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(11) |
EP 1 239 616 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.2004 Patentblatt 2004/40 |
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Anmeldetag: 22.02.2002 |
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Verfahren und Schaltungsanordnung zur Demodulation des RDS-Signals
Method and System for demodulating an RDS-Signal
Procédé et Dispositif pour la Démodulation d'un Signal RDS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
10.03.2001 DE 10111590
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.09.2002 Patentblatt 2002/37 |
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Patentinhaber: Harman/Becker Automotive Systems (Becker Division) GmbH |
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76307 Karlsbad (DE) |
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Erfinder: |
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- Gierl, Stefan, Dr.-Ing.
76133 Karlsruhe (DE)
- Benz, Christoph, Dipl.-Ing.
77797 Ohlsbach (DE)
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Vertreter: Patentanwälte Westphal, Mussgnug & Partner |
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Am Riettor 5 78048 Villingen-Schwenningen 78048 Villingen-Schwenningen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 350 663 US-A- 4 827 515
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EP-A- 0 471 412
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zur Demodulation
des RDS-Signals.
[0002] Das Radio-Daten-System, abgekürzt RDS, wurde bei UKW-Rundfunksendern eingeführt,
um Daten über die Rundfunksender und das von ihnen ausgestrahlte Programm zu den Rundfunksendern
zu senden, wo diese Daten auf einer optischen Anzeigevorrichtung, weist ein Flüssigkeitskristallbildschirm,
wiedergegeben werden.
[0003] Bei den RDS-Daten handelt es sich zum Beispiel um die Programmidentifikation PI,
die das empfangene Programm oder den Namen des eingestellten Senders angibt, oder
um die Programmartkennung PTY, welche die Art des Programms zum Beispiel Musiksendung,
Nachrichtensendung usw. anzeigt, oder um die Verkehrsdurchsagekennung TA oder um den
Radiotext RT, der programmbegleitende Informationen enthält wie z. B. Hinweise auf
Musikstücke, Interpreten, Programmänderungen und dergleichen.
[0004] Das Radio-Daten-System wird hauptsächlich von Autoradios benutzt. Beispielsweise
schalten RDS-taugliche Autoradios bei sich verschlechterndem Empfang des gerade eingestellten
Senders automatisch auf einen besser oder den am besten empfangbaren und das gleiche
Programm ausstrahlenden Sender um. Die hierfür erforderlichen Informationen sind die
Programmidentifikation PI und die Liste der alternativen Frequenzen AF, die von RDS-tauglichen
Rundfunksendern ausgestrahlt werden.
[0005] Doch auch für Heimempfänger bietet das Radio-Datensystem den Hörern Vorteile, z.
B. die Programmartkennung PTY und der Radiotext RT, die bereits erwähnt und erläutert
wurden.
[0006] Das RDS-Signal ist ein binäres Signal, das aus einem kontinuierlichen binären Datenstrom
mit einer Bitrate von 1,1875 KBit/s besteht.
[0007] UKW-Rundfunksender senden das sogenannte Stereomultiplexsignal aus, das aus dem Audiomittensignal
- auch Monosignal genannt - bis 15 KHz, dem Stereopilotton bei 19 KHz, dem Stereosignal
von 23 KHz bis 53 KHz und dem ARI-Signal, einem schmalbandigen amplitudenmodulierten
Signal bei einem Träger von 57 KHz, gebildet wird. ARI ist die Abkürzung für Autofahrer-Rundfunk-Information.
[0008] Das RDS-Signal, das eine größere Bandbreite als das ARI-Signal aufweist, wird dem
ARI-Signal überlagert.
[0009] Damit einerseits eine hohe Datenrate beim RDS-Signal erzielt wird, andererseits aber
Störungen des Audiomittensignals, des Stereosignals, des Stereopilottons und des ARI-Signals
durch das RDS-Signal ausgeschlossen sind, ist das Frequenzspektrum des RDS-Signals
auf ±2,4 KHz begrenzt.
