[0001] Die Erfindung betrifft ein großtechnisch anwendbares Verfahren zur Herstellung von
Verbindungen der Formel (I)

worin die Reste R
1 und R
2 die in der Beschreibung und in den Ansprüchen genannten Bedeutungen haben können.
Hinterarund der Erfindung
[0002] Aus der Internationalen Patentanmeldung WO 96/02497 sind Benzamidine sowie Aryl-iminomethylcarbaminsäureester
bekannt, die eine hohe Wirksamkeit als Arzneistoffe mit LTB
4-antagonistischer Wirkung aufweisen. Von besonderer Bedeutung sind dabei Verbindungen
der Formel (I).
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, welches
die großtechnische Synthese von Verbindungen der Formel (I) in hohen Ausbeuten und
bei hoher Reinheit der Endprodukte erlaubt.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
[0004] Zur Lösung der vorstehend genannten Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur
Herstellung von Verbindungen der Formel (I) vorgeschlagen

worin
- R1
- ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, Propyl, Cyclopentyl,
Cyclohexyl, Phenyl, Benzyl und -C(Me2)Phenyl bedeutet, der jeweils ein zwei oder dreifach durch Hydroxy substituiert sein
kann;
- R2
- ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, Propyl und Benzyl
bedeutet,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der Formel (II)

worin
- R1'
- ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, Propyl, Cyclopentyl,
Cyclohexyl, Phenyl, Benzyl und -C(Me2)Phenyl bedeutet, der jeweils ein zwei oder dreifach durch eine Gruppe -O-PG substituiert
sein kann,
wobei die Gruppe -O-PG für eine geschützte Hydroxylfunktion ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Methoxymethyloxy, 2-Methoxyethoxymethyloxy, 1-Ethoxyethyloxy, 2-Tetrahydropyranyloxy
, 1-Butoxyethyloxy, tert.-Butyloxy, Benzyloxy und 4-Methoxybenzyloxy steht,
zunächst in einem etherischen oder aromatischen Lösemittel mit einem Alkalimetall-Hexaalkyldisilazan
umgesetzt und anschließend mit einer Verbindung der Formel (III)
R
2-O-COX' (III)
worin
- R2
- die vorstehend genannte Bedeutung aufweist und
- X'
- Chlor, Brom oder -O-R2 bedeutet, behandelt wird,
nach Aufarbeitung mittels einer Säure der Formel HY eine Verbindung der Formel (IV)

worin die Reste R
1 und R
2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweisen, und Y einen beliebigen Säurerest bedeutet,
isoliert wird und aus dieser die Verbindung der Formel (I) freigesetzt wird.
[0005] Die Verbindungen der Formeln (I) und (IV) umfassen auch die entsprechenden Tautomeren
der Formeln (I-T) und (IV-T):

[0006] Der Begriff "Alkalimetall-Hexaalkyldisilazan" wie er vor und nachstehend für die
Bezeichung des Reagenzes verwendet wird" das mit der Verbindung der Formel (II) umgesetzt
wird, bezeichnet in der Regel eine Verbindung der Formel (VIII),

worin
Met für ein Alkalimetall, vorzugsweise Lithium, Natrium oder Kalium, insbesondere
Lithium steht, und
R
3 jeweils unabhängig für eine C
1-C
4 Alkylgruppe, vorzugsweise Methyl oder Ethyl, insbesondere Methyl steht.
[0007] Ganz besonders bevorzugt sind Lithium-hexamethyldisilazan, Natriumhexamethyldisilazan
und Kalium-hexamethyldisilazan, insbesondere Lithium-hexamethyldisilazan.
[0008] Der Ausdruck "anschließende Umsetzung" mit einer Verbindung der Formel (III) umfasst
sowohl Vorgehensweisen, bei denen das Produkt der Umsetzung der Verbindung der Formel
(II) mit dem Alkalimetall-Hexamethyldisilazan direkt, ohne weitere Zwischenumsetzung,
mit der Verbindung der Formel (III) zur Reaktion gebracht wird, als auch solche wobei
Vorgehensweisen, wobei aus dem gebildeten Produkt die freie Amidinbase zwischenzeitlich
freigesetzt wird. Vorzugsweise wird das Produkt der Umsetzung der Verbindung der Formel
(II) mit dem Alkalimetall-Hexamethyldisilazan direkt, insbesondere in einer "Ein-Topf-Synthese"
mit der Verbindung der Formel (III) umgesetzt.
[0009] Bevorzugt ist ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel (I), worin
- R1
- ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Phenyl, Benzyl und -C(Me2)Phenyl bedeutet, der jeweils ein oder zweifach, bevorzugt einfach durch Hydroxy substituiert
sein kann;
- R2
- ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ethyl, Propyl und Benzyl bedeutet,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der Formel (II), worin
- R1'
- ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Phenyl, Benzyl und -C(Me2)Phenyl bedeutet, der jeweils ein oder zweifach, bevorzugt einfach durch eine Gruppe
-O-PG substituiert sein kann,
wobei die Gruppe -O-PG für eine geschützte Hydroxylfunktion ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Methoxymethyloxy, 2-Methoxyethoxymethyloxy, 1-Ethoxyethyloxy, 2-Tetrahydropyranyloxy
, 1-Butoxyethyloxy, tert.-Butyloxy, Benzyloxy und 4-Methoxybenzyloxy, bevorzugt für
2-Tetrahydropyranyloxy, steht,
zunächst in einem etherischen oder aromatischen Lösemittel mit einem Alkalimetall-Hexaalkyldisilazan
umgesetzt und anschließend mit einer Verbindung der Formel (III)
R
2-O-COX' (III)
worin
- R2
- die vorstehend genannte Bedeutung aufweist und
- X'
- Chlor, Brom oder -O-R2 bedeutet, behandelt wird,
nach Aufarbeitung mittels wässriger Salzsäure eine Verbindung der Formel (IVA),

