[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter für den Transport von Blumen mit
einem Schachtelteil aus einem Unterboden, Seitenwänden, einem Deckelteil und einem
Behälterverschluss, sowie einer im Innenraum des Schachtelteils anordbaren Blumenhaltvorrichtung.
[0002] Ein solcher Behälter für den Transport von Blumen ist insbesondere als Behälter für
einen Versand per Post oder mit ähnlichen Dienstleistern vorgesehen.
[0003] Als einfachste Behälter für einen solchen Transport sind Faltschachteln bekannt,
in die ein Blumenstrauß hineingelegt und transportiert werden kann. Nachteilig ist
jedoch, dass die Fixierung des Blumenstraußes innerhalb der Faltschachtel äußerst
schwierig und ein Verrutschen und Beschädigen des Blumenstrausses während des Transports
fast unvermeidbar ist.
[0004] Als konstruktive Weiterentwicklung ist ein in der Gebrauchsmusterschrift DE 299 10
568 U1 beschriebener Behälter bekannt. Dieser weist eine als Faltschachtel ausgeführte
äußere Hülle auf, in deren Innern eine Blumenhaltevorrichtung angeordnet ist. Eine
Seitenwand des Behälters ist als Behälterverschluss ausgebildet. Die Blumenhaltevorrichtung
ist aus zwei Halteböden gebildet, wovon der obere Halteboden eine relativ kleine Öffnung
zum Hindurchführen und Fixieren von Blumenstängel und der untere Halteboden eine relativ
grosse, nicht fixierende Öffnung zum weiteren Hindurchführen der Blumenstängel aufweist.
Die beiden Halteböden sind durch sich parallel zu den Seitenwänden erstreckende Verbindungswände
miteinander verbunden, die sich am Faltschachtelboden abstützen. Die Halteböden sind
und um mehrere Zentimeter voneinander beabstandet und der untere Halteboden weißt
außerdem einen mehrere Zentimeter großen Abstand zum Faltschachtelboden auf. Zusätzlich
ist eine Flaschenhaltevorrichtung und ein Zusatzraum, beispielsweise für Pralinen,
vorgesehen. Die Blumenhaltevorrichtung ist innerhalb der Faltschachtel beispielsweise
durch Ausstanzungen fixiert, die in der Seitenwand der Faltschachtel vorgesehen sind
und manuell nach innen gedrückt werden müssen um die Blumenhaltevorrichtung am Boden
der Faltschachtel zu halten. Die Herstellung des Behälters ist aufwendig und mit relativ
hohen Kosten verbunden. Ebenfalls nachteilig ist, dass der Blumenstrauß seitlich in
die Blumenhaltevorrichtung eingeführt und auch seitlich wieder entnommen werden muss.
Dies kann zu schadhaftem Abknicken der Blumen führen und wird vom Verbraucher darüber
hinaus als äußerst unhandlich empfunden.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter für den Transport
von Blumen zu schaffen, der kostengünstig herstellbar ist und eine verbesserte Handhabbarkeit
aufweist.
[0006] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass
a) das Deckelteil als Behälterverschluss ausgebildet ist,
b) die Blumenhaltevorrichtung mindestens zwei Elemente aufweist,
ba) ein Basiselement, das einen sich etwa parallel zur Fläche des Unterbodens erstreckenden
Zwischenboden aufweist, der mit mindestens einem, den Zwischenboden am Unterboden
abstützenden Stützelement verbunden ist,
bb) ein Entnahmeelement, das einen sich etwa parallel zur Fläche des Zwischenbodens
erstreckenden und auf dem Zwischenboden aufliegenden Halteboden aufweist, wobei der
Halteboden an seinem Randbereich mit zwei einander gegenüberliegenden, sich in Richtung
des Deckelteils erstreckenden Gleitelementen verbunden ist, wobei die Gleitelemente
derart ausgeführt und angeordnet sind dass ein Greifen der Gleitelemente und ein Herausziehen
des Entnahmeelementes mitsamt dem Blumenstrauß möglich ist,
c) der Zwischenboden und der Halteboden jeweils einen Durchsteckbereich aufweisen,
die derart ausgeführt sind, dass die Blumen teilweise durch diese hindurchführbar
und mindestens im Durchsteckbereich des Haltebodens gehalten sind,
d) die Blumenhaltevorrichtung derart ausgeführt ist, dass diese durch Kontakt mit
dem Schachtelteil innerhalb des geschlossenen Behälters derart gehalten ist, dass
relative Bewegungen der Blumenhaltevorrichtung gegenüber dem Schachtelteil, insbesondere
während des Transportes minimiert sind.
