[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer Geschirrspülmittel-Portion
mit einer Umfassung aus einem wasserlöslichen Polymer-Material und wenigstens einer
spülaktiven Zubereitung, zum manuellen Geschirrspülen und/oder zur manuellen Reinigung
harter Oberflächen.
[0002] Wasch- und Reinigungsmittel in Einzeldosis-Mengen sind aus dem Stand der Technik
bekannt. So offenbart die ältere Patentanmeldung
DE 198 31 703 eine portionierte Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitung in einem Beutel aus wasserlöslicher
Folie für die Verwendung in Wasch- oder Geschirrspülmaschinen, worin mindestens 70
Gew.% der Teilchen der Zubereitung Teilchengrößen von > 800 µm aufweisen. Weiter beschreibt
die ältere Patentanmeldung
DE 199 09 271 die Herstellung mehrphasiger Wasch- oder Reinigungsmittel-Formkörper für die Verwendung
beim maschinellen Waschen oder Spülen, wobei die Formkörper hinsichtlich der Aktivsubstanz-Gehalte
so dimensioniert sind, daß die wasch- oder spülaktiven Zubereitungen für genau einen
Wasch- oder Spülgang in der Maschine ausreichen.
[0003] Geschirrspülmittel für den Gebrauch beim Spülen im Waschbecken bzw. in einer Spülschüssel
wurden im Stand der Technik in flüssiger, regelmäßig in mit verschließbaren Ausgießern
oder Dosieröffnungen versehenen Flaschen oder Behältern abgefüllter Form bereitgestellt.
Vorteil derartiger Formen der Abfüllung war, daß der Verbraucher das Geschirrspülmittel
frei dosieren, gegebenenfalls auch nach Bedarf und Gefühl nachdosieren konnte. Nachteil
derartiger Formen der Abfüllung war jedoch, daß ein genaues Dosieren des Geschirrspülmittels
eine gewisse Erfahrung erforderte und das Mittel häufig unter- oder überdosiert wurde.
Ersteres erforderte regelmäßig ein Nachdosieren von Geschirrspülmittel während des
Spülvorgangs, was wieder mit der Gefahr des Überdosierens verbunden war, während letzteres
aus ökologischen und ökonomischen Gründen generell unerwünscht war und ist. Ein weiterer
Nachteil bestand darin, daß in den Ausgießern oder Dosieröffnungen häufig Reste des
Geschirrspülmittels zurückblieben, die entweder an der Außenseite der Flaschen oder
Behälter herabliefen und unerwünschte Rückstände an den Flaschen oder Behältern oder
auf den Abstellflächen zurückließen oder die Ausgießer oder Dosieröffnungen verstopften.
[0004] Ein weiterer Nachteil der in den herkömmlichen Abpackungen bereitgestellten Geschirrspülmittel
bestand darin, daß diese nach den Wünschen der Verbraucher homogen, insbesondere klar
zu sein hatten. Dieses durch die Verbrauchsgewohnheiten vorgegebene Erfordernis hatte
zur Folge, daß Komponenten nicht in derartige Mittel eingearbeitet werden konnten,
die nicht gleichmäßig in dem fertig konfektionierten Geschirrspülmittel verteilt waren
oder sich im Laufe der Lagerung oder während der Zeit des Stehenlassens der angebrochenen
Flasche oder des angebrochenen Behälters absetzten.
[0005] Ein weiteres Problem herkömmlicher Geschirrspülmittel bestand darin, daß keine Komponenten
eingearbeitet werden konnten, deren Stabilität bei der Lagerung durch andere Komponenten
des Geschirrspülmittels beeinträchtigt wird. Dies war beispielsweise der Grund dafür,
daß während des Spülvorgangs wirksame Enzyme nicht in Geschirrspülmittel, insbesondere
nicht in solche für das Spülen von Geschirr mit der Hand, eingearbeitet werden konnten,
da im wäßrigem Milieu üblicher Geschirrspülmittel Probleme mit der Stabilität der
Enzyme auftraten.
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung war also, die oben angegebenen Nachteile des Standes der
Technik zu überwinden. Insbesondere war es Aufgabe der Erfindung, Geschirrspülmittel
in für den Gebrauch für einen Spülgang fertigen Portionen bereitzustellen. Es war
eine weitere Aufgabe der Erfindung, Geschirrspülmittel bereitzustellen, die Komponenten
umfassen können, die sich üblicherweise nicht homogen in Handgeschirrspülmitteln verteilen
lassen, ohne daß sie ausfallen, sich absetzen oder sich in sonstiger Weise abscheiden.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung war, Geschirrspülmittel für das Spülen von Geschirr
mit der Hand bereitzustellen, die Komponenten umfassen können, die in üblichen Geschirrspülmitteln
in Gegenwart einzelner, normalerweise in solchen Mitteln enthaltener Komponenten nicht
stabil sind.
[0007] Überraschend wurde nun gefunden, daß wasserarme Geschirrspülmittel, solche für das
Spülen von Geschirr mit der Hand, wirtschaftlich in Portionen abgepackt werden können,
die eine Geschirrspülmittel-Zubereitung in einer für einen Spülgang ausreichend dosierten
Menge enthalten, die gegebenenfalls Komponenten in einer Geschirrspülmittel-Portion
enthalten können, deren homogene Verteilung in einer großen Menge desselben Mittels
in einer Flasche oder in einem Behälter für eine längere Zeit der Lagerung im Stand
der Technik nicht möglich war, und die gegebenenfalls Komponenten enthalten, deren
Stabilität in Gegenwart anderer Komponenten des Mittels gering oder zumindest unzureichend
war.
[0008] Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Portion eines wasserarmen Reinigungsmittels
aus einer oder mehreren Umfassung(en) aus wenigstens einem wasserlöslichen Polymer-Material
und wenigstens einer von dem wenigstens einen wasserlöslichen Polymer-Material teilweise
oder vollständig umgebenen spülaktiven Zubereitung, welche mindestens ein anionisches
Tensid enthält, zum manuellen Geschirrspülen und/oder zur manuellen Reinigung hanter
Oberflächen.
[0009] Unter dem Begriff "Geschirrspülmittel-Portion" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung
eine für einen in einer wäßrigen Phase stattfindenden Vorgang des Reinigens von Geschirr
ausreichende Menge eines Reinigungsmittels verstanden. Dies kann beispielsweise ein
maschineller Reinigungsvorgang sein, wie er mit handelsüblichen Geschirrspülmaschinen
durchgeführt wird. Erfindungsgemäß wird unter diesem Begriff jedoch auch ein (beispielsweise
im Handwaschbecken oder in einer Schüssel durchgeführter) Geschirrspülgang oder ein
sonstiger Vorgang des Reinigens verstanden. Erfindungsgemäß bevorzugt werden die vorliegenden
Reinigungsmittel-Portionen bzw. Geschirrspülmittel-Portionen bei manuellen Reinigungsvorgängen
von Geschirr eingesetzt. Unter dem Begriff "Geschirrspülmittel-Teilportion" wird im
Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Teilmenge einer Geschirrspülmittel-Portion
verstanden, die in einer von anderen Geschirrspülmittel-Teilportionen getrennten Phase
in räumlicher Verbindung mit anderen Geschirrspülmittel-Teilportionen derselben Geschirrspülmittel-Portion
vorliegt.und durch geeignete Maßnahmen so zubereitet ist, daß sie getrennt von anderen
oder auch gleichzeitig mit anderen Geschirrspülmittel-Teilportionen derselben Geschirrspülmittel-Portion
in die Spülflotte gegeben und gegebenenfalls in ihr gelöst bzw. suspendiert werden
kann. Dabei kann eine Geschirrspülmittel-Teilportion die gleichen Inhaltsstoffe wie
eine andere Geschirrspülmittel-Teilportion derselben Geschirrspülmittel-Portion enthalten;
bevorzugt enthalten jedoch zwei Geschirrspülmittel-Teilportionen derselben Geschirrspülmittel-Portion
unterschiedliche Inhaltsstoffe, insbesondere unterschiedliche spülaktive Zubereitungen.
[0010] Erfindungsgemäß enthalten die Geschirrspülmittel-Portionen abgemessene Mengen wenigstens
einer spülaktiven Zubereitung, üblicherweise abgemessene Mengen mehrerer spülaktiver
Zubereitungen. Dabei ist es möglich, daß die Portionen nur spülaktive Zubereitungen
einer bestimmten Zusammensetzung enthalten. Gemäß der Erfindung bevorzugt ist es jedoch,
daß mehrere, üblicherweise mindestens zwei, spülaktive Zubereitungen unterschiedlicher
Zusammensetzung in den Geschirrspülmittel-Portionen enthalten sind. Die Zusammensetzung
kann dabei hinsichtlich der Konzentration der einzelnen Komponenten der spülaktiven
Zubereitung (quantitativ) und/oder hinsichtlich der Art der einzelnen Komponenten
der spülaktiven Zubereitung (qualitativ) unterschiedlich sein. Besonders bevorzugt
ist, daß die Komponenten hinsichtlich Art und Konzentration an die Aufgaben angepaßt
sind, die die Geschirrspülmittel-Teilportionen im Reinigungsvorgang zu erfüllen haben.
Die Teilportionen sind im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bevorzugt die
von gleichen oder verschiedenen wasserlöslichen Materialien umfaßten ersten, zweiten
und gegebenenfalls dritten oder sogar höheren (vierten, fünften usw.) abgemessenen
Mengen einer oder mehrerer spülaktiver Zubereitung(en), die zu einer Reinigungs- bzw.
Geschirrspülmittel-Portion gemäß der Erfindung kombiniert sind.
[0011] Unter dem Begriff "spülaktive Zubereitung" werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung
Zubereitungen aller denkbaren, im Zusammenhang mit einem Vorgang des Reinigens von
Geschirr relevanten Substanzen verstanden. Dies sind in erster Linie die eigentlichen
Reinigungsmittel mit ihren im weiteren Verlauf der Beschreibung näher erläuterten
Einzelkomponenten. Darunter fallen Aktivstoffe wie Tenside (nicht-ionische, kationische
und amphotere Tenside), Enzyme, spezielle Polymere, Farbstoffe und Duftstoffe (Parfums),
ohne daß der Begriff auf diese Substanzgruppen beschränkt ist. Die einzige Beschränkung
ist, daß die spülaktive Zubereitung ein anionsiches Tensid enthält.
[0012] Es werden unter dem Begriff "spülaktive Zubereitungen" jedoch auch Reinigungshilfsmittel
verstanden. Beispiele für diese sind Lösungsmittel, Lösungsvermittler, UV-Stabilisatoren,
sog. Soil Repellents, also Polymere, die einer Wiederanschmutzung von harten Oberflächen
entgegenwirken, sowie Silberschutzmittel. Auch Geschirrspülmittel-Zusätze wie Klarspüler
werden erfindungsgemäß als spülaktive Zubereitungen betrachtet.
[0013] Gemäß der Erfindung enthält die Reinigungsmittel-Portion bzw. Geschirrspülmittel-Portion
eine oder mehrere Umfassung(en) aus einem oder mehreren wasserlöslichen Polymer-Material(ien),
die die mindestens eine spülaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umfaßt/umfassen.
