| (19) |
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(11) |
EP 1 226 038 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.2003 Patentblatt 2003/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.08.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B41M 5/26 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0007/962 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0101/4148 (01.03.2001 Gazette 2001/09) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES DÄMMSTOFFES
METHOD FOR PRODUCING AN INSULATING MATERIAL
PROCEDE POUR PRODUIRE UN MATERIAU ISOLANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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RO SI |
| (30) |
Priorität: |
21.08.1999 DE 19939827 10.02.2000 DE 10005939 06.04.2000 DE 10017269
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.2002 Patentblatt 2002/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG |
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45966 Gladbeck (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KESTING, Peter
D-46244 Bottrop-Kirchhellen (DE)
- PAULITSCHKE, Werner
D-41564 Kaarst (DE)
- KLOSE, Gerd-Rüdiger
D-46286 Dorsten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wanischeck-Bergmann, Axel et al |
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Köhne & Wanischeck-Bergmann & Schwarz,
Rondorfer Strasse 5a 50968 Köln 50968 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 032 691
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US-A- 5 767 483
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- J.L.C. WIJERS: "Industrieel lasergraveren baant zich een weg" POLYTECHNISCH TIJDSCHRIFT,
WERKTUIGBOUW., Bd. 46, Nr. 1, Januar 1991 (1991-01), Seiten 40-44, XP000233960 STAM
TIJDSCHRIFTEN, RIJSWIJK., NL ISSN: 0032-4108
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Dämmstoffes, insbesondere
aus organischen und/oder anorganischen Fasern, beispielsweise aus mit oder ohne organischen
und/oder anorganischen Bindemitteln versehenen Glasund/oder Keramikfasern, wobei den
Bindemitteln hitzeaktive Bestandteile, vorzugsweise Pigmente, beigefügt werden, und/oder
aus Kunststoff-Hartschaum, wie beispielsweise expandiertem oder extrudiertem Polystyrol,
Phenolharz, Polyurethanschaum oder Polyisocyanoratschaum, und/oder aus Porenbeton,
Mineralschaum, Schaumglas, Sinterglas, aufgeschäumten Wasserglas oder ähnlichen sich
partiell verfärbenden und/oder aufblähenden Schmelzen, wobei der Dämmstoff durch Wärmeenergie
in seiner Farbe und/oder Gestalt veränderbar ist, bei dem auf zumindest einer Fläche,
insbesondere einer großen Oberfläche zumindest eine Markierung als Produktbezeichnung
und/oder als Schneidhilfe angeordnet wird.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist die Herstellung von Dämmstoffen bekannt, die beispielsweise
bahnen- oder plattenförmig ausgebildet sein können, bei der eine Schmelze aus Glas
oder Gestein hergestellt und einem Zerfaserungsgerät zugeführt wird. In dem Zerfaserungsgerät
wird die Schmelze in mikrofeine Fasern zerfasert, die anschließend mit einem Bindemittel
und gegebenenfalls weiteren Imprägnierungsmitteln benetzt werden. Die derart vorbereiteten
Mineralfasern weisen in diesem Zustand eine bestimmte Temperatur auf. Aufgrund ihrer
Temperatur und insbesondere ihrer Bindemittel neigen die Mineralfasern dazu aneinander
zu haften. Die Mineralfasern werden daher unmittelbar nach ihrer Benetzung mit zumindest
Bindemitteln auf einer Fördereinrichtung, in der Regel ein Förderband abgelegt. Die
derart gebildete Mineralfaserbahn kann dann in unterschiedlichen Weisen weiterbearbeitet
werden. Beispielsweise kann die Mineralfaserbahn nach Erreichen einer bestimmten Materialstärke
aufgependelt werden. In der Regel durchläuft die Mineralfaserbahn Kompressionseinrichtungen,
Schneideinrichtungen zur Seitenrandbesäumung sowie zumindest einen Härteofen, um das
Bindemittel auszuhärten.