[0007] Somit können die zu transportierenden Blumen bequem von oben durch das als Behälterverschluss
ausgeführte Deckelteil in den Behälter eingestellt und auch von oben wieder entnommen
werden. Die Blumenstängel werden beim Einstellen in die Durchsteckbereiche des Haltebodens
und des Zwischenbodens geschoben. Dies kann bequem und rasch erfolgen, sodass die
Blumen mit nur einem Handgriff in den Behälter einstell- und fixierbar sind. Die Durchsteckbereiche
können derart ausgeführt sein, dass die Blumenstängel mitsamt einem die Blumenstängel
umgebenden Feuchtigkeitsbeutel durch die Durchsteckbereiche hindurchführbar sind.
Ein solcher Feuchtigkeitsbeutel wird in der Regel beim Transport von Blumen eingesetzt,
um diese über den Zeitraum des Transportes mit Feuchtigkeit zu versorgen. Vorteilhafterweise
können die Durchsteckbereiche des Zwischenbodens und des Haltebodens unterschiedlich
ausgeführt sein. Beispielsweise kann der Durchsteckbereich des Zwischenbodens durch
eine kreisrunde Öffnung mit mehreren Zentimetern Durchmessern und der Durchsteckbereich
des Haltebodens durch einen Sternschnitt (gekreuzte Schlitze) gebildet sein. Die Ausführung
als Sternschnitt ermöglicht eine gute Fixierung der Blumen innerhalb des Behälters
und die kreisrunde Öffnung im Zwischenbodens erlaubt das Herausziehen der Blumen aus
dem Behälter ohne dass sich diese am Zwischenboden verhaken und diesen nach oben mitziehen.
Die kreisrunde Öffnung muss dementsprechend ausreichend dimensioniert sein.
[0008] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform reichen die Gleitelemente bis an
das Deckelteil heran und sind an diesen Enden mit Deckelelementen verbunden. Die Deckelelemente
sind in Richtung des Inneren des Schachtelteils, also aufeinander zu, umklappbar und
wirken somit als zusätzlicher Deckel. Sie sind derart dimensioniert, dass sie im eingeklappten
Zustand, also dann, wenn sie sich etwa parallel zum Halteboden erstrecken, mit ihren
freien Endkanten gegenseitig berühren und stützen. Hierdurch wird der Behälter zusätzlich
fixiert. Das gegenseitige Halten der Deckelelemente verhindert außerdem, dass diese
in Richtung des Behälterinneren weiter einklappen und die eingestellten Blumen beschädigen
können. Im Bereich ihrer freien, aufeinanderzuweisenden Endkanten können die Deckelelemente
Greifvorrichtungen, beispielsweise ausgeführt als Langlöcher, aufweisen.
[0009] Nachdem die Blumen in den Behälter eingestellt wurden, kann das Deckelteil verschlossen
und bei Bedarf mit einem Klebemittel zusätzlich fixiert werden. Der Behälterverschluss
ist, wie bei Faltschachteln üblich, mit zwei oder vier paarweise gegeneinander klappbaren
Flügeln ausgebildet.
[0010] Zum Herausnehmen der Blumen wird zunächst das Deckelteil bzw. der Behälterverschluss
geöffnet. Anschließend kann in die als Langlöcher eingegriffen und die Deckelelemente
nach oben aufgeklappt werden. Das Entnahmeelement, also die Deckelelemente, die mit
den Deckelelementen verbundenen Gleitelemente und der die Gleitelemente verbindenden
Halteboden, kann dann mitsamt den eingestellten Blumen aus dem Behälter herausgezogen
werden. Zum Herausnehmen der Blumen ist es also nicht notwendig, die Blumen selbst
zu greifen. Dies ist vor allem deshalb vorteilhaft, da je nach Ausführung eines Blumenstraußes
das Greifen der Blumenstängel aufgrund einer beispielsweise sehr weiten, den Behälter
nahezu ausfüllenden Blumenkrone kaum oder nur sehr schwierig möglich ist. Außerdem
wird ein Beschädigen der Blumenstängel durch Abknicken vermieden. Das Entnehmen des
Blumenstraußes ist somit schnell, bequem und einfach durchzuführen.
