[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine höhenverstellbare Stützvorrichtung mit einem
Unterteil und einem Oberteil, das eine gegenüber dem Unterteil vermittels eines Spindeltriebs
höhenverstellbare Trageeinheit für die Aufnahme von Lasten umfasst.
[0002] Eine Stützvorrichtung der vorgenannten Art ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 299 10 518 U1 bekannt. Bei der darin beschriebenen Stützvorrichtung besteht das
Unterteil im wesentlichen aus einem Dreibein, in dem mittig ein vertikales Aufnahmerohr
für eine Spindel vorgesehen ist. An dem oberen Ende des Aufnahmerohres ist ein Spindelgetriebe
befestigt, das beispielsweise mit einer Handkurbel betätigbar ist. Vermittels des
Spindelgetriebes kann die Spindel in das Aufnahmerohr hinein bewegt beziehungsweise
aus dem Aufnahmerohr heraus bewegt werden. An dem oberen Ende der Spindel ist etwa
mittig und damit auch etwa vertikal mit dem Aufnahmerohr fluchtend eine Trageeinheit
angebracht, die beispielsweise eine Plattform umfassen kann. Die aus dem deutschen
Gebrauchsmuster bekannte Stützvorrichtung dient dazu, Unterzüge, also Querträger im
Baubereich beispielsweise oberhalb eines Türdurchbruches, sowie im Zimmermannsbereich
Fetten, also sich horizontal erstreckende Längsbalken, lokal abzustützen. Als nachteilig
bei dieser aus dem Stand der Technik bekannten Stützvorrichtung erweist es sich zum
einen, dass das Unterteil in vertikaler Richtung mit der Trageeinheit fluchtet, so
dass vermittels der Stützvorrichtung nur dann beispielsweise ein Unterzug oder dergleichen
abgestützt werden kann, wenn der komplette Raum vom Boden bis zu dem Abstützpunkt
an dem Unterzug für die Einbringung der Stützvorrichtung zur Verfügung steht. Falls
nicht der gesamte Raum zur Verfügung steht, weil beispielsweise unter dem abzustützenden
Bereich noch Strukturen wie zusätzliche Querstreben oder dergleichen angeordnet sind,
kann mit einer aus dem Stand der Technik bekannten Stützvorrichtung nicht sinnvoll
abgestützt werden. Weiterhin als nachteilig erweist sich, dass mit der aus dem Stand
der Technik bekannten Stützvorrichtung schwere Gegenstände, wie beispielsweise Balken,
nicht nahe dem Boden auf die Stützvorrichtung gelegt werden können und mit dieser
an ihren Einbauort gehoben beziehungsweise überführt werden können.
[0003] Das der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Problem ist die Schaffung einer höhenverstellbaren
Stützvorrichtung der eingangs genannten Art, die variabler einsetzbar ist.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass das Oberteil mindestens einen Arm
umfasst, der schwenkbar an dem Unterteil angebracht ist, und die Trageeinheit beabstandet
von dem Unterteil unterstützt, und dass der Spindeltrieb derart an dem mindestens
einen Arm angreift, dass vermittels des Spindeltriebs der mindestens eine Arm verschwenkt
und damit die Trageeinheit entsprechend höhenverstellt werden kann. Aufgrund der Tatsache,
dass die Trageeinheit an einem verschwenkbaren Arm angeordnet ist, wird der Raum unterhalb
der Trageeinheit nicht vollständig von dem Unterteil der Stützvorrichtung eingenommen,
so dass die Stützvorrichtung flexibler an die lokalen Gegebenheiten anpassbar ist.
Weiterhin kann der die Trageeinheit halternde Arm gegebenenfalls sehr tief abgesenkt
werden, um in der Nähe des Bodens eine schwere Last, wie beispielsweise einen Balken
oder dergleichen, aufzunehmen und durch Verschwenken des Arms in die gewünschte Höhe
zu überführen.
[0005] Dazu kann vorteilhafterweise die Trageeinheit im Bereich des von dem Unterteil abgewandten
Ende des mindestens einen Armes angebracht sein. Vorzugsweise wird dann der Spindeltrieb
an dem mindestens einen Arm zwischen dem Anlenkpunkt an dem Unterteil und dem die
Trageeinheit halternden Ende angreifen.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Oberteil
zwei Arme, die im wesentlichen parallel zueinander übereinander angeordnet sind und
sowohl schwenkbar an dem Unterteil als auch schwenkbar an der Trageeinheit befestigt
sind, so dass die Trageeinheit bei einer Auf- und Abbewegung ihre Orientierung beibehält.
