(19)
(11) EP 1 242 217 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.02.2004  Patentblatt  2004/07

(21) Anmeldenummer: 00982815.3

(22) Anmeldetag:  22.12.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B26D 7/01, B26D 7/06, B26D 11/00
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/CH2000/000684
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2001/049464 (12.07.2001 Gazette  2001/28)

(54)

VERFAHREN ZUM SCHNEIDEN VON WERTPAPIEREN

METHOD FOR CUTTING BOND PAPERS

PROCEDE POUR DECOUPER DES PAPIERS-VALEURS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 29.12.1999 CH 239599

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.09.2002  Patentblatt  2002/39

(73) Patentinhaber: KBA-GIORI S.A.
1003 Lausanne (CH)

(72) Erfinder:
  • SAUER, Hartmut, Karl
    97267 Himmelstadt (DE)
  • SCHAEDE, Johannes
    97074 Würzburg (DE)
  • WYSSMANN, Hans
    CH-8055 Zürich (CH)

(74) Vertreter: Mabut, Marie-France et al
c/o Bugnion S.A. Conseils en Proprieté Industrielle 10, route de Florissant Case Postale 375
1211 Genève 12 - Champel
1211 Genève 12 - Champel (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 091 714
DE-A- 2 911 473
DE-A- 4 442 916
GB-A- 1 265 278
US-A- 4 850 257
EP-A- 1 018 409
DE-A- 4 037 099
DE-U- 29 517 466
US-A- 4 283 902
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schneiden gestapelter Wertpapierbögen in einzelne Wertpapiere sowie eine Maschine für die Anwendung dieses Verfahrens.

    [0002] Solche Verfahren und Vorrichtungen sind im Stand der Technik bereits bekannt. Wertpapiere, insbesondere Banknoten, sind auf Bögen gedruckt, die jeweils eine bestimmte Anzahl dieser Aufdrucke einzelner Wertpapiere enthalten, welche in Matrixform angeordnet sind, das heißt in Zeilen und Spalten, wobei die Gesamtzahl der Aufdrucke pro Bogen natürlich von den Abmessungen des Bogens und der Größe jedes Aufdrucks abhängt. Ferner muß zwischen jedem Bogenrand und den Aufdrucken in jeder äußeren Zeile bzw. jeder äußeren Spalte ein freier Streifen bleiben, damit die Bögen mit Zangen zum Transport in den Druckmaschinen gefaßt werden und beim Drucken der eigentlichen Wertpapiere auf den Walzen festgehalten werden können. Diese freien Streifen ermöglichen ferner den Aufdruck von Referenzmarken auf jedem Bogen, mit denen die Registerhaltigkeit der Bögen gewährleistet werden kann, wenn sich aufeinanderfolgende Druckvorgänge lückenlos überlagern oder lückenlos aneinanderreihen müssen. Diese Registerhaltigkeit ist auch wichtig, wenn mehrere verschiedene Drucktechniken gleichzeitig benutzt werden und der Bogen nacheinander mehrere Maschinen durchläuft.

    [0003] Nach dem Drucken der einzelnen Wertpapiere werden die Bögen gestapelt, wobei jeder Stapel eine bestimmte Anzahl von Bögen enthält, beispielsweise 100. Die Bogenstapel werden dann einer Maschine zugeführt, die sie in Stapel aus einzelnen Wertpapieren zerschneidet, welche anschließend sortiert werden können, um Fehldrucke auszusondern, oder in Pakete gepackt werden können. Während des Schneidverfahrens werden also die freien Streifen und die Wertpapiere selbst geschnitten.

    [0004] Es sind mehrere Verfahren für das Schneiden gestapelter Wertpapierbögen zu Stapeln aus einzelnen Wertpapieren bekannt. Beispielsweise zeigt die Patentschrift DE 195 15 705 ein solches Verfahren, wonach zuerst die freien Streifen mit einem bestimmten Messer geschnitten werden und dann die einzelnen Wertpapiere mit zwei anderen Messern in zwei senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen. Dabei werden also zuerst die freien Streifen geschnitten und anschließend die einzelnen Wertpapiere.

