[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzugtür gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige, beispielsweise aus der DE 44 20 646 A1 bekannte Aufzugtür wird beispielsweise
aus gekanteten Stahlblechen gefertigt, wobei die Tür einschalig oder in Kastenbauweise
zweischalig hergestellt wird. Zur Erhöhung der Steifigkeit der Stahlbleche werden
Blechprofile auf der Rückseite der Aufzugstüren aufgebracht. Die Führungselemente,
über die die Aufzugstür entlang Führungen der Aufzugskabine verfahrbar ist, sind üblicherweise
im Bereich des Seitenkanten des Türblattes befestigt.
[0003] Derartige Lösungen haben den Nachteil, daß zum einen ein erheblicher Aufwand erforderlich
ist, um die Aussteifungselemente für die gekanteten Stahlbleche der Aufzugtür und
die Aussteifungselemente herzustellen und diese zu montieren. Des weiteren haben insbesondere
bei der zweischaligen Bauweise mit einem Kastenprofil aus gekanteten Stahlblechen
die Aufzugtüren ein erhebliches Gewicht, so daß der Antrieb zum Schließen und Öffnen
der Tür entsprechend ausgelegt werden muß.
[0004] Außerdem treten bei herkömmlichen Aufzugstüren immer wieder Probleme hinsichtlich
der Schallabstrahlung beim Auf- oder Zulaufen sowie Schließen der Türen auf.
[0005] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Aufzugtür zu schaffen,
die auf einfache Weise herstellbar ist und sich durch ein geringes Gewicht, gute mechanische
Stabilität sowie gute Schall- und Temperaturdämmung und Hitzestabilität auszeichnet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Aufzugtür mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß hat die Aufzugtür einen Schichtaufbau, wobei die Sichtfläche der
Aufzugtür durch eine tragende Deckplatte gebildet ist, die rückseitig mit einer Dämmstoffplatte
versehen ist. Diese Dämmstoffplatte dient einerseits zur Versteifung der Aufzugstür
und andererseits zur Verbesserung der Wärme- und Schalldämmung. Besonders bevorzugt
wird es, wenn die Dämmplatte als hochtemperaturfeste Schaumstoffplatte, vorzugsweise
aus hochtemperaturfestem anorganischem Schaumstoff hergestellt ist, so daß das Brandschutzverhalten
gegenüber herkömmlichen Lösungen wesentlich verbessert ist.
[0008] Durch den Schichtaufbau mit einer Deckplatte und einer darauf aufgebrachten Dämmstoffplatte
wird eine Aufzugtür mit einer hohen Steifigkeit geschaffen, so daß eine hohe Formstabilität
der Tür auch bei hohen thermischen Belastungen gewährleistet ist. Da die Deckplatte
auf einfache Weise durch Abkanten hergestellt werden kann und die Funktion der Aussteifung
durch die Dämmstoffplatte erreicht wird, sind die Fertigungskosten gegenüber einer
Lösung mit Kastenprofil wesentlich geringer.
[0009] Das Dämmverhalten insbesondere im Brandfall läßt sich auf einfache Weise durch Vergrößern
oder Verringern der Stärke der Dämmplatte an die Anforderungen anpassen, ohne daß
es einer Umkonstruktion der Tür bedarf.
[0010] Um die Aussteifungsfunktion durch die Dämmstoffplatte zu erreichen, ist diese vorzugsweise
durch Kleben oder direkt durch Ausschäumen auf die Deckplatte aufzubringen.
[0011] Das Brandschutzverhalten der Aufzugtür läßt sich weiter verbessern, wenn zusätzlich
zu einem Aufkleben oder Aufschäumen des Dämmaterials, dieses über mechanische Verbindungsmittel
mit der Deckplatte verbunden wird. Auf diese Weise ist ein zuverlässiges Halten des
Dämmaterials auch bei einem durch Überhitzung verursachtes Auflösen der Klebeverbindung
gewährleistet.
[0012] Erfindungsgemäß wird es bevorzugt, wenn die Deckplatte als gekantetes Stahlblech
hergestellt wird, wobei die Seitenkanten der Deckplatte zumindest abschnittsweise
derart aufgebogen werden, daß ein Aufnahmeraum für die Dämmplatte geschaffen wird.