Durch die beiden schwenkbar befestigten Arme wird somit gewährleistet, dass sowohl
in einer unteren als auch in einer oberen Position der Trageeinheit die auf die Trageeinheit
aufgelegten Lasten nicht gekippt werden.
[0007] Dabei kann die Trageeinheit beispielsweise eine Plattform umfassen, die insbesondere
mit seitlichen Begrenzungen versehen ist. Aufgrund der vorgenannten Ausgestaltung
mit zwei zueinander parallelen Armen weist die Plattform in beliebigen höhenverstellten
Positionen der Trageeinheit eine im wesentlichen waagerechte Ausrichtung auf.
[0008] Vorteilhafterweise wird hierbei auch der Spindeltrieb an den Armen schwenkbar angelenkt
sein. Hierbei kann an den Armen zur Befestigung des Spindeltriebs eine Doppellasche
angebracht sein, an der ein Teil, insbesondere eine Spindel, des Spindeltriebs schwenkbar
angelenkt ist. Vorteilhafterweise kann weiterhin der Spindeltrieb ein an dem Unterteil
schwenkbar befestigtes Aufnahmerohr sowie eine vermittels eines Spindelgetriebes in
das Aufnahmerohr bewegbar beziehungsweise aus diesem herausbewegbare Spindel aufweisen.
Durch Betätigen eines beispielsweise an dem oberen Ende des Aufnahmerohres angebrachten
Spindelgetriebes kann somit die Spindel in das Aufnahmerohr hineinbewegt beziehungsweise
aus diesem herausbewegt werden. Beispielsweise durch Herausbewegen der Spindel aus
dem Aufnahmerohr werden die beiden parallel zueinander verlaufende Arme derart verschwenkt,
dass die an den Enden der Arme angelenkte Trageeinheit nach oben bewegt wird. Gleichzeitig
wird durch Herausbewegen der Spindel aus dem Aufnahmerohr das Aufnahmerohr geschwenkt,
weil sich auch der Anlenkpunkt der Spindel an den Armen aufgrund der Verschwenkung
der Arme bewegt.
[0009] Vorteilhafterweise ist eine Handkurbel vorgesehen, mit der der Spindeltrieb betätigt
werden kann. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße Stützvorrichtung ohne größeren
Aufwand auf jeder beliebigen Baustelle betätigt werden. Es besteht auch die Möglichkeit,
das Spindelgetriebe mit verschiedenen Über- beziehungsweise Untersetzungen auszustatten,
um auch das Anheben schwerer Lasten vermittels Betätigen der Handkurbel zu ermöglichen.
[0010] Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Spindelgetriebe vermittels eines Elektromotors
angetrieben wird.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das Unterteil
zwei Vertikalstreben auf, an deren oberen Enden die beiden Arme zwischen den Vertikalstreben
schwenkbar gehaltert sind. Eine derartige Ausführung des Unterteils stellt eine konstruktiv
einfache aber trotzdem ausgesprochen wirkungsvolle Methode für die schwenkbare Anbringung
der beiden parallel zueinander verlaufenden Arme dar.
[0012] Vorteilhafterweise umfasst das Unterteil Fußrollen, vermittels denen die Stützvorrichtung
verfahrbar ist. Zusätzlich kann beispielsweise an dem Unterteil ein Handgriff vorgesehen
sein, so dass auf einer Baustelle die erfindungsgemäße Stützvorrichtung beispielsweise
nach Aufnahme einer schweren Last, wie beispielsweise eines Balkens, problemlos an
die gewünschte Stelle verfahren werden kann.
