[0001] Die Erfindung betrifft einen Ausleger einer Bogen verarbeitenden Maschine, mit einem
Gestell, innerhalb des Gestelles betriebsmäßig entlang einer Greiferbahn umlaufenden
Greifern, die einen jeweiligen der Bogen an einem Ort der Greiferbahn erfassen und
entlang Abschnitten der Greiferbahn in einer Transportrichtung schleppen, einem ersten
Schaltelement, mittels welchem ein bezüglich der Transportrichtung stromabwärts gelegenes
erstes Ende eines ersten der Abschnitte der Greiferbahn definierbar ist und einem
zweiten Schaltelement, mittels welchem ein gegenüber dem Ende des ersten Abschnittes
stromabwärts gelegenes zweites Ende eines zweiten Abschnittes der Greiferbahn definierbar
ist.
[0002] Ein Ausleger der genannten Art ist aus JP Sho 64-294 B2 bekannt. Das dort vorgesehene
erste Schaltelement definiert ein bezüglich der Transportrichtung stromabwärts gelegenes
erstes Ende eines ersten Abschnittes der Greiferbahn insofern als es in seiner Schaltstellung
an diesem Ende Greifer öffnet, die einen Bogen entlang dieses ersten Abschnittes der
Greiferbahn schleppen, und zwar um die entlang dieses ersten Abschnittes der Greiferbahn
geschleppten Bogen zu Bildung eines Auslegestapels freizugeben.
[0003] Das zweite Schaltelement des bekannten Auslegers ist bezüglich der Transportrichtung
stromabwärts gegenüber dem ersten Schaltelement angeordnet und definiert insofern
ein stromabwärts gegenüber dem stromabwärts gelegenen ersten Ende des ersten Abschnittes
der Greiferbahn gelegenes zweites Ende eines zweiten Abschnittes der Greiferbahn als
es in einer unwirksamen Stellung des ersten Schaltelements die in diesem Falle seitens
der Greifer bis zum genannten zweiten Ende geschleppten Bogen unter Öffnen der Greifer
an diesem zweiten Ende freigibt, so dass die hier freigegebenen Bogen über den Auslegestapel
hinausschießen und beim bekannten Ausleger unter Führung seitens Bogenleitbügeln einem
stromabwärts gegenüber dem Auslegestapel angeordneten Ablagebehälter zugeführt werden,
in welchen auf diese Weise Probebogen oder Makulatur geleitet werden.
[0004] Das zweite Schaltelement des bekannten Auslegers ist innerhalb eines bestimmten Bereiches
der Greiferbahn auf unterschiedliche Schaltpositionen entlang dieser einstellbar,
um den Ort der Freigabe beispielsweise von Probebogen an die Maschinengeschwindigkeit
anpassen zu können. Dieser Bereich liegt jedoch in einem geraden Abschnitt der Greiferbahn.
Ein Grund hierfür kann darin gesehen werden, dass die räumliche Lage der mit Hilfe
des zweiten Schaltelementes freigegebenen Bogen unabhängig vom Ort deren Freigabe
abgesehen vom Ortswechsel beibehalten werden soll.
[0005] Dies erzwingt aber, dass, wie beim bekannten Ausleger verwirklicht, ein die Greiferbahn
umlenkender gekrümmter Bereich, welchen die Greifer auf deren Rückweg an den Ort zum
Erfassen weiterer Bogen durchfahren, erst in einem bestimmten Mindestabstand vom Verstellbereich
des zweiten Schaltelementes vorgesehen werden kann. Dies wirkt sich insofern auf die
Baulänge des bekannten Auslegers aus als der Umlenkbereich der Greiferbahn wesentlich
weiter stromabwärts liegt als die stromabwärts weisende Seitenfläche des Auslegestapels.
[0006] Mit der Erfindung soll der eingangs genannte Ausleger so ausgestaltet werden, dass
dessen stromabwärts gegenüber dem Auslegestapel erforderliche Erstreckung möglichst
kurz gehalten werden kann.
[0007] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das erste Schaltelement am
Gestell und das zweite Schaltelement an einem am Gestell befestigten, einen Abschnitt
des Verlaufes der Greiferbahn bestimmenden Führungsteil angeordnet ist.
[0008] Diese Lösung gewährleistet einerseits, dass die durch das erste Schaltelement auslösbare
Freigabe der Bogen seitens der umlaufenden Greifer stets am Ende eines auf die Bildung
des Auslegestapels abgestimmten ersten Abschnittes der Greiferbahn erfolgt, und sie
ermöglicht andererseits, dass das Ende des zweiten Abschnittes der Greiferbahn, also
der Ort, an welchem die durch das zweite Schaltelement auslösbare entsprechende Freigabe
der Bogen erfolgt, insbesondere gegenüber einem auf das Ende dieses zweiten Abschnittes
folgenden Umlenkbereich der Greiferbahn stets an ein und derselben Stelle liegt. Der
Ort der mittels des zweiten Schaltelementes auslösbaren Freigabe der Bogen kann somit
insbesondere an einer Stelle vorgesehen werden, die im genannten Umlenkbereich liegt,
ohne dass sich im Falle einer insbesondere zum Nachspannen von üblicherweise zum Transport
der Greifer benutzen Ketten erforderlichen Verlagerung des Umlenkbereiches abgesehen
vom Ortswechsel der Freigabe eine Änderung der räumlichen Lage der Bogen im Moment
von deren Freigabe ergibt. Die Beibehaltung der genannten räumlichen Lage ist eine
wichtige Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Übergabe eines seitens der Greifer
freigegebenen Bogens an eine beispielsweise die Bogen abbremsenden, umlaufende Bänder
umfassende Transportvorrichtung, mittels welcher die Bogen einer bezüglich der Transportrichtung
stromabwärts gegenüber dem Auslegestapel gelegenen Ablage für Probebogen oder Makulatur
zugeführt werden. Neben der angestrebten Verkürzung einer über den Auslegestapel hinaus
gegebenen Erstreckung des Auslegers erfüllt die erfindungsgemäße Ausgestaltung des
letzteren auch die obengenannte Voraussetzung.
