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EP 1 248 064 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.2009 Patentblatt 2009/20 |
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Anmeldetag: 30.03.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Wärmeübertrager
Heat exchanger
Echangeur de chaleur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
05.04.2001 DE 10116949
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.10.2002 Patentblatt 2002/41 |
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Patentinhaber: |
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- INSTITUT FÜR LUFT- UND KÄLTETECHNIK GEMEINNÜTZIGE
GESELLSCHAFT mbH
01309 Dresden (DE)
- Wegra Anlagenbau GmbH
98631 Westenfeld (DE)
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Erfinder: |
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- Albring, Peter, Dr.-Ing.
01187 Dresden (DE)
- Pietsch, Alexander, Dr.-Ing.
01237 Dresden (DE)
- Weidner, Roland, Dipl.-Ing (FH)
98547 Schwarza (DE)
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Vertreter: Kaufmann, Sigfrid |
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KAUFMANN
Patent- und Rechtsanwälte
Loschwitzer Strasse 42 01309 Dresden 01309 Dresden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 802 670 DE-C- 962 169
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DE-B- 1 060 882 GB-A- 846 592
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager, der insbesondere für den Einsatz in
Absorptionskälteanlagen geeignet ist.
[0002] Bei Absorptionskälteanlagen findet ein Wärme- und Stoffaustausch an der Oberfläche
der Wärmeübertrager von Absorber und Austreiber statt. Dabei wird z. B. Lithium-Bromidlösung
durch Berieselung oder Versprühung über die Rohre der Wärmeübertrager verteilt. Zwischen
der Lösung und dem Kühlwasser im Absorber bzw. der Lösung und dem Heizwasser im Austreiber
findet der Wärmeaustausch statt.
GB 846,592 offenbart einen Wärmeübertrager gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0003] Wärmeübertrager bekannter Bauart für Absorptionskälteanlagen bestehen aus liegenden
Rohrbündeln, die beidseitig in Rohrböden eingewalzt oder eingeschweißt sind. Eine
solche Ausführung ist z. B. in der
US 5 463 880 A beschrieben. Bei diesen Ausführungsformen ist es problematisch, die durch Wärmeausdehnung
bedingten Längenunterschiede zu kompensieren. Außerdem ist es relativ aufwendig, eine
gleichmäßige Verteilung der Lösung über das Rohrbündel zu gewährleisten. Dazu müssen
Rieselwannen mit einer Vielzahl von Bohrungen und andere Sprüheinrichtungen, wie z.
B. gemäß
US 5 463 880 A, über das gesamte Rohrbündel verteilt werden, wodurch ein hoher baulicher Aufwand
und Wartungsaufwand zur Reinigung der Öffnungen zu verzeichnen sind.
[0004] Aus
DE 198 02 670 A1 ist ein Wärmeübertrager für Absorptionskältemaschinen bekannt, bei dem die Wärmeübertragerrohre
als ebene Rohrspiralen ausgebildet sind, die parallel zueinander mit einem Verteilrohr
und einem Sammelrohr verbunden sind. Dabei wird mindestens eines dieser Rohre konzentrisch
zu den Rohrspiralen angeordnet und je nach Ausführungsform der Rohrspiralen befindet
sich das zweite Rohr ebenfalls im Zentrum oder am Außendurchmesser der Rohrspiralen.
Mit dieser Ausführungsform werden die vorstehend beschriebenen Nachteile bekannter
paralleler Rohrbündelwärmeübertrager beseitigt. Nachteilig ist es jedoch, dass, bedingt
durch die Spiralform, stets ein Rohr konzentrisch angeordnet werden muß. Treten z.
B. fertigungsbedingte Undichtigkeiten am Mittelrohr auf, ist deren Beseitigung nur
mit großem Montageaufwand möglich. Ein weiterer Nachteil besteht bei den in einer
Ebene liegenden, untereinander parallel angeordneten Spiralen durch den notwendigen
vertikalen Montageabstand zwischen den Spiralen.
[0005] Je größer die erforderliche Wärmeübertragerleistung ist, um so mehr untereinander
angeordnete Rohrspiralen sind zur Erzeugung der notwendigen Wärmeübertragerfläche
erforderlich, was zwangsläufig zu einer Vergrößerung der Bauhöhe führt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Lösung zu finden, die es gestattet, auf
möglichst geringem Raum eine Vielzahl von Rohrspiralen anzuordnen und dabei trotzdem
eine einfache Montage zu ermöglichen.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches gelöst, indem bei Anordnung
der Sammel- und Verteilerrohre am Außenumfang der Spirale die Rohrspirale außen am
Verteilerrohr beginnt, spiralförmig nach innen geführt wird, in der Nähe des Zentrums
umkehrt und in den radialen Zwischenräumen der Spirale gegenläufig wieder nach außen
geführt wird und im Sammelrohr mündet. Das setzt voraus, dass der radiale Abstand
zwischen den Spiralwindungen etwas größer als der Rohrdurchmesser ist. Zur Vereinfachung
der Fertigung kann die Spirale aus zwei symmetrischen Teilen hergestellt werden. Diese
Einzelspiralen werden spiegelbildlich ineinander gefügt und in der Mitte durch ein
geeignetes Rohrstück miteinander verbunden.
