[0001] Die Erfindung betrifft eine Fangeinrichtung für ein Steigschutzsystem zur Verhinderung
eines Absturzes einer Person von einer Leiter, einem Podest oder dergleichen. Die
Fangeinrichtung läuft in einer vertikal verlaufenden Führungsschiene. Die zu sichernde
Person trägt einen Auffanggurt und ist durch ein Verbindungsmittel mit der Fangeinrichtung
verbunden. Die Fangeinrichtung weist einen Läufer oder Schlitten auf, der in der Führungsschiene
läuft. Der Läufer hat ein Gehäuse und eine darin drehbar gelagerte Sperrklinke, die
durch eine Feder belastet ist. Die Feder drückt die Sperrklinke in eine verriegelte
Position. In der entriegelten Position bildet die Verbindungslinie zwischen der Drehachse
und dem Anschlagpunkt einen spitzen Winkel mit der Waagerechten. Bei einem Absturz
stößt die Sperrklinke dann gegen Fangrasten oder eine Lochung in der Führungsschiene.
Das Verbindungsmittel wird an dem Anschlagpunkt der Sperrklinke befestigt. Zum Absteigen
wird die Sperrklinke gegen die Kraft der Feder in eine entriegelte Position geschwenkt.
[0002] Eine derartige Fangeinrichtung, die für ein Steigschutzsystem geeignet ist, ist aus
EP-A-0 168 021,
DE-A-27 36 037 und
DE-A-19 61 757 bekannt. Bei diesen Steigschutzsystemen wird eine Führungsschiene mit C-Profil verwendet.
Die Ränder der längsverlaufenden Öffnung des C-Profils sind die Führungsflansche,
auf denen die Fangeinrichtung geführt wird. In der Rückwand des C-Profils sind Fangrasten
herausgedrückt oder Aussparungen gelocht, gegen die die Sperrklinke bei einem Absturz
läuft, so daß die Arretierung formschlüssig erfolgt.
[0003] Die Sperrklinke zeigt nach unten, so daß beim Aufsteigen die Sperrklinke die Fangrasten
oder die Lochung in der Rückwand des C-Profils überfährt. Beim Absteigen entlang der
Leiter kann sich der Benutzer zurück lehnen (Rückenzug), so daß die Sperrklinke von
der Rückwand der Führungsschiene weggezogen wird und der Schlitten ungehindert abwärts
fahren kann. Bei der aus
DE-A-2 736 037 und
DE-A-1 961 757 bekannten Fangeinrichtung ist dies jedoch nicht als zwingend nötig beschrieben.
[0004] Bei diesen Fangeinrichtungen schließt die Verbindungslinie des Drehpunktes der Sperrklinke
und des Anschlagpunktes einen spitzen Winkel von etwa 30° mit der Waagerechten ein
und wird die Sperrklinke um etwa 25 bis 30° aus der vollständig entriegelten in die
vollständig verriegelte Stellung verschwenkt. Aus Gründen der Betriebssicherheit wird
die Sperrklinke dabei durch eine relativ kräftige Feder in die verriegelte Stellung
gedrückt. Zur Verteilung der Belastung und des Abriebs auf die Laufrollen liegt der
Drehpunkt der Sperrklinke ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Achsen der Laufrollen.
[0005] In manchen Fällen ist ein Absteigen mit Rückenzug nicht möglich. Um durch enge Schachtabdeckungen,
Schächte, Rückenkorbleitern, usw. steigen zu können, muß sich die auf- oder absteigende
Person nahe an der Leiter halten. Infolge des fehlenden Rückenzugs wird die Sperrklinke
durch die Feder in das Führungsschienenprofil gedrückt, so daß die Fangeinrichtung
von den Fangrasten oder der Lochung in der Rückwand der Führungsschiene aufgehalten
wird und ein Absteigen nicht möglich ist. Für die Benutzung der Fangeinrichtung in
solchen Fällen werden spezielle Läufer verwendet, die so konstruiert sind, daß die
Gewichtskraft des Körpers des Läufers größer ist als die Kraft der die Sperrklinke
belastenden Feder, so daß die Sperrklinke entriegelt wird, wenn man die Fangeinrichtung
am Anschlagpunkt hält.
