| (19) |
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(11) |
EP 1 237 682 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.07.2003 Patentblatt 2003/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.12.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B25B 15/00 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0012/430 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0104/3922 (21.06.2001 Gazette 2001/25) |
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| (54) |
HANDWERKZEUG, INSBESONDERE SCHRAUBWERKZEUG
HAND TOOL, IN PARTICULAR, A SCREWDRIVER
OUTIL A MAIN, NOTAMMENT TOURNEVIS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
15.12.1999 DE 19960657 26.10.2000 DE 10053078
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.09.2002 Patentblatt 2002/37 |
| (73) |
Patentinhaber: WERA WERK HERMANN WERNER GmbH & Co. KG |
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D-42349 Wuppertal (DE) |
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Erfinder: |
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- STRAUCH, Martin
42349 Wuppertal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grundmann, Dirk, Dr. et al |
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Corneliusstrasse 45 42329 Wuppertal 42329 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 521 256 DE-C- 19 509 497 DE-C- 19 724 319 GB-A- 950 544
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DE-A- 4 029 734 DE-C- 19 720 139 DE-U- 9 400 780
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Handwerkzeug, insbesondere ein Schraubwerkzeug und bevorzugt
einen Schraubendreher oder einen Maulschlüssel sowie eine Zange, ein Spannwerkzeug
oder auch eine Feile, mit einer vertiefungsprofilierten Arbeitsfläche.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Profilierung von Arbeitsflächen an
Werkzeugen der vorbezeichneten Art.
[0003] Ein gattungsgemäßes Werkzeug zeigt das Gebrauchsmuster DE 94 00 780.2 U1. Das Gebrauchsmuster
beschreibt einen Schraubendrehereinsatz für Kreuzschlitzschrauben, bei dem die Arbeitsflächen
linienförmig profiliert werden, wobei sich abwechselnde Vertiefungen und Erhöhungen
ausbilden. Es entsteht ein Kanalverlauf mit den Kanal flankierenden Rippen. Bei der
Herstellung eines derartigen Schraubendrehereinsatzes erfolgt zunächst das Prägen
der Rippen. Danach erfolgt die Härtung des Werkzeuges. Die Oberflächenbeeinflussung
beim Härten wirkt sich auch auf die Rippen aus. Bei einem zu spröden Werkzeug, bei
dem harte Rippen aus einem harten Basiskörper ausragen entsteht eine übergroße Kerbwirkung.
Dies kann nur vermieden werden, in dem man eine geringere Oberflächenhärte einstellt.
Dies führt dann allerdings zu relativ weichen Rippen, welche dann auch schnell verschleißen
können. Man ist hier einerseits mit dem Problem konfrontiert, daß eine verschleißfeste
Rippe mit einer zu großen Sprödigkeit des Werkzeuges einhergeht und andererseits die
Vermeidung der Sprödigkeit des gesamten Werkzeuges zu weichen und damit sich abreibenden
Rippen führt.
[0004] Im Stand der Technik werden deshalb auch andere Methoden verwendet, um eine Erhöhung
der Oberflächenrauhigkeit an Schraubendrehereinsätzen zu erzielen. Beispielsweise
zeigen die DE 40 29 734 A1 und die EP 0 521 256 A2 die Beschichtung der Arbeitsflächen
mit Reibstoffteilchen. Eine Kombination von Oberflächenprofilierung mit Beschichtung
zeigen die GB 950 544 und DE 197 20 139 C1.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Werkzeug insbesondere
von geringer Sprödigkeit mit harten Rippen und ein Verfahren zu dessen Herstellung
anzugeben.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung.
[0007] Der Anspruch 1 sieht vor, daß die Arbeitsfläche des Werkzeuges energiebestrahlt wird,
dabei erfolgt die Bestrahlung derart, daß Vertiefungen erzeugt werden, welche aufgeworfene
Randrippen aufweisen. Dabei wird der oberflächennahe Bereich zum Schmelzen gebracht
mit einer am Rand zu Rippen erstarrenden Schmelze. Der Vorgang kann problemlos nach
einer Wärmebehandlung bspw. dem Härten des Rohlinges erfolgen. Dieser wird bei der
Wärmebehandlung in geeigneter Weise auf eine entsprechende Zähigkeit gebracht, so
daß eine geringe Materialsprödigkeit vorhanden ist. Dieses zähe Kernmaterial wird
dann bevorzugt mit einem Laser bestrahlt, wobei dabei nur in den Gravurzonen und nicht
in den Zwischenbereichen eine lokale Oberflächenhärtung erfolgt. Die Schmelze ist
selbstabschreckend. Einhergehend mit der Härtung des Materials ändert sich auch die
räumliche Struktur und insbesondere die Topographie der Oberfläche. Es entstehen insbesondere
kanalartige Vertiefungen mit Randrippen. Diese Rinnen aus härterem Material sind in
einem Umfeld aus weicherem Material eingebettet. Die erzeugten Rippen besitzen eine
hohe Abriebsfestigkeit und können andererseits elastisch in das Kernmaterial eintauchen,
wenn auf sie ein Druck in Richtung der Flächennormalen ausgeübt wird. Das erfindungsgemäße
Verfahren hat darüber hinaus den Vorteil, daß man in der Wahl der Geometrie der Vertiefungen
nahezu völlig frei ist. Bevorzugt werden Randrippen erzeugt, welche extra-hart sind.
