[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbringung von farbigen Zeichen auf einen
Datenträger vorzugsweise aus Kunststoff nach dem Oberbegriff des Anspruch 1 und Anspruch
2 sowie einen nach diesem Verfahren hergestellten Datenträger gemäß Anspruch 3.
[0002] Datenträger vorzugsweise aus Kunststoff sind in vielfältiger Ausgestaltung als Chipkarten
beispielsweise in Form von Kreditkarten, Zugangsberechtigungskarten, Bankkarten und
dergleichen bekannt und werden in den verschiedensten Dienstleistungsbereichen eingesetzt.
Für die verschiedenen Anwendungsfälle besitzen die Datenträger zumeist auf der Vorderseite
einen integrierten Schaltkreis, das sogenannte Chipmodul sowie zusätzlich oder alternativ
auf der Rückseite des Datenträgers einen Magnetstreifen. Chipmodul als auch Magnetstreifen
beinhalten Informationen elektronischer Art, die für die Anwendung des Datenträgers
in den verschiedenen Dienstleistungsbereichen notwendig sind. Die Informationen auf
diesen Bauteilen sind nur mit Hilfe von dafür speziell geeigneten Geräten lesbar.
Um eine Zuordnung von Datenträgern darüber hinaus auf visuelle Weise vornehmen zu
können, ist es wünschenswert und üblich, spezielle auf den Karteninhaber bezogene
Daten lesbar auf der Karte aufzubringen. Diese Daten in Form von Buchstaben, Zahlen,
Bildern und/oder Mustern müssen so ausgebildet sein, dass sie in größtmöglichem Maße
gegen Fälschung und Verfälschung geschützt sind. Andererseits sollte der Verfälschungsschutz
einfach und kostengünstig herstellbar sein, da es sich bei den Datenträgern um Massenartikel
handelt.
[0003] Verfahren zur Aufbringung derartiger Zeichen auf Datenträgern können nach folgenden
unterschiedlichen Arbeitsweisen vonstatten gehen. Die Aufbringung von schwarzen Zeichen
erfolgt gemäß dem Stand der Technik dadurch, dass mit Hilfe eines Lasersystems Buchstaben,
Zahlen oder Muster in die Oberfläche der entsprechenden Datenträger eingebrannt werden.
Der Farbumschlag geht hierbei mit der Karbonisierung einher. Farbige Markierungen
lassen sich auf diese Weise nicht herstellen. Für farbige Zeichen ist es vielmehr
notwendig, die Datenträger mit u. U. mehreren übereinander liegenden farbigen Schichten
auszustatten, die dann in einem zweiten Verfahrensschritt bei der Personalisierung
der Datenträger durch ein Lasersystem bis zu der Tiefe abgetragen werden, in der die
jeweilige gewünschte farbige Schicht innerhalb der Datenträger angeordnet ist.
[0004] Bekannt ist, dass bestimmte Pigmente unter dem Einfluß von Lichtstrahlung irreversibel
ihre Farbe verändern.
So sind aus der DE 695 04 238 T2 Pigmente bekannt, die durch die Bestrahlung mit Laser-Licht
ihre optischen Eigenschaften, insbesondere ihre Farbe verändern. Allerdings findet
sich in dieser Patentschrift kein Hinweis darauf, dass latente Pigmente verwendet
werden, die durch Bestrahlung mit Laser-Licht im IR-Bereich (infrarotem Bereich) und
/ oder sichtbaren Bereich von nahezu farblos oder schwach farbig in den Zustand farbig
wechseln. Auch ein Ausbleichen latenter Pigmente mit Licht im UV-Bereich (ultraviolettem
Bereich) ist in der DE 695 04 238 T2 nicht beschrieben.
[0005] In der EP 0 190 997 A2 wird eine Folie genannt, die unter Verwendung von 1,4-Diketo-3,6-di-parachlorphenyl-pyrrolo-[3,4-c]pyrrol-Pigmenten
hergestellt wurde. Bei der Bestrahlung dieser Folie mit einem Nd:YAG-Pulslaser entsteht
eine schwarze Beschriftung mit gutem Kontrast. Hierbei handelt es sich aber erstens
nicht um latente Pigmente, da die Folie von Anfang an eine rote Färbung aufweist,
und zweitens wird lediglich eine Schwärzung erreicht. Es handelt sich also um einen
Karbonisierungsprozeß.
[0006] In der DE 39 08 312 A1 werden Diketopyrrolopyrrole beschrieben, die beim Auskristallisieren
Lösungsmittel mit einschließen und dabei stark fluoreszierend werden. Bei höheren
Temperaturen wird das Lösungsmittel wieder abgegeben und dadurch die Fluoreszenz aufgehoben.
Mit diesen Diketopyrrolopyrrolen ist somit kein durch Lichtstrahlung hervorgerufener
Farbumschlag von farblos oder schwach farbig nach farbig möglich.
[0007] In der DE 39 01 988 A1 wird ein chemische Verbindung beschrieben, die aus organischen
Lösungsmitteln in einer orangefarbenen Modifikation kristallisiert und sich bei Erhitzung
in eine gelbe Modifikation umwandelt.
