[0001] Die Erfindung betrifft eine Fördereinrichtung zum Sammeln und Transportieren von
auf einer ersten Förderkette rittlings aufgelegten Druckbogen, die am Ende des Sammelvorgangs
durch ein Zwischenförderorgan an der ersten Förderkette erfasst, transportiert und
an eine taktgleich nachgeschaltete zweite Förderkette resp. Fördervorrichtung übergeben
werden.
[0002] Fördereinrichtungen dieser Art sind u.a. bei Sammelheftern bekannt, auf denen Druckbogen
am Ende eines Sammelvorgangs geheftet werden.
Es ist weiter bekannt, zwei oder mehr Sammelhefter in einer Reihe aufzustellen, um
umfangreichere Druckerzeugnisse produzieren zu können, wobei das abschliessende Heften
durch die Heftstation des letzten, in der Reihe stehenden Sammelhefters ausgeführt
wird und die Heftstationen der voranstehenden Sammelhefter ausgeschaltet werden.
Dieses Zusammenschalten von Sammelheftern erfordert ein Zwischenförderorgan zwischen
zwei Sammelheftern, die die Teilprodukte am Ende des Sammelvorgangs auf einer ersten
Förderkette eines Sammelhefters an eine zweite Förderkette eines nachfolgenden Sammelhefters
transportieren.
Eine Fördereinrichtung dieser Art ist in der JP - A - 8/143179 offenbart. Die auf
einer ersten Förderkette zu Teilprodukten rittlings aufliegend gesammelten Druckbogen
werden von an einem umlaufenden Zugmittel befestigten Mitnehmers von der ersten Förderkette
über eine stationäre Führungsschiene auf eine zweite Förderkette geschoben. Die Führungsschiene
ragt mit ihren Enden in die durch die Förderketten gebildeten Förderbereiche und für
den Einlaufbereich der zweiten Förderkette bedarf es einer die Teilprodukte öffnende
Vorrichtung, damit ein störungsfreier Uebergang gewährleistet ist.
[0003] Das Schieben der Teilprodukte an der rückwärtigen Kante birgt verschiedene Nachteile.
Besteht das Teilprodukt aus dünnen Blättern, kann -insbesondere bei schweren und mit
schlechten Gleiteigenschaften versehenen Teilprodukten- die nachlaufende Kante durch
den Aufprall des zum Schieben verwendeten Mitnehmers beschädigt und die weitere Verarbeitung
beeinträchtigt werden. Auch der Uebergang auf die zweite Förderkette ist bei Teilprodukten
aus dünnen Blättern anspruchsvoll.
Ein Schieben von relativ schweren Teilprodukten kann an der Falzinnenkante zu Markierungen
oder Schäden am Druckbild führen.
[0004] Insbesondere eignet sich das bekannte Zwischenförderorgan nicht, wenn die Zwischenförderstrecke
gekrümmt resp. gebogen ausgebildet ist, weil ein Schieben bzw. Stossen eines Teilproduktes
an der nachlaufenden Kante Verformungen im Falzbereich auslösen kann, die bei der
Weiterverarbeitung Störungen verursachen.
[0005] Diese Umstände sind hinderlich, um im Sinne einer optimalen Raumaufteilung eine von
der reihenweisen, geraden Anordnung mehrerer Förderketten abweichende Aufstellung
von Sammelheftern vornehmen zu können.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fördereinrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei welcher die Druckprodukte im Bereich des Zwischenförderorgangs
sicherer geführt sind und die es gestattet, zwei Förderketten so zu verbinden, dass
sie unterschiedliche Förderrichtungen einnehmen.
[0007] Die Aufgabe ist bei einer gattungsgemässen Sammeleinrichtung dadurch gelöst, dass
das die am Ende des Sammelvorgangs an der ersten Förderkette gebildeten Teilprodukte
erfassende Zwischenförderorgan an einem umlaufenden Zugmittel befestigte, steuerbare
Greifer aufweist, die die an der ersten Förderkette angehobenen Teilprodukte am Falz
erfassen und geöffnet an die zweite Förderkette transportieren.
Dadurch werden die Druckprodukte zwischen zwei Förderketten nicht durch Mitnehmer
geschoben, sondern durch Greifern erfasst und geführt von der ersten Förderkette zur
zweiten Förderkette transportiert. Anstelle einer zweiten Förderkette könnten auch
andere beispielsweise diskontinuierlich arbeitende Fördervorrichtungen vorgesehen
sein, die die Teilprodukte abschnittsweise weitertransportieren.
