Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer schlagunterstützten Handbohrmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus der EP 0764 502 A1 ist eine gattungsbildende Handbohrmaschine bekannt. Die Handbohrmaschine
besitzt ein Gehäuse, in dem ein mit einer Regeleinrichtung zusammenwirkender elektrischer
Antriebsmotor angeordnet ist. Mit dem Antriebsmotor kann eine Werkzeugaufnahme über
ein Getriebe mit einer Drehfrequenz und über ein Schlagwerk mit einer Schlagfrequenz
angetrieben werden. Um eine hohe Abbauleistung insbesondere bei spröden Untergründen
zu erreichen, wird vorgeschlagen, daß der elektrische Antriebsmotor mit einer Meßeinrichtung
gekoppelt ist, über die ein Reaktionsdrehmoment erfaßbar ist. Die Regeleinrichtung
umfaßt eine Auswerteeinheit, welche mit der Meßeinrichtung für das Reaktionsdrehmoment
verbunden ist und über welche die Drehfrequenz der Werkzeugaufnahme derart regelbar
ist, daß das im Betrieb am Antriebsmotor gemessene Reaktionsdrehmoment maximal ist.
[0003] Aus der US 4,462,467 ist ein Bohrhammer bekannt, bei dem sowohl die Drehzahl als
auch die Schlagfrequenz unabhängig von einander stufenlos einstellbar ist.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die Erfindung geht aus von einer schlagunterstützten Handbohrmaschine mit einer Werkzeughalterung
zur Aufnahme zumindest eines Werkzeugs, die über wenigstens einen Motor mit zumindest
einer Drehfrequenz und mit zumindest einer Schlagfrequenz antreibbar ist, wobei die
Drehfrequenz und die Schlag-frequenz in einem festen durch die Herstellung der Handbohrmaschine
festgelegten. Verhältnis zueinander stehen.
[0005] Ausgehend von der Erkenntnis, daß der Bohrfortschritt bei bekannten Handbohrmaschinen
bei kleinen Bohrdurchmessern in erster Linie durch eine begrenzte Förderfähigkeit
der Bohrerwendel bestimmt ist, wird vorgeschlagen, daß die Drehfrequenz und die Schlagfrequenz
derart aufeinander abgestimmt sind, daß bei einer vorliegenden Drehfrequenz in einem
bei einem Schlag aufgespannten Winkelbereich zwischen einer Kerbe und einer benachbarten
Kerbe in Umfangsrichtung mit nachfolgenden Schlägen Kerben mit gleichen Kerbwinkelabständen
erzeugt werden wie bei einer kleineren Vergleichsdrehfrequenz und gleicher Schlagfrequenz.
Ist der Winkelbereich abgearbeitet, findet ausgehend von einer Ausgangsstellung eine
gleiche Abarbeitungsfolge statt. Es kann ein bewährtes Kerbbild auf höhere Drehfrequenzen
übertragen und bei kleinen Bohrdurchmessern, insbesondere unterhalb 10 mm eine große
Förderleistung und damit ein großer axialer Bohrfortschritt erreicht werden.
[0006] Ist die Schlagfrequenz gleich einer der Vergleichsdrehfrequenz zugeordneten Schlagfrequenz,
können vorteilhaft bewährte Schlagwerke eingesetzt und Entwicklungsaufwand und Kosten
eingespart werden.
[0007] Die Drehfrequenz und die Schlagfrequenz stehen in einem festen Verhältnis zueinander
beispielsweise bei einer kleinen kostengünstigen Handschlagbohrmaschine, die durch
die erhöhte Drehfrequenz nach Abschalten des Schlagwerks auch vorteilhaft zu einem
spanenden Bohren eingesetzt werden kann, wie beispielsweise in Werkstoffen wie Holz,
Kunststoff, Metall usw.
[0008] In einem nicht zu der Erfindung gehörenden, komplexeren Beispiel, deren Beschreibung
das Verständnis der Erfindung erleichtert, ist zumindest die Drehfrequenz unabhängig
von der Schlagfrequenz veränderbar. Es können dadurch mit einer Handschlagbohrmaschine
ein oder mehrere bewährte Kerbbilder bei verschiedenen Drehfrequenzen erreicht werden.
