(19)
(11) EP 1 227 290 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.03.2004  Patentblatt  2004/11

(21) Anmeldenummer: 01116046.2

(22) Anmeldetag:  02.07.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F28D 1/03, F28F 27/02, F24H 9/12

(54)

Heizkörperanordnung

Radiator assembly

Radiateur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 25.01.2001 DE 20101345 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.07.2002  Patentblatt  2002/31

(73) Patentinhaber: König, Christel
D-63674 Altenstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • König, Christel
    D-63674 Altenstadt (DE)

(74) Vertreter: Wunderlich, Rainer, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Weber & Heim Irmgardstrasse 3
81479 München
81479 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 698 770
EP-A- 0 916 912
DE-A- 19 710 069
US-A- 4 312 403
EP-A- 0 890 800
DE-A- 3 216 922
FR-A- 2 230 953
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Heizkörperanordnung mit mindestens zwei plattenförmigen Heizkörpern, von denen wenigstens ein Heizkörper als Heizwasservorlauf und ein anderer Heizkörper als Heizwasserrücklauf ausgebildet ist, wobei die plattenförmigen Heizkörper jeweils einen oberen Querkanal und einen unteren Querkanal aufweisen, zwischen denen eine Vielzahl von im Wesentlichen vertikal verlaufenden Vertikalkanäle vorgesehen sind.

    [0002] Eine derartige Heizkörperanordnung ist beispielsweise aus der EP 0 698 770 A1 oder der EP 0 890 800 A2 bekannt. Solche Heizkörperanordnungen werden am Markt immer stärker nachgefragt, da diese einfach aufgebaut sind und somit leicht und kostengünstig hergestellt werden können. Der Vorteil dieser Heizkörperanordnungen besteht insbesondere darin, dass eine einfache oder garkeine Ventilgarnitur mit separatem Steigrohr vorgesehen werden muss, wie bei dem Heizkörper nach der EP 0 917 912 A2. Vielmehr dient eine Heizkörperplatte als sogenannter Heizwasservorlauf. Das heißt, die als Heizwasservorlauf dienende Heizkörperplatte wird zunächst komplett durchströmt, bevor das Heizwasser durch die Ventileinrichtung strömt, welche üblicherweise am Übergang zur nächsten Heizkörperplatte angeordnet ist.

    [0003] Bei den gattungsgemäßen Heizkörperanordnungen besteht das Problem, dass das in den Heizwasservorlauf einströmende Heizwasser dazu tendiert, auf möglichst ungehindertem und direktem Weg zum Abgang des ersten plattenförmigen Heizkörpers zu strömen. Es kann sich hierbei eine sogenannte Kurzschlussströmung einstellen. Eine solche Kurzschlussströmung hat den Nachteil, dass die Heizkörperplatte nicht über die gesamte Fläche gleichmäßig mit dem Heizwasser durchströmt wird. Eine ungleichmäßige Durchströmung mit Heizwasser wirkt sich nachteilig auf die Wärmeabgabe und damit die Wärmeleistung des Heizkörpers aus.

    [0004] In der EP 0 890 800 A2 wird vorgeschlagen, die Querkanäle in Längsrichtung trichterförmig aufzuweiten, um hierdurch das Heizwasser gleichmäßiger in der Heizplatte zu verteilen.

    [0005] Aus der DE 197 10 069 A1 ist ein gattungsfremder Plattenheizkörper bekannt, bei dem die hintere Heiplatte als Heizwasservorlauf und -rücklauf dient.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Heizkörperanordnung zu schaffen, welche bei einem weiter einfachen Aufbau eine möglichst gleichmäßige Durchströmung mit Heizwasser auch der Heizkörperplatte aufweist, welche als ein Heizwasservorlauf dient.

    [0007] Die Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine Heizkörperanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0008] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht zum einen darin, von einer gleichen Ausgestaltung der Vielzahl der Vertikalkanäle abzugehen und diese mit einer bestimmten differenzierten Durchströmungseigenschaft zu versehen. Dabei werden die Vertikalkanäle so ausgebildet, dass sich abhängig vom Eingang und Abgang des Heizwassers eine weitgehend gleiche Durchströmung der Vertikalkanäle über die gesamte Fläche des plattenförmigen Heizkörpers einstellt. Es kann so eine nahezu optimale Wärmeabgabe und Wärmeleistung des Heizkörpers erreicht werden.

