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(11) |
EP 1 247 649 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.10.2004 Patentblatt 2004/44 |
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Anmeldetag: 23.03.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B41J 2/175 |
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Vorrichtung zum Befüllen eines Tintentanks
Apparatus for filling an ink tank
Dispositif pour remplir un réservoir d'encre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
02.04.2001 DE 10116429
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.10.2002 Patentblatt 2002/41 |
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Patentinhaber: J.S. STAEDTLER GMBH & CO |
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D-90427 Nürnberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schönfelder, Volker
91086 Aurachtal (DE)
- Bothe, Thomas
90425 Nürnberg (DE)
- Tandler, Günther
90522 Oberasbach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 816 099 WO-A-98/55318 US-A- 5 595 223
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EP-A- 0 816 100 DE-A- 19 912 620 US-A- 6 053 603
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befüllen eines Tintentanks, insbesondere
eine Nachfüll-Vorrichtung zum Befüllen von Tintentanks für Ink-Jet-Systeme, wie Drucker
und Plotter, oder sonstige automatische Registrier-, Schreib- oder Zeichenanlagen.
[0002] Nachfüll-Vorrichtungen zum Befüllen von Behältern bzw. von Tintentanks sind prinzipiell
bekannt.
So gibt es zum Beispiel Nachfüllsysteme, zum Befüllen von Tintentanks für Ink-Jet-Systeme
und Plotter oder für sonstige automatische Registrier-, Schreib- oder Zeichenanlagen,
mit deren Hilfe es möglich ist, die leer geschriebenen Tintentanks der Druckköpfe
oder der Aufzeichnungsstifte wieder mit neuer Tinte oder sonstigem Aufzeichnungsmittel
nachzufüllen.
[0003] Aus
[1] US-PS 5 595 223 ist eine Tinten-Nachfüll-Vorrichtung bekannt bei der ein Adapter vorgesehen ist,
der auf einem Druckkopf angeordnet wird und mit dessen Hilfe einerseits der Tintentank
des Druckkopfes geöffnet und zudem ein Nachfüllbehälter aufgesetzt, angestochen und
befestigt werden kann. Beim Öffnen oder Anstechen der Behälter werden die Verschlussteile
gelöst oder zerstört, so dass dann die Tinte von dem Behälter in den Tank fließen
kann.
Der Luftausgleich in dem zu befüllenden Tank und über diesen im Nachfüllbehälter,
erfolgt hierbei über Luftkanäle, die ins Freie münden. Zur Befüllung des Tanks muss
der Nachfüllbehälter oberhalb bzw. über dem Adapter angeordnet sein, damit die Tinte
durch Schwerkraft selbsttätig aus dem Behälter in den Tank fließen kann.
Nachteilig bei einer derartigen Vorrichtung in Form dieses Adapters ist es, dass mit
dem Adapter kein hermetisch abgeriegelter Tank, bzw. kein Tank ohne permanent geöffneten
Luftausgleich, aufgrund des sich aufbauenden Gegendrucks, nachgefüllt werden kann.
[0004] Weiter sind aus
[2] DE 199 12 620 A1 Vorrichtungen und Anordnungen bekannt, bei denen Nachfüllbehälter mit einem Tintentank
durch einen Adapter verbunden werden und in Füllposition im wesentlichen übereinander
angeordnet sind.
Der Füllvorgang erfolgt hierbei durch Schwerkraft, da sich der ggf. vorhandene Tintenbeutel
im Tintentank ungehindert entfalten kann, sobald Tinte in diesen einfließt.
Nachteilig ist es hierbei, dass ein Nachfüllen des Tintentanks nur dann möglich ist
und funktioniert, solange kein Gegendruck im Tintentank des niedrigeren Niveaus vorherrscht
oder sich aufbaut.
Ein Gegendruck beispielsweise würde dann vorliegen oder aufgebaut, wenn der dort gezeigte
Tintenbeutel von einem zur Umgebung hermetisch abgeschlossenen Gehäuse umgeben wäre.