Diese können sich beim Schrauben mit einem so profilierten Schraubwerkzeug in die
Wände der Schraubeingriffsöffnung eindrücken, so daß das Werkzeug in der Schraube
festhängt. Dieses Eingraben der gewölbten Rippen in den Schraubenkopf erfolgt besonders
ausgeprägt bei mit Zink galvanisierten Schrauben. Bevorzugt erfolgt die Bestrahlung
mit einem insbesondere fokussierten Laser. Auch zum Feilen eignen sich diese Profilierungen.
[0008] Es ist aber auch denkbar, den Laserstrahl aufzuweiten und flächig über die Werkstückangriffsfläche
zu streichen. Dabei wird die metallische Oberfläche über den Schmelzpunkt hinaus erhitzt
und erkaltet zufolge des hohen Temperaturgradienten schockartig. Einhergehend mit
dem Aufschmelzen und Verdampfen des Metalls wird die Oberfläche aufgerauht. Mit dem
schlagartigen Einfrieren der durch die hohe Energiebeaufschlagung entstandenen Morphologie
erfolgt auch eine Härtung der Oberfläche. Die Härte der durch Laserbestrahlung aufgebrachten
Rippen-/Vertiefungsstruktur ist größer als die Materialhärte des umgebenden Bereichs,
weshalb diese Strukturen elastisch gelagert sind.
[0009] Die Laserbeaufschlagung kann unmittelbar auf den Stahlgrundkörper des Werkzeuges
erfolgen. Es ist aber auch denkbar, vorher eine Metallbeschichtung, beispielsweise
galvanisch aufzubringen. Der Profilierungsprozeß kann auch zweistufig erfolgen. Beispielsweise
kann zunächst durch flächige Beaufschlagung die Gesamtfläche aufgerauht werden. Dann
kann mit einem fokussiertem Laserstrahl eine linienförmige Struktur aufgebracht werden.
Der erste Schritt kann auch weggelassen werden. Das Aufbringen der linienförmigen
Strukturen mit einem fokussiertem Laserstrahl geht mit der Ausbildung von Rinnen einher,
die durch wallartige Ränder begrenzt sind. Diese wallartigen Ränder stehen über die
Oberfläche der Werkstückangriffsfläche hervor und bilden ein hartes und rauhes Werkstückangriffsprofil
aus. Es hat sich herausgestellt, daß insbesondere dann, wenn eine Metallbeschichtung
galvanisch aufgebracht ist an den mit dem Laser beaufschlagten Flächenbereichen eine
Verdichtung der Metallbeschichtung erzeugt wird. Als vorteilhaft hat sich herausgestellt,
Nickel als Metallbeschichtung zu verwenden. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn
in der Nickelschicht Hartstoffpartikel, insbesondere Diamantsplitter eingebettet sind.
Auch diese Diamantsplitter erhalten durch die Laserbeaufschlagung eine festere Fassung
in der Metall-Matrix. Die Laserbeaufschlagung erfolgt mit einer derartigen Intensität
und Dauer, daß die so erzeugten Profilzonen gegenüber der sie umgebenden nicht profilierten
Werkstückangriffsfläche geringfügig zurückspringen. Die Strahlrichtung des die Profilierung
erzeugenden Lasers kann dabei senkrecht zur Oberfläche gerichtet sein. Es ist aber
auch eine spitzwinklige Ausrichtung möglich. Dadurch wird erreicht, daß die Randflanken
der zurückspringenden Zonen spitzwinklig in die Werkstückangriffsoberfläche auslaufen.