[0013] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass an der Trageeinheit eine Haltevorrichtung,
insbesondere eine Öse, angebracht ist, an der Befestigungsmittel angebracht werden
können. Beispielsweise durch eine derartige Öse kann als Befestigungsmittel ein Seil
oder dergleichen hindurchgeführt werden, das um einen Balken oder eine andere aufzunehmende
schwere Last herumgeführt werden kann. Vermittels einer derartigen Öse kann somit
eine schwere Last wie ein Balken von einer Position in Bodennähe durch die erfindungsgemäße
Stützvorrichtung derart angehoben werden, dass sie beispielsweise in halber Höhe auf
Böcke aufgebracht werden kann. Daran anschließend kann die Stützvorrichtung wieder
heruntergedreht werden, bis die Plattform unter den Balken gebracht werden kann. Daran
anschließend kann durch Hochdrehen der Stützvorrichtung der Balken in seine Einbauposition
überführt werden. Es besteht somit erfindungsgemäß die Möglichkeit, dass ein einzelner
Benutzer eine schwere Last, wie einen Balken oder dergleichen, von einer erdnahen
Position in eine Einbauposition überführen kann.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Stützvorrichtung
aus einer Betriebsposition in eine Transportposition zusammenklappbar gestaltet. Auf
diese Weise können die Transportkosten einer erfindungsgemäßen Stützvorrichtung drastisch
gesenkt werden.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Stützvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der in Fig. 1 abgebildeten Stützvorrichtung mit einer relativ weit
nach oben ausgefahrenen Trageeinheit;
- Fig. 3
- eine Ansicht gemäß Fig. 2 mit einer in mittlerer Höhe befindlichen Trageeinheit;
- Fig. 4
- eine Fig. 2 und Fig. 3 entsprechende Ansicht mit einer relativ weit nach unten bewegten
Trageeinheit;
- Fig. 5
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Stützvorrichtung;
- Fig. 6 bis Fig. 10
- Seitenansichten der Stützvorrichtung, die die Aufnahme eines Balkens verdeutlichen;
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Stützvorrichtung in einer ersten Stellung;
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht der Stützvorrichtung gemäß Fig. 11 in einer zweiten Stellung;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht der Stützvorrichtung gemäß Fig. 11 in einer dritten Stellung;
- Fig. 14
- eine perspektivische Ansicht der Stützvorrichtung gemäß Fig. 11 in einer vierten Stellung.
[0016] Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass eine erfindungsgemäße Stützvorrichtung ein Unterteil
1 sowie ein gegenüber diesem verschwenkbares Oberteil 2 umfasst, an dessen in Fig.
1 oberem Ende eine Trageeinheit 3 angebracht ist. Die Trageeinheit 3 besteht in dem
abgebildeten Ausführungsbeispiel aus einer oberen Plattform 4, die im wesentlichen
flächig rechteckig geformt ist, mit an den Eckpunkten angeordneten von der Plattform
4 nach oben ragenden seitlichen Begrenzungen 5, die beispielsweise als Rundeisen ausgebildet
sind. Zwischen die seitlichen Begrenzungen 5 kann auf die Plattform 4 beispielsweise
ein horizontal verlaufender Balken oder Träger aufgelegt werden. An der Unterseite
der Plattform 4 sind Verstärkungsrippen 6 angebracht.
[0017] Die Plattform 4 wird von einem kurzen Tragrohr 7 getragen, das vermittels zweier
Doppellaschen 8 an dem Oberteil 2 befestigt ist. Das Oberteil 2 umfasst neben der
Trageeinheit 3 zwei Arme 9, die im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und
übereinander angeordnet sind. Diese Arme 9 sind beispielsweise als Metallstreben aus
Vollmaterial oder aber auch als Vierkantrohr oder als U-Profil oder dergleichen ausgeführt.
An dem von dem Unterteil 1 abgewandten Ende sind an jedem der Arme 9 jeweils eine
der Doppellaschen 8 schwenkbar vermittels Schrauben 10 und an diesen selbstsichernd
angebrachten Muttern 11 befestigt (siehe dazu Fig. 5). Etwa in der Mitte zwischen
Unterteil 1 und Trageeinheit 3 greift an den Armen 9 vermittels einer weiteren Doppellasche
12 eine Spindel 13 eines Spindeltriebs 14 an.
[0018] Das Unterteil 1 weist zwei parallel zueinander verlaufende Vertikalstreben 15 auf,
die beispielsweise auch als Flacheisen oder Vierkantrohre ausgeführt sind. An dem
oberen Ende der Vertikalstreben 15 sind an diesen untereinander die beiden Arme 9
schwenkbar befestigt. Dazu ragen, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist, die beiden
Arme 9 zwischen die beiden Vertikalstreben 15 und sind an diesen vermittels Schrauben
10 und selbstsichernden Muttern 11 schwenkbar angebracht. Etwa in halber Höhe der
Vertikalstreben 15 ist an diesen ein Handgriff 16 befestigt, der zur leichteren Bewegung
der gesamten Stützvorrichtung dient. Im Bereich ihres unteren Endes sind die Vertikalstreben
15 an einer Querstrebe 17 angebracht, die zwei Horizontalstreben 18 des Unterteils
1 miteinander verbindet. An den Unterseiten dieser Horizontalstreben 18 sind insgesamt
vier Fußrollen 19 befestigt, die eine Verfahrbarkeit der Stützvorrichtung gewährleisten.