Dann wäre ein Nachfüllen des Tintenspeichers mit der beschriebenen Vorrichtung aufgrund
des entstehenden Überdrucks auch mit Hilfsmitteln wie Pumpen nicht möglich.
Bei einer anderen dort gezeigten Lösung erfolgt lediglich ein interner Druckausgleich
zwischen zwei unflexiblen und starr miteinander verbundenen Tintentanks über einfache
Luftdurchlässe.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Vorrichtung zum Nachfüllen von Tintentanks
zu schaffen, die die oben erwähnten Nachteile nicht aufweist und die dem Benutzer
eine preiswerte, einfache und saubere Möglichkeit bietet, schwer nachfüllbare Tanks,
wie z.B. hermetisch abgeschlossene Tanksysteme nachzufüllen.
Hierdurch wird das vorhandene Material, wie leer geschriebene Tanks, mit oder ohne
Druckköpfen, nochmals weiter verwendbar, was zur Schonung von Ressourcen, durch reduzierten
Abfall führt und andererseits dem Benutzer ggf. Kosten spart.
[0006] Die
Lösung dieser Aufgabe erfolgt bei einer Vorrichtung zum Befüllen eines Tintentanks, mit
den im Anspruch 1 umfassten Merkmalen.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den weiteren Ansprüchen erfasst.
[0007] Die vorgeschlagene Vorrichtung zum Befüllen eines Tintentanks soll anhand einiger
nachfolgender Abbildungen beispielhaft beschrieben werden.
Hierbei zeigen:
- Figur 1:
- eine vorgeschlagene Vorrichtung in Form eines Adapters mit eingesetztem Nachfüllbehälter
und Tintentank,
- Figur 2:
- einen Adapter von vorne, ohne Tintentank und ohne Nachfüllbehälter,
- Figur 3:
- einen Schnitt durch die Vorrichtung gemäß Figur 1, mit der Schnittlinie A-A gemäß
Figur 2 und
- Figur 4:
- einen Schnitt durch die Vorrichtung gem. Figur 1 mit der Schnittlinie B-B gemäß Fig.2;
[0008] In
Figur 1 ist der prinzipielle Aufbau einer vorschlagsgemäßen Vorrichtung dargestellt, wobei
in einen Adapter 1 ein nachzufüllender Tintentank 2 und ein, den Tintenvorrat enthaltender,
Nachfüllbehälter 3 eingesetzt sind.
[0009] In der
Figur 2 ist der Adapter 1 als separates Teil von vorne, bzw. von der Seite gezeigt, an die
der hier nicht dargestellte Tintentank (2) angeschlossen wird. Am Verteilergehäuse
11 des Adapters 1 ist ein Tankanschluss 12 als Steckverbindung angeordnet. Der Tankanschluss
12 besteht aus einem Anschlusskörper 121, sowie einem Füllanschluss 123, mit einer
Tankkanüle 142 und einem Luftanschluss 124, mit einer Luftkanüle 151. Ein hier nicht
gezeigter Nachfüllbehälter (3) kann im Anschlussgehäuse 131 am Behälteranschluss 13
eingeschoben werden. Seitlich am Anschlussgehäuse 131 sind Führungsnuten 132 angebracht,
in die Zentriernasen oder Nocken des Nachfüllbehälters (3) eingreifen können, z.B.
zur Identifikation der Zusammengehörigkeit definierter Befüllsysteme. Wenn der Adapter
jeweils für einen ganz bestimmten Tinten- oder Gerätetyp geeignet sein soll, sind
Form und Lage der Anordnungen ggf. verschieden auszuführen.
[0010] In
Figur 3 ist die Füllsituation dargestellt, wobei in bzw. an das Verteilergehäuse 11 des Adapters
1 ein Nachfüllbehälter 3 eingesetzt und ein Tintentank 2 aufgeschoben ist.
