[0001] Die Erfindung betrifft eine Toranlage mit einem entlang mindestens eines ortsfesten
Rollenbocks geführten Tragprofil, welches Bestandteil des beweglichen Torportals ist
und ein dem Torportal abgewandt mit einem durchgehenden Längsschlitz versehenes C-Profil
ist, das an den Innenseiten seiner horizontalen Profilabschnitte Führungsbahnen zur
Abstützung an den Rollen des Rollenbocks aufweist, wobei ein dem Torportal zugewandter
innerer horizontaler Profilabschnitt über seitliche Profilschenkel mit zwei äußeren
horizontalen Profilabschnitten verbunden ist, zwischen denen sich der Längsschlitz
befindet.
[0002] Solche Toranlagen sind als Schiebetore mit einem Torportal bekannt, welches auf Stützrollen
gelagert ist. Die Stützrollen nehmen zum einen das Gewicht des Torportals auf, zum
anderen auch die seitliche Führung des Torportals während des Öffnens und Schließens.
Schiebetoranlagen können sowohl hängend ausgebildet sein, wobei die Führung des Torportals
entlang dessen oberen Rand erfolgt, als auch stehend, wobei in diesem Fall der Rollenbock
mit den daran gelagerten Stützrollen in Bodennähe angeordnet ist.
[0003] Die Führung des Torportals erfolgt mittels dessen Tragprofils, an dessen Innenseiten
sich die Stützrollen des Rollenbocks abstützen. Hierzu ist das Tragprofil als C-Profil
gestaltet, welches an seiner dem Torportal abgewandten Seite mit einem durchgehenden
Längsschlitz für den Durchtritt des Rollenbocks versehen ist.
[0004] Aus EP 0760415 A1 sind Toranlagen der eingangs definierten Art bekannt, die als Tragprofil
ein aus Leichtmetall bestehendes, im Strangpreßverfahren hergestelltes Profil besitzen.
Derartige, mit einem komplizierten Querschnitt ausgeführte Tragprofile sind teuer.
Die DE 196 05 395 A1 zeigt entsprechende Toranlagen, bei denen ein einfaches, aus
Stahlblech hergestelltes Tragprofil verwendet wird, das in der Herstellung erheblich
günstiger ist.
[0005] Da über den Antrieb stoßartige Lasten auf das Tragprofil übertragen werden, besteht
in der Praxis die Gefahr, daß im Randbereich des inneren horizontalen Profilabschnittes
des C-förmigen Tragprofils Schäden auftreten, die auf Spannungsüberschreitungen zurückzuführen
sind und letztlich zu einem Materialversagen führen können.
[0006] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, bei einer Toranlage mit einem im Querschnitt C-förmigen Tragprofil die
Gefahr von Ermüdungsbrüchen in dem Tragprofil zu verringern.
[0007] Die
Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist bei einer Toranlage der eingangs genannten
Art dadurch gekennzeichnet, daß das Tragprofil eine aus einer vertikalen und einer
im wesentlichen horizontalen Komponente bestehende Versteifung zwischen dem inneren
Profilabschnitt und jedem Profilschenkel aufweist, wobei die vertikale Komponente
an den inneren Profilabschnitt und die im wesentlichen horizontale Komponente an den
Profilschenkel angrenzt und daß das Tragprofil ein einstückiges, kaltverformtes Stahlprofil
ist.
[0008] Eine Toranlage mit einem erfindungsgemäß gestalteten Tragprofil zeichnet sich durch
eine erhöhte Festigkeit und insbesondere Dauerfestigkeit gegenüber Materialbelastungen
im Randbereich des inneren horizontalen Profilabschnitts des Tragprofils aus. Durch
die im Tragprofil ausgestaltete Versteifung mit einer vertikalen und einer im wesentlichen
horizontalen Komponente werden die bei bekannten Profilträgern ungünstigen Spannungsspitzen
infolge der unvermeidbaren Horizontalstöße auf ein Minimum reduziert. Die durch die
vertikal wirkende Belastung der Stützrollen hervorgerufenen Spannungsspitzen treten
zudem, bedingt durch die Formgebung des Tragprofils mit den ausgebildeten Versteifungen,
nicht an gleicher Stelle auf, wie die Spannungsspitzen infolge von Horizontallasten.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung verlaufen die Profilschenkel des
Tragprofils zwischen der horizontalen Komponente der Versteifung und dem horizontalen
Profilabschnitt über ihre gesamte Höhe geneigt.