Der Fokus des Laserstrahls wird schreibend über die Oberfläche bewegt. Dabei schmilzt
im Fokus das Stahlgrundmaterial oder die auf dem Stahlgrundmaterial aufgebrachte Nickel-Phosphor-Beschichtung
bereichsweise auf. Es findet eine Materialumwandlung statt. Das aufgeschmolzene Stahlmaterial
bildet ein Härtegefüge. Die aufgeschmolzene Nickel-Phosphor-Schicht kann dabei eine
Schmelz-Verbindung mit dem Stahlgrundkörper eingehen. Diese Art der Profilierung ist
insbesondere vorteilhaft, für die Arbeitsflächen von Schraubendreher-Bits mit einem
Kreuzprofil. Die Profillinien können dabei schräg in Drehrichtung verlaufen, so daß
dem Cam-Out-Effekt entgegengewirkt wird. Es findet gleichsam ein Eingraben des Werkzeuges
in die Schraubenöffnung statt. Ferner wird durch die Gestalt der Rinnen vermieden,
daß sich diese mit Abrieb füllen. Sie wirken als Spankanäle.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Anwendung von energiereichen, insbesondere fokussierten
Strahlen wird die Oberfläche des Werkzeuges im Bereich des Fokus des Strahles kurzzeitig
aufgeschmolzen. Das Aufschmelzen kann mit Licht, also einem Laserstrahl oder auch
mit Elektronenstrahlern oder durch Sputtern erfolgen. Das nur lokale und nahezu spontane
Aufschmelzen der Oberfläche hat sehr hohe Temperaturgradienten im Werkstoff zur Folge.
Die Konsequenz davon ist, daß die Schmelze nach Aufhebung der Energiezufuhr, also
durch Weiterbewegen beispielsweise des Laserstrahles, sofort erstarrt. Die beim Aufschmelzen
wirkenden dynamischen Kräfte bewirken die Ausbildung einer Strömung innerhalb der
Schmelze zu deren Rand hin. Hierdurch entstehen zum Rand hin laufende Wellen. Das
Verfahren sollte so geführt werden, daß die Wellen zwar möglichst steile Flanken bekommen,
aber nicht brechen. Die Energiebeaufschlagung muß deshalb abrupt enden, wenn die Wellen
ihre optimale Flankenform einnehmen. Bei Beendigung der nur kurzzeitigen Energiezufuhr
erstarrt die Schmelze sofort. Hierdurch erhält die erstarrte Schmelze eine große Härte.
Diese kann größer als 62 HRC sein. Sie kann zwischen 64 und 66 HRC liegen. Unterhalb
der wannenartigen Struktur, die etwa eine Dicke von 50 µm besitzt, wird das Volumenmaterial
zufolge der Temperaturbeaufschlagung angelassen. Der Werkstoff erweicht dort. Die
Wanne aus härterem Material liegt deshalb in einer Weichzone eingebettet. Die Härte
dieser Weichzone steigt bis zur Härte des Grundmaterials an.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schraubendreher mit laserprofilierter Arbeitsspitze,
- Fig. 2
- die Arbeitsspitze,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus der Werkstückangriffsfläche,
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Fig. 3 eines zweiten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 5
- ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer perspektivischen Detaildarstellung
einer aufgerauten Oberfläche,
- Fig. 6
- eine Darstellung gemäß Fig. 5 nach Profilierung,
- Fig. 7
- ein Ausführungsbeispiel der Erfindung bei der die Arbeitsfläche sich kreuzende wannenförmige
Rinnen ausbildet,
- Fig. 8
- einen Querschnitt einer wannenförmigen Rinne,
- Fig. 9
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, in welcher die Vertiefungen die Form
von Kratern aufweisen,
- Fig. 10
- schematisch einen typischen Härteverlauf einer 50 µm dicken erstarrten Schmelze und
einer sich daran anschließenden 30 µm dicken Anlaßzone,
- Fig. 11
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei das Werkzeug ein Schraubendreher
mit flacher Klinge ist,
- Fig. 12
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei das Schraubwerkzeug ebenfalls
ein Schraubendreher ist, wobei allerdings die Klinge mehrkantig ist und die Mehrkantflächen
laserstrahlprofiliert sind,
- Fig. 13
- ein Ausführungsbeispiel, bei dem das Werkzeug eine Feile ist,
- Fig. 14
- die Arbeitsspitzen einer Sägeringzange,
- Fig. 15
- modifiziert gestaltete Arbeitsspitzen einer Sägeringzange und
- Fig. 16
- schematisch eine gemäß der Erfindung vertiefungsprofilierte Backe beispielsweise einer
Zange, eines Spannwerkzeuges oder eines Maulschlüssels.
[0012] Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel ist ein Schraubendreher
mit einem Griff und einer Klinge 2. Die Klinge 2 besitzt an ihrem Ende eine Arbeitsspitze
3. Diese Arbeitsspitze 3 bildet eine Werkstückangriffsfläche 8 aus. Diese besitzt
im Ausführungsbeispiel die Form eines Kreuzprofils. Durch mehrmaliges, paralleles
Überfahren dieser Werkstückangriffsfläche 8 mit einem Laserstrahl werden eine Vielzahl
parallel zueinander verlaufende, linienförmige Profilstreifen 6 erzeugt. Die Beaufschlagung
der Metallbeschichtung 5, die auf den Stahlkern 4 aufgebracht ist, bewirkt eine Werkstoffverfestigung.
