[0001] Die Erfindung betrifft ein Entblendungstransparent für langgestreckte Leuchtkörper,
welches zur Entblendung eines Abstrahlsektors des Leuchtkörpers den Leuchtkörper über
dessen Länge überdeckt, gemäß der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Bei Raumbeleuchtungen, insbesondere bei Bürobeleuchtungen mit den üblicherweise geforderten
hohen Leuchtdichten, ist die Lichtquelle aus der Position eines Arbeitsplatzes so
zu entblenden, daß keine Störung beim Blick zur Arbeitsvorlage im Gesichtsfeld des
Arbeitenden durch Blendung eintritt. Um eine behagliche Raumbeleuchtung zu erhalten,
sind Maßnahmen erförderlich, um die vom Arbeitenden wahrgenommenen, durch die Lichtquelle
entstehenden Leuchtdichten zu ändern. Insbesondere sind bei Büroarbeitsplätzen, die
mit Bildschirmen ausgestattet sind, Direktblendungen und Reflexblendungen zu vermeiden.
Direktblendung tritt dabei auf, wenn beim Blick zur Arbeitsfläche, beispielsweise
Bildschirm oder Papiervorlage, im Gesichtsfeld große Helligkeit erzeugt wird. Grundsätzlich
muß dabei ein direkter Blick auf den Leuchtkörper ausgeschlossen werden. Bei langgestreckten
Leuchtkörpern sind Entblendungsmaßnahmen in Querrichtung, teilweise auch in Längsrichtung
des Leuchtkörpers bekannt, bei denen der Abstrahlwinkel des Leuchtkörpers durch herabgezogene
Gehäusewände eines den Leuchtkörper aufnehmenden Gehäuses erreicht wird. Dabei sind
diejenigen Arbeitsplätze blendfrei, die außerhalb des Abstrahlsektors des Leuchtkörpers
liegen.
[0003] Zur Entblendung des Leuchtkörpers innerhalb des Abstrahlsektors sind Entblendungstransparente
bekannt, welche aus lichtdurchlässigem Material bestehen und den Leuchtkörper über
dessen Länge überdecken. Aus der
DE 34 20 414 C2 ist eine lichtdurchlässige Leuchtenabdeckung zur Entblendung von Leuchten mit langgestreckten
Lampen und einem oberhalb der Lampe angeordneten Reflektor bekannt, welche die Reflektoröffnung
abschließt und auf der der Lampe abgewandten Seite gestreckte Prismen aufweist, welche
das durchtretende Licht streuen sollen. Die gestreckten Prismen liegen etwa parallel
zueinander und verlaufen quer zur Lampenlängsachse, wobei unter Berücksichtigung des
Brechungsindexes des Materials des Entblendungstransparentes der Abstrahlwinkel des
Leuchtkörpers längs der Lampenachse begrenzt werden soll. Der Prismenquerschnitt hat
dabei die Form eines gleichschenkligen Dreiecks, wobei die Form des Prismenquerschnitts
so gewählt sein muß, daß eine Totalreflexion ausgeschlossen wird, um so die Lichtverteilung
der Leuchte quer zur Lampenachse möglichst wenig zu beeinflussen. Auf diese Weise
wird der Leuchtkörper auf der sichtbaren Oberfläche des Entblendungstransparentes
abgebildet, wobei das überaus helle Abbild des Leuchtkörpers oft als störend empfunden
wird. Dabei treten wahrgenommene Leuchtdichten von etwa 80% bis zu 100% der Leuchtdichte
der Lichtquelle auf, gemessen im Gesichtsfeld eines Betrachters, insbesondere in sitzender
Position. Eine Entblendung des Leuchtkörpers in Querrichtung strebt die bekannte Anordnung
nicht an.
[0004] Zweck der Entblendung von einer Prismenfolie umgeben ist. Die Prismen sind dabei
parallel nebeneinander liegend angeordnet und verlaufen parallel zur Gehäuselängsachse.
Auf der konzentrisch zur Stablichtquelle angeordneten Folie sind die Prismen in Form
eines gleichschenkligen Dreiecks ausgebildet und symmetrisch angeordnet, wobei um
den zylindrischen Prismenkörper ein transparentes Schutzrohr gelegt ist. Die radial
von der Stableuchte abgestrahlten Lichtstrahlen und die unmittelbaren Nachbarstrahlen
treten dabei etwa senkrecht durch die Prismenbasis in das jeweilige Prisma ein und
werden von den Prismenflächen, die den Schenkeln des rechtwinkligen Prismenquerschnittes
reflektiert. Auf diese Weise werden die Radialstrahlen, die von allen abgestrahlten
Lichtstrahlen am intensivsten sind, in die Leuchtquelle zurückgeworfen und dort absorbiert,
so daß mit dieser bekannten Anordnung eine Entblendung nur mit enormen Lichtverlusten
erreichbar ist.
[0005] Aus der
DE 197 45 844 A1 kennt man die Verwendung von Prismenfolien vor der Lichtaustrittsöffnung eines Reflektors.
Dabei umgeben Reflektor und Prismenfolie den Leuchtkörper. Die Prismenkontur ist dabei
im wesentlichen eine planare Fläche, an deren einer Seite die Rippen der eigentlichen
Prismenstruktur angeordnet ist. Die Längsachse der Prismen ist dabei senkrecht zur
Lampenachse angebracht. Um eine breitstrahlende (Fahrzeuginnenleuchte) oder eine gerichtete
(Fahrzeugsignalleuchte) Lichtverteilung zu erhalten, ist der Reflektor so zu dimensionieren,
daß der Reflektor und die Prismenfolie eine integrale Einheit bilden.
[0006] Ein röhrenförmiger Entblendungskörper ist auch aus der
EP 0 372 272 A1 für eine Spiegelrasterleuchte bekannt. Die Prismenstruktur eines die Stablampe umgebenden
Lichtleitkörpers soll das abgestrahlte Licht streuen, wobei die Prismenstruktur in
einem Sektor totalreflektierend sein kann, um eine asymmetrische Lichtverteilung zu
erreichen. Die leuchtstarken Radialstrahlen werden der Totalreflexion unterzogen und
direkt in die Lampe zurückgeworfen, so daß Lichtverluste nicht zu vermeiden sind.