[0008] Weist nach einer Weiterbildung der Erfindung das als Greifertransporteur ausgebildete
Zwischenförderorgan eine Gelenkkette auf, an welcher die Greifer angeordnet sind,
so können die Druckprodukte von der ersten auf die zweite Förderkette auch in eine
von der Förderrichtung der ersten Förderkette abweichende Förderrichtung umgelenkt
werden. Beispielsweise eine Umlenkung > 0 bis 180°. Dies hat den wesentlichen Vorteil,
dass auch sehr lange Fördereinrichtungen platz- bzw. raumsparend aufgebaut werden
können. Beispielsweise kann eine solche Fördereinrichtung in einer Ecke eines Gebäudes
aufgestellt werden. Bei einer Umlenkung um 180° können Förderketten zweier Sammelhefter
parallel zueinander geführt werden. Die Fördereinrichtung kann auch über mehrere Stockwerke
eines Gebäudes installiert werden.
[0009] Ein besonders stabiler Uebergang von der ersten Förderkette zum Zwischenförderorgan
ist dann gewährleistet, wenn gemäss einer Weiterbildung der Erfindung eine Aushebevorrichtung
vorgesehen ist, welche Teilprodukte von der ersten Förderkette abhebt. Eine solche
Aushebevorrichtung weist gemäss einer Weiterbildung der Erfindung ein Aushebeschwert
auf, das beispielsweise hochschwingend angetrieben ist. Die Greifer fassen die Teilprodukte
dann, wenn sie sich auf dem Aushebeschwert befinden. Dies ergibt einen sicheren und
fliessenden Übergang von der ersten Förderkette zum Zwischenförderorgan.
Eine sichere Führung der Druckbogen ergibt sich dann, wenn gemäss einer Weiterbildung
der Erfindung die Greifer die Teilprodukte an zwei im Abstand zueinander angeordneten
Stellen fassen. Diese Stellen befinden sich in Falznähe, vorzugsweise an einem oberen
Rand der Teilprodukte und sind in Transportrichtung versetzt. Die Teilprodukte sind
dann besonders sicher gefasst und können sich bei einem fliegenden Übergang in einer
Lücke nicht verschieben oder sonstwie die vorgesehene Position ändern.
[0010] Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Ansicht einer erfindungsgemässen Fördereinrichtung,
- Fig. 2
- schematisch ein Schnitt entlang der Linie II-II,
- Fig. 3
- schematisch ein Schnitt entlang der Linie III-III,
- Fig. 4
- ein Schnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 1,
- Fig. 5
- schematisch eine Anordnung einer erfindungsgemässen Fördereinrichtung,
- Fig. 6
- eine Variante der Anordnung gemäss Fig. 5 und
- Fig. 7
- schematisch eine weitere Variante einer Anordnung der erfindungsgemässen Fördereinrichtung.
[0012] Die Fig. 1 zeigt einen Tandem-Sammelhefter 44, der einen Sammelhefter A sowie einen
Sammelhefter B aufweist, die inline aufgestellt sind. Die beiden Sammelhefter A +
B können grundsätzlich gleich ausgebildet sein. Wie ersichtlich, weist der Sammelhefter
A eine Einfachkette 2 auf, die in an sich bekannter Weise Druckbogen 1, insbesondere
gefaltete Druckbogen rittlings mittels Mitnehmern 46 in Richtung des Pfeiles 45 transportiert.
Teilprodukte 99 sind gesammelte Druckbogen 1, die nicht geheftet sind. Im Bereich
einer Doppelsammelkette 3 ist die Einfachkette 2 in bekannter Weise in dieser abgesenkt.
Die Druckbogen 1 werden somit von der Einfachkette 2 an die Doppelkette 3 übergeben.
Im Bereich der Doppelkette 3 ist eine Heftstation 47 angeordnet, mit welcher -wie
an sich bekanntgesammelte Druckbogen 1 am Falz geheftet werden können. Die Heftung
erfolgt zwischen den beiden Ketten 32 und 33 (Fig. 4) der Doppelkette 3. In Transportrichtung
gesehen nach der Heftstation 47 ist eine Auslage 4 angeordnet, mit welcher die durch
die Heftstation 47 gehefteten Fertigprodukte 1' in Richtung des Pfeiles 7 vom Sammelhefter
A abgehoben und beispielsweise einem Trimmer 37 (Fig. 5) zugeführt werden können.