[0006] Es ist eine Fangrichtung bekannt, die nur für Absteigen ohne Rückenzug verwendbar
ist, da durch den Rückenzug die Sperrklinke in die verriegelte Stellung gezogen würde.
[0007] Aus
EP-A-0 812 606 ist eine Steigvorrichtung bekannt, die eine Sperrklinke ähnlich der
DE-A-19 61 757 aufweist. Die Sperrklinke enthält jedoch keinen Anschlagpunkt für einen Sicherungsgurt,
sondern an ihr ist ein Griffrohr befestigt.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung ist eine Fangeinrichtung, mit der man ohne Probleme in
enge Schächte steigen kann (Absteigen ohne Rückenzug), die aber auch in üblicher Weise
an Leitern (Absteigen mit Rückenzug) benutzt werden kann.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Fangeinrichtung entriegelt
ist, wenn die Verbindungslinie zwischen Drehpunkt der Sperrklinke und Anschlagpunkt
einen Winkel mit der Waagerechten von etwa 5° bildet, so daß die Feder ein optimales
Drehmoment auf die Sperrklinke ausübt, das kleiner ist als das durch das Gewicht der
Fangeinrichtung erzeugte Drehmoment.
[0010] So kann man die Fangeinrichtung universell bei allen Bedingungen einsetzen und ermöglicht
dem Benutzer gleichzeitig den größten Komfort.
[0011] Beim Absteigen mit Rückenzug stellt sich im Verbindungsmittel ein Winkel von etwa
2° zur Waagerechten ein, wobei die Person eine Kraft von bis zu etwa 600 N in das
Verbindungsmittel einbringt. Bedingt durch unterschiedliche Reibung zwischen Läufer
und Führungsschiene oder den Zustand der Führungsschiene kann dieser Winkel geringfügig
kleiner (0°) oder größer (4°) sein. Will man nun ungehindert absteigen, muß die Sperrklinke
in diesem Bereich von 0° bis 4° auf jeden Fall durch den Rückenzug gezogen bleiben.
[0012] Der Anschlagpunkt der Sperrklinke liegt unterhalb der durch den Drehpunkt der Sperrklinke
gehenden Waagerechten. Die Verbindungslinie von Anschlagpunkt und Drehpunkt der Sperrklinke
bildet einen Winkel von etwa 5° mit der Waagerechten, wenn sich die Sperrklinke in
der entriegelten Position befindet. Dadurch wird erreicht, daß sich die Sperrklinke
beim Absteigen mit Rückenzug betriebssicher in der entriegelten Position befindet.
[0013] Vorzugsweise gelangt die Sperrklinke durch ein Verschwenken von nur etwa 15° in die
verriegelte Position. Die Sperrklinke ragt dabei soweit von der Unterseite des Läufers
hervor, daß sie gegen die Fangrasten oder die Lochung in der Rückwand der Führungsschiene
stößt. Um trotz dieses relativ kleinen Schwenkwinkels eine ausreichende Verlagerung
der Spitze der Sperrklinke zwischen der entriegelten und der verriegelten Position
zu erreichen, ist der Abstand der Spitze von dem Drehpunkt möglichst groß. Der Drehpunkt
befindet sich dazu vorzugsweise am oberen Ende des Läufers und die Spitze der Sperrklinke
am unteren Ende.
[0014] Durch den kleinen Winkel, den der Anschlagpunkt in der entriegelten Position unterhalb
der Waagerechten liegt und den kleinen Verschwenkwinkel zwischen entriegelter und
verriegelter Position, ist der horizontale Weg sehr klein, den der Anschlagpunkt zwischen
beiden Positionen zurücklegt. Trotz der relativ geringen Kraft der Feder ist daher
die volle Betriebssicherheit gewährleistet.