    [0009] Zusätzlich können auch die Querkanäle unterschiedlich ausgestaltet sein, so dass ein gezieltes Anströmen oder Ausströmen der Vertikalkanäle erzielt wird.

    [0010] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass seitliche Vertikalkanäle, welche an Endbereichen der Querkanäle angeordnet sind, gegenüber benachbarten Vertikalkanälen einen höheren Durchströmungswiderstand aufweisen. Es wurde erkannt, dass unabhängig von der Lage des Einganges und des Abganges das Heizwasser bevorzugt durch die Vertikalkanäle in den seitlichen Endbereichen des Heizkörpers strömt. Als eine Ursache hierfür kann angesehen werden, dass das Heizwasser zunächst nach dem Eintritt in die Heizkörperplatte entlang des relativ großen horizontal verlaufenden Querkanales strömt, bis das Heizwasser an den geschlossenen Enden des Querkanales zwangsweise in die Vertikalkanäle umgeleitet wird. Überraschenderweise wurde festgestellt, dass dieser Effekt unabhängig von der Lage des Einganges und des Abganges des Heizwassers ist.

    [0011] Um diesem Effekt entgegenzuwirken, kann der äußerste Vertikalkanal oder mehrere im Endbereich angeordnete Vertikalkanäle mit einem höheren Durchflusswiderstand versehen werden. Dabei kann der erhöhte Durchflusswiderstand in diesen veränderten Vertikalkanälen gleich sein oder bei einer differenzierten Ausgestaltung zum freien Ende hin definiert zunehmen.

    [0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass Vertikalkanäle, welche in einem Mittenbereich angeordnet sind, gegenüber benachbarten Vertikalkanälen einen höheren Durchströmungswiderstand aufweisen. Es wurde nämlich weiter erfindungsgemäß festgestellt, dass das Heizwasser auch in einen Mittenbereich verstärkt zum Durchströmen der Vertikalkanäle tendiert, insbesondere wenn ein Mittenanschluss vorgesehen ist. Dies gilt vornehmlich für sogenannte Vertikalheizkörper, bei denen sowohl der Vorlaufanschluss als auch das Ventil an dem unteren Querkanal angeordnet ist. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht also darin, dass in den Seitenbereichen als auch in einem Mittenbereich des plattenförmigen Heizkörpers die Vertikalkanäle mit einem erhöhten Durchströmungswiderstand versehen sind, während die dazwischenliegenden Bereiche einen geringeren Durchströmungswiderstand aufweisen. Mit dieser Anordnung wird also bewirkt, dass das Heizwasser in verstärktem Maße auch diese Zwischenbereiche durchströmt, so dass eine möglichst gleichmäßige Wärmeabgabe über die gesamte Oberfläche der Heizkörperplatte erzielt wird.

    [0013] Nach der Erfindung ist es vorgesehen, dass für einen höheren Durchströmungswiderstand der durchströmbare Querschnitt des entsprechenden Vertikalkanales reduziert ist. Die Querschnittsreduzuierung kann bereichsweise oder über die gesamte Länge des Vertikalkanales ausgebildet sein.

    [0014] In bevorzugter und besonders einfacher Weise wird dies dadurch erreicht, dass zum Reduzieren des durchströmbaren Querschnitts in dem entsprechenden Vertikalkanal wenigstens ein Einlegeteil angeordnet ist. Das Einlegeteil kann aus Kunststoff oder Metall gefertigt sein und ist an die gewünschte Durchmesserreduzierung oder das gewünschte Strömungsverhalten entsprechend angepasst.

    [0015] Nach der Erfindung wird eine besonders wirtschaftliche Heizkörperanordnung dadurch erreicht, dass das Einlegeteil gleichzeitig die Funktion eines Stützteiles aufweist. Ein Stützteil zur Stabilisierung der aus Blech gefertigten Heizkörperplatte dient zur Befestigung von Bereichen, an denen Befestigungspunkte etwa für äußere Halterungen vorgesehen sind.

    [0016] Eine alternative oder ergänzende Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Heizkörpers besteht darin, dass zum Reduzieren des durchströmbaren Querschnitts Einprägungen in den Wänden der plattenförmigen Heizkörper eingebracht sind. Die Einprägungen können durch Blechbearbeitung der Plattenwände beispielsweise durch ein entsprechend ausgestaltetes Prägewerkzeug gefertigt werden. In besonders wirtschaftlicher Weise können hierfür CNC-gesteuerte Prägewerkzeuge mit veränderbarer Prägekontur eingesetzt werden.