worin die Reste R
1 und R
2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweisen, isoliert wird, und daraus die Verbindung
der Formel (I) freigesetzt wird.
[0010] Besonders bevorzugt ist ein Verfahren zu Herstellung von Verbindungen der Formel
(I), worin
- R1
- -C(Me2)Phenyl bedeutet, das gegebenenfalls einfach durch Hydroxy substituiert sein kann
und
- R2
- Ethyl bedeutet,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel (II)
worin
- R1'
- -C(Me2)Phenyl bedeutet, das gegebenenfalls einfach durch eine Gruppe -O-PG substituiert
sein kann, wobei die Gruppe -O-PG für eine geschützte Hydroxylfunktion ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Methoxymethyloxy, 2-Tetrahydropyranyloxy , 1-Butoxyethyloxy,
tert.-Butyloxy, Benzyloxy und 4-Methoxybenzyloxy, bevorzugt für 2-Tetrahydropyranyloxy,
steht,
zunächst in einem etherischen oder aromatischen Lösemittel mit einem Alkalimetall-Hexaalkyldisilazan
umgesetzt und anschließend mit einer Verbindung der Formel (III)
R
2-O-COX' (III)
worin
- R2
- die vorstehend genannte Bedeutung aufweist und
- X'
- Chlor, Brom oder -O-R2, bevorzugt Chlor, bedeutet, behandelt wird,
nach Aufarbeitung mittels wässriger Salzsäure eine Verbindung der Formel (IVA)
worin die Reste R
1 und R
2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweisen, isoliert wird und aus dieser die Verbindung
der Formel (I) freigesetzt wird.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
dabei die Verbindung der Formel (II) in einem Verfahren hergestellt, welches folgende
Schritte umfasst:
(a) Umsetzung von 3-Halogenmethylbenzoesäure-C1-C4-alkylestern mit 4-Hydroxybenzonitril im Sinne einer Wilkinson-Ethersynthese;
(b) reduktive Überführung der erhaltenen 3-(4-Cyano-phenoxy)-benzoesäurealkylestern
der Formel (VII)

worin R' C1-C4-Alkyl bedeutet, in eine Verbindung der Formel (V),

worin X für Hydroxy steht;
(c) gegebenenfalls Behandlung der Verbindung der Formel (V), worin X für Hydroxy steht
mit einem Halogenierungsreagenz oder einem Sulfonsäurechlorid; .
(d) Umsetzung der Verbindung der Formel (V), worin X Hydroxy, Chlor, Brom, Mesylat,
Triflat oder Tosylat bedeutet, mit einem Phenol Derivat der Formel (VI)

worin R
1' die in den Ansprüchen 1 bis 4 genannten Bedeutungen aufweist; gegebenenfalls in Form
der entsprechenden Natrium- oder KaliumPhenolate, unter basischen Reaktionsbedingungen
vorzugsweise in einem polaren organischen Lösemittel.
[0012] Eine zentrale Bedeutung für das erfindungsgemäße Herstellverfahren der Verbindungen
der Formel (I) haben die Hydrochloride der Formel (IVA). Sie fallen direkt als gut
kristallisierende Salze in hoher Ausbeute an, von denen Nebenprodukte und/oder Verunreinigungen
leicht durch Kristallisation abgetrennt werden können. Entspechend zielt ein Aspekt
der vorliegenden Erfindungen auf Zwischenprodukte der Formel (IVA)