[0015] Insgesamt ist der Läufer ein etwa rechteckförmiges Gehäuse mit einer mittigen Öffnung.
Die Sperrklinke ist in der mittigen Öffnung um eine waagrechte Drehachse drehbar gelagert.
[0016] Die Fangeinrichtung wird durch Führungseinrichtungen in der Führungsschiene geführt.
Die Führungseinrichtungen liegen außen und innen an den Führungsflanschen der Führungsschiene
an. Die Führungseinrichtungen sind am oberen und unteren Ende des Läufer vorgesehen
und können, wie aus die
DE 299 06 047 bekannt, jeweils zwei Paare stehender Rollen aufweisen. Vorzugsweise sind bei der
erfindungsgemäßen Fangeinrichtung zwei zusätzliche stehende Rollen vorgesehen, die
sich im Einsatz innerhalb der Führungsschiene befinden, wobei der Drehpunkt der Sperrklinke
etwa zwischen diesen zusätzlichen Rollen und der Führungseinrichtung am oberen Ende
der Fangeinrichtung liegt.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- die Fangeinrichtung in einer isometrischen Ansicht von oben vorne rechts;
- Figur 2
- die Fangeinrichtung in einer isometrischen Dar- stellung von oben hinten rechts;
- Figur 3
- die Fangeinrichtung im Vertikalschnitt, wobei die beim Absteigen mit Rückenzug auftretenden
Kräfte veranschaulicht sind und
- Figur 4
- die Fangeinrichtung im Vertikalschnitt, wobei die beim Absteigen ohne Rückenzug auftretenden
Kräfte dargestellt sind.
[0018] Die Fangeinrichtung 10 bildet den beweglichen Teil eines Steigschutzsystems und läuft
in eine Führungsschiene. Die gesicherte Person trägt einen Auffangurt und schlägt
sich mit einem Verbindungsmittel und einem Karabinerhaken an der Fangeinrichtung 10
an. Die gesicherte Person wird dadurch bei einem Absturz gehalten.
[0019] Die Fangeinrichtung 10 weist ein Gehäuse 12 mit einer mittigen Öffnung 14 auf, in
dem eine Sperrklinke 16 um eine waagrechte Achse 18 verschwenkbar gelagert ist. Am
oberen und unteren Ende der Fangeinrichtung 10 sind jeweils Führungseinrichtungen
20, 22 zur Führung der Fangeinrichtung 10 in der Führungsschiene vorgesehen.
[0020] Die Führungsschiene hat das aus
DE 299 06 047 bekannte C-Profil mit Führungsflanschen längs der Öffnung in der Vorderseite des
C-Profils und mit einer Rückwand. Die Fangeinrichtung 10 wird in dieser Öffnung geführt.
Die Führungseinrichtungen bestehen aus jeweils vier stehenden Rollen 24, die paarweise
angeordnet sind, so daß von jedem Paar eine Rolle 24 auf der Innenseite der Führungsflansche
und eine auf der Außenseite abrollt. Die Drehachsen der Rollen 24 liegen parallel
zur waagrechten Drehachse 18 der Sperrklinke 16.
[0021] Zwischen jedem Paar von Rollen 24 sind Gleitelemente 25 aus verschleißarmem hochdichtem
Polyethylen mit niedrigem Reibungsbeiwert eingefügt, die die Fangeinrichtung seitlich
führen.
[0022] Außerdem ist das Gehäuse 12 mit einer verbreiteten Basis 26 versehen, die nahezu
die gesamte Breite des Innenraums des C-Profils der Führungsschiene ausfüllt. Die
verbreitete Basis 26 schließt sich vorne und hinten unmittelbar an stehende Rollen
24 an. Die verbreitete Basis 26 wird etwa nach dem oberen Drittel durch zusätzliche
stehende Rollen 28 unterbrochen, die im Einsatz ebenfalls innerhalb des C-Profils
der Führungsschiene liegen und auf der Innenseite der Führungsflansche abrollen. Bei
den zusätzlichen Rollen 28 ist die Öffnung 14 auf der Unterseite des Gehäuses 12 durch
einen Steg 30 überbrückt, der das Gehäuse 12 aussteift und die Basis 26 stabilisiert.