Dabei besteht die Möglichkeit, daß die Geschirrspülmittel-Portion eine Umfassung aus
einem oder mehreren wasserlöslichen Polymer-Material(ien) enthält oder daß mehrere
Umfassungen enthalten sind. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist das Vorhandensein
einer Umfassung bevorzugt, was Vorteile bei der Materialwahl und auch im Hinblick
auf das Erfordernis bringt, daß sich das wasserlösliche Polymermaterial rückstandsfrei
in der Reinigungsflotte bzw. Spülflotte lösen muß. Die Umfassung(en) kann/können aus
einem einzigen wasserlöslichen Polymer-Material oder kann/können aus mehreren verschiedenen
Polymer-Materialien gebildet sein. Die Verwendung mehrerer Polymer-Materialien ist
grundsätzlich möglich. Im Hinblick auf die vorliegende Aufgabenstellung ist erfindungsgemäß
die Verwendung eines einzigen Polymer-Materials besonders bevorzugt, worauf nachfolgend
besonders eingegangen wird.
[0014] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das die mindestens eine
spülaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebende wasserlösliche Polymer-Material
eine wasserlösliche Verpackung. Darunter wird ein flächig oder räumlich ausgebildetes
Teil verstanden, das mindestens eine spülaktive Zubereitung teilweise oder vollständig
umgibt. Die exakte Form einer derartigen Verpackung ist nicht kritisch und kann den
Gebrauchsgegebenheiten weitgehend angepaßt werden. Es kommen beispielsweise zu verschiedenen
Formen (wie Schläuchen, Kissen, Zylindern, Flaschen, Scheiben o.ä.) gearbeitete Kunststoff-Folien
oder -Platten, Kapseln und andere denkbare Formen in Frage. Erfindungsgemäß besonders
bevorzugt sind Folien, die beispielsweise zu Verpackungen wie Schläuchen, Kissen o.
ä. verklebt und/oder versiegelt werden können, nachdem sie mit Teilportionen der erfindungsgemäßen
Geschirrspülmittel-Portionen oder mit den erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel-Portionen
selbst befüllt wurden.
[0015] Weiter bevorzugt sind erfindungsgemäß aufgrund der ausgezeichnet den gewünschten
physikalischen Bedingungen anpaßbaren Eigenschaften Kunststoff-Folienverpackungen
aus wasserlöslichen Polymer-Materialien. Derartige Folien sind grundsätzlich aus dem
Stand der Technik bekannt.
[0016] Als wasserlösliche Polymer-Materialien kommen grundsätzlich alle PolymerMaterialien
infrage, die sich unter den gegebenen Bedingungen (Temperatur, pH-Wert, Konzentration
an spülaktiven Komponenten) in wäßriger Phase vollständig lösen können. Die Polymer-Materialien
können besonders bevorzugt den Gruppen (acetalisierter) Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon,
Polyethylenoxid, Gelatine, Cellulose und deren Derivate und Mischungen der genannten
Materialien zugehören.
[0017] Polyvinylalkohole (abgekürzt PVAL) sind Polymere der allgemeinen Struktur
[-CH
2-CH(OH)-]
n
die in geringen Mengen auch Struktureinheiten des Typs
[-CH
2-CH(OH)-CH(OH)-CH
2-]
enthalten. Da das entsprechend Monomer (Vinylalkohol) in freier Form nicht beständig
ist, werden Polyvinylalkohole über polymeranaloge Reaktionen durch Hydrolyse, technisch
insbesondere durch alkalisch katalysierte Umesterung von Polyvinylacetaten mit Alkoholen,
vorzugsweise mit Methanol, erhalten. Durch diese technischen Verfahren sind auch PVAL
zugänglich, die einen vorbestimmten Restanteil an Acetat-Gruppen enthalten ("acetalisierter
PVAL").
[0018] Handelsübliche PVAL (z.B. Mowiol
®-Typen der Firma Hoechst) kommen als weiß-gelbliche Pulver oder Granulate mit Polymerisationsgraden
im Bereich von ca. 500 bis 2500 (entsprechend Molmassen von ca. 20.000 bis 100.000
g/mol) in den Handel und haben unterschiedliche Hydrolysegrade von 98 bis 99 bzw.
87 bis 89 Mol-%. Sie sind also teilverseifte Polyvinylacetate mit einem Restgehalt
an Acetyl-Gruppen von ca. 1 bis 2 bzw. 11 bis 13 Mol-%.
[0019] Die Wasserlöslichkeit von PVAL kann man durch Nachbehandlung mit Aldehyden (Acetalisierung),
durch Komplexierung mit Ni- oder Cu-Salzen oder durch Behandlung mit Dichromaten,
Borsäure, Borax verringern und so gezielt auf gewünschte Werte einstellen. Folien
aus PVAL sind weitgehend undurchdringlich für Gase wie Sauerstoff, Stickstoff, Helium,
Wasserstoff, Kohlendioxid, lassen jedoch Wasserdampf hindurchtreten.
[0020] Beispiele geeigneter wasserlöslicher PVAL-Folien sind die unter Bezeichnung "SOLUBLON
®" von der Firma Syntana Handelsgesellschaft E. Harke GmbH & Co. erhältlichen PVAL-Folien.
Deren Löslichkeit in Wasser läßt sich Grad-genau einstellen, und es sind Folien dieser
Produktreihe erhältlich, die in allen für die Anwendung relevanten Temperaturbereichen
in wäßriger Phase löslich sind.
[0021] Polyvinylpyrrolidone, kurz als PVP bezeichnet, lassen sich durch die folgende allgemeine
Formel beschreiben:

PVP werden durch radikalische Polymerisation von 1-Vinylpyrrolidon hergestellt. Handelsübliche
PVP haben Molmassen im Bereich von ca. 2500 bis 750.000 g/mol und werden als weiße,
hygroskopische Pulver oder als wäßrige Lösungen angeboten.
[0022] Polyethylenoxide, kurz PEOX, sind Polyalkylenglykole der allgemeinen Formel
H-[O-CH
2-CH
2]
n-OH
die technisch durch basisch katalysierte Polyaddition von Ethylenoxid (Oxiran) in
meist geringe Mengen Wasser enthaltenden Systemen mit Ethylenglykol als Startmolekül
hergestellt werden. Sie haben Molmassen im Bereich von ca. 200 bis 5.000.000 g/mol,
entsprechend Polymerisationsgraden n von ca. 5 bis >100.000. Polyethylenoxide besitzen
eine äußerst niedrige Konzentration an reaktiven Hydroxy-Endgruppen und zeigen nur
noch schwache Glykol-Eigenschaften.
[0023] Gelatine ist ein Polypeptid (Molmasse: ca. 15.000 bis >250.000 g/mol), das vornehmlich
durch Hydrolyse des in Haut und Knochen von Tieren enthaltenen Kollagens unter sauren
oder alkalischen Bedingungen gewonnen wird. Die Aminosäuren-Zusammensetzung der Gelatine
entspricht weitgehend der des Kollagens, aus dem sie gewonnen wurde, und variiert
in Abhängigkeit von dessen Provenienz. Die Verwendung von Gelatine als wasserlösliches
Hüllmaterial ist insbesondere in der Pharmazie in Form von Hart- oder Weichgelatinekapseln
äußerst weit verbreitet. In Form von Folien findet Gelatine wegen ihres im Vergleich
zu den vorstehend genannten Polymeren hohen Preises nur geringe Verwendung.
[0024] Bevorzugt sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Geschirrspülmittel-Portionen,
deren Verpackung aus wasserlöslicher Folie aus mindestens einem Polymer aus der Gruppe
Stärke und Stärkederivate, Cellulose und Cellulosederivate, insbesondere Methylcellulose
und Mischungen hieraus besteht.
[0025] Stärke ist ein Homoglykan, wobei die Glucose-Einheiten α-glykosidisch verknüpft sind.
Stärke ist aus zwei Komponenten unterschiedlichen Molekulargewichts aufgebaut: aus
ca. 20 bis 30% geradkettiger Amylose (MG. ca. 50.000 bis 150.000) und 70 bis 80% verzweigtkettigem
Amylopektin (MG. ca. 300.000 bis 2.000.000). Daneben sind noch geringe Mengen Lipide,
Phosphorsäure und Kationen enthalten. Während die Amylose infolge der Bindung in 1,4-Stellung
lange, schraubenförmige, verschlungene Ketten mit etwa 300 bis 1200 Glucose-Molekülen
bildet, verzweigt sich die Kette beim Amylopektin nach durchschnittlich 25 Glucose-Bausteinen
durch 1,6-Bindung zu einem astähnlichen Gebilde mit etwa 1.500 bis 12.000 Molekülen
Glucose. Neben reiner Stärke sind zur Herstellung wasserlöslicher Umfassungen der
Reinigungs- bzw. Geschirrspülmittel-Portionen im Rahmen der vorliegenden Erfindung
auch Stärke-Derivate, die durch polymeranaloge Reaktionen aus Stärke erhältlich sind.
Solche chemisch modifizierten Stärken umfassen dabei beispielsweise Produkte aus Veresterungen
bzw. Veretherungen, in denen Hydroxy-Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch
Stärken, in denen die Hydroxy-Gruppen gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein
Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt wurden, lassen sich als Stärke-Derivate einsetzen.
In die Gruppe der Stärke-Derivate fallen beispielsweise Alkalistärken, Carboxymethylstärke
(CMS), Stärkeester und -ether sowie Aminostärken.
[0026] Reine Cellulose weist die formale Bruttozusammensetzung (C
6H
10O
5)
n auf und stellt formal betrachtet ein β-1,4-Polyacetal von Cellobiose dar, die ihrerseits
aus zwei Molekülen Glucose aufgebaut ist. Geeignete Cellulosen bestehen dabei aus
ca. 500 bis 5000 Glucose-Einheiten und haben demzufolge durchschnittliche Molmassen
von 50.000 bis 500.000. Als Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis verwendbar sind
im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Cellulose-Derivate, die durch polymeranaloge
Reaktionen aus Cellulose erhältlich sind. Solche chemisch modifizierten Cellulosen
umfassen dabei beispielsweise Produkte aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen
Hydroxy-Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch Cellulosen, in denen die Hydroxy-Gruppen
gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt
wurden, lassen sich als Cellulose-Derivate einsetzen. In die Gruppe der Cellulose-Derivate
fallen beispielsweise Alkalicellulosen, Carboxymethylcellulose (CMC), Celluloseester
und -ether sowie Aminocellulosen.
[0027] Bevorzugte Umfassungen aus wasserlöslicher Folie bestehen aus einem Polymer mit einer
Molmasse zwischen 5000 und 500.000 Dalton, vorzugsweise zwischen 7500 und 250.000
Dalton und insbesondere zwischen 10.000 und 100.000 Dalton. Die wasserlösliche Folie,
die die Umfassung bildet, weist üblicherweise eine Dicke von 1 bis 150 µm, vorzugsweise
von 2 bis 100 µm, besonders bevorzugt von 5 bis 75 µm und insbesondere von 10 bis
50 µm, auf.