Da hier eine farbige Ausgangsmodifikation vorliegt, handelt es sich nicht um ein latentes
Pigment. Somit ist auch hier kein Farbumschlag von farblos oder schwach farbig nach
farbig möglich.
[0008] In der DE 39 17 294 A1 werden Zuschlagstoffe genannt, die bei im IR- und/oder UV-Spektralbereich
ein großes Absorptionsvermögen haben. Durch diese Zuschlagstoffe ist zwar eine Beschriftung
mittels IR- und/oder UV-Laser-Strahlung möglich, jedoch werden keine latenten Pigmente
verwendet, sondern nur darauf verwiesen, dass die Zuschlagstoffe mit Pigmenten und/oder
Farbstoffen beliebig einfärbbar sind.
[0009] In der JP-A-08 187 939 wird eine laminierte Magnetstreifenkarte und eine Methode
zu deren Herstellung beschrieben, die aus mehreren Schichten besteht. Ein Laserstrahl
im IR-Wellenlängenbereich wird durch die durchsichtige, für die Wellenlänge des Laserstrahls
durchlässige, Schutzschicht einer solchen Magnetstreifenkarte auf die infrarot absorbierende
Schicht einer solchen Magnetstreifenkarte weitergeleitet. In dieser infrarot absorbierenden
Schicht ist ein infrarot absorbierendes Mittel enthalten, das bei der Absorbtion von
infrarotem Laserlicht exotherm reagiert. In dieser infrarot absorbierenden Schicht
wird also Lichtenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Diese Wärmeenergie sorgt dafür,
dass in der, unter der infrarot absorbierenden Schicht angeordneten, wärmeempfindlichen
Farbschicht ein Farbstoff eine Farbe entwickelt. Danach wird die gesamte Oberfläche
der Magnetstreifenkarte mit UV- Licht bestrahlt. Hierbei geht die exotherme Reaktion
des infrarot absorbierenden Mittels verloren und es kann danach die wärmeempfindliche
Schicht nicht mehr bezüglich ihrer Farbe durch einen Laser im IR-Wellenlängenbereich
verändert werden.
[0010] EP-A-0 296 289 beschreibt ein Diazobildgebungsmaterial zur Erzeugung von Mehrfarbbilden
unter Verwendung einer Vielzahl von Infrarotstrahlen mit unterschiedlichen Wellenlängen.
Dieses photosensitive Material weist eine Vielzahl von Kapseln, die durch Wärme schmelzbar
sind und die Infrarot-Absorptionsmittel enthatten, auf. Nach Bilderzeugung wird das
Material bestrahlt mit UV-Licht um die Bilder zu fixieren.
[0011] Schließlich ist aus der EP 0 327 508 A2 ein organisches Material bekannt, das zum
einen einen ausbleichbaren Zusatzstoff, bestehend aus mindestens ein Azo - und/oder
Indanthronpigment und zum anderen eine nicht ausbleichende Verbindung bestehend aus
mindestens einem anorganischen und/oder organischen Pigment und/oder einem polymerlöslichen
Farbstoff enthält. Hierbei wird also kein latentes Pigment sondern eine Kombination
aus einem ausbleichbaren Stoff und einem nichtausbleichbaren Pigment verwendet. Um
einen Kontrast zwischen einem gebleichtem und ungebleichtem Bereich sicherzustellen,
ist es bei diesem Material notwendig, das nichtausbleichbare Pigment zu überdecken.
Somit ist der Anwender auf dunkle Farbtöne für die Überdeckung des nichtausbleichbaren
Pigmentes eingeschränkt.
[0012] Die genannten Verfahren sind im Hinblick auf die Fälschungssicherheit durch nachträgliche
Manipulation der Zeichen relativ unbefriedigend, da natürlich der autorisierten Personalisierung
der Karte durch beispielsweise eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben zu einem
beliebigen späteren Zeitpunkt mit Hilfe eines geeigneten Lasersystems eine unautorisierte
Veränderung dieser Daten folgen kann. Um die Fälschungssicherheit zu erhöhen, sind
zwar Möglichkeiten bekannt geworden, verschiedene Sicherungsmerkmale, wie z. B. mit
Infrarotlicht lesbare im Inneren der Datenträgerkarte eingebettete Codierungen, holographische
Speichermethoden und dergleichen auf der Karte anzubringen. Derartige Techniken haben
aber den großen Nachteil, dass sie zum einen ohne aufwendige Hilfsmittel nicht überprüfbar
sind und zum anderen natürlich trotzdem eine Manipulation der Zeichen zur Personalisierung
der Karten vorgenommen werden kann.