Innerhalb des Steges 30 läuft die Achse der zusätzlichen Rollen 28.
[0023] Die waagrechte Drehachse 18 der Sperrklinke 16 liegt ungefähr zwischen den oberen
stehenden Rollen 24 und den zusätzlichen Rollen 28 und etwa in der Ebene der Achsen
dieser Rollen. Die Sperrklinke 16 hat eine Spitze 32 am unteren Ende und hat als Anschlagpunkt
eine Öffnung 34. Die Verbindungslinien zwischen der Spitze 32 und der Achse 18 einerseits
und zwischen der Öffnung 34 und der Achse 18 andererseits bilden bei der Achse 18
einen Winkel von etwa 90°. Durch eine von oben etwa in der Mitte zwischen der Achse
18 und der Öffnung 34 gegen die Sperrklinke 16 drückende Feder 36 wird die Sperrklinke
- in Figur 3 und Figur 4 gesehen - im Uhrzeigersinn verschwenkt, so daß die Spitze
32 der Sperrklinke 16 auf der Rückseite der Fangeinrichtung 10 vorsteht (Figur 2).
Die Sperrklinke 16 ist zwischen einer verriegelten Position und einer entriegelten
Position verschwenkbar. In der in Figur 2 gezeigten verriegelten Position steht die
Spitze 32 auf der Rückseite der Fangeinrichtung 10 vor. In der entriegelten Position
ist die Sperrklinke 16 zurückgeschwenkt, so daß ihre Spitze 32 bündig in der Rückseite
der Fangeinrichtung 10 liegt und nicht vorsteht.
[0024] Auf der rechten Seite der Fangeinrichtung 10 steht ein Stift 37 ab, der bei falscher
Ausrichtung der Fangeinrichtung 10 gegen einen auf der linken Seite der Führungsschiene
angegossenen oder angeschraubten vorstehenden Nocken läuft und die Fangeinrichtung
10 aufhält.
[0025] Eine die Leiter besteigende Person trägt einen Auffanggurt und schlägt sich mittels
eines Verbindungsmittels und eines Karabinerhakens an der Öffnung 34 der Sperrklinke
16 an. Beim Aufwärtssteigen wird die Sperrklinke 16 je nach der von der Person eingenommenen
Haltung in die entriegelte Position geschwenkt, die in den Figuren 3 und 4 fett eingezeichnet
ist, oder, wenn sie sich in der verriegelten Position befindet, fährt sie von unten
über die Fangrasten 38 in der Rückwand 39 der Führungsschiene.
[0026] Beim Absteigen entlang einer Leiter bei genügender Rückenfreiheit lehnt sich die
Person von der Leiter weg und übt dabei eine durch den Pfeil 40 veranschaulichte Zugkraft
bis zu 600 N auf die Sperrklinke 16 aus. Auf die Fangeinrichtung wirkt ferner die
durch den Pfeil 42 dargestelle Reibung. Die Sperrklinke 16 ist so ausgebildet, daß
die Verbindungslinie zwischen Drehachse 18 und Öffnung 34 etwa 5° unterhalb der Waagerechten
liegt, wenn sich die Sperrklinke 16 dann in der entriegelten Position befindet, d.h.
die Spitze 32 bündig mit der Rückseite der Fangeinrichtung 10 abschließt. Das von
der Feder 36 auf die Sperrklinke 16 ausgeübter Drehmoment kann hierbei vernachlässigt
werden. Nach Verschwenken um einen Winkel von nur 14,7° gelangt die Sperrklinke 16
in die verriegelte Position, in der die Spitze 32 auf der Unterseite der Fangeinrichtung
10 vorsteht und gegen die Fangrasten 38 stößt.