[0011] Bei entsprechend langer Ausführung der Deckelelemente oder bei relativ kurzen eingestellten
Blumen kann das Herausnehmen auch einhändig erfolgen. Zu diesem Zweck werden die Deckelelemente
im Bereich der Greifvorrichtungen aneinandergedrückt und beide mit einer Hand gegriffen.
Ein ungewolltes Verkanten des Haltebodens innerhalb des Schachtelteils beim Herausziehen
kann durch ungleichmäßiges Ziehen der beiden Deckelelemente verhindert oder behoben
werden. Außerdem ist es möglich, das Schachtelteil mit einer Hand auf dem Untergrund
zu fixieren, um dann mit der anderen Hand die Blumen bzw. das Entnahmeelement aus
dem Schachtelteil herauszuziehen.
[0012] Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein handelsüblicher, für
den Transport von Blumen geeigneter Faltschachtelkarton als Schachtelteil verwendet
werden kann. Dieser muss nicht an die Blumenhaltevorrichtung angepasst werden, vielmehr
wird die Blumenhaltevorrichtung auf diesen zugeschnitten. Ein Fixieren der Blumenhaltevorrichtung
innerhalb des Schachtelteils ist nicht notwendig, da sich dieses zum einen am Unterboden
des Schachtelteils abstützt und andererseits derart ausgeführt ist, dass es allseitig
vom Schachtelteil, also den Seitenwänden, umgeben und gehalten wird. Somit kann auf
zusätzliches Schlitzen und fertigen von Haltevorrichtungen verzichtet werden, woraus
zum einen der Arbeitsgang und zum anderen die durch das Stanzwerkzeug bedingten Kosten
entfallen.
[0013] Der erfindungsgemäße Behälter besteht vorteilhafterweise aus kostengünstiger, doppellagiger
Wellpappe, die einfach herstell- und weiterverarbeitbar ist.
[0014] Zur weiteren Stabilisierung des Behälters kann zwischen dem Halteboden und dem Zwischenboden
ein weiterer Zusatzboden angeordnet sein. Dieser ist derart ausgeführt, dass seine
Abmessungen der Fläche des Haltebodens bzw. des durch die Seitenwände begrenzten Querschnitts
des Innenraums des Schachtelteils entspricht, sodass dieser durch die Seitenwände
seitlich gehalten ist.
[0015] In einer vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Behälters können auch zusätzliche
Fixiermittel bzw. Klemmmechanismen ausgeführt sein, die die Blumenhaltevorrichtung
innerhalb des Schachtelteils zusätzlich fixieren. Diese können beispielsweise durch
in den Innenraum ragende Nasen oder Vorsprünge gebildet sein, die die Blumenhaltevorrichtung
während des Transports auf dem Unterboden halten, jedoch beim Entnehmen des Blumenstraußes
problemlos überwunden bzw. freigezogen werden können.
[0016] Der Behälter kann verschiedene, jeweils für bestimmte Blumenarten geeignete Abmessungen
aufweisen. Auch können Symbole und Hinweise auf dem Äußeren angebracht sein, um dem
Benutzer die Handhabung zu erleichtern. Diese können beispielsweise in Form von Pfeilen,
Handsymbolen oder auch als Worte bzw. Text ausgeführt sein.
[0017] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung enthalten.
[0018] Anhand der Figuren soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht des Behälters in geschlossener Form von schräg oben,
- Figur 2:
- eine perspektivische Ansicht des Behälters gemäss Fig. 1, jedoch mit ausgeblendeter
Seitenwand,
- Figur 3:
- eine perspektivische Ansicht der Deckelelemente,
- Figur 4:
- eine Draufsicht von oben auf den geöffneten Behälter gemäss Figur 1,
- Figur 5:
- eine Prinzipdarstellung des Entnahmevorgangs,
- Figur 6:
- eine Draufsicht auf ein Basiselement im ungefalteten Zustand,
- Figur 7:
- eine Draufsicht auf ein Entnahmeelement im ungefalteten Zustand.