    [0005] Dieses Verfahren und die Maschine für seine Umsetzung haben jedoch mehrere Nachteile. Beispielsweise müssen dabei mindestens drei verschiedene Messer für das Schneiden der Wertpapiere eingesetzt werden. Außerdem sind mindestens drei Drehungen des Bogenstapels erforderlich, um die vier freien Streifen der Bögen zu schneiden, wodurch die Ausführungszeit dieses Arbeitsgangs erhöht wird.

    [0006] Ein anderes Schneidverfahren mit der zugehörigen Vorrichtung ist im Patent US 4,283,902 beschrieben. Nach diesem Verfahren werden zuerst die beiden Längsstreifen in der Laufrichtung der Bogenstapel mit zwei parallelen Messern geschnitten, dann werden die Bögen senkrecht zur Laufrichtung in Streifenstapel geschnitten und schließlich die Wertpapiere nach dem Anbringen von Banderolen zu einzelnen Wertpapieren geschnitten. Man benötigt hier also vier verschiedene Messer, um aus den Bogenstapeln Wertpapierstapel zu erhalten.

    [0007] Das Dokument DE 295 17 466 zeigt ein anderes Schneideverfahren, welches vor dem Schneiden der Wertpapierbänder vier aufeinanderfolgende Schneideetappen aufweist. Nach dem ersten Schnitt sind Rotationen von 90°, dann 180° und wiederum 90° notwendig.

    [0008] Aus der US-A-4,850,257 ist ein anderes Schneidverfahren mit der zugehörigen Vorrichtung bekannt, bei dem zuerst Streifen mit einem 1. Messer geschnitten werden und dann diese Streifen mit einem 2. Messer unterteilt werden, wobei das erste Messer und das zweite Messer senkrecht zueinander ausgerichtet sind.

    [0009] Zweck dieser Erfindung ist die Verbesserung der bekannten Schneidverfahren und der erforderlichen Maschinen, insbesondere durch Verringern der Anzahl der notwendigen Arbeitsgänge für das Verarbeiten eines gestapelten Wertpapierbogens in einen Stapel aus einzelnen Wertpapieren.

    [0010] Die Erfindung schlägt insbesondere ein Verfahren vor, mit dem der Zeitaufwand für das Schneiden der Wertpapierstapel aus den gestapelten Wertpapierbögen verringert werden kann und gleichzeitig weniger Messer für diesen Arbeitsgang benötigt werden.

    [0011] Das Verfahren nach dieser Erfindung ist durch die Merkmale von Patentanspruch 1 definiert.

    [0012] Die abhängigen Patentansprüche 2 bis 5 definieren spezielle Ausführungsarten des Verfahrens.

    [0013] In dem unabhängigen Patentanspruch 6 wird eine Maschine für die Anwendung des Verfahrens nach Patentansprüchen 1 bis 5 definiert.

    [0014] Die abhängigen Patentansprüche 7 bis 10 definieren spezielle Ausführungsarten der Maschine nach der Erfindung.

    [0015] Die Erfindung soll mit der Beschreibung einer ihrer Ausführungsarten und der zugehörigen Abbildungen verständlicher gemacht werden.

    Figur 1 ist ein Blockdiagramm des Verfahrens zum Schneiden von Bogenstapeln.

    Figur 2 ist eine schematische Ansicht einer Maschine für die Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung, von oben.

    Figur 3 ist eine schematische Seitenansicht der Maschine von Figur 2.