Das Tankmundstück 23 des Tintentanks 2 ist auf den Tankanschluss 12 des Adapters 1
aufgesetzt und mit dessen Füllanschluss 123 reibschlüssig verbunden.
Die Reservetinte fließt als Nachfüllmittel 300 über das Füllsystem 14, bzw. über die
Behälterkanüle 143, den Füllkanal 141 und die Tankkanüle 142 in das Tankreservoir
22 des Tintentanks 2, als von dort aus wieder verwendbares Schreibmittel 200. In den
Füllkanal 141 sind tankseitig die Tankkanüle 142 und behälterseitig die Behälterkanüle
143 fest eingesetzt, die mittels Anstechspitzen oder Druckschrägen die Tankdichtung
212 im Tankmundstück 23 und die Behälterdichtung 322 in der Behälterhülle 321 durchdringen
und somit den durchgehenden Tintenfluss ermöglichen.
Innerhalb des Tankgehäuses 21, im hermetisch abgeschlossenen Tankraum 211, liegt der
Tintenspeicher 22, begrenzt durch die Speicherhülle 221. Damit beim Nachfüllvorgang
der im Behältergehäuse 31 von der Behälterhülle 321 begrenzte weiche Füllbehälter
32 beim Entleeren ungehindert in sich zusammenfallen kann, sind im Behältergehäuse
31 mindestens eine Behälteröffnung 312 zur Belüftung des Behälterraumes 311 angeordnet.
[0011] Figur 4 zeigt die Vorrichtung gem. Figur 3, mit dem Adapter 1, dem Tintentank 2 und dem Nachfüllbehälter
3, wobei hier ein Schnitt durch das Belüftungssystem 15 gelegt ist, gemäß Linie B-B
in Figur 2. Das im Verteilergehäuse 11 integrierte Belüftungssystem 15 weist hier
zum Tintentank 2 hin eine fest eingesetzte Luftkanüle 151 auf und stellt über eine
Luftöffnung 152 freien Durchgang zur Umgebung her. Dadurch entsteht Druckausgleich
zur Atmosphäre und es entweicht beim Füllvorgang genau so viel Luft aus dem sonst
hermetisch abgeschlossenen Tankraum 211 des Tintentanks 2, wie die nachgefüllte Menge
des Nachfüllmittels 300 aus dem Füllbehälter 32 als neu verfügbares Schreibmittel
200 an Volumen im Tintenspeicher 22 einnimmt. Die Luftkanüle 151 durchdringt mit ihrer
Anstechspitze beim Anschließen die im Luftmundstück 24 fest angeordnete Luftdichtung
213 und öffnet damit den sonst hermetisch abgeschlossenen Tankraum 211 im Tintentank
2. Während der Tintentank 2 über den Tankanschluss 12 mit dem Verteilergehäuse 11
des Adapters 1 reibschlüssig aber lösbar verbunden ist, befindet sich das Behältergehäuse
31 des Nachfüllbehälters 3, abgedichtet aber relativ lose sitzend, im Anschlussgehäuse
131 des Behälteranschlusses 13.
[0012] Die vorgeschlagene Vorrichtung zum Befüllen eines Tintentanks, insbesondere eines
Tintenspeichers bei einem Ink-Jet-System, einem Drucker, Plotter oder einer sonstigen
automatischen Registrier-, Schreib- oder Zeichenanlage, weist einen Nachfüllbehälter
(3) auf und der Tintentank (2) ist mit diesem durch einen Adapter (1) verbunden und
in Füllposition im wesentlichen übereinander angeordnet. Der Adapter weist mindestens
zwei Anschlüsse für die zu verbindenden Behälter 3 und Tanks 2 auf und im Tintentank
2 ist ein Tintenspeicher 22 angeordnet, wobei zwischen dem Tankgehäuse 21 und dem
Tintenspeicher 22 ein hermetisch abgeschlossener Tankraum 211 ausgebildet ist. Bei
einer derartigen Vorrichtung soll vorzugsweise der Adapter 1 derart gestaltet und
bemessen sein, dass er zusammen mit einem nachzufüllenden Tintentank 2 und einem geeigneten
Nachfüllbehälter 3 in Füllposition, das heißt, in zusammengesetztem Zustand, ein in
sich hermetisch abgeschlossenes Füllsystem 14 enthält bzw. bildet und ein zusätzliches
Luftsystem 15 aufweist.