Diese Werkstoffverfestigung im Bereich des Werkstoffangriffsprofils 6 ist mit einer
etwa hundertprozentigen Oberflächenhärtezunahme verbunden. Die energiebeaufschlagte
Zone 6 weicht auch geringfügig gegenüber der sie umgebenden nicht energiebeaufschlagten
Zone zurück. Durch die Laserstrahlbeaufschlagung entsteht eine Schmelze, die der Spur
der Laserstrahles folgt. Wegen des sehr hohen Temperaturgradienten zum Volumenmaterial
wird die Schmelze sehr schnell abgekühlt. Die erstarrte Rinne besitzt dann eine erheblich
größere Härte als das die Rinne umgebende Material. Der fokussierte Laserstrahl wird
vorzugsweise so geführt und ausgerichtet, daß die Schmelze an Ihren Rändern wallartig
ansteigt, um so aufgeglühte Randrippen zu erzeugen. Das Material für diese Welle entstammt
der zwischen den Wellen liegenden Vertiefung. Bevorzugt entstehen die Randrippen durch
eine thermo-dynamisch-indizierte Fließbewegung in der Schmelze, derart, daß das Material
vom Zentrum der Schmelze zum Rand hin wegströmt, um dort zu erstarren.
[0013] Die Energiebeaufschlagung erfolgt mit einem fokussiertem Laserstrahl als Laserstrahlquelle
kann ein Beschriftungslaser verwendet werden insbesondere ein Diodenlaser, der mit
einer erhöhten Ausgangsleistung betrieben wird. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
trägt der Stahlkern 4 eine Metallbeschichtung 5, bei der es sich um Nickelphosphid
handeln kann. Der schreibend über die Oberfläche geführte Laserstrahl bewirkt ein
lokales Aufschmelzen nicht nur der Schicht 5, sondern auch der daran angrenzenden
Zone des Stahlgrundkörpers 4. Danach erfolgt eine schlagartige Erstarrung der Schmelze.
Dabei bildet sich ein länglicher Krater aus in Form einer Rinne 9 mit zwei wallartigen
Rändern 10, die über die Oberfläche der Metallbeschichtung 5 hinausragen. Dies führt
zu einer Aufrauhung der Oberfläche, wobei das aufgeschmolzene und schlagartig erkaltete
Material eine erhöhte Härte besitzt. Es handelt sich um ein strukturloses Martensit.
[0014] Bei dem Ausführungsbeispiel, welches in Fig. 4 dargestellt ist, sind in der Nickelbeschichtung
5 zusätzlich Diamantsplitter 7 eingebracht, die bereichsweise über die Oberfläche
der Beschichtung hinausragen. Die lokale Erwärmung mittels fokussiertem Laserstrahl
bildet auch hier einen linienförmigen Profilstreifen 6 aus. Dieser Profilstreifen
6 bildet einen Rinne 9 mit randseitigen Wellen 10, die über die Oberfläche hinausragen.
Bei der lokalen Energiebeaufschlagung wird der metallische Werkstoff nicht nur aufgeschmolzen.
Es kommt auch zur Verdampfung desselben. Die dabei energiebeaufschlagten Diamantsplitter
machen dabei bereichsweise eine Phasenumwandlung durch. Sie können am Rand derartig
oxydieren, daß sie eine gerundete Struktur bekommen. Die Diamantsplitter 7', die im
Bereich des Profilstreifens 6 liegen ragen dann nicht mehr über die Oberfläche hinaus.
[0015] Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Stahlkern 4 unbeschichtet.
Er wurde flächig beispielsweise mit einem Diodenlaser beaufschlagt. Einhergehend mit
dieser Beaufschlagung erfolgt eine Aufschmelzung des Oberflächenbereichs 11. Die dabei
entstehenden Blasen werden durch das schlagartige Erstarren eingefroren, so daß sich
eine Aufrauhung ergibt.
[0016] Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine gemäß Fig. 5 vorbehandelte
Stahlkernoberfläche 11 mit einem fokussiertem Laserstrahl schreibend behandelt worden.
Dabei wurden auf die Oberfläche linienförmige Strukturen aufgebracht. Das Oberflächenmaterial
des Stahlkörpers 4 wurde bereichsweise aufgeschmolzen und zum Rand hin verdrängt,
so daß sich wallartige Strukturen 10 beidseitig der Rinne 9 ausbilden, die über die
Oberfläche 11 hinausragen.
[0017] Wie insbesondere die Fig. 1 und 2 zeigen ist das bevorzugte Anwendungsgebiet die
Arbeitsspitze eines Schraubendrehers. Bevorzugt werden die linienförmigen Strukturen
schräg aufgebracht. Die Angriffsflächen der Schraubspitze graben sich dann in den
Schraubkopf hinein. Dies wirkt dem Cam-Out-Effekt entgegen. Die Rillen neigen nicht
zum Verstopfen mit aus dem Schraubkopf abgeriebenen Metall. Sie wirken ähnlich einem
Spankanal.