    [0016] Beschrieben wird zunächst das Schneidverfahren unter Bezugnahme auf Figur 1. Nach dem Verfahren der Erfindung werden im ersten Schritt die Bogenstapel unter das erste Messer der Maschine geführt und dort ein erster freier Streifen des Bogenstapels geschnitten. Dieser freie Streifen liegt zwischen dem Rand der gestapelten Bögen und den Reihen, d.h. den Zeilen oder Spalten, mit Wertpapieraufdrucken. Der freie Streifen bildet einen Freiraum, der insbesondere das Ergreifen der einzelnen Bögen durch Zangen ermöglicht, ohne Gefahr, daß die Aufdrucke beschädigt werden. In einem ersten Arbeitsgang wird dann dieser erste freie Streifen geschnitten ("Schnitt 1" in der Figur) und zwar senkrecht zur Laufrichtung des Bogenstapels. Nach dem ersten Schnitt werden die Bögen mit geeigneten Transporteinrichtungen nach hinten auf einen Drehteller bewegt, der an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist, beispielsweise aus der DE-A-4 037 099, und der Bogenstapel wird auf dem Drehteller um 180° gedreht. Der Bogenstapel wird dann wieder unter das erste Messer geführt und es wird ein zweiter Schnittvorgang ("Schnitt 2" in der Figur) an einem zweiten freien Streifen parallel zum obengenannten ersten freien Streifen ausgeführt. Nach diesem zweiten Schnittvorgang wird der Bogenstapel wieder nach hinten auf den Drehteller bewegt und um weitere 90° gedreht. Der Bogenstapel wird dann wieder unter das erste Messer geführt und es wird ein dritter Schnittvorgang ("Schnitt 3" in der Figur) an einem dritten freien Streifen senkrecht zu den beiden ersten freien Streifen, die bereits geschnitten wurden, ausgeführt. Ohne weitere Drehung des Bogenstapels können jetzt die gestapelten Wertpapierbögen mit dem ersten Messer in aufeinanderfolgende parallele Streifenstapel geschnitten werden, indem der Stapel jedesmal um eine Streifenbreite weitergetaktet wird. Dieser Arbeitsgang des Schneidens in aufeinanderfolgende Streifen ist in Figur 1 immer mit Block "Schnitt 3" dargestellt, weil er vom ersten Messer nach dem Schneiden des dritten freien Streifens ausgeführt wird.

    [0017] Jeder dieser Streifenstapel wird in einem Streifensammler gesammelt. Aus dem Streifensammler werden dann die Streifen weiterbewegt und von einem zweiten Messer in Stapel aus einzelnen Wertpapieren geschnitten ("Schnitt 4" in der Figur). Die aufeinanderfolgenden Stapel aus einzelnen Wertpapieren werden aus der Maschine heraustransportiert und den bekannten abschließenden Verarbeitungsvorgängen unterzogen, beispielsweise Zählen der Wertpapiere, Anbringen von Banderolen oder Bildung von Paketen, mit je 1000 fortlaufend numerierten Wertpapieren, in einem Magazin.