[0013] Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Aufbringung
von farbigen Zeichen auf Datenträgern vorzugsweise aus Kunststoff bereitzustellen,
das einfach und kostengünstig ist und darüber hinaus eine bislang nicht gekannte Fälschungssicherheit
gegen unbefugte Manipulation der auf einem Datenträger visuell lesbar vorhandenen
Informationen bietet.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren in eine Oberflächenschicht oder oberflächennahe Schicht des Datenträgers
eingebrachte latente Pigmente, bei denen durch energetische Anregung eine Änderung
des Absorptionsverhaltens der Pigmente erfolgt, an den für die Zeichen vorgesehenen
Steilen des Datenträgers durch Laserbestrahlung energetisch dergestalt angeregt werden,
dass bei den Pigmenten ein Farbumschlag stattfindet und dass nach dem Farbumschlag
der bestrahlten latenten Pigmente die nicht durch Laserbestrahlung angeregten Pigmente
durch eine Bestrahlung mit Lichtwellen im UV-Wellenlängenbereich energetisch dergestalt
angeregt werden, dass bei den so bestrahlten Pigmenten eine Farblosigkeit der Pigmente
herbeigeführt wird.
[0015] Darüberhinaus wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass in einem ersten Verfahrensschritt
in eine Oberflächenschicht oder oberflächennahen Schicht des Datenträgers eingebrachte
latente Pigmente, bei denen durch energetische Anregung eine Änderung des Absorptionsverhaltens
der Pigmente erfolgt, an den nicht für die Zeichendarstellung vorgesehenen Stellen
durch eine Bestrahlung mit Lichtwellen im UV-Wellenlängenbereich energetisch dergestalt
angeregt werden, dass bei den so bestrahlten Pigmenten eine Farblosigkeit der vorher
latenten Pigmente herbeigeführt wird und dass in einem zweiten Verfahrensschritt die
an den für die Zeichendarstellung vorgesehenen Stellen in der Oberflächenschicht angeordneten
latenten Pigmente durch Laserbestrahlung energetisch dergestalt angeregt werden, dass
bei den latenten Pigmenten ein Farbumschlag stattfindet.
[0016] Da die latenten Pigmente sich auf unterschiedliche Art und Weise kostengünstig in
einen Datenträger implementieren lassen, ergibt sich ein besonders kostengünstiges
Herstellungsverfahren für die farbige Beschriftung oder Markierung eines Datenträgers
wie beispielsweise einer Chipkarte, bei der der bislang übliche mehrschichtige, aufwendige
Aufbau mit unterschiedlichen Farbschichten entfallen kann. Bei den latenten Pigmenten
handelt es sich beispielsweise um Diketo-pyrrolo-pyrrole, die infolge einer thermischen
Anregung in Diketo-pyrrolo-pyrrol-Systemfarbstoffe repigmentieren. In unbestrahltem
Zustand sind derartige latente Pigmente zumeist farblos oder schwach farbig. Erst
durch die energetische Anregung werden die Pigmente aktiviert und es wird der gewünschte
Farbumschlag hin zu einem kräftigen, gut sichtbaren Farbton bewirkt. Diese energetische
Anregung lässt sich zur Aufbringung von Zahlen und Buchstaben am einfachsten mit Hilfe
eines Lasersystems durchführen. Ist ein Farbumschlag infolge der Laserlichtbestrahlung
erfolgt, so ist dieser Vorgang irreversibel, d. h. eine nachträgliche Veränderung
der Pigmente durch weitere Bestrahlung ist nicht mehr möglich. In Bezug auf die Fäfschungssicherheit
ist darüber hinaus zu beachten, dass die latenten Pigmente im Inneren der Datenträger
angeordnet sein können, sofern eine Bestrahlung durch darüber liegende transparente
Schutzschichten möglich ist. Somit lassen sich die durch Farbumschlag hergestellten
farbigen Markierungen auch nicht später durch mechanische oder chemische Bearbeitung
beseitigen, ohne die Datenträger im Ganzen unbrauchbar zu machen.
[0017] Um die Fälschungssicherheit der mit dem erfindungsgemäßen ersten Verfahrensschritt
hergestellten farbigen Zeichen auf einen Datenträger zu erhöhen, wird an die Laserbestrahlung
eines Datenträgers der zweite nachgeschalteten Verfahrensschritt angeschlossen.
[0018] Der beschriebene zweite Verfahrensschritt macht sich die Eigenschaft latenter Pigmente
zunutze, dass durch verschiedene energetische Anregung ein unterschiedlicher Farbumschlag
der latenten Pigmente herbeigeführt werden kann. Wird somit nach der Aufbringung der
farbigen Zeichen, Buchstaben oder sonstigen Mustern der Datenträger großflächig mit
UV-Licht bestrahlt, so wandeln sich die bislang noch nicht energetisch beeinflussten
latenten Pigmente in ihren farblosen Status um. Diese Umwandlung ist ebenso irreversibel
wie die weiter oben beschriebene Aufbringung von farbigen Zeichen mit Hilfe einer
Laserbestrahlung. Somit sind sämtliche für eine Beschriftungsmöglichkeit vorgesehenen
latenten Pigmente nach Durchführung des zweiten Verfahrensschrittes umgewandelt worden
und daher unveränderbar, so dass eine weitere mögliche Bestrahlung zur Aufbringung
weiterer Zeichen auf dem Datenträger mittels eines Lasersystems oder durch andere
energetische Anregung kein visuell sichtbares Ergebnis außer einer möglichen Zerstörung
des Datenträgers nach sich ziehen würde. Durch den zweiten Verfahrensschritt wird
die Fälschungssicherheit der auf den Datenträgern aufgebrachten farbigen Zeichen somit
in einem Maße erhöht, wie es bislang technisch nicht möglich war. Darüber hinaus sind
natürlich die bereits oben beschriebenen Vorteile einer leichten Einbettung der latenten
Pigmente in den Datenträgerkörper möglich.