[0028] Diese wasserlöslichen Folien können nach verschiedenen Herstellverfahren hergestellt
werden. Hier sind prinzipiell Blas-, Kalandrier- und Gießverfahren zu nennen. Bei
einem bevorzugten Verfahren werden die Folien dabei ausgehend von einer Schmelze mit
Luft über einen Blasdorn zu einem Schlauch geblasen. Bei dem Kalandrierverfahren,
das ebenfalls zu den bevorzugt eingesetzten Herstellverfahren gehört, werden die durch
geeignete Zusätze plastifizierten Rohstoffe zur Ausformung der Folien verdüst. Hier
kann es insbesondere erforderlich sein, an die Verdüsungen eine Trocknung anzuschließen.
Bei dem Gießverfahren, das ebenfalls zu den bevorzugten Herstellverfahren gehört,
wird eine wäßrige Polymerzubereitung auf eine beheizbare Trockenwalze gegeben, nach
dem Verdampfen des Wassers wird optional gekühlt und die Folie als Film abgezogen.
Gegebenenfalls wird dieser Film vor oder während des Abziehens zusätzlich abgepudert.
[0029] Kapseln als Umfassungen für die spülaktive(n) Zubereitung(en) der Geschirrspülmittel-Portion
werden ebenfalls nach aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren hergestellt und
können bevorzugt aus (gegebenenfalls acetalisiertem) PVAL oder aus Gelatine, beispielsweise
Weichgelatine oder Hartgelatine, bestehen.
[0030] Es entspricht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, daß die eine oder
mehreren Umfassung(en) für die spülaktive(n) Zubereitung(en) eine bei einer bestimmten
Temperatur wasserlösliche PVAL-Folie umfaßt/umfassen. Eine derartige Folie kann mit
Vorteil durch Kleben, beispielsweise mit einem wasserlöslichen Kleber, oder durch
Heißsiegeln zu Umfassungen für spülaktive Zubereitungen verarbeitet werden. Der Vorteil
einer derartigen Folienumfassung liegt darin, daß sie eine im Hinblick auf die gewünschte
Temperatur genau einstellbare Wasserlöslichkeit aufweist und sich bei Eingeben in
die Spül- bzw. Reinigungsflotte schnell und rückstandsfrei auflöst, wobei die von
der Folie umfaßte(n) spülaktive(n) Zubereitung(en) schnell in die Spül- bzw. Reinigungsflotte
freigesetzt werden. Dies ist gerade beim manuellen Spülen bzw. Reinigen von Geschirr
wichtig, da - im Gegensatz zum maschinellen Geschirrspülen - ein mechanisches Bewegen
der Flotte nicht automatisch erfolgt, sondern vom Verbraucher bewirkt werden müßte.
[0031] In einer noch weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das wenigstens
eine wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung(en) eine oder mehrere Komponente(n)
der spülaktiven Zubereitung(en) eingearbeitet. Dieses Konzept ist Gegenstand der älteren
Patentanmeldung
DE 199 61 661, gemäß der bestimmte Additive spülaktiver Zubereitungen, insbesondere einzelne Komponenten,
die die Wirksamkeit der spülaktiven Zubereitung steuern oder auch deren Verbraucherakzeptanz
steigern, ganz oder überwiegend in dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung
physikalisch eingearbeitet vorliegen. Erfindungsgemäß können derartige Komponenten,
die in das Polymermaterial der Umfassung(en) eingearbeitet vorliegen können, beispielsweise
UV-. Schutzsubstanzen, Farbstoffe, Duftstoffe, antibakterielle Mittel, Polymere wie
beispielsweise ein Soil-Repellent-Polymer, Korrosionsinhibitoren oder Bitterstoffe
(letztere können verhindern, daß Unbefugte, beispielsweise Kinder, die Umfassung(en)
in den Mund nehmen) sein, ohne auf diese Beispiele beschränkt zu sein. Solange die
wichtigen Eigenschaften der Umfassung wie ihre mechanische Stabilität (auch über längere
Zeit) und ihre vollständige Wasserlöslichkeit nicht nachteilig beeinträchtigt werden,
kann ein oder können mehrere derartige(s) Additiv(e) in beliebiger Kombination und
Menge in das Polymer-Material eingearbeitet sein. Bevorzugte Mengen liegen bei 0,1
bis 10 Gew.-% des Additivs, bezogen auf das Gesamtgewicht des Folien- oder Kapselmaterials,
noch mehr bevorzugt bei 1 bis 7 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt bei 3 bis 6 Gew.-%.
[0032] Im Hinblick auf die Tatsache, daß als Umfassung(en) der spülaktiven Zubereitung(en)
wenigstens ein Polymer-Material verwendet wird, dessen wesentliche Eigenschaften die
Löslichkeit in dem zum Spülen verwendeten wäßrigen Medium umfassen, ist es ein essentielles
Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß die spülaktive(n) Zubereitung(en) der erfindungsgemäßen
Geschirrspülmittel-Portion wasserarm sind. Dabei wird unter "wasserarm" verstanden,
daß die Geschirrspülmittel-Portion in allen ihren Komponenten möglichst wenig freies
(und damit mit dem Material der Umfassung(en) zur Reaktion befähigtes) Wasser enthält.
Bevorzugt weist/weisen die spülaktive(n) Zubereitung(en) Wassergehalte von weniger
als 15 Gew.-% auf, bezogen auf das Gesamtgewicht der spülaktiven Zubereitung(en),
weiter bevorzugt Wassergehalte von weniger als 10 Gew.-%.
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Komponenten der spülaktiven
Zubereitung(en) gewählt aus der Gruppe, die besteht aus anionischen, nicht-ionischen,
kationischen und amphoteren Tensiden, nicht-wäßrigen Trägern, Enzymen, Farbstoffen,
Duftstoffen, antibakteriellen Mitteln, Polymeren und Klarspülern, wobei sich die angegebenen
Mengen jeweils auf das Gesamtgewicht der spülaktiven Zubereitung(en) beziehen.
[0034] Stoffe, die auch als Inhaltsstoffe von kosmetischen Mitteln dienen, werden nachfolgend
gegebenenfalls gemäß der
International Nomenclature Cosmetic Ingredient- (INCI-) Nomenklatur bezeichnet. Chemische Verbindungen tragen eine INCI-Bezeichnung
in englischer Sprache, pflanzliche Inhaltsstoffe werden ausschließlich nach Linné
in lateinischer Sprache aufgeführt. Sogenannte Trivialnamen wie "Wasser", "Honig"
oder "Meersalz" werden ebenfalls in lateinischer Sprache angegeben. Die INCI-Bezeichnungen
sind dem "International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook, Seventh Edition
(1997)" zu entnehmen, das von The Cosmetic, Toiletry and Fragrance Association (CTFA),
1101, 17
th Street NW, Suite 300, Washington, DC 20036, U. S. A., herausgegeben wird und mehr
als 9.000 INCI-Bezeichnungen sowie Verweise auf mehr als 37.000 Handelsnamen und technische
Bezeichnungen einschließlich der zugehörigen Distributoren aus über 31 Ländern enthält.
Das International Cosmetic lngredient Dictionary and Handbook ordnet den Inhaltsstoffen
eine oder mehrere chemische Klassen (Chemical Classes), beispielsweise "Polymeric
Ethers", und eine oder mehrere Funktionen (Functions), beispielsweise "Surfactants
- Cleansing Agents", zu, die es wiederum näher erläutert. Auf diese wird nachfolgend
gegebenenfalls ebenfalls bezug genommen.
[0035] Zur Entfaltung einer guten Reinigungsleistung beim Spülen können die erfindungsgemäßen
Geschirrspülmittel-Portionen grenzflächenaktive Substanzen aus der Gruppe der anionischen,
nichtionischen, kationischen oder amphoteren bzw. zwitterionischen Tenside enthalten.
Anionische Tenside sind aus ökonomischen Gründen und aufgrund ihres Leistungsspektrums
besonders bevorzugt. Tenside der einzelnen Gruppen können als Einzel-Substanzen eingesetzt
werden. Es ist bevorzugt, Mischungen von Tensiden, mit Vorteil Mischungen von Tensiden
aus mehreren der vorgenannten Gruppen, zu verwenden.
[0036] Anionische Tenside gemäß der vorliegenden Erfindung können aliphatische Sulfate wie
Fettalkoholsulfate, Fettalkoholethersulfate, Dialkylethersulfate, Monoglyceridsulfate
sowie aliphatische und aromatische Sulfonate wie Alkansulfonate, Olefinsulfonate,
Ethersulfonate, n-Alkylethersulfonate, Estersulfonate, Lingninsulfonate und Alkylbenzolsulfonate
sein. Ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbar sind Fettsäurecyanamide,
Sulfobemsteinsäureester, Fettsäureisethionate, Acylaminoalkansulfonate (Fettsäuretauride),
Fettsäuresarcosinate, Ethercarbonsäuren und Alkyl(ether)phosphate.
[0037] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und die Halbester sekundärer Alkohole (sekundäre Alkylsulfate, SAS) dieser
Kettenlängen bevorzugt. Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge,
welche einen synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen
Alkylrest enthalten, die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen
auf der Basis von fettchemischen Rohstoffen. Aus spültechnischem Interesse sind die
C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate bevorzugt. Geeignete sekundäre Alkylsulfate enthalten 2- und/oder 3-Alkylsulfate
sowie gegebenenfalls höhere Homologe (4-, 5-, 6-Alkylsulfate etc.), sind beispielsweise
gemäß den
US-Patentschriften 3,234,258 oder
5,075,041 herstellbar und sind als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen DAN
® erhältlich, z. B. die in den
US-Patentschriften 5,529,724 und
H 1,665 genannten Produkte DAN® 214, ein C
14-SAS mit 99 % 2- und 3-Alkylsulfat, DAN® 216, ein C
16-SAS mit 99 % 2- und 3-Alkylsulfat, und DAN® 100, ein SAS mit 62 % 2- und 3-Alkylsulfat.
[0038] Besonders bevorzugt im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind die Fettalkoholethersulfate.
Fettalkoholethersulfate sind Produkte von Sulfatierreaktionen an alkoxylierten Alkoholen.
Dabei versteht der Fachmann allgemein unter alkoxylierten Alkoholen die Reaktionsprodukte
eines oder mehrerer Alkylenoxide, bevorzugt von Ethylenoxid, mit Alkoholen, bevorzugt
im Sinne der vorliegenden Erfindung die längerkettigen Alkohole, beispielsweise der
geradkettigen oder verzweigten Alkohole mit Kettenlängen von C
7 bis C
21 wie 2-Methyl-verzweigte C
9- bis C
11- Fettalkohole mit durchschnittlich 3,5 EO oder der C
12- bis C
18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO. In der Regel entsteht aus n Molen Ethylenoxid und einem
Mol Alkohol abhängig von den Reaktionsbedingungen ein komplexes Gemisch von Additionsprodukten
unterschiedlichen Ethoxylierungsgrades. Eine weitere Ausführungsform besteht im Einsatz
von Gemischen der Alkylenoxide bevozugt des Gemisches von Ethylenoxid und Propylenoxid.
Ganz besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung sind niederethoxylierte
Fettalkohole (0,5 bis 4 Mol EO, bevorzugt 1 bis 2 Mol EO).