[0003] Nach Verlassen des Härteofens wird die bahnenförmige Mineralfaserbahn einer Wickelstation
zugeführt bzw. altemativ in einzelne Platten geschnitten, die dann einer Verpackungseinrichtung
zugeführt und zu handelsüblichen Verpackungseinheiten verpackt werden.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist ferner bekannt, daß der bahnenförmige Dämmstoff beispielsweise
die Mineralfaserplatten, Hartschaumplatten oder Porenbetonplatten, mit Markierungen
versehen werden. Diese Markierungen werden in der Regel als Farbmarkierungen mit Hilfe
von Schablonen und Farbspritztechnik oder mit Tintenstrahldruckern aufgebracht. Farbmarkierungen
haben aber den wesentlichen Nachteil, daß sie die Baustoffklasse, d.h. die Brennbarkeit
der Produkte beeinflussen. Um diese Beeinflussung zu vermeiden, setzt man insbesondere
bei Mineralwolledämmstoffen, die ein organisches Bindemittel enthalten, elektrischoder
gasbeheizte Markierungswalzen ein, auf deren Umfang Markierungsbilder und -texte angebracht
sind. Diese Markierungswalzen werden periodisch oder konstant auf die Mineralfaserbahn
aufgebracht, so daß die beheizten Markierungswalzen aufgrund der Temperatur eine Verfärbung
des Bindemittels im Mineralfaserprodukt hervorrufen. Dieser Vorgang kann diskontinuierlich,
wie beim Stempeln oder kontinuierlich erfolgen, so daß man einen fortlaufenden Schriftzug
auf dem Dämmstoff in der Gestalt erzeugen kann, daß das Bindemittel durch die heißen
Zonen an der Oberfläche des Dämmstoffs verfärbt wird, und somit der Schriftzug bzw.
das Bildzeichen auf der Oberfläche zu sehen ist.
[0005] Um eine Dämmstoffbahn in einzelne Plattenelemente aufzuteilen ist es bekannt, im
Bereich einer Produktionslinie entsprechende Sägeinrichtungen, beispielsweise Pendel-,
Kreis- und Bandsägen vorzusehen, die in Abhängigkeit des zu erzeugenden Produktes
zum Einsatz gelangen. Mit derartigen Sägen können aber nur geradlinige Schnitte ausgeführt
werden.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, bei dem die Kennzeichnung und/oder die Aufteilung
eines Dämmstoffes in einfacher und kostengünstiger Weise möglich ist, wobei auch hinsichtlich
ihrer Konturen komplizierte Kennzeichnungen und/oder Schnitte ausgeführt werden können.
[0007] Die
Lösung dieser Aufgabenstellung sieht vor, daß der Dämmstoff mit zumindest einem Laserstrahl
beaufschlagt wird, mit dem die Markierungen in die Fläche des Dämmstoffs eingebracht
werden.
[0008] Demzufolge zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren dadurch aus, daß anstelle
der bisherigen Techniken die Markierungen mittels eines Laserstrahls in die Oberfläche
des Dämmstoffs eingebracht werden. Der Laserstrahl bietet hierbei den wesentlichen
Vorteil, daß er in einfacher Weise steuerbar, insbesondere lenkbar ist und auf die
tatsächlichen Gegebenheiten des Dämmstoffs eingestellt werden kann. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren können sowohl Faserdämmstoffe aus organischen Fasern bzw. mit organischen
Bindemitteln gebundene anorganische Fasern, beispielsweise Glasfasern oder organische
Substanzen enthaltene Dämmstoffe, Dämmstoffe, die mit organischen Beschichtungen versehen
sind oder beispielsweise Bestandteile haben, die durch Wärmeenergie ihre Farbe und/oder
ihre Gestalt ändern sowie Dämmstoffe aus Hartschaum bearbeitet werden, bei denen sich
die Markierung durch Farbveränderungen und/oder Aufblähen der Oberfläche oder partielles
Sintern bzw. Schmelzen von Vertiefungen in der Oberfläche ausprägen. Insbesondere
sind mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sämtliche im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Dämmstoffe bearbeitbar.