[0019] Natürlich ist es auch denkbar, die beschriebenen Verfahrensschritte in umgekehrter
Reihenfolge durchzuführen. Dabei werden in einem ersten Verfahrensschritt die in eine
Oberflächenschicht der Datenträger eingebrachten latenten Pigmente an den nicht für
die Zeichendarstellung vorgesehenen Stellen durch eine Bestrahlung mit Lichtwellen
im UV-Wellenlängenbereich energetisch dergestalt angeregt, dass bei den so bestrahlten
Pigmenten eine Farblosigkeit dieser Pigmente herbeigeführt wird. Danach werden in
einem zweiten Verfahrensschritt die an den für die Zeichendarstellung vorgesehenen
Stellen in der Oberflächenschicht angeordneten latenten Pigmente durch entsprechende
Laserbestrahlung energetisch so angeregt, dass bei diesen Pigmenten ein Farbumschlag
in eine visuell deutlich sichtbare Farbe stattfindet.
[0020] Die Erfindung betrifft darüber hinaus einen nach dem oben geschilderten erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Datenträger mit einem Datenträgerkörper, bei dem zur Lösung
der Aufgabenstellung latente Pigmente in mindestens einer Teilschicht des Datenträgerkörpers
so angeordnet sind, dass eine Bestrahlung mittels eines Lasersystems und eine UV-
Bestrahlung eine energetische Anregung der latenten Pigmente bewirkt.
[0021] Die latenten Pigmente können hierbei entsprechend den Merkmalen der Unteransprüche
4 bis 8 auf unterschiedliche Art und Weise im oder auf dem Datenträgerkörper angeordnet
sein.
[0022] Entsprechend einer vorteilhaften Ausgestaltung ist es beispielsweise möglich, die
latenten Pigmente in einer auf der Datenträgeraußenfläche aufgebrachten Deckfolie
anzuordnen. Derartige Folien lassen sich auf einfache und kostengünstige Art und Weise
herstellen und ebenso kostengünstig mit dem Datenträgerkörper verbinden. Vorteilhaft
ist es darüber hinaus, wenn die mit den latenten Pigmenten versehenen Folien zusätzlich
mit einer diese abdeckenden Deckfolie auf dem Datenträger angebracht wird, so dass
die mit den latenten Pigmenten versehene Schicht einem direkten mechanischen Zugriff
entzogen ist.
[0023] Darüber hinaus ist es denkbar, die latenten Pigmente in ein Beschichtungssystem einzuarbeiten,
wobei das Beschichtungssystem beispielsweise einen Lackauftrag oder einen Haftvermittlerauftrag
während der Datenträgerproduktion vorsehen kann. Der Lack- oder Haftvermittlerauftrag
erfolgt hierbei in an sich üblicher Weise durch Sieb-, Offset-, Tampondruck oder entsprechenden
Walzenauftrag, wobei natürlich ein vollflächiger als auch ein teilflächiger Auftrag
des Lacks denkbar ist, so dass auch nur bestimmte Bereiche der Datenträgeroberfläche
für eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführte farbige Markierung vorgesehen
werden können.
[0024] Die latenten Pigmente können auch in einer Overlay-Schicht und/oder in einer durch
die Overlay-Schicht abgedeckten oberflächennahen Schicht angeordnet sein.
[0025] Eine alternative Art der Anbringung der latenten Pigmente in einen Datenträger sieht
vor, das Material der Datenträger vor dem formgebenden Vorgang für den Datenträgerkörper,
beispielsweise durch Spritzgießen, mit den latenten Pigmenten anzureichern. Dabei
kann der gesamte Kartenkörper mit den latenten Pigmenten angereichert sein oder es
können mit Hilfe der Mehrkomponenten-Spritzgußtechnik bestimmte Teile des Trägerkörpers
aus dem mit den latenten Pigmenten angereicherten Material hergestellt werden.
[0026] Alle oben geschilderten Möglichkeiten des Datenträgeraufbaus stellen eine einfache
und kostengünstige Möglichkeit dar, die latenten Pigmente, welche für die Aufbringung
farbiger Zeichen auf Datenträgern notwendig sind, in oder auf der Datenträger zu implementieren.
[0027] Unter Zeichen sind hierbei nicht nur Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen, Logos u.ä.
zu verstehen, sondern auch Muster, Bilder oder Fotografien.
[0028] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Datenträger anhand
von Schnittdarstellungen des Datenträgernkörpers näher erläutert.