[0039] Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen vorzugsweise Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate,
d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie Disulfonaten, in Betracht,
wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält. Alkylbenzolsulfonate im Sinne der erfindungsgemäßen Lehre sind Alkylbenzolsulfonate
mit geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten C
6-22-Alkylresten, bevorzugt C
8-18-Alkylresten, insbesondere C
9-14-Alkylresten, äußerst bevorzugt C
10-13-Alkylresten. Sie werden als Alkalimetall- und/oder Erdalkalimetallsalze, insbesondere
Natrium-, Kalium-, Magnesium- und/oder Calciumsalze, wie auch als Ammoniumsalze bzw.
Mono-, Di- oder Trialkanolammoniumsalze, vorzugsweise Mono-, Di- oder Triethanol-
und/oder -isopropanolammoniumsalze, insbesondere Mono-, Di- bzw. Triethanolammoniumsalze,
aber genauso als Alkylbenzolsulfonsäure zusammen mit dem entsprechenden Alkalimetall-
bzw. Erdalkalimetallhydroxid und/oder Ammoniak bzw. Mono-, Di- oder Trialkanolamin
eingesetzt. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthalten die Geschirrspülmittel-Portionen
Mono-, Di- und/oder Trialkanolammoniumalkylbenzolsulfonat, insbesondere Monoethanolarnmoniumalkylbenzolsulfonat,
in Mengen von 10 bis 100 Gew.-%, vorzugsweise von 30 bis 100 Gew.-%, insbesondere
von 50 bis 100 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtgewichtsmenge an Alkylbenzolsulfonaten.
Besonders bevorzugt ist, daß die Geschirrspül-Portionen gemäß der Erfindung als Alkylbenzolsulfonate
ausschließlich Mono-, Di- und/oder Trialkanolammoniumalkylbenzolsulfonat enthalten,
weiter bevorzugt ausschließlich Monoethanolammoniumalkylbenzolsulfonat. Geeignet sind
auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von 2-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die 2-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0040] Bevorzugt werden die anionischen Tenside in Mengen zwischen 0,2 und 80 Gew.-% eingesetzt,
vorzugsweise in Mengen von 10 bis 70 Gew.-%, besonders bevorzugt 25 bis 60 Gew.-%,
äußerst bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%.
[0041] Als Tensidmischungen eignen sich besonders jene aus anionischen in Kombination mit
einem oder mehreren nichtionischen Tensiden oder Betaintensiden, wobei die Betaintenside
in diesem Zusammenhang mit der Klasse der amphoteren Tenside gleichzusetzen sind.
Auch der gemeinsame zusätzliche Einsatz von nichtionischen Tensiden und Betaintensiden
im Gemisch kann für viele Anwendungen vorteilhaft sein.
[0042] Nichtionische Tenside im Rahmen der vorliegenden Erfindung können Alkoxylate sein,
wie Polyglykolether, Fettalkoholpolyglykolether, Alkylphenolpolyglykolether, endgruppenverschlossene
Polyglykolether, Mischether und Hydroxymischether und Fettsäurepolyglykolester sein.
Ebenfalls verwendbar sind Ethylenoxid, Propylenoxid, Blockpolymere und Fettsäurealkanolamide
und Fettsäurepolyglykolether. Eine wichtige Klasse nichtionischer Tenside die erfindungsgemäß
verwendet werden kann, sind die Polyol-Tenside und hier besonders die Glycotenside,
wie Alkylpolyglycoside und Fettsäureglucamide. Besonders bevorzugt sind die Alkylpolyglucoside.
[0043] Vorzugsweise werden als nichtionische Tenside Alkoholalkoxylate, d. h. alkoxylierte,
vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8
bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol,
eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder - bevorzugt in 2-Stellung - methylverzweigt
sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie
sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate
mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus
Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol
Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise
C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, sowie Mischungen aus
C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0044] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
[0045] Eine weitere Klasse von nichtionischen Tensiden, die vorteilhaft eingesetzt werden
kann, sind die Alkylpolyglycoside (APG). Alkylpolyglycoside sind Tenside, die durch
die Reaktion von Zuckern und Alkoholen nach den einschlägigen Verfahren der präparativen
organischen Chemie erhalten werden können, wobei es je nach Art der Herstellung zu
einem Gemisch monoalkylierter, oligomerer oder polymerer Zucker kommt. Bevorzugte
Alkylpolyglykoside können Alkylpolyglucoside sein, wobei besonders bevorzugt der Alkohol
ein langkettiger Fettalkohol ist oder ein Gemisch langkettiger Fettalkohole mit verzweigten
oder unverzweigten Alkylkettenlängen zwischen C
8 und C
18 ist und der Oligomerisierungsgrad der Zucker zwischen 1 und 10 ist. Mit Vorteil einsetzbare
Alkypolyglycoside genügen der allgemeinen Formel RO(G)
z. in der R für einen linearen oder verzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten,
gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis
18 C-Atomen steht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen,
vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungsgrad z liegt dabei zwischen 1,0
und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbesondere zwischen 1,1 und 1,4.
[0046] Besonders bevorzugt verwendet man die Alkylpolyglycoside, insbesondere Alkylpolyglucoside,
in Mengen zwischen 0,1 bis 15,0 Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 0,2 bis 10,0 Gew.-%,
weiter bevorzugt in Mengen von 0,5 bis 8,0 Gew.-% und besonders bevorzugt in Mengen
von 1,0 bis 6,0 Gew.-%.
[0047] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide und der Fettsäurealkanolamide können
geeignet sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht
mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte
davon.
[0048] Zu den erfindungsgemäß geeigneten Aminoxiden gehören Alkylaminoxide, insbesondere
Alkyldimethylaminoxide, Alkylamidoaminoxide und Alkoxyalkylaminoxide. Bevorzugte Aminoxide
genügen der Formel R
1R
2R
3N
+-O
-, in der R
1 ein gesättiger oder ungesättigter C
6-22Alkylrest ist, vorzugsweise C
8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C
10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C
12-14-Alkylrest, der in den Alkylamidoaminoxiden über eine Carbonylamidoalkylengruppe -CO-NH-(CH
2)
z- und in den Alkoxyalkylaminoxiden über eine Oxaalkylengruppe -O-(CH
2)
z- an das Stickstoffatom N gebunden ist, wobei z jeweils für eine Zahl von 1 bis 10
steht, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 3, und R
2 und R
3 unabhängig voneinander ein gegebenenfalls hydroxysubstituierter C
1-4-Alkylrest wie z.B. ein Hydroxyethylrest, insbesondere ein Methylrest, ist.
[0049] Beispiele geeigneter Aminoxide sind die folgenden gemäß
INCI benannten Verbindungen: Almondamidopropylamine Oxide, Babassuamidopropylamine Oxide,
Behenamine Oxide, Cocamidopropyl Amine Oxide, Cocamidopropylamine Oxide, Cocamine
Oxide, Coco-Morpholine Oxide, Decylamine Oxide, Decyltetradecylamine Oxide, Diaminopyrimidine
Oxide, Dihydroxyethyl C8-10 Alkoxypropylamine Oxide, Dihydroxyethyl C9-11 Alkoxypropylamine
Oxide, Dihydroxyethyl C12-15 Alkoxypropylamine Oxide, Dihydroxyethyl Cocamine Oxide,
Dihydroxyethyl Lauramine Oxide, Dihydroxyethyl Stearamine Oxide, Dihydroxyethyl Tallowamine
Oxide, Hydrogenated Palm Kernel Amine Oxide, Hydrogenated Tallowamine Oxide, Hydroxyethyl
Hydroxypropyl C12-15 Alkoxypropylamine Oxide, Isostearamidopropylamine Oxide, Isostearamidopropyl
Morpholine Oxide, Lauramidopropylamine Oxide, Lauramine Oxide, Methyl Morpholine Oxide,
Milkamidopropyl Amine Oxide, Minkamidopropylamine Oxide, Myristamidopropylamine Oxide,
Myristamine Oxide, Myristyl/Cetyl Amine Oxide, Oleamidopropylamine Oxide, Oleamine
Oxide, Olivamidopropylamine Oxide, Palmitamidopropylamine Oxide, Palmitamine Oxide,
PEG-3 Lauramine Oxide, Potassium Dihydroxyethyl Cocamine Oxide Phosphate, Potassium
Trisphosphonomethylamine Oxide, Sesamidopropylamine Oxide, Soyamidopropylamine Oxide,
Stearamidopropylamine Oxide, Stearamine Oxide, Tallowamidopropylamine Oxide, Tallowamine
Oxide, Undecylenamidopropylamine Oxide und Wheat Germamidopropylamine Oxide. Bevorzugte(s)
Aminoxid(e) ist/sind beispielsweise Cocamine Oxide (N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid),
Dihydroxyethyl Tallowamine Oxide (N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid) und/oder
Cocamidopropylamine Oxide (Cocoamidopropylaminoxid), insbesondere Cocamidopropylamine
Oxide.
[0050] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (I),

in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0051] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (II),

in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12
Kohlenstoffatomen, R
1 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
2 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propxylierte Derivate dieses Restes.
[0052] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielweise
nach der Lehre der internationalen Anmeldung
WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator
in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
[0053] Bevorzugt werden nichtionische Tenside insgesamt in Mengen von 1 bis 80 Gew.%, vorzugsweise
von 5 bis 50 Gew.%, besonders bevorzugt von 7 bis 35 Gew.% und äußerst bevorzugt von
10 bis 25 Gew.% eingesetzt.
[0054] Zu den zwitterionischen Tensiden oder amphoteren Tensiden, die erfindungsgemäß eingesetzt
werden können, zählen die Betaine und die Alkylamidoalkylamine (INCI Alkylamido Alkylamines)
genauso wie die alkylsubstituierten Aminosäuren (INCI Alkyl-Substituted Amino Acids),
insbesondere die Aminopropionate, die acylierten Aminosäuren und die Biotenside. Ein
bevorzugter Inhaltsstoff ist Betain, insbesondere Alkylamidobetain.
[0055] Geeignete Betaine sind die Alkylbetaine, die Alkylamidobetaine, die Imidazoliniumbetaine,
die Sulfobetaine (
INCI Sultaines) sowie die Phosphobetaine und genügen vorzugsweise der Formel (III),
R
1-[CO-X-(CH
2)
n]
x-N
+(R
2)(R
3)-(CH
2)
m-[CH(OH)-CH
2]
y-Y
- (III)
- in der R1
- ein gesättiger oder ungesättigter C6-22-Alkylrest ist, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-16Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
- X
- NH, NR4 mit dem C1-4-Alkylrest R4, O oder S ist,
- n
- eine Zahl von 1 bis 10 ist, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 3,
- x
- 0 oder 1 ist, vorzugsweise 1,
- R2, R3
- unabhängig voneinander ein gegebenenfalls hydroxysubstituierter C1-4-Alkylrest wie z.B. ein Hydroxyethylrest, insbesondere aber ein Methylrest, sind,
- m
- eine Zahl von 1 bis 4 ist, insbesondere 1, 2 oder 3,
- y
- 0 oder 1 ist und
- Y
- COO, SO3, OPO(OR5)O oder P(O)(OR5)O ist, wobei R5 ein Wasserstoffatom. H oder ein C1-4-Alkylrest ist.
[0056] Die Alkyl- und Alkylamidobetaine, Betaine der Formel (I) mit einer Carboxylatgruppe
(Y
- = COO
-), heißen auch Carbobetaine.
