustand der maximalen Ölförderung zwingt.
Die in den Figuren 5 und 6 dargestellte, im Gehäuse angeordnete Rückstellfeder 18
preßt erfindungsgemäß in Verbindung mit den unter den Betriebsbedingungen auftretenden
inneren Kräften nun über den Stellhebel 9 den drehbar in der Gleitschale 17 des Stellhebels
9 gelagerten Ausgleichsbolzen 16 mit seiner Kontaktfläche 11 auf die Steuerfläche
12 des Stellkolbens 8 und gewährleistet so in Wirkverbindung mit der erfindungsgemäße
drehbare Lagerung des Ausgleichsbolzens 16 im Stellhebel 9 eine definierte, vollflächige
Auflage der Kontaktfläche 11 des Ausgleichsbolzens 16 auf die Steuerfläche 12 des
Stellkolbens 8 im gesamten Betriebsbereich der Pumpe, so daß eine exakte Regelbarkeit
bei minimalem Verschleiß selbst unter extremen Schwingungsbelastungen stets gewährleistet
werden kann.
Die in den Figuren 5 und 6 dargestellte Bauform der erfindungsgemäßen Lösung gewährleistet
zudem, infolge der spezielle Anordnung des Stellhebels 9 im Bezug auf die Wirkrichtung
der Resultierenden aus den inneren Kräften des Systems, daß der Einfluß der inneren
Kräfte auf den Regelkolben deutlich reduziert wird, so daß die Regelcharakteristik
des Systems im gesamten Betriebsbereich gleichzeitig nochmals wesentlich verbessert
wird.
Die Figur 7 zeigt die Seitenansicht einer weiteren als Pendelschiebermaschine ausgebildete
Bauform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem im Lagerauge 6 angeordneten, als
Bolzen ausgebildeten Lager 7 und einem dem Lagerauge 6 gegenüberliegend am Steuerring
2 angeordneten Stellhebel 9 mit einem an diesem Stellhebel 9 angreifenden Stellkolben
8, bei maximaler Ölförderung.
In dieser Bauform ist der Verbindungskanal 20 nicht zwangsläufig im Lagerauge, sondern
im Steuerring angeordnet. Damit in jeder Schwenkposition die Abdichtung des Verbindungskanals
20 gegenüber dem Pumpenraum gewährleistet ist, befindet sich der Verbindungskanal
nahe dem Lagersitz 7.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Bauform besteht neben einer optimalen Bauraumausnutzung
in der kostengünstigen Herstellung der Lagerstelle mittels einer Bolzenverbindung.
In der Figur 8 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung aus der Figur 7 im Schnitt bei
C - C dargestellt.
Die Figur 9 zeigt die Seitenansicht einer speziellen Bauform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit einem im Lagerauge 6 angeordneten, als Bolzen ausgebildeten Lager
7, einem dem Steuerring 2 gegenüberliegend am Lagerauge 6 angeordneten Stellhebel
9 und einem wiederum an diesem Stellhebel 9 anliegenden Stellkolben 8, bei maximaler
Ölförderung.
Diese Bauform mit einem dem Steuerring 2 gegenüberliegend am Lagerauge 6 angeordneten
Stellhebel 9 bietet den Vorteil, daß bei sehr ungünstigen Platzverhältnissen, insbesondere
im unmittelbaren Pumpenbereich, die Pumpe so positioniert werden kann, daß eine optimale
Bauraumausnutzung gewährleistet ist.
In der Figur 10 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung aus der Figur 9 im Schnitt bei
D - D dargestellt. Infolge der erfindungsgemäßen Anordnung des Stellkolbens 8 parallel
zur Lagerachse des Steuerschiebers ist es möglich die Neigung der als geneigten Ebene
ausgebildeten Steuerfläche 12 so flach auszubilden, so daß das Übersetzungsverhältnis
der an der geneigten Ebene zu übertragenden Kräfte optimal dieser Pumpenbauform angepasst
werden kann, so daß auch bei dieser Bauform stets eine hohe Funktions- und Betriebssicherheit
gewährleistet ist.
Mit der vorliegenden erfindungsgemäßen Lösung ist es somit gelungen eine Stelleinrichtung
für eine mengengeregelte Zellenpumpe zu entwickeln, welche den Einfluß der inneren
Störkräfte weitgehend ausschließt und die bei kompakter, dem zur Verfügung stehenden
Einbauraum angepaßter Bauweise selbst bei Kraftfahrzeugmotoren eine optimale, exakt
definierte Schmierölversorgung mit hoher Funktions- und Betriebssicherheit bei minimiertem
Verschleiß und minimierten Fertigungs- und Montagekosten in jedem Betriebszustand
gewährleistet.