[0010] Das RDS-Signal wird aus dem RDS-Datenstrom durch Zweiseitenbandamplitudenmodulation
mit Trägerunterdrückung erzeugt. Außerdem wird der unterdrückte RDS-Träger gegenüber
dem ARI-Träger von 57 KHz um 90° phasenverschoben. Durch diese Quadraturmodulation
werden Störungen des ARI-Signals durch das RDS-Signal weitestgehend unterdrückt. In
einem RDS-tauglichen Rundfunksender wird der Träger vom auf die beschriebene Art gebildeten
Stereomultiplexsignal frequenzmoduliert und ausgestrahlt.
[0011] Auf der Empfängerseite wird der empfangene frequenzmodulierte Träger demoduliert,
um das Stereomultiplexsignal zu gewinnen, aus dem durch Demodulation neben den Audiosignalen
das RDS-Signal gewonnen wird.
[0012] Bei Empfang mittels eines Autoradios kann es infolge der häufig wechselnden und oft
ungenügenden Empfangsbedingungen längere Zeit dauern, bis das Autoradio auf den Träger
von 57 KHz des RDS-Signales synchronisiert ist.
[0013] Eine Schaltung zur Demodulation eines RDS - Signals ist aus Dokument EP-A-0 471 412
bekannt.
[0014] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zur
Demodulation des RDS-Signals so zu gestalten, dass eine möglichst schnelle Synchronisation
auf den Träger des RDS-Signals erzielt wird.
[0015] Verfahrensmäßig wird diese Aufgabe mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen dadurch
gelöst, dass das abgetastete Stereomultiplexsignal in einem ersten Zweig mit der Kophasalkomponente
eines digitalen Oszillators multipliziert und das resultierende Signal anschließend
tiefpaßgefiltert wird, dass die Abtastrate des tiefpaßgefilterten Signals durch einen
vorgebbaren Teilungsfaktor geteilt wird, dass das tiefpaßgefilterte Signal mit der
geteilten Abtastrate hochpaßgefiltert wird, dass das hochpaßgefilterte Signal in einem
RDS-Decodierer decodiert wird, dass das Stereomultiplexsignal in einem zweiten Zweig
mit der Quadraturkomponente des digitalen Oszillators multipliziert und das resultierende
Signal anschließend tiefpaßgefiltert wird, dass die Abtastrate des tiefpaßgefilterten
Signals durch einen vorgebbaren Teilungsfaktor geteilt wird, dass das tiefpaßgefilterte
Signal mit der geteilten Abtastrate hochpaßgefiltert wird und dass aus dem hochpaßgefilterten
Signal des ersten und des zweiten Zweiges sowie dem RDS-Bittakt ein die Phasenlage
zwischen dem Träger des RDS-Signals und dem Ausgangssignal des Oszillators beschreibendes
Fehlersignal berechnet wird, aus dem nach Filtering ein Korrektursignal für den digitalen
Oszillator erzeugt wird.
[0016] Schaltungsmäßig wird diese Aufgabe mit den im Anspruch 4 angegebenen Merkmalen dadurch
gelöst, dass das abgetastete Stereomultiplexsignal am ersten Eingang eines ersten
Multiplizierers und eines zweiten Multiplizierers liegt, dass die Kophasalkomponente
eines digitalen Oszillators am zweiten Eingang des ersten Multiplizierers und die
Quadraturkomponente des digitalen Oszillators am zweiten Eingang des zweiten Multiplizierers
liegt, dass der Ausgang des ersten Multiplizierers mit dem Eingang eines ersten Tiefpasses
verbunden ist, dessen Ausgang mit dem Eingang eines ersten Teilers verbunden ist,
dessen Ausgang an den Eingang eines ersten Hochpasses angeschlossen ist, dass der
Ausgang des zweiten Multiplizierers mit dem Eingang eines zweiten Tiefpasses verbunden
ist, dessen Ausgang mit dem Eingang eines zweiten Teilers verbunden ist, dessen Ausgang
an den Eingang eines zweiten Hochpasses angeschlossen ist, dass der Ausgang des ersten
Hochpasses mit dem ersten Eingang einer Recheneinheit, dem Eingang eines RDS-Decodierers,
an dessen Ausgang die RDS-Daten abnehmbar sind, und mit dem ersten Steuereingang eines
Taktgenerators verbunden ist, dass der Ausgang des zweiten Hochpasses mit dem zweiten
Eingang der Recheneinheit verbunden ist, deren Ausgang mit dem Eingang eines Filters