[0013] Zwischen den beiden Sammelheftern A und B ist eine Lücke 9 vorgesehen, die mit einem
Zwischenförderorgan 10 überbrückt ist. Diese Lücke 9 wird durch das vordere Ende 3a
der Doppelkette 3 und das hintere Ende 8a einer Einfachkette 8 des Sammelhefters B
gebildet. Mit dem Zwischenförderorgan 10 werden die Druckbogen als Teilprodukte 99
von der Doppelkette 3 abgehoben und in Längsrichtung geführt zur Einfachkette 8 des
Sammelhefters B transportiert und darauf abgelegt. Das als Takttransporteur ausgebildete
Zwischenförderorgan 10 weist mehrere an einem umlaufenden Zugmittel befestigte Greifer
22 auf, wobei das Zugmittel gemäss den Fig. 2 bis 4 aus einer endlosen Gelenkkette
18 besteht, die um ein Antriebsrad 13 und um ein Umlenkrad 14 gelegt ist. Wenigstens
im Bereich des unteren Trums ist diese Gelenkkette 18 gemäss den Fig. 2 und 4 in einer
unten offenen und im Querschnitt U-förmigen Führungsschiene 16 geführt. Die Gelenkkette
18 weist Kettenglieder 18' auf, die wie ersichtlich, etwa kreuzförmig ausgebildet
sind und jeweils einen nach unten ragenden Arm 49 aufweisen, an dem eine Greifvorrichtung
51 befestigt ist. Diese Greifvorrichtungen 51 weisen einen Greifer 22 auf, der zwei
Greifarme 27 und 28 besitzt, die jeweils an einem Zahnrad 23 bzw. 24 befestigt sind.
Diese Zahnräder 23 und 24 kämmen miteinander und sind jeweils um eine Achse 25 bzw.
26 drehbar gelagert. Das obere Zahnrad ist gemäss Fig. 2 mit einem zweiarmigen Hebel
21 verbunden, der unter der Spannung einer Feder 52 mit einer Rolle 20 an einer Steuerschiene
19 anliegt. Wird der Hebel 21 um die Achse 25 im Uhrzeigersinn gedreht, so öffnet
sich der Greifer 22 unter Spannung der Feder 52. Bei einer Schwenkbewegung des Hebels
21 im Gegenuhrzeigersinn schliesst der Greifer 22. Mittels der Steuerschiene 19 kann
der Greifer 22 also zwangsweise geöffnet und durch Federkraft geschlossen werden.
Wie die Fig. 1 zeigt, sind die Greifer 22 in Seitenansicht etwa V-förmig ausgebildet
und weisen zwei im Abstand zueinander angeordnete Greifmittel 12 auf, mit denen die
Teilprodukte 99 jeweils an ihrem oberen Rand gefasst werden. Die Teilprodukte 99 werden
hierbei etwa mittig an zwei im Abstand zueinander angeordneten Stellen durch Klemmung
gefasst. Die Klemmkraft kann mit einer Feder 52 auf einen bestimmten Wert eingestellt
werden. Wesentlich ist, dass durch das Fassen der Teilprodukte 99 an zwei im Abstand
zueinander angeordneten Stellen diese lagestabil geführt werden.
[0014] Damit die Teilprodukte 99 jeweils von einem Greifer 22 an einem oberen Falz 1a gefasst
werden können, ist gemäss Fig. 4 ein an sich bekanntes hochschwingendes Schwert 54
vorgesehen, das zwischen die beiden Ketten 32 und 33 im Bereich des Endes 3a angeordnet
ist. Dieses Schwert 54 ist in Fig. 4 in einer oberen Position gezeigt. In einer anderen
nicht gezeigten Position ist das Schwert 54 zwischen die beiden Ketten 32 und 33 eingetaucht.
Beim Auftauchen wird jeweils ein Teilprodukt 99 in die in Fig. 4 gezeigte Stellung
angehoben. In dieser wird das Teilprodukt 99 von einem Greifer 22 gefasst, wobei dieser
Greifer 22 von einer geöffneten Position in eine geschlossene Position geführt wird.