[0029] Es zeigt:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch einen aus mehreren Schichten im Compound-Verfahren hergestellten
Datenträgernkörper und
- Figur 2
- einen Querschnitt durch einen im Spritzgussverfahren hergestellten Datenträgernkörper
und
- Figur 3
- ein schematisches Diagramm des Absorptionsverhaltens eines latenten Pigmentes in Abhängigkeit
der Wellenlänge des Lichtes, mit dem dieses bestrahlt wird.
- Figur 4
- eine Strukturformel für ein Beispiel eines latenten Pigments: N,N'-bis-iso-pentoxycarbonyl-1,4-diketo-3,6-di-(chlorophenyl)pyrrolo[3,4-c]pyrrol
- Figur 5
- eine Strukturformel für ein Beispiel eines Pigmentes: 1,4-diketo-3,6-di-(chlorophenyl)pyrrolo[3,4-c]pyrrol
[0030] Der in Figur 1 dargestellte Datenträgerkörper in Form einer Chipkarte besteht im
wesentlichen aus zwei Kernfolien 1 und 2, auf die an der Ober- und Unterseite des
Datenträgers transparente Deckfolien 3, 4, 5 und 6 aufgebracht sind. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel befindet sich zwischen den Deckfolien 5 und 6 eine Beschichtungsschicht
7, bestehend aus einem Klebstoff oder Lack, in die die latenten Pigmente implementiert
sind. Die Lack- oder Klebstoffschicht 7 befindet sich somit zum einen geschützt unter
der unmittelbaren Oberfläche des Datenträgers, kann jedoch durch Laserbestrahlung
durch die transparente Deckfolie 6 mit Energie beaufschlagt werden, so dass eine energetische
Anregung der latenten Pigmente möglich ist, die einen Farbumschlag der Pigmente an
den bestrahlten Stellen bewirkt.
[0031] Alternativ zur Laserstrahlquelle kann eine andere energiereiche stark gebündelte
Lichtquelle genutzt werden, die Licht im sichtbaren oder IR-Bereich emittiert. Dabei
ist es gegebenenfalls notwendig, optische Filter einzusetzen, die störende Wellenlängen
eliminieren.
[0032] Als Lichtquellen für die UV-Strahlung können Lampen oder UV-Laser eingesetzt werden.
Gegebenenfalls werden störende Wellenlängen dieser Lichtquellen mit optischen Filtern
herausgefiltert.
[0033] An der gegenüberliegenden Oberflächenseite des Datenträgers ist zum einen analog
dem oben geschilderten Aufbau zwischen den Deckfolien 3 und 4 eine Beschichtungsschicht
8 angeordnet, darüber hinaus befindet sich zwischen der innen liegenden Deckfolie
4 und der Kernfolie 1 eine weitere Beschichtungsschicht 9, so dass bei diesem Aufbau
in die Beschichtungsschichten 8 und 9 unterschiedliche latente Pigmente implementiert
werden können, um auf diese Weise verschiedenfarbige Zeichen herstellen zu können.
[0034] Alternativ können die latenten Pigmente auch in mindestens einer Deckfolie 3, 4,
5, 6 enthalten sein.
[0035] Natürlich ist es ebenfalls denkbar, in das Material der Kernfolien 1, 2 oder der
Deckfolien 3, 4, 5, 6 latente Pigmente einzubringen, und diese dann zu einem Datenträgerkörper
zu verpressen. Wenn die latenten Pigmente in der Kernfolien 1, 2 lokalisiert sind,
ist es auch möglich, auf Deckfolien teilweise oder gänzlich zu verzichten.
[0036] Bei dem in Figur 2 dargestellten Datenträgerkörper handelt es sich um eine in Spritzgusstechnik
hergestellte Variante einer Chipkarte. Der Chipkartenkörper besteht im wesentlichen
aus einer Kernschicht 11 mit darüber zu beiden Flachseiten des Trägerkörpers angeordneten
Folienschichten. Der Datenträgerkörper dieser Ausgestaltungsvariante ist im sogenannten
2K-Spritzgussverfahren hergestellt und besitzt eine mit latenten Pigmenten angereicherte
zweite Kernschicht 12. Über diesen beiden Kernschichten 11 und 12 sind weitere Deckfolien
13, 14 und 15 angebracht, wobei zur Herstellung der farbigen Zeichen die Deckschichten
14 und 15 transparent ausgeführt sein müssen, sofern die Kernschicht 12 mit den latenten
Pigmenten angereichert ist.
[0037] Aus der Figur 2 ist darüber hinaus eine Möglichkeit ersichtlich, den Datenträgerkörper
mit Labeln oder Prägefolien 16, 17 zu versehen. Diese Prägefolien 16, 17 werden in
einem vorgeschalteten Herstellprozess mit latenten Pigmenten versehen und danach auf
oder in dem Datenträger angeordnet.
[0038] Natürlich ist es auch bei einem im Spritzgussverfahren hergestellten Datenträgerkörper
der Figur 2 denkbar, diesen mit durch latente Pigmente angereicherten Lack - oder
Klebstoffschichten zu versehen, um auf diese Weise die latenten Pigmente in den Datenträger
einzubringen, mit deren Hilfe eine farbige Beschriftung von diesen ermöglicht wird.