[0009] Bei einem kontinuierlichen Herstellungsprozeß wird der Dämmstoff bahnenförmig dem
Laserstrahl zugeführt, um die kontinuierliche Herstellung des Dämmstoffs beibehalten
zu können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Laserstrahlbearbeitung bei bereits
hergestellten Dämmstoffformelementen, wie beispielsweise Platten, Rohrschalen, Segmenten
oder sonstigen Formkörpern durchzuführen, wobei hier eine manuelle oder automatische
Zuführung derartiger Formteile in die Laserstrahlbearbeitungseinrichtung möglich ist.
Eine kontinuierliche Bearbeitung des Dämmstoffs erfolgt in der Regel nicht. Vielmehr
handelt es sich hierbei um eine Einzelbearbeitung der einzelnen Formteile, wie beispielsweise
Rohrschalen, Platten oder dergleichen.
[0010] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß mit dem Laserstrahl
der Dämmstoff, insbesondere die Bahn in Abschnitte, insbesondere Platten aufgeteilt
wird. Durch diese Ausgestaltung besteht die Möglichkeit, daß die Dämmstoffbahn nicht
nur mit Markierungen versehen wird, sondern daß mit der gleichen Einrichtung auch
ein Schneiden der Dämmstoffbahn in Platten möglich ist. Es werden hierdurch hohe Investitionskosten
bei der Gestaltung von Produktionslinien eingespart. Darüber hinaus hat es sich als
vorteilhaft erwiesen, daß die Wartung eines Laserstrahls aufgrund seiner im Vergleich
zu herkömmlichen Komponenten geringeren Anzahl von mechanischen Elementen wesentlich
wartungsfreundlicher ist.
[0011] Ein den Laserstrahl erzeugender Laser wird vorzugsweise in Längs-, Quer- und/oder
Abstandsrichtung sowie gegebenenfalls in seiner Winkelstellung relativ zur Oberfläche
des Dämmstoffs bewegt. Der Laserstrahl wird über einen in den drei Hauptachsen drehbaren
Spiegel und ein Linsensystem auf die Dämmstoffoberfläche gelenkt. Der Antrieb des
Spiegels erfolgt über elektrisch angetriebene Servomotoren, die ihre Antriebssignale
von einem Steuergerät erhalten. Das Steuergerät selbst ist mit einer elektronischen
Datenverarbeitungsanlage (Rechner) verbunden, in der Daten für bestimmte Markierungsanordnungen
und/oder -ausgestaltungen auf den Dämmstoffen gespeichert sind. Diese Daten dienen
der Steuerung des Laserstrahls hinsichtlich seiner Bewegungen und/oder seiner Intensität.
Alternativ kann vorgesehen sein, daß die den Laserstrahl erzeugende Vorrichtung mit
den nachgeschalteten optischen Einrichtungen in den drei Raumachsen bewegbar ist.
Durch die Vielzahl der Freiheitsgrade des Laserstrahls können Markierungen und Schnitte
in unterschiedlichster Form eingebracht werden. Darüber hinaus besteht der Vorteil,
daß beispielsweise sämtliche Buchstaben und Zahlen sowie Pictogramme rechnergesteuert
und variabel eingebracht werden können. Weiterhin besteht der Vorteil, daß Mineralfaserplatten
hergestellt werden können, die beispielsweise an zwei gegenüberliegenden Seiten einen
Randverlauf aufweisen, der von einer geradlinigen Begrenzung abweicht. Es können somit
beispielsweise Mineralfaserplatten mit bestimmten halbkreisförmigen Ausnehmungen entsprechend
von Kundenanforderungen hergestellt werden.
[0012] Der Laserstrahl wird von einem Festkörper- oder Gaslasergerät vorzugsweise mit Hilfe
eines CO
2-Lasers erzeugt.