[0007] Aus der
US 1,941,079 ist ein langgestreckter Leuchtkörper mit einem diesen umgebenden als Trog gestalteten
Glaskörper mit Prismen bekannt. Die Prismen sind an der Oberfläche des Glaskörpers
angeordnet, teilweise auch auf dessen Innenseite. Die Prismen dienen zur Modifizierung
des Lichtdurchgangs in der vertikalen Ebene.
[0008] Die
DE 1 935 927 beschreibt eine Straßenlaterne mit einem kugelförmigen Leuchtkörper. Dieser Leuchtkörper
ist von einer ringförmigen Lichtablenkeinrichtung umgeben, die an ihrem äußeren Umfang
mit Prismen versehen ist. Die Lichtablenkeinrichtung ist so gestaltet, daß die Lichtstrahlen
in Richtung auf den auszuleuchtenden Boden gelenkt werden.
[0009] Die
US 4,450,509 offenbart eine lichtdurchlässige Leuchtschüssel für eine Straßenbeleuchtung, bei
der ein direkt im Zentrum des Abstrahlsektors der Lichtquelle liegender Abschnitt
der Schüssel eine prismatische Struktur zur Entblendung hat. Dabei sind in der Oberfläche
abwechselnd flache Abschnitte zum direkten Lichtdurchlaß und Prismen mit dreieckigem
Querschnitt vorgesehen, welche durch Reflexion an einer Prismenfläche und anschließender
Beugung an der jeweils anderen Fläche einen Streueffekt erreichen. Mit dieser bekannten
Prismenanordnung für eine Straßenleuchte kann jedoch lediglich eine Entblendung der
angeleuchteten Fläche, nicht jedoch eines Raumes erreicht werden.
[0010] Des weiteren sind Prismenanordnungen zur Lichtleitung in einem Rohr bekannt. Bei
dem Lichtleiter nach der
US 4,906,070 ist an der Außenseite des Lichtrohres eine Prismenstruktur mit symmetrisch zur Rohrachse
ausgerichteten Dreiecksprismen vorgesehen, welche den Lichtverlust auf dem Wege der
Totalreflexion senken soll.
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Entblendungstransparent
derart weiterzubilden, daß eine völlig blendfreie und für den Raumeindruck gleichmäßige
Raumausleuchtung mit möglichst hoher Leuchtintensität erfolgt.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0013] Erfindungsgemäß wird eine gleichmäßige Lichtabstrahlung vom Entblendungstransparent
erreicht durch eine derartige Anordnung der Prismen relativ zum Leuchtkörper, daß
an mindestens einer der Prismenflächen, die auf diese Prismenfläche auftreffenden
Lichtstrahlen total reflektiert werden. Das Entblendungstransparent wird dabei von
einem Teil der in die Prismen eintretenden Lichtstrahlen durchdrungen, während der
andere Teil der eingetretenen Strahlenbündel durch Totalreflexion zurückgeworfen wird.
So wird das von der Leuchtquelle radial auf die Prismen abgestrahlte Lichtbündel gestreut.
Mit der Ausrichtung der Prismen längs des Leuchtkörpers wird insbesondere auch in
den seitlichen Bereichen des Leuchtkörpers eine vollständige Entblendung erreicht
und der Raum gleichmäßig ausgeleuchtet. Die Prismen sind dabei entsprechend ihrer
Querschnittsform und dem Brechungsindex des Materials relativ zum Leuchtkörper so
anzuordnen, daß durch Totalreflexion an einer Prismenfläche Teilbündel der auftreffenden
Lichtstrahlen vom direkten Durchtritt des Transparentes abgehalten werden. Bei der
Erfindung besteht das Transparent aus einer Prismenfolie mit einseitig prismatischer
Oberfläche, welche abdeckend vor dem Leuchtkörper angeordnet wird. Durch Wölbung der
Prismenfolie um den Leuchtkörper können die Prismen auf einfache Weise in die vorgesehene
Lage gebracht werden.
[0014] Zweckmäßig ist die dem Leuchtkörper zugewandt liegende Seite des Entblendungstransparentes
aus im wesentlichen ebenen Basisflächen der Prismen gebildet, wobei die Totalreflexion
an einer der Primenflächen auf der jenseits des Leuchtkörpers liegenden Seite des
Transparentes erfolgt. Die total reflektierten Lichtbündel werden vom Austritt aus
den Prismen jenseits des Leuchtkörpers abgehalten. Entsprechend der Querschnittsform
der Prismen, das heißt der Breite der Basisflächen und der winkligen Ausrichtung der
hervorstehenden Prismenflächen auf der prismatischen Oberfläche ist die Prismenfolie
in einem solchen Abstand zum Leuchtkörper anzubringen, daß die angestrebte Totalreflexion
an den Prismenflächen entsteht. Vorteilhaft weisen die vorgesehene Lage gebracht Querschnitt
auf, wobei die die Prismen einen dreieckigen Querschnitt auf, wobei die Basisfläche
der Prismen der Grundseite des Dreieckquerschnitts entspricht und dem Leuchtkörper
zugewandt liegt. Dabei wird von dem durch die Basisfläche eintretenden Lichtbündel
der Teil, der auf eine der Schenkelflächen des Prismas auftrifft, total reflektiert,
während das auf die andere Schenkelfläche des Dreieckprismas auftreffende Lichtbündel
unter Ablenkung das Entblendungstransparent durchstrahlt. Die Schenkelflächen entsprechen
den Dreieckseiten des Prismenquerschnitts, welche abgewinkelt zur Grundseite liegen.
[0015] Besonders vorteilhaft weisen die Prismen die Form eines gleichschenkligen Dreiecks
auf, wobei durch Wölbung der Prismenfolie die Abstrahlwinkel des Entblendungstransparentes
bedarfsweise einstellbar sind. Dabei wird es als vorteilhaft gesehen, wenn die total
reflektierten Lichtbündel neben die Achse des Leuchtkörpers zurückgeworfen werden.