    [0018] Eine Schneidmaschine 1 für die Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung ist schematisch unter Bezugnahme auf Figur 2 und 3 beschrieben. Die Bogenstapel 2 mit den Wertpapieraufdrucken werden manuell oder automatisch in die Schneidmaschine 1 geladen. Die gestapelten, mit Aufdrucken versehenen Bögen enthalten die in Zeilen und Spalten angeordneten Aufdrucke sowie vier freie Streifen 3, 4, 5 und 6 zwischen dem Bogenrand und den Druckzeilen bzw. -spalten. Mit Hilfe eines Vorschubsystems mit Zangen 7, 8 wird der Bogenstapel 2 unter ein erstes Messer 9 für den ersten Schneidvorgang, nämlich das Schneiden des freien Streifens 3 zwischen dem vorderen Rand des Stapels 2 in der Laufrichtung und der ersten parallel zum ersten Messer 9 verlaufenden Reihe mit Wertpapieraufdrucken, geführt. Das Zangenvorschubsystem ist ein bekanntes System, das beispielsweise mit Zangen 7 auf einer Kette 8 oder auf einem entsprechenden schienengeführten System für das präzise Weiterbewegen des Bogenstapels 2 ausgeführt ist. Dann wird das erste Messer 9 angesteuert und schneidet den ersten freien Streifen 3 des Bogenstapels 2 in senkrechter Richtung. Das System mit Zangen 7, 8 bewegt den Bogenstapel 2 anschließend auf einen Drehtisch 10 nach hinten. Dieser Drehtisch 10 ist in klassischer Bauweise aus einem Drehteller ausgeführt, der mit einem Motor 11 über eine schematisch in Abbildung 3 dargestellte Achse 12 angetrieben wird. Die Lageregelung des Motors 11 erfolgt über eine geeignete elektrische oder elektronische Ansteuerung. Der Drehteller 10 führt nach dem Ablegen des Bogenstapels 2 in der richtigen Lage auf dem Teller zunächst eine Drehung um 180° aus, so daß der Rand des Bogenstapels 2, der jetzt auf der Seite des ersten Messers 9 liegt, dem beim ersten Schnittvorgang geschnittenen Rand gegenüberliegt. Der Bogenstapel 2 wird dann über einen Vorschub 13, der über dem Bogenstapel 2 vorbeiläuft und an dem zuerst geschnittenen Rand des Stapels 2 anliegt, wieder unter das erste Messer 9 geführt. Das erste Messer 9 wird abgesenkt und schneidet den zweiten freien Streifen 4 des Stapels 2 im zweiten Schnittvorgang. Nach diesem zweiten Schnittvorgang wird der Bogenstapel 2 mit dem System mit Zangen 7, 8 wieder auf den Drehteller 10 zurückbewegt, der dieses Mal eine zweite Drehung um 90° ausführt. Mit dem Vorschub 13, der an der von den Zangen 7 festgehaltenen Seite anliegt, wird der Bogenstapel 2 erneut unter das erste Messer 9 geführt. Nachdem die beiden freien Streifen 3 und 4 der beiden senkrecht zum ersten Messer 9 verlaufenden Ränder des Stapels 2 in den beiden ersten Schnittvorgängen bereits geschnitten wurden, wird jetzt im dritten Schnittvorgang der dritte freie Streifen 5 geschnitten und anschließend ohne weitere Drehung des Bogenstapels 2 aufeinanderfolgende Wertpapierstreifenstapel 14 wie schematisch auf Abbildung 2 gezeigt.

    [0019] Jeder geschnittene Wertpapierstreifenstapel 14 wird mit einem zweiten Zangensystem 15 erfaßt und in eine Ausrichtvorrichtung transportiert, wo alle Wertpapierstreifen ausgerichtet werden. Diese Ausrichtvorrichtung besteht im wesentlichen aus mehreren beweglichen Anschlägen 16, 17, 18, 19, 20 und 21 und danach werden die Streifenstapel 14 in einem Streifensammler 28 gesammelt.

    [0020] Sobald der Sammler 28 eine vorher festgelegte Anzahl von Streifen enthält, zum Beispiel alle Streifen eines Bogenstapels, wird jeder Streifenstapel 14 aus dem Sammler 28 entnommen, beispielsweise durch Verfahren des Bodens des Sammlers 28 über eine geeignete mechanische oder pneumatische Vorrichtung, die schematisch in Abbildung 3 als Nummer 31 dargestellt ist, und mit einem geeigneten Verfahrsystem, in diesem Fall zwei hintereinander angeordneten Stößeln 23 und 24, unter ein zweites Messer 22 transportiert, das senkrecht zum ersten Messer 9 angebracht ist. Dieses zweite Messer 22 schneidet dann die Streifenstapel 14 zu Stapeln aus einzelnen Wertpapieren 25, die nach dem Schneiden von Zangen 26 erfaßt und mit einem dritten Stößel 27 aus der Maschine 1 herausgenommen werden können. Diese kompletten Stapel 25 können für die abschließende Verarbeitung, die aus der üblichen Technik bekannt ist, beispielsweise zum Zählen der Wertpapiere, Versehen mit Banderolen oder zur Verpackung, weiteren Maschinen zugeführt werden.
       Somit kann diese Maschine 1 mit den zwei Messer 9 und 22 gleichzeitig arbeiten, d.h. während die Streifenstapel eines Bogenstapels mit dem Messer 22 in Stapel von einzelnen Wertpapieren geschnitten werden, wird schon der nächste Bogenstapel mit dem Messer 9 in Streifenstapel geschnitten.