[0010] Femer wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Innenseite jeder vertikalen Komponente
der Versteifung eine Führungsbahn bildet, an der sich eine Querrolle des Rollenbocks
abstützt. In diesem Fall übernimmt die Versteifung eine doppelte Funktion, nämlich
zusätzlich zu ihrer primären Funktion der Festigkeitserhöhung die Bereitstellung einer
Führungsbahn, an der sich die vertikal an dem Rollenbock gelagerte Querrolle seitlich
abstützt, wobei alternativ auch mehrere Querrollen zur abwechselnden seitlichen Abstützung
vorgesehen sein können.
[0011] Es handelt sich bei dem Tragprofil um ein einstückiges, kaltverformtes Stahlprofil.
Durch die Kaltverformung entsteht im Bereich der Versteifung eine Kaltverfestigung
des Stahlblechs. Bedingt durch diese Kaltverfestigung tritt ein lokales Spannungsversagen
erst bei größeren Spannungen auf, weshalb die erfindungsgemäße Formgebung geringere
Blechdicken zuläßt.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die mit einem Antriebselement zum Antrieb
des Torportals versehene Toranlage dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement
außen an der vertikalen Komponente des einen oder beiden Versteifungsprofile befestigt
ist. Die Krafteinleitung des Antriebs erfolgt auf diese Weise an einem Ort, der durch
das zusätzliche Versteifungsprofil ohnehin eine erhöhte Festigkeit aufweist.
[0013] Weitere Einzelheiten werden nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Toranlage mit einem Torportal in Seitenansicht und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch ein Tragprofil der Toranlage gemäß der in Fig. 1 eingezeichneten
Schnittebene II-II.
[0014] Die Schiebetoranlage setzt sich aus zwei fest auf dem Boden montierten Rollenböcken
1 mit daran gelagerten Rollen 2 sowie einem entlang der Rollen 2 verfahrbaren Torportal
3 zusammen. Die Rollen 2 sind zum Teil höheneinstellbar an dem Rollenbock 1 angeordnet,
um das Höhenspiel des Torportals 3 zu justieren. Der Antrieb des Torportals erfolgt
mittels eines seitlich befestigen Antriebsmotors 23, dessen Antriebsritzel 22 in eine
seitlich an dem Torportal 3 befestigte Zahnstange 20 eingreift. Antriebsmotor, Antriebsritzel
und Zahnstange sind in Fig. 1 nicht dargestellt, aber in Figur 2 zu erkennen.
[0015] Entlang seines unteren Randes ist das Torportal 3 mit einem durchgehend ausgebildeten
Tragprofil 4 aus kaltverformtem Stahlblech versehen. Die Tragfunktion des Torportals
3 wird in erster Linie von dem entsprechend steif ausgebildeten Tragprofil 4 aufgenommen.
Zur Aufnahme etwaiger Seitenkräfte auf das Tor können entlang dessen oberen Randes
5 kleinere Stützrollen 6 ortsfest angeordnet sein.
[0016] Anhand der Fig. 2 werden nachfolgend Einzelheiten in der Gestaltung des Tragprofils
4 sowie die Anordnung der Rollen 2 des Rollenbocks 1 beschrieben. Das Tragprofil 4
ist im Querschnitt im wesentlichen C-förmig mit nach unten weisender und damit von
dem Torportal 3 abgewandter Öffnung in Gestalt eines durchgehenden Längsschlitzes
7. Der Längsschlitz 7 ermöglicht dem fest am Boden befestigten Rollenbock 1, bis in
das Innere des Tragprofils 4 hinein zu ragen, um dort die Rollen 2 zu lagern. Bei
den Rollen 2 handelt es sich um beidseits des Rollenbocks 1 angeordnete Zwillingsrollen
mit horizontaler Drehachse 8, auf denen die Rollen 2 drehbar gelagert sind. Ferner
ist an dem Rollenbock 1 eine Querrolle 9 mit vertikaler Drehachse 10 gelagert, und
zwar im oberen Teil des Rollenbocks 1. Beim Ausführungsbeispiel ist die Querrolle
9 in Bezug auf das Tragprofil 4 mittig gelagert, wobei der Durchmesser der vertikal
gelagerten Querrolle 9 geringfügig größer ist, als die Breite des horizontal gelagerten
Rollenpaares 2.