Die Prismen mit der Querschnittsform eines gleichschenkligen Dreiecks können durch
geeignete Wölbung einfach in die vorgesehene Lage gebracht werden, in der sich an
einer der Kathetenflächen eine Totalreflexion ergibt, wenn die Basisflächen der einzelnen
Prismen jeweils in einem von 90° abweichenden Winkel zu den auf das jeweilige Prisma
auftreffenden Lichtstrahlen liegen.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer Leuchte mit einem erfindungsgemäßen Entblendungstransparent,
Fig. 2 einen Querschnitt einer Leuchte mit einem erfindungsgemäßen Entblendungstransparent,
Fig. 3 bis Fig. 6 Strahlengänge an einem einzelnen Prisma in unterschiedlichen Winkellagen
des Prismenquerschnittes zum Leuchtkörper,
Fig. 7 eine Darstellung der Winkelbeziehungen der Strahlengänge,
Fig. 8 eine Darstellung der Strahlengänge bei zwei benachbarten Prismenstrahlengängen,
Fig. 9 und Fig. 10 schematische Darstellungen zur Bildung der Transparentgeometrie
bei einer gewölbten Folie,
Fig. 11 und Fig. 12 Querschnitte durch den Leuchtkörper und die Strahlengänge der
auf die Prismenfolie auftreffenden Lichtstrahlen.
[0017] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Leuchte 7, welche zur Raumausleuchtung
vorzugsweise an der Raumdecke befestigt wird. Die Leuchte 7 umfaßt ein Gehäuse 3,
in dem ein langgestreckter Leuchtkörper 2 angeordnet ist. Auf der dem zu beleuchtenden
Raum zugewandten, offenen Seite des Gehäuses 3 ist eine Prismenfolie 1a, 1b, 1c angeordnet,
welche den Leuchtkörper 2 über deren gesamte Länge abdeckt. Die Prismenfolie besteht
aus lichtdurchlässigem Material und weist auf der sichtbaren, das heißt der den Leuchtkörper
2 abgewandt liegenden Seite eine prismatische Oberfläche auf. Die prismatische Oberfläche
ist durch etwa parallel zur Längsrichtung des Leuchtkörpers 2 nebeneinander liegende,
durchgehende Prismen gebildet, welche das auf der innen liegenden Seite der Folie
eintretende Lichtbündel streuen. Die Entblendungswirkung der Prisenfolie ist bestimmt
durch die relative Lage der jeweiligen Prismenquerschnitte, welche durch den Wölbungsradius
der Prismenfolie 1a, 1b, 1c variierbar ist. Insbesondere bei Prismenfolien mit symmetrischen
Prismenquerschnitten, wie im vorliegenden Fall Dreiecksquerschnitte mit gleichschenkligen
Dreiecken, kann durch den Wölbungsradius um den Leuchtkörper 2 der gewünschte Entblendungseffekt
individuell den räumlichen Gegebenheiten des zu beleuchtenden Raumes angepaßt werden.
Die optische Wirkungsweise der Prismenfolie zur Entblendung des Leuchtkörpers 2 wird
weiter unten näher erläutert. In der Fig. 1 sind verschiedene Wölbungsradien 1a, 1b
und 1c beispielhaft dargestellt, wobei zweckmäßig die Wölbung der Prismenfolie über
die gesamte Länge des Leuchtkörpers 2 gleich bleibt. Die Prismenfolie liegt auf einem
gewölbten Rand 5 der Stirnwände 4 des Leuchtengehäuses 3 auf, wobei die Kontur des
gewölbten Randes 5 den vorgesehenen Wölbungsradius der Folie bestimmt. Die Prismenfolie
kann auch bündig oder versenkt auf bzw. in die jeweilige Stirnwand 4 geführt sein.
Die mit 1a bezeichnete flache Wölbung weist eine flache Lichtverteilungskurve auf,
welche etwa zwischen 60° und 80° zur Vertikalen des Leuchtkörpers geringe Leuchtstärke
aufweist. Eine mediale Wölbung der Prismenfolie 1b führt zu einer Lichtverteilungskurve,
die etwa zwischen 60° und 90° zur Vertikalen kein Licht aussendet. Bei der aufgestülpten
Außengeometrie der Prismenfolie 1c ist die Leuchtdichte in der Lichtverteilungskurve
im Winkelbereich zwischen etwa 75° und 90° zur Vertikalen minimal.
[0018] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt eines Leuchtengehäuses 3 mit einer Prismenfolie 1
zur Entblendung des langgestreckten Leuchtkörpers 2. Die Prismenfolie 1 überdeckt
dabei den Abstrahlsektor des Leuchtkörpers 2 in den zu beleuchtenden Raum über etwa
180°. Die Prismenfolie 1 ist in der vorliegenden Ausführung der erfindungsgemäßen
Leuchte 7 von einem Gehäuseboden 18 umgeben, welcher hochtransparent oder strukturiert
ausgebildet sein kann, um optische Beleuchtungseffekte zu erreichen. Die parallel
zur Längsachse des Leuchtkörpers 2 liegenden Seitenränder der Prismenfolie 1 und des
Gehäusebodens 18 sind in einem Gehäuseträger 22 eingefaßt. Der Gehäuseträger 22 umfaßt
zwei Profilschienen, welche etwa parallel zu einander beiderseits des Leuchtkörpers
2 verlaufen und die Ränder der Prismenfolie 1 aufnehmen. Die Prismenfolie 1 wird mit
einer derartigen Breite in den Gehäuseträgern 22 fixiert, daß sich ein gewölbter Verlauf
der Prismen um den Leuchtkörper 2 ergibt. Die entblendende Wirkung der Wölbung der
Prismenfolie 1 wird weiter unter näher erläutert. Zweckmäßig ist die Prismenfolie
wie im vorliegenden Beispiel dargestellt etwa spiegelsymmetrisch zu einer Durchmesserachse
des Leuchtkörpers 2 angeordnet, welche senkrecht zu der Querachse zwischen den Gehäuseträgern
22 liegt.