    [0021] Es wird typischerweise eine vorher festgelegte Anzahl an Stapeln 25 mit einzelnen Wertpapieren zu einem Paket fortlaufend numerierter Wertpapiere in einer kompletten Serie gebündelt, beispielsweise 1000 Wertpapiere. Im Beispiel in Figur 1 benötigt man zu Anfang, ausgehend von der Anordnung der Aufdrucke in Zeilen und Spalten (10 Zeilen und 5 Spalten), einen Stapel mit 20 Bögen, um ein solches Paket mit 1000 einzelnen Wertpapieren zu erhalten.

    [0022] Das Numerierungsverfahren für die einzelnen Wertpapiere ist bekannt, es werden dabei die in der gleichen Zeile und Spalte liegenden Wertpapiere auf jedem Bogen mit fortlaufenden Nummern versehen, wobei diese fortlaufende Numerierung auch in benachbarten Wertpapierstapeln fortgesetzt wird, so daß die mit dem zweiten Messer 22 geschnittene Folge von Stapeln mit einzelnen Wertpapieren fortlaufend Numeriert wird. Werden diese fortlaufenden Stapel gestapelt, so erhält man ein Paket mit fortlaufender Numerierung der einzelnen Wertpapiere, beispielsweise eine bestimmte Serie ä 1000 Stück.

    [0023] Ferner sollten die in diese Maschine einlaufenden Bögen vorzugsweise fehlerfrei sein, das heißt es sollte nicht notwendig sein, jedes einzelne Wertpapier zu kontrollieren, nachdem es paketiert und banderoliert ist. Das Sortieren der Bögen erfolgt also grundsätzlich vor dem Einlauf der gestapelten Bögen in die Maschine, so daß die einzelnen Wertpapiere fehlerfrei und fortlaufend Numeriert in Paketen gebündelt werden können.

    [0024] Vorzugsweise werden die Wertpapierstreifen senkrecht zur Laufrichtung der Bogenstapel unter das erste Messer 9 verfahren. Es ist somit nur ein einziges zweites Messer, das senkrecht zur Laufrichtung der Wertpapierstreifen angebracht ist, für das Schneiden der Streifenstapel zu Stapeln aus einzelnen Wertpapieren erforderlich.

    [0025] Der Drehteller kann vor oder nach dem ersten Messer 9 in der Laufrichtung der Bögen angeordnet sein. Laufen die gestapelten Bögen jedoch nacheinander in die Maschine 1 ein, so sollte der Drehteller jedoch vorzugsweise vor dem ersten Messer 9 angebracht sein, damit der Schnitt der freien Streifen eines neuen Bogenstapels bereits beginnen kann, während die Wertpapierstreifenstapel aus dem vorhergehenden Bogenstapel verarbeitet bzw. zu Wertpapierstapeln geschnitten werden.


