[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Bedienfeld etwa der Art, wie es als das System
"DIEHL TC 2" oder als das System
"EGO Touch Control G II" am Markt ist. Solche Bedienfelder bestehen im wesentlichen aus einer vor den Kochzonen
in die Herdblende oder neben den Kochzonen in den Bereich der Abstell- und Arbeitsplatte
eines Herdes angeordneten, durchbrechungsfreien und undurchsichtig eingefärbten Isolierstoffplatte,
unter der kontaktlose Schalter in Form von Annäherungs- oder Kapazitätssensoren und
optoelektronische Anzeigelämpchen in Form von punktförmigen bzw. von Siebensegment-Leuchtdioden
angeordnet sind. Bei Integration in die Herdplatte dient ein Bereich dessen Glaskeramikplatte
auch als das Bedienfeld, Für eine sinnvolle Zuordnung zwischen den Schalt- und Anzeigestellen
solch einen komplex integrierten Bedienfeldes einerseits und andererseits den Kochzonen
in der Herdplatte ist jeder Kochzone im Bedienfeld eine Schaltstelle mit ihr dicht
benachbarter Anzeigestelle geometrisch zugeordnet. Für den üblicherweise anzutreffenden
Fall einer Herdplatte mit vier Kochzonen ist es üblich, an den Ecken eines Quadrates
vier Schaltstellen einzurichten und, direkt neben diesen, vier Anzeigestellen in Form
von einfachen Leuchtpunkten oder in Form von einstelligen Siebensegment-Wechselzifferdarstellungen
zu realisieren. Da eine unter der Glasplatte des Bedienfeldes parallel zu jener sich
erstreckende Schaltungsplatine über die erwähnten Elemente hinaus weitere Schalt-
und Anzeigeelemente insbesondere für Umschaltvorgänge und für eine Restwärmeanzeige
sowie gegebenenfalls für Zeitsteuerfunktionen enthält, und da schaltungstechnisch
ineinander verwobene Schwachstromkreise für die Steuerungs- und Anzeigevorgänge sowie
relaisgeschaltete Starkstromkreise für die Leistungsverbraucher entflochten werden
müssen, um aus Sicherheitsgründen bestimmte Isolationsabstände einzuhalten, ist es
bei der bisherigen Technik unmöglich, auf einer den Abmessungen des Bedienfeldes entsprechenden
Schaltungsplatine alle erwähnten Schaltungselemente und deren Schaltverdrahtungen
unterzubringen, auch nicht bei beidseitiger Leiterbahnenführung. Deshalb weisen Bedienfelder
dieser Art in der Regel einen Sandwich-Aufbau aus zwei zueinander distanziert parallel
verlaufenden Schaltungsplatinen mit entsprechendem wechselseitigem Verbindungsaufwand
und Einbautiefenbedarf auf, was hohe Fertigungs- und Prüfkosten bedingt.
[0002] Aus der EP 0 990 855 A2 ist eine Herdmulde mit mehreren Kochzonen bekannt, denen
je eine Taste für die Kochstufen-Vorgabe zugeordnet ist, die in einem Tastenfeld nach
Maßgabe der gegenseitigen Anordnung der Kochzonen verteilt liegen. Wenn eine der Kochzonen
über ihre Taste angewählt wird, kann deren Heizleistung über ein Plus/Minus-Tastenpaar
eingestellt und über eine zwischen dem Tastenfeld und den Sensortasten gelegene 7-Segment-Anzeige
dargeboten werden. Unabhängig von diesem Bedienfeld für die Kochzonen verfügt die
dortige Kochmulde über eine Zeitsteuerung hinsichtlich Kochzeitdauer oder Kochzeitende
jeder der Kochzonen, die zyklisch über eine Funktionstaste angesprochen werden können.
Über ein Plus/Minus-Tastenpaar kann die Zeitvorgabe verändert werden, wobei die gleichzeitige
Betätigung beider Tasten eine Umschaltung zwischen Stunden- und Minutenvorgaben sowie
eine Umschaltung zwischen Zeitdauer und Zeitende anwählen läßt. Für die Darstellung
der beiden Zeitvorgaben ist ein Paar von 7-Segment-Anzeigen entweder je einer Kochzone
zugeordnet oder aber nur einmal vorhanden. In letzterem Falle wird zusätzlich ein
Signalfeld benötigt, in dem Leuchtanzeigen den einzelnen Kochzonen zugeordnet sind
und für diejenigen Kochzonen dauerhaft leuchten, bei denen bereits Zeitvorgaben gemacht
wurden, während die Anzeige für diejenige Kochzone blinkt, an der gerade eine Zeitvorgabe
möglich ist. Aspekte der Optimierung des Schaltungsaufbaus für eine individuelle Kochstufen
- Vorgabe werden in dieser Publikation nicht behandelt.