[0013] Weiterhin von Vorteil ist es, wenn das Füllsystem 14 mindestens eine, in einem Füllkanal
141 angeordnete, Tankkanüle 142 und eine Behälterkanüle 143 aufweist, die bei angeschlossenem
Tintentank 2 und bei eingesetztem Nachfüllbehälter 3 in Füllposition eine fluidische
Verbindung zwischen dem Inneren des Füllbehälters 32 und des Tintenspeichers 22 bildet.
Das Luftsystem 15 soll vorzugsweise eine Luftkanüle 151 aufweisen, die in Füllposition,
ggf. über eine Luftöffnung 152, einen Luftdurchlass zwischen dem Inneren eines hermetisch
abgeriegelten Tankraumes 211 und der Atmosphäre bildet.
[0014] Wenn der Adapter 1 ein festes biegesteifes Verteilergehäuse 11 und mindestens einen
ebensolchen Tankanschluss 12 und/oder Behälteranschluss 13 aufweist und wenn der Tintentank
2 und/oder der Nachfüllbehälter 3 ebenfalls aus festem biegesteifen Material besteht
oder bestehen lässt sich die ganze Vorrichtung besonders stabil ausbilden und leicht
handhaben.
[0015] Die Dichtungselemente 212, 213, 322 sollen am Tintenspeicher 22, im Tintentank 2,
im Nachfüllbehälter 3 und/oder in den Anschlussbereichen des Adapters 1 an diesem
selbst angeordnet sein und beim Nachfüllvorgang soll zwischen den Dichtungselementen
212, 213, 322 und den im Adapter 1 angeordneten Kanülen 142, 143, 151 mindestens jeweils
eine dichtende Verbindung ausgebildet sein.
[0016] Wenn die Kanülen 142, 143, 151 mindestens jeweils eine biegesteife Anstechspitze
aufweisen, lässt sich der jeweils zugehörige Verschluss am Tintentank 2 und/oder am
Nachfüllbehälter 3 besonders einfach und leicht Öffnen.
[0017] Günstig ist es bei diesen Systemen auch, wenn der Tintenspeicher 22 des Tintentanks
2 und/oder der Füllbehälter 32 des Nachfüllbehälters 3 eine leicht verformbare Hülle
221, 321 aufweisen, wobei z.B. die Speicherhülle 221 und/oder die Behälterhülle 321
aus einem flexiblen, elastischen Material, vorzugsweise aus einem hochflexiblen Polymermaterial
besteht sollten.
[0018] Die Dichtungselemente 212, 213, 322 können bzw. sollten aus Gummi oder weichem Kunststoff
und als Scheiben oder Ringe und/oder als selbstschießende Ventile ausgebildet sein.
[0019] Die Verbindungsmittel am Tankanschluss 12 und/oder am Behälteranschluss 13 des Adapters
1, sollen jeweils komplementär zu den zu verbindenden Tintentanks 2 und Nachfüllbehältern
3 als Steckverbindungen, formschlüssige Verbindungen oder als Gewindeanschlüsse ausgebildet
sein.