[0013] Die Lichtleistung des Laserstrahls wird in Abhängigkeit von der Größe und der Intensität
der erforderlichen Materialveränderungen, insbesondere bei Markierungen, über die
optischen Einrichtungen eingestellt. Vorzugsweise wird der Laserstrahl mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit relativ zur Oberfläche des Dämmstoffs bewegt. Die Relativgeschwindigkeit
liegt beispielsweise bei ca. 5m/s.
[0014] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der Laser zumindest
in Förderrichtung der Bahn mit einer gegenüber der Fördergeschwindigkeit größeren
Geschwindigkeit, vorzugsweise 5m/s bewegt wird. Diese erhöhte Geschwindigkeit ist
bei umfangreichen Markierungen in Form von Buchstaben, Zahlen und/oder Pictogrammen
erforderlich, um die gesamte Markierung über eine bestimmte Wegstrecke des geförderten
Materials einbringen zu können.
[0015] Während des Aufteilens der Bahn in Abschnitte wird der Laserstrahl demgegenüber mit
einer Geschwindigkeit in Förderrichtung bewegt, die mit der Fördergeschwindigkeit
der Bahn übereinstimmt, um beispielsweise einen geradlinig begrenzten Schnitt ausführen
zu können.
[0016] Schließlich ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß die Bewegungen
und/oder die Leistung des Laserstrahls über eine Rechneranlage gesteuert werden, deren
Eingangsdaten insbesondere der Produktionssteuerung entnommen werden. Eine derartige
Verknüpfung der Produktionssteuerung mit der Markierungssteuerung bzw. Schnittsteuerung
hat den Vorteil, daß entsprechend dem Kundenwunsch kommissionierte Ware in einfacher
und zuverlässiger Weise hergestellt werden kann.
[0017] Eine einem Härteofen entnommene Mineralwollebahn bestimmter Dicke und bestimmter
Rohdichte wird beim Ausführungsbeispiel der Erfindung einer Markierungs- und Schneidvorrichtung
zugeführt. Die Markierungs- und Schneidvorrichtung weist einen CO
2-Laser mit variabler Leistung bis zu 1500 Watt und einer Wellenlänge von ca. 1 bis
12 µm, insbesondere von 9 bis 12 µm auf. Der Laserstrahl wird über einen Spiegel auf
die Mineralwollebahn gelenkt. Alternativ kann vorgesehen sein, daß der den Laserstrahl
erzeugende Laser oberhalb einer Transporteinrichtung, auf der der Mineralwollebahn
gefördert wird, auf einem motorbetriebenen Doppelkreuzschlitten montiert ist, so daß
er in allen Achsen verfahrbar ist. Darüber hinaus ist der Laser innerhalb des Doppelkreuzschlittens
schwenkbeweglich gelagert, so daß ein vom Laser erzeugter Laserstrahl unter einem
bestimmten Winkel, abweichend von der Lotrechten auf die Oberfläche der Mineralwollebahn
aufgebracht werden kann.
[0018] Weiterhin kann der Laserstrahl mit Hilfe von elektronisch justierbaren, optischen
Einrichtungen wie Linsen, Linsensystemen, optisch wirksamen Gittern oder Spiegeln
in der gewünschten Weise abgelenkt und somit über die zu markierende Oberfläche geführt
werden. Durch diese optischen Hilfseinrichtungen, sowie durch Variation des Abstandes
derselben zu der zu markierenden Oberfläche, durch Veränderung des Neigungswinkels
und der Intensität des Laserstrahls können die Breite und Intensität der Markierung
verändert werden.