[0039] In Figur 3 ist verdeutlicht, welche Veränderung des Absorptionsverhaltens bei einem
latenten Pigment durch Bestrahlung mit Licht unterschiedlicher Wellenlänge (in diesen
Fall einerseits Licht mit Laserwellenlänge ΔE
1 und andererseits Licht im UV-Wellenlängenbereich ΔE
2) herbeigeführt wird.
[0040] Betrachtet man die punktiert dargestellte Linie des "Aktiven Pigmentes", so ist dessen
Absorptionsverhalten im sichtbaren Spektralbereich hoch, d. h. die Farbgebung des
Pigmentes ist visuell deutlich wahrnehmbar.
[0041] Demgegenüber wiest die gestrichelt dargestellte Absorptionskurve des "Inaktiven Pigmentes"
im sichtbaren Spektralbereich kein Absorptionsvermögen auf, was bedeutet, dass dieses
Pigment als farblos wahrgenommen wird.
[0042] Das als dritte durchgezogene Kurve dargestellte Absorptionsverhalten des "Latenten
Pigmentes" wird durch die verschiedenen Wellenlängen ΔE
1 und ΔE
2 dahingehend beeinflußt, dass das Absorptionsverhalten im sichtbaren Spektrum vorhanden
ist oder nicht und dass eine nachträgliche Änderung des Absorptionsvermögens durch
neuerliche Bestrahlung mit Licht beliebiger Wellenlänge nicht möglich ist.
[0043] Im Folgenden wird ein Beispiel für eine mögliche Ausführung der Erfindung aufgezeigt.
Als ein mögliches latentes Pigment eignet sich die chemische Verbindung gemäß Figur
4. Aus dieser Verbindung entsteht durch Laserbestrahlung die in Figur 5 dargestellte
farbige chemische Verbindung. Das latente Pigment gemäß Figur 4 zeichnet sich durch
eine schwach gelbe Färbung aus. Bei einer Temperatur von ca. 260 °C wird dieses latente
Pigment zurückgespaltet, und es entsteht das Pigment gemäß Figur 5, welches sich durch
eine brillante rote Färbung, Color Index: P.R.254, auszeichnet. Als Datenträgerkörper
wird in diesem Beispiel eine Plastikkarte mit Kernfolien 1, 2 aus Polycarbonat verwendet,
die in einer Beschichtungsschicht 7 einen Siebdrucklack auf Polyurethanbasis mit einer
Beimischung von 5% Latentpigmentanteil enthält. Die Beschichtungsschicht 7 des mit
latenten Pigmenten vermischten Siebdrucklackes ist 10 µm dick. Diese Schicht ist mit
einer transparenten Deckfolie 6 überdeckt. Die Laserstrahlquelle, die die Umwandlung
des latenten Pigmentes in das rote Pigment auslöst, ist ein durchstimmbarer gepulster
OPO-Laser, der in diesem Beispiel Strahlung mit einer Wellenlänge von 430 nm emittiert.
Die Pulsenergie der Laserstrahlung beträgt 60 mJ und die Pulsfrequenz 1 kHz. Der Laserstrahl
durchläuft ein Linsensystem, das den Strahl fokussiert. Der Durchmesser des Laserstrahls
im Fokus beträgt 100 µm. Das Lasersystem wird so angeordnet, dass der Laserstrahl
annähernd im Fokus-Bereich im rechten Winkel die Deckfolie 6 durchdringt und danach
auf die mit latenten Pigmenten vermischte Lackschicht trifft. Der Laserstrahl wird
mit einer Geschwindigkeit von 10 cm/s im rechten Winkel zur Beschichtungsschicht 7
des Datenträgerkörpers bewegt. Der Bereich der Lackschicht 7, der hierbei der Laserstrahlung
ausgesetzt war, hat eine deutlich sichtbare rote Farbe angenommen. Der unbestrahlte
Bereich hat zu diesem Zeitpunkt immer noch die schwach gelbe Färbung des latenten
Pigmentes. Es wird nun die in Figur 1 unten angeordnete Oberflächenschicht 6 des Datenträgerkörpers
mit dem Licht einer Xenon-Bogenlampe mit mindestens 0,35 W/m
2 bestrahlt. Die Xenon-Bogenlampe emittiert Licht mit einer Wellenlänge von 340 nm.