[0019] Figur 1 zeigt ein Schachtelteil 1, bestehend aus Seitenwänden 2, einem Dekkelteil
4 und einem in Figur 1 nicht sichtbaren Unterboden 6. Derartige Schachtelteile 1 sind
als handelsübliche Behälter für den Transport von Blumen erhältlich. Zur Belüftung
der Blumen während des Transportes weisen die Seitenwände 2 vorteilhafterweise Luftlöcher
8 auf. Zur Erleichterung der Handhabung sind außerdem Grifföffnungen, ausgeführt als
Langlöcher 10, in dem dem Deckelteil zugewandten Randbereich mindestens zweier einander
gegenüberliegender Seitenwände 2 vorhanden. Um einen möglichst aufrechten Transport
der Blumen zu gewährleisten, weist das Schachtelteil 1 Symbole und/oder Beschriftungen
12 auf, die dem Transporteur die richtige Position des Deckelteils 4 angeben.
[0020] Figur 2 zeigt den erfindungsgemäßen Behälter mit ausgeblendeter Seitenwand. Innerhalb
des Schachtelteils 1 sind ein Basiselement 16 und ein Entnahmeelement 18 angeordnet.
Ebenfalls angedeutet ist ein zu transportierender Blumenstrauß 14.
[0021] Das Basiselement 16 ist aus einem sich parallel zum Unterboden 6 erstrekkenden Zwischenboden
20 gebildet, der sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel über zwei einander gegenüberliegende,
am äußeren Rand des Zwischenbodens 20 angeordnete, sich etwa parallel zur jeweils
anliegenden Seitenwand 2 erstreckende Stützelemente 22 auf dem Unterboden 6 abstützt.
Die Stützelemente 22 können auch andere Formen und Ausführungen aufweisen. Beispielsweise
ist denkbar, dass sie, ausgehend vom Unterboden 6 schräg zu den Seitenwänden in Richtung
des Zwischenbodens 20 verlaufen, wobei sich ihre freien Enden am Unterboden 6 gegenseitig
abstützen. Grundsätzlich können die Stützelemente 22 auch näher am Blumenstrauß 14
angeordnet sein, jedoch ist ein möglichst großer freier Innenraum für die Blumenstängel
28 zu bevorzugen.
[0022] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung ist eines der Stützelemente 22, wie
in Fig. 2 dargestellt, mit seiner dem Zwischenboden 20 abgewandten Seite mit einem
Stützboden 24 verbunden, der sich ausgehend von dem mit ihm verbundenen Stützelement
22 auf dem Unterboden 6 aufliegend bis zum anderen Stützelement 22 erstreckt und dieses
kontaktiert. Hierdurch wird eine zusätzliche Stabilität des Basiselementes 16 gewährleistet.
Ebenfalls denkbar ist auch, dass nur ein Stützelement 22 oder mehr als zwei Stützelemente
22, insbesondere vier Stützelemente 22 verwendet werden.
[0023] Der Zwischenboden 20 des Basiselements 16 weist mittig einen Durchsteckbereich 26
auf. Dieser ist beispielsweise als kreisrunde Öffnung 27 ausgeführt, die derart dimensioniert
ist, dass Blumenstängel 28 mit oder ohne einem diese umgebenden Feuchtigkeitsbeutel
30 problemlos durch die Öffnung 27 hindurchführbar sind. Der Feuchtigkeitsbeutel 30
versorgt den Blumenstrauß 14 während des Transportes mit der notwendigen Feuchtigkeit.
Das Basiselement 16 bzw. die Stützelemente 22 können derart dimensioniert sein, dass
sich der Blumenstrauß 14 auf dem Unterboden 6 bzw. auf dem Stützboden 24 abstützt.