[0020] Erfindungsgemäß wurde eine Vorrichtung geschaffen, die als Adapter 1 eine fluidische
Verbindung über ein Füllsystem 14 zwischen einem nachzufüllenden Tintentank 2 und
einem Nachfüllbehälter 3 über Kupplungselemente herstellt. Beim Nachfüllen liegt das
Flüssigkeitsniveau des Nachfüllbehälters 3 über dem Niveau des Tintentanks 2, damit
der Nachfüllvorgang durch Schwerkraft abläuft. Für einen reibungslosen Füllvorgang
muss gleichzeitig mit der fluidischen Verbindung ein Druckausgleich bzw. ein Öffnen
des hermetisch abgeschlossenen Tankraumes 211, der zwischen der äußeren Oberfläche
des Tintenspeichers 22 und der Innenfläche des Tankgehäuse 21 liegt, zur Atmosphäre
hergestellt werden. Diese Verbindung erfolgt über ein Belüftungssystem 15 im Adapter
1.
[0021] Damit erfüllt der Adapter 1 gleichzeitig die Funktionen der Herstellung einer fluidischen
Verbindung und die Schaffung eines Luftausgleichs.
Sowohl bei dem Nachfüllbehälter 3 als auch beim Tintentank 2 mit dem Tintenspeicher
22, sind die Anschlüsse mit Dichtelementen 212, 213 und 322, wie beispielsweise mit
Septen oder Ventilen verschlossen. Diese Dichtelemente 212, 213, 322 werden beim Andocken
des Nachfüllbehälters 3 mit dem Füllbehälter 32 und des Tintentanks 2 mit dem Tintenspeicher
22 an den Adapter 1 von den Kanülen 1142, 143 und 151 durchstochen.
Werden nach dem Nachfüllvorgang der befüllte Tintenspeicher 22 und der entleerte oder
auch nur teilentleerte Füllbehälter 32 vom Adapter 1 getrennt bzw. abgezogen, schließen
die Dichtelemente 212,213,322 selbsttätig, sobald die Kupplungselemente abgezogen
sind. Auf diese Weise wird ein unbeabsichtigtes Austreten von Flüssigkeit wie Tinte
200 oder sonstiges Nachfüllmittel 300 und damit verbundene Verschmutzungen sicher
verhindert.
Um Verwechslungen beim einsetzen eines Nachfüllbehälters 3 oder des Tintentanks 2,
die unterschiedlich gefärbte Tinten oder Tinten für unterschiedliche Anwendungen enthalten,
in den Adapter 1 zu vermeiden, können die Behälteranschlüsse 13 des Adapters 1, Elemente
wie Führungsnuten 132 aufweisen, die mit korrespondierenden Elementen am Nachfüllbehälter
3 oder am Tintentank 2 wie beispielsweise Nasen oder Nocken zusammen wirken, z.B.
nach dem sogenannten Nut- und Feder-Prinzip.
[0022] Der Nachfüllvorgang sollte zweckmäßigerweise damit begonnen werden, dass zunächst
der leere Tintentank 2 mit dem Adapter 1 sicher verbunden und geöffnet wird und dass
dann erst der Nachfüllbehälter 3 eingesetzt und geöffnet wird.
Die Füllmengen von Tintentank 2 und Nachfüllbehälter 3 sollten so aufeinander abgestimmt
sein, dass der Inhalt des Nachfüllbehälters 3 bei einem Befüllungsvorgang vollständig
in den Tintentank 2 eingefüllt werden kann. Andernfalls sind vorteilhaft Absperrventile
oder sonstige Portionierungshilfen und/oder Inhalts- und Füllanzeigen anzubringen.
[0023] Nach dem Füllvorgang werden die drei Komponenten Adapter 1, Tintentank 2 und Nachfüllbehälter
3 - vorzugsweise durch senkrechte Abzugsbewegungen - wieder voneinander getrennt.
Hierbei verschließen sich vorteilhafter weise die drei Dichtungen 213, 212, und 322
- möglichst auch in dieser Reihenfolge - selbsttätig luft- und flüssigkeitsdicht.
Wenn - bei gleichen Anschlusslängen des Tankmundstückes 23 und des Luftmundstückes
24 - die freie Kontaktlänge der Luftkanüle 151 kürzer ist als die freie Anschlusslänge
der Tankkanüle 142 wird ein relativ verschmutzungssicheres Lösen des Tintentanks 2
in der vorgegebenen Verschlussfolge ermöglicht, wenn der Tintentank 2 vor dem Nachfüllbehälter
3 entfernt wird.