    [0017] Grundsätzlich erlaubt die erfindungsgemäße Heizkörperanordnung eine freie Anordnung des Vorlaufeinganges und des Rücklaufabganges der gesamten Heizkörperanordnung. Erfindungsgemäß ist es jedoch besonders bevorzugt, dass ein Anschluss für den Vorlaufeingang und den Rücklaufabgang im Bereich des unteren Querkanales angeordnet ist.

    [0018] Insbesondere ist es nach der Erfindung möglich und vorgesehen, dass der Anschluss für den Vorlaufeingang und den Rücklaufabgang seitlich und/oder mittig an dem unteren Querkanal oder zwischen den unteren Querkanälen der beiden Platten vorgesehen ist. Insbesondere kann ein sogenannter Universalheizkörper nach der Erfindung gefertigt werden, bei dem unabhängig von der gewünschten Anschlussart die Heizkörperplatten eine gleiche Gestaltung aufweisen. Hierdurch ist eine besonders wirtschaftliche Serienfertigung großer Stückzahlen möglich. Die jeweilige Anschlussform kann dann entweder bei der Endmontage oder direkt auf der Baustelle beim Einbau der Heizkörperanordnung durch Verwendung entsprechender Anschluss- oder Armaturenstücke bestimmt werden.

    [0019] Bei der Erfindung ist es weiter vorgesehen, dass ein Verbindungsstück mit Ventilgehäuse und Ventileinsatz zwischen zwei oberen Querkanälen angeordnet ist. Grundsätzlich ist zwar auch die Anordnung des Thermostatventiles in einem unteren Eckbereich möglich, jedoch ist die Anordnung in einem oberen Eckbereich der Heizkörperanordnung besonders bedienungsfreundlich.

    [0020] Eine universal einsetzbare Heizkörperanordnung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass mindestens zwei gleich aufgebaute Verbindungsstücke vorgesehen sind, welche zwischen zwei oberen Querkanälen und/oder unteren Querkanälen angeordnet sind, und dass die Verbindungsstücke mit einem Ventileinsatz versehbar oder absperrbar sind.

    [0021] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass in einem der Querkanäle ein Einlegeteil im Bereich eines Vorlaufeinganges angeordnet ist, und dass durch das Einlegeteil das Vorlaufwasser zu dem anderen Querkanal leitbar ist. Durch das Einlegeteil kann das Vorlaufwasser zum Teil oder vollständig in den oder die nächstangrenzenden Vertikalkanäle geleitet werden. Das Einlegeteil ist dabei so gestaltet, dass dieses den Querkanal nicht vollständig absperrt. Vielmehr kann aus anderen Vertikalkanälen ausströmendes Heizwasser an dem Einlegeteil in dem Querkanal vorbeiströmen, wobei durch das Einlegeteil lediglich der Durchströmungswiderstand des Querkanales erhöht ist. Durch derartige Einlegeteile kann mit einem sehr großen Freiheitsgrad in einfacher Weise eine gewünschte Durchströmung der Heizkörperplatten erreicht werden. Es ist weiter eine einfache Anpassung an verschiedene Anschlussvarianten möglich.

    [0022] In bevorzugter Weise ist die Erfindung dadurch weitergebildet, dass in einem der Querkanäle ein Einlegeteil im Bereich eines Verbindungsstückes angeordnet ist und dass durch das Einlegeteil ein Überströmen des Heizwassers aus dem Querkanal in das Verbindungsstück verhinderbar ist. Hierdurch kann ergänzend ein Kurzschlussstrom aus dem Querkanal in das jeweils angrenzende Verbindungsstück unterbunden werden. Durch derartige Einlegeteile wird erreicht, dass ein Großteil oder sogar das gesamte Heizwasser nur über den an das Verbindungsstück angrenzenden Vertikalkanal einströmen kann.

    [0023] Die Erfindung ist für mehrlagige Plattenheizkörper vorgesehen, wobei je nach gewünschter Wärmeleistung zwei, drei oder mehr Heizkörperplatten mit und ohne Konvektorbleche seriell hintereinander angeordnet sind. Eine besonders gute Wärmeabgabe ist gegeben, wenn die vordere Heizkörperplatte den sogenannten Heizwasservorlauf bildet.