[0027] In Figur 4 sind die Kräfte dargestellt, die auf die Fangeinrichtung 10 und die Sperrklinke
16 einwirken, wenn die gesicherte Person die Leiter ohne Rückenzug absteigt, wie es
z.B. in engen Schächten oder Rückenkorbleitern notwendig ist. Die gesicherte Person
kann sich dabei nicht von der Leiter zurücklehnen, so daß die Fangeinrichtung 10 unter
ihrem eigenen Gewicht nach unten hängt. Der Pfeil 40 ist die auf den Ausschlagpunkt
34 wirkende Zugkraft. Sie zeigt daher vertikal nach oben. Da die Verbindungslinie
zwischen der Drehachse 18 und der Öffnung 34 etwa waagrecht liegt, wirkt auf die Sperrklinke
16 das maximale Drehmoment. Die Feder 36 drückt etwa in der Mitte zwischen der Achse
18 und der Öffnung 34 gegen die Sperrklinke 16. Die Kraft der Feder 36, die durch
den Pfeil 44 dargestellt ist, ist dabei so gewählt, daß das von ihr auf die Sperrklinke
16 ausgeübte Drehmoment kleiner ist als das durch die Zugkraft 40 erzeugte Drehmoment.
Die Größe der Zugkraft 40 wird dabei durch das Gewicht der Fangeinrichtung 10 bestimmt.
Sie ist der durch den Pfeil 46 dargestellten Gewichtskraft entgegengesetzt.
[0028] Da die Sperrklinke 16 aus der entriegelten Position, in der die Verbindungslinie
zwischen Drehachse 18 und Anschlagpunkt 34 nur 2 bis 5° unter der Waagerechten liegt,
nur um 14,7° verschwenkt zu werden braucht, um in die verriegelte Position zu gelangen,
ist der horizontale Weg sehr klein, den der Anschlagpunkt dabei zurücklegt. Trotz
der relativ geringen Kraft der Feder 36 ist daher die volle Betriebssicherheit gewährleistet.
Liste der Bezugszeichen
[0029]
- 10
- Fangeinrichtung
- 12
- Gehäuse
- 14
- Öffnung,
- 16
- Sperrklinke
- 18
- Drechachse
- 20, 22
- obere, untere Füh- rungseinrichtung
- 24
- Rollen
- 25
- Gleitelemente
- 26
- Basis
- 28
- zusätzliche Rollen
- 30
- Steg
- 32
- Spitze
- 34
- Öffnung, Anschlag- punkt
- 36
- Feder
- 37
- Stift
- 38
- Fangrasten
- 39
- Führungsschiene
- 40
- Zugkraft
- 42
- Reibung
- 44
- Federkraft
- 46
- Gewichtskraft
1. Fangeinrichtung (10) für ein Steigschutzsystem, die in einer vertikal verlaufenden
Führungsschiene (39) führbar ist und ein Gehäuse (12) und eine darin um eine Achse
(18) drehbar gelagerte Sperrklinke (16) mit einem Anschlagpunkt (34) zum Befestigen
eines Verbindungsmittels aufweist, wobei die Sperrklinke (16) zwischen einer entriegelten
und einer verriegelten Position der Fangeinrichtung (10) verschwenkbar ist, wobei
die Sperrklinke (16) durch eine Feder (36) in die verriegelte Position belastet wird
und wobei in der entriegelten Position die Verbindungslinie zwischen der Drehachse
(18) und dem Anschlagpunkt (34) einen spitzen Winkel mit der Waagerechten bildet,
derart, dass das von der Feder (36) auf die Sperrklinke (16) ausgeübte Drehmoment
kleiner ist als das von der Gewichtskraft der Fangeinrichtung (10) erzeugte Drehmoment,
wenn die Fangeinrichtung (10) an dem Anschlagpunkt (34) gehalten wird, wobei in der
entriegelten Position der Sperrklinke (16) die Verbindungslinie zwischen der Drehachse
(18) und dem Anschlagpunkt (34) einen Winkel von etwa 5° mit der Waagerechten bildet.