verbunden ist, dass der Ausgang des Filters mit dem Eingang einer Steuereinheit verbunden
ist, deren Ausgang an den Steuereingang des digitalen Oszillators angeschlossen ist,
und dass der Ausgang des digitalen Oszillators an den zweiten Steuereingang des Taktgenerators
angeschlossen ist, dessen Taktausgang mit dem Takteingang der Recheneinheit und des
RDS-Decodierers verbunden ist.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass das empfangene Stereomultiplexsignal
zunächst abgetastet wird. Das abgetastete Stereomultiplexsignal wird in einem ersten
Zweig mit der Kophasalkomponente eines digitalen Oszillators multipliziert. Das resultierende
Signal wird tiefpaßgefiltert. Die Abtastrate des tiefpaßgefilterten Signals wird durch
einen Teilungsfaktor geteilt. Dieses tiefpaßgefilterte in der Abtastrate dezimierte
Signal wird hochpaßgefiltert und in einem RDS-Decodierer decodiert.
[0018] In einem zweiten Zweig wird das abgetastete Stereomultiplexsignal mit der Quadraturkomponente
des digitalen Oszillators multipliziert. Das resultierende Signal wird wie im ersten
Zweig tiefpaßgefiltert. Die Abtastrate des tiefpaßgefilterten Signals wird ebenfalls
geteilt. Das tiefpaßgefilterte und in der Abtastrate dezimierte Signal wird hochpaßgefiltert.
Aus dem hochpaßgefilterten Signal des ersten und des zweiten Zweiges sowie aus den
RDS-Bittakt wird ein die Phasenlage zwischen dem Träger des RDS-Signals und dem Ausgangssignal
des Oszillators beschreibendes Fehlersignal berechnet, aus dem nach Filterung ein
Korrektursignal für den digitalen Oszillator erzeugt wird.
[0019] Die Abtastfrequenz zur Abtastung des empfangenen Stereomultiplexsignals ist so gewählt,
dass das Spektrum des RDS-Signals im Bereich um seinen Träger vollständig vom digitalen
Signal repräsentiert wird. Vorzugsweise ist die Abtastfrequenz größer als 120 KHz
gewählt.
[0020] Der Teilungsfaktor zur Teilung der Abtastrate der tiefpaßgefilterten Signale ist
beispielsweise zu 16 gewählt.
[0021] Der RDS-Bittakt wird beispielsweise von einem Taktgenerator erzeugt, der vom digitalen
Oszillator und vom hochpaßgefilterten Signal aus dem ersten Zweig gesteuert wird.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung werden
anhand eines in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben und
erläutert.
[0023] Das abgetastete Stereomultiplexsignal MPX liegt am ersten Eingang eines Multiplizierers
M1 und eines Multiplizierers M2. Die Kophasalkomponente I eines digitalen Oszillators
OZ liegt am zweiten Eingang des Multiplizierers M1, während die Quadraturkomponente
Q des digitalen Oszillators OZ am zweiten Eingang des Multiplizierers M2 liegt. Der
Ausgang des Multiplizierers M1 ist mit dem Eingang eines Tiefpasses TP1 verbunden,
dessen Ausgang an den Eingang eines Teilers D1 angeschlossen ist. Der Ausgang des
Teilers D1 ist mit dem Eingang eines Hochpasses HP1 verbunden, dessen Ausgang mit
dem Eingang eines RDS-Decodierers DE und mit dem ersten Eingang einer Recheneinheit
RE verbunden ist. Der Ausgang des Multiplizierers M2 ist mit dem Eingang eines Tiefpasses
TP2 verbunden, dessen Ausgang an dem Eingang eines Teilers D2 angeschlossen ist. Der
Ausgang des Teilers D2 ist mit dem Eingang eines Hochpasses HP2 verbunden, dessen
Ausgang mit dem zweiten Eingang der Recheneinheit RE verbunden ist. Der Ausgang der
Recheneinheit RE ist über ein Filter F, vorzugsweise ein Schleifenfilter, mit einer
Steuereinheit SE verbunden, deren Ausgang mit dem Steuereingang des digitalen Oszillators
OZ verbunden ist. Zur Erzeugung des RDS-Taktes CL ist ein Taktgenerator CG vorgesehen,
dessen Taktausgang mit dem Takteingang der Recheneinheit RE und des RDS-Decodierers
DE verbunden ist. Der Ausgang des Hochpasses HP1 ist an den ersten Eingang und der
Ausgang des digitalen Oszillators OZ an den zweiten Eingang des Taktgenerators CG
angeschlossen.