    [0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles erläutert, welches schematisch in den Zeichnungen dargestellt ist.

    [0025] In den Zeichnungen zeigen:
    Fig. 1
    eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Heizkörperanordnung;
    Fig. 2
    eine Vorderansicht der erfindunsgemäßen Heizkörperanordnung;
    Fig. 3
    eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Heizkörperanordnung.
    Fig. 4
    Detailansicht zu einem Einlegeteil bei Mittenanschluss;
    Fig. 5
    Detailansicht zu einem Einlegeteil bei seitlichem Anschluß;
    Fig. 6
    Detailansicht zu einem Einlegeteil an einem Verbindungsstück.


    [0026] Die in den verschiedenen Ansichten von Figuren 1 bis 3 dargestellte erfindungsgemäße Heizkörperanordnung 10 umfasst zwei plattenförmige Heizkörper 12, 14. Jede der Heizkörperplatten 12, 14 umfasst einen oberen Querkanal 16 und einen unteren Querkanal 18, welche beide im Wesentlichen parallel angeordnet sind und horizontal verlaufen. Zwischen den beiden Querkanälen 16, 18 ist eine Vielzahl von senkrecht zu den Querkanälen 16, 18 verlaufenden Vertikalkanälen 20 angeordnet. Das Heizwasser strömt über einen mittig angeordneten Anschluss 30 über einen Vorlaufeingang 32 zunächst in den unteren Querkanal 18 des ersten Heizkörpers 12, welcher als Heizwasservorlauf dient. Von dem mittigen Anschluss 30 strömt das Heizwasser zu beiden Seiten in den unteren Querkanal 18 und wird dann nach oben in die vertikal gerichteten Vertikalkanäle 20 geleitet, welche an ihrem oberen Ende in den oberen Querkanal 16 münden. Von diesem oberen Querkanal 16 strömt das Heizwasser durch ein T-förmiges Verbindungsstück 40b mit Ventileinsatz 42, welches zur Regulierung des Heizwasserdurchlaufes dient. Das Heizwasser strömt über das Verbindungsstück 40b in den zweiten plattenförmigen Heizkörper 14, welcher entsprechend zu dem ersten Heizkörper 12 ausgebildet ist. Dabei fließt das Heizwasser von dem oberen Querkanal 16 durch die Vertikalkanäle 20 in den unteren Querkanal, von dem das Heizwasser zum mittigen Anschluss 30 geführt und über einen Rücklaufabgang 34 abgeleitet wird. In den anderen drei Endbereichen sind weitere Verbindungsstücke 40a, 40c, 40d angeordnet, welche denselben Aufbau wie das Verbindungsstück 40b aufweisen. Allerdings sind die Verbindungsstücke 40a, 40c, 40d mit einem Blindstopfen abgesperrt, so dass ein Überströmen von Heizwasser verhindert wird. Zur verbesserten Wärmeabgabe sind an den Innenseiten der beiden Heizkörper 12, 14 in bekannter Weise Konvektorbleche 38 angepasst.

    [0027] Um eine besonders gleichmäßige Durchströmung der Heizkörper 12, 14 zu erreichen, sind in seitlichen Endbereichen 22a, 22b nicht dargestellte Einlegeteile in den Vertikalkanälen 20 vorgesehen. In einem Mittenbereich 24, welcher im Bereich des mittigen Anschlusses 30 angesiedelt ist, und den daran angrenzenden Bereichen sind die Vertikalkanäle 20 frei. Diese Einlegeteile bilden in den Vertikalkanälen 20 zumindest bereichsweise eine Querschnittsverminderung und damit eine Erhöhung des Durchströmungswiderstandes der einzelnen Vertikalkanäle 20. Dies führt dazu, dass das Heizwasser nicht, wie ansonsten üblich, unmittelbar an den Endbereichen 22a, 22b des unteren Querkanales 18 verstärkt nach oben strömt. Vielmehr wird in diesen Bereichen durch die Einlegeteile der Heizwasserfluss vermindert, so dass in den dazwischenliegenden Bereichen eine erhöhte Strömung ausgebildet wird.

    [0028] Durch die erfindungsgemäße Maßnahme, d.h. Reduzierung des Heizwasserdurchflusses in den seitlichen Endbereichen 22a, 22b und der dadurch bewirkten verstärkten Durchströmung in den zwischenliegenden Bereichenl, wird insgesamt eine weitgehende gleichmäßige Durchströmung des Heizwassers durch alle Vertikalkanäle 20 erreicht. Eine gleichmäßige Durchströmung aller Vertikalkanäle 20 ist Voraussetzung für eine nahezu optimale Wärmeabgabe der Heizkörperanordnung 10.