2. Fangeinrichtung nach Anspruch 1, wobei sich die Drehachse (18) der Sperrklinke (16)
am oberen Ende der Fangeinrichtung (10) befindet.
3. Fangeinrichtung nach Anspruch 2 mit Führungseinrichtungen (20, 22) am oberen und unteren
Ende, wobei zusätzliche Führungenseinrichtungen (28) in der Mitte der Fangeinrichtung
(10) vorgesehen sind und wobei die Drehachse der Sperrklinke (16) etwa in der Mitte
zwischen der zusätzlichen Führungseinrichtung (28) und der Führungseinrichtung (20)
am oberen Ende der Fangeinrichtung angeordnet ist.
1. Fall arrester (10) for a climbing protection system which can be guided in a vertically
extending guide rail (39) and has a housing (12) and a pawl (16) housed therein rotatably
about an axis (18) with an attachment point (34) for attaching a connection means,
the pawl (16) being swivellable between an unlocked and a locked position of the fall
arrester (10), the pawl (16) being loaded by a spring (36) into the locked position,
and in the unlocked position, the connection line between the rotational axis (18)
and the attachment point (34) forming an acute angle to the horizontal, such that
the torque exerted by the spring (36) on the pawl (16) is less than the torque produced
by the weight force of the fall arrester (10) when the fall arrester (10) is held
at the attachment point (34), wherein, in the unlocked position of the pawl (16),
the connection line between the rotational axis (18) and the attachment point (34)
forms an angle of approx. 5° to the horizontal.
2. Fall arrester according to claim 1, wherein the rotational axis (18) of the pawl (16)
is located at the top end of the fall arrester (10).
3. Fall arrester according to claim 2 with guide devices (20, 22) at the top and bottom
ends, wherein additional guide devices (28) in the centre of the fall arrester (10),
the rotational axis of the pawl (16) being arranged approx. in the centre between
the additional guide device (28) and the guide device (20) at the top end of the fall
arrester.
1. Dispositif de blocage (10) pour un système de protection anti-chute, pouvant être
guidé dans un rail de guidage (39) s'étendant verticalement et présentant un boîtier
(12) et un cliquet d'arrêt (16) logé dans celui-ci de façon pivotante autour d'un
axe (18), avec un point d'accrochage (34) pour la fixation d'un moyen de liaison,
dans lequel le cliquet d'arrêt (16) peut pivoter entre une position déverrouillée
et une position verrouillée du dispositif de blocage (10), dans lequel le cliquet
d'arrêt (16) est chargé par un ressort (36) dans la position verrouillée et dans lequel,
dans la position déverrouillée, la ligne de jonction entre l'axe de rotation (18)
et le point d'accrochage (34) forme un angle aigu par rapport à l'horizontale, de
sorte que le couple exercé par le ressort (36) sur le cliquet d'arrêt (16) est inférieur
au couple engendré par le poids du dispositif de blocage (10) lorsque le dispositif
de blocage (10) est maintenu au point d'accrochage (34), dans lequel la ligne de jonction
entre l'axe de rotation (18) et le point d'accrochage (34) forme, dans la position
déverrouillée du cliquet d'arrêt (16), un angle d'environ 5° par rapport à l'horizontale.
2. Dispositif de blocage selon la revendication 1, dans lequel l'axe de rotation (18)
du cliquet d'arrêt (16) se trouve à l'extrémité supérieure du dispositif de blocage
(10).
3. Dispositif de blocage selon la revendication 2 présentant des dispositifs de guidage
(20, 22) aux extrémités supérieure et inférieure, dans lequel des dispositifs de guidage
supplémentaires (28) sont prévus au milieu du dispositif de blocage (10) et dans lequel
l'axe de rotation du cliquet d'arrêt (16) est disposé approximativement au milieu
entre le dispositif de guidage supplémentaire (28) et le dispositif de guidage (20)
à l'extrémité supérieure du dispositif de blocage.