[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen von Manganphosphatschichten auf
Eisen- oder Stahloberflächen mit Mangan-, Phosphat-, Eisen (II) - Ionen, sowie Nitroguanidin
enthaltenden Phosphatierungslösungen sowie dessen Anwendung auf Werkstücke, die einer
gleitenden Reibung ausgesetzt sind.
[0002] Für verschiedene Anwendungszwecke, z.B. die Verminderung der Reibung aufeinander
gleitender Metallflächen oder die Erleichterung der Kaltumformung von Metallen, haben
sich Manganphosphatschichten wegen ihrer hohen mechanischen Beständigkeit gut bewährt.
Mit den anfänglich gebräuchlichen Manganphosphatlösungen erhielt man jedoch verhältnismäßig
dicke, grobkristalline Schichten, die insbesondere dann nachteilig sind, wenn feinmechanische
Teile behandelt werden sollen. Mit dem Ziel, dünne feinkristalline Manganphosphatschichten
zu erzeugen, sind daher zahlreiche Vorschläge unterbreitet worden. So ist es beispielsweise
bekannt, durch Zusatz von kondensierten Phosphaten eine Verfeinerung der Phosphatschicht
zu erhalten. Phosphatierungslösungen auf Basis Manganphosphat werden jedoch im allgemeinen
bei hohen Temperaturen eingesetzt, so daß infolge der bei hohen Temperaturen beträchtlichen
Hydrolyse die Wirksamkeit der kondensierten Phosphate schnell nachläßt bzw. ständig
kondensiertes Phosphat nachdosiert werden muß.
[0003] Einen anderen Weg beschreibt die deutsche Auslegeschrift 1109 484, um zu feinkörnigen
Phosphatschichten zu gelangen. Danach werden nitrathaltige Phosphatlösungen eingesetzt,
bei denen die Nitratmenge die Phosphatmenge übersteigt. Die Lösungen sollen ein Verhältnis
von Nitrat zu Phosphat von etwa (1,5 bis 4,5): 1 aufweisen. Es zeigte sich jedoch,
daß in vielen Fällen die beabsichtigte Wirkung nicht erzielt wird.
[0004] Weiterhin ist ein Verfahren bekannt, bei dem gezielt mit einem überhöhten Anteil
an Freier Säure der Phosphatierungslösung gearbeitet wird, um besonders dünne Schichten
zu erzeugen (DE-C-1246356). Diese Schichten sind jedoch wegen ihres niedrigen Flächengewichts
nur für Spezialfälle praktisch anwendbar.
[0005] Schließlich ist es bekannt, einer Phosphatierungslösung auf Basis Manganphosphat
bzw. Mangan-Eisenphosphat, bei der die Konzentrationen hinsichtlich Mangan-, Eisen
(II) -, Phosphat- und Nitrat-Ionen innerhalb bestimmter Grenzen liegen, mehr Freies
P
2O
5 im Verhältnis zum Gesamt P
2O
5 zuzuführen als dem Phosphatierungsgleichgewicht in der arbeitenden Phosphatierungslösung
entspricht. Durch die vorgenannte Maßnahme soll als Vorteil erzielt werden, daß eine
deutliche Verminderung des bei der Phosphatierung gebildeten Schlammes und eine Herabsetzung
der zur Erzeugung einer bestimmten Überzugsmenge erforderlichen Chemikalien erzielt
wird (DE-B-22 13781).
[0006] Den bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß Manganphosphatschichten mit beträchtlichen
Rauhtiefen entstehen. Der Grund ist darin zu sehen, daß der Beizangriff bei Manganphosphat-Systemen
bereits von Beginn an stark ist und nach äußerst kurzer Einwirkungszeit zu einem punktförmigen
Metallabtrag führt. Demgegenüber setzt die Schichtausbildung - verglichen mit Zinkphosphat-Systemen
- vergleichsweise verzögert ein. Starker Beizangriff und verzögerte Schichtausbildung
sind optisch durch eine starke Gasentwicklung von längerer Dauer, der sogenannten
Gaszeit, erkennbar.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen, daß zu Manganphosphatschichten
mit möglichst geringer Rauhtiefe führt, deren Schichtdicke dennoch im mittleren bis
hohen Bereich liegt.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst, indem das Verfahren der eingangs genannten Art entsprechend
der Erfindung derart ausgestaltet wird, daß man die Werkstücke zwecks Ausbildung einer
Manganphosphatschicht mit einer Mindestdicke von 2,5 µm und einer gemittelten maximalen
Rauhtiefe (R
z) von 2,5 µm - gemessen nach dem Trocknen - mit einer Phosphatierungslösung bei einer
Temperatur von mindestens 75 °C in Kontakt bringt, die
| 0,2 bis 4 |
g/l Eisen (II)-Ionen |
| 10 bis 25 |
g/l Manganionen |
| 25 bis 50 |
g/l Phosphationen (ber. als P2O5) |
| 3 bis 35 |
g/l Nitrationen |
| 0,5 bis 5 |
g/l Nitroguanidin |
enthält, 7 bis 24 Punkte Freie Säure, 50 bis 140 Punkte Gesamtsäure sowie einen S-Wert
von 0,2 bis 1 aufweist.