[0013] Bei einer besonders bevorzugten Variante werden die Umfangskanten L-förmig abgekantet,
so daß der Umfangsrand der Deckplatte etwa in Parallelrichtung zur rückwärtigen Großfläche
der Dämmplatte verläuft. An den durch die Abkantungen geschaffenen Seitenkanten können
die Führungselemente der Aufzugtür befestigt werden.
[0014] Für den Fall, daß die Dämmplatte aus anorganischem Hartschaumstoff ausgebildet ist,
kann dieses Material auch zum Verkleben der Dämmplatte mit der Deckplatte verwendet
werden, so daß aufgrund der Materialeinheitlichkeit auch bei hohen Temperaturen ein
gutes Anhaften an der Deckplatte gewährleistet ist.
[0015] Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren
Unteransprüche.
[0016] Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand schematischer
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Aufzugtür und;
Figur 2 ein Schnitt entlang der Linie A-A in Figur 1.
[0017] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Aufzugtür 1 von der Sichtfläche,
d.h. von der Innenseite der Aufzugkabine, her. Demgemäß hat die Aufzugtür 1 eine die
Sichtfläche ausbildende Deckplatte 2 aus Stahl- oder Aluminiumblech, auf deren in
Figur 2 sichtbare Rückseite eine Dämmplatte 4 befestigt ist. Die Herstellung der Deckplatte
2 erfolgt durch Abkanten oder Tiefziehen, wobei die Umfangskanten zumindest im Bereich
der Schmalseiten 6, 8 derart gekantet sind, daß sich ein rückwärtiger Aufnahmeraum
für die Dämmplatte 4 ergibt.
[0018] Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel einer Aufzugtür
1 wurde die oben liegende Umfangskante 8 L-förmig abgekantet, so daß der schmalseitige
Umfangsrand durch einen Schenkel 10 gebildet ist, der etwa parallel zur Sichtfläche
verläuft. Wie in Figur 1 angedeutet, können an diesen Schenkel 10 der oben liegenden
Umfangskante 8 Führungselemente 12, beispielsweise Führungsrollen befestigt werden,
über die die Aufzugtür 1 in einer entsprechenden Führung der Aufzugkabine oder Schachttürführung
geführt ist.
[0019] An der untenliegenden Umfangskante 6 sind lediglich zwei Teilbereiche L-förmig abgekantet,
so daß sich zwei laschenförmige Vorsprünge 14 ergeben, an denen ebenfalls Führungselemente
befestigbar sind.
[0020] Je nach Anwendungsfall können auch die längsseitigen Umfangskanten 16, 18 umgekantet
sein, so daß die Dämmplatte 4 entlang ihres Außenumfangs von der Deckplatte 2 umgriffen
ist.
[0021] Erfindungsgemäß wird es bevorzugt, wenn die Dämmplatte 4 als Schaumstoffplatte, vorzugsweise
aus anorganischem Schaumstoff hergestellt ist, da derartige Materialien eine exzellente
Temperaturbeständigkeit aufweisen. Der Hartschaumstoff kann offen- oder geschlossenzellig
ausgeführt werden, wobei das Raumgewicht vorzugsweise zwischen 100 und 800 kg/m
3 liegt. Eine optimale Porengröße dürfte zwischen 0,5 bis 3 mm angeordnet sein.
[0022] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Dämmplatte 4 durch Kleben an der
Deckplatte 2 befestigt. Vorstellbar ist jedoch auch, den Schaumstoff direkt auf die
Deckplatte aufzuschäumen.
[0023] Als Klebstoff wird vorzugsweise das gleiche Material verwendet, wie es bei der Herstellung
des Schaumstoffs eingesetzt ist. Durch diese Materialeinheitlichkeit ist gewährleistet,
daß im Brandfall keine toxischen Spaltprodukte freigesetzt werden. Des weiteren ist
durch die Materialeinheitlichkeit ein Recycling des Dämmaterials gewährleistet, so
daß kein Sondermüll anfällt. Anorganische Isolierschaumstoffe zeichnen sich des weiteren
durch eine optimale Schalldämmung und Isolationswirkung aus, so daß gewährleistet
ist, daß die beim Öffnen und Schließen der Türe sowie im Inneren der Aufzugskabine
gewünschten Bedingungen (Klima, Lärmpegel etc.) eingestellt werden können.