[0019] Die Gehäuseträger 22 sind auf der oben, d. h. gegenüber der Prismenfolie 1 liegenden
Seite mit Distanzelementen 20 versehen, welche ein Gehäusedach 17 tragen. Das Gehäusedach
17 ist transparent ausgebildet. Das Gehäusedach 17, die Gehäuseträger 22 und der Gehäuseboden
18 mit der darin befindlichen Prismenfolie 1 sind derart zueinander angeordnet, daß
zwischen dem Gehäusedach 17 und dem Gehäuseboden 18 ein Luftspalt 19 gebildet ist.
Durch den Luftspalt 19 erfolgt ein Luftaustausch zwischen dem Gehäuseinnenraum und
der Umgebung der Leuchte 7, wobei die Luft zirkulieren kann, ohne daß Partikel von
oben in den Gehäusespalt 19 fallen können. Über die Länge der Leuchte 7 sind mehrere
Distanzelemente 20 vorgesehen, an denen das Gehäusedach 17 jeweils mit Spannschellen
21 oder ähnlichem befestigt sind. Die rechte Seite der Zeichnungsfigur zeigt einen
Schnitt auf Höhe eines Distanzelementes 20, während auf der linken Hälfte ein Schnitt
auf einer zwischen zwei Distanzelementen 20 liegenden Querebene der Leuchte 7 gezeigt
ist, wobei der Luftspalt 19 deutlich wird.
[0020] Die Figuren 3 bis 6 zeigen die Brechungsverhältnisse der Lichtstrahlen an den Prismen
am Beispiel eines einzeln dargestellten Prismas. Die Prismenfolie wird derartig angeordnet,
daß die Basisfläche 8 entsprechend der Grundseite des Dreiecksquerschnittes des Leuchtkörpers
2 zugewandt liegt. Im vorliegenden Fall liegen die Schenkelflächen 11, 12 des gleichschenkligen
Dreiecksquerschnittes des Prismas in einem Winkel von 45° zur Basisfläche 8, wobei
unter Berücksichtigung des Abstandes des Prismas 10 zum Leuchtkörper 2 in einem bestimmten
Bereich des Anstellwinkels der Basisfläche 8 zu den Radialen des Leuchtkörpers 2 die
angestrebte Totalreflexion an einer der Schenkelflächen 11, 12 eintritt. Jedes Prisma
der Prismenfolie liegt in einer derartigen Winkellage zum Leuchtkörper 2, daß die
Lichtstrahlen 13 im Abstrahlsektor Δε des Leuchtkörpers 2 in einem von 90° abweichenden
Winkel durch die Basisfläche 8 in das Prisma 10 eintreten. Bei einem flachen Winkel
der Basisfläche 8 zum abgestrahlten Lichtbündel 13 im Abstrahlsektor Δε gemäß Fig.
3 wird das auf die obere Schenkelfläche 12 auftreffende Lichtbündel 16 an der Schenkelfläche
12 beim Austreten aus dem Prisma gebrochen und in den zu beleuchtenden Raum abgestrahlt.
Der auf die untere Schenkelfläche 11 auftreffende Anteil der radial von dem Leuchtkörper
2 abgestrahlten Lichtstrahlen 13 wird beim Auftreffen auf die Schenkelfläche 11 total
reflektiert, wobei unter Brechung an der zweiten Schenkelfläche 12 das reflektierte
Lichtbündel 14 in etwa orthogonale Richtungen zum Abstrahlsektor Δε austritt. Der
Anstellwinkel des Prismas 10 bzw. dessen Basisfläche 8 zum Leuchtkörper 2 beträgt
im vorliegenden Fall etwa 15°. Es wird augenscheinlich, daß die Erfindung, das im
Prisma befindliche Lichtbündel teilweise unter Beugung austreten zu lassen und teilweise
durch Totalreflexion an einer Prismenfläche zurückzuwerfen, auch mit anderen Prismenquerschnitten
als den des gleichschenkeligen Dreiecks möglich ist. Beispielsweise könnte ein Dreiecksquerschnitt
mit unterschiedlichen Schenkelwinkeln gewählt werden, wobei auch eine exakt orthogonale
Ausrichtung der Basisfläche zum Leuchtkörper 2 möglich wäre. Auch sind weitere Prismenquerschnitte
denkbar, wie etwa Trapezquerschnitte o. Ä., wobei an einer Prismenfläche aufgrund
der Prismenstruktur und - lage Totalreflexion auftritt.
[0021] Fig. 4 zeigt ein Prisma 10 gleicher Geometrie wie in Fig. 3 in einer Lage mit größerem
Anstellwinkel zum Leuchtkörper 2, im vorliegenden Fall etwa 30°. Dabei wird deutlich,
daß die Lichtstrahlen 16, welche an der oberen Schenkelfläche 12 gebrochen werden
und die Schenkelfläche 12 durchstoßen, in etwa gleicher Richtung wie bei der geringeren
Winkellage des Prismas 10 gemäß Fig. 3 abgestrahlt werden. über die Winkellage des
Prismas 10 zum Leuchtkörper 2 kann demnach bei gegebener Länge der Prismenbasis 8
unter Berücksichtigung des Abstandes des Prismas zum Leuchtkörper 2 die Abstrahlrichtung
der total reflektierten Lichtstrahlen 14, welche auf die untere Schenkelfläche 11
im Prisma 10 auftreffen, beeinflußt werden. Durch Drehung des Prismas in einem Winkelbereich,
in dem an der Schenkelfläche 11 Totalreflexion eintritt, kann also die Abstrahlrichtung
der total reflektierten Lichtstrahlen 14 in einem größeren Winkelbereich variiert
werden, als dem Beugungsbereich der lediglich gebrochenen Lichtstrahlen 16 beim Durchtritt
der oberen Schenkelfläche 12. Eine Vergrößerung des Anstellwinkels der Prismenbasis
8 führt bis zu einem Grenzwinkel zu einer anteilig größeren Beeinflussung des Winkelbereichs
der Totalreflexion als dem der Brechung.