[0017] Das im Querschnitt C-förmige Tragprofil 4 ist einstückig und besteht aus einem oberen
horizontalen Profilabschnitt 11, Profilschenkeln 12 an den Seiten und unteren horizontalen
Profiabschnitten 13a, 13b. Im Übergang zwischen dem horizontalen Profilabschnitt 11,
welcher wegen seiner Zugewandtheit zu dem Torportal 3 auch als innerer horizontaler
Profilabschnitt bezeichnet werden kann, und den seitlichen Profilschenkeln 12 befindet
sich jeweils ein zusätzlicher, ebenfalls während des Kaltverformens hergestellter
Profilbereich. Dieser Profilbereich bildet eine Versteifung 14, welche in ihrer Grundstruktur
L-förmig ist. Die Versteifung 14 besteht aus einer vertikalen Komponente 15 und einer
im wesentlichen horizontalen Komponente 16. Die vertikale Komponente 15 verläuft rechtwinklig
zu dem inneren horizontalen Profilabschnitt 11. Die etwa horizontale Komponente 16
verläuft rechtwinklig zu dem jeweils anschließenden Profilschenkel 12. Die Komponente
16 ist nicht exakt horizontal ausgerichtet, sondern kann, wie Fig. 2 erkennen läßt,
nach außen hin geneigt verlaufen.
[0018] Ebenso verläuft auch jeder der beiden Profilschenkel 12 geneigt, und zwar in der
Weise, daß sich das Tragprofil 4 vom oberen Teil der beiden Profilschenkel 12 zu deren
unterem Teil zunehmend verjüngt. Die Neigung der beiden Profilschenkel 12 muß nicht,
wie auf der Zeichnung dargestellt, gerade sein; vielmehr können die Profilschenkel
12 auch gewölbt verlaufen. Die Innenbreite zwischen den beiden Profilschenkeln 12
an deren tiefster Stelle, d. h. nahe des Übergangs zu den horizontalen Profilabschnitten
13a, 13b, ist geringfügig größer, als die Aufstandsbreite des Rollenpaars 2.
[0019] An den Innenseiten der horizontalen Profilabschnitte 11, 13a, 13b, befinden sich
Führungsbahnen 17, 18 zur Abstützung an den Rollen 2 des Rollenbocks 1. Der vertikale
Abstand zwischen den Führungsbahnen 17, 18 und damit die Innenhöhe des Tragprofils
4 ist geringfügig größer, als der Durchmesser der Rollen 2.
[0020] Die Innenseite der vertikalen Komponente 15 der Versteifung 14 bildet ebenfalls eine
Führungsbahn, an der sich die Querrolle 9 des Rollenbocks 1 seitlich abstützt. An
der gegenüberliegenden Außenseite 19 einer der vertikalen Komponenten 15 der Versteifung
14 ist die Zahnstange 20 mit Zähnen 21 befestigt. In diese Zähne 21 greift das Antriebsritzel
22 des Motors 23 ein, um so das Tragprofil 4 und damit das Torportal 3 horizontal
entlang der Rollenböcke 1 zu verschieben.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Rollenbock
- 2
- Rolle
- 3
- Torportal
- 4
- Tragprofil
- 5
- oberer Rand des Torportals
- 6
- zusätzliche Stützrollen
- 7
- Längsschlitz
- 8
- Drehachse
- 9
- Querrolle
- 10
- Drehachse
- 11
- horizontaler Profilabschnitt
- 12
- Profilschenkel
- 13a
- horizontaler Profilabschnitt
- 13b
- horizontaler Profilabschnitt
- 14
- Versteifung
- 15
- vertikale Komponente
- 16
- horizontale Komponente
- 17
- Führungsbahn
- 18
- Führungsbahn
- 19
- Außenseite
- 20
- Zahnstange
- 21
- Zähne
- 22
- Antriebsritzel
- 23
- Motor
1. Toranlage mit einem entlang mindestens eines ortsfesten Rollenbocks (1) geführten
Tragprofil (4), welches Bestandteil des beweglichen Torportals (3) ist und ein dem
Torportal (3) abgewandt mit einem durchgehenden Längsschlitz (7) versehenes C-Profil
ist, das an den Innenseiten seiner horizontalen Profilabschnitte Führungsbahnen (17,
18) zur Abstützung an den Rollen (2) des Rollenbocks (1) aufweist, wobei ein dem Torportal
(3) zugewandter innerer horizontaler Profilabschnitt (11) über seitliche Profilschenkel
(12) mit zwei äußeren horizontalen Profilabschnitten (13a, 13b) verbunden ist, zwischen
denen sich der Längsschlitz (7) befindet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragprofil (4) eine aus einer vertikalen (15) und einer im wesentlichen horizontalen
(16) Komponente bestehende Versteifung (14) zwischen dem inneren Profilabschnitt (11)
und jedem Profilschenkel (12) aufweist, wobei die vertikale Komponente (15) an den
inneren Profilabschnitt (11), und die im wesentlichen horizontale Komponente (16)
an den Profilschenkel (12) angrenzt und daß das Tragprofil (4) ein einstückiges, kaltverformtes
Stahlprofil ist.
2. Toranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschenkel (12) zwischen der horizontalen Komponente (16) der Versteifung
(14) und dem horizontalen Profilabschnitt (13a bzw. 13b) über ihre gesamte Höhe nach
innen geneigt verlaufen.
3. Toranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite jeder vertikalen Komponente (15) der Versteifung (14) eine Führungsbahn
bildet, an der sich eine Querrolle (9) des Rollenbocks (1) abstützt.
4. Toranlage nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, mit einem Antriebselement
(20) zum Antrieb des Torportals (3), dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (20) an der vertikalen Komponente (15) des einen der beiden Versteifungsprofile
(14) befestigt ist.
1. Gate installation with a support section (4) which is guided along at least one stationary
roller block (1), is a component of the movable gate portal (3) and is a C-section
facing away from the gate portal (3) and provided with a continuous longitudinal slot
(7), the C-section having on the inner faces of its horizontal profiled sections guide
tracks (17, 18) for supporting on the rollers (2) of the roller block (1), wherein
an inner horizontal profiled section (11) facing the gate portal (3) is connected
by way of lateral flanks (12) to two outer horizontal profiled sections (13a, 13b)
between which the longitudinal slot (7) is located, characterised in that the support section (4) has a reinforcement (14) consisting of a vertical component
(15) and a substantially horizontal component (16) between the inner profiled section
(11) and each flank (12) of the section, wherein the vertical component (15) adjoins
the inner profiled section (11) and the substantially horizontal component (16) adjoins
the flank (12), and that the support section (4) is a cold-worked steel section made
in one piece.
2. Gate installation as claimed in Claim 1, characterised in that the flanks (12) of the section extend so as to be inclined inwards over their entire
height between the horizontal component (16) of the reinforcement (14) and the horizontal
profiled section 13a, 13b).
3. Gate installation as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that the inner face of each vertical component (15) of the reinforcement (14) forms a
guide track on which a transverse roller (9) of the roller block (1) is supported.
4. Gate installation as claimed in at least one of the preceding claims, with a drive
element (20) for driving the gate portal (3), characterised in that the drive element (20) is fixed on the vertical component (15) of one of the two
reinforcement sections (14).
1. Installation de portail avec un profilé de porte (4) guidé le long d'un support à
rouleaux (1) fixé au sol, faisant partie du portique de porte (3) mobile, un profilé
en C pourvu d'une fente allongée (7) continue et qui est orientée à l'opposé du portique
de porte (3), qui présente sur les faces intérieures de ses segments horizontaux des
pistes de guidage (17, 18) pour l'appui sur les rouleaux (2) du support à rouleaux
(1), un segment horizontal intérieur (11) adossé au portique de porte (3) étant relié
par des ailes latérales (12) avec deux segments horizontaux extérieurs (13a, 13b)
entre lesquels se trouve la fente allongée (7), caractérisée en ce que le profilé de porte (4) se compose d'un raidisseur (14) formé d'un composant vertical
(15) et d'un autre sensiblement horizontal (16) entre le segment intérieur (11) et
chaque aile (12), le composant vertical (15) étant contigu au segment intérieur (11)
et le composant sensiblement horizontal (16) à l'aile (12), et en ce que le profilé portant (4) est un profilé en acier d'un seul tenant formé à froid.
2. Installation de porte selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ailes (12) sont inclinées vers l'intérieur sur toute leur hauteur entre le composant
horizontal (16) du raidisseur (14) et le segment horizontal de profilé (13a, 13b).
3. Installation de porte selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le côté intérieur de chaque composant vertical (15) du raidisseur (14) forme une
piste de guidage sur laquelle s'appuie un rouleau transversal (9) du support à rouleaux
(1).
4. Installation de porte selon l'une au moins des revendications précédentes, avec un
élément d'entraînement (20) pour l'entraînement du portique de porte (3), caractérisée en ce que l'élément d'entraînement (20) est fixé sur le composant vertical (15) de l'un des
deux raidisseurs (14).