[0009] Der Erfindungsgegenstand sowie die Merkmale von dessen Weiterbildungen und bevorzugten
Ausgestaltungen sind den beigefügten Zeichnungen und der darauf Bezug nehmenden nachfolgenden
näheren Erläuterung entnehmbar.
[0010] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines einen Ausleger umfassenden Abschnittes einer Bogen
verarbeitenden Maschine am Beispiel einer Rotationsdruckmaschine,
- Fig. 2
- eine ausschnittweise Darstellung eines bezüglich der Transportrichtung stromabwärts
gelegenen Endabschnittes des Auslegers,
- Fig. 3
- ein Schema eines ersten Teilgetriebes, mittels welchem das erste Schaltelement innerhalb
eines zwischen zwei Schaltstellungen gelegenen Schaltbereiches verstellbar ist, welche
die kürzeste und die längste Erstreckung des ersten Abschnittes der Greiferbahn bestimmen,
bis zu dessen stromabwärts gelegenem Ende die Bogen von den Greifern geschleppt werden,
mit einem Beispiel einer Stellvorrichtung, mittels welcher das erste Schaltelement
innerhalb des genannten Schaltbereiches verstellbar ist,
- Fig. 4
- das Getriebeschema der Fig. 3 in einer ersten Stellung (Voll-Linien), in welcher das
erste Schaltelement eine der möglichen Erstreckungen des genannten ersten Abschnittes
der Greiferbahn bestimmt, und in einer zweiten Stellung (gestrichelte Linien), in
welcher das erste Schaltelement eine unwirksame Stellung einnimmt, mit einem Beispiel
einer Schaltvorrichtung, mittels welcher das erste Schaltelement zwischen dessen unwirksamer
Stellung und einer Schaltstellung verstellbar ist, in welcher es die Erstreckung des
ersten Abschnittes der Greiferbahn bestimmt, bis zu dessen stromabwärts gelegenem
Ende die Bogen von den Greifern geschleppt werden,
- Fig. 5
- schematisch ein eine Axialkurve tragendes Getriebeglied des ersten Teilgetriebes in
Verbindung mit einem weiteren Teilgetriebe, mittels welchem das zweite Schaltelement
seitens der Axialkurve bei einer entsprechenden Verstellung des ersten Teilgetriebes
zwischen einer unwirksamen und einer Schaltstellung verstellbar ist, in welcher letzteren
das zweite Schaltelement bei in unwirksamer Stellung befindlichem ersten Schaltelement
die Erstreckung des zweiten Abschnittes der Greiferbahn bestimmt, bis zu dessen stromabwärts
gelegenem Ende die Bogen von den Greifern geschleppt werden.
[0011] Mit einem Ausleger der eingangs genannten Art kann insbesondere eine Bogen verarbeitende
Druckmaschine in einem ersten Betriebszustand betrieben werden, in welchem die verarbeiteten
Bogen - hier bedruckte Bogen - vor einer Weiterverarbeitung gestapelt werden, und
- in der Regel kurzzeitig - in einem zweiten Betriebszustand, in dem - beispielsweise
für Dokumentations- oder sonstige Zwecke - Bogen über eine entsprechende Stapelstation
hinaus ausgeschleust werden.