[0022] Fig. 5 zeigt die Strahlengänge an einem Prisma mit Dreiecksquerschnitt, welches gegenüber
der Lage des Prismas in Fig. 4 gegenüber der horizontalen Bezugsachse 23 um die Leuchtquelle
2 verdreht ist. Der Abstrahlwinkel Δε des auf die Basisfläche auftreffenden Lichtbündels
entspricht der Prismenanordnung nach Fig. 4. Durch den Versatz gegenüber der horizontalen
Achse 23 liegt jedoch ein größerer mittlerer Einfallswinkel ε
0 des Strahlenbündels auf das Prisma 10 vor. Die Neigung der Basisfläche 8 zur Vertikalen
entspricht so dem Prisma nach Fig. 4 und beträgt etwa 30°. Dadurch werden die an der
Basisfläche 8 gebrochenen Lichtstrahlen an der unteren Schenkelfläche 11 gebrochen
und beim Austreten aus dem Prisma 10 abgelenkt. Der Teil des Strahlenbündels, welcher
auf die obere Schenkelfläche 12 auftrifft, wird total reflektiert und trifft anschließend
auf die andere Schenkelfläche 11. Abhängig von dem Auftreffwinkel erfolgt entweder
eine Brechung und ein Austreten dieser Lichtstrahlen 14a aus dem Prisma 10 oder eine
weitere Totalreflexion, wobei diese Lichtstrahlen 14b durch die Basisfläche 8 aus
dem Prisma 10 austreten. Die Wölbung der Prismenfolie um den Leuchtkörper 2 bestimmt
dabei die Lage der einzelnen Prismen relativ zum Leuchtkörper 2, wobei, wie die Strahlengänge
der Prismen gleichen Querschnitts nach Fig. 4 und 5 zeigen, durch die Relativlage
der Prismen die gewünschten Entblendungswirkungen erzielt werden können.
[0023] Der Einfluß des Neigungswinkels der zur Totalreflexion auftreffender Lichtstrahlen
vorgesehenen Schenkelfläche gegenüber der Basisfläche wird nachfolgend anhand der
Fig. 6 näher erläutert. Der Winkel der Schenkelfläche 11 gegenüber der Basisfläche
8 ist mit α bezeichnet, wobei die Winkel α 11 α
2, α
3, α
4, α
5 unterschiedlichen Prismenwinkel zwischen Schenkel und Basis entsprechen. Wenn die
Basisfläche 8 in einem Neigungswinkel ε zur Leuchtquelle angeordnet ist, erfolgt eine
Totalreflexion an der Prismenfläche 11, wenn die nachfolgende Ungleichung erfüllt
ist:

[0024] In dem bevorzugten Winkelbereich der Prismenquerschnitte 15°≤α≤75° gilt die daraus
abgeleitete Gleichung:

[0025] Mit den Bezeichnungen:
- α:
- Prismawinkel zwischen (linkem) Prismaschenkel und Basis
- ε:
- Einfallswinkel des Lichtes bezogen auf die Basisneigung
=δq-δb, wobei
δq: die Neigung des einfallenden Strahls zur Horizontalen
δb: die Neigung der Basis zur Horizontalen
- n:
- Brechungsindex des Prismas
- αtg:
- Brechungswinkel, genügt der Gleichung:
n sin (αtg)=1.
[0026] Fig. 6 zeigt die grundsätzlichen Winkelbeziehungen der einfallenden Lichtstrahlen
im Prisma und der Ablenkwinkel an einem Prisma mit gleichschenkligem und rechtwinkligem
Dreiecksquerschnitt, wobei die Neigung der Prismenbasis zum Leuchtkörper 2 etwa 15°
beträgt. Bei einem Verhältnis des Abstandes zwischen Leuchtkörper 2 und Prismenbasis
8 und der Länge der Prismenbasis 8 von etwa 1 ergibt sich für das dargestellte Prisma
ein mittlerer Einfallswinkel von ε
0 = 45°. Der von diesem Prisma abgedeckte Abstrahlsektor Δε beträgt etwa 40° zwischen
den jeweils an den Basisflächenspitzen einfallenden Grenzlichtstrahlen gemäß den Grenzeinfallswinkeln
ε
1 und ε
2. Die an der rechten Schenkelfläche 11 des Prismas auftreffenden Lichtstrahlen werden
zur direkten Raumausleuchtung zur sichtbaren Außenseite der Prismen hin gebrochen.
Die Lichtablenkung erfolgt dabei in dem Winkelbereich zwischen ε
g1 und ε
g2 von etwa 30°. Die auf der linken Schenkelfläche 12 auftreffenden Strahlen werden
total reflektiert und darauf folgend an der rechten Schenkelfläche 11 zusätzlich gebrochen,
wobei die Brechung zur Basisfläche 8 hin, also zum Leuchtkörper 2 hin erfolgt. Bei
einer weiteren Verlängerung des Abstandes des Prismas des Leuchtkörpers 2 kann auch
unter Berücksichtigung der Prismengeometrie eine zweite Totalreflexion der bereits
an der ersten Schenkelfläche reflektierten Lichtstrahlen eintreten. Durch die doppelte
Totalreflexion wird der gesamte Winkelbereich des auf die zur Totalreflexion vorgesehene
erste Schenkelfläche in Richtung auf den Leuchtkörper 2 zurückgeworfen.
[0027] In der Darstellung der Fig. 7 sind die Prismenwinkel α
1 bis α
5 gegenüber der Basisfläche 8 angegeben. Die Basisfläche 8 liegt hier zur besseren
übersicht etwa horizontal. Die Neigung der Schenkelflächen 11 ist in Neigungswinkeln
Δ
lip1 bis Δ
lip5 von der Vertikalen her angetragen. Die Grenzwinkel, ab denen Totalreflexionen bei
Prismen mit den entsprechenden Prismenwinkeln α entsteht, sind mit ε
tg1 bis ε
tg5 bezeichnet. Sobald der Einfallswinkel ε des Lichtes den Grenzwinkel ε
tgi mit i = 1 bis 5 überschreitet, also in dem in Pfeilrichtung 24 liegenden Bereich,
tritt eine Totalreflexion an der Schenkelfläche 11 auf.