[0057] Bevorzugte Amphotenside sind die Alkylbetaine der Formel (IIIa), die Alkylamidobetaine
der Formel (IIIb), die Sulfobetaine der Formel (IIIc) und die Amidosulfobetaine der
Formel (IIId),
R
1-N
+(CH
3)
2-CH
2COO
- (IIIa)
R
1-CO-NH-(CH
2)
3-N
+(CH
3)
2-CH
2COO
- (IIIb)
R
1-N
+(CH
3)
2-CH
2CH(OH)CH
2SO
3- (IIIc)
R
1-CO-NH-(CH
2)
3-N
+(CH
3)
2-CH
2CH(OH)CH
2SO
3- (IIId)
in denen R
1 die gleiche Bedeutung wie in Formel (I) hat.
[0058] Besonders bevorzugte Amphotenside sind die Carbobetaine, insbesondere die Carbobetaine
der Formeln (IIIa) und (IIIb), äußerst bevorzugt die Alkylamidobetaine der Formel
(IIIb).
[0059] Beispiele geeigneter Betaine und Sulfobetaine sind die folgenden gemäß
INCI benannten Verbindungen: Almondamidopropyl Betaine, Apricotamidopropyl Betaine, Avocadamidopropyl
Betaine, Babassuamidopropyl Betaine, Behenamidopropyl Betaine, Behenyl Betaine, Betaine,
Canolamidopropyl Betaine, Capryl/Capramidopropyl Betaine, Carnitine, Cetyl Betaine,
Cocamidoethyl Betaine, Cocamidopropyl Betaine, Cocamidopropyl Hydroxysultaine, Coco-Betaine,
Coco-Hydroxysultaine, Coco/Oleamidopropyl Betaine, Coco-Sultaine, Decyl Betaine, Dihydroxyethyl
Oleyl Glycinate, Dihydroxyethyl Soy Glycinate, Dihydroxyethyl Stearyl Glycinate, Dihydroxyethyl
Tallow Glycinate, Dimethicone Propyl PG-Betaine, Erucamidopropyl Hydroxysultaine,
Hydrogenated Tallow Betaine, Isostearamidopropyl Betaine, Lauramidopropyl Betaine,
Lauryl Betaine, Lauryl Hydroxysultaine, Lauryl Sultaine, Milkamidopropyl Betaine,
Minkamidopropyl Betaine, Myristamidopropyl Betaine, Myristyl Betaine, Oleamidopropyl
Betaine, Oleamidopropyl Hydroxysultaine, Oleyl Betaine, Olivamidopropyl Betaine, Palmamidopropyl
Betaine, Palmitamidopropyl Betaine, Palmitoyl Carnitine, Palm Kernelamidopropyl Betaine,
Polytetrafluoroethylene Acetoxypropyl Betaine, Ricinoleamidopropyl Betaine, Sesamidopropyl
Betaine, Soyamidopropyl Betaine, Stearamidopropyl Betaine, Stearyl Betaine, Tallowamidopropyl
Betaine, Tallowamidopropyl Hydroxysultaine, Tallow Betaine, Tallow Dihydroxyethyl
Betaine, Undecylenamidopropyl Betaine und Wheat Germamidopropyl Betaine. Ein bevorzugtes
Betain ist beispielsweise Cocamidopropyl Betaine (Cocoamidopropylbetain).
[0060] Bevorzugt werden diese Amphotenside in Mengen zwischen 0,1 und 14,9 Gew.-%, vorzugsweise
0,5 bis 8 Gew.-% und besonders bevorzugt 1 bis 6 Gew.-%, eingesetzt.
[0061] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Geschirrspülmittel-Portion
als Tensidmischung (a) 0,2 bis 80 Gew.,-%, vorzugsweise 10 bis 70 Gew.-%, besonders
bevorzugt 25 bis 60 Gew.-%, äußerst bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%, eines oder mehrerer
anionischer Tenside, vorzugsweise Alkylbenzolsulfonat(e) und/oder Fettalkoholethersulfat(e),
(b) 1 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-%, besonders bevorzugt 7 bis 35 Gew.-%
und äußerst bevorzugt 10 bis 25 Gew.-%, eines oder mehrerer nichtionischer Tenside,
vorzugsweise Alkoholalkoxylat(e), Alkylpolyglykosid(e) und/oder Aminoxid(e), insbesondere
Alkoholalkoxylat(e) oder Kombinationen von Alkoholalkoxylat(en) mit Alkylpolyglykosid(en)
und/oder Aminoxid(en), und (c) 0,1 bis 14,9 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 8 Gew.-% und
besonders bevorzugt 1 bis 6 Gew.-%, eines oder mehrerer Betaintenside, vorzugsweise
Alkylamidobetaine.
[0062] Zusätzlich zu oder anstelle von dem erfindungsgemäßen Wassergehalt von vorzugsweise
weniger als 15 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der spülaktiven Zubereitung(en),
und insbesondere weniger als 10 Gew.-% enthält/enthalten die spülaktive(n) Zubereitung(en)
bevorzugt einen oder mehrere nichtwäßrige(n) Träger. Vorzugsweise ist/sind der/die
nichtwäßrige(n) Träger wasserlöslich bzw. wassermischbar und ist mindestens ein, insbesondere
jeder, nichtwäßrige(r) Träger bei Raumtemperatur (20 °C) flüssig.
[0063] Der/die nichtwäßrige(n) Träger dient/dienen (i) als Füllkomponente zum Auffüllen
der übrigen Komponenten der spülaktiven Zubereitung(en) auf die gewünschte Portionsmenge,
(ii) zur Steuerung der Fließfähigkeit bzw. des Fließverhaltens, insbesondere der Viskosität,
der spülaktiven Zubereitung(en), (iii) zur Steuerung der Löslichkeit bzw. Löslichkeitsverhaltens,
insbesondere der Lösegeschwindigkeit, der spülaktiven Zubereitung(en) in wäßrigen
Medien und/oder (iv) als Lösungsmittel bzw. Lösungsvermittler (Hydrotropikum) für
übrige Komponenten der spülaktiven Zubereitung(en).
[0064] Geeignete nichtwäßrige Träger sind beispielsweise Lösungsmittel und Polyalkylenglykole.
Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lehre werden unter Polyalkylenglykolen die Tetramere
und höhere Vertreter verstanden, während die Di- und Trimere erfindungsgemäß zu den
Lösungsmitteln gehören.
[0065] Bevorzugte Lösungsmittel enthalten eine oder mehrere Hydroxygruppen "OH", eine oder
mehrere Estergruppen "CO-O-C" und/oder eine oder mehrere Ethergruppen "C-O-C", vorzugsweise
eine oder mehrere Hydroxygruppen oder eine oder mehrere Hydroxygruppen und eine oder
mehrere Ethergruppen.
[0066] Insbesondere werden Lösungsmittel im Rahmen der erfindungsgemäßen nicht-wäßrigen
Trägerkomponente als Hydrotropikum, Viskositätsregulator und/oder Kältestabilisator
eingesetzt. Sie wirken lösungsvermittelnd insbesondere für Tenside sowie Parfüm/Duftstoff
und Farbstoff und tragen so zu deren Einarbeitung bei, verhindern die Ausbildung flüssigkristalliner
Phasen und haben Anteil an der Bildung klarer Produkte. Die Viskosität verringert
sich mit zunehmender Lösungsmittelmenge. Schließlich sinkt mit zunehmender Lösungsmittelmenge
der Kältetrübungs- und Klarpunkt.
[0067] Besonders bevorzugte Lösungsmittel sind beispielsweise gesättigte oder ungesättigte,
vorzugsweise gesättigte, verzweigte oder unverzweigte C
1-20-Kohlenwasserstoffe, bevorzugt C
2-15-Kohlenwasserstoffe, mit mindestens einer Hydroxygruppe und ggf. einer oder mehreren
Etherfunktionen C-O-C, d.h. die Kohlenstoffatomkette unterbrechenden Sauerstoffatomen,
wobei ohne Unterbrechung durch eine Etherfunktion nicht mehr als 8, vorzugsweise nicht
mehr als 6, insbesondere nicht mehr als 4, Kohlenstoffatome miteinander verbunden
sind.
[0068] Dazu gehören die - gegebenenfalls einseitig mit einem C
1-6-Alkanol veretherten - C
2-6-Alkylenglykole und Poly-C
2-3-alkylenglykolether mit durchschnittlich 1 bis 9, vorzugsweise 2 bis 3, gleichen oder
verschiedenen, vorzugsweise gleichen, Alkylenglykolgruppen pro Molekül, insbesondere
1,2-Propylenglykol, wie auch die C
1-6-Alkohole, vorzugsweise Ethanol, n-Propanol oder iso-Propanol (2-Propanol), insbesondere
Ethanol, sowie Glycerin.
[0069] Beispielhafte Lösungsmittel sind die folgenden gemäß
INCI benannten Verbindungen: Alcohol (Ethanol), Buteth-3, Butoxyethanol, Butoxypropanol,
n-Butyl Alcohol, t-Butyl Alcohol, Butylene Glycol, Butyloctanol, Diethylene Glycol,
Dimethoxydiglycol, Dimethyl Ether, Dipropylene Glycol, Ethoxydiglycol, Ethoxyethanol,
Ethyl Hexanediol, Glycol (Ethylenglykol), Hexanediol, 1,2,6-Hexanetriol, Hexyl Alcohol,
Hexylene Glycol, Isobutoxypropanol, Isopentyldiol, Isopropyl Alcohol (
iso-Propanol), 3-Methoxybutanol, Methoxyethanol, Methoxymethylbutanol, Methoxy PEG-10,
Methylal, Methyl Alcohol, Methyl Hexyl Ether, Methylpropanediol, Neopentyl Glycol,
PEG-6 Methyl Ether, Pentylene Glycol, PPG-2-Buteth-3, Propanediol, Propyl Alcohol
(
n-Propanol), Propylene Glycol, Propylene Glycol Butyl Ether, Tetrahydrofurfuryl Alcohol,
Trimethylhexanol.
[0070] Besonders bevorzugte Lösungsmittel sind weiterhin die mit aliphatischen C
1-6- oder aromatischen Alkoholen, z.B. Methanol, Ethanol,
n-Propanol,
n-Butanol,
tert-Butanol oder Phenol, veretherten oder mit Carbonsäuren, z.B. Essig- oder Kohlensäure,
veresterten monomeren oder homo- oder heteropolymeren, insbesondere monomeren sowie
homodi- und -trimeren, C
2-C
4-Alkylenglykole, beispielsweise die unter dem Handelsnamen
Dowanol® von der Fa.
Dow Chemical sowie die unter den Handelsnamen
Arcosolv® und
Arconate® von der Fa.