Diese UV-Strahlung durchdringt die transparente Deckfolie 6 und bewirkt ein deutliches
Bleichen der latenten Pigmente in der Beschichtungsschicht 7, was sich durch den Verlust
der schwach gelben Hintergrundfärbung des Datenträgerkörpers äußert.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Kernfolie
- 2
- Kernfolie
- 3
- Deckfolie
- 4
- Deckfolie
- 5
- Deckfolie
- 6
- Deckfolie
- 7
- Beschichtungsschicht
- 8
- Beschichtungsschicht
- 9
- Beschichtungsschicht
- 11
- Kernschicht
- 12
- Kernschicht
- 13
- Deckschicht
- 14
- Deckschicht
- 15
- Deckschicht
- 16
- Label
- 17
- Prägefolie
1. Verfahren zur Aufbringung von farbigen Zeichen auf einen Datenträger, vorzugsweise
aus Kunststoff, mittels eines Lasersystems, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Oberflächenschicht und/oder oberflächennahen Schicht des Datenträgers
eingebrachte latente Pigmente, bei denen durch energetische Anregung eine Änderung
des Absorptionsverhaltens erfolgt, an den für die Zeichen vorgesehenen Stellen der
Datenträgeroberfläche durch Laserbestrahlung, die im IR- und/oder sichtbaren Bereich
liegt, energetisch dergestalt angeregt werden, dass bei denselben Pigmenten ein Farbumschlag
stattfindet, und dass nach dem Farbumschlag der laserbestrahlten latenten Pigmente
die nicht durch Laserbestrahlung angeregten latenten Pigmente durch eine Bestrahlung
mit Lichtwellen im UV-Wellenlängenbereich energetisch dergestalt angeregt werden,
dass bei den so bestrahlten Pigmenten ihre Farblosigkeit herbeigeführt wird.
2. Verfahren zur Aufbringung von farbigen Zeichen auf einen Datenträger vorzugsweise
aus Kunststoff mittels eines Lasersystems, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt in eine Oberflächenschicht des Datenträgers eingebrachte
latente Pigmente, bei denen durch energetische Anregung eine Änderung des Absorptionsverhaltens
der Pigmente erfolgt, an den nicht für die Zeichendarstellung vorgesehenen Stellen
durch eine Bestrahlung mit Lichtwellen im UV-Wellenlängenbereich energetisch dergestalt
angeregt werden, dass bei den so bestrahlten Pigmenten eine Farblosigkeit der Pigmente
herbeigeführt wird, und dass in einem zweiten Verfahrensschritt die an den für die
Zeichendarstellung vorgesehenen Stellen in der Oberflächenschicht angeordneten latenten
Pigmente durch Laserbestrahlung, die im IR- und/oder sichtbaren Bereich liegt, energetisch
dergestalt angeregt werden, dass bei denselben Pigmenten ein Farbumschlag stattfindet.
3. Datenträger bestehend aus einem Kunststoffmaterial mit Pigmenten mindestens einer
farbigen Markierung in Form von Zeichen und/oder Bildern, dadurch gekennzeichnet, dass latente Pigmente vorgesehen sind, bei denen durch energetische Anregung eine Änderung
des Absorptionsverhaltens der Pigmente erfolgt, so dass in mindestens einer Teilschicht
des Datenträgerkörpers zum einen bei Laserbestrahlung im sichtbaren und/oder IR-Bereich
ein Farbumschlag der vom Laserlicht bestrahlten latenten Pigmente und zum anderen
bei Bestrahlung mit UV-Licht eine Farblosigkeit der von UV-Licht bestrahlten latenten
Pigmente erfolgt.
4. Datenträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die latenten Pigmente in einer auf der Datenträgeraußenfläche aufgebrachten Deckfolie
angeordnet sind.
5. Datenträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die latenten Pigmente in einer innerhalb des Datenträgers angeordneten und mit einer
transparenten Deckschicht zur Außenseite überdeckten Kernschicht angeordnet sind.
6. Datenträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Datenträgers vor dem formgebenden Vorgang für den Datenträgerkörper
mit den latenten Pigmenten angereichert ist.
7. Datenträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilschicht des Datenträgerkörpers ein auf diesen mittels Drucktechnik aufgetragener
Lack ist.
8. Datenträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilschicht des Datenträgerkörpers ein auf diesen mittels Drucktechnik aufgetragener
Haftvermittler ist.
9. Datenträger nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die latenten Pigmente zur Stoffgruppe der Diketo-pyrrolo-pyrrole gehören.
10. Datenträger nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die UV-Lichtquelle als eine UV-Lampe oder als ein UV-Lasersystem ausgebildet ist.
1. Method for applying coloured marks to a data carrier, preferably made of plastic,
by means of a laser system, characterized in that latent pigments which are introduced into at least one surface layer and/or surface-adjacent
layer of the data carrier, the absorption characteristics of which pigments are caused
to change by energetic excitation, are energetically excited at the areas intended
for the marks on the surface of the data carrier by means of laser radiation in the
IR and/or visible region in such a way that a colour change occurs in said pigments,
and in that, following the colour change of the laser-irradiated latent pigments, the latent
pigments not excited by laser radiation are energetically excited by light waves in
the UV wavelength region in such a way that the pigments thus irradiated are rendered
colourless.
2. Method for applying coloured marks to a data carrier, preferably made of plastic,
by means of a laser system, characterized in that in a first method step latent pigments which are introduced into a surface layer
of the data carrier, the absorption characteristics of which pigments are caused to
change by energetic excitation, are energetically excited at the areas not intended
for representing the marks by irradiation with light waves in the UV wavelength region
in such a way that the pigments thus irradiated are rendered colourless, and in that in a second method step the latent pigments disposed at the areas intended for representing
the marks on the surface layer are energetically excited by means of laser radiation
in the IR and/or visible region in such a way that a colour change occurs in said
pigments.