[0024] Für den Fall, daß der Klebstoff bei einer extremen Temperaturerhöhung aufgeweicht
oder gelöst wird, können zusätzlich die in den Figuren 1 und 2 angedeuteten mechanischen
Verbindungsmittel 20 verwendet werden. Derartige mechanische Verbindungsmittel 20
können Klemmbügel, Federn oder ähnliches sein, mit denen die Dämmplatte 4 auch bei
einem Lösen des Klebstoffes in ihrer Sollposition gehalten wird, so daß im Brandfall
eine hinreichende Wärmedämmung gewährleistet ist und ein Herausfallen der Dämmplatte
vermieden wird. Die Wärmedämmung ist insbesondere im Hinblick auf die Formstabilität
der Tür wichtig, da ein Verziehen der Tür beim Einwirken von hohen Temperaturen zu
vermeiden ist, damit der Aufzugschacht keine Brandbrücke darstellt, daß sich die Aufzugkabine
nicht mehr öffnen läßt. Die Verbindungsmittel 20 können entlang des Umfangs der Dämmplatte
4 oder sie überspannend angeordnet werden.
[0025] Um hohen ästhetischen Ansprüchen zu genügen, kann die rückwärtige Großfläche der
Dämmplatte 4 noch mit Dekormaterial belegt werden. Dieses Dekormaterial dient dann
allerdings lediglich zur Verbesserung der optischen Anmutung bei verglasten Schächten.
Die Stabilität wird im wesentlichen durch das Verbundsystem Deckplatte 2 und Dämmplatte
4 gewährleistet.
[0026] Die Produktion der erfindunsgemäßen Aufzugtür 1 ist denkbar einfach, da lediglich
die Deckplatte 2 in einem ersten Arbeitsgang zugeschnitten und tiefgezogen und/oder
abgekantet werden muß und anschließend die Dämmplatte 4 durch Verkleben, ggfs. zusätzlich
durch die mechanischen Verbindungselemente 20 lagefixiert werden muß. Da an der Rückseite
der Deckplatte 2 praktisch keinerlei zusätzliche Verstärkungselemente, wie beispielsweise
Aluminiumprofile etc. aufgebracht werden müssen, zeichnen sich an der Sichtfläche
keinerlei Bearbeitungs- oder Fertigungsspuren ab. Dies ermöglicht es, die Deckplatte
2 bereits vor dem Aufkleben der Dämmplatte 4 fertig zu lackieren, so daß praktisch
keine Nachbearbeitung erforderlich ist.
[0027] Offenbart ist ein Aufzugtür, bei der auf eine gekantete oder tiefgezogene Deckplatte
2 eine Dämmplatte, vorzugsweise aus anorganischem Schaumstoff nicht nur als Dämmaterial,
sondern zur Erhöhung der Steifigkeit aufgebracht, und zwar vorzugsweise fest verklebt
oder aufgeschäumt ist.
1. Aufzugtür mit einer tragenden Deckplatte (2) aus Blech, die eine Sichtfläche ausbildet
und an der Führungselemente (12) zum Führen der Aufzugtür (1) in einer Führung einer
Aufzugkabine oder der Schachttüre angeordnet sind, gekennzeichnet durch eine Dämmstoffplatte (4), die auf der von der Sichtfläche entfernten Rückseite der
Deckplatte (2) zur Erhöhung der Steifigkeit und zur Verbesserung der Wärme - und Schalldämmung
aufgebracht ist.
2. Aufzugtür nach Patentanspruch 1, wobei die Dämmplatte (4) aufgeklebt ist.
3. Aufzugtür nach Patentanspruch 2, mit mechanischen Verbindungsmitteln (20) zum Halten
der Dämmplatte (4) an der Rückseite der Deckplatte (2).
4. Aufzugtür nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Deckplatte (2)
ein Kant- oder Tiefziehblech ist, dessen parallele Seitenkanten (6, 8) zumindest abschnittsweise
aufgebogen sind, um einen Aufnahmeraum für die Dämmstoffplatte (4) zu begrenzen.