[0009] Die gemittelte Rauhtiefe ist gemäß DIN 4768, Blatt 1 definiert und stellt das arithmetische
Mittel aus den Einzelrauhtiefen fünf aneinander grenzender, gleichlanger Einzelmeßstrecken
entsprechend

dar.
[0010] Der beanspruchte Maximalwert von 2,5 µm bezieht sich allein auf die Rauhtiefe der
Manganphosphatschicht und läßt die Tiefe der unbehandelten Metalloberfläche unberücksichtigt.
[0011] Die vorstehend genannte Gesamtpunktezahl wird in an sich bekannter Weise ermittelt,
indem 10 ml der Phosphatierungslösung nach Verdünnung mit Wasser auf etwa 50 ml unter
Verwendung von Phenolphthalein als Indikator bis zum Farbumschlag von farblos nach
rot filtriert werden. Die Anzahl der hierfür verbrauchten ml 0,1 n Natronlauge ergeben
die Gesamtpunktezahl. Andere für die Titration geeignete Indikatoren sind Thymolphthalein
und ortho-Kresolphthalein.
[0012] In ähnlicher Weise werden die Freien Säuren-Punkte bestimmt, wobei als Indikator
Dimethylgelb verwendet wird und bis zum Umschlag von rosa nach gelb titriert wird.
Zuvor werden störende Metallionen durch Zugabe von Hexacyanoferrat (II) - oder Hexacyanocobaltat
(III) - Ionen beseitigt. Der S-Wert ist als Verhältnis von Freiem P
2O
5 zu Gesamt P
2O
5 definiert. (Näheres ist bei W. Rausch, "Die Phosphatierung von Metallen", Eugen G.
Leuze Verlag, Stuttgart 1974, Seiten 273 ff, ausgeführt)
[0013] Zwar ist es aus der GB-A-510684 bekannt, Manganphosphatschichten mit Hilfe von Phosphatierungslösungen
zu erzeugen, die neben zahlreichen anderen Oxidationsmitteln auch Nitroguanidin enthalten
können. Jedoch ist aus den Angaben zur Punktezahl an Freier Säure und Gesamtsäure
errechenbar, daß die Phosphatierungslösungen erheblich geringere Konzentrationen an
phosphatierungswirksamen Komponenten enthalten und - entsprechend dem mit dem bekannten
Verfahren verfolgten Ziel, die Korrosionsbeständigkeit von Metallen zu verbessern
- Schichten mit sehr geringem Schichtgewicht entstehen lassen. Einen irgendwie gearteten
Hinweis auf die Rauhtiefe der Phosphatschicht enthält die Patentschrift nicht.
[0014] Die zur Konzeption der vorliegenden Erfindung durchgeführten Untersuchungen haben
gezeigt, daß bei Einsatz von Nitrat als Beschleuniger, das infolge der gebräuchlichen
hohen Phosphatiertemperaturen autokatalytisch Nitrit bildet, oder bei Einsatz von
Nitrit oder Chlorat wegen des fehlenden Eisen (II) - Gehaltes die Schichtausbildung
gestört ist bzw. Schichten mit nur sehr geringem Schichtgewicht bzw. sehr geringer
Schichtdicke gebildet werden. Demgegenüber ermöglicht der Einsatz von Nitroguanidin
die Eisen (II) - Konzentration unterhalb bestimmter Grenzen zu halten, ohne daß eine
unerwünschte starke Absenkung des für die Ausbildung einer qualitativ hochwertigen
Schicht erforderlichen Eisen (II) - Gehaltes erfolgt.
[0015] Zur Unterstützung der Oxidation von Eisen (II) kann in die Phosphatierungslösung
sauerstoffhaltiges Gas, zum Beispiel Druckluft, eingeblasen werden. Auch können Eisen
(II) oxidierende Substanzen, vorzugsweise Kaliumpermanganat, zugegeben werden. Es
ist jedoch darauf zu achten, daß eine Eisen (II) - Konzentration von 0,2 g/l keinesfalls
unterschritten wird. Anderenfalls wird das gewünschte Schichtgewicht nicht erzielt.