[0024] Das Entnahmeelement 18 besteht aus einem sich parallel zur Fläche des Zwischenbodens
20 erstreckenden und auf dem Zwischenboden 20 aufliegenden Halteboden 32. Der Halteboden
32 weist wiederum mittig einen Durchsteckbereich 26 auf, der sich mit der Öffnung
27 des Zwischenbodens 20 in Deckung befindet. Der Durchsteckbereich 26 des Entnahmeelements
18 ist vorteilhafterweise als Sternschnitt 34 ausgeführt. Ein derartiger Sternschnitt
34 ist aus mehreren, sich kreuzenden, einzelnen Schnitten gebildet. Die Blumenstängel
28 bzw. der Feuchtigkeitsbeutel 30 können durch diesen Sternschnitt problemlos hindurchgedrückt
werden und sind anschließend in diesem gehalten. Somit ist der Blumenstrauß 14 durch
den Halteboden 32 bzw. den Sternschnitt 34 innerhalb des Behälters seitlich fixiert
und stützt sich zusätzlich auf dem Stützboden 24 ab. Sollte sich der Blumenstrauß
14 aufgrund seiner Länge nicht am Unterboden 6 bzw. am Stützboden 24 abstützen, kann
der als Sternschnitt 34 ausgeführte Durchsteckbereich 26 die Haltearbeit auch vollständig
übernehmen. An den Halteboden 32 schliessen sich vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende
Gleitelemente 36, die sich ausgehend vom Randbereich des Haltebodens 32 in Richtung
des Deckelteils 4 erstrecken. An den Gleitelementen 36 können in dem dem Deckelteil
4 zugewandten Randbereich hier nicht dargestellte Greifvorrichtungen beispielsweise
aus Kordel oder Kunststoff angeordnet sein. Ebenso denkbar sind Durchgrifföffnungen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel schließen sich jedoch an die Gleitelemente 36
Deckelelemente 38 an, die in Richtung des Inneren des Schachtelteils 1, also aufeinander
zu umklappbar sind und somit als zusätzlicher Deckel wirken.
[0025] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die Deckelelemente 38 derart
dimensioniert, dass sie im eingeklappten Zustand, also dann, wenn sie sich in etwa
parallel zum Halteboden 32 erstrecken, gegenseitig abstützen. Hierfür weisen die Deckelelemente
38 jeweils einen etwa mittig angeordneten Einschnitt 40 in der dem jeweils anderen
Deckelteil 38 zugewandten freien Kante auf (vgl. Fig. 3). Im zusammengeklappten Zustand
werden die Deckelelemente 38 im Bereich der Einschnitte 40 ineinandergeschoben und
kreuzen sich. Die Deckelelement 38 erstrecken sich dann derart durch den jeweils gegenüberliegenden
Einschnitt, dass beide Deckelelemente 38 teilweise auf der dem Halteboden 32 zugewandten
Seite und teilweise auf der dem Halteboden 32 abgewandten Seite des jeweils anderen
Deckelelementes 38 angeordnet sind (vergleiche Figur 3).
[0026] Das Schachtelteil 1 weist einen Behälterverschluss 42 auf, der im vorliegenden Fall
durch das Deckelteil 4 gebildet ist. Dieser besteht üblicherweise aus mindestens zwei
einander gegenüberliegenden, klappbaren Flügeln 44. Alternativ ist auch eine Ausbildung
mit vier, jeweils paarweise gegeneinander klappbaren Flügeln 44 möglich.
[0027] Figur 4 zeigt den erfindungsgemässen Behälter mit geöffneten Behälterverschluss 42
und ausgeklappten Deckelelementen 38 in einer Ansicht von oben. Ebenfalls erkennbar
ist bei diesem Blick in das Behälterinnere der als Sternschnitt 34 ausgeführte Durchsteckbereich
26 des Entnahmeelementes 18.
[0028] Figur 5 verdeutlicht in einer perspektivischen Darstellung, wie der Blumenstrauß
14 mitsamt dem Entnahmeelement 18 aus dem Schachtelteil 1 durch das Deckelteil 4 (in
Pfeilrichtung) entnehmbar ist. Die Deckelelemente 38 können dabei jeweils mit einer
Hand, oder wie in Figur 5 dargestellt, aufeinander zugeklappt und einhändig gegriffen
werden. Der im Sternschnitt 34 gehaltene Blumenstrauß 14 wird aus dem Basiselement
16 durch die Öffnung 27 herausgezogen. Anschließend kann das Entnahmeelement 18 mitsamt
dem Blumenstrauß 14 um einige Grad um eine Längsachse X-X gedreht und auf die freien
Kanten des Behälterverschlusses 42 bzw. der Seitenwände 2 aufgesetzt werden. Die Deckelelemente
38 können dann nach außen umgeklappt und der Blumenstrauß 14 aus dem Sternschnitt
34 herausgezogen werden.