Die Drehfrequenz der Handbohrmaschine kann vorteilhaft auf verschiedene Bohrerdurchmesser
eingestellt und es kann bei verschiedenen Bohrdurchmessern ein besonders großer axialer
Bohrfortschritt erreicht werden. Die Schlagfrequenz kann ebenfalls verändert oder
kann vorteilhaft konstant gehalten werden, wodurch kostengünstige, ausgereifte Schlagwerke
eingesetzt werden können. Eine von der Schlagfrequenz unabhängig einstellbare Drehfrequenz
kann durch verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Konstruktionen erreicht
werden, wie beispielsweise konstruktiv einfach durch ein einstellbares Getriebe und/oder
indem die Werkzeughalterung über zumindest einen ersten Motor drehend und über zumindest
einen zweiten Motor schlagend antreibbar ist. Die Drehfrequenz kann manuell einstellbar
oder vorteilhaft über eine Regeleinrichtung abhängig von zumindest einer Kenngröße
des Werkzeugs automatisch einstellbar ausgeführt werden. Der Komfort der Handschlagbohrmaschine
kann gesteigert und eine Fehleinstellung kann vermieden werden. Zur Bestimmung einer
vorteilhaften Drehfrequenz können verschiedene Kenngrößen herangezogen werden, wie
beispielsweise bestimmte Codes, die in die Werkzeuge eingebracht und von der Regeleinrichtung
ausgelesen werden. Kostengünstig und konstruktiv einfach kann die Regeleinrichtung
über eine Meßeinrichtung einen Durchmesser, insbesondere einen Schaftdurchmesser des
Werkzeugs, die Schneidenzahl und/oder einen axialen Bohrfortschritt als Kenngröße
erfassen.
[0009] Ferner wird als ein nicht zur Erfindung gehörendes Detail zum vertieften Verständnis
ein Werkzeug mit einem Grundkörper zur Anwendung bei einer erfindungsgemäßen Handbohrmaschine
vorgeschlagen, der zumindest eine im Außenumfang eingebrachte Förderwendel, einen
Außendurchmesser und einen durch die Förderwendel mitbestimmten Seelendurchmesser
aufweist, wobei der Grundkörper im Vergleich zu einem Standardgrundkörper bei gleichem
Außendurchmesser einen größeren Seelendurchmesser besitzt. Durch die erfindungsbedingt
mögliche höhere Drehfrequenz kann ein großes Fördervolumen trotz einer kleineren Querschnittfläche
der Förderwendel und dadurch ein besonders stabiles Werkzeug erreicht werden. Um zu
vermeiden, daß Werkzeuge, die speziell für eine erfindungsgemäße Handschlagbohrmaschine
vorgesehen sind, in Standardbohrmaschinen eingesetzt werden, besitzt das Werkzeug
vorteilhaft einen der Werkzeughalterung entsprechend kodierten Schaft, beispielsweise
mit einer speziellen Querschnittsfläche mit Ausnehmungen, Vorsprüngen usw.
Zeichnung
[0010] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Handschlagbohrmaschine,
- Fig. 2 bis 5
- Kerbfolgen bei verschiedenen Drehfrequenzen und
- Fig. 6
- einen Bohrer in Längsrichtung von vorne.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0012] Fig. 1 zeigt eine Handschlagbohrmaschine mit einer Werkzeughalterung 10 zur Aufnahme
eines Bohrers, die mit einem in einem Gehäuse 40 angeordneten Elektromotor 14 über
ein Getriebe 24 und eine Vorgelegestufe 25 mit mehreren Drehfrequenzen und über ein
pneumatisches Schlagwerk 42 mit einer Schlagfrequenz antreibbar ist, wobei die Drehfrequenzen
und die Schlagfrequenz in einem festen, durch die Herstellung der Handbohrmaschine
festgelegten. Verhältnis zueinander stehen. Das Schlagwerk 42 besitzt einen in einem
Spindelrohr 44 geführten Erregerkolben 46, der über ein Luftpolster 48, einen Flugkolben
50 und einen Döpper 52 auf ein Schaftende des Bohrers wirkt.
[0013] Die Fig. 2 bis 5 zeigen Kerbfolgen des zweischneidigen Bohrers bei verschiedenen
Drehfrequenzen und bei einer konstanten Schlagfrequenz. Anstatt eines zweischneidigen
Bohrers können auch Bohrer mit mehr oder weniger Schneiden und/oder mit anderen Schneideformen
verwendet werden, beispielsweise mit Stiftschneiden usw.