[0016] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, die Werkstücke mit einer
Phosphatierungslösung in Kontakt zu bringen die 0,5 bis 2 g/l Nitroguanidin enthält.
Hierfür sind insbesondere Kostengründe maßgebend.
[0017] Weiterhin ist es von Vorteil, die Konzentration an Eisen (II) - Ionen in der Phosphatierungslösung
auf maximal 2,5 g/l einzustellen. Hierdurch wird erreicht, daß auch bei schwierig
zu phosphatierenden Werkstücken mit Sicherheit feinkristalline Schichten mit geringer
Rauhtiefe entstehen.
[0018] Sofern Werkstücke mit Stahloberflächen phosphatiert werden sollen, sieht eine weitere
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, der Phosphatierungslösung Komplexbildner
zur Komplexierung der Legierungsbestandteile des Stahles zuzusetzen. Ein derartiger
Legierungsbestandteil ist insbesondere Chrom. Als Komplexbildner sind zum Beispiel
Weinsäure, insbesondere aber Zitronensäure geeignet. Durch den Zusatz von Komplexbildnern
werden die Bestandteile des Stahles, die eine Beeinträchtigung der Schichtqualität
zur Folge haben können, abgefangen.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, die Werkstücke
mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt zu bringen, die zusätzlich
0,2 bis 4 g/l Nickelionen
oder
0,2 bis 4 g/l Magnesiumionen enthalten.
[0020] Durch diese Zusätze wird eine Vergleichmäßigung des Beizangriffes auf die zu behandelnde
Metalloberfläche und dadurch bedingt eine stärkere Haftung der Phosphatschicht erzielt.
Außerdem wird das Aussehen der Phosphatschicht infolge der im allgemeinen erwünschten
Dunkelfärbung verbessert. Der Gehalt an Magnesiumionen wirkt sich zudem verbrauchsmindernd
hinsichtlich des gesamten Chemikalienverbrauchs aus.
[0021] Schließlich ist es zweckmäßig die Werkstücke mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt
zu bringen, in die zwecks Abstumpfung der Freien Säure mindestens ein Teil der Manganionen
durch Mangankarbonat ergänzt wird.
[0022] Der Kontakt der Werkstücke mit der Phosphatierungslösung erfolgt vorzugsweise bei
einer Temperatur im Bereich von 75 bis 95° C.
[0023] Die Werkstücke können mit der Phosphatierungslösung in beliebiger Weise in Kontakt
gebracht werden, bevorzugt ist die Tauchbehandlung. Als Behandlungsdauer sind im allgemeinen
1 bis 15 min angemessen.
[0024] In der Regel ist es erforderlich, die Werkstücke vor der Phosphatierung zu reinigen.
Hierzu dienen saure, neutrale oder alkalische Reiniger. Im allgemeinen wird zwischen
der Reinigung der Werkstücke und der Phosphatierung gründlich mit Wasser gespült.
Insbesondere nach einer Behandlung mit Alkalien und Säuren sollten die Werkstücke
in einer wäßrigen Aufschlämmung von feinverteiltem Manganphosphat vorgespült werden,
um bei der anschließenden Phosphatierung die Ausbildung besonders gleichmäßiger feinkristalliner
Schichten zu fördern.
[0025] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Phosphatschichten mit einem Schichtgewicht
von im allgemeinen 5 bis 30 g/m
2 erzielt.
[0026] Die mit der Erfindung erzeugten Phosphatschichten können in an sich bekannter Weise
lackiert oder mit Kunststoffüberzügen versehen werden. In Verbindung mit Korrosionsschutzölen
dienen sie zur Erhöhung der Rostbeständigkeit. Der Hauptanwendungsfall des erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt jedoch in der Behandlung von Werkstücken, die einer gleitenden Reibung
ausgesetzt werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Achsen, Getriebeteile
und Kolben von Verbrennungsmotoren und Kompressoren.