[0012] Gemäß Fig. 1 folgt ein derartiger Ausleger 1 auf eine letzte Verarbeitungsstation
der Druckmaschine. Eine solche Verarbeitungsstation kann ein Druckwerk oder ein Nachbehandlungswerk
sein, wie beispielsweise ein Lackwerk. Im vorliegenden Beispiel handelt es sich bei
der letzten Verarbeitungsstation um ein im Offsetverfahren arbeitendes Druckwerk 2
mit einem Druckzylinder 2.1. Dieser führt einen jeweiligen Bogen 3 in einer mittels
des Drehrichtungspfeiles 5 angedeuteten Verarbeitungsrichtung durch einen Druckspalt
zwischen dem Druckzylinder 2.1 und einem damit zusammenarbeitenden Gummituchzylinder
2.2 und übergibt ihn anschließend an einen Kettenförderer 4 unter Öffnen von am Druckzylinder
2.1 angeordneten, zum Erfassen des Bogens 3 an einem Greiferrand am vorauseilenden
Ende des Bogens vorgesehenen Greifern. Der Kettenförderer 4 umfasst zwei Förderketten
6, von welchen eine jeweilige entlang einer Innenseite einer jeweiligen einem Gestell
des Auslegers 1 zugehörigen Seitenwand des Auslegers 1 betriebsmäßig umläuft. Eine
jeweilige Förderkette 6 umschlingt je eines von zwei synchron angetriebenen Antriebskettenrädern
7, deren Drehachsen miteinander fluchten, und ist über je eine gegenüber den Antriebskettenrädern
7 stromabwärts bezüglich der Verarbeitungsrichtung befindliche Umlenkschienenanordnung
8 geführt. Zwischen den beiden Förderketten 6 erstrecken sich von diesen getragene
Greifersysteme 9 mit selbsttätig schließenden Greifern 9.1, welche somit betriebsmäßig
eine geschlossene Greiferbahn und Lücken zwischen den am Druckzylinder 2.1 angeordneten
Greifern durchfahren und dabei einen jeweiligen Bogen 3 unter Erfassen des genannten
Greiferrandes am vorauseilenden Ende des Bogens 3 unmittelbar vor dem Öffnen der am
Druckzylinder 2.1 angeordneten Greifer übernehmen, ihn in einer Transportrichtung
5' über eine Bogenleitvorrichtung 10 hinweg zu einer Bogenbremse 11 schleppen und
sich dort in einer Schaltstellung eines im weiteren Verlauf erläuterten ersten Schaltelementes
zur Übergabe des Bogens 3 an die Bogenbremse 11 öffnen. Letztere vermittelt den Bogen
eine gegenüber der Verarbeitungsgeschwindigkeit verringerte Ablagegeschwindigkeit
und gibt sie nach Erreichen derselben ihrerseits frei, so dass ein jeweiliger nunmehr
verlangsamter Bogen 3 schließlich auf Vorderkantenanschläge 12 auftrifft und unter
Ausrichtung an diesen und an diesen gegenüberliegenden Hinterkantenanschlägen 13 gemeinsam
mit vorausgegangenen und/oder nachfolgenden Bogen 3 einen Stapel 14 bildet, der mittels
eines Hubwerkes in dem Maße absenkbar ist, wie der Stapel 14 anwächst. Von dem Hubwerk
sind in Fig. 1 lediglich eine den Stapel 14 tragende Plattform 15 und diese tragende,
strichpunktiert angedeutete Hubketten 16 wiedergegeben.
[0013] Die Förderketten 6 sind entlang ihrer Wege zwischen den Antriebskettenrädern 7 einerseits
und der Umlenkschienenanordnung 8 andererseits mittels weiterer hier nicht dargestellter
Kettenführungsschienen geführt, welche somit die Kettenbahnen der Kettentrume und
somit den Verlauf der Greiferbahn bestimmen. Im vorliegenden Beispiel werden die Bogen
3 von dem in Fig. 1 unteren Kettentrum transportiert. Dem von diesem durchlaufenen
Abschnitt der Kettenbahn folgt eine diesem zugewandte, an der Bogenleitvorrichtung
10 ausgebildete Bogenleitfläche 17. Zwischen dieser und dem jeweils darüber hinweggeführten
Bogen 3 ist bevorzugt betriebsmäßig ein Tragluftpolster ausgebildet. Hierzu ist die
Bogenleitvorrichtung 10 mit in die Bogenleitfläche 17 mündenden Blasluftdüsen ausgestattet,
von welchen in Fig. 1 lediglich eine repräsentativ für deren Gesamtheit, und in symbolischer
Darstellung in Form des Stutzens 18 wiedergegeben ist.
[0014] Um ein gegenseitiges Verkleben der bedruckten Bogen 3 im Stapel 14 zu verhindern,
sind auf dem Weg der Bogen 3 von den Antriebskettenrädern 7 zur Bogenbremse 11 ein
Trockner 19 und eine Bestäubungsvorrichtung 20 vorgesehen.
[0015] Zur Vermeidung einer übermäßigen Erwärmung der Bogenleitfläche 17 durch den Trockner
19 ist in die Bogenleitvorrichtung 10 ein Kühlmittelkreislauf integriert, der in Fig.
1 symbolisch durch einen Einlass-Stutzen 21 und einen Auslass-Stutzen 22 an einer
der Bogenleitfläche 17 zugeordneten Kühlmittelwanne 23 angedeutet ist.
[0016] Das Öffnen der selbsttätig schließenden Greifer 9.1 zur Übergabe des Bogens 3 an
die Bogenbremse 11 erfolgt mittels des bereits erwähnten ersten Schaltelementes 24.
Hierzu ist ein jeweiliges der Greifersysteme 9 mit einer Rollenhebelanordnung 25 mit
einer Rolle 25.1 versehen, durch deren Betätigung in entsprechender Richtung die normal
geschlossenen Greifer 9.1 in einen geöffneten Zustand versetzbar sind. Ferner weist
das erste Schaltelement 24 eine derart angeordnete Schaltfläche 24.1 auf, dass die
Rolle 25.1 in einer Schaltstellung des ersten Schaltelementes 24 die genannte Schaltfläche
24.1 kontaktiert und die Greifer 9.1 eines jeweiligen Greifersystems 9 öffnet, wenn
das jeweilige Greifersystem 9 bei dessen Umlauf entlang der Greiferbahn einen durch
Ort und Stellung des ersten Schaltelementes 24 bestimmten Ort auf der Greiferbahn
erreicht. Dieser Ort bestimmt sodann ein bezüglich der auf den Stapel 14 gerichteten
Transportrichtung 5' der Bogen stromabwärts gelegenes erstes Ende eines ersten Abschnittes
A1 der Greiferbahn, entlang welchem der an diesem Ort seitens der Greifer 9.1 freigegebene
Bogen 3 mittels der Greifer 9.1 in der Transportrichtung 5' geschleppt wird, nachdem
die Greifer 9.1 den Bogen an einem bezüglich dieser Transportrichtung stromaufwärts
gelegenen Ort der Greiferbahn erfasst und von dem Druckzylinder 2.1 übernommen haben.