worin die Reste R
1 und R
2 die vorstehend genannten Bedeutungen haben können. Von den Verbindungen der Formel
(IVA) ist die Verbindung
{[4-(3-{4-[1-(4-Hydroxy-phenyl)-1-methyl-ethyl]-phenoxymethyl}-benzyloxy)-phenyl]-imino-methyl}-carbaminsäureethylester-Hydrochlorid
besonders bevorzugt.
[0013] Die Verbindungen der Formel (II)

worin R
1' die vorstehend genannten Bedeutungen aufweisen kann werden erfindungsgemäß durch
Umsetzung einer Verbindung der Formel (V)

worin X Hydroxy, Chlor, Brom, Mesylat, Triflat, Benzolsulfonat oder Tosylat bedeutet,
mit einer Verbindung der Formel (VI)

worin R
1' die vorstehend genannten Bedeutungen haben kann und wobei die Verbindung der Formel
(VI) gegebenenfalls auch in Form ihrer Natrium- und KaliumPhenolate eingesetzt werden
kann, unter basischen Reaktionsbedingungen in einem polaren organischen Lösemittel
erhalten.
[0014] Bevorzugt ist die Darstellung der Verbindungen der Formel (II), worin R
1' die vorstehend genannten Bedeutungen aufweisen kann, durch Umsetzung einer Verbindung
der Formel (V), worin X Hydroxy, Chlor oder Mesylat, besonders bevorzugt Hydroxy oder
Chlor, höchst bevorzugt Chlor bedeutet, mit einer Verbindung der Formel (VI), worin
R
1' die vorstehend genannten Bedeutungen haben kann und wobei die Verbindung der Formel
(VI) in Form ihrer Alkalimetall-Phenolate, bevorzugt in Form ihrer Natriumphenolate
eingesetzt wird.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Synthese der Verbindungen der Formel (I) kommt den Zwischenprodukten
der Formel (V) eine zentrale Bedeutung zu. Dementsprechend zielt ein weiterer Aspekt
der vorliegenden Erfindung auf die Verbindungen der Formel (V)

als solche, worin X die vorstehend genannten Bedeutungen, besonders bevorzugt die
Bedeutung Hydroxy oder Chlor haben kann.
[0016] Weiterhin ist zur erfindungsgemäßen Synthese der Verbindungen der Formel (I) eine
der Ausgangsverbindungen, die Verbindung der Formel (VII) von besonderer Bedeutung.
Dementsprechend zielt ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung auf die Verbindungen
der Formel (VII)