Weiterhin sind die Vertikalstreben 15 mit den Horizontalstreben 18 über Stabilisierungsstreben
20 miteinander verbunden, die sich etwa diagonal erstrecken.
[0019] An der Querstrebe 17 ist schwenkbar über Laschen 21 und entsprechende Schrauben 10
beziehungsweise selbstsichernde Muttern 11 (siehe dazu Fig. 5) ein sich im wesentlichen
nach oben erstreckendes Aufnahmerohr 22 für die Spindel 13 vorgesehen. An dem oberen
Ende des Aufnahmerohrs 22 ist ein Spindelgetriebe 23 angeordnet, das vermittels einer
Handkurbel 24 derart bewegt werden kann, dass die Spindel 13 in das Aufnahmerohr 22
hinein oder aus diesem hinaus bewegt wird.
[0020] Fig. 2 bis Fig. 4 verdeutlichen, wie durch Betätigen der Handkurbel 24 die Spindel
13 aus dem Aufnahmerohr 22 herausbewegt werden kann, so dass das Oberteil 2 beziehungsweise
die von diesem umfassten Arme 9 verschwenkt werden können, wodurch die Trageeinheit
3 nach oben beziehungsweise nach unten bewegt werden kann. Fig. 2 zeigt die Spindel
13 in einer weit aus dem Aufnahmerohr 22 herausgefahrenen Stellung, so dass die Trageeinheit
3 zu den Horizontalstreben 18 des Unterteils 1 einen sehr großen Abstand aufweist.
Fig. 3 zeigt die Spindel 13 in einer etwa zur Hälfte in das Aufnahmerohr 22 eingefahrenen
Stellung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Trageeinheit 3 einen wesentlich
geringeren Abstand zu den Horizontalstreben 18 aufweist, als in Fig. 2. In Fig. 4
ist die Spindel 13 komplett in das Aufnahmerohr 22 hineingefahren, so dass die Trageeinheit
3 in einer Stellung befindlich ist, die einen vergleichsweise geringen Abstand zu
den Horizontalstreben 18 aufweist. Beispielsweise in dieser Stellung kann die Trageeinheit
3 unter eine anzuhebende Last, wie beispielsweise unter einen Balken oder einen Träger
verfahren werden. Daran anschließend kann vermittels der Handkurbel 24 die Spindel
13 aus dem Aufnahmerohr 22 herausgefahren werden, bis beispielsweise die Stellung
in Fig. 2 erreicht ist, in der die auf der Trageeinheit 3 befindliche Last ein großes
Stück angehoben wurde.
[0021] Aus Fig. 2 bis Fig. 4 ist relativ deutlich ersichtlich, dass insbesondere aufgrund
der beiden zueinander parallel ausgerichteten Arme 9 und des entsprechenden Angriffs
der Spindel 13 beziehungsweise des die Plattform 4 tragenden Tragrohres 7 eine Höhenverstellung
der Trageeinheit 3 erreicht werden kann, bei der die Plattform 4 in jeder Stellung
der Arme 9 horizontal ausgerichtet ist.
[0022] Es besteht erfindungsgemäß auch die Möglichkeit, anstelle einer Handkurbel zum Antrieb
des Spindelgetriebes einen Elektromotor zu verwenden. Weiterhin besteht die Möglichkeit,
die Trageeinheit 3 anders zu gestalten, beispielsweise durch Ersetzen der Plattform
4 durch ein horizontal ausgerichtetes, drehbares Rohr oder ein anderes Element zur
Unterstützung der aufzunehmenden Last.
[0023] In allen Abbildungen ist deutlich eine Öse 25 ersichtlich, die von der Unterseite
des Tragrohres 7 nach unten ragt. Diese Öse 25 dient zur Aufnahme von in Bodennähe
befindlichen Gegenständen. Eine derartige Aufnahme wird in den Fig. 6 bis Fig. 10
verdeutlicht.