[0017] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das erste Schaltelement 24 bevorzugt in Form einer
Koppel 26.3 eines Koppelgetriebes 26 mit einer ersten Schwinge 26.1 und einer zweiten
Schwinge 26.2 ausgebildet, von welchen die erste bezüglich der Transportrichtung 5'
stromabwärts gegenüber der zweiten angeordnet ist. Dabei sind die zur Bildung des
Koppelgetriebes 26 unter anderem erforderlichen gestellfesten Gelenke einer dem Gestell
des Auslegers 1 zugehörigen Seitenwand 27 zugeordnet.
[0018] In den Figuren 3 und 4 ist das Getriebeschema des Koppelgetriebes 26 für unterschiedliche
Stellungen des ersten Schaltelementes 24 dargestellt, welches hier unter Verzicht
auf dessen zur Betätigung der genannten Rollenhebelanordnung 25 im Sinne eines Öffnens
der Greifer 9.1 vorgesehene Schaltfläche 24.1 vereinfacht als gerade Koppelstange
26.3' wiedergegeben ist.
[0019] Bei den in Fig. 3 wiedergegebenen Stellungen des Koppelgetriebes 26 behält die in
Transportrichtung 5' stromabwärts angeordnete erste Schwinge 26.1 desselben ihre Lage
bei, während die stromaufwärts angeordnete zweite Schwinge 26.2 ihre Lage durch eine
Verstellung ihres gestellfesten Gelenkes zu verändern vermag. Hierzu ist die erste
Schwinge 26.1 über ein gestellfestes Gelenk an der Seitenwand 27 des Auslegers 1 angelenkt
und diese zwar grundsätzlich um eine ortsfeste erste geometrische Achse 26.1" schwenkbare
Schwinge 26.1 ist mittels eines Stellzylinder 26.4 in einer vorbestimmten Schwenklage
gehalten, wobei im beispielhaft dargestellten Falle die erste Schwinge 26.1 ein Verstellglied
in Form eines über die gestellfeste Anlenkung hinaus erstreckten Hebelarmes 26.1'
aufweist, an dessen freiem Ende der Stellzylinder 26.4 angreift und die erste Schwinge
26.1 in der genannten vorbestimmten Schwenklage hält.
[0020] Die genannte Veränderung der Lage der stromaufwärts gelegenen zweiten Schwinge 26.2
erfolgt in dem anhand Fig. 3 dargelegten Fall der stillstehenden ersten Schwinge 26.1
nicht betriebsmäßig sondern sie ergibt sich aus einem nachfolgend erläuterten Stellvorgang,
mittels welchem der Zeitpunkt der Freigabe der zur Bildung des Stapels 14 bestimmten
Bogen 3 einstellbar ist, oder mit anderen Worten, das bereits genannte stromabwärts
gelegene erste Ende des ersten Abschnittes A1 der Greiferbahn, an welchem die bis
dahin seitens der jeweiligen Greifer 9.1 geschleppten Bogen 3 zur Bildung des Stapels
14 freigegeben werden. Mit dem genannten Stellvorgang werden Parameter berücksichtigt,
die unmittelbaren Einfluss auf die Bildung des Stapels 14 haben. Diese Parameter umfassen
insbesondere die Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie das Flächengewicht und die Steifigkeit
der verarbeiteten Bogen 3.
[0021] Mit der bevorzugten Ausbildung des ersten Schaltelementes 24 als Koppel des Koppelgetriebes
26 ist zur Einstellung des genannten ersten Endes des ersten Abschnittes A1 der Greiferbahn
in vorteilhafter Weise eine der Verstellmöglichkeiten eines Koppelgetriebes nutzbar,
und zwar hier eine Verstellung bzw. Justierung der Lage einer zweiten geometrischen
Achse 26.2", um welche die zweite Schwinge 26.2 schwenkbar ist, wobei eine für die
Schaltstellungen des ersten Schaltelementes 24 vorgesehene Lage der ersten Schwinge
26.1 beibehalten bleibt.
[0022] Die genannte zweite geometrische Achse 26.2" ist des Weiteren gemäß einer bevorzugten
Ausgestaltung auf geometrische Orte auf einer Kreisbahn einstellbar und behält nach
erfolgter entsprechender Einstellung betriebsmäßig ihre Lage bei, d. h. das Koppelgetriebe
26 führt während einer ununterbrochenen Ablage der Bogen 3 auf den Stapel 14 keine
Bewegungen aus sondern dient dabei lediglich zu einer funktionsgerechten Positionierung
des ersten Schaltelementes 24.