    Ansprüche

    1. verfahren zum Schneiden von Bogenstapeln (2), insbesondere gestapelter Wertpapierbögen, in einzelne Wertpapiere, das durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:

    - ein Bogenstapel (2) wird für das Schneiden eines ersten freien Streifens (3) des Bogenstapels unter ein erstes Messer (9) transportiert,

    - der erste Streifen (3) wird geschnitten,

    - der Bogenstapel (2) wird bewegt, er führt eine erste Drehung um 180° aus und wird für das Schneiden eines zweiten freien Streifens (4) wieder unter das Messer (9) geführt,

    - der zweite Streifen (4) wird geschnitten,

    - der Stapel (2) wird bewegt, er führt eine zweite Drehung um 90° aus und wird für das Schneiden eines dritten freien Streifens (5) wieder unter das Messer (9) geführt,

    - der dritte freie Streifen (5) und aufeinanderfolgende Wertpapierstreifenstapel (14) werden geschnitten, und

    - die aufeinanderfolgenden Wertpapierstreifenstapel (14) werden durch ein zweites Messer (22) in einzelne Wertpapiere geschnitten.


     
    2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneiden der Bogenstapel (2) senkrecht zur Laufrichtung der Bogenstapel (2) verläuft.
     
    3. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogenstapel (2) für die Drehung entgegen ihrer Laufrichtung transportiert werden.
     
    4. Maschine für die Anwendung des Verfahrens nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, bestehend aus Mitteln (7, 8) für den Transport der Bogenstapel (2) und Mitteln zum Schneiden (9, 22) der Bogenstapel (2) in Stapel mit einzelnen Wertpapieren (25), wobei die Mittel zum Schneiden aus einem ersten Messer (9) zum Schneiden mindestens eines ersten, eines zweiten und eines dritten Streifens (3, 4, 5) der Bogenstapel (2) und zum Schneiden der Bogenstapel (2) in Wertpapierstreifenstapel (14) und aus einem zweiten Messer (22) für das Schneiden der Wertpapierstreifenstapel (14) in Stapel aus einzelnen Wertpapieren (25) bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine aus einem Drehtisch (10) besteht, mit dem die Bogenstapel (2) gedreht werden können, der Drehtisch aus einem Drehteller (10) besteht, der über einen Motor (11) angetrieben wird, der über eine elektronische Anstererung so gesterert wird, daß nach dem Schneiden des ersten Streifen (3), eine erste Drehung von 180° ausführt und, nach dem Schneiden des zweiten Streifen (4), eine zweite Drehung von 90° ausführt.
     
    5. Maschine nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch vor dem ersten Messer (9) in Laufrichtung der Bogenstapel (2) in der Maschine (1) untergebracht ist.
     
    6. Maschine nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Messer (9, 22) senkrecht zueinander stehen.
     
    7. Maschine nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinanderfolgenden Stapel aus einzelnen Wertpapieren (25) zu Paketen (28) gestapelt werden.
     


    Claims

    1. A method for cutting sheet stacks, in particular stacked sheets of securities, into individual securities, which is characterized by the following steps:

    - a sheet stack (2) is transported under a first knife (9) for the cutting of a first free strip (3) of the sheet stack,

    - the first strip (3) is cut,

    - the sheet stack (2) is displaced, it executes a first rotation of 180° and is guided under the knife (9) again for the cutting of a second free strip (4),

    - the second strip (4) is cut,

    - the stack (2) is displaced, it executes a second rotation of 90° and is guided under the knife (9) again for the cutting of a third free strip (5),

    - the third free strip (5) and successive strip stacks (14) of securities are cut, and

    - the successive strip stacks of securities (14) are cut into individual securities by a second knife (22).


     
    2. The method as claimed in patent claim 1, characterized in that the cutting of the sheet stacks (2) runs at right angles to the running direction of the sheet stacks (2).
     
    3. The method as claimed in one of patent claims 1 to 2, characterized in that the sheet stacks (2) are transported counter to their running direction in order to be rotated.
     