[0014] Die in Fig. 2 dargestellte Kerbfolge zeigt die Handschlagbohrmaschine bei einem bekannten
und bewährten Verhältnis zwischen der Drehfrequenz und der Schlagfrequenz. Nach einem
ersten Schlag entstehen eine erste Kerbe 18 durch eine erste Schneide 62 und eine
zweite benachbarte Kerbe 20 durch eine zweite Schneide 64 des Bohrers, die einen Winkelbereich
ψ von 180° aufspannen (Fig. 2 und 6). Bei symmetrisch angeordneten Schneiden ergibt
sich :
ψ = 360°/r
(r: Schneidenanzahl)
[0015] Bei einem nachfolgenden Schlag hat sich der Bohrer um einen Winkel φ in Richtung
58 weiter gedreht und es entsteht bei einer Drehfrequenz von 870 1/min ein bewährter
Kerbwinkelabstand α von 64,8° zwischen der ersten Kerbe 18 und einer Kerbe 54, die
in einem ersten Quadranten 56 eingebracht ist. Der Winkelbereich ψ wird in Drehrichtung
58 abgearbeitet, und zwar erzeugt die erste Schneide 62 bei einem weiteren Schlag
eine weitere nicht näher dargestellte Kerbe, die in Drehrichtung 58 einen Abstand
α zu der Kerbe 54 aufweist usw.
[0016] Die Fig. 3 bis 5 zeigen Kerbfolgen mit der gleichen Schlagfrequenz jedoch mit höheren
Drehfrequenzen als in Fig. 2, wobei die in Fig. 2 vorliegende Drehfrequenz nachfolgend
als Vergleichsdrehfrequenz bezeichnet wird. Die Kerbfolgen in Fig. 3 bis 5 sind ausgehende
von einem ersten Schlag wie in Fig. 2 dargestellt, bei dem eine Kerbe 18 und eine
Kerbe 20 entstehen.
[0017] Erfindungsgemäß sind die Drehfrequenzen und die Schlagfrequenz derart aufeinander
abgestimmt, daß stets der aufgespannte Winkelbereich ψ mit gleichen Kerbwinkelabständen
α abarbeitbar ist wie bei der kleineren Vergleichsdrehfrequenz in Fig. 2. In Fig.
3 dreht der Bohrer in einem Zeitintervall zwischen zwei Schlägen um einen Winkel φ
1, der größer ist als 90°, so daß sich der bewährte Kerbwinkelabstand α in dem Winkelbereich
ψ in einem zweiten Quadranten 60 zwischen einer Kerbe 54 der ersten Schneide 62 des
Bohrers und der zweiten Kerbe 20 einstellt. Der Bohrer dreht mit einer Drehfrequenz
von 1547 1/min. Der Winkelbereich ψ wird entgegen der Drehrichtung 58 des Bohrers
abgearbeitet, und zwar erzeugt der Bohrer bei einem folgenden Schlag mit seiner zweiten
Schneide 64 eine weitere nicht näher dargestellte Kerbe mit einem Abstand α in Drehrichtung
58 vor der Kerbe 54 usw.
[0018] In Fig. 4 dreht der Bohrer in einem Zeitintervall zwischen zwei Schlägen um einen
Winkel φ
2, der größer ist als 180°, so daß der Bohrer mit seiner zweiten Schneide 64 im ersten
Quadranten 56 eine Kerbe 54 mit einem Abstand α zur Kerbe 18 erzeugt. Der Bohrer dreht
mit einer Drehfrequenz von 3287 1/min. Der Winkelbereich ψ wird wie in Fig. 2 in Drehrichtung
58 abgearbeitet, und zwar erzeugt die erste Schneide 62 des Bohrers bei einem weiteren
Schlag eine weitere nicht näher dargestellte Kerbe, die in Drehrichtung 58 einen Abstand
α zu der Kerbe 54 aufweist usw.
[0019] In Fig. 5 dreht der Bohrer in einem Zeitintervall zwischen zwei Schlägen um einen
Winkel φ3, der größer ist als 270°, so daß der Bohrer mit seiner zweiten Schneide
64 im zweiten Quadranten 60 eine Kerbe 54 mit einem Abstand α zur Kerbe 20 erzeugt.