[0024] In Fig. 6 ist schematisch ein schwerer Gegenstand, wie beispielsweise ein Balken
26, angedeutet, der beispielsweise vermittels Holzblöcken 27 oder Steinen oder dergleichen
beabstandet von dem Boden in dessen Nähe gelagert ist. Um den Balken 26 kann beispielsweise
ein Befestigungsseil 28 herumgelegt werden, das mit geeigneten Einhängemitteln in
die Öse 25 eingehängt werden kann. Nach dieser Befestigung kann, wie dies aus Fig.
7 ersichtlich ist, der Balken 26 von den Holzblöcken 27 beispielsweise durch Zurückfahren
der Stützvorrichtung entfernt werden.
[0025] Daran anschließend kann die Stützvorrichtung durch Drehen der Handkurbel 24 in eine
aus Fig. 8 ersichtliche Position überführt werden. In dieser Position befindet sich
der Balken 26 in einer derartigen Höhe, dass er vermittels in Fig. 8 schematisch angedeuteten
Böcken 29 oder dergleichen abgestützt werden kann. Daran anschließend wird das Befestigungsseil
28 von der Öse 25 gelöst. Daran anschließend kann durch Drehen der Handkurbel 24 die
Stützvorrichtung in eine Position gefahren werden, in der der Balken 26 von unten
von der Trageeinheit aufgenommen werden kann, so dass der Balken auf der Plattform
4 aufliegt. Daran anschließend kann der Balken 26, wie dies in Fig. 10 ersichtlich
ist, in eine obere für den Einbau geeignete Position durch Drehen der Handkurbel 24
verfahren werden.
[0026] Aus Fig. 11 bis Fig. 14 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Stützvorrichtung ersichtlich, die zusammenklappbar ausgeführt ist. In Fig. 11 bis
Fig. 14 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in den Fig. 1 bis
Fig.10.
[0027] Fig. 11 zeigt die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung im
Betriebszustand. Aus Fig. 12 ist ersichtlich, dass in einem ersten Arbeitsschritt
für das Zusammenklappen die Stabilisierungsstreben 20 entfernt werden können. Die
Stabilisierungsstreben 20 sind an den Horizontalstreben 18 des Unterteils 1 anschraubbar.
Weiterhin werden die Stabilisierungsstreben 20 auf der von der Anschraubstelle abgewandten
Seite von einem U-förmigen Haltebügel 30 an der Vertikalstrebe 15 gehalten. Zur Abnahme
der Stabilisierungsstreben 20 müssen somit nur die Schraubverbindungen zur Horizontalstrebe
18 gelöst und daran anschließend die Stabilisierungsstreben 20 von dem U-förmigen
Haltebügel 30 abgenommen werden. Dieser Zustand ist in Fig. 12 abgebildet.
[0028] Weiterhin ist die Spindel 13 des Spindeltriebs 14 lösbar an der Doppellasche 12 angebracht.
Für die lösbare Anbringung an der Doppellasche 12 weist diese zwei L-förmige Öffnungen
31 auf, in die ein an der Oberseite der Spindel 13 angebrachter Stift seitlich eingebracht
und an deren oberem Rand zur Anlage gebracht werden kann. Durch Herausführen des an
der Spindel 13 angebrachten Stiftes aus den L-förmigen Öffnungen 31 kann somit die
Spindel 13 von der Doppellasche 12 gelöst werden. Fig. 12 zeigt die Spindel 13 bzw.
den Spindeltrieb 14 im von der Doppellasche 12 gelösten Zustand. In diesem Zustand
kann der Spindeltrieb 14 mit der Spindel auf eine Querstrebe 32 aufgelegt werden,
die die beiden Horizontalstreben 18 miteinander verbindet.
[0029] Die Zusammenklappbarkeit der in den Fig. 11 bis Fig. 14 abgebildeten Stützvorrichtung
wird weiterhin dadurch gewährleistet, dass die Vertikalstrebe 15 schwenkbar an der
Querstrebe 17 angebracht ist. Zu diesem Zweck kann in dem Verbindungsbereich zwischen
Vertikalstrebe 15 und Querstrebe 17 ein Drehgelenk mit einer Drehachse 33 vorgesehen
sein. Ausgehend von Fig. 12 zeigen Fig. 13 und Fig. 14 das Zusammenklappen der Stützvorrichtung.