[0028] In der Prismenfolie zur Entblendung der Leuchte wird die Wölbung der Folie derart
gewählt, daß die einzelnen Prismen jeweils derartig zum Leuchtkörper geneigt angeordnet
sind, daß durch Totalreflexion die gewünschte Entblendung bzw. die gewünschte Lichtverteilungskurve
der Leuchtkörper erreicht wird. Die Neigungen der einzelnen Prismen können dabei unterschiedlich
sein, wobei jedoch jeweils unter Berücksichtigung der Prismenlänge und des jeweiligen
Abstandes zum Leuchtkörper die Einfallswinkel auf die Schenkelflächen innerhalb der
Prismen im Winkelbereich der Totalreflexion liegen. Der Neigungswinkel der Prismen
sind in Umfangsrichtung der Prismenfolie um den Leuchtkörper jeweils gegenüber dem
vorausgehenden Prisma erhöht. Die Zunahme des Neigungswinkels zwischen den Prismen
kann dabei etwa im Winkelbereich von 1° bis 2° liegen.
[0029] Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt einer Prismenfolie mit zwei dargestellten, benachbarten
Prismen 8, welche um etwa 15° zueinander geneigt liegen. Dabei betragen die Neigungswinkel
der Neigungsflächen 8 im oberen Prisma etwa Δ
b1= 15° und beim unteren Prisma Δ
b2 = 30°. Die durch die Prismen in der Summe durchtretenden Lichtstrahlen 16, die jeweils
an der linken Schenkelfläche 12 der beiden Prismen gebrochen werden, treten in dem
Grenzwinkelbereich zwischen ε
g1 = 15° und ε
g2 = 30° aus. Die zunächst an der rechten Schenkelfläche 11, dann an der linken Schenkelfläche
12 total reflektierten Lichtstrahlen 14 werden von dem Leuchtkörper 2 abgewandt in
den zu beleuchtenden Raum gelenkt.
[0030] Eine vorteilhafte Wölbungskontur der Prismenfolie, in der der Brechungsbereich der
Prismen optimal ist, ist in Fig. 9 dargestellt. Die Prismenfolie 1 ist dabei in Umfangsrichtung
um den Leuchtkörper 2 aus Kreissegmenten 9 mit mehreren Prismen zusammengesetzt, wobei
die Wölbungsradien der Kreissektoren jeweils zu einer optimalen Ausweitung des Strahlbereiches
führen, in der das einfallende Licht gebrochen wird. Der Verlauf der Prismenfoliengeometrie
ist durch Aneinandersetzung der Kreissegmente 9 gebildet, wobei ein darauffolgendes
Kreissegment 9 an das vorhergehende Kreissegment durch derartige Drehung um die Achse
des Leuchtkörpers 2 erfolgt, daß der äußere Grenzstrahl der angestückten Kreissegmentkontur
mit dem inneren Grenzstrahl der vorhergehenden Kreissegmentkontur möglichst deckungsgleich
ist. Auf diese Weise erhält man nebeneinander liegende Kreissegmente, welche am gemeinsamen
Schnittpunkt eine gemeinsame Tangente aufweisen. Im jeweiligen Kreissegment ist unter
Berücksichtigung der Prismengeometrie und des Abstandes entsprechend dem optimalen
Wölbungsradius eine Lichtbrechung gegeben, welche zu der optimalen Lichtverteilungskurve
und Lichtstreuung zur Entblendung der Leuchte 2 führen.
[0031] Fig. 10 zeigt die gewölbte Anordnung der Prismenfolie 1 relativ zur Leuchtkörper
2, bei der die Wölbung der Prismenfolie 1 durch eine wie oben zu Fig. 9 beschriebene
Aneinandersetzung von Kreissegmenten gebildet ist. Das Verhältnis des Abstandes a
der Leuchtkörper 2 von der Prismenfolie 1 zum jeweiligen Wölbungsradius W ist dabei
in jedem Bereich der Prismenfolie 1 gleich. Eine optimale Entblendung des Leuchtkörpers
2 durch Ausblendung einzelner Strahlbündel auf dem Wege der Totalreflexion an jeweils
einer Schenkelfläche der Prismen erfolgt bei einer derartigen Wölbung der Prismenfolie
1, daß in jedem Bereich der Prismenfolie 1 der Abstand a des Leuchtkörpers 2 geringer
ist als der Wölbungsradius W der Prismenfolie 1.
[0032] Die Strahlengänge bei einer ähnlich Fig. 10 gebildeten Wölbungskontur ist in Fig.
11 dargestellt. Die Prismenfolie 1 deckt im dargestellten Ausschnitt einen Abstrahlsektor
des Leuchtkörpers 2 einen Einfallswinkel der radial abgestrahlten Lichtstrahlen 13
von etwa ε
2 = 60° ab. Der Winkelbereich der gebrochenen Lichtstrahlen, welche unter Beugung auf
der prismatischen Oberfläche der Folie 1 gegenüberliegend des Leuchtkörpers 2 in den
zu beleuchtenden Raum abgestrahlt werden, liegen in einem etwa betragsgleichen Winkelbereich
wie der Einfallswinkel ε
2, wobei jedoch die Abstrahlung der gebrochenen Lichtstrahlen im Abstrahlbereich ε
g1 + ε
g2 gegenüber der Horizontalen verschoben ist. Die gebrochenen Strahlen im Abstrahlbereich
des Leuchtkörpers 2 von ε
1 bis ε
2 werden in die Winkelbereiche der Grenzwinkel ε
g1 und ε
g2 gelenkt, jeweils bezogen auf die Horizontale. Dabei gilt im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ε
g1 = 30° und ε
g2 = -30° und daher |Δε|=(ε
g1 - ε
g2) = 60° = ε 2. Der Abstrahlbereich des Leuchtkörpers 2 von ± 60° wird in einem Winkelbereich
von ±30° umgelenkt.
[0033] Durch die beschriebene Wölbung der Prismenfolie 1 werden die total reflektierten
Lichtstrahlen 14 in einem abseits des Leuchtkörpers 2 liegenden Raumabschnitt hinter
der Folie 1 zurückgeworfen, wodurch eine weitere Entblendung der Leuchte 2 erfolgt.