Diese wird wie oben erläutert durch die Steuerschiene 19 gesteuert, welche den Hebel
21 verschwenkt. Ist das Teilprodukt 99 von einem Greifer 22 gefasst, so taucht das
Schwert 54 nach unten und das Teilprodukt wird gemäss Fig. 1 in Richtung des Pfeiles
55 zum Sammelhefter B transportiert. Die Ueberführung der Teilprodukte 99 von der
Förderkette 3 zum Zwischenförderorgan 10 erfolgt laufend und im Takt.
[0015] In der Lücke 9 ist eine Führungsschiene 31 angeordnet, die gemäss Fig. 3 die Teilprodukte
99 geöffnet hält. Diese Führungsschiene 31 erstreckt sich gemäss Fig. 1 mit einem
pfeilförmigen Fortsatz 31a in den Bereich des Endes 8a in welchem, wie ersichtlich,
die Förderkette 8 abgesenkt ist. Die Teilprodukte 99 werden durch diesen Fortsatz
31a gespreizt an die Förderkette 8 übergeben.
[0016] Befinden sich die Teilprodukte 99 über der Förderkette 8, so wird der entsprechende
Greifer 22 durch die Steuerschiene 19 geöffnet und damit wird das entsprechende Teilprodukt
99 freigegeben und fällt auf die Förderkette 8, wo es von einem Mitnehmer 56 an einem
hinteren Ende erfasst und weitertransportiert wird. Entlang der Förderkette 8 befinden
sich beispielsweise gemäss Fig. 5 Anleger 39, mit denen in an sich bekannter Weise
weitere hier nicht gezeigte Druckbogen auf die auf der Förderkette 8 transportierten
Teilprodukte abgeworfen werden.
[0017] Bei der in Fig. 5 gezeigten Fördereinrichtung 44 sind die Sammelhefter A und B linear
angeordnet und der Sammeltransport erfolgt von rechts nach links. Der Sammelhefter
A weist die Anleger 35 auf, mit denen jeweils von einem hier nicht gezeigten Stapel
Druckbogen abgezogen und auf die Einfachkette 2 abgeworfen werden. Im Bereich der
Förderkette 3, die wie oben erläutert eine Doppelkette ist, können bereits vollständige
Produkte mittels der Heftmaschine 36 geheftet und mit der rotierenden Auslage 4 abgehoben
und zu einem Trimmer 37 transportiert werden, wo sie geschnitten und anschliessend
einem Kreuzleger 38 zugeführt werden. Noch nicht vollständige Teilprodukte 99 werden
mit dem Zwischenförderorgan 10 dem Sammelhefter B zugeführt, der weitere Anleger 39
aufweist, die gleich ausgebildet sein können wie die Anleger 35. Sind die Druckprodukte
vollständig, so werden sie im Bereich einer Doppelsammelkette von der Heftmaschine
40 geheftet und mit einer geeigneten Auslage 4 für den Beschnitt einem Trimmer 41
und schliesslich einem Kreuzleger 42 zugeführt. Die Fördereinrichtung 44 eignet sich
insbesondere für das sogenannte Selective Binding, bei dem nacheinander unterschiedliche
Druckerzeugnisse hergestellt werden können. Bei diesem Selective Binding können die
beiden Sammelhefter A und B taktsynchron auch zusammengeschaltet werden. Die Auslage
4, der Trimmer 37 und der Kreuzleger 38 sind hierbei ausgeschaltet. Die Förderketten
2 und 3 und die Anleger 35 sind hierbei vom Sammelhefter B angetrieben. Die beiden
Sammelhefter A und B könnten wahlweise auch unabhängig voneinander betrieben werden.
Die Druckbogen 1 können vorzugsweise im Bereich der einfachen Förderketten 2 und 8
mittels beispielsweise eines Ink-Jet innen oder aussen beschriftet, beispielsweise
adressiert werden. Die Doppelkette 3 und die entsprechende Doppelkette des Sammelhefters
B eignen sich für ein solches Beschriften weniger.
[0018] Die Fig. 6 zeigt eine Fördereinrichtung 44', bei welcher die beiden Sammelhefter
A und B im rechten Winkel zueinander angeordnet sind. Die Teilprodukte werden bei
der Verwendung der Fördereinrichtung 44' als Tandem-Sammelhefter im Bereich eines
Zwischenförderorgans 10' in einer bogenförmigen Kurve um 90° umgelenkt. Diese Umlenkung
ist aufgrund der Flexibilität des Zwischenförderorgans 10', insbesondere aufgrund
der flexiblen Gelenkkette 18 möglich. Die Führungsschiene 16 der Transportvorrichtung
11 ist entsprechend bogenförmig ausgebildet. Die Greifer 22 folgen der entsprechend
gebogenen Führungsschiene 16, wobei die festgehaltenen Teilprodukte 99 geführt umgelenkt
werden. Diese rechtwinklige Ausführung hat den Vorteil, dass die Fördereinrichtung
44' auch in einer Ecke 43 eines Gebäudes platzsparend angeordnet werden kann.