[0019] Bei einer Anordnung des Lasers auf einem Doppelkreuzschlitten wird der Laserstrahl
in einem ersten Schritt derart eingestellt, daß er rechtwinklig auf die Oberfläche
der Mineralwollebahn auftrifft. Der Doppelkreuzschlitten ist hierbei mit einem Rechner
verbunden, über den die Bewegungen des Doppelkreuzschlittens gesteuert werden. Die
Daten zur Steuerung der Bewegung des Doppelkreuzschlittens erhält der Rechner aus
einer Auftragsverwaltung, in die die Art und die Anzahl der herzustellenden Mineralwolleplatten
eingegeben ist.
[0020] Die Mineralwollebahn gelangt in den Bereich der Markierungs- und Schneidvorrichtung,
wobei die Markierungs- und Schneidvorrichtung in ihrer maximalen Stellung in Richtung
der auflaufenden Mineralwollebahn steht. Unmittelbar nach Erreichen der Markierungs-
und Schneidvorrichtung beginnt diese Markierungen in die Oberfläche der Mineralwollebahn
einzubringen. Hierbei bewegt sich die Markierungs- und Schneidvorrichtung in Förderrichtung
der Mineralwollebahn. Sobald die Markierungen vollständig eingebracht sind, bewegt
sich die Markierungs- und Schneidvorrichtung in einen vorbestimmten Schneidbereich,
um die zuvor markierte Mineralwollebahn um eine Plattenlänge zu verkürzen. Anschließend
wird der nachfolgende Abschnitt der Mineralwollebahn markiert und nach Fertigstellung
der Markierung abgelängt.
[0021] Die Verfahrgeschwindigkeit des Lasers ist hierbei so gewählt, daß sie wesentlich
größer als die Fördergeschwindigkeit ist. Darüber hinaus wird die Leistung des Lasers
in Abhängigkeit der Markierungen bzw. des Schneidprozesses automatisch eingestellt.
Während des Markiervorgangs wird beispielsweise eine Leistung von 250 mW eingestellt,
wohingegen der Schneidvorgang bei einer Leistung von 1500 W durchgeführt wird.
[0022] Die Markierung erfolgt derart, daß mit dem Laser mit niedriger Energie die Form eines
Schriftzuges oder Bildes auf den Dämmstoff übertragen wird. Hierbei wird mittels der
Laserenergie im engen Bereich das Bindemittel im Mineralwolle-Dämmstoff verfärbt,
so daß nach dem Vorgang der Schriftzug auf der Mineralwollebahn zu lesen ist. Anschließend
wird die Laserenergie erhöht, um bestimmte Konturen, bei denen es sich auch um geradlinige
Schnitte handeln kann, senkrecht zur Oberfläche einzuschneiden. Es besteht auch die
Möglichkeit, daß die Energie des Lasers derart eingestellt wird, daß der Laser die
Mineralwollebahn nicht vollständig, sondern nur bis zum einem bestimmten Maß schneidet.
[0023] Die Ränder der Mineralwollebahn können durch Kippen des Lasers teilweise oder vollständig
angeschrägt werden bzw. eine beliebige Form erhalten.