[0023] Dieses ist nun unter entsprechender Verstellung der genannten zweiten geometrischen
Achse 26.2" innerhalb eines Bereiches von Schaltstellungen um ein das Schaltelement
24 - d. h. die Koppel 26.3 - bzw. gemäß der schematischen Darstellung der Fig. 3 die
Koppelstange 26.3' an die erste Schwinge 26.1 anlenkendes Gelenk schwenkbar.
[0024] Zur Realisierung einer entsprechenden Schwenkbewegung ist die zweite Schwinge 26.2
an einen seinerseits gestellfest an der Seitenwand 27 angelenkten Lenker 26.2' angelenkt,
der einen über dessen ortsfestes Gelenk hinausragenden Hebelarm aufweist, der mittels
einer Stellvorrichtung 28 innerhalb eines Schwenkbereiches schwenkbar und in einer
jeweiligen Schwenklage arretierbar ist.
[0025] Die genannte zweite geometrische Achse 26.2" wird insoweit mittels eines die zweite
Schwinge 26.2 und den Lenker 26.2' miteinander verbindenden Gelenkes bestimmt.
[0026] Für eine manuelle Verstellung der Schwenklagen des ersten Schaltelementes 24 - bzw.
der Koppel 26.3 - ist gemäß Fig. 3 beispielhaft ein Schraubgetriebe vorgesehen, und
zwar mit einer ersten gestellfest angelenkten und einer zweiten an dem genannten Hebelarm
angelenkten Gewindestange mit zwei entgegengesetzten Gewindesteigungen und einer mit
den Gewindestangen zusammenarbeitenden Stellmutter.
[0027] Das das erste Schaltelement 24 umfassende Koppelgetriebe 26 ist insoweit gestellfest
angelenkt und auf unterschiedliche Schaltstellungen des ersten Schaltelementes 24
innerhalb eines Bereiches einstellbar. Dieser Bereich ist in Fig.3 durch zwei Endstellungen
des hier zur Koppelstange 26.3' stilisierten ersten Schaltelementes 24 angedeutet.
Hieraus ergibt sich in Verbindung mit Fig. 1 oder 2, d. h. bei der darin angegebenen
Ausgestaltung der Schaltfläche 24.1 ein frühester Zeitpunkt für die Freigabe der Bogen
3 seitens der Greifer 9.1, wenn das erste Schaltelement 24 eine Schaltstellung einnimmt,
die qualitativ der mit einer gestrichelten Linie dargestellten Lage der Koppelstange
26.3' entspricht und ein spätester Zeitpunkt im Falle einer Schaltstellung des ersten
Schaltelementes 24 entsprechend der qualitativ mit einer Voll-Linie dargestellten
Lage der Koppelstange 26.3'.
[0028] Es versteht sich, dass ein Bogen 3 in letzterem Falle entlang eines längeren Abschnittes
der Greiferbahn geschleppt wird als in ersterem.
[0029] Die in Fig. 3 dargestellten und die dazwischen liegenden Stellungen der Koppelstange
26.3' entsprechen wählbaren Schaltstellungen des ersten Schaltelementes, in denen
die Bogen 3 unter Betätigung der genannten Rollenhebelanordnung 25 zur Bildung des
Stapels 14 seitens der jeweiligen Greifer 9.1 freigegeben werden.
[0030] Anstelle der manuellen Verstellung mittels der beispielhaft als Gewindetrieb ausgebildeten
Stellvorrichtung 28 zur Wahl einer bestimmten Schaltstellung des ersten Schaltelementes
24 ist in weiterer Ausgestaltung eine in Fig. 3 nicht dargestellte Stellvorrichtung
vorgesehen, die motorisch betätigbar ist. Hierzu ist bevorzugt der Lenker 26.2' mittels
einer drehfest mit einem Schneckenrad verbundenen in der Seitenwand 27 gelagerten
Welle schwenkbar und das Schneckenrad über eine motorisch drehbare Schnecke für die
Dauer einer jeweils erforderlichen Anzahl von Umdrehungen und in der jeweils erforderlichen
Drehrichtung antreibbar.
[0031] In Fig. 4 ist das Koppelgetriebe 26 mit Voll-Linien in einer der auswählbaren Schaltstellungen
des ersten Schaltelementes 24 - d. h. in einer Schaltstellung entsprechend einer bestimmten
Lage der Koppelstange 26.3' innerhalb des genannten Bereiches der Verstellmöglichkeiten
- und mit gestrichelten Linien in einer unwirksamen Stellung des ersten Schaltelementes
24 wiedergegeben. Unter Berücksichtigung dessen, dass das Koppelgetriebe 26 Schwenkbewegungen
in einer zur Seitenwand 27 parallelen Schwenkebene ausführt, und in Verbindung mit
den Figuren 1 und 2 ist ersichtlich, dass das erste Schaltelement 24 aus einer Schaltstellung
desselben unter Abheben gegenüber der Greiferbahn in seine unwirksame Stellung verstellbar
ist, in welcher keine Betätigung der Rollenhebelanordnung 25 seitens der Schaltfläche
24.1 erfolgt.