[0018] Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, daß mit der lokalen Härtung der Oberfläche
eine lokale Aufrauhung einhergeht.
[0019] Vor dem Behandeln der Arbeitsspitze kann die gesamte Klinge verchromt werden. Die
Arbeitsspitze wird durch die Laserstrahl-Behandlung ganz oder bereichsweise wieder
vom Chrom befreit, so daß sich die Arbeitsspitze auch farblich gegenüber dem Rest
der Klinge absetzt.
[0020] Die Form der Rillen, die Richtung der Rillen und die Anordnung der Rillen können
an das Kraftabtriebsprofil des Schraubwerkzeuges angepaßt werden. So können die Rillen
eine Rautenform ausbilden. Sie können fischgrätartig verlaufen. Sie können aber auch
quer oder parallel zur Erstreckungsrichtung der Klingen verlaufen. Anders als beim
Prägen von Oberflächenstrukturen sind der Form und dem Verlauf der Rillen nahezu keine
Grenzen gesetzt, da es keine Entformungsprobleme gibt.
[0021] Der geringfügige Überstand, den der wallartige Rand der Rille gegenüber der Werkstückangriffsoberfläche
besitzt, bewirkt auch einen Hafteffekt des Schraubwerkzeuges in der Schraubenöffnung,
da zufolge dieses Walles ein gewisses Übermaß erzielt ist. Eine auf das Schraubwerkzeug
aufgesteckte Schraube kann dort ohne zusätzliche Kräfte, wie beispielsweise Magnetkräfte
oder dergleichen gehalten sein.
[0022] Die Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Auch hier wurden
die Randrippen aufweisenden Vertiefungen mittels fokussiertem Laserstrahl aufgebracht.
Allerdings kreuzen sich hier die rinnenförmigen Vertiefungen, so daß sich im Bereich
der Randrippen im Kreuzungspunkt vier Erhöhungen ausbilden.
[0023] Der Flankenverlauf wird in der Fig. 8 dargestellt. Die Flanken der Randrippen sind
relativ steil. Die Randrippen entstehen als Folge sich bei der Energiezufuhr entwickelnden
Wellen. Das Erstarren der Wellen erfolgt kurz bevor sie brechen.
[0024] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 9 wird die Arbeitsoberfläche nur punktweise mit
einem Laserstrahl beaufschlagt, so daß sich ringförmige Randrippen ergeben.
[0025] Die Fig. 10 zeigt einen typischen Härteverlauf. Die Härte ist in Rockwell angegeben.
Der Bereich zwischen 0 und 50 µm (Wanne) besitzt eine wesentlich gleichbleibende Härte.
Dieser Bereich entspricht der erstarrten Schmelze. Hier liegt die Härte typischerweise
bei 65 HRC. Der Bereich zwischen 50 und 80 µm ist die unterhalb der erstarrten Schmelze
liegende Anlaßzone. Das sich daran anschließende Volumenmaterial besitzt im Ausführungsbeispiel
eine Härte von 60 HRC. Zufolge des Anlassens verläuft die Härte in der Anlaßzone von
etwa 50 HRC ansteigend bis auf 60 HRC.
[0026] Bei dem in Fig. 11 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Schraubendreher
mit einer flachen Spitze. Im Bereich hinter der flachen Spitze 3 bildet sich eine
Flachzone 15 aus, die mit Profilstreifen 6 versehen ist. Mit dieser Flachzone 15 kann
eine spanabhebende Bearbeitung erfolgen. Zufolge dieser Ausgestaltung kann mit einem
Werkzeug geschraubt und gefeilt werden.
[0027] Eine gleiche Bearbeitung ist mit dem in Fig. 12 dargestellten Ausführungsbeispiel
möglich. Hier besitzt die Klinge eine kantige, insbesondere vierkantige Querschnittskontur.
Die Mehrkantflächen 12 sind auch hier mit parallel verlaufenden, schräg zur Klingenerstreckungsrichtung
ausgerichteten Profilstreifen versehen. Diese bilden eine Rippenstruktur aus, so dass
diese Planflächen als Feilen wirken können. Die Spitze 3 ist dort mit Rippen profiliert.
[0028] Bei dem in Fig. 13 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Feile.
Das Feilenblatt ist in der vorgeschriebenen Weise profiliert. Die Besonderheit des
dort dargestellten Werkzeuges besteht darin, dass das Feilenblatt eine L-Form besitzt.