1. Verfahren zur Herstellung eines Dämmstoffes, insbesondere aus organischen und/oder
anorganischen Fasern, beispielsweise aus mit oder ohne organischen und/oder anorganischen
Bindemitteln versehenen Glas- und/oder Keramikfasem, wobei den Bindemitteln hitzeaktive
Bestandteile, vorzugsweise Pigmente, beigefügt werden, und/oder aus Kunststoff-Hartschaum,
wie beispielsweise expandiertem oder extrudiertem Polystyrol, Phenolharz, Polyurethanschaum
oder Polyisocyanoratschaum, und/oder aus Porenbeton, Mineralschaum, Schaumglas, Sinterglas,
aufgeschäumten Wasserglas oder ähnlichen sich partiell verfärbenden und/oder aufblähenden
Schmelzen, wobei der Dämmstoff durch Wärmeenergie in seiner Farbe und/oder Gestalt
veränderbar ist, bei dem auf zumindest einer Fläche, insbesondere einer großen Oberfläche
zumindest eine Markierung als Produktbezeichnung und/oder als Schneidhilfe angeordnet
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämmstoff mit zumindest einem Laserstrahl beaufschlagt wird, mit dem die Markierungen
in die Fläche des Dämmstoffs eingebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämmstoff bahnenförmig dem Laserstrahl zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämmstoff, insbesondere die Dämmstoffbahn mit dem Laserstrahl in Abschnitte,
insbesondere Platten aufgeteilt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laserstrahl mittels elektronisch justierbarer, optischer Einrichtung in Längs-,
Quer- und/oder Abstandsrichtung und/oder in seiner Winkelstellung relativ zur Oberfläche
der Mineralfaserbahn bewegt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laserstrahl in seiner Breite und/oder seiner Intensität verändert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein den Laserstrahl erzeugender Laser in Längs-, Quer- und/oder Abstandsrichtung
sowie gegebenenfalls in seiner Winkelstellung relativ zur Oberfläche des Dämmstoffs
bewegt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laserstrahl mit einem Feststoff- oder Gaslaser, insbesondere einem CO2-Laser erzeugt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leistung des Laserstrahls in Abhängigkeit der Größe und Intensität der erforderlichen
Materialveränderungen eingestellt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Markierungen als Konturen ausgebildet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laserstrahl zumindest in Förderrichtung der Bahn mit einer gegenüber der Fördergeschwindigkeit
größeren Geschwindigkeit, vorzugsweise 5 m/s bewegt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem Laserstrahl Bindemittel und/oder Pigmente im anorganischen Bindemittel im
Dämmstoff durch Wärmeenergie verfärbt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laserstrahl während des Aufteilens des Dämmstoffs in Abschnitte mit einer Geschwindigkeit
in Förderrichtung bewegt wird, die mit der Fördergeschwindigkeit des Dämmstoffs übereinstimmt.
13. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegungen und/oder die Leistung des Laserstrahls über eine Rechneranlage gesteuert
werden, deren Eingangsdaten aus der Produktionssteuerung, insbesondere der Auftragsverwaltung
entnommen werden.
14. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Dämmstoffen aus Hartschaum mit dem Laser Markierungen durch Farbveränderungen
oder durch partielles Sintern bzw. Schmelzen in die Oberfläche aufgebracht werden.
1. A method for producing an insulating material, particularly of organic and/or inorganic
fibers, e.g glass and/or ceramic fibers provided or not provided with organic and/or
inorganic binders, wherein said binders are added heat-resistive components, preferably
pigments, and/or of plastic solid foam such as expanded or extruded polystyrene, phenol
resin, polyurethane foam or polyisocyanorate foam, and/or of porous concrete, mineral
foam, foam glass, sintered glass, foamed water glass or similar partially colouring
and/or swelling melts, wherein said insulating material can be changed of its colour
and/or shape by means of thermal energy, and which insulating material has arranged
on at least one surface and pereferably on a large surface thereof a marking as a
product name and/or as a cutting aid,
characterized in
that at least one laser beam is applied to said insulating material, by means of which
said markings are brought in the surface of the insulating material.
2. Method according to claim 1,
characterized in
that said insulating material is fed to the laser beam in the form of webs.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterized in
that said insulating material and particularly said web of insulating material is divided
in sections and particularly in panels, by means of said laser beam.
4. Method according to claim 1,
characterized in
that said laser beam is moved in the longitudinal, cross and/or distance direction and/or
in its angular position releative to the surface of the web of mineral fibers, by
means of an electronically adjustable optical device.
5. Method according to claim 1,
characterized in
that the laser beam is varied of its width and/or intensity.
6. Method according to claim 1,
characterized in
that a laser producing said laser beam is moved relative to the surface of the insulating
material in the longitudinal, cross and/or distance direction and, if necessary, in
its angular position.
7. Method according to claim 1,
characterized in
that the laser beam is produced by means of a solid material, glass, and particularly
a CO2 laser.
8. Method according to claim 1,
characterized in
that the power of the laser beam is set in dependence of the dimension and intensity of
the required material variations.
