[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lamellenraster für eine längliche Leuchte
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Insbesondere längliche Leuchten mit Leuchtstofflampen sind im Bereich ihrer Lichtaustrittsöffnung
oftmals mit Lamellenrastern versehen. Diese Raster dienen dazu, das nach unten abgestrahlte
Licht auf einen vorgegebenen Austrittswinkel zu begrenzen. Hierdurch wird vermieden,
daß unter einem zu flachen Austrittswinkel austretendes Licht zu Blendeffekten führt.
Ein solches Raster ist beispielsweise aus der DE 91 10 313.4 bekannt.
[0003] Eine einfache Ausführungsform eines Lamellenrasters besteht aus zwei länglichen Seitenteilen
sowie mehreren, senkrecht zur Ebene des Rasters angeordneten und die beiden Seitenteile
verbindenden Lamellen. Ein solches Lamellenraster kann aus einem einzigen Stück Blech
gebildet werden, wobei zunächst ein ebenes Blechteil ausgestanzt und dann zu der gewünschten
Struktur verformt wird. Hierbei werden zunächst die beiden Seitenbereiche des Blechteils
zu den Seitenteilen verformt und anschließend die Lamellen aus der Ursprungsebene
in die gewünschte Anordnung ausgebogen bzw. aufgerichtet. Die Lamellen sind dabei
nur über dünne Verbindungsbereiche mit den Seitenteilen verbunden, die bei einem wiederholten
Biegen leicht brechen können. Die Stabilität eines derartigen Rasters ist daher relativ
gering. Ferner besteht die Gefahr, daß einige Lamellen versehentlich aus ihrer parallelen
Anordnung herausgebogen bzw. verstellt werden können.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Stabilität eines
derartigen Lamellenrasters zu erhöhen.
[0005] Die Aufgabe wird durch ein Lamellenraster für eine längliche Leuchte, welches die
Merkmale des Anspruches 1 aufweist, gelöst. Dieses erfindungsgemäße Lamellenraster
zeichnet sich dadurch aus, daß die Seitenteile jeweils einen zur Innenseite hin vorspringenden
Bereich aufweisen, in dem Schlitze zur Aufnahme von Teilen der Lamellen angeordnet
sind. Die Lamellen verrasten somit im aufgerichteten Zustand mit den Seitenteilen,
so daß ein Zurückbiegen nicht mehr ohne weiteres möglich ist. Hierdurch wird zum einen
gewährleistet, daß sämtliche Lamellen parallel zueinander angeordnet sind, zum anderen
wird die Gesamtstabilität des Rasters erhöht.
[0006] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. So ist die erfindungsgemäße
Anordnung insbesondere für Lamellenraster geeignet, die aus einem einzigen Blechteil
gebildet werden. Da ein Zurückbiegen der Lamellen nicht ohne weiteres möglich ist,
wird die Belastung für die Verbindungsbereiche, welche die Seitenteile mit den Lamellen
verbindenden, reduziert, so daß ein Brechen praktisch ausgeschlossen werden kann.
Vorzugsweise weisen die beiden Seitenteile ein S-förmiges Profil auf, dessen oberer
und nach innen gerichteter Bereich die Schlitze zur Aufnahme der Lamellenteile enthält.
Vorzugsweise sind die Lamellen im wesentlichen rechteckig geformt, wobei die beiden
oberen Ecken der Lamellen in den Schlitzen einrasten. Alternativ dazu können an den
Lamellen allerdings auch separate Rastvorsprünge vorgesehen sein. Um ein einfaches
Befestigen des erfindungsgemäßen Lamellenrasters zu ermöglichen, können die Seitenteile
an ihren oberen Kanten ferner Befestigungslaschen aufweisen, durch die ein einfaches
Verrasten des Lamellenrasters mit einer Leuchtenhalterung gewährleistet wird.
[0007] Die oben genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zum Herstellen eines Lamellenrasters
gelöst, bei dem zunächst ein ebenes Blechteil gestanzt wird, in einem zweiten Schritt
die Seitenbereiche des Blechteils zu zwei länglichen Seitenteilen verformt und anschließend
die beiden Seitenteile verbindende Lamellen in eine senkrecht zur Ursprungsebene angeordnete
Ebene ausgebogen werden, wobei erfindungsgemäß die Seitenteile jeweils einen zur Innenseite
hin vorspringenden Bereich mit Schlitzen aufweisen, in welche Schlitze Teile der Lamellen
beim Ausbiegen einrasten. Vorzugsweise werden die Lamellen alle gleichzeitig ausgebogen,
indem die beiden Seitenteile gegenüber den Lamellen in Längsrichtung verschoben werden.
[0008] Im folgenden soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Lamellenrasters in perspektivischer
Ansicht von oben;
- Fig. 2
- das in Fig. 1 dargestellte Lamellenraster in perspektivischer Ansicht von unten;
- Fig. 3
- einen Ausschnitt A von Fig. 1 in vergrößerter Darstellung;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt B von Fig. 1 in vergrößerter Darstellung; und
- Fig. 5
- einen Ausschnitt C von Fig. 2 in vergrößerter Darstellung.
[0009] Das in den Fig. 1 bis 5 dargestellte erfindungsgemäße Lamellenraster 1 besteht aus
einem einzigen entsprechend gestanzten und verformten Blechstück. Das Grundgerüst
des Rasters 1 wird durch zwei längliche Seitenteile 2 gebildet, welche ein S-förmiges
Profil aufweisen. Die beiden Seitenteile 2 sind im wesentlichen senkrecht zur Rasterebene
angeordnet, wobei sie jeweils in ihrem oberen Bereich einen zur Innenseite hin vorspringenden
Bereich 3 aufweisen. Die Oberkante eines Seitenteils 2 wird durch eine nach außen
gerichtete Befestigungslasche 5 gebildet, welche zum Verrasten mit an einer Leuchtenhalterung
vorgesehenen Rastelementen oder Hinterschneidungen vorgesehen ist. Hierdurch kann
das Raster 1 auf einfache Weise von der Unterseite her an eine Leuchtenhalterung angeklemmt
werden.