[0003] Gemäß DE 94 19 782 U1 ist der rückwärtige Randbereich einer Glaskeramik-Kochfläche
pultartig angestellt, um Sensorschalter und Anzeigeelement aufzunehmen.
[0004] Nach der DE 1 98 02 571 C2 ist jeder Kochzone einer Kochmulde ein Plus/Minus-Schalterpaar
für die Kochstufen-Vorgabe zugeordnet. Eine mit einer Symbolmaske abgedeckte Lichtquelle
ist auf einer Leiterplatte unter der Glaskeramik-Kochfläche neben dem jeweiligen Schalter
angeordnet. Das Symbol besteht insbesondere aus dem Buchstaben "H", um auf eine verletzungsgefährdende
Restwärme bei abgeschalteter Kochzone hinzuweisen. Bezüglich einer solchen Restwärmeanzeige
ist in der DE 1 99 25 228 A1 dargelegt, daß sie unmittelbar sensorisch oder mittelbar
durch ein dem Abkühlvorgang entsprechendes Zählergebnis dargeboten werden kann. Sollte
die Restwärmeanzeige wegen eines Netzausfalles verschwinden, dann wird das besonders
signalisiert, um darauf hinzuweisen, daß wenigstens eine der Kochzonen noch heiß sein
kann.
[0005] Um derartige Fragestellungen geht es bei vorliegender Erfindung aber nicht, der liegt
vielmehr in Erkenntnis der eingangs erörterten Gegebenheiten die technische Problemstellung
zugrunde, das Bedienfeld insbesondere für eine üblicherweise anzutreffende vierzonige
Herdplatte dahingehend zu vereinfachen, daß eine merkbare Reduzierung des schaltungstechnischen
Aufwandes für die Schalt- und Anzeigesteuerung deren Aufbau auf einer einzigen Platine
ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe ist gemäß der wesentlichen Merkmalskombination des Hauptanspruches
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Bedienfeld nur noch eine einzige Kochstufen-Schaltstelle
für eine Mehrzahl von üblicherweise vier Kochzonen vorgesehen ist. Dadurch kann überraschenderweise
die Hälfte an kostspieliger Schaltplatinenfläche eingespart werden, weil der Schaltungsaufbau
wegen vereinfachter Steuerschaltungen und entsprechend vereinfachter Leiterbahnenentflechtung
nun in einer Platinenebene ermöglicht ist, was bei vergleichbarer Funktionalität gegenüber
dem geschilderten Sandwich-Aufbau nach dem Stand der Technik zu der Einsparung von
etwa je 20 % Herstellungs- und Prüfkosten führt. Das ist sehr bemerkenswert angesichts
des enormen Preisdruckes, unter dem die Entwicklung der Haushaltsgroßgeräte steht,
von denen andererseits der Konsument immer umfangreichere Funktionalität erwartet.
[0007] Hinsichtlich zusätzlicher Aspekte der Erfindung sowie bezüglich ihrer Weiterbildungen
und deren Vorteilen wird außer auf die Unteransprüche auch auf nachstehende Beschreibung
eines in der Zeichnung unter Beschränkung auf das Wesentliche stark abstrahiert skizzierten
bevorzugten Realisierungsbeispiels zur erfindungsgemäßen Lösung verwiesen. Die einzige
Figur der Zeichnung zeigt ein erfindungsgemäß ausgelegtes Bedienfeld mit seinen Schalt-
und Anzeigestellen sowie deren funktionalen Wirkzusammenhänge nach Art eines stark
vereinfachten Blockschaltbildes, in dem aber zur Wahrung der Übersicht nicht eigens
ausgeführt ist, daß jede Kochzone mit ihrem eigenen Leistungsschaltkreis in Form eines
Pulsweitenmodulators ausgestattet ist, wobei diese Modulatoren nacheinander zum Einstellen
der Kochstufen aufgerufen werden und die jeweilige, aktuelle Kochstufeneinstellung
einer Kochzone dann beibehalten bleibt, wenn (unter Umschalten des visuellen Eindruckes
ihrer Kochzonenlampe) am Kochstufenschalter ein Weiterschalten auf die nächstfolgende
Kochzone erfolgt.