[0024] Das abgetastete Stereomultiplexsignal MPX wird in einem ersten Zweig im Multiplizierer
M1 mit der Kophasalkomponente I des digitalen Oszillators OZ multipliziert, anschließend
im Tiefpaß TP1 tiefpaßgefiltert, seine Abtastrate wird im folgenden Teiler D1 geteilt
und schließlich wird das Stereomultiplexsignal MPX im Hochpaß HP1 hochpaßgefiltert.
Parallel hierzu wird das abgetastete Stereomultiplexsignal MPX im Multiplizierer M2
mit der Quadraturkomponente Q des digitalen Oszillators OZ multipliziert, anschließend
im Tiefpaß TP2 tiefpaßgefiltert, im folgenden Teiler D2 wird seine Abtastrate geteilt
und schließlich wird es im Hochpaß HP2 hochpaßgefiltert.
[0025] Die Abtastfrequenz zur Abtastung des Stereomultiplexsignals MPX ist so gewählt, dass
das Spektrum des RDS-Signals vollständig und korrekt im Bereich um den Träger von
57 KHz repräsentiert wird. Die Abtastfrequenz zur Abtastung des Stereomultiplexsignals
MPX ist daher größer als 120 KHz zu wählen. Der Dezimationsfaktor zur Dezimierung
der Abtastrate der beiden tiefpaßgefilterten Signale ist so zu wählen, dass das RDS-Signal
im Basisband korrekt dargestellt wird. Vorzugs-weise ist der Teilungsfaktor zu 16
gewählt.
[0026] Die beiden Hochpässe HP1 und HP2 dienen dazu, gleiche Anteile oder tieffrequente
Signalanteile zu unterdrücken, die durch ein im Stereomultiplexsignal MPX enthaltenes
ARI-Signal verursacht werden können.
[0027] Aus den hochpaßgefilterten Signalen an den Ausgängen der beiden Hochpässe HP1 und
HP2 sowie aus dem RDS-Takt CL berechnet die Recheneinheit RE ein Fehlersignal, das
nach Filterung durch das Schleifenfilter F der Steuereinheit SE zugeführt wird. Die
Steuereinheit SE berechnet ein Steuersignal zur Steuerung des digitalen Oszillators
OZ. Das von der Recheneinheit RE berechnete Fehlersignal stellt ein Maß für die Phasenabweichung
zwischen dem digitalen Oszillator und dem Träger des RDS-Signales dar.
[0028] Der RDS-Bittakt wird vom Taktgenerator CG erzeugt, der vom hochpaßgefilterten Signal
am Ausgang des Hochpasses HP1 und vom Ausgangssignal des digitalen Oszillators OZ
gesteuert wird. Die Recheneinheit RE sowie der RDS-Decodierer DE werden vom Taktgenerator
CG getaktet.
[0029] Die Schaltungsanordung in der Figur stellt einen Phasenregelkreis dar, der häufig
mit PLL - für Phase locked loop- abgekürzt wird.
[0030] Weil die Berechnung des Fehlersignales in der Recheneinheit RE mit dem RDS-Bittakt
gekoppelt ist, erfolgt die Berechnung des Fehlersignales nur zu den Zeitpunkten, zu
denen die Kophasalkomponente I maximal ist. Dies ist jeweils nach einer Viertelund
einer Dreiviertelbittaktperiode der Fall. Durch diese Maßnahme wird mit Sicherheit
vermieden, dass das Fehlersignal von der Recheneinheit RE zu einem Zeitpunkt berechnet
wird, zu dem die Kophasalkomponente I einen Nulldurchgang aufweist.