Die ebenen Höhlungsflächen sind mit Profilstreifen 6 belegt. Zusätzlich befindet sich
im Scheitel eine Schmalfläche 15, die ebenfalls durch Laserbestrahlung eine spanabhebende
Rippung 6 erhalten hat. Mit diesem Werkzeug ist es möglich, Entgratungen in einem
Arbeitsgang durchzuführen. Das Blatt ist mit einem Stiel 14 mit einem Griff verbunden.
[0029] Das in der Fig. 14 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt die Spitzen 16 einer Sägeringzange.
Die beiden Arbeitsspitzen der Zangen verlaufen konusförmig. Parallel zu der Konusachse
ist dort insbesondere auf der nach außen weisenden Seite eine Profilierung 6 aufgebracht,
mit welcher verhindert wird, dass die Arbeitsspitzen aus den Öffnungen des Sägerings
herausgleiten können.
[0030] Die Fig. 15 zeigt eine Modifikation. Dort sind die Profilierungen 6 im axialen Abstand
zueinander als umlaufende Ringe gestaltet.
[0031] Die Fig. 16 zeigt eine entsprechend der Erfindung profilierte Backe 17. Diese Backe
kann einer Zange zugeordnet sein. Die Zange kann zwei aufeinander zugerichtete Backen
aufweisen, die jeweils mit sich kreuzenden Profillinien profiliert sind. Die Backe
kann aber auch einer Spannzwinge zugeordnet sein. Die gleiche Struktur kann auch die
Maul-Öffnung eines Maulschlüssels aufweisen.
[0032] Insbesondere ist vorgesehen, dass eine derartige Backe an einem verstellbaren Schraubwerkzeug
beispielsweise an einem Engländer vorgesehen ist.
1. Verfahren zur Profilierung der Werkstückangriffsfläche eines Handwerkzeuges, insbesondere
eines Schraubwerkzeuges, wie Schraubendreher oder Maulschlüssel, einer Zange, eines
Spannwerkzeuges oder einer Feile, wobei die Werkstückangriffsfläche (8) kurzzeitig
großflächig und /oder örtlich derart energiereich bestrahlt wird, dass der oberflächennahe
Bereich der bestrahlten Zone schmilzt und am Rand zu einer Rippe schockerstarrt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung mit einem Laser- oder Elektronenstrahl erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laserbestrahlung nach dem Härten des Werkzeuges erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, gekennzeichnet durch einen spitzwinklig auf die Werkstückangriffsfläche ausgerichteten Laserstrahl.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückangriffsfläche (8) vor der Laserbehandlung metallbeschichtet, insbesondere
verchromt, wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Energie so gewählt ist, dass sich beim Überfahren der Metalloberfläche mit einem
fokussierten Laserstrahl durch kurzzeitiges Aufschmelzen und/oder Verdampfen von Metall
Rinnen (9) aus strukturlosem Martensid ausbilden, wobei die sich im Randbereich (10)
befindeiche rinne wallartig die benachbarte, unbehandelte Oberfläche überragt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Stahlgrundkörper (4) aufgebrachte Diamanten (7) bei der Laserstrahlbeaufschlagung
teilweise verrunden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Laserleistung und die Überstreichgeschwindigkeit des Lasers so aufeinander abgestimmt
sind, dass die sich in der Schmelze bildende, zum Rand der energiebeaufschlagten Zone
sich bewegende Wellen kurz vor ihrem Brechen augenblicklich erstarren.
9. Handwerkzeug, insbesondere ein Schraubwerkzeug oder ein Maulschlüssel sowie eine Zange,
ein Spannwerkzeug oder eine Feile, mit einer oder mehreren vertiefungsprofilierten
Werkstückangriffsflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen mittels energiereicher Bestrahlung erzeugt sind und schockerstarrte
Randrippen aufweisen.
10. Handwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die sich gegenüberliegenden Randrippen (10) die Ränder einer insbesondere 50 µm dicken
wannenförmigen Struktur sofort erstarrten Schmelze sind, wobei die wannenartige Struktur
härter ist als der sie umgebende Bereich der Werkstückangriffsfläche und insbesondere
eine Härte größer 62 HRC, bevorzugt 64 bis 66 HRC besitzt.
11. Handwerkzeug nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine unterhalb der wannenartigen Struktur liegenden, insbesondere 30 µm dicken, Anlaßzone
aus weicherem Material, deren Härte mit zunehmender Tiefe bis zur Härte des Grundmaterials
ansteigt, bevorzugt von 50 HRC bis 60 HRC.
12. Handwerkzeug nach einem der Änsprüch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen in eine Metallbeschichtung (5) eingebracht sind.
13. Handwerkzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallbeschichtung eine galvanisch aufgebrachte Nickel- bzw. Nickel-Phosphor-Schicht
oder Chrom-Schicht ist.
14. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 12 oder 13, gekennzeichnet durch in der Metallschicht (5) eingebrachte Hartstoffpartikel (7), insbesondere Diamantsplitter.
15. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass von den wallbegrenzten Vertiefungen gebildete Profillinien über nahezu ihre gesamte
Linienbreite eine etwa doppelt so große Oberflächenhärte besitzen als die unprofilierten
Bereiche der Angriffsfläche (8).
16. Handwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen kraterförmige Einzelvertiefungen sind.
17. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückangriffsfläche (8) die Arbeitsspitze (3) einer Klinge (2) eines Schraubwerkzeuges
ist.
18. Handwerkzeug nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch eine der Arbeitsspitze eines Schraubendrehers benachbarte, insbesondere als Planfläche
ausgebildete Fläche, die mit Profilstreifen versehen ist und insbesondere die Planfläche
die spitzennahe Abflachung eines Schlitzschraubendrehers oder die Mehrkantfläche eine
mehrkantige Klinge (2) ist.
19. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Handwerkzeug eine Feile ist.
20. Handwerkzeug nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Handwerkzeug eine Hohlfeile ist, insbesondere mit im Scheitel der Höhlung angeordneter
Längsschmalfläche (15).
1. A process for profiling the workpiece engagement surface of a hand tool, in particular
a screwing tool, such as a screwdriver or wrench, pliers, a clamping tool or a file,
in which the workpiece engagement surface (8) is briefly irradiated over a large area
and/or locally with a high level of energy, such that the region of the irradiated
zone which is close to the surface melts and solidifies suddenly at the edge to form
a rib.
2. The process according to Claim 1, characterized in that the irradiation is carried out using a laser beam or electron beam.
3. The process according to Claim 2, characterized in that the laser irradiation is carried out after hardening of the tool.
4. The process according to one of Claims 2 or 3, characterized by a laser beam which is oriented at an acute angle onto the workpiece engagement surface.
5. The process according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the workpiece engagement surface (8) is coated with metal, in particular chrome-plated,
before the laser treatment.
6. The process according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the energy is selected to be such that, when a focused laser beam passes over the
metal surface, channels (9) comprising structureless martensite as a result of brief
partial melting and/or evaporation of metal form, the channel in the edge region (10)
projecting above the adjacent, untreated surface in the manner of an embankment.
7. The process according to one of Claims 2 to 6, characterized in that diamonds (7) which are applied to the steel base body (4) are partially rounded during
the application of the laser beam.
8. The process according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the laser power and the pass velocity of the laser are matched to one another in
such a way that the waves which form in the melt and move toward the edge of the zone
which is exposed to the energy solidify instantaneously just before they break.
9. A hand tool, in particular a screwing tool or a wrench, and also pliers, a clamping
tool or a file, having one or more recess-profiled workpiece engagement surfaces,
characterized in that the recesses are produced by means of high-energy irradiation and have suddenly solidified
edge ribs.
10. The hand tool according to Claim 9, characterized in that the edge ribs (10) which lie opposite one another are the edges of an in particular
50 µm thick well-like structure immediately solidified melt, the well-like structure
being harder than the region of the tool engagement surface which surrounds it and
in particular having a hardness of greater than 62 HRC, preferably 64 to 66 HRC.
11. The hand tool according to Claim 10, characterized by a tempered zone of softer material which lies below the well-like structure and is
in particular 30 µm thick and the hardness of which rises at the depth increases until
it reaches the hardness of the base material, preferably from 50 HRC to 60 HRC.
12. The hand tool according to one of Claims 9 to 11, characterized in that the recesses are introduced into a metal coating (5).
13. The hand tool according to Claim 12, characterized in that the metal coating is a chromium layer or nickel or nickel-phosphorus layer applied
by electrodeposition.
14. The hand tool according to one of Claims 12 or 13, characterized by hard-material particles (7), in particular diamond chips, which are introduced in
the metal layer (5).
15. The hand tool according to one of Claims 10 to 14, characterized in that profile lines which are formed by the embankment-delimited recesses, over virtually
their entire linear width, have a surface hardness which is approximately twice as
great as the unprofiled regions of the engagement surface (8).
16. The hand tool according to Claim 9 , characterized in that the recesses are crater-shaped individual recesses.
17. The hand tool according to one of Claims 9 to 16, characterized in that the workpiece engagement surface (8) is the working tip (3) of a blade (2) of a screwing
tool.
18. The hand tool according to Claim 17, characterized by a surface which adjoins the working tip of a screwdriver, is formed in particular
as a flat face and is provided with profile strips, and in particular the flat face
is the flattened section of a slotted screwdriver close to the tip or is the polygonal
face of a polygonal blade (2).
19. The hand tool according to one of Claims 9 to 18, characterized in that the hand tool is a file.
20. The hand tool according to Claim 19, characterized in that the hand tool is a hollow file, in particular with a longitudinal narrow face (15)
disposed in the apex of the cavity.