[0032] Die Stellkräfte zur Verstellung des ersten Schaltelementes 24 zwischen einer Schaltstellung
desselben und seiner unwirksamen Stellung und umgekehrt werden über die erste Schwinge
26.1 in das Koppelgetriebe 26 eingeleitet. Hierzu weist die erste Schwinge 26.1 einen
über deren gestellfeste Anlenkung hinaus erstreckten Hebelarm 26.1' auf, an welchem
ein bevorzugt an der Seitenwand 27 gestellfest angelenkter Stellzylinder 26.4 angreift,
der in seiner Darstellung in Fig. 4 das erste Schaltelement 24 bzw. die Koppelstange
26.3' in einer Schaltstellung hält.
[0033] Wie der Fig. 2 weiterhin entnehmbar, ist bezüglich der Transportrichtung 5' stromabwärts
gegenüber der Schaltfläche 24.1 ein zweites Schaltelement 29 angeordnet, mittels welchem
ein gegenüber dem stromabwärts gelegenen Ende des genannten ersten Abschnittes A1
der Greiferbahn stromabwärts gelegenes zweites Ende eines zweiten Abschnittes A2 der
Greiferbahn definierbar ist. Das zweite Schaltelement 29 ist hierzu ebenfalls mit
einer Schaltfläche 29.1 ausgestattet, die in einer Schaltstellung derselben die Rolle
25.1 der genannten Rollenhebelanordnung 25 (siehe Fig. 2) kontaktiert und damit die
Greifer 9.1 öffnet. An diesem Ende des gegenüber dem ersten längeren zweiten Abschnittes
A2 der Greiferbahn betätigt das zweite Schaltelement 29 in seiner Schaltstellung die
genannte Rollenhebelanordnung 25 im Sinne eines Öffnens jeweiliger Greifer 9.1. In
der unwirksamen Stellung des ersten Schaltelementes 24 werden die Bogen 3 dabei gegenüber
deren Freigabe zur Bildung des Stapels 14 verzögert, d. h. weiter stromabwärts bezüglich
der Transportrichtung, also am Ende des genannten zweiten Abschnittes der Greiferbahn
freigegeben. Die solchermaßen freigegebenen Bogen 3 treffen nun nicht mehr auf die
genannten Vorderkantenanschläge 12, sie sind vielmehr unter bevorzugtem Einsatz weiterer
Brems- und Führungsvorrichtungen, wie insbesondere gemäß der Patentanmeldung 100 15
163.9 ausschleusbar und einer stromabwärts gegenüber dem Stapel 14 angeordneten Ablagevorrichtung
30 für beispielsweise Probebogen oder Makulatur zuführbar.
[0034] Das jeweils stromabwärts gelegene Ende des ersten bzw. zweiten Abschnittes A1 bzw.
A2 der von den Greifern 9.1 von der Übernahme eines jeweiligen Bogens 3 vom Druckzylinder
2.1 bis zu deren Freigabe durchfahrenen Greiferbahn fällt im Wesentlichen zusammen
mit Kontaktpunkten K1 bzw. K2, in denen die Rolle 25.1 die Schaltflächen 24.1 bzw.
29.1 kontaktiert und somit die jeweiligen Greifer 9.1 öffnet. Die Lage des Kontaktpunktes
K1, in welchem die Rolle 25.1 die Schaltfläche 24.1 kontaktiert, ergibt sich aus einer
wie dargelegt eingestellten Schaltstellung des ersten Schaltelementes 24 entsprechend
einer bestimmten Lage der Koppelstange 26.3' innerhalb deren in Fig. 3 angedeutetem
Verstellbereich. In Fig. 2 ist der Kontaktpunkt K1 für eine der möglichen Lagen wiedergegeben.
[0035] Wie nachfolgend erläutert, befindet sich das zweite Schaltelement 29 in einer die
Ausschleusung ermöglichenden Schaltstellung, wenn sich das erste Schaltelement 24
in dessen unwirksamer Stellung befindet, während sich das erste Schaltelement 24 in
einer Schaltstellung desselben befindet, wenn das zweite Schaltelement 29 eine unwirksame
Stellung einnimmt. Die Verbringung des zweiten Schaltelementes 29 in dessen unwirksame
Stellung ist zwar mit Blick auf die Funktionen der beiden Schaltelemente 24 und 29
nicht zwingend erforderlich, sie wirkt sich jedoch in vorteilhafter Weise vermindernd
auf Schaltgeräusche und Verschleiß des zweiten Schaltelementes 29 und der Rollenhebelanordnung
25 aus und ist andererseits, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel, dann vorgesehen,
wenn das zweite Schaltelement 29 in dessen Schaltstellung einen Raum beansprucht,
der vom ersten Schaltelement 24 in dessen Schaltstellung beansprucht wird.
[0036] Das zur Verstellung des ersten Schaltelementes 24 vorgesehene Koppelgetriebe 26 ist
ein erstes Teilgetriebe eines Gelenk- und Kurvengetriebes, mittels welchem die beiden
Schaltelemente 24 und 29 verstellbar sind.
[0037] In Fig. 5 ist das Getriebeschema eines weiteren Teilgetriebes dieses Gelenkund Kurvengetriebes
in Form eines mit dem zweiten Schaltelement 29 verbundenen Kurvengetriebes wiedergegeben,
und zwar mit Voll-Linien in der Schaltstellung und in gestrichelten Linien in der
unwirksamen Stellung des zweiten Schaltelementes 29.