[0031] Solange der Phasenregelkreis noch nicht mit dem Träger des RDS-Signales synchronisiert
ist, läuft der Taktgenerator CG frei. Um eine Berechnung des Fehlersignals in der
Recheneinheit RE bei einem Nulldurchgang der Kophasalkomponente I des digitalen Oszillators
OZ zu verhindern, wird die Amplitude der Kophasalkomponente geprüft. Während dieser
Initialisierungsphase der Trägersynchronisation kann beim Auffinden eines Nulldurchgangs
in der Kophasalkomponente I der Berechnungszyklus für das Fehlersignal um eine Viertelbittaktperiode
verschoben werden. Durch diese Maßnahme wird eine sehr schnelle und zuverlässige Synchronisation
auf den Träger des RDS-Signales erzielt. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt darin, dass es als Software realisierbar ist.
[0032] Die Trägerfrequenz des RDS-Signales sowie die Frequenz des digitalen Oszillators
OZ betragen jeweils 57 KHz.
[0033] Die Erfindung, die sich durch eine sehr schnelle Synchronisation auf den Träger des
RDS-Signales auszeichnet, ist besonders für Autoradios geeignet.
Bezugszeichenliste
[0034]
- CG
- Taktgenerator
- CL
- RDS-Bittakt
- DE
- RDS-Decodierer
- D1
- Teiler
- D2
- Teiler
- F
- Schleifenfilter
- HP1
- Hochpaß
- HP2
- Hochpaß
- I
- Kophasalkomponente
- MPX
- Stereomultiplexsignal
- M1
- Multiplizierer
- M2
- Multiplizierer
- OZ
- digitaler Oszillator
- Q
- Quadraturkomponente
- RE
- Recheneinheit
- SE
- Steuereinheit
- TP1
- Tiefpaß
- TP2
- Tiefpaß
1. Verfahren zur Demodulation des RDS-Signals,
in dem das abgetastete Stereomultiplexsignal (MPX) in einem ersten Zweig mit der Kophasalkomponente
(I) eines Oszillators (OZ) multipliziert und das resultierende Signal anschließend
tiefpaßgefiltert wird, die Abtastrate des tiefpaßgefilterten Signals durch einen vorgebbaren
Teilungsfaktor geteilt wird, das tiefpaßgefilterte und in der Abtastrate dezimierte
Signal hochpaßgefiltert wird, das hochpaßgefilterte Signal in einem RDS-Decodierer
(DE) decodiert wird, das abgetastete Stereomultiplexsignal (MPX) in einem zweiten
Zweig mit der Quadraturkomponente (Q) des Oszillators (OZ) multipliziert wird und
das resultierende Signal anschließend tiefpaßgefiltert wird, die Abtastrate des tiefpaßgefilterten
Signals durch einen vorgebbaren Teilungsfaktor geteilt wird, das tiefpaßgefilterte
und in der Abtastrate dezimierte Signal hochpaßgefiltert wird und aus dem hochpaßgefilterten
Signal des ersten und des zweiten Zweiges sowie dem RDS-Bittakt (CL) ein die Phasenlage
zwischen dem Träger des RDS-Signals und dem Ausgangssignal des Oszillators (OZ) beschreibendes
Fehlersignal berechnet wird, aus dem nach Filterung ein Korrektursignal für den Oszillator
(OZ) erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
der RDS-Bittakt (CL) von einem Taktgenerator (CL) erzeugt wird, der vom Oszillator
(OZ) und vom hochpaßgefilterten Signal des ersten Zweiges gesteuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei
der RDS-Decodierer (DE) mit dem RDS-Bittakt (CL) getaktet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei
das Fehlersignal zu den Zeitpunkten berechnet wird, zu denen die Kophasalkomponente
(I) maximal ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, wobei
vor Synchronisation des Oszillators (OZ) mit dem Träger des RDS-Signals die Amplitude
der Kophasalkomponente (I) geprüft wird und bei Detektion eines Nulldurchgangs der
Kophasalkomponente (I) der Berechnungszyklus für das Fehlersignal um eine Viertelbittaktperiode
verschoben wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
das Verfahren als Software realisiert wird.