Desweiteren können Teilstrahlen der total reflektierten Lichtbündel 14 auf dem Wege
der Brechung an dem jeweils anderen Schenkelfläche der Prismen in einem Winkelbereich
ε
trg1 als Streulicht auf der jenseits des Leuchtkörpers 2 liegenden Seite der Prismenfolie
1 in den zu beleuchtenden Raum abgestrahlt werden. In den beleuchteten Raum werden
daher mit günstiger Streuwirkung Lichtstrahlen mit unterschiedlichsten Ausrichtungen
abgestrahlt. Eine solche Anordnung der Prismen kann vorteilhaft durch eine spiegelsymmetrische
Wölbung der Prismenfolie wie in Fig. 2 gezeigt, erreicht werden.
[0034] Die Leuchtstärke der Prismenfolie ist über die gesamte Folienoberfläche homogen,
wobei aus sämtlichen Blickwinkeln auf die Prismenfolie ähnliche Leuchtdichten einsehbar
sind. Das gestreute Licht ist dabei sichtbar, ruft jedoch keine Blendung hervor.
[0035] Fig. 12 zeigt die Anordnung einer Prismenfolie mit der bereits in Fig. 7 dargestellten
Wölbungskontur. Dabei wird rechtwinkligen, gleichschenkligen Prismen und einem Verhältnis
des Abstandes zwischen Leuchtkörper 2 und Prismenfolie und dem Wölbungsradius W von
etwa 0,33 die angestrebte Lichtverteilung erreicht. Dieses Verhältnis ist zweckmäßig
kleiner als drei, wobei sich Abstand/Wölbungsverhältnisse, die kleiner als 1 sind,
als besonders vorteilhaft herausgestellt haben. Wie in der Vergrößerung des strichliert
umrandeten Bereiches der Prismenfolie erkennbar ist, wird ein Großteil der total reflektierten
Lichtstrahlen 14 auf die des Leuchtkörpers 2 zugewandte Seite der Prismenfolie zurückgeworfen,
wobei jedoch vereinzelte Lichtstrahlen an den Schenkelflächen der einzelnen Prismen
10 derart austreten, daß sie auf die Schenkelflächen des anliegenden Prismas auftreffen.
Diese Querstrahlen treten nach mehrfacher Brechung an mehreren Prismen als Streulicht
15 aus, wobei weitere Strahlrichtungen des von der Prismenfolie 1 abgestrahlten Lichtes
gebildet sind. Die Lichtstreuung mit einer Vielzahl von Strahlrichtungen ergibt eine
gleichmäßige und angenehm zu betrachtende Helligkeit, wodurch ein erhöhtes Behaglichkeitsgefühl
der im beleuchteten Raum befindlichen Personen gegeben ist.
1. Langgestreckter Leuchtkörper mit Entblendungstransparent, welches zur Entblendung
eines Abstrahlsektors (α) des Leuchtkörpers (2) den Leuchtkörper (2) über dessen Länge
überdeckt, wobei die Oberfläche des Transparentes durch gestreckte, etwa parallel
nebeneinander liegende Prismen (10) gebildet ist, welche im wesentlichen längs des
Leuchtkörpers (2) ausgerichtet sind, wobei
das Transparent aus einer Prismenfolie (1) mit einseitig prismatischer Oberfläche
besteht und die Prismenfolie (1) um den Leuchtkörper (2) gewölbt angeordnet ist, wobei
die Prismen (10) eine Basisfläche (8) und Schenkelflächen (11, 12) aufweisen und mit
dem Leuchtkörper (2) zugewandt liegenden Basisflächen (8) relativ zum Leuchtkörper
(2) derartig liegen, daß an mindestens einer der Schenkelflächen (11, 12) eine Totalreflexion
des auf diese Schenkelfläche (11, 12) auftreffenden Teils der in das jeweilige Prisma
(10) eingetretenen Lichtstrahlen (13) erfolgt, und an mindestens einer anderen Schenkelfläche
(11, 12) ein Durchtritt des auf diese Schenkelfläche (11, 12) auftreffenden Teils
der in das Prisma (10) eingetretenen Lichtstrahlen (13) erfolgt, wobei die Prismenfolie
(1) derartig gewölbt angeordnet ist, daß in jedem Bereich der Prismenfolie (1) der
Abstand (a) des Leuchtkörpers (2) von der Prismenfolie (1) geringer ist als der Wölbungsradius
(W) der Prismenfolie (1).
2. Leuchtkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Abstandes (a) des Leuchtkörpers (2) von der Prismenfolie (1) zum
jeweiligen Wölbungsradius (W) in jedem Bereich der Prismenfolie (1) im wesentlichen
gleich ist.
3. Leuchtkörper nach.Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die dem Leuchtkörper (2) zugewandt liegende Seite des Transparentes (1) aus ebenen
Basisflächen (8) der Prismen (10) gebildet ist.
4. Leuchtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch einen dreieckigen Querschnitt der Prismen (10), wobei die Grundseite des Dreiecksquerschnittes
der Basisfläche (8) des Prismas (10) entspricht.
5. Leuchtkörper nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Prismen (10) die Form eines gleichschenkligen Dreiecks aufweist.
6. Leuchtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prismenfolie (1) derartig angeordnet ist, daß an jeweils einer der Schenkelfläche
(11, 12) der Prismen (10) eine Totalreflexion erfolgt.
7. Leuchtkörper nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Basisflächen (8) der Prismen (10) in einem von 90° abweichenden Winkel zu den
auf das jeweilige Prisma (10) auftreffenden Lichtstrahlen (13) liegen.
8. Leuchtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch einen derartigen Strahlengang im Prisma (10), daß die total reflektierten Lichtstrahlen
zumindest teilweise mit Abstand an dem Leuchtkörper (2) vorbeigelenkt werden.
9. Leuchtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtkörper (2) in einem Gehäuse (3) aufgenommen ist, an dessen in Längsrichtung
des Gehäuses (3) gegenüber liegenden Stirnwänden (4) ein gewölbter Rand (5) ausgebildet
ist, dessen Kontur der vorgesehenen Wölbung der Prismenfolie (1) entspricht und auf
dem die Prismenfolie (1) aufliegt.