Arco Chemical vertriebenen und nachfolgend mit ihrem
INCI-Namen bezeichneten Produkte, z.B. Butoxydiglycol (
Dowanol® DB), Methoxydiglycol (
Dowanol® DM), PPG-2 Methyl Ether (
Dowanol® DPM), PPG-2 Methyl Ether Acetate
(Dowanol® DPMA), PPG-2 Butyl Ether
(Dowanol® DPnB), PPG-2 Propyl Ether
(Dowanol® DPnP), Butoxyethanol
(Dowanol® EB), Phenoxyethanol
(Dowanol® EPh), Methoxyisopropanol
(Dowanol® PM), PPG-1 Methyl Ether Acetate
(Dowanol® PMA), Butoxyisopropanol
(Dowanol® PnB), Propylene Glycol Propyl Ether
(Dowanol® PnP), Phenoxyisopropanol
(Dowanol® PPh), PPG-3 Methyl Ether
(Dowanol® TPM) und PPG-3 Butyl Ether
(Dowanol® TPnB) sowie Ethoxyisopropanol
(Arcosolv® PE), tert-Butoxyisopropanol
(Arcosolv® PTB), PPG-2
tert-Butyl Ether
(Arcosolv® DPTB) und Propylencarbonat
(Arconate® PC), insbesondere Butoxyisopropanol
(Dowanol® PnB).
[0071] Lösungsmittel werden bevorzugt in einer Menge von 0,1 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise
1 bis 50 Gew.%, insbesondere 5 bis 40 Gew.%, besonders bevorzugt 7 bis 30 Gew.-%,
äußerst bevorzugt 10 bis 20 Gew.-%, eingesetzt.
[0072] Polyalkylenglykole (Polyglykole, Polyglykolether;
INCI Chemical Class: Polymeric Ethers) sind bekannte, überwiegend lineare, z.T. aber auch
verzweigte Polyether, bei denen es sich um Polymere mit endständigen Hydroxy-Gruppen
handelt. Die Polyalkylenglykole mit höheren Molmassen sind polymolekular, d.h. sie
bestehen aus Kollektiven von Makromolekülen mit unterschiedlichen Molmassen.
[0073] Bevorzugte Polyalkylenglykole sind bei Raumtemperatur (20 °C) flüssig und weisen
vorzugsweise einen Schmelzpunkt von nicht über 20 °C, insbesondere nicht über 15 °C,
besonders bevorzugt nicht über 10 °C und äußerst bevorzugt nicht über 5 °C oder sogar
nicht einmal über 0 °C, auf. Unter dem Schmelzpunkt wird hierbei die Temperatur am
Übergangspunkt vom festen in den flüssigen Zustand verstanden. Der Schmelzpunkt eines
bestimmten Polyalkylenglykols ist - soweit nachfolgend nicht genannt - meist literaturbekannt
oder routinemäßig nach einer der üblichen Methoden zur Schmelzpunktsbestimmung zu
ermitteln.
[0074] Die Molmassen der Polyalkylenglykole liegen vorzugsweise im Bereich von 200 bis 5.000,
insbesondere von 300 bis 4.000, besonders bevorzugt von 400 bis 3.000 und äußerst
bevorzugt von 500 bis 2.000. Bei den nachfolgend beschriebenen verschiedenen Polyalkylenglykolen
können bestimmte Bereiche nochmals besonders vorteilhaft sein.
[0075] Erfindungsgemäß bevorzugt sind lineare oder verzweigte, insbesondere lineare, Polyalkylenglykole
der allgemeinen Formel HO-[R-O]
n-H, in der R für (CH
2)
2, CH
2CH(CH
3) und/oder für (CH
2)
4 und n für Werte bzw. Mittelwerte von 4 bis etwa 100 stehen und die durch ringöffnende
Polymerisation von Ethylenoxid, Propylenoxid und/oder Tetrahydrofuran herstellbar
sind. Es sind dies im einzelnen die Polyethylenglykole mit R = (CH
2)
2, die Polypropylenglykole mit R = CH
2CH(CH
3), die Polytetrahydrofurane mit R = (CH
2)
4 und die Copolymere aus Ethylenoxid, Propylenoxid und/oder Tetrahydrofuran.
[0076] Erfindungsgemäß bevorzugt sind Polyethylenglykole (PEG) mit einer mittleren relativen
Molmasse von bis zu etwa 4.000. PEG mit Molmassen oberhalb von 4.000 sind schließlich
sämtlich nicht mehr flüssig und daher erfindungsgemäß weniger geeignet. Äußerst bevorzugt
betragen die Molmassen der Polyethylenglykole nicht nur nicht mehr als 2.000 sondern
sogar nur bis zu 1.500, insbesondere nur bis zu 1.000 oder sogar nur bis zu 800, beispielsweise
400 oder 600. Für Polyethylenglykole existieren verschiedene Nomenklaturen, die zu
Verwirrungen führen können. Technisch gebräuchlich ist die Angabe des mittleren relativen
Molgewichts im Anschluß an die Angabe "PEG", so daß "PEG 200" ein Polyethylenglykol
mit einer relativen Molmasse von ca. 190 bis ca. 210 charakterisiert. Gemäß
INCI-Nomenklatur wird das Kurzzeichen PEG mit einem Bindestrich versehen und folgt direkt
auf den Bindestrich eine Zahl, die der Zahl n in der obigen allgemeinen Formel entspricht.
Kommerziell erhältliche Polyethylenglykole sind beispielsweise PEG 200/PEG-4, PEG
300/PEG-6, PEG-7, PEG-8, PEG 400, PEG-9, PEG-10, PEG-12, PEG 600, PEG-14, PEG-16,
PEG 800/PEG-18, PEG-20, PEG 1000, PEG 1200, PEG 1500/PEG-32, PEG-40, PEG 2000, PEG-55,
PEG-60, PEG 3000, PEG 3350/PEG-75 und PEG 4000/PEG-90, wobei die Bezeichnungen gemäß
den beiden Nomenklaturen für einander entsprechende Polyethylenglykole durch das Zeichen
"/" getrennt nebeneinander gestellt sind. Die kommerziell erhältlichen Polyethylenglykole
sind beispielsweise unter den Handelsnamen Carbowax
® (Union Carbide), Emkapol
® und Renex
® PEG (
ICI), Lipoxol
® (DEA), Polyglykol
® E (Dow), Pluracol
® E, Pluriol
® E und Lutrol
® E (
BASF) sowie Polydiol
(Cognis) verfügbar. Auch die Firma
Clariant vertreibt Polyethylenglykole. Bezugsquellen für die auch als kosmetische Inhaltsstoffe
dienenden gemäß
INCI bezeichneten Polyethylenglykole sind dem
lnternational Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook zu entnehmen.
[0077] Polypropylenglykole (PPG) sind über einen breiten Molmassenbereich von von 250 (PPG-4)
bis 4.000 (PPG-69) klare, nahezu farblose Flüssigkeiten, für deren Bezeichnung die
zuvor beschriebene
INCI-Nomenklatur analog verwendet wird. So werden die Polypropylenglykole der obigen allgemeinen
Formel mit Werten n von 5 bzw. 6 als PEG-5 bzw. PEG-6 bezeichnet. Die niedermolekulare
Polypropylenglykole sind mit Wasser mischbar, während die höhermolekularen Vertreter
weniger wasserlöslich sind. Kommerziell erhältlich sind beispielsweise die gemäß
INCI bezeichneten Polypropylenglykole PPG-7, PPG-9, PPG-12, PPG-13, PPG-15, PPG-17, PPG-20,
PPG-26, PPG-30, PPG-33, PPG-34, PPG-51 und PPG-69. Bezugsquellen sind dem
International Cosmetic lngredient Dictionary and Handbook zu entnehmen.
[0078] Bei den Copolymeren handelt es sich vorzugsweise um statistische Copolymere und insbesondere
um Blockcopolymere aus Ethylen- und Propylenoxid, Ethylenoxid und Tetrahydrofuran,
Propylenoxid und Tetrahydrofuran oder Ethylenoxid, Propylenoxid und Tetrahydrofuran,
bevorzugt aus Ethylen- und Propylenoxid, besonders bevorzugt um Blockcopolymere aus
Ethylen- und Propylenoxid. Die Molmassen der Copolymere betragen äußerst bevorzugt
nicht nur wie zuvor genannt minestens 500 sondern sogar mindestens etwa 1.000.
[0079] Erfindungsgemäß bevorzugte statistische Copolymere aus a Ethylen- und b Propylenoxideinheiten
sind beispielsweise folgende gemäß
International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook als PEG/PPG-a/b bezeichnete Copolymere (Molmasse), wobei a und b Mittelwerte darstellen:
PEG/PPG-18/4 Copolymer (1000), PEG/PPG-17/6 Copolymer (1100), PEG/PPG-35/9 Copolymer
(2100) und PEG/PPG-23/50 Copolymer (3900).
[0080] Erfindungsgemäß bevorzugte Blockcopolymere aus Ethylen- und Propylenoxid genügen
der Formel HO(CH
2CH
2O)
x(CH(CH
3)CH
2O)
y(CH
2CH
2O)
x'H, in der x und x' für Mittelwerte von 2 bis 130 und z für Mittelwerte von 15 bis
67 stehen, und werden mit dem internationalen Freinamen
Poloxamer bezeichnet, der auch im
International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook verwendet wird. Jedes Poloxamer ist durch eine dreistellige Nummer gekennzeichnet.
Die ersten beiden Ziffern geben multipliziert mit 100 die durchschnittliche Molmasse
des Polypropylenglykol-Anteils und die letzte Ziffer multipliziert mit 10 den Polyethylenglykol-Anteil
in Gew.-% an. Dieser beträgt 10 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 50 Gew.-%,
insbesondere nicht mehr als 40 Gew.-%, besonders bevorzugt nicht mehr als 30 Gew.-%,
beispielsweise 10, 20 oder 30 Gew.-%. Die Herstellung der Poloxamere erfolgt zweistufig,
wobei zunächst Propylenoxid kontrolliert an Propylenglykol addiert und der erhaltene
Polypropylenglykolblock durch anschließende Addition von Ethylenoxid von zwei Polyethylenglykol-Blöcken
eingefaßt wird. Besonders bevorzugte Blockcopolymere sind beispielsweise folgende
flüssige Poloxamer-Typen
(x, y, x'; Molmasse; z.T. Schmelzpunkt): Poloxamer 101 (2, 16, 2; 1100; -32), Poloxamer
122 (5, 21, 5; 1630; -26), Poloxamer 123 (7, 21, 7; 1900; -1), Poloxamer 105 (11,
16, 11; 1850; 7), Poloxamer 181 (3, 30, 3; 2000; -29), Poloxamer 124 (11, 21, 11;
2200; 16), Poloxamer 182 (8, 30, 8; 2500; -4), Poloxamer 183 (10, 30, 10; 2650; 10),
Poloxamer 212 (8, 35, 8; 2750; -7), Poloxamer 231 (6, 39, 6; 2750; -37), Poloxamer
184 (13, 30, 13; 2900; 16), Poloxamer 185 (19, 30, 19; 3400), Poloxamer 282 (10, 47,
10; 3650; 7), Poloxamer 331 (7, 54, 7; 3800; -23), Poloxamer 234 (22, 39, 22; 4200;
18), Poloxamer 401 (6, 67, 6; 4400; 5), Poloxamer 284 (21, 47, 21; 4600) und Potoxamer
402 (13, 67, 13; 5000; 20). Kommerziell sind die Poloxamere unter den Handelsnamen
Pluronic
® und Synperonic
® PE erhältlich, den ein Buchstabe aus der Gruppe L, P und F sowie eine zwei- oder
dreistellige Zahl nachgestellt ist. Dabei ist die letzte Ziffer mit der letzten Ziffer
der Poloxamer-Nomenklatur identisch und ergeben die davorstehenden ein- oder zweistelligen
Zahlen multipliziert mit 300 die ungefähre Molmasse des Polypropylenglykol-Anteils
bzw. mit 3 multipliziert in etwa die aus den ersten beiden Ziffern der Poloxamernomenklatur-Nummer
gebildeten Zahl, d.h. entsprechen 3, 4, 6, 7, 8, 9, 10 und 12 in dieser Reihenfolge
den zweistelligen Zahlen 10, 12, 18, 21, 23, 28, 33 und 40 am Anfang der Nummer gemäß
der Poloxamer-Nomenklatur. Die Buchstaben unterscheiden flüssige (L), pastöse (P)
und feste (F) Poloxamere. So ist beispielsweise das Poloxamer 101 als Pluronic
® L 31 und Synperonic
® PE L 31 erhältlich.