[0008] Neben einer Elektroherdmulde 11 mit im dargestellten Beispielsfalle vier Kochzonen
12, die z.B. mit Strahlungsheizungen ausgestattet sind, oder in deren Herdplatte 13
integriert befindet sich ein Bedienfeld 14, das hinsichtlich der Anordnung seiner
Schaltstellen 15 und Anzeigestellen 16 in der Zeichnung rechts noch einmal vergrößert
detailliert dargestellt ist. Die Fläche des Bedienfeldes 14 ist für die Funktion der
Schalt- und Anzeigestellen 15, 16 nicht durchbrochen, deren Sensoren und Lampen liegen
also unter der bedienungs- und sichtseitigen Oberfläche des Bedienfeldes 14 und gegebenenfalls
rückwärtig in dessen durchscheinende Platte eingesenkt oder einfach dagegen angedrückt.
Die Schaltstellen 15 im Bedienfeld 14 sind deshalb die reaktiven Bereiche von Annäherungs-
oder Berührungsschaltern etwa auf Basis von Reflexlichtschranken mit unsichtbarer
Strahlung oder auf Basis von kapazitiven Sensoren. Diese Schaltstellen 15 wirken als
Impulseingänge auf bistabile Schalter, welche gewöhnlich in einem Prozessor realisiert
sind, der auch übergeordnete Steuerungsaufgaben etwa gemäß einem vorgegebenen Programmablauf
wahrnimmt, worauf in der Zeichnung zur Gewährleistung der Übersicht aber nicht schaltungsmäßig
eingegangen ist. An Schaltstellen 15 enthält das Bedienfeld 14 vor allem einen Netzschalter
17, einen Kochzonen-Anwahlschalter 18 und einen Kochstufenschalter 19, der in zwei
entgegengesetzte Funktionalitäten 19- und 19+ zum Anheben bzw. zum Absenken der Heizleistung
unterteilt ist. Außerdem ist ein Sicherheitsschalter 20 mit elektrooptischem Sperrindikator
21, wie die anderen Anzeigelampen in Form eines Glühlämpchens oder einer lichtemittierenden
Diode, zweckmäßig. Auch der Auswahlschalter 18 ist mit solchen Anzeigestellen 16 verknüpft,
bei denen es sich bevorzugt um den Kochzonen 12 geometrisch zugeordnete Kochzonenlampen
22 handelt, und um wenigstens wie beispielshalber skizziert eine einzige digitale
Kochstufenanzeige 23 in Form einer Siebensegment-Ziffemdarstellung, die dann im Zentrum
zwischen den Lampen 22 angeordnet ist.
[0009] Die Bauelemente der Schaltstellen 15 und der Anzeigestellen 16 sind auf einer einzigen
doppelseitig kaschierten Platine angeordnet, die (in der Zeichnung nicht sichtbar)
distanziert zum Bedienfeld 14 unter diesem verläuft und dessen Umfang nicht, jedenfalls
nicht wesentlich, überragt. Diese Platine ist für die Bestückung mit der Kochstufenanzeige
23 derart vorbereitet, daß das einstellig alphanumerische Siebensegment-Display gegenüber
der Darstellung in der Zeichnung auch um 90° verschwenkt positionierbar ist, womit
das Bedienfeld 14 statt der dargestellten vertikalen Anordnung eine horizontale Ausrichtung
in oder neben der Herdmulde 11 erfahren kann.
[0010] Mit einmaligem Betätigen des Netzschalters 17 wird die Herdmulde 11 ans Netz 24 gelegt.
Sicherheitshalber kann vorgesehen sein, den Netzschalter 17 nach einer fest vorgegebenen
Sicherheitszeitspanne ts von einigen Sekunden gleich wieder abzuschalten - es sei
denn, innerhalb dieser Sicherheitszeitspanne ts wird noch eine andere der Schaltstellen
15 aktiviert, etwa über den Schalter 18 eine Kochzone 12 angewählt ODER über den Schalter
19 die Kochstufe der gerade angewählten Kochzone 12 verändert. Wenn aber ein Sicherheitsschalter
20 gesetzt ist, also dessen Sperrindikator 21 leuchtet, kann die Herdmulde 11 nicht
eingeschaltet werden.