3. Data carrier composed of a plastic material with pigments of at least one coloured
marking in the form of marks and/or images, characterized in that latent pigments are provided, wherein a change in the absorption characteristics
of the pigments is caused by energetic excitation so that in at least one sublayer
of the body of the data carrier on the one hand in the case of laser irradiation in
the visible and/or IR region a change in colour of the latent pigments irradiated
by the laser light occurs, and on the other hand in the case of irradiation with UV
light the latent pigments irradiated with UV light are rendered colourless.
4. Data carrier according to claim 3, characterized in that the latent pigments are disposed on a covering film applied to the outer surface
of the data carrier.
5. Data carrier according to claim 3, characterized in that the latent pigments are disposed in a core layer which is arranged within the data
carrier and is covered by a transparent covering layer to the outside.
6. Data carrier according to claim 3, characterized in that the material of the data carrier is enriched with the latent pigments prior to the
forming process for the data carrier:
7. Data carrier according to claim 3, characterized in that the sublayer of the data carrier is a coating applied thereto by means of a pressure
technique.
8. Data carrier according to claim 3, characterized in that the sublayer of the data carrier is an adhesion promoter applied thereto by means
of a pressure technique.
9. Data carrier according to one of claims 3 to 8, characterized in that the latent pigments belong to the substance group of diketopyrrolopyrroles.
10. Data carrier according to one of claims 3 to 9, characterized in that the UV light source is a UV lamp or a UV laser system.
1. Procédé pour former des signes de couleurs sur un support de données, de préférence
en matière plastique, à l'aide d'un système laser,
caractérisé en ce que,
dans au moins une couche superficielle et / ou une couche proche de la surface du
support de données, des pigments latents, dans lesquels une modification des propriétés
d'absorption est produite par excitation énergétique, sont excités énergétiquement
par un faisceau laser dans le domaine IR et / ou le domaine visible, aux endroits
de la surface du support de données prévus pour lesdits signes, de sorte que lesdits
pigments subissent un changement de couleur et que, après ledit changement de couleur
des pigments latents soumis au faisceau laser, les pigments latents, non excités par
le faisceau laser, sont excités par irradiation avec des ondes lumineuses situées
dans la gamme de longueurs d'ondes des rayons UV, de sorte à provoquer la décoloration
desdits pigments ainsi irradiés.
2. Procédé pour l'apport de caractères de couleurs sur un support de données, préférentiellement
en matière plastique, à l'aide d'un système laser,
caractérisé en ce que,
dans le cadre d'une première phase dudit procédé, des pigments latents, appliqués
dans une couche superficielle du support de données et dans lesquels une modification
des propriétés d'absorption s'effectue par excitation énergétique, aux endroits non
prévus pour la représentation de signes, par irradiation avec des ondes lumineuses,
situées dans le domaine spectral des rayons UV, sont soumis à une excitation énergétique
de sorte que les pigments ainsi irradiés subissent une décoloration et que, dans le
cadre d'une seconde phase dudit procédé, les pigments latents, disposés dans la couche
superficielle, aux endroits prévus pour la représentation de signes, sont soumis à
une excitation énergétique par irradiation par faisceau laser situé dans le domaine
spectral des rayons IR et / dans le domaine visible, de sorte qu'un changement de
couleur a lieu dans lesdits pigments.
3. Support de données consistant en matière plastique avec pigments d'au moins une marque
de couleur en forme de signes et / ou d'images,
caractérisé en ce que
des pigments latents sont prévus, dans lesquels s'effectue, par excitation énergétique,
une modification des propriétés d'absorption de sorte que, dans au moins une ccuche
partielle du corps dudit support de données, on obtient, d'une part, par irradiation
par faisceau laser, situé dans le domaine visible et / ou dans le domaine spectral
des rayons IR, un changement de couleur des pigments latents soumis audit rayon laser
et, d'autre part, une décoloration des pigments latents, soumis aux rayons UV.
4. Support de données selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
les pigments latents sont disposés dans une feuille de recouvrement qui est appliquée
sur la face extérieure du support de données.
5. Support de données selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
les pigments latents sont disposés dans une couche interne, située au coeur du support
de données et recouverte d'une couche de recouvrement transparente.
6. Support de données selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la matière constituant le support de données est enrichie de pigments latents avant
l'opération de façonnage du corps du support de données.
7. Support de données selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la couche partielle du corps du support de données est une laque appliquée sur celui-ci
selon une technique de pression.
8. Support de données selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la couche partielle du corps du support de données est un agent adhésif qui est appliqué
sur celui-ci selon une technique de pression.
9. Support de données selon l'une des revendications 3 à 8,
caractérisé en ce que
les pigments latents appartiennent au groupe de matières des dicéto-pyrrolo-pyrroles.
10. Support de données selon l'une des revendications 3 à 9,
caractérisé en ce que
la source lumineuse UV est conçue en tant que lampe à rayons UV ou en tant que système
laser UV.