[0029] Der erfindungsgemäße Behälter kann vorteilhafterweise aus doppellagiger Wellpappe
hergestellt sein, wobei bei Verwendung eines handelsüblichen Behälters zum Transport
von Blumen als Schachtelteil 1 lediglich eine Blumenhaltevorrichtung 46, also das
Basiselement 16 und das Entnahmeelement 18 zusätzlich gefertigt werden müssen. Diese
werden vorzugsweise aus Wellpappe ausgestanzt. Dabei ist es besonders vorteilhaft,
wenn möglichst rechtwinklige Formen verwendet werden, da diese zu geringerem Verschnitt
bei der Produktion der Einzelteile führen. Eine Stabilisierung des Behälters durch
teilweises Verkleben der Einzelteile kann sich als vorteilhaft erweisen.
[0030] Fig. 6 zeigt eine beispielhafte Ausführungsformen des Basiselementes 16. Dieses wird
vorzugsweise einstückig, als rechteckige Form aus der Wellpappe ausgestanzt. Eingedrückte
Knicklinien 48 sind als gestrichelte Linien dargestellt. Ein solches, im ungenutzten
Zustand flächig ausklappbares Basiselement 16 weist ausserdem die ausgestanzte Öffnung
27 auf und es schließt sich optional an eines der Stützelemente 22 der Stützboden
24 an. Der Stützboden 24 kann auch durch zwei, jeweils an einem der Stützelemente
22 angeordnete Elemente ausgeführt sein, die sich im eingesetzten Zustand mit ihren
freien Endkanten gegenseitig abstützen.
[0031] Figur 7 zeigt das mit dem Basiselement 16 zusammenwirkende Entnahmeelement 18. Der
Halteboden 32 mit dem Sternschnitt 34 weist die gleichen Abmessungen wie der Zwischenboden
20 des Basiselementes 16 auf. Die Gleitelemente 36 weisen etwa die doppelte Länge
der Stützelemente 22 auf, da bei einem Blumenstrauß 14 die Länge der freien Blumenstängel
28 etwa ein Drittel der Gesamtlänge des Blumenstraußes 14 beträgt. Diese Maßangaben
sind jedoch nur als grobe Richtwerte zu verstehen und sind je nach Anforderung im
Sinne der Erfindung anpassbar. An die Gleitelemente 36 schließen sich die Deckelelemente
38 mit vorgestanzten, als Langlöcher 10 ausgeführten Greifvorrichtungen an. Die Abmessungen
des Zwischenbodens 20 und des Haltebodens 32 entsprechen in etwa der Fläche des Unterbodens
6 des Schachtelteils 1, um eine allseitige horizontale Fixierung der Blumenhaltevorrichtung
46 innerhalb des Schachtelteils 1 zu gewährleisten. Aus dem gleichen Grund entspricht
die Breite der Gleitelemente 36 und der Stützelemente 22 möglichst der Breite der
Seitenwände 2 im Inneren des Schachtelteils 1.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern umfasst auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen.
So kann beispielsweise der erfindungsgemässe Behälter aus sämtlichen geeigneten Materialien
hergestellt werden. Neben doppellagiger Wellpappe sind insbesondere auch andere Papier-
oder Pappematerialien denkbar. Gegebenenfalls kann zwischen dem Halteboden 32 und
dem Basiselement 16 auch ein zusätzlicher, ebenfalls einen Durchsteckbereich 26 aufweisender
Zusatzboden eingefügt sein. Auch sind Einlegeböden auf dem Halteboden 32 und auf dem
Stützboden 24 bzw. dem Unterboden 6 zur Verkleinerung der Raumvolumina möglich.