[0011] Unter den Anzeigestellen 16 befinden sich vier den Kochzonen 12 geometrisch zugeordnete
Zonenlampen 22, vorzugsweise wie die anderen optischen Indikatoren auch als Leuchtdioden
realisiert, deren Aufleuchten anzeigt, welche der Kochzonen 12 momentan beheizt werden.
Die individuelle Heizleistung läßt sich mittels des Kochstufenschalters 19 nach Art
einer netzfrequenzsynchronisierten oder prozessorsynchronisierten Pulsbreitenmodulation
beeinflussen und mittels der in diesem Realisierungsbeispiel einzig vorhandenen Siebensegment-Kochstufenanzeige
23 visualisieren. Die Prozessor-Teilfunktion zum Umsetzen des aktuellen Modulationsgrades
in eine Zifferndarstellung ist im Blockschaltbild der Zeichnung durch einen Demodulator
26 symbolisiert, der die Impulslänge in Bezug auf die Zyklusdauer in eine Zahl zwischen
0 (ausgeschaltet) und 9 (maximale Leistung) umsetzt. Diese Zahl (23) zeigt also an,
mit welcher Kochstufe diejenige Kochzone 12 gerade betrieben wird, deren Lampe 22
gerade blinkt. Eine veränderte Vorgabe dieser Heizleistung erfolgt durch alternatives
mehrmaliges oder dauerndes Betätigen eines der beiden Kochstufen-Funktionsschalter
19- oder 19+. Die der momentan noch angewählten Kochzone 12 zugeordnete Lampe 22 schaltet
dann von Blinklicht auf Dauerlicht um, während aber diese Kochzone 12 wie erwähnt
die zuletzt vorgegebene Kochstufe beibehält, wenn mittels des Auswahlschalters 18
auf die nächste der zyklisch anzuwählenden Kochzonen 12 umgeschaltet wird, so daß
nun deren Zonenlampe 22 nicht mehr konstant sondern nur noch im Intervall leuchtet
und die Anzeige 23 ihre momentane Kochstufe angibt. Die vier gesonderten Lampen 22
erübrigen sich allerdings, wenn sie durch vier Anzeigen 23 (anstelle der einen zentralen
in der Zeichnung) ersetzt werden.
[0012] Die gerade angewählte, also die momentan blinkenden Lampe 22 oder Anzeige 23 markierte
Kochzone 12 wird jedoch elektrisch abgeschaltet und ihre Lampe 22 bzw. Anzeige 23
ganz ausgeschaltet, wenn die Heizleistung hier mittels des Kochstufenschalters 19-
auf Null zurückgenommen wird. Sofern aber die Kochstufenschalter 19-, 19+ nicht alternativ,
sondern gleichzeitig betätigt werden, wie durch das UND-Gatter 33 symbolisiert, wird
die gerade angezeigte der Kochzonen 12 unmittelbar elektrisch abgeschaltet, und ihre
Zonenlampe 22 bzw. Anzeige 23 erlischt. Über den Netzschalter 17 erfolgt dagegen ein
Abschalten der Kochmulde 11 insgesamt, also aller ihrer gerade eingeschaltet gewesenen
Kochzonen 12.
[0013] Die Kochzone 12, die gerade über den Auswahlschalter 18 zum Einstellen ihrer Kochstufe
angewählt ist, ist also durch eine nicht kontinuierlich leuchtende, sondern blinkende
Kochzonenlampe 22 oder Anzeige 23 ausgewiesen. Die Umschaltung auf die nächste Kochzone
12 mit ihrer Kochzonenlampe 22 oder Anzeige 23 erfolgt in zyklischer Folge fortschreitend
mit jedem erneuten kurzen Betätigen des Auswahlschalters 18. Bei nur einer zentralen
Anzeige 23 bezieht sich die momentan numerisch dargestellte Kochstufenanzeige 23 auf
diejenige Kochzone 12, deren Lampe 22 nicht erloschen ist oder kontinuierlich brennt,
sondern die gerade blinkt.
[0014] Über ein solches Siebensegment-Display der Anzeige 23 lassen sich bekanntlich nicht
nur numerische, sondern auch bestimmte alphaische Informationen einstellig darstellen.