1. Procédé de profilage de la surface d'engagement sur une pièce à actionner d'un outil
à main, en particulier d'un outil à main de vissage tel qu'un tournevis ou bien une
clé plate, une pince, un outil à main de serrage ou une lime, la surface (8) d'engagement
sur une pièce à actionner étant irradiée, brièvement sur une grande surface et/ou
localement, de façon énergétiquement riche de manière que la zone proche de la surface
de la zone irradiée fonde et se solidifie avec effet de choc sur la bordure pour produire
une nervure.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'irradiation s'effectue à l'aide d'un rayonnement laser ou d'électrons.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'irradiation au laser s'effectue après durcissement ou trempe de l'outil à main.
4. Procédé selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé par un rayonnement laser orienté sous un angle aigu sur la surface d'engagement avec
une pièce à actionner.
5. Procédé selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la surface (8) d'engagement sur une pièce à actionner avant le traitement au laser,
est munie d'un revêtement métallique, en particulier est chromée.
6. Procédé selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que l'énergie est choisie de manière que lors de l'exposition de la surface métallique
à un rayonnement laser focalisé, il se forme par une brève mise en fusion et/ou une
évaporation du métal, des goulottes (9) en martensite non structurée, la goulotte
se trouvant dans la zone de bordure (10) dépassant à la façon d'une paroi la surface
non traitée voisine.
7. Procédé selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que des diamants (7) appliqués sur le corps de base en acier (4) sont partiellement arrondis
lors de l'exposition au rayonnement laser.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la puissance du laser et la vitesse de balayage du laser sont déterminées réciproquement,
de manière que les ondulations se formant dans la masse fondue et se déplaçant au
bord de la zone sollicitée par de l'énergie se solidifient instantanément avant leur
rupture.
9. Outil à main, en particulier un outil de vissage ou une clé plate ainsi qu'une pince,
un outil de serrage ou une lime avec une ou plusieurs surfaces d'engagement sur une
pièce à actionner, profilées avec des creusements, caractérisé en ce que les creusements sont produits par utilisation d'un rayonnement riche en énergie et
présentent des nervures de bordure issues d'une solidification par choc thermique.
10. Outil à main selon la revendication 9, caractérisé en ce que les nervures de bordure (10) s'opposant les unes aux autres sont les bords d'une
structure en forme d'auge, d'une épaisseur en particulier de 50 µm, de la masse fondue
à solidification instantanée, la structure en forme d'auge étant plus dure que la
zone l'entourant de la surface d'engagement sur une pièce à actionner, et en particulier
ayant une dureté supérieure à 62 HRC, de préférence de 64 à 66 HRC.
11. Outil à main selon la revendication 10, caractérisé par une zone de revenue placée au-dessous de la structure du genre d'une auge, ayant
en particulier une épaisseur de 30 µm, formée d'un matériau plus tendre dont la dureté
augmente avec la profondeur jusqu'à atteindre la dureté du matériau de base, de préférence
d'une valeur de 50 HRC à 60 HRC.
12. Outil à main selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que les creusements sont introduits dans un revêtement métallique (5).
13. Outil à main selon la revendication 12, caractérisé en ce que le revêtement métallique est une couche de nickel ou de nickel-phosphore ou une couche
de chrome appliquée par voie galvanique.
14. Outil à main selon l'une des revendications 12 ou 13, caractérisé par des particules (7) de matériau dur introduites dans la couche métallique (5), en
particulier des éclats de diamant.
15. Outil à main selon l'une des revendications 10 à 14, caractérisé en ce que des lignes de profil formées par les creusements limités par des parois, comportent
sur à peu près la totalité de leur largeur de ligne une dureté superficielle à peu
près double de celle des zones non profilées de la surface d'engagement (8).
16. Outil à main selon la revendication 9, caractérisé en ce que les creusements sont des creusements individuels en forme de cratères.
17. Outil à main selon l'une des revendications 9 à 16, caractérisé en ce que la surface d'engagement sur une pièce à actionner (8) est la pointe de travail (3)
d'une lame (2) d'un outil à main de vissage.
18. Outil à main selon la revendication 17, caractérisé par une surface voisine de la pointe de travail d'un tournevis, en particulier réalisée
sous la forme de surface plane munie de bandes profilées et en particulier la surface
plane de l'aplatissement, proche de la pointe d'un tournevis à fente ou bien la surface
polygonale d'une lame polygonale (2).
19. Outil à main selon l'une des revendications 9 à 18, caractérisé en ce que l'outil à main est une lime.
20. Outil à main selon la revendication 19, caractérisé en ce que l'outil à main est une lime creuse, en particulier avec une surface longitudinale
étroite (15) disposée au sommet de la cavité.