Der Bohrer dreht mit einer Drehfrequenz von 3963 1/min. Der Winkelbereich ψ wird wie
in Fig. 3 entgegen der Drehrichtung 58 abgearbeitet, und zwar erzeugt die zweite Schneide
64 des Bohrers bei einem weiteren Schlag eine weitere nicht näher dargestellte Kerbe,
mit einem Abstand α in Drehrichtung 58 vor der Kerbe 54 usw.
[0020] Eine gewünschte Drehfrequenz ergibt sich einfach daraus, daß in einem Zeitintervall
zischen zwei Schlägen, der Bohrer:
in Fig. 2 um einen Winkel φ = α,
in Fig. 3 um einen Winkel φ1 = ψ - α,
in Fig. 4 um einen Winkel φ2 = ψ + α und
in Fig. 5 um einen Winkel φ3 = 2ψ - α weiter drehen muß. Die Drehfrequenz kann erhöht werden, so daß sich der
Winkel φn um 360° oder um ein vielfaches von 360° erhöht.
[0021] Es werden speziell für kleinere Bohrdurchmesser Maschinen mit einer bestimmten erhöhten
Drehfrequenz hergestellt, beispielsweise mit einer der in Fig. 3, Fig. 4 oder Fig.
4 dargestellten Kerbfolge zugeordneten Drehfrequenz usw.
[0022] Im Folgenden werden noch weitere, nicht von den Ansprüchen abgedeckte Ausführungen
beschrieben.
[0023] Von einer Regeleinrichtung 26 wird über eine Meßeinrichtung 16 ein Schaftdurchmesser
28 als Kenngröße erfaßt, abhängig von der die Regeleinrichtung 26 eine bestimmte Drehfrequenz
automatisch einstellt.
[0024] In die Handschlagbohrmaschine können konventionelle Standardwerkzeuge, wie insbesondere
Bohrer eingesetzt werden und speziell für die Handschlagbohrmaschine ausgelegte Bohrer,
die einen Grundkörper 12 mit einem der Werkzeughalterung 10 entsprechend kodierten
Schaft 38 aufweisen, und zwar sind am Schaft 38 Stege 22 angeformt, die beim Einführen
des Bohrers in die Werkzeughalterung 10 in entsprechende, nicht näher dargestellte
Ausnehmungen der Werkzeughalterung 10 greifen (Fig. 6). Durch die Stege 22 wird vermieden,
daß die speziellen Bohrer in konventionelle Handschlagbohrmaschinen eingesetzt werden.
[0025] Der für die erfindungsgemäße Handschlagbohrmaschine ausgelegte, in Fig. 6 dargestellte
Bohrer besitzt in den Außenumfang seines Grundkörpers 12 zwei eingebrachte Förderwendeln
30, 32, einen Außendurchmesser 34 und einen durch die Förderwendeln 30, 32 mitbestimmten
Seelendurchmesser 36. Der Seelendurchmesser 36 ist größer als ein Seelendurchmesser
66 eines Standardbohrers mit gleichem Außendurchmesser 34. Der Bohrer ist dadurch
stabiler als ein entsprechender Standardbohrer und durch die erfindungsgemäß höhere
Drehfrequenz kann bei einem bewährten Kerbbild eine hohe Fördermenge durch die Förderwendeln
30, 32 und ein große axialer Bohrfortschritt erreicht werden.
1. Perceuse à main à percussion comportant un mandrin (10) pour recevoir au moins un
outil et entraîné par au moins un moteur (14) à au moins un fréquence de rotation
et au moins une fréquence de percussion,
la fréquence de rotation et la fréquence de percussion étant dans un rapport fixe,
imposé par le fabricant de la perceuse,
caractérisée en ce que
la fréquence de rotation et la fréquence de percussion sont définies l'une par rapport
à l'autre pour qu'à la fréquence de rotation présente, dans une plage angulaire (ψ)
sous-tendue lors d'une frappe entre une entaille (18) et une entaille voisine (20),
on génère dans la direction périphérique, avec les frappes suivantes, des entailles
(54) ayant la même distance angulaire (α) que pour une fréquence de rotation de comparaison,
plus petite, et la même fréquence de percussion.
2. Perceuse à main à percussion selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la fréquence de percussion est égale à l'une des fréquences de percussion associée
à la fréquence de rotation de comparaison.