9. Method according to claim 1,
characterized in
that the markings are configured as contours.
10. Method according to claim 2,
characterized in
that the laser beam is moved at least in the web conveying direction at a speed higher
than the conveying speed, preferably 5 m/s.
11. Method according to claim 1,
characterized in
that binders and/or pigments in the inorganic binder in the insulating material are coloured
by means of the laser beam through thermal energy.
12. Method according to claim 2,
characterized in
that the laser beam, while dividing the insulating material in sections, is moved in the
conveying direction at a speed which corresponds to the conveying speed of the insulating
material.
13. Method according to claim 1,
characterized in
that the motions and/or power of the laser beam are controlled via computing machinery,
of which the input data are retrieved from the production control and particularly
from the job management.
14. Method according to claim 1,
characterized in
that in insulating materials made of hard foam markings through colour changes or through
partial sintering or melting are applied to the surface by means of the laser.
1. Procédé pour fabriquer un matériau isolant, en particulier en fibres organiques et/ou
anorganiques, par exemples en fibres de verre et/ou de céramique pourvues de ou sans
liants organiques et/ou anorganiques, des constituants actifs à la chaleur, de préférence
des pigments, étant ajoutés aux liants, et/ou en mousse dure plastique, comme par
exemple en polystyrène expansé ou extrudé, en résine phénolique, en mousse polyuréthane
ou en mousse de polyisocyanorate et/ou en béton cellulaire, mousse minérale, verre
cellulaire, verre fritté, verre soluble expansé ou en masses fondues similaires se
colorant et/ou moussant partiellement, le matériau isolant pouvant changer de couleur
et/ou de configuration par de l'énergie thermique, pour lequel au moins un marquage
comme désignation de produit et/ou comme aide à la coupe est placé sur au moins une
surface, en particulier sur une grande surface supérieure,
caractérisé en ce
que le matériau isolant reçoit l'impact d'au moins un faisceau laser avec lequel les
marquages sont incorporés à la surface du matériau isolant.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le matériau isolant est amené au faisceau laser en forme de lé.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que le matériau isolant, en particulier le lé de matériau isolant, est divisé en sections,
en particulier en plaques, avec le faisceau laser.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le faisceau laser est déplacé dans le sens longitudinal, transversal et/ou dans le
sens de l'espacement et/ou dans sa position angulaire par rapport à la surface supérieure
du lé de fibres minérales au moyen d'un dispositif optique ajustable électroniquement.
5. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le faisceau laser varie dans sa largeur et/ou son intensité.
6. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un laser qui produit le faisceau laser est déplacé dans le sens longitudinal, transversal
et/ou dans le sens de l'espacement ainsi que, dans le cas échéant, dans sa position
angulaire par rapport à la surface supérieure du matériau isolant.
7. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le faisceau laser est produit avec un laser solide ou à gaz, en particulier un laser
à CO2.
8. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que la puissance du faisceau laser est réglée en fonction de la grandeur et de l'intensité
des modifications nécessaires du matériau.
9. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les marquages sont configurés comme des contours.
10. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que le faisceau laser est déplacé dans le sens de transport du lé avec une vitesse supérieure
à la vitesse de transport, de préférence 5 m/s.
11. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que des liants et/ou des pigments dans le liant anorganique dans le matériau isolant
sont colorés avec le faisceau laser par de l'énergie thermique.
12. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que le faisceau laser est déplacé pendant la division du matériau isolant en sections
dans le sens du transport avec une vitesse qui coïncide avec la vitesse de transport
du matériau isolant.
13. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les déplacements et/ou la puissance du faisceau laser sont commandés par un ordinateur
dont les données d'entrée sont prises de la commande de production, en particulier
de la gestion des commandes.
14. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que pour les matériaux isolants en mousse dure des marquages sont appliqués avec le laser
par modification de couleur ou par frittage partiel ou fusion partielle dans la surface
supérieure.