So wird die Anzeige 23 vom Demodulator 26 auf die Anzeige H umgeschaltet, wenn die
über den Schalter 18 gerade angewählte Kochzone 12 zwar (über den Kochstufenschalter
19- oder über beide 19-/19+ gleichzeitig) elektrisch abgeschaltet wurde, aber die
geometrisch zugeordnete Kochzonenlampe 22 bzw. Anzeige 23 noch nicht erlischt, sondern
zunächst noch angesteuert bleibt, weil die zugeordnete Kochzone 12 noch heiß, ihre
Temperatur nämlich noch nicht unter die Größenordnung von 50°C abgesunken ist, also
noch eine Restwärme abstrahlt, die verbrennungsgefährdend für die Oberfläche der menschlichen
Haut ist. Das wird mittels Temperatursensoren 27 detektiert, deren Sensorsignale vom
Prozessor entsprechend analysiert, nämlich mit einer Referenz verglichen und gegebenenfalls
auf die (in der Zeichnung nicht gesondert ausgewiesenen) Ansteuerschaltungen für die
Kochzonenlampen 22 bzw. Anzeigen 23 geführt werden; oder eine im Prozessor mittels
Zählern realisierte, voreingestellte Zeitsteuerschaltung läßt diese Restwärmeanzeige
erlöschen, wenn die Kochzone 12 nach ihrem Abschalten erfahrungsgemäß ausreichend
abgekühlt sein müßte.
[0015] In einer Erweiterung 28 des Basis-Bedienfeldes 14 können von den Funktionen (Dauerlicht
oder Blinklicht) der Kochzonenlampen 22 funktional getrennte Restwärmelampen 29 den
Kochzonen 12 geometrisch zugeordnet vorgesehen sein, um die vorerwähnte H-Anzeige
23 im Zentrum der Kochzonenlampen 22 oder je eine Anzeige 23 für die vier Kochzonen
12 zu erübrigen. Wenn an der jeweiligen Kochzone 12 die für die Gefahr des Versengens
der menschlichen Haut kritische Oberflächentemperatur überschritten ist, leuchtet
nun die zugeordnete Restwärmelampe 29 in der Bedienfeld-Erweiterung 28 auf; wobei
schaltungstechnisch über den Prozessor vorgegeben sein kann, daß diese Leuchtindikation
beispielsweise zwischen Dauerlicht und Blinklicht umschaltet, je nach dem, ob die
zugeordnete Kochstelle 12 momentan aktiv beheizt wird oder abgeschaltet ist und nur
noch Restwärme führt.
[0016] Die höchste Stufe des hochfahrenden Kochstufen-Funktionsschalters 19+ lautet nicht
"9" sondern, noch darüber gelegen, "A". Wenn am Kochstufenschalter 19 vor Anwahl einer
bestimmten Stufe die Anzeige 23 auf "A" gesetzt wird, dann wird über die gerade angewählte
Kochzone 12 zunächst maximal, der Stufe 9 entsprechend, angekocht. Ein Zeitschaltkreis
34 schaltet nach der Zeitspanne ta dann auf die, nach der Initialisierung über "A",
danach niedriger vorgegebene Kochstufe zurück, die schon während ta, also bis zum
Umschalten auf Daueranzeige unter Anwahl dieser Kochzone 12, von der alphanumerischen
Anzeige 23 als Ziffer alternierend mit dem Buchstaben "A" angezeigt wird.
[0017] Oft ist wenigstens eine der Kochzonen 12 mit einer Flächen-Erweiterung ausgestattet,
die für größeres Kochgeschirr ringförmig oder wie im dargestellten Ausführungsbeispiel
als gesondert zuschaltbare Bratenzone 30 bogenförmig sein kann. Für deren Betrieb
ist ein Bräter-Netzschalter 31 in der Bedienfeld-Erweiterung 28 vorgesehen, samt Bräter-Anzeigelampe
32. Die Kochstufeneinstellung für die Bräterzone 30 erfolgt am Schalter 19 mit derjenigen
für die benachbart zugeordnete Kochzone 12, was in dem Blockschaltbild der Zeichnung
symbolisch berücksichtigt ist.