[0010] Quer zur Längsachse der beiden Seitenteile 2 erstrecken sich mehrere parallel angeordnete
Lamellen 7, die über Verbindungsbereiche 6 jeweils mit den Seitenteilen 2 verbunden
sind. Im aufgerichteten Zustand sind die Lamellen 7 ebenfalls senkrecht zur Rasterebene
angeordnet. Um in diese Position zu gelangen, werden sie um die in Fig. 4 dargestellte
Biegeachse I aus der Ursprungsebene in die senkrechte Position gebogen. Dabei greifen
die Lamellen 7 mit ihren beiden oberen Ecken 8 im aufgerichteten Zustand in Schlitze
4 ein, die in den vorspringenden Bereichen 3 der beiden Seitenteile 2 angeordnet sind.
Hierdurch wird eine Lamelle 7 an vier Punkten stabilisiert, nämlich an den beiden
Verbindungsbereichen 6 sowie an den beiden in die Schlitze 4 eingreifenden oberen
Ecken 8. Durch diese Maßnahme wird gewährleistet, daß die Lamellen 7 aus dem aufgerichteten
Zustand nicht mehr herausgebogen werden können, so daß die Gefahr des Brechens des
Verbindungsbereiches 6 um die Biegeachse I deutlich reduziert wird. Gleichzeitig wird
insgesamt die Stabilität des Lamellenrasters 1 erhöht und gewährleistet, daß sämtliche
Lamellen 7 parallel zueinander angeordnet sind. Anstelle der beiden oberen Ecken 8
könnten auch an den Seiten der Lamellen vorgesehene Rastvorsprünge zum Eingreifen
in die Schlitze 4 vorgesehen sein. Die hier dargestellte Lösung zeichnet sich allerdings
durch ihre besondere Einfachheit aus.
[0011] Zur Herstellung des Lamellenrasters 1 wird zunächst ein ebenes Blechteil ausgestanzt,
welches die den Seitenteilen 2 und den Lamellen 7 entsprechenden Strukturen aufweist.
In einem zweiten Schritt werden dann zunächst die Seitenbereiche des Blechteils zu
den beiden länglichen Seitenteilen 2 verformt, wobei sie hierzu insbesondere um die
in Fig. 3 dargestellte Biegeachse II nach oben gebogen werden. Schließlich werden
die Lamellen 7 aus der Ursprungsebene in die senkrechte Position gebogen, bis sie
mit ihren oberen Ecken 8 in die Schlitze 4 einrasten. Ein gleichzeitiges Aufrichten
der Lamellen 7 wird auf einfache Weise dadurch erreicht, daß die beiden Seitenteile
2 gegenüber den Lamellen 7 in Längsrichtung verschoben werden.
[0012] Die vorliegende Erfindung bietet somit eine einfache Lösung zur Herstellung eines
Lamellenrasters, das eine hohe Stabilität aufweist. Es kann aus lediglich einem einzigen
Blechteil hergestellt werden, so daß auch die Herstellungskosten äußerst niedrig sind.
1. Lamellenraster (1) für eine längliche Leuchte, bestehend aus zwei länglichen Seitenteilen
(2) sowie mehreren, senkrecht zur Ebene des Rasters (1) angeordneten und die beiden
Seitenteile (2) verbindenden Lamellen (7),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenteile (2) jeweils einen zur Innenseite hin vorspringenden Bereich (3) aufweisen,
in dem Schlitze (4) zur Aufnahme von Teilen (8) der Lamellen (7) angeordnet sind.
2. Lamellenraster nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieses durch ein einstückig gestanztes und gebogenes Blechteil gebildet wird.
3. Lamellenraster nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamellen (7) mit den beiden Seitenteilen (2) einstückig verbunden und in einem
Verbindungsbereich (6) um eine Biegeachse (I) in die senkrecht zur Ebene des Rasters
(1) angeordnete Stellung verbogen sind.
4. Lamellenraster nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Seitenteile (2) ein S-förmiges Profil aufweisen.
5. Lamellenraster nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamellen (7) im wesentlichen rechteckig geformt sind und jeweils mit ihren oberen
Ecken (8) in die Schlitze (4) eingreifen.
6. Lamellenraster nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamellen (7) an ihren Seiten jeweils Rastvorsprünge zum Eingreifen in die Schlitze
(4) aufweisen.
7. Lamellenraster nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenteile (2) an ihren oberen Kanten Befestigungslaschen (5) zum Befestigen
des Rasters (1) an einer Leuchtenhalterung aufweisen.
8. Verfahren zum Herstellen eines Lamellenrasters (1) für eine längliche Leuchte mit
folgenden Schritten:
a) Stanzen eines ebenen Blechteils,
b) Verformen der Seitenbereiche des Blechteils zu zwei länglichen Seitenteilen (2)
und
c) Ausbiegen von mehreren, die beiden Seitenteile (2) verbindenden Lamellen (7) in
eine senkrecht zur Ursprungsebene angeordnete Ebene,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenteile (2) jeweils einen zur Innenseite hin vorspringenden Bereich (3) mit
Schlitzen (4) aufweisen, in welche Schlitze (4) Teile (8) der Lamellen (7) beim Ausbiegen
einrasten.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Schritt c) zum Ausbiegen der Lamellen (7) die beiden Seitenteile (2) gegenüber
den Lamellen (7) in Längsrichtung verschoben werden.