7. Schaltungsanordnung zur Demodulation des RDS-Signals, in dem
das abgetastete Stereomultiplexsignal (MPX) am ersten Eingang eines ersten Multiplizierers
(M1) und eines zweiten Multiplizierers (M2) liegt, die Kophasalkomponente (I) eines
Oszillators (OZ) am zweiten Eingang des ersten Multiplizierers (M1) und die Quadraturkomponente
(Q) des Oszillators (OZ) am zweiten Eingang des zweiten Multiplizierers (M2) liegt,
der Ausgang des ersten Multiplizierers (M1) mit dem Eingang eines ersten Tiefpasses
(TP1) verbunden ist, dessen Ausgang mit dem Eingang eines ersten Teilers (D1) verbunden
ist, dessen Ausgang an den Eingang eines ersten Hochpasses (HP) angeschlossen ist,
der Ausgang des zweiten Multiplizierers (M2) mit dem Eingang eines zweiten Tiefpasses
(TP2) verbunden ist, dessen Ausgang mit dem Eingang eines zweiten Teilers (D2) verbunden
ist, dessen Ausgang an den Eingang eines zweiten Hochpasses (HP2) angeschlossen ist,
der Ausgang des ersten Hochpasses (HP1) mit dem ersten Eingang einer Recheneinheit
(RE), dem Eingang eines RDS-Decodierers (DE), an dessen Ausgang die RDS-Daten abnehmbar
sind, und mit dem ersten Steuereingang eines Taktgenerators (CG) verbunden ist, der
Ausgang des zweiten Hochpasses (HP) mit dem zweiten Eingang der Recheneinheit (RE)
verbunden ist, deren Ausgang mit dem Eingang eines Filters (F) verbunden ist, der
Ausgang des Filters (F) mit dem Eingang einer Steuereinheit (SE) verbunden ist, deren
Ausgang an den Steuereingang des Oszillators (OZ) angeschlossen ist und dass der Ausgang
des Oszillators (OZ) an den zweiten Steuereingang des Taktgenerators (CE) angeschlossen
ist, dessen Taktausgang mit dem Takteingang der Recheneinheit (RE) und des RDS-Decodierers
(DE) verbunden ist.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, wobei
für das Filter (F) ein Schleifenfilter vorgesehen ist.
9. Verfahren oder Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
die Abtastfrequenz für das Stereomultiplexsignal (MPX) so gewählt wird bzw. ist, dass
das Spektrum des RDS-Signals im Bereich um den Träger des RDS-Signals vollständig
vom digitalen Signal repräsentiert wird bzw. ist.
10. Verfahren oder Schaltungsanordnung nach Anspruch 9,
wobei die Abtastfrequenz größer als 120 KHz gewählt wird bzw. ist.
11. Verfahren oder Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei der Teilungsfaktor zu 16 gewählt wird bzw. ist.
12. Verfahren oder Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei für den Oszillator (OZ) ein digitaler Oszillator vorgesehen wird bzw. ist.
1. Method of demodulating an RDS signal in which the sampled stereo multiplex signal
(MPX) is multiplied in a first branch by the in-phase component (I) of an oscillator
and the resulting signal is then low-pass filtered, the sampling rate of the low-pass
filtered signal is divided by a predeterminable division factor, the low-pass filtered
signal which is decimated in the sampling rate is high-pass filtered, the high-pass
filtered signal is decoded in a RDS decoder (DE), the sampled stereo multiplex signal
(MPX) is multiplied in a second branch by the quadrature component (Q) of the oscillator
(OZ) and the resulting signal is then low-pass filtered, the sampling rate of the
low-pass filtered signal is divided by a predeterminable division factor, the low-pass
filtered signal which is decimated in the sampling rate is high-pass filtered, and
from the high-pass filtered signal of the first and second branches as well as the
RDS bit clock signal (CL) an error signal is calculated which describes the phase
relationship between the carrier of the RDS signal and the output signal of the oscillator
(OZ) and from which a correction signal for the oscillator (OZ) is generated after
filtering.