[0019] Die Fig. 7 zeigt eine Fördereinrichtung 44'', bei welcher die Sammelhefter A und
B im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und die Teilprodukte 99 im Bereich
eines Zwischenförderorgans 10'' um 180° umgelenkt werden. Die Bedienung der Anleger
35 und 39 erfolgt im Bereich 60 zwischen diesen. Die Beschickung der Anleger 35 und
38 erfolgt auf den gegenüberliegenden Seiten, die Anleger 35 werden somit in Fig.
7 darstellungsgemäss von oben und die Anleger 39 von unten beschickt. Auch diese Anordnung
ist sehr raumsparend und besonders für grosse und lange Fördereinrichtungen geeignet.
1. Fördereinrichtung zum Sammeln und Transportieren von auf einer ersten Förderkette
(2, 3) rittlings aufgelegten Druckbogen (1), die am Ende des Sammelvorgangs durch
ein Zwischenfördeorgan (10) an der ersten Förderkette (2, 3) erfasst, transportiert
und an eine taktgleich nachgeschaltete zweite Förderkette (8) resp. Fördervorrichtung
übergeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass das die am Ende des Sammelvorgangs an der ersten Förderkette (2, 3) gebildeten Teilprodukte
(99) erfassende Zwischenförderorgan (10) an einem umlaufenden Zugmittel befestigte,
steuerbare Greifer (22) aufweist, die die an der ersten Förderkette (2, 3) angehobenen
Teilprodukte (99) am Falz erfassen und geöffnet an die zweite Förderkette (8) transportieren.
2. Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das als Takttransporteur ausgebildete Zwischenförderorgan (10) als Zugmittel eine
Gelenkkette (18) aufweist, an welcher die Greifer (22) befestigt sind.
3. Fördereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (22) an dem Zwischenförderorgan (11) mit wenigstens annähernd der gleichen
Teilung wie die Mitnehmer (46) der ersten Förderkette (2, 3) angeordnet sind.
4. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkkette (18) in einer Profilschiene (16) geführt ist.
5. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (22) mittels Steuervorrichtung (19) geöffnet und geschlossen werden.
6. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (22) die Teilprodukte (99) jeweils an wenigstens zwei im Abstand zueinander
angeordneten Stellen (12) erfassen.
7. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die nachgeschaltete Fördervorrichtung (8) eine einfache oder doppelte Förderkette
oder eine Mitnehmerkette ist.
8. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das durch eine Glieder- oder Gelenkkette ausgebildete Zwischenförderorgan (10) auf
einer linearen oder gebogenen Bahn fördernd ausgebildet ist.
9. Fördereinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprodukte (99) zwischen den Förderketten (2, 3, 8) um > 0 bis 180° umlenkbar
sind.
10. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderketten (2, 3, 8) jeweils einem Sammelhefter zugeordnet sind, der eine einer
Heftstation (47) nachgeschaltete Auslage (4) aufweist.
11. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Endbereich (3a) der ersten Förderkette (2, 3) ein angetriebenes Aushebeschwert
(54) angeordnet ist, durch welches die Teilprodukte (99) an der Förderkette (2, 3)
anhebbar sind, derart, dass sie vom Zwischenlagerorgan (10) erfassbar sind.
12. Fördereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushebeschwert (54) zwischen Ketten (32, 33) einer Doppelförderkette (3) anheb-
und absenkbar ist.
13. Fördereinrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushebeschwert (54) im Falzbereich der Teilprodukte (99) wenigstens eine Ausnehmung
(98) zum Durchgreifen der Klemmstellen (12) eines Greifers (22) aufweist.
14. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Zwischenförderorgans (10) eine die Teilprodukte (99) offen haltende
Führungsschiene (31) angeordnet ist.
15. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens zwei Sammelhefter (A, B) aufweist, die inline aufgestellt sind und
dass mit dem Zwischenförderorgan (10) Teilprodukte (99) taktsynchron vom einen Sammelhefter
(A) zum anderen Sammelhefter (B) transportierbar sind.