    4. A machine for carrying out the method according to one of claims 1 to 3, comprising means (7, 8) for the transport of the sheet stacks (2) and means for cutting (9, 22) the sheet stacks (2) into stacks with individual securities (25), wherein the cutting means comprise a first knife (9) for cutting at least a first, a second and a third strip (3, 4, 5) of the sheet stacks (2) and for cutting the sheet stacks (2) into strip stacks (14) of securities, and a second knife (22) for cutting the strip stacks (14) of securities into stacks of individual securities (25), characterized in that the machine comprises a rotary table (10) with which the sheet stacks (2) can be rotated, the rotary table comprises a turntable (10) which is driven by a motor (11) which is operated by an electronic control in such a way to execute, after the cutting of the first strip (3), a first rotation of 180° and, after the cutting of the second strip (4), a second rotation of 90°.
     
    5. The machine as claimed in patent claim 4, characterized in that the rotary table is accommodated in the machine (1) upstream of the first knife (9) in the running direction of the sheet stacks (2).
     
    6. The machine as claimed in patent claim 5, characterized in that the knives (9, 22) are at right angles to each other.
     
    7. The machine as claimed in patent claim 6, characterized in that the successive stacks of individual securities (25) are stacked to form packs (28) of securities.
     


    Revendications

    1. Procédé pour découper des piles de feuilles (2), en particulier des feuilles de papiers-valeurs empilées, en papiers-valeurs individuels, qui est caractérisé par les étapes suivantes:

    - une pile de feuilles (2) est transportée sous un premier couteau (9) pour la découpe d'une première bande libre (3) de la pile de feuilles,

    - la première bande (3) est découpée,

    - la pile de feuilles (2) est déplacée, elle subit une première rotation de 180° et est de nouveau amenée sous le couteau (9) pour la découpe d'une deuxième bande libre (4),

    - la deuxième bande (4) est découpée,

    - la pile (2) est déplacée, elle subit une deuxième rotation de 90° et est amenée de nouveau sous le couteau (9) pour la découpe d'une troisième bande libre (5),

    - la troisième bande libre (5) et des piles de bandes de papiers-valeurs (14) successives sont découpées, et

    - les piles de bandes de papiers-valeurs successives (14) sont découpées en papiers-valeurs individuels par un deuxième couteau (22).


     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la découpe des piles de feuilles (2) s'effectue perpendiculairement au sens de déplacement des piles de feuilles (2).
     
    3. Procédé selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que les piles de feuilles (2) pour leur rotation sont transportées en sens contraire de leur déplacement.
     
    4. Machine pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 3, comprenant des moyens (7,8) pour le transport de piles de feuilles (2) et des moyens pour la découpe (9,22) de piles de feuilles (2) en piles ayant des papiers-valeurs individuels (25), dans laquelle les moyens de découpe comprennent un premier couteau (9) pour la découpe d'au moins une première, une deuxième et une troisième bande (3,4,5) de la pile de feuilles (2) et pour la découpe de la pile de feuilles (2) en piles de bandes de papiers-valeurs individuels (14) et un deuxième couteau (22) pour la découpe de piles de bandes de papiers-valeurs en piles de papiers-valeurs individuels (25), caractérisée en ce que la machine comprend une table tournante (10) avec laquelle les piles de feuilles (2) peuvent être déplacées en rotation, la table tournante comprenant un plateau tournant (10) qui est actionné par un moteur (11) qui est commandé par une commande électronique de telle façon qu'après la découpe de la première bande (3), il effectue une première rotation de 180° et, après la découpe de la deuxième bande (4), il effectue une deuxième rotation de 90°.
     
    5. Machine selon la revendication 4, caractérisé en ce que la table tournante est placée dans la machine (1) avant le premier couteau (9) dans le sens de déplacement des piles de feuilles (2).
     
    6. Machine selon la revendication 5, caractérisé en ce que les couteaux (9,22) sont perpendiculaires l'un à l'autre.
     
    7. Machine selon la revendication 6, caractérisé en ce que les piles successives de papiers-valeurs individuels (25) sont empilées en paquets (28).
     




    Zeichnung