[0027] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens gelingt es, Manganphosphatschichten mit
mittleren bis hohen Schichtdicken zu erzeugen, die dennoch eine nur sehr geringe gemittelte
Rauhtiefe aufweisen. Sie liegt um ca. 30 bis 50% unter den bisher üblicherweise erhaltenen
Werten. Infolge der geringen Rauhtiefe ist bei Werkstücken, die einer gleitenden Reibung
ausgesetzt sind, der Reibungswiderstand erheblich reduziert. Die Verkürzung der sogenannten
Gaszeit auf etwa die Hälfte des bisher Üblichen zeigt, daß die Dauer des Beizangriffes
der Phosphatierungslösung und damit der Metallabtrag vom Werkstück erheblich herabgesetzt
wird. Es wird angenommen, daß der Gehalt der Phosphatierungslösung an Nitroguanidin
zu einer gewissen Passivierung der Metalloberfläche führt, die jedoch einen reduzierten
Beizangriff zuläßt bzw. eine früher einsetzende Schichtausbildung bewirkt.
[0028] Die Erfindung wird anhand des nachfolgenden Beispiels näher erläutert.
Beispiel:
[0029] Tassenstößel aus Stahl wurden zunächst mit einem stark alkalischen, wässerigen Reiniger
im Tauchen entfettet, anschließend mit Wasser gespült, danach in einer Aufschlämmung
von feinverteiltem Manganphosphat vorgespült und schließlich in einer Phosphatierungslösung
von 80 °C für die Dauer von zehn Minuten im Tauchen phosphatiert.
[0030] Die Phosphatierungslösung enthielt
| 11,8 |
g/l Mangan, |
| 0,5 |
g/l Nickel, |
| 1 |
g/l Eisen (II), |
| 36 |
g/l Phosphat (berechnet als P2O5), |
| 4,6 |
g/l Nitrat und |
| 0,36 |
g/l Citrat (berechnet als Citronensäure). |
[0031] Die Gesamtpunktezahl der Phosphatierungslösung betrug 80, die Punktezahl der Freien
Säure 11 (gemessen mit 60 g Konzentrat pro 1 l Wasser). Zur Bestimmung der Gesamtsäurepunktezahl
und der Freien Säure-Punktezahl wird auf die obigen Ausführungen verwiesen.
[0032] Zum Ansatz der Phosphatierungslösung diente ein Konzentrat, das 6,45 Gew.-% Mangan,
0,28 Gew.-% Nickel, 0,05 Gew.-% Eisen (II), 19,8 Gew.-% P
2O
5, 2,5 Gew.-% Nitrat und 0,2 Gew.-% Citronensäure enthielt, in einer Menge von 183
g, das auf einen Liter mit vollentsalztem Wasser aufgefüllt wurde.
[0033] Es wurden feinkristalline Phosphatschichten mit einem Schichtgewicht von 7 g/m
2, entsprechend einer Schichtdicke von 3 bis 4 µm, und einer gemittelten Rauhtiefe
R
z von 1,3 bis 2,4 µm erhalten. Die Gaszeit betrug 2 bis 3 Minuten.
[0034] In einem Vergleichsversuch wurde unter identischen Bedingungen mit der obigen Phosphatierungslösung,
die jedoch kein Nitroguanidin enthielt, gearbeitet. Es entstanden Phosphatschichten,
die zwar ebenfalls feinkristallin waren, jedoch eine gemittelte Rauhtiefe R
z von 5 bis 6 µm aufwiesen. Das Schichtgewicht lag bei 6 g/m
2. Die Gaszeit betrug 6 bis 10 Minuten.
1. Verfahren zum Aufbringen von Manganphosphatschichten auf Eisen- oder Stahloberflächen
mit Mangan-, Phosphat-, Eisen (II) - Ionen sowie Nitroguanidin enthaltenden Phosphatierungslösungen,
dadurch gekennzeichnet, dass man die Werkstücke zwecks Ausbildung einer Manganphosphatschicht mit einer Mindestdicke
von 2 µm und einer gemittelten. maximalen Rauhtiefe (R
z) von 2,5 µm gemessen nach dem Trocknen - mit einer Phosphatierungslösung bei einer
Temperatur von mindestens 75 °C in Kontakt bringt, die
| 0,2 bis 4 |
g/l Eisen (II) - Ionen |
| 10 bis 25 |
g/l Manganionen |
| 25 bis 50 |
g/l Phosphationen (ber. als P2O5) |
| 3 bis 35 |
g/l Nitrationen |
| 0,5 bis 5 |
g/l Nitroguanidin |
enthält, 7 bis 24 Punkte Freie Säure, 50 bis 140 Punkte Gesamtsäure sowie einen S-Wert
von 0,2 bis 1 aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass man die Werkstücke mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt bringt, die 0,5 bis
2 g/l Nitroguanidin enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass man die Werkstücke mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt bringt, die maximal
2,5 g/l Eisen (II) - Ionen enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Werkstücke mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt bringt, die im Falle
der Behandlung von Stahl einen Komplexbildner für die Legierungsbestandteile des Stahls,
vorzugsweise Zitronensäure, enthält.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass man die Werkstücke mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt bringt, die zusätzlich
0,2 bis 4 g/l Nickelionen
oder
0,2 bis 4 g/l Magnesiumionen enthält.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Werkstücke mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt bringt, in die zwecks
Abstumpfung der Freien Säure mindestens ein Teil der Manganionen durch Mangankarbonat
ergänzt wird.
7. Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6 auf Werkstücke,
die einer gleitenden Reibung, wie Achsen, Getriebeteile, Motorkolben, ausgesetzt sind.
1. Method for applying manganese phosphate layers to iron or steel surfaces using phosphating
solutions containing manganese, phosphate or iron(II) ions as well as nitroguanidine,
characterised in that in order to form a manganese phosphate layer having a minimum thickness of 2 µm and
an averaged maximum roughness depth (R
z) of 2.5 µm measured after drying, the workpieces are brought into contact at a temperature
of at least 75°C with a phosphating solution containing
| 0.2 to 4 |
g/l of iron(II) ions |
| 10 to 25 |
g/l of manganese ions |
| 25 to 50 |
g/l of phosphate ions (calc. as P2O5) |
| 3 to 35 |
g/l of nitrate ions |
| 0.5 to 5 |
g/l of nitroguanidine |
that has 7 to 24 points of free acid, 50 to 140 points of total acid, as well as
an S value of 0.2 to 1.
2. Method according to claim 1, characterised in that the workpieces are brought into contact with a phosphating solution that contains
0.5 to 2 g/l of nitroguanidine.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the workpieces are brought into contact with a phosphating solution that contains
at most 2.5 g/l of iron(II) ions.
4. Method according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the workpieces are brought into contact with a phosphating solution that in the case
of the treatment of steel contains a complex-forming agent for the alloying constituents
of the steel, preferably citric acid.
5. Method according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that the workpieces are brought into contact with a phosphating solution that additionally
contains
0.2 to 4 g/l of nickel ions
or
0.2 to 4 g/l of magnesium ions.
6. Method according to one or more of claims 1 to 5, characterised in that the workpieces are brought into contact with a phosphating solution in which a proportion
of the manganese ions are replaced by manganese carbonate in order to neutralise the
free acid.
7. Use of the method according to one or more of claims 1 to 6 for workpieces that are
subjected to a sliding friction, such as axles, gear mechanism parts and engine pistons.
1. Procédé pour l'application de couches de phosphate de manganèse sur des surfaces en
fer ou en acier au moyen de solutions de phosphatation contenant des ions manganèse,
des ions phosphates, des ions fer (II) et de la nitroguanidine,
caractérisé en ce que, pour la formation d'une couche de phosphate de manganèse ayant une épaisseur minimale
de 2 µm et présentant une profondeur maximale moyenne des rugosités (R
z) de 2, 5 µm, cette profondeur étant mesurée après séchage, on met les pièces à traiter
en contact, à une température d'au moins 75 °C, avec une solution de phosphatation
qui contient
0 ,2 à 4 g/l d'ions fer (II),
10 à 25 g/l d'ions manganèse,
25 à 50 g/l d'ions phosphates (calculés en P2O5),
3 à 35 g/l d'ions nitrates, et
0, 5 à 5 g/l de nitroguanidine,
et qui présente 7 à 24 points d'acide libre, 50 à 140 points d'acide total et une
valeur S de 0, 2 à 1.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on met en contact les pièces à traiter avec une solution de phosphatation qui contient
0,5 à 2 g/l de nitroguanidine.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on met les pièces à traiter en contact avec une solution de phosphatation qui contient
au maximum 2, 5 g/l d'ions fer (II).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on met les pièces à traiter en contact avec une solution de phosphatation qui,
dans le cas du traitement de l'acier, contient un complexant pour les constituants
d'alliage de l'acier, de préférence de l'acide citrique.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'on met les pièces à traiter en contact avec une solution de phosphatation qui contient
en plus 0, 2 à 4 g/l d'ions nickel ou 0, 2 à 4 g/l d'ions magnésium.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on met les pièces à traiter en contact avec une solution de phosphatation dans
laquelle au moins une partie des ions manganèse est complétée par du carbonate de
manganèse afin de neutraliser l'acide libre.
7. Utilisation du procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, sur des pièces
à traiter qui sont soumises à un frottement de glissement, telles que des axes, des
parties d'engrenage, des pistons de moteur.