[0038] Das zweite Schaltelement 29 wird von einem Schwenkarm 31 getragen. Der Schwenkarm
31 ist auf einem Zapfen 32 gelagert, der seinerseits in der Umlenkschienenanordnung
8 aufgenommen ist, die ein einen Abschnitt des Verlaufes der Greiferbahn bestimmendes
Führungsteil für eine der Förderketten 6 darstellt und hier einen Umlenkabschnitt
umfasst. Der Zapfen 32 ist solchermaßen in diesem Führungsteil aufgenommen, dass der
Schwenkarm 31 in einer zur Schwenkebene des Koppelgetriebes 26 - in Fig. 5 dargestellt
durch die mit strichpunktierter Linie wiedergegebene Spur der Schwenkebene in der
Zeichenfläche - senkrechten Ebene - parallel zur Zeichenfläche - derart schwenkbar
ist, dass sich das zweite Schaltelement 29 in einer ersten Schwenklage in seiner Schaltstellung
und in einer zweiten Schwenklage in seiner unwirksamen Stellung befindet, in welche
das zweite Schaltelement 29 unter seitlichem Abrücken von der Greiferbahn aus der
Schaltstellung heraus verstellbar ist.
[0039] Zur Verstellung des zweiten Schaltelementes 29 zwischen dessen Schaltstellung und
dessen unwirksamer Stellung und umgekehrt ist der dieses an einem ersten Ende desselben
tragende Schwenkarm 31 an einem zweiten Ende desselben mit einem Kurvenfolger - hier
in Form einer drehbar am Schwenkarm 31 gelagerten Rolle 33 - versehen. Am Schwenkarm
31 greift eine auf nicht näher dargestellte Weise an der Umlenkschienenanordnung 8
angelenkte Feder 34 an, welche die Rolle 33, d. h. den Schwenkarm 31 an seinem die
Rolle 33 tragenden Ende in Richtung auf eine Steuerkurve 35 und damit das zweite Schaltelement
29 in Richtung auf dessen Schaltstellung vorspannt. Die Steuerkurve 35 stellt sich
als eine Axialkurve dar, die gemeinsam mit der ersten Schwinge 26.1 des Koppelgetriebes
26 verstellbar und hierzu drehfest mit einer Welle 36 verbunden ist, welche ihrerseits
drehfest mit der ersten Schwinge 26.1 verbunden ist und einen Bestandteil der Mittel
zur gestellfesten Anlenkung der ersten Schwinge 26.1 an die Seitenwand 27 darstellt.
Die Steuerkurve 35 ist somit unter Verstellung des ersten Schaltelementes 24 verstellbar.
[0040] Das erste Schaltelement 24 und das zweite Schaltelement 29 stehen insoweit in einer
kinematischen Verbindung, und zwar derart, dass das zweite Schaltelement 29 unter
Verstellung des ersten Schaltelementes 24 verstellbar ist. Dabei ist die Steuerkurve
35 derart ausgebildet, dass sich das zweite Schaltelement 29 in seiner unwirksamen
Stellung befindet, wenn das erste Schaltelement 24 eine Schaltstellung einnimmt, und
dass eine Verstellung des ersten Schaltelementes 24 aus einer Schaltstellung desselben
in seine unwirksame Stellung das zweite Schaltelement 29 aus dessen unwirksamer Stellung
in seine Schaltstellung verstellt, und eine Verstellung des ersten Schaltelementes
24 von dessen unwirksamer Stellung in eine Schaltstellung das zweite Schaltelement
29 aus dessen Schaltstellung in dessen unwirksame Stellung verstellt.
[0041] Wie der Fig. 2 entnehmbar, bleibt diese kinematische Verbindung auch dann bestehen,
wenn die Förderketten 6 in Folge einer Längung derselben nachgespannt werden müssen.