Positionen:
[0024]
| 1 |
Adapter |
| |
11 |
Verteilergehäuse, |
| |
12 |
Tankanschluss (hier als Steckverbindung), |
| |
121 |
Anschlusskörper, |
| |
123 |
Füllanschluss, |
| |
124 |
Luftanschluss, |
| |
13 |
Behälteranschluss (Steckverbindung), |
| |
131 |
Anschlussgehäuse, |
| |
132 |
Führungsnuten, |
| |
14 |
Füllsystem, |
| |
141 |
Füllkanal, |
| |
142 |
Tankkanüle, |
| |
143 |
Behälterkanüle, |
| |
15 |
Luftsystem, |
| |
151 |
Luftkanüle, |
| |
152 |
Luftöffnung, |
| 2 |
Tintentank |
| |
200 |
Tinte/Schreibmittel (in 22), |
| |
21 |
Tankgehäuse, |
| |
211 |
Tankraum (hermetisch abgeschlossen), |
| |
212 |
Tankdichtung, |
| |
213 |
Luftdichtung, |
| |
22 |
Tintenspeicher, |
| |
221 |
Speicherhülle, |
| |
23 |
Tankmundstück, |
| |
24 |
Luftmundstück; |
| 3 |
Nachfüllbehälter |
| |
300 |
Nachfüllmittel (in 32), |
| |
31 |
Behältergehäuse, |
| |
311 |
Behälterraum, |
| |
312 |
Behälteröffnung, |
| |
32 |
Füllbehälter, |
| |
321 |
Behälterhülle |
| |
322 |
Behälterdichtung |
1. Vorrichtung zum Befüllen eines Tintentanks, insbesondere eines Tintenspeichers bei
einem Ink-Jet-System, einem Drucker, Plotter oder einer sonstigen automatischen Registrier-,
Schreib- oder Zeichenanlage, wobei ein Nachfüllbehälter (3) und der Tintentank (2)
durch einen Adapter (1) verbunden werden und in Füllposition im wesentlichen übereinander
angeordnet sind und wobei der Adapter mindestens zwei Anschlüsse für die zu verbindenden
Behälter und Tanks aufweist, wobei im Tintentank ein Tintenspeicher angeordnet ist
und wobei zwischen dem Tankgehäuse und dem Tintenspeicher ein hermetisch abgeschlossener
Raum ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Adapter (1) derart gestaltet und bemessen ist, dass er zusammen mit einem nachzufüllenden
Tintentank (2) und einem geeigneten Nachfüllbehälter (3) in Füllposition, das heißt,
in zusammengesetztem Zustand, ein in sich hermetisch abgeschlossenes Füllsystem (14)
bildet und ein zusätzliches Luftsystem (15) aufweist,
dass das Luftsystem (15) in Füllposition, über eine Luftöffnung (152), einen Luftdurchlass
zwischen dem Inneren des hermetisch abgeriegelten Tankraumes (211) und der Atmosphäre
bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet
dass das Füllsystem (14) mindestens eine in einem Füllkanal (141) angeordnete Tankkanüle
(142) und eine Behälterkanüle (143) aufweist, die bei angeschlossenem Tintentank (2)
und bei eingesetztem Nachfüllbehälter (3) in Füllposition eine fluidische Verbindung
zwischen dem Inneren des Füllbehälters (32) und des Tintenspeichers (22) bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet
dass das Luftsystem (15) eine Luftkanüle (151) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Adapter (1) ein festes biegesteifes Verteilergehäuse (11) und mindestens einen
ebensolchen Tankanschluss (12) und/oder Behälteranschluss (13) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tintentank (2) und/oder der Nachfüllbehälter (3) aus festem biegesteifen Material
besteht oder bestehen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Dichtungselemente (212, 213, 322) am Tintenspeicher (22), im Tintentank (2), im Nachfüllbehälter
(3) und/oder in den Anschlussbereichen des Adapters (1) an diesem selbst angeordnet
sind
und dass beim Nachfüllvorgang zwischen den Dichtungselementen (212, 213, 322) und den im Adapter
(1) angeordneten Kanülen (142, 143, 151) mindestens jeweils eine dichtende Verbindung
ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kanülen (142, 143, 151) mindestens eine biegesteife Anstechspitze aufweisen,
zur Öffnung des jeweils zugehörigen Verschlusses am Tintentank (2) und/oder am Nachfüllbehälter
(3).