2. Method as claimed in Claim 1, wherein the RDS bit clock signal (CL) is generated by
a clock generator (CL) which is controlled by the oscillator (OZ) and by the high-pass
filtered signal of the first branch.
3. Method as claimed in Claim 2, wherein the RDS decoder (DE) is clocked with the RDS
bit clock signal (CL).
4. Method as claimed in Claims 1, 2 or 3, wherein the error signal is calculated at the
times at which the in-phase component (I) is at a maximum.
5. Method as claimed in Claims 1, 2, 3 or 4, wherein before synchronisation of the oscillator
(OZ) with the carrier of the RDS signal the amplitude of the in-phase component (I)
is checked and when a zero passage of the in-phase component (I) is detected the calculation
cycle for the error signal is shifted by a quarter-bit clock period.
6. Method as claimed in any one of Claims 1 to 5, wherein the method is implemented as
software.
7. Circuitry for demodulating an RDS signal, in which the sampled stereo multiplex signal
(MPX) is applied to the first input of a first multiplier (M1) and of a second multiplier
(M2), the in-phase component (I) of an oscillator (OZ) is applied to the second input
of the first multiplier (M1) and the quadrature component (Q) of the oscillator (OZ)
is applied to the second input of the second multiplier (M2), the output of the first
multiplier (M1) is connected to the input of a first low-pass (TP1), the output of
which is connected to the input of a first divider (D1), the output of which is connected
to the input of a first high-pass (HP), the output of the second multiplier (M2) is
connected to the input of a second low-pass (TP2), the output of which is connected
to the input of a second divider (D2), the output of which is connected to the input
of a second high-pass (H2), the output of the first high-pass (HP1) is connected to
the first input of an arithmetic unit (RE), to the input of an RDS decoder (DE), at
the output of which the RDS data can be retrieved, and to the first control input
of a clock generator (CG), the output of the second high-pass (HP) is connected to
the second input of the arithmetic unit (RE), the output of which is connected to
the input of a filter (F), the output of the filter (F) is connected to the input
of a control unit (SE), the output of which is connected to the control input of the
oscillator (OZ), and the output of the oscillator (OZ) is connected to the second
control input of the clock generator (CE), the clock output of which is connected
to the clock input of the arithmetic unit (R) and of the RDS decoder (DE).
8. Circuitry as claimed in Claim 7, wherein a loop filter is provided for the filter
(F).
9. Method or circuitry as claimed in any one of the preceding claims, wherein the sampling
frequency for the stereo multiplex signal (MPX) is selected in such a way that the
spectrum of the RDS signal in the region around the carrier of the RDS signal is represented
completely by the digital signal.
10. Method or circuitry as claimed in Claim 9, wherein the sampling frequency is selected
to be greater than 120 KHz.
11. Method or circuitry as claimed in any one of the preceding claims, wherein the division
factor is selected to be 16.
12. Method or circuitry as claimed in any one of the preceding claims, wherein a digital
oscillator is provided for the oscillator (OZ).