    [0029] Für eine gezielte Wärmeabgabe ist nach der Ausführungsform von Fig. 4a und Fig.4b in einen unteren Querkanal 18 bei mittiger Anschlussanordnung ein funktionales Einlegeteil 50a vorgesehen. Dieses Einlegeteil 50a bildet in dem unteren Querkanal 18 einen separaten Einströmkanal um die Öffnung des Vorlaufeinganges 32, so dass das einströmende Heizwasser vollständig durch die zwei mit dem Kanal verbundenen Vertikalkanäle 20 nach oben zu dem nicht dargestellten oberen Querkanal strömt.

    [0030] Eine Querschnittsansicht des funktionalen Einlegeteils 50a ist in Figur 4b dargestellt, wobei insbesondere die seitlich angeordneten Sperrzungen 52a zu erkennen sind. Diese bilden mit den Einprägungen in der Heizkörperplatte eine Passung, um das Heizwaser in der gewünschten Weise nach oben zu leiten.

    [0031] Das funktionale Einlegeteil 50a ist kleiner als der untere Querkanal 18 ausgebildet, so dass zwischen der unteren Wandung des Querkanales 18 und der Außenseite des Einlegeteiles 50a ein Durchgangskanal 56 gebildet ist. Durch diesen kann Heizwasser, welches aus den Vertikalkanälen 20 wieder nach unten strömt, an dem Einlegeteil 50a vorbei in Richtung des Verbindungsstückes zu der sich anschliessenden Heizkörperplatte strömen.

    [0032] Eine ähnliche Ausführungsform, jedoch für einen seitlichen Anschluss ist den Fig. 5a und 5b zu entnehmen. Ein funktionales Einlegeteil 50b, welches mit der Wandung der Heizkörperplatte einen definierten Kanal um eine Öffnung des Vorlaufeinganges 32 bildet, leitet einströmendes Heizwasser in den von rechts gesehen zweiten Vertikalkanal 20.2 der Heizkörperanordnung. Wie bei der vorgenannten Ausführungsform beschrieben, ist das Einlegeteil 50b derart gestaltet, das es in dem unteren Querkanal 18 einen Durchgangskanal 56 freilässt, so dass entsprechend der durch Pfeile angedeuteten Strömungsrichtung Heizwasser aus dem unteren Querkanal 18 bis in den ersten Vertikalkanal 20.1 am rechten seitlichen Ende der Heizkörperanordnung strömen kann.

    [0033] Bei der Anordnung eines Verbindungsstückes 40 an dem oberen Querkanal 16 ist bei dieser Ausführungsform gemäß den Figuren 6a und 6b im Bereich des Verbindungsstückes 40 ein weiteres absperrendes Einlegeteil 60 vorgesehen. Dieses weist gemäss der Querschnittdarstellung von Fig. 6b eine untere Sperrzunge 62a sowie eine obere Sperrzunge 62b auf.

    [0034] In Kombination mit dem Einlegeteil von Fig. 5a strömt das Heizwasser von dem Vorlaufeingang 32 zunächst durch den zweiten Vertikalkanal 20.2 nach oben zu dem oberen Querkanal 16. Von dort aus können die weiteren Vertikalkanäle angeströmt werden, bis auf den ersten Vertikalkanal 20.1. Das Heizwasser kann zu dem ersten Vertikalkanal 20.1 über den unteren Querkanal 18 und den Durchgangskanal 56 an dem Einlegeteil 50b vorbei fließen. Durch den ersten Vertikalkanal 20.1 verläßt das Heizwasser die erste Heizkörperplatte über eine Öffnung zu dem Verbindungsstück 40, um dann zu der oder den Heizkörperplatten zu strömen.


    Ansprüche

    1. Heizkörperanordnung mit mindestens zwei plattenförmigen Heizkörpern (12, 14), von denen wenigstens ein Heizkörper (12) als Heizwasservorlauf und ein anderer Heizkörper (14) als Heizwasserrücklauf ausgebildet ist, wobei die plattenförmigen Heizkörper (12, 14) jeweils einen oberen Querkanal (16) und einen unteren Querkanal (18) aufweisen, zwischen denen eine Vielzahl von im Wesentlichen vertikal verlaufenden Vertikalkanälen (20) vorgesehen sind,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zur Vergleichmäßigung der Durchströmung Vertikalkanäle (20) mit einem definiert unterschiedlichen Durchströmungswiderstand ausgebildet sind.
     