In einem ersten Arbeitsschritt kann die Vertikalstrebe 15 um die Drehachse 33 herum
in eine horizontale Position geklappt werden. Diese Position ist in Fig. 13 ersichtlich.
Weiterhin ist in Fig. 13 ersichtlich, dass der untere der beiden Arme 9 durch Entfernen
der Schrauben 10 von der Vertikalstrebe 15 gelöst wurde. Durch dieses Lösen eröffnet
sich die Möglichkeit, die beiden Arme 9 in Fig. 13 im Gegenuhrzeigersinn gegenüber
der Vertikalstrebe 15 zu schwenken, bis die in Fig. 14 abgebildete komplett zusammengeklappte
Stellung der Stützvorrichtung erreicht wird. In dieser Stellung können zusätzlich
noch die Stabilisierungsstreben 20 an den Innenseiten der Horizontalstreben 18 verstaut
werden, so dass sämtliche die Stützvorrichtung bildenden Teile zusammengelagert werden
können.
1. Höhenverstellbare Stützvorrichtung mit einem Unterteil (1) und einem Oberteil (2),
das eine gegenüber dem Unterteil (1) vermittels eines Spindeltriebs (14) höhenverstellbare
Trageeinheit (3) für die Aufnahme von Lasten umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (2) mindestens einen Arm (9) umfasst, der schwenkbar an dem Unterteil
(1) angebracht ist, und die Trageeinheit (3) beabstandet von dem Unterteil (1) unterstützt,
und dass der Spindeltrieb (14) derart an dem mindestens einen Arm (9) angreift, dass
vermittels des Spindeltriebs (14) der mindestens eine Arm (9) verschwenkt und damit
die Trageeinheit (3) entsprechend höhenverstellt werden kann.
2. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trageeinheit (3) im Bereich des von dem Unterteil (1) abgewandten Ende des mindestens
einen Armes (9) angebracht ist.
3. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindeltrieb (14) an dem mindestens einen Arm (9) zwischen dem Anlenkpunkt an
dem Unterteil (1) und dem die Trageeinheit (3) halternden Ende angreift.
4. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (2) zwei Arme (9) umfasst, die im wesentlichen parallel zueinander übereinander
angeordnet sind und sowohl schwenkbar an dem Unterteil (1) als auch schwenkbar an
der Trageeinheit (3) befestigt sind, so dass die Trageeinheit (3) bei einer Auf- und
Abbewegung ihre Orientierung beibehält.
5. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trageeinheit (3) eine Plattform (4) umfasst, die insbesondere mit seitlichen
Begrenzungen (5) versehen ist.
6. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform (4) in beliebigen höhenverstellten Positionen der Trageeinheit (3)
eine im wesentlichen waagerechte Ausrichtung aufweist.
7. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindeltrieb (14) an dem Armen (9) schwenkbar angelenkt ist.
8. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an den Armen (9) zur Befestigung des Spindeltriebs eine Doppellasche (12) angebracht
ist, an der ein Teil, insbesondere eine Spindel (13), des Spindeltriebs (14) schwenkbar
angelenkt ist.
9. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindeltrieb (14) ein an dem Unterteil (1) schwenkbar befestigtes Aufnahmerohr
(22) sowie eine vermittels eines Spindelgetriebes (23) in das Aufnahmerohr (22) hineinbewegbare
beziehungsweise aus dieser herausbewegbare Spindel (13) aufweist.
10. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Spindelgetriebe (23) an dem oberen Ende des Aufnahmerohres (22) angebracht ist.
11. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Handkurbel (24) vorgesehen ist, mit der der Spindeltrieb (14) betätigt werden
kann.
12. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (1) zwei Vertikalstreben (15) aufweist, an deren oberen Enden die beiden
Arme (9) zwischen den Vertikalstreben (15) schwenkbar gehaltert sind.
13. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (1) Fußrollen (19) umfasst, vermittels denen die Stützvorrichtung verfahrbar
ist.
14. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der Trageeinheit (3) eine Haltevorrichtung, insbesondere eine Öse (25), angebracht
ist, an der Befestigungsmittel (Befestigungsseil 28) angebracht werden können.
15. Höhenverstellbare Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützvorrichtung aus einer Betriebsposition in eine Transportposition zusammenklappbar
gestaltet ist.