[0081] Eine weitere Klasse geeigneter Blockcopolymere aus Ethylen- und Propylenoxid genügen
der Formel HO(CH(CH
3)CH
2O)
y(CH
2CH
2O)
x(CH
2CH(CH
3)O)
yH. Hier wird ein Polyethylenglykol-Block von zwei Polypropylenglykol-Blöcken eingerahmt,
während bei den Poloxameren ein Polypropylenglykol-Block von zwei Polyethylenglykol-Blöcken
eingefaßt wird. Die Herstellung erfolgt wiederum zweistufig, wobei zunächst Ethylenoxid
kontrolliert an Ethylenglykol addiert und der erhaltene Polyethylenglykol-Block durch
anschließende Addition von Propylenoxid von zwei Polypropylenglykol-Blöcken eingefaßt
wird. Kommerziell erhältlich sind diese Blockcopolymere wie die Poloxamere unter dem
Handelsnamen Pluronic
® (
BASF), dem jeweils ein alphanumerischer Code aus drei Ziffern und dem zwischen die zweite
und dritte Ziffer geschobenen Buchstaben R folgt. Die Bedeutung der Ziffern ist mit
der Bedeutung im Rahmen der Poloxamer-Nomenklatur identisch. Der eingeschobene Buchstabe
R (für engl. reverse) deutet auf die im Vergleich zu den Poloxameren invertierte Struktur
hin. Bevorzugte Vertreter dieser Klasse sind die folgenden Pluronic
®-Typen (Molmasse; Schmelzpunkt): Pluronic
® 10R5 (1950; 15), Pluronic
® 12R3 (1800; -20), Pluronic
® 17R1 (1900; -27), Pluronic
® 17R2 (2150; -25), Pluronic
® 17R4 (2650; 18), Pluronic
® 25R1 (2700; -5), Pluronic
® 25R2 (3100; -5), Pluronic
® 31R1 (3250; -25) und Pluronic
® 31R2 (3300; 9).
[0082] Polyalkylenglykole werden bevorzugt in einer Menge von 0,1 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise
1 bis 40 Gew.%, insbesondere 3 bis 25 Gew.%, besonders bevorzugt 5 bis 15 Gew.%, äußerst
bevorzugt 7 bis 10 Gew.-%, eingesetzt.
[0083] Nichtwäßrige(r) Träger wird/werden bevorzugt in einer Menge von insgesamt 0,1 bis
80 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-%, insbesondere 10 bis 40 Gew.-%, besonders
bevorzugt 15 bis 35 Gew.-%, äußerst bevorzugt 20 bis 30 Gew.-%, eingesetzt.
[0084] In einer besonderen Ausführungsform werden mindestens zwei nichtwäßrige Träger eingesetzt,
insbesondere mindestens ein Lösungsmittel und mindestens ein Polyalkylenglykol, vorzugsweise
in einem Gewichtsverhältnis von Lösungsmittel(n) zu Polyalkylenglykol(en) von 10 :
1 bis 1 : 10, insbesondere von 5 : 1 bis 1 : 3, besonders bevorzugt von 3 : 1 bis
1 : 2 und äußerst bevorzugt von 2 : 1 bis 1 : 1.
[0085] Zur Verbesserung der Reinigungswirkung im Spülvorgang, insbesondere bei schwer zu
entfernenden Rückständen, können die erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel-Portionen
Enzyme enthalten. Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen,
Amylasen, Cellulasen bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus
Bakterienstämmen oder Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces
griseus gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ
und insbesondere Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei
sind Enzymmischungen, beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase
oder Protease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase
und Lipase oder Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellulase-haltige
Mischungen von besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in
einigen Fällen als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert
und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu
schützen. Weiter bevorzugt sind die Enzyme für den Einsatz unter den Bedingungen des
manuellen Spülens optimiert, beispielsweise was die Temperatur des Spülvorgangs betrifft.
Der Anteil der Enzyme, Enzymmischungen oder Enzymgranulate in den erfindungsgemäßen
Geschirrspülmittel-Portionen kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
[0086] Enzyme werden nach dem Stand der Technik mehrphasigen Reinigungsmittel-Zubereitungen
zugesetzt, in erster Linie Reinigungsmittel-Zubereitungen wie Maschinen-Geschirrspülmitteln,
die für den Hauptspülgang einer Geschirrspülmaschine bestimmt sind. Nachteil war dabei,
daß immer wieder Probleme bei der Stabilität der Enzyme im stark alkalischen wäßrigen
Milieu auftraten. Mit den erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel-Portionen ist es möglich,
Enzyme auch beim manuellen Spülvorgang zu verwenden und damit die reinigende Wirkung
von Enzymen auch zur Beseitigung von Verschmutzungen des Spülguts beim manuellen Geschirrspülen
zu nutzen. Die enzymhaltige Komponente einer spülaktiven Zubereitung kann in einer
von den anderen Komponenten oder von anderen, für die Enzymwirkung schädlichen Komponenten
der spülaktiven Zubereitung(en) getrennten Form von einer Umfassung aus einem wasserlöslichen
Polymer-Material umfaßt werden, wodurch die Enzymaktivität auch bei längerer Lagerung
erhalten bleibt.
[0087] Eine weitere erfindungsgemäß bevorzugte Gruppe von Additiven sind Farbstoffe, insbesondere
wasserlösliche oder wasserdispergierbare Farbstoffe. Bevorzugt sind hier Farbstoffe,
wie sie zur Verbesserung der optischen Produkt-anmutung in Reinigungsmitteln üblicherweise
eingesetzt werden. Die Auswahl derartiger Farbstoffe bereitet dem Fachmann keine Schwierigkeiten,
insbesondere da derartige übliche Farbstoffe eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit
gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der spülaktiven Zubereitungen und gegen Licht
haben. Die Farbstoffe sind erfindungsgemäß in den Geschirrspülmittel-Portionen in
Mengen von unter 0,01 Gew.-% zugegen.
[0088] Duftstoffe werden den erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel-Portionen zugesetzt, um
den ästhetischen Gesamteindruck der Produkte zu verbessern und dem Verbraucher neben
der technischen Leistung (gutes Spülergebnis) ein sensorisch typisches und unverwechselbares
Produkt zur Verfügung zu stellen. Als Parfümöle oder Duftstoffe können einzelne Riechstoff-Verbindungen
verwendet werden, beispielsweise die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether,
Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe. Riechstoff-Verbindungen vom Typ
der Ester sind beispielsweise Benzylacetat, Phenoxy-ethylisobutyrat, p-t-Butylcyclohexylacetat,
Linalylacetat, Dimethylbenzyl-carbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat,
Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat.
Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether. Zu den Aldehyden zählen z. B.
lineare Alkanale mit 8 bis 18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyl-oxyacetaldehyd,
Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lileal und Bourgeonal.
[0089] Zu den Ketonen zählen die lonone, α-Isomethylionon, und Methylcedrylketon. Zu den
Alkoholen zählen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol
und Terpineol. Zu den Kohlenwasserstoffen zählen hauptsächlich Terpene wie Limonen
und Pinen. Bevorzugt werden Mischungen verschie-dener Riechstoffe verwendet, die so
aufeinander abgestimmt sind, daß sie gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen.
Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoff-Gemische enthalten, wie sie aus
pflanzlichen Quellen zugänglich sind. Beispiele sind Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouli-,
Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskatöl, Salbeiöl, Kamillenöl,
Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl,
Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl
und Sandelholzöl.
[0090] Üblicherweise liegt der Gehalt an Duftstoffen im Bereich bis zu 2 Gew.-% der gesamten
Geschirrspülmittel-Portion.
[0091] Die Duftstoffe können direkt in die spülaktiven Zubereitungen eingearbeitet werden;
es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger aufzubringen, die durch
eine langsamere Duftfreisetzung für langanhaltenden Duft beim Spülen sorgen. Als solche
Trägermaterialien haben sich beispielsweise Cyclodextrine bewährt. Dabei können die
Cyclodextrin-Parfüm-Komplexe zusätzlich noch mit weiteren Hilfsstoffen beschichtet
werden. Da solche Komplexe nicht in den Geschirrspülmitteln löslich sind, ist ihre
separate Unterbringung in einer spülaktiven Zubereitung oder sogar getrennt von den
spülaktiven Zubereitungen im Rahmen einer getrennten Umfassung mit einem wasserlöslichen
Polymer-Material erfindungsgemäß möglich.
[0092] Die Parfüm- und Duftstoffe können grundsätzlich in jeder der Teil-Portionen (spülaktive
Zubereitungen) der erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel-Portionen enthalten sein.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, daß sie in einer Geschirrspülmittel-Teilportion
enthalten sind, deren Inhaltsstoffe nicht in unerwünschter Weise mit diesen Komponenten
unter Zersetzung oder Abbau reagieren.
[0093] Als weitere erfindungsgemäße Zusätze können die Geschirrspülmittel-Portionen auch
Polymere enthalten, beispielsweise Polymere, die auf harte Flächen (beispielsweise
auf Porzellan und Glas) aufziehen, die Öl- und Fettabwaschbarkeit von diesen Flächen
positiv beeinflussen und damit einer Wiederanschmutzung gezielt entgegenwirken (sog.
Soil Repellents). Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein harter Gegenstand
(Porzellan, Glas) verschmutzt wird, das/der bereits vorher mehrfach mit einem erfindungsgemäßen
Geschirrspülmittel, das diese öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen wurde.
Zu den bevorzugten öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nichtionische
Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil
an Methoxy-Gruppen von 15 bis 30 Gew.% und an Hydroxypropoxy-Gruppen von 1 bis 15
Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem Stand
der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure bzw. von
deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglykolterephthalaten
oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Besonders
bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und der Terephthalsäure-Polymere.
[0094] Weitere denkbare Komponenten der spülaktiven Zubereitungen in den erfindungsgemäßen
Geschirrspülmittel-Portionen können in einer bevorzugten Ausführungsform antibakteriell
oder bakteriostatisch wirkende Mittel sein. Als solche kommen beispielsweise einzeln
oder in geeigneter Kombination in Frage: Triclosan (2,4,4'-Trichlor-2'-hydroxydiphenylether),
Chloramin-T (Toluolsulfonsäurechloramid-Natriumsalz), Germall
® 115 (Imidazolidinylharnstoff), Natriumformiat, 2-Phenoxyethanol, 1-Phenoxy-2-propanol,
2-Phenoxy-1-propanol, Benzoesäure und ihre Salze, Milchsäure und ihre Salze, Salicylsäure
und ihre Salze, Sorbinsäure und ihre Salze, sowie natürliche bzw. naturidentische
Pflanzenextrakte wie z. B. Extrakte aus Orangenschalen, Pineöl, Geraniol und Nerol.