Die im vorliegenden Falle anstelle eines Umlenkkettenrades vorgesehene, eine äußere
Kettenführungsbahn 8.1 und eine innere Kettenführungsbahn 8.2 ausbildende Umlenkschienenanordnung
8 ist zum Nachspannen einer von diesen geführten Förderkette 6 mit Langlöchern 37
versehen, die von Schrauben 38 durchgriffen werden, mittels welcher die Umlenkschienenanordnung
8 an der Seitenwand 27 befestigbar ist. Die Langlöcher 37 ermöglichen bei gelösten
Schrauben 38 ein Verstellen der Umlenkschienenanordnung 8 im Sinne des Spannens einer
Förderkette 6. Zur Beibehaltung der kinematischen Verbindung der beiden Schaltelemente
24 und 29 besitzt die mit der über die Welle 36 gestellfest an der Seitenwand 27 angelenkten
Steuerkurve 35 zusammenarbeitende Rolle 33 eine derartige Länge und gegenüber der
Steuerkurve 35 eine derartige Lage, dass die Rolle 33 die Steuerkurve 35 bis zum Ende
eines Nachspannweges der Umlenkschienenanordnung 8 gegenüber der Seitenwand entsprechend
einer noch zulässigen Längung der Förderkette 6 kontaktiert.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Ausleger
- 2
- Druckwerk
- 2.1
- Druckzylinder
- 2.2
- Gummituchzylinder
- 3
- Bogen
- 4
- Kettenförderer
- 5
- Drehrichtungspfeil
- 5'
- Transportrichtung
- 6
- Förderkette
- 7
- Antriebskettenrad
- 8
- Umlenkschienenanordnung
- 8.1
- äußere Kettenführungsbahn
- 8.2
- innere Kettenführungsbahn
- 9
- Greifersystem
- 9.1
- Greifer
- 10
- Bogenleitvorrichtung
- 11
- Bogenbremse
- 12
- Vorderkantenanschlag
- 13
- Hinterkantenanschlag
- 14
- Stapel
- 15
- Plattform
- 16
- Hubkette
- 17
- Bogenleitfläche
- 18
- Stutzen
- 19
- Trockner
- 20
- Bestäubungsvorrichtung
- 21
- Einlass-Stutzen
- 22
- Auslass-Stutzen
- 23
- Kühlmittelwanne
- 24
- erstes Schaltelement
- 24.1
- Schaltfläche
- 25
- Rollenhebelanordnung
- 25.1
- Rolle
- 26
- Koppelgetriebe
- 26.1
- erste Schwinge des Koppelgetriebes 26
- 26.1'
- Hebelarm
- 26.1"
- erste geometrische Achse
- 26.2
- zweite Schwinge des Koppelgetriebes 26
- 26.2'
- Lenker
- 26.2"
- zweite geometrische Achse
- 26.3
- Koppel
- 26.3'
- Koppelstange
- 26.4
- Stellzylinder
- 27
- Seitenwand des Auslegers 1
- 28
- Stellvorrichtung
- 29
- zweites Schaltelement
- 29.1
- Schaltfläche
- 30
- Ablagevorrichtung
- 31
- Schwenkarm
- 32
- Zapfen
- 33
- Rolle
- 34
- Feder
- 35
- Steuerkurve
- 36
- Welle
- 37
- Langloch
- 38
- Schraube
- A1, A2
- Abschnitt der Greiferbahn
- K1, K2
- Kontaktpunkt
1. Ausleger einer Bogen verarbeitenden Maschine, insbesondere einer Druckmaschine, mit
- einem Gestell,
- innerhalb des Gestelles betriebsmäßig entlang einer Greiferbahn umlaufenden Greifern,
die einen jeweiligen der Bogen an einem Ort der Greiferbahn erfassen und entlang Abschnitten
der Greiferbahn in einer Transportrichtung schleppen,
- einem ersten Schaltelement, mittels welchem ein bezüglich der Transportrichtung
stromabwärts gelegenes erstes Ende eines ersten der Abschnitte der Greiferbahn definierbar
ist, und
- einem zweiten Schaltelement, mittels welchem ein gegenüber dem Ende des ersten Abschnittes
stromabwärts gelegenes zweites Ende eines zweiten Abschnittes der Greiferbahn definierbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Schaltelement (24) am Gestell (Seitenwand 27) und das zweite Schaltelement
(29) an einem am Gestell befestigten einen Abschnitt des Verlaufes der Greiferbahn
bestimmenden Führungsteil (Umlenkschienenanordnung 8) angeordnet ist.
2. Ausleger nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltelemente (24, 29) zwischen einer jeweiligen Schaltstellung und einer jeweiligen
unwirksamen Stellung und umgekehrt verstellbar sind.
3. Ausleger nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich eines der beiden Schaltelemente (24, 29) in seiner Schaltstellung befindet,
wenn das andere in dessen unwirksame Stellung verstellt ist und umgekehrt.
4. Ausleger nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Schaltelement (24) unter Abheben gegenüber der Greiferbahn und das zweite
Schaltelement (29) unter seitlichem Abrücken von der Greiferbahn von der jeweiligen
Schaltstellung in die jeweils unwirksame Stellung verstellbar ist
5. Ausleger nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
ein am Gestell (Seitenwand 27) angelenktes Koppelgetriebe (26) mit einer das erste
Schaltelement (24) ausbildenden Koppel (26.3).
6. Ausleger nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelgetriebe (26) eine um eine ortsfeste erste geometrische Achse (26.1") schwenkbare
erste Schwinge (26.1) und eine zweite Schwinge (26.2) umfasst, die um eine zweite
geometrische
Achse (26.2") schwenkbar ist, deren Lage justierbar ist.
7. Ausleger nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite geometrische Achse (26.2") auf geometrische Orte auf einer Kreisbahn einstellbar
ist.
8. Ausleger nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
einen an dem Führungsteil (Umlenkschienenanordnung 8) angelenkten, das zweite Schaltelement
(29) tragenden Schwenkarm (31).
9. Ausleger nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltelemente (24, 29) miteinander in einer kinematischen Verbindung stehen.
10. Ausleger nach Anspruch 9,
gekennzeichnet durch
eine das zweite Schaltelement (29) mit einer Stellkraft in Richtung seiner Schaltstellung
vorspannende Feder (34) und eine unter Verstellung des ersten Schaltelementes (24)
verstellbare Steuerkurve (35), mittels welcher das zweite Schaltelement (29) entgegen
der Stellkraft aus seiner Schaltstellung in seine unwirksame Stellung und unter der
Wirkung der Stellkraft aus der unwirksamen Stellung in die Schaltstellung verstellbar
ist.