1. Behälter für den Transport von Blumen mit einem Schachtelteil (1) aus einem Unterboden
(6), Seitenwänden (2), einem Deckelteil (4) und einem Behälterverschluss (42), sowie
einer im Innenraum des Schachtelteils (1) anordbaren Blumenhaltevorrichtung (46),
dadurch gekennzeichnet,dass
a) das Deckelteil (4) als Behälterverschluss (42) ausgebildet ist,
b) die Blumenhaltevorrichtung (46) mindestens zwei Elemente aufweist,
ba) ein Basiselement (16), das einen sich etwa parallel zur Fläche des Unterbodens
(6) erstreckenden Zwischenboden (20) aufweist, der mit mindestens einem, den Zwischenboden
(20) am Unterboden (6) abstützenden Stützelement (22) verbunden ist,
bb) ein Entnahmeelement (18), das einen sich etwa parallel zur Fläche des Zwischenbodens
(20) erstreckenden und auf dem Zwischenboden (20) aufliegenden Halteboden (32) aufweist,
wobei der Halteboden (32) an seinem Randbereich mit zwei einander gegenüberliegenden,
sich in Richtung des Deckelteils (4) erstreckenden Gleitelementen (36) verbunden ist,
wobei die Gleitelemente (36) derart ausgeführt und angeordnet sind dass ein Greifen
der Gleitelemente (36) und ein Herausziehen des Entnahmeelementes (18) mitsamt dem
Blumenstrauß (14) möglich ist,
c) der Zwischenboden (20) und der Halteboden (32) jeweils einen Durchsteckbereich
(26) aufweisen, die derart ausgeführt sind, dass die Blumen teilweise durch diese
hindurchführbar und mindestens im Durchsteckbereich (26) des Haltebodens (32) gehalten
sind,
d) die Blumenhaltevorrichtung (46) derart ausgeführt ist, dass diese durch Kontakt
mit dem Schachtelteil (1) innerhalb des geschlossenen Behälters derart gehalten ist,
dass relative Bewegungen der Blumenhaltevorrichtung (46) gegenüber dem Schachtelteil
(1), insbesondere während des Transportes minimiert sind.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass die Gleitelemente (36) an ihren dem Halteboden (32) gegenüberliegenden Enden mit
Deckelelementen (38) verbunden sind, wobei die Deckelelemente (38) derart ausgeführt
und aufeinander zu umklappbar sind, dass die Deckelelemente (38) mit ihren freien
Endkanten in einer sich parallel zur Fläche des Haltebodens (32) erstreckenden Endstellung
derart gegeneinander gedrückt werden, dass ein weiteres selbsttätiges Umklappen der
Deckelelemente (38) in Richtung des Inneren des Behälters ausgeschlossen ist.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelelemente (38) im Bereich der freien Endkanten Greifvorrichtungen, insbesondere
Langlöcher (10) aufweisen.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzei chnet , dass die Deckelelemente (38) derart ausgeführt sind, dass sie sich
in der eingeklappten Endstellung überlappen und die aufeinander zuweisenden freien
Endkanten der Deckelelemente (38) jeweils einen Einschnitt (40) derart aufweisen,
dass sich die beiden Einschnitte (40) in der Endstellung der Deckelelemente (38) im
gegenseitigen Eingriff befinden.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzei chnet , dass das Schachtelteil (1), das Basiselement (16) und das Entnahmeelement
(18) jeweils einstückig ausgeführt sind.
6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzei chnet , dass alle Einzelteile des Behälters aus Faltelementen, insbesondere
aus doppellagiger Wellpappe gefertigt und in einem Nichtnutzungszustand flach aufeinander
stapelbar sind.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzei chnet , dass der Durchsteckbereich (26) des Haltebodens (32) als Sternschnitt
(34) und der Durchsteckbereich (26) des Zwischenbodens (20) als Öffnung (27) ausgeführt
ist.
8. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzei chnet , dass das Schachtelteil (1) aus einem handelsüblichen Karton für
den Transport von Blumen gebildet ist.
9. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzei chnet , dass zwischen dem Halteboden (32) und dem Zwischenboden (20) ein
Zusatzboden angeordnet ist, dessen Durchsteckbereich (26) sich im eingesetzten Zustand
mit den Durchsteckbereichen (26) des Haltebodens (32) und des Zwischenbodens (20)
in Deckung befindet.