Bei Verwendung der vorgenannten Salze der Benzoesäure bzw. der Carbonsäuren kommen
in erster Linie Natrium-, Kalium-, Magnesium- und Calciumsalze in Betracht.
[0095] Die Geschirrspülmittel-Portionen können in weiteren bevorzugten Ausführungsformen
eine oder mehrere zusätzliche Komponente(n) enthalten, die gewählt sind aus der Gruppe,
die besteht aus Lösungsvermittlern, UV-Stabilisatoren, Entschäumern, Strukturierungsmitteln,
Korrosionsinhibitoren, Konservierungsmitteln, Silberschutzmitteln und hautschonenden
Zusätzen.
[0096] Vorteile hinsichtlich der Klarheit der Produkte erhält man - insbesondere bei hoch
tensidhaltigen Mischungen -, wenn man der Formulierung eine oder mehrere Dicarbonsäuren
und/oder deren Salze, allein oder in Mischung, vorzugsweise eine Zusammensetzung aus
Natriumsalzen der Adipin-, Bernstein- und Glutarsäure, zusetzt. Eine derartige Zusammensetzung
ist z.B. unter dem Handelsnamen
Sokalan® DSC Na erhältlich. Als besonders günstig hat sich hierbei der Einsatz von 0,1 bis 8 Gew.-%,
bevorzugt 1 bis 6 Gew.-%, besonders bevorzugt 2,5 bis 5 Gew.-%, erwiesen.
[0097] Ebenfalls vorteilhaft wirkt sich diesbezüglich in den erfindungsgemäßen Mitteln die
optionale Anwesenheit von Lösungsvermittlern - insbesondere für Parfüm und Farbstoffe
- aus, beispielsweise von Alkanolaminen und/oder Alkylbenzolsulfonaten mit 1 bis 3
Kohlenstoffatomen im Alkylrest, insbesondere Cumol-, Toluol- und Xylolsulfonat, in
Mengen von bis zu 5 Gew.%, vorzugsweise 0,05 bis 3 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 2
Gew.-%.
[0098] Eine weitere im Sinne der Erfindung bevorzugte Gruppe von Additiven sind Silberschutzmittel.
Es handelt sich hier um eine Vielzahl von meist cyclischen organischen Verbindungen,
die ebenfalls dem hier angesprochen Fachmann geläufig sind und dazu beitragen, das
Anlaufen von Silber enthaltenden Gegenständen beim Reinigungsprozeß zu verhindern.
Spezielle Beispiele können Benzotriazole, Triazole und deren Komplexe mit Metallen
wie beispielsweise Mn, Co, Zn, Fe, Mo, W oder Cu sein.
[0099] Neben den bisher erwähnten Inhaltsstoffen können noch weitere, in Handgeschirrspülmitteln
übliche, Inhaltstoffe, wie z.B. UV-Stabilisatoren, Entschäumer (wie z.B. Siliconöle,
Paraffinöle oder Mineralöle), Strukturierungsmittel, Korrosionsinhibitoren, Konservierungsmittel,
hautschonende Zusätze o.ä., bevorzugt in Mengen von bis zu 5 Gew.-%, enthalten sein.
[0100] Die spülaktiven Zubereitungen der erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel-Portionen
lassen sich durch Zusammenrühren der einzelnen Bestandteile in beliebiger Reihenfolge
und Stehenlassen des Gemisches bis zur Blasenfreiheit herstellen. Die Ansatz-Reihenfolge
ist für die Herstellung der Geschirrspülmittel-Portion gemäß der Erfindung nicht entscheidend.
[0101] Die entsprechend erhaltenen spülaktiven Zubereitungen lassen sich dann auf aus dem
Stand der Technik an sich bekannter Weise mit Umfassungen aus einem oder mehreren
wasserlöslichen Polymer-Material(ien) umgeben. Eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung besteht beispielsweise darin, eine spülaktive Zubereitung mit einer ein
Kompartiment bzw. eine Kammer bildenden Umfassung aus einem wasserlöslichen Polymer-Material
zu versehen. Dies kann beispielsweise ein Folien-Kissen, eine Folien-Tasche oder eine
Kapsel sein. In diesem Fall ist also die Geschirrspülmittel-Portion mit allen für
den Reinigungs- bzw. Spülgang erforderlichen Komponenten der spülaktiven Zubereitung
in einem abgeschlossenen Kompartiment enthalten, das auf herkömmlichem Weg verklebt,
verschweißt oder in sonstiger, aus dem Stand der Technik bekannter Weise verschlossen
wird.
[0102] Eine weitere, ebenfalls bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel-Portion
kann darin bestehen, daß wenigstens zwei spülaktive Zubereitungen von einer wenigstens
zwei Kompartimente bildenden Umfassung aus einem wasserlöslichen Polymer-Material
umfaßt sind. Diese Ausführungsform kann beispielsweise dann vorteilhaft sein, wenn
in der Geschirrspülmittel-Portion einzelne Komponenten enthalten sein sollen, die
mit anderen Komponenten unverzüglich oder auch erst bei längerer Lagerung oder auch
erst bei Zutritt von Feuchtigkeit o. ä. Reaktionen eingehen, die zu einer Reduktion
der Wirksamkeit der spülaktiven Zubereitung(en) insgesamt oder im Zusammenhang mit
der Wirksamkeit einzelner Komponenten führen. Ein typisches Beispiel können Enzyme
sein, die in stark alkalischer Umgebung und insbesondere in Gegenwart von Wasser einem
Aktivitätsverlust über die Zeit unterliegen. In gleicher Weise läßt sich mit dieser
Ausführungsform erreichen, daß Komponenten der spülaktiven Zubereitung zugesetzt werden
können, die sich nicht gleichmäßig in einem größeren Volumen des fertigen Produktes
verteilen lassen oder die sich - trotz anfänglicher gleichmäßiger Verteilung - absetzen.
Diese können einer für einen Spülgang dosierten Menge der spülaktiven Zubereitung
zugemischt oder in einem separaten Kompartiment bzw. einer separaten Kammer bereitgestellt
werden, die mit dem Kompartiment mit den restlichen Komponenten der spülaktiven Zubereitung
verbunden ist.
[0103] Die Menge der spülaktiven Zubereitung(en) in einem Kompartiment bzw. einer Kammer
der Geschirrspülmittel-Portion ist grundsätzlich frei wählbar. Bevorzugt enthalten
das bzw. die Kompartimente bzw. die Kammern der erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel-Portionen
jedoch eine Menge von wenigstens 1 ml einer oder mehrerer spülaktiver Zubereitung(en),
noch mehr bevorzugt eine Menge von 1 bis 10 ml einer oder mehrerer spülaktiver Zubereitung(en),
ganz besonders bevorzugt eine Menge von 1 bis 5 ml einer oder mehrerer spülaktiver
Zubereitung(en).
[0104] In Form von in beispielsweise in Folien-Kissen, verschweißten Folien-Taschen, Kapseln
usw. abgefüllte Geschirrspülmittel-Portionen gemäß der Erfindung können dann vor einem
manuellen Spülgang in die gegebenenfalls temperierte Reinigungs- bzw. Spülflotte gegeben
werden. Die Umfassung aus dem/den wasserlöslichen Polymer-Material(ien) löst sich
dann schnell auf uns setzt die spülaktive(n) Zubereitung(en) in die Flotte frei.
[0105] Die spülaktiven Zubereitungen weisen in der mit der/den Umfassung(en) versehenen
Form eine überlegene Lagerstabilität auf. Die Dosierung der spülaktiven Zubereitung
in die Flotte erfolgt zuverlässig; ein Unter- oder Überdosieren wird systematisch
vermieden. Im Falle eines Gehalts an empfindlichen Komponenten in der/den spülaktiven
Zubereitung(en) bleibt eine Verringerung der Wirksamkeit mangels Wechselwirkung mit
anderen Komponenten der spülaktiven Zubereitung aus. Beispielsweise bleibt die Wirksamkeit
von Enzymen erhalten, da sie von alkalischen Komponenten der Zubereitung(en) getrennt
gehalten und erst im eigentlichen Spülgang zudosiert werden.
[0106] Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert, ohne jedoch
auf diese beschränkt zu sein.
Beispiele
[0107] Durch Zusammenrühren der in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Komponenten und
Abfüllen der so erhaltenen Zubereitungen in Kissen aus PVAL-Folien (Solublon
® PT der Firma Synthana Handelsgesellschaft E. Harke GmbH & Co.; heißversiegelt) in
einer Menge von 2 ml wurden Geschirrspülmittel-Portionen gemäß der Erfindung hergestellt.
[0108] Die Geschirrspülmittel-Portionen hatten im Temperaturbereich zwischen 5 und 40 °C
eine gute Lagerstabilität. Die Spül- und Emulgiereigenschaften waren ausgezeichnet.
Die Folien lösten sich in für einen manuellen Spülgang geeignetem Wasser einer Temperatur
von 35 bis 45 °C in kurzer Zeit rückstandsfrei auf.
Tabelle 1
| Bsp. |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
| C10/13-ABS-Monoethanolaminsalz |
30 |
30 |
34 |
34 |
34 |
34 |
34 |
- |
- |
| C12/14-2EO-FAES-Monoisopropanolaminsalz |
18 |
18 |
22,5 |
18 |
18 |
- |
- |
45 |
45 |
| C12/14-1,3EO-FAES-Natriumsalz |
- |
- |
- |
- |
- |
14 |
14 |
- |
- |
| Cocoamidopropylbetain |
4 |
- |
4 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
- |
| C12/16-Alkylpoly-Glucosid (z=1,4) |
- |
- |
- |
2,5 |
2,5 |
2,5 |
2,5 |
2,5 |
5 |
| Cocoamidopropylaminoxid |
- |
3 |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| C8/10-5EO-Fettalkoholethoxylat |
10 |
10 |
7,5 |
20 |
12,5 |
15 |
12,5 |
10 |
10 |
| 1,2-Propylenglykol |
19 |
19 |
- |
- |
- |
- |
10 |
19 |
19 |
| Ethanol |
- |
- |
13 |
- |
- |
7,5 |
- |
- |
- |
| Butoxyisopropanol |
- |
- |
- |
5 |
10 |
- |
- |
- |
- |
| Polydiol 400 |
10 |
10 |
7 |
- |
10 |
10 |
10 |
10 |
10 |
| Polydiol 600 |
- |
- |
- |
7,5 |
- |
- |
- |
- |
- |
| Parfüm |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Wasser |
8 |
9 |
11 |
10 |
10 |
14 |
14 |
10,5 |
10 |
Anmerkungen:
[0109] Mengen in Gew.-% Aktivsubstanz
[0110] ABS = Alkylbenzolsulfonat
[0111] FAES = Fettalkoholethersulfat
[0112] Butoxyisopropanol =
Dowanol® PnB
[0113] Polydiol 400 = PEG 400
[0114] Polydiol 600 = PEG 600