    2. Heizkörperanordnung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass seitliche Vertikalkanäle (20), welche an Endbereichen (22) der Querkanäle (8, 18) angeordnet sind, gegenüber benachbarten Vertikalkanälen (20) einen höheren Durchströmungswiderstand aufweisen.
     
    3. Heizkörperanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass Vertikalkanäle (20), welche in einem Mittenbereich (24) angeordnet sind, gegenüber benachbarten Vertikalkanälen (20) einen höheren Durchströmungswiderstand aufweisen.
     
    4. Heizkörperanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass für einen höheren Durchströmungswiderstand der durchströmbare Querschnitt des entsprechenden Vertikalkanales (20) und/oder Querkanals (16, 18) reduziert ist.
     
    5. Heizkörperanordnung nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zum Reduzieren des durchströmbaren Querschnitts in dem Vertikalkanal (20) und/oder Querkanal (16, 18) wenigstens ein Einlegeteil angeordnet ist, welches vorzugsweise gleichzeitig die Funktion eines Stützteiles aufweist.
     
    6. Heizkörperanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zum Reduzieren des durchströmbaren Querschnitts Einprägungen in den Wänden der plattenförmigen Heizkörper (12, 14) eingebracht sind.
     
    7. Heizkörperanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass ein Anschluss (30) für einen Vorlaufeingang (32) und einen Rücklaufabgang (34) im Bereich des unteren Querkanales (18), insbesondere seitlich und/oder mittig vorgesehen ist.
     
    8. Heizkörperanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass ein Verbindungsstück (40) mit Ventilgehäuse und Ventileinsatz (42) zwischen zwei oberen Querkanälen (16) angeordnet ist.
     
    9. Heizkörperanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass mindestens zwei gleich aufgebaute Verbindungsstücke (40) vorgesehen sind, welche zwischen zwei oberen Querkanälen (16) und/oder unteren Querkanälen (18) angeordnet sind, und dass die Verbindungsstücke (40) mit einem Ventileinsatz (42) versehbar oder absperrbar sind.
     
    10. Heizkörperanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in einem der Querkanäle (18) ein Einlegeteil (50) im Bereich eines Vorlaufeinganges (32) angeordnet ist, und dass durch das Einlegeteil (50) das Vorlaufwasser zu dem anderen Querkanal (16) leitbar ist.
     
    11. Heizkörperanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in einem der Querkanäle (16) ein Einlegeteil (60) im Bereich eines Verbindungsstückes (40) angeordnet ist und dass durch das Einlegeteil (60) ein Überströmen des Heizwassers aus dem Querkanal (16) in das Verbindungsstück (40) verhinderbar ist.
     


    Claims

    1. Radiator assembly comprising at least two plate-shaped radiators (12, 14), of which at least one radiator (12) is designed as heating water supply and another radiator (14) as heating water return, wherein the plate-shaped radiators (12, 14) each have an upper cross duct (16) and a lower cross duct (18) between which a plurality of vertical ducts (20) is provided that extend substantially in the vertical direction,
    characterized in that
    in order to render the flow constant vertical ducts (20) are designed having a definedly different flow resistance.
     
    2. Radiator assembly according to claim 1,
    characterized in that
    lateral vertical ducts (20) arranged at end portions (22) of the cross ducts (8, 18) have a higher flow resistance with respect to adjacent vertical ducts (20).
     
    3. Radiator assembly according to claim 1 or 2,
    characterized in that
    vertical ducts (20) arranged in a centre portion (24) have a higher flow resistance with respect to adjacent vertical ducts (20).
     
    4. Radiator assembly according to any one of claims 1 to 3,
    characterized in that
    the flowable cross-section of the respective vertical duct (20) and/or cross duct (16, 18) is reduced in order to reach a higher flow resistance.
     
    5. Radiator assembly according to claim 4,
    characterized in that
    in order to reduce the flowable cross-section in the vertical duct (20) and/or cross duct (16, 18) at least one inserting piece is arranged which preferably has the function of a supporting piece at the same time.
     