1. Procédé pour la démodulation du signal RDS, dans lequel le signal stéréo multiplexe
lu (MPX) est multiplié dans une première branche avec la composante cophasée (I) d'un
oscillateur (OZ) et le signal résultant est ensuite filtré par un passe-bas, le taux
de lecture du signal filtré par un passe-bas est divisé par un facteur de division
pouvant être déterminé au préalable, le signal filtré par un passe-bas et décimé dans
le taux de lecture est filtré par un passe-haut, le signal filtré par un passe-haut
est décodé dans un décodeur RDS (DE), le signal stéréo multiplexe lu (MPX) est multiplié
dans une seconde branche avec la composante en quadrature (Q) de l'oscillateur (OZ)
et le signal résultant est ensuite filtré par un passe-bas, le taux de lecture du
signal filtré par un passe-bas est divisé par un facteur de division pouvant être
déterminé au préalable, le signal filtré par un passe-bas et décimé dans le taux de
lecture est filtré par un passe-haut et à partir du signal filtré par un passe-haut
de la première et de la seconde branche ainsi qu'à partir de la cadence binaire RDS
(CL) on calcule un signal d'erreur décrivant la position de phase entre le support
du signal RDS et le signal de sortie de l'oscillateur (OZ), signal d'erreur à partir
duquel, après filtrage, un signal de correction est généré pour l'oscillateur (OZ).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la cadence binaire (CL) est générée
par un générateur de signal (CL) qui est commandé par l'oscillateur (OZ) et par le
signal filtré par un passe-haut de la première branche.
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel le décodeur RDS (DE) est cadencé avec
la cadence binaire RDS (CL).
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, dans lequel le signal d'erreur est calculé
aux moments où la composante cophasée (I) est maximale.
5. Procédé selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, dans lequel avant la synchronisation
de l'oscillateur (OZ) avec le support du signal RDS, l'amplitude de la composante
cophasée (I) est contrôlée et en cas de détection d'un passage à zéro de la composante
cophasée (I), le cycle de calcul pour le signal d'erreur est décalé d'une période
de cycle d'un quart de bit.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le procédé est réalisé comme
logiciel.
7. Dispositif de circuit pour la démodulation du signal RDS, dans laquelle le signal
stéréo multiplexe lu (MPX) se trouve à la première entrée d'un premier multiplicateur
(M1) et d'un second multiplicateur (M2), la composante cophasée (I) d'un oscillateur
(OZ) se trouve à la seconde entrée du premier multiplicateur (M1) et la composante
en quadrature (Q) de l'oscillateur (OZ) à la seconde entrée du second multiplicateur
(M2), la sortie du premier multiplicateur (M1) est reliée à l'entrée d'un premier
filtre passe-bas (TP1) dont la sortie est reliée à l'entrée d'un premier démultiplicateur
(D 1) dont la sortie est connectée à l'entrée d'un premier filtre passe-haut (HP)
; la sortie du second multiplicateur (M2) est reliée à l'entrée d'un second filtre
passe-bas (TP2) dont la sortie est reliée à l'entrée d'un second démultiplicateur
(D2) dont la sortie est connectée à l'entrée d'un second filtre passe-haut (HP2) ;
la sortie du premier filtre passe-haut (HP1) est reliée à la première entrée d'une
unité de calcul (RE), à l'entrée d'un décodeur RDS (DE), à la sortie duquel les données
RDS sont prises, et à la première entrée de commande d'un générateur de signal (CG)
; la sortie du second filtre passe-haut (HP) est reliée à la seconde entrée de l'unité
de calcul (RE) dont la sortie est reliée à l'entrée d'un filtre (F), la sortie du
filtre (F) est reliée à l'entrée d'une unité de commande (SE) dont la sortie est connectée
à l'entrée de commande de l'oscillateur (OZ), et la sortie de l'oscillateur (OZ) est
connectée à la seconde entrée de commande du générateur de signal (CE) dont la sortie
de cadence est reliée à l'entrée de cadence de l'unité de calcul (RE) et du décodeur
RDS (DE).
8. Dispositif de circuit selon la revendication 7, dans lequel un filtre à boucle est
prévu pour le filtre (F).
9. Procédé ou dispositif de circuit selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel la fréquence de lecture pour le signal stéréo multiplexe (MPX) sera ou est
sélectionnée de telle sorte que le spectre du signal RDS sera ou est entièrement représenté
par le signal digital dans la zone autour du porteur du signal RDS.
10. Procédé ou dispositif de circuit selon la revendication 9, dans lequel la fréquence
de lecture est choisie ou est supérieure à 120 KHz.
11. Procédé ou dispositif de circuit selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel le facteur de division par 16 sera ou est choisi.
12. Procédé ou dispositif de circuit selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel pour l'oscillateur (OZ) un oscillateur digital sera ou est prévu.