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tintenspeicher (22) des Tintentanks (2) und/oder der Füllbehälter (32) des Nachfüllbehälters
(3) eine leicht verformbare Hülle(221, 321) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Speicherhülle (221) und/oder die Behälterhülle (321) aus einem flexiblen, elastischen
Material, vorzugsweise aus einem hochflexiblen Polymermaterial besteht.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtungselemente (212, 213, 322) aus Gummi oder weichem Kunststoff als Scheiben
oder Ringe und/oder als selbstschießende Ventile ausgebildet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungsmittel am Tankanschluss (12) und/oder am Behälteranschluss (13) des
Adapters (1), komplementär zu den zu verbindenden Tintentanks (2) und Nachfüllbehältern
(3) als Steckverbindungen, formschlüssige Verbindungen oder als Gewindeanschlüsse
ausgebildet sind.
1. Device for filling an ink tank, particularly an ink reservoir in an ink-jet system,
a printer, plotter or another automatic recording, writing or drawing installation,
wherein a refill container (3) and the ink tank (2) are connected by an adapter (1)
and in filling position are arranged substantially one above the other and wherein
the adapter has at least two connections for the container and tank to be connected,
wherein an ink reservoir is arranged in the ink tank and wherein a hermetically closed
space is formed between the tank housing and the ink reservoir, characterised in that the adapter (1) is shaped and dimensioned in such a manner that it forms together
with an ink tank (2), which is to be refilled, and an appropriate refill container
(3) in filling position, i.e. in assembled state, an intrinsically hermetically closed
filling system (14) and has an additional air system (15), and that the air system
(15) in filling position forms, above an air opening (152), an air passage between
the interior of the hermetically sealed-off tank chamber (211) and the atmosphere.
2. Device according to claim 1, characterised in that the filling system (14) comprises at least one tank hollow needle (142), which is
arranged in a filling channel (141), and a container hollow needle (143), which when
the ink tank (2) is closed and when the refill container (3) is inserted forms in
filling position a fluid connection between the interior of the filling container
(32) and the ink reservoir (22).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the air system (15) comprises an air hollow needle (151).
4. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the adapter (1) comprises a solid distributor housing (11), which is stiff in bending,
and at least one tank connection (12) and/or container connection (13) which is or
are the same.
5. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the ink tank (2) and/or the refill container (3) consists or consist of a solid material
stiff in bending.
6. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the sealing elements (212, 213, 322) are arranged at the ink reservoir (22), in the
ink tank (2), in the refill container (3) and/or in the connecting regions of the
adapter (1) at this itself and that during the refilling process at least one respective
sealing connection is formed between the sealing elements (212, 213, 322) and the
hollow needles (142, 143, 151) arranged in the adapter (1).
7. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the hollow needles (142, 143, 151) have at least one piercing tip, which is stiff
in bending, for opening the respectively associated closure at the ink tank (2) and/or
at the refill container (3).
8. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the ink reservoir (22) of the ink tank (2) and/or the filling container (32) of the
refill container (3) has or have a readily deformable casing (221, 321).
9. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the reservoir casing (221) and/or the container casing (321) consists or consist
of a flexible resilient material, preferably of a highly flexible polymer material.
10. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the sealing elements (212, 213, 322) are formed from rubber or soft plastics material
as discs or rings and/or as self-closing valves.
11. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the connecting means at the tank connection (12) and/or at the container connection
(13) of the adapter (1) are formed to be complementary to the ink tanks (2) and refill
containers (3), which are to be connected, as plug connections, mechanically positive
connections or as threaded connections.
1. Dispositif pour remplir un réservoir d'encre, en particulier l'unité de stockage de
l'encre d'un système d'impression à jet d'encre, d'une imprimante, d'un traceur ou
d'un autre dispositif automatique d'enregistrement, d'écriture ou de dessin, dans
lequel une recharge (3) et le réservoir d'encre (2) sont reliés par un adaptateur
(1), ces derniers étant, en position de remplissage, disposés sensiblement l'un au-dessus
de l'autre, et dans lequel l'adaptateur comporte au moins deux raccordements destinés
à la recharge et au réservoir à raccorder, une unité de stockage de l'encre étant
disposée dans le réservoir d'encre et un espace fermé hermétiquement étant formé entre
le carter du réservoir et l'unité de stockage de l'encre, caractérisé en ce que l'adaptateur (1) est conçu et dimensionné de sorte à former un système de remplissage
(14) en soi hermétiquement clos conjointement avec un réservoir d'encre à recharger
(2) et une recharge appropriée (3) en position de remplissage, c'est-à-dire à l'état
monté, et qu'il comporte un système d'air (15) supplémentaire, et en ce que le système d'air (15) en position de remplissage, forme par l'intermédiaire d'une
ouverture pour l'air (152) un passage pour l'air entre l'intérieur de l'espace du
réservoir hermétiquement verrouillé (211) et l'atmosphère.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système de remplissage (14) comporte au moins une canule de réservoir (142) disposée
dans un canal de remplissage (141) et une canule de recharge (143), qui, lorsque le
réservoir d'encre (2) est raccordé et que la recharge (3) est mise en place, forme,
en position de remplissage, un raccord hydraulique entre l'intérieur du récipient
de recharge (32) et l'unité de stockage de l'encre (22).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le système d'air (15) comporte une canule à air (151).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'adaptateur (1) comporte un distributeur (11) solide et résistant à la flexion,
et au moins un élément de raccord au réservoir (12) et/ou un élément de raccord à
la recharge (13) de même type.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réservoir d'encre (2) et/ou la recharge (3) sont fabriqués dans un matériau solide
résistant à la flexion.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des éléments d'étanchéité (212, 213, 322) sont disposés au niveau de l'unité de stockage
de l'encre (22), dans le réservoir d'encre (2), dans la recharge (3) et/ou dans les
zones de raccordement de l'adaptateur (1) sur celui-ci même, et en ce qu'il est formé, lors du processus de recharge, au moins un raccord étanchéifiant respectif
entre les éléments d'étanchéité (212, 213, 322) et les canules (142, 143, 151) placées
dans l'adaptateur (1).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les canules (142, 143, 151) comportent au moins une pointe perceuse résistant à la
flexion, destinée à ouvrir l'élément d'obturation respectivement associé au réservoir
d'encre (2) et/ou à la recharge (3).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de stockage de l'encre (22) du réservoir d'encre (2) et/ou le récipient de
recharge (32) de la recharge (3) comportent une enveloppe facilement déformable (221,
321).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'enveloppe de l'unité de stockage (221) et/ou l'enveloppe du récipient de recharge
(321) se composent d'une matière élastique et souple, de préférence d'une matière
polymère extrêmement souple.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments d'étanchéité (212, 213, 322) sont conçus sous forme de rondelles ou
de bagues en caoutchouc ou en plastique mou, et/ou sous forme de vannes à fermeture
automatique.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de raccordement au niveau du raccord au réservoir (12) et/ou au niveau
du raccord à la recharge (13) de l'adaptateur (1) sont conçus de façon complémentaire
avec les réservoirs d'encre (2) et les recharges (3), sous la forme de raccords à
fiches, de raccords autobloquants ou à engagement positif ou de raccords filetés.