    6. Radiator assembly according to any one of claims 1 to 5,
    characterized in that
    impressions are applied to the walls of the plate-shaped radiators (12, 14) in order to reduce the flowable cross-section.
     
    7. Radiator assembly according to any one of claims 1 to 6,
    characterized in that
    a connection (30) for a supply inlet (32) and a return outlet (34) is provided in the area of the lower cross duct (18), in particular laterally and/or in the centre.
     
    8. Radiator assembly according to any one of claims 1 to 7,
    characterized in that
    a connecting piece (40) comprising a valve casing and a valve core (42) is provided between two upper cross ducts (16).
     
    9. Radiator assembly according to any one of claims 1 to 8,
    characterized in that
    at least two identically constructed connecting pieces (40) are provided which are arranged between two upper cross ducts (16) and/or lower cross ducts (18) and in that the connecting pieces (40) can be provided with or shut off by a valve core (42).
     
    10. Radiator assembly according to any one of claims 1 to 9,
    characterized in that
    an inserting piece (50) is provided in one of the cross ducts (18) in the area of the supply inlet (32) and in that the supply water can be directed to the other cross duct (16) by means of the inserting piece (50).
     
    11. Radiator assembly according to any one of claims 1 to 10,
    characterized in that
    an inserting piece (60) is provided in one of the cross ducts (16) in the area of a connecting piece (40) and in that an overflow of the heating water from the cross duct (16) into the connecting piece (40) can be prevented by means of the inserting piece (60).
     


    Revendications

    1. Système de radiateur avec au moins deux radiateurs (12, 14) en forme de plaques, dont au moins un radiateur (12) est conformé en arrivée d'eau chaude et un autre radiateur (14) est conformé en retour d'eau chaude, les radiateurs (12, 14) en forme de plaque (12, 14) présentant chacun un canal transversal supérieur (16) et un canal transversal inférieur (18) entre lesquels est prévue une pluralité de canaux verticaux (20) s'étendant pour l'essentiel verticalement,
       caractérisé en ce qu'afin d'uniformiser l'écoulement, des canaux verticaux (20) sont formés avec une résistance à l'écoulement différente de manière définie.
     
    2. Système de radiateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les canaux verticaux latéraux (20) qui sont placés dans les parties d'extrémité (22) des canaux transversaux (8, 18) présentent une résistance à l'écoulement supérieure à celle des canaux verticaux (20) voisins.
     
    3. Système de radiateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les canaux verticaux (20) qui sont placés dans une zone centrale (24) présentent une résistance à l'écoulement supérieure à celle des canaux verticaux (20) voisins.
     
    4. Système de radiateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, pour obtenir une plus grande résistance à l'écoulement, la section d'écoulement du canal vertical (20) et/ou du canal transversal (15, 16) correspondant est réduite.
     
    5. Système de radiateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que, pour réduire la section d'écoulement, au moins une pièce formant insert est placée dans le canal vertical (20) et/ou le canal transversal (16, 18), pièce qui présente de préférence simultanément la fonction d'une pièce de soutien.
     
    6. Système de radiateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, pour réduire la section d'écoulement, des empreintes sont ménagées dans les parois des radiateurs (12,14) en forme de plaque.
     
    7. Système de radiateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un branchement (30) pour une entrée d'arrivée (32) et une prise de sortie (34) est prévu au niveau du canal transversal inférieur (18), en particulier latéralement et/ou au centre.
     
    8. Système de radiateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un raccord (40) avec boîtier de vanne et insert de vanne (42) est placé entre deux canaux transversaux supérieurs (16).
     
    9. Système de radiateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins deux raccords (40) de même construction sont prévus, qui sont placés entre deux canaux transversaux supérieurs (16) et/ou inférieurs (18), et en ce que les raccords (40) peuvent être munis d'un élément enfichable (42) de vanne ou famés par lui.
     
    10. Système de radiateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une pièce formant insert (50) est placée dans l'un des canaux transversaux (18) au niveau d'une entrée d'arrivée (32), et en ce que l'eau d'arrivée peut être envoyée dans l'autre canal transversal (16) à travers la pièce formant insert (50).
     
    11. Système de radiateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'une pièce formant insert (60) est placée dans l'un des canaux transversaux (16) au niveau d'un raccord (40) et en ce qu'un débordement de l'eau chaude du canal transversal (16) vers le raccord (40) peut être évité par la pièce formant insert (60).
     




    Zeichnung