[0008] Die Minimierung der Bauhöhe wird dadurch erreicht, dass die vertikal untereinander
angeordneten Spiralen mit ihren nach außen geführten Enden abwechselnd von links und
rechts in ein Verteiler- oder Sammelrohr eingebunden werden. Der gleiche Effekt wird
durch die Auftrennung von Sammel- und Verteilrohr in mehrere, jedoch mindestens zwei
Einzelrohre erzielt. Die nach außen geführten Spiralenden werden abwechselnd in verschiedene
Sammel- und Verteilerrohre eingebunden.
[0009] An folgenden Ausführungsbeispielen soll die Erfindung näher erläutert werden:
[0010] Fig. 1 zeigt wie eine Rohrspirale 2 in einem Behälter 1 untergebracht und mit den
Enden in ein Sammelrohr 4 und ein Verteilrohr 3 eingebunden ist. Gemäß Fig. 1 beginnt
die erste Rohrspirale 2 im Verteilrohr 3 und endet in gleicher Ebene im Sammelrohr
4. Die zweite Rohrspirale 5 ist spiegelbildlich angeordnet und beginnt gemäß Fig.
2 im Sammelrohr 4 und endet im Verteilerrohr 3. Aus Fig. 3 ist zu erkennen, wie durch
die wechselseitige Einbindung der Rohrspiralen 2 und 5 der doppelte Montageabstand
an der Einbindungsstelle entsteht, während die Rohrspiralen 2 und 5 vertikal untereinander
nur den einfachen Abstand einnehmen.
[0011] In Fig. 4 ist die Einbindung der Rohrspiralen in mehrere Verteiler- und Sammelrohre
3 und 4 dargestellt. Die obere Rohrspirale 2 beginnt im ersten Verteilerrohr 3 und
endet in gleicher Ebene im ersten Sammelrohr 4. Die darunter befindliche Rohrspirale
5 (teilweise gestrichelt gezeichnet) beginnt im zweiten Verteilerrohr 3 und endet
im zweiten Sammelrohr 4. Auch bei dieser Ausführungsform wird bei minimaler vertikaler
Ausdehnung des Rohrbündels ausreichend Platz für die Montage der Einzelspiralen gewonnen.
[0012] Die einzelnen Verteiler- und Sammelrohre 3 und 4 sind jeweils miteinander verbunden
und besitzen einen gemeinsamen Zu- und Ablauf.
1. Wärmeübertrager mit übereinander angeordneten Rohrspiralen (2,5), die jeweils in ein
gemeinsames Verteilerrohr (3) bzw. Sammelrohr (4) münden, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrspiralen (2) und (5) als Doppelspiralen ausgebildet sind, die von einem Punkt
am Außenumfang nach innen verlaufen und sich in der Nähe des Zentrums umkehren und
in den radialen Zwischenräumen in gleicher Ebene wieder nach außen geführt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die untereinander liegenden Rohrspiralen (2) und (5) jeweils spiegelbildlich angeordnet
sind und damit mit ihren Enden abwechselnd entgegengesetzt in das Verteilerrohr (3)
bzw. Sammelrohr (5) eingebunden sind, dass zwei Verteilerrohre (3) und Sammelrohre
(4) angeordnet sind und die Rohrspiralen (2) und (5) jeweils abwechselnd in die einzelnen
Verteiler- bzw. Sammelrohre (2 bzw. 5) eingebunden sind, und dass die einzelnen Verteilerrohre
(3) und Sammelrohre (4) miteinander verbunden sind und jeweils einen gemeinsamen Zu-
und Ablauf haben.
1. Heat exchanger with pipe spirals arranged one above the other and each issuing into
a common distributor pipe (3) and collecting pipe (4), wherein the pipe spirals (2)
and (5) are formed as double spirals which run inwards from a point on the outer circumference
and reverse in the vicinity of the centre and are then routed back outwards in the
intermediate radial spaces in the same plane, characterised in that the pipe spirals (2) and (5) arranged one above the other are arranged as mirror
images and are thus integrated into distributor pipe (3) and collecting pipe (4) with
their ends pointing alternately in opposite directions, that two distributor pipes
(3) and collecting pipes (4) are provided and the pipe spirals (2) and (5) are integrated
alternately into the individual distributor or collecting pipes (3 or 4, respectively),
and that the individual distributor pipes (3) and collecting pipes (4) are connected
to each other and each possess a common inlet and outlet.
1. Échangeur thermique avec des spirales superposées qui débouchent chacune dans un tuyau
distributeur (3) et un tuyau collecteur (4) communs, caractérisé en ce que les spirales (2) et (5) sont des doubles spirales qui vont d'un point situé sur le
pourtour extérieur vers l'intérieur, qui s'inversent à proximité du centre et qui
retournent vers l'extérieur dans le même plan dans les intervalles radiaux, caractérisé en ce que les spirales superposées (2) et (5) sont inversées les unes par rapport aux autres
et que leurs extrémités sont reliées en alternance et de manière opposée au tuyau
distributeur (3) et au tuyau collecteur (4), que deux tuyaux distributeurs (3) et
tuyaux collecteurs (4) sont prévus, que les spirales (2) et (5) sont reliées chacune
en alternance aux différents tuyaux distributeur et collecteurs (3 et 4), que les
différents tuyaux distributeurs (3) et tuyaux collecteurs (4) sont reliés entre eux
et qu'ils possèdent une arrivée et un écoulement communs.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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