1. Elongate illuminated body with anti-dazzle transparent screen, which covers the illuminated
body (2) across its length in order to prevent the dazzling effect of a radiating
sector (α) of the illuminated body (2), the surface of the transparent screen being
formed by elongate prisms (10) lying adjacent to one another more or less parallel
and oriented essentially alongside the illuminated body (2), the transparent screen
being made from a prismatic film (1) with a prismatic surface on one side and the
prismatic film (1) is disposed around the illuminated body (2) in a cambered arrangement,
the prisms (10) having a base surface (8) and lateral surfaces (11, 12) and, with
base surfaces (8) directed towards the illuminated body (2), lie relative to the illuminated
body (2) in such a way that, on at least one of the lateral surfaces (11, 12), the
part of the light beams (13) entering the respective prism (10) hitting this lateral
surface (11, 12) is totally reflected and, on at least one other lateral surface (11,
12), the part of the light beams (13) entering the prism (10) hitting this lateral
surface (11, 12) penetrates, the prismatic film (1) being disposed in a cambered arrangement
such that the distance (a) of the illuminated body (2) from the prismatic film (1)
is shorter than the camber radius (W) of the prismatic film (1) in every area of the
prismatic film (1).
2. Illuminated body as claimed in claim 1,
characterised in that the ratio of the distance (a) of the illuminated body (2) from the prismatic film
(1) to the respective camber radius (W) is essentially identical in every area of
the prismatic film (1).
3. Illuminated body as claimed in claim 1 or 2,
characterised in that the side of the transparent screen (1) facing the illuminated body (2) is formed
by flat base surfaces (8) of the prisms (10).
4. Illuminated body as claimed in one of claims 1 to 3,
characterised by a triangular cross-section of the prisms (10) in which the base side of the triangular
cross-section corresponds to the base surface (8) of the prism (10).
5. Illuminated body as claimed in claim 4,
characterised in that the cross-sectional shape of the prisms (10) is that of an isosceles triangle.
6. Illuminated body as claimed in one of claims 1 to 5,
characterised in that the prismatic film (1) is disposed such that there is a total reflection on one of
the respective lateral surfaces (11, 12) of the prisms (10).
7. Illuminated body as claimed in claim 5 or 6,
characterised in that the base surfaces (8) of the prisms (10) subtend an angle with the light beams (13)
hitting the respective prism (10) that is not 90°.
8. Illuminated body as claimed in one of claims 1 to 7,
characterised by an optical path in the prism (10) which is such that the totally reflected light
beams are at least partially deflected past the illuminated body (2) at a distance
therefrom.
9. Illuminated body as claimed in one of claims 1 to 8,
characterised in that the illuminated body (2) is accommodated in a housing (3), the end walls (4) of which
lying opposite one another in the longitudinal direction of the housing (3) are provided
with a cambered edge (5), the contour of which matches the camber of the prismatic
film (1) and on which the prismatic film (1) lies.
1. Lampe allongée comportant un écran transparent anti-éblouissement, lequel recouvre
la lampe (2) sur sa longueur pour supprimer l'éblouissement d'un secteur de rayonnement
(α) de la lampe (2), la surface de l'écran trans-parent étant formée par des prismes
(10) allongés qui sont placés à peu près paral-lèlement les uns à côté des autres
et qui sont orientés sensiblement le long de la lampe (2), l'écran transparent se
composant d'une pellicule de prismes (1) avec une surface unilatéralement prismatique
et la pellicule de prismes (1) étant disposée avec un cintrage autour de la lampe
(2), les prismes (10) comprenant une surface de base (8) et des surfaces des côtés
(11, 12) et étant placés de telle façon, par rapport à la lampe (2) avec leurs surfaces
de base (8) positionnées en étant dirigées vers la lampe (2) que sur au moins une
des surfaces des côtés (11, 12) ait lieu une réflexion totale de la partie en incidence
sur cette surface des côtés (11, 12) des rayons lumineux (13) qui sont rentrés dans
le prisme respectif (10), et en ce que sur au moins une autre surface des côtés (11,
12) ait lieu un passage de la partie en incidence sur cette surface des côtés (11,
12) des rayons lumineux (13) qui sont rentrés dans le prisme (10), la pellicule de
prismes (1) étant disposée avec un cintrage tel que dans chaque zone de la pellicule
de prismes (1), l'espacement (a) de la lampe (2) par rapport à la pellicule de prismes
(1) est plus faible que le rayon de cintrage (W) de la pellicule de prismes (1).
2. Lampe selon la revendication 1,
caractérisée en ce que la relation de l'espacement (a) entre la lampe (2) et la pellicule de prismes (1)
par rapport au rayon de cintrage respectif (W) est sensiblement la même dans chaque
zone de la pellicule de prismes (1).
3. Lampe selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le côté de l'écran transparent (1) qui est positionné en étant dirigé vers la lampe
(2) est formé par des surfaces de base planes (8) des prismes (10).
4. Lampe selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée par une section triangulaire des prismes (10), le côté de base de la section triangulaire
correspondant à la surface de base (8) du prisme (10).
5. Lampe selon la revendication 4,
caractérisée en ce que la section des prismes (10) a la forme d'un triangle isocèle.
6. Lampe selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que la pellicule de prismes (1) est disposée de telle façon qu'une réflexion totale ait
lieu sur respectivement une des surfaces des côtés (11, 12) des prismes (10).
7. Lampe selon la revendication 5 ou 6,
caractérisée en ce que les surfaces de base (8) des prismes (10) sont disposées avec un angle différent
de 90° par rapport aux rayons lumineux (13) qui sont en incidence sur le prisme (10)
respectif.
8. Lampe selon l'une quelconque des revendi-cations 1 à 7,
caractérisée par une allure telle des rayons dans le prisme (10) que les rayons lumineux réfléchis
totalement sont dirigés de façon à passer au moins partiellement avec un espacement
à côté de la lampe (2).
9. Lampe selon l'une quelconque des revendi-cations 1 à 8,
caractérisée en ce que la lampe (2) est logée dans un boîtier (3) sur les parois frontales (4) duquel est
formé un bord cintré (5), les parois étant opposées l'une à l'autre en direction longitudinale
de ce boîtier (3), le contour du bord cintré (5) correspondant au cintrage prévu de
la pellicule de prismes (1) et sur lequel est appuyée la pellicule de prismes (1).