5. Aufzugtür nach Patentanspruch 4, wobei zumindest eine Seitenkante (8) L-förmig aufgebogen
ist, so daß sich die Außenumfangsflächen (10) der Seitenkanten (8) im Parallelabstand
zur Sichtfläche der Deckplatte (2) erstrecken.
6. Aufzugtür nach Patentanspruch 5, wobei an zumindest einer Seitenkante (8) Führungselemente
(12) befestigt sind.
7. Aufzugtür nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Dämmaterial ein
Schaumstoff vorzugsweise ein anorganischer hochtemperaturfester Hartschaumstoff ist.
8. Aufzugtür nach Patentanspruch 2, wobei der Kleber ein Hochtemperaturkleber, vorzugsweise
auf der Basis des Dämmstoffmaterials ist.
9. Aufzugtür nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei an der Rückseite der
Dämmstoffplatte (4) eine Dekorschicht aufgebracht ist.
1. An elevator door comprising a load-bearing cover plate (2) made of sheet metal which
forms a face and at which guide members (12) for guiding the elevator door (1) are
disposed in a guide-way of an elevator cabin or the landing entrance, characterized by an insulating board (4) applied to the back of the cover plate (2) opposed to the
face for increasing the stiffness and for improving heat and sound insulation.
2. An elevator door according to claim 1, wherein the insulating board (4) is applied
by gluing.
3. An elevator door according to claim 2, comprising mechanical connecting means (20)
for holding the insulating board (4) at the back of the cover plate.
4. An elevator door according to any one of the preceding claims, wherein the cover plate
(2) is a cant or deep-drawing sheet metal whose parallel lateral edges (6, 8) are
bent up at least in portions so as to confine a mounting space for the insulating
board (4).
5. An elevator door according to claim 4, wherein at least one lateral edge (8) is bent
up in L-shape so that the outer circumferential surfaces (10) of the lateral edge
(8) extend at a parallel distance from the face of the cover plate (2).
6. An elevator door according to claim 5, wherein guide members (12) are mounted to at
least one lateral edge (8).
7. An elevator door according to any one of the preceding claims, wherein the insulating
material is foamed material and preferably inorganic high-temperature resistant rigid
foam.
8. An elevator door according to claim 2, wherein the adhesive is a high-temperature
adhesive, preferably on the basis of the insulating material.
9. An elevator door according to any one of the preceding claims, wherein a decorating
layer is applied to the back of the insulating plate (4).
1. Porte d'ascenseur avec une plaque de recouvrement portante (2) en tôle qui forme une
surface visible et comporte des moyens de guidage (12) pour guider la porte d'ascenseur
(1) dans un guide d'une cabine ou de la porte palière, caractérisée par un panneau en matière isolante (4) attaché à la face arrière de la plaque de recouvrement
(2) à l'opposé de la surface visible pour augmenter la rigidité et améliorer l'isolation
thermique et acoustique.
2. Porte d'ascenseur selon la revendication 1, dans laquelle le panneau en matière isolante
(4) est fixé par collage.
3. Porte d'ascenseur selon la revendication 2, comprenant des moyens de fixation mécaniques
(20) pour assurer la fixation du panneau en matière isolante (4) à la face arrière
de la plaque de recouvrement.
4. Porte d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la plaque
de recouvrement (2) est une tôle pliée ou d'emboutissage dont les arêtes latérales
(6, 8) sont dépliées, au moins par endroits, afin de délimiter un espace pour recevoir
le panneau en matière isolante (4).
5. Porte d'ascenseur selon la revendication 4, dans laquelle au moins une arête latérale
(8) est dépliée en L, de sorte que les surfaces périphériques extérieures (10) de
l'arête latérale (8) s'étendent à une distance parallèle à la surface visible de la
plaque de recouvrement (2).
6. Porte d'ascenseur selon la revendication 5, dans laquelle des moyens de guidage (12)
sont fixés à au moins une arête latérale (8).
7. Porte d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la matière
isolante est une mousse synthétique, de préférence une mousse rigide anorganique à
haute résistance thermique.
8. Porte d'ascenseur selon la revendication 2, dans laquelle la colle est une colle à
haute température, de préférence sur la base de la matière isolante.
9. Porte d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle une couche
décorative est appliquée sur la face arrière du panneau en matière isolante (4).