[0018] Um die gesamte elektrische Beschaltung des Bedienfeldes 14 einer Herdmulde 11 also
preisgünstig auf einer einzigen, einlagigen wenn auch beidseitig kaschierten Leiterplatte
von Abmessungen, die nicht über das Bedienfeld 14 hinausragen, unterbringen zu können,
ist erfindungsgemäß ein Tast-Auswahlschalter 18 vorgesehen, mit dem ein ebenfalls
tastbetätigbarer Kochstufenschalter 19;19-,19+ zyklisch nacheinander auf jede der
vorhandenen Kochzonen 12 schaltbar ist, während die anderen Kochzonen 12 hinsichtlich
ihrer Heizleistungen in ihrem momentanen Schaltzustand verbleiben. Welche der Kochzonen
12 derzeit beheizt wird und welche von diesen die momentan über den Auswahlschalter
18 angewählte ist, ergibt sich aus der optischen Signalgabe von miniaturisierten Kochzonenlampen
22 oder Digitalanzeigen 23, die entsprechend der Geometrie der Kochzonen 12 angeordnet
sind. Schon eine einzige alphanumerische Digital-Anzeige 23 ist ausreichend, um für
die momentan angewählte Kochzone 12 die momentan vorgegebene Kochstufe 23 numerisch
und eine etwaige Sonderbetriebsbedingung wie
Ankochbetrieb "A" oder Noch-
Heiße-Kochzone "H" alphaisch anzugeben. Um separate Restwärmelampen 29 zu vermeiden,
erlischt die jeweilige Kochzonenlampe 22 oder Anzeige 23 noch nicht mit elektrischem
Abschalten ihrer Kochzone 12, sondern erst, wenn die zugeordnete Kochzone 12 unter
die berührungskritische Resttemperatur abgekühlt ist.
1. Berührungsschalter-Bedienfeld (14) für eine Kochstufen-Vorgabe mit digitaler Kochstufenanzeige
(23) an einer Kochmulde (11) mit mehreren Kochzonen (12), denen je eine optische Anzeige
zugeordnet ist, die zur Kochstufen-Vorgabe individuell anwählbar und dann über Plus-
/ Minus - Tasten (19+, 19-) eines Kochstufenschalters (19) einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß, bei Schaltungsaufbau auf einer einzigen Platinenebene mit unter einem undurchbrochenen
Bedienfeld (14) gelegenen Lampen (22), Anzeigen (23) und Sensor-Tastschaltstellen
(15; 17, 18, 19), für alle Kochzonen (12) ein einziger Anwahlschalter (18) zum zyklischen
Aufschalten auf den als Pulsweitenmodulatoren für die einzelnen Kochzonen (12) ausgelegten
Kochstufenschalter (19) vorgesehen ist, denen im Bedienfeld (14) im Falle von Kochzonenlampen
(22) im Zentrum derer Anordnung allen gemeinsam eine, andernfalls jedoch je eine digitale
Kochstufen-Anzeige (23) zugeordnet ist, die angesteuert bleiben, sofern ihre Kochstufen
nicht aktuell auf Null gesetzt sind, was für die einzelne gerade angewählte Kochzone
(12) durch gleichzeitiges Betätigen beider Kochstufen-Tasten (19+, 19-) oder für die
gesamte Kochmulde (11) mit Betätigen eines Netzschalters (17) im Bedienfeld (14) erfolgt.
2. Bedienfeld nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Kochzonenlampe (22) über einen Temperatursensor (27) oder über einen Zeitgeber
angesteuert bleibt, nachdem der Kochstufenschalter (19) auf Null (0) gesetzt wurde,
bis die Temperatur an der zugeordneten Kochzone (12) unter eine berührungssichere
Temperatur abgesunken ist.
3. Bedienfeld nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer Bedienfeld-Erweiterung (28) den Kochzonen (12) zugeordnete Restwärmelampen
(29) vorgesehen sind, die angesteuert sind, wenn und so lange die Temperatur der zugeordneten
Kochzone (12) über einer berührungskritischen Temperatur liegt.
4. Bedienfeld nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kochstufenschalter (19) in zwei Funktionsschalter (19-, 19+) für Absenken oder
Anheben der Heizleistung der gerade angewählten Kochzone (12) unterteilt ist, die
ihren Betriebszustand (ihre Kochstufe) beibehält, wenn danach der Kochstufenschalter
(19) mittels des Anwahlschalters (18) einer anderen Kochzone (12) zugeordnet wird.
5. Bedienfeld nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß es in einer Erweiterung (28) einen Netzschalter (31) samt Indikatorlampe (32) aufweist,
über den einer Kochzone (12) eine seitlich benachbart anschließende beheizte Zone
(30) zuschaltbar ist.