als solche, worin R' C
1-C
4-Alkyl, bevorzugt Methyl oder Ethyl, besonders bevorzugt Methyl bedeutet.
[0017] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Herstellverfahrens der Verbindungen der Formel
(I) ausgehend von den Nitrilen der Formel (II) wird vorzugsweise wie folgt vorgegangen:
[0018] In eine Lösung des Alkalimetall-hexaalkyldisilazans, bevorzugt Lithium-bis(trimethylsilyl)-amid,
Natrium-bis(trimethylsilyl)-amid, besonders bevorzugt Lithium-bis(trimethylsilyl)-amid
in einem etherischen oder aromatischen organischen Lösemittel, bevorzugt in einem
Lösemittel ausgewählt aus der Gruppe Tetrahydrofuran, Toluol, Dioxan, besonders bevorzugt
in Tetrahydrofuran oder Dioxan, höchst bevorzugt in Tetrahydrofuran, wird eine Verbindung
der Formel (II), vorzugsweise unter Kühlung, besonders bevorzugt bei einer Temperatur
zwischen - 50° C und 30° C, besonders bevorzugt bei -20° C bis 10° C, höchst bevorzugt
bei ca. 0° C, langsam zudosiert. Die Menge des eingesetzten Alkalimetall-hexaalkyldisilazans
bestimmt sich nach der Menge des eingesetzten Nitrils der Formel (II). Pro Mol Nitril
der Formel (II) werden mindestens 1 Mol, vorzugsweise 1.01 bis 1.15 Mol Alkalimetall-hexaalkyldisilazan
eingesetzt. Die Menge an eingesetztem etherischen Lösemittel beträgt zwischen 0.7
und 1.5, bevorzugt 0.9 bis 1.3 Kg pro mol eingesetzte Verbindung der Formel (II).
[0019] Nach beendeter Zugabe der Verbindung der Formel (II) wird die so erhaltene Suspension
bei konstanter Temperatur, gegebenenfalls bei einer Temperatur von bis zu 40°C, bevorzugt
bei ca. 20-25°C über einen Zeitraum von 6 bis 24 Stunden, vorzugsweise von 8 bis 18
Stunden. bevorzugt 10 bis 12 Stunden gerührt. Dabei kann gegebenenfalls beobachtet
werden, daß der zunächst suspendierte Feststoff in Lösung geht.
[0020] Sodann kann der Ansatz gegebenenfalls entweder mit weiterem etherischen Lösemittel
oder mit einem unpolaren organischen Lösemittel, vorzugsweise mit einem aromatischen
organischen Lösemittel verdünnt werden. Bevorzugt wird ein Lösemittel ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Toluol, Benzol, Cyclohexan, Methylcyclohexan oder Xylol eingesetzt,
von denen Toluol und Xylol besonders bevorzugt, Toluol höchst bevorzugt ist. Wird
der Ansatz verdünnt, ist die Zugabe von bis zu 0.5 L, bevorzugt bis zu 0.3 L Lösemittel
pro Mol eingesetzte Verbindung der Formel (II) ausreichend.
[0021] Die Reaktion wird vor der Zugabe der Verbindung der Formel (III) auf eine Reaktionstemperatur
von -50° C und 20° C, besonders bevorzugt auf -20° C bis 10° C, höchst bevorzugt auf
-10 bis 0° C gebracht. Sodann wird die Verbindung der Formel (III) zugesetzt, wobei
pro Mol eingesetzte Verbindung (II) mindestens 1 Mol, vorzugsweise 1,05 bis 1,3 Mol
besonders bevorzugt 1,1 bis 1,2 Mol der Verbindung der Formel (III) zugesetzt werden.
[0022] Nach vollständigem Umsatz wird durch Zugabe einer Säure der Formel HX, vorzugsweise
einer anorganischen oder organischen Säure wie zum Beispiel Salzsäure, Schwefelsäure,
Phosphorsäure, Essigsäure, Trifluoressigsäure, Oxalsäure und Fumarsäure, insbesondere
von wässriger Salzsäure hydrolisiert. Pro Mol ursprünglich eingesetzter Verbindung
der Formel (11) wird ca. 1 Mol Säure, insbesondere Salzsäure eingesetzt. Erfindungsgemäß
bevorzugt ist die Zugabe von verdünnter Salzsäure (bevorzugt 8-15-%ig, besonders bevorzugt
10-12-%ig). Nach einem Zeitraum von etwa 10 Minuten bis 1 Stunde wird die wässrige
Unterphase abgetrennt und in die organische Phase ein organisches Lösemittel, ausgewählt
aus der Gruppe Aceton, Methylisobutylketon, Methylethylketon gegebenenfalls auch ein
Gemisch aus zweien der vorstehend genannten Lösemittel, besonders bevorzugt ein Gemisch
aus Aceton und Methylisobutylketon im Verhältnis 3-1 : 1, besonders bevorzugt im Verhältnis
von 2,5-1,5: 1 eingetragen. Durch Zugabe von wässriger Salzsäure wird die Kristallisation
der Verbindungen der Formel (IVA) eingeleitet. Pro Mol ursprünglich eingesetzter Verbindung
der Formel (II) werden ca. 1 bis 1.2 Mol Säure, vorzugsweise Salzsäure eingesetzt.
Erfindungsgemäß bevorzugt ist die Zugabe von bevorzugt 32-37-%iger, besonders bevorzugt
37-%iger Salzsäure. Die Verbindungen der Formel (IVA) werden nach konventionellen
Verfahren, beispielsweise durch Zentrifugieren, aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt,
mit einem organischen Lösemittel, ausgewählt aus der Gruppe Aceton, Methylisobutylketon,
Methylethylketon oder einem Carbonsäureester, bevorzugt Aceton gewaschen und getrocknet.
[0023] Die Freisetzung der Verbindungen der Formel (I) aus den Säureadditionssalzen der
Formel (IV), insbesondere aus den Hydrochloriden der Formel (IVA) erfolgt in der Regel
unter möglichst neutralen Reaktionsbedingungen mit basischen Reaktionspartnern, vorzugsweise
in Gegenwart von Puffersystemen gemäß der nachstehend beschrieben Vorgehensweise erfolgen:
[0024] Zu einer Lösung von tri-Natriumcitrat-Dihydrat, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Alkali-oder Erdalkalisalzen organischer oder anorganischer schwacher Säuren, bevorzugt
tri-Natriumcitrat-Dihydrat, tri-Natriumcitrat oder Natriumhydroxid, besonders bevorzugt
tri-Natriumcitrat-Dihydrat in Wasser wird bei 0 bis 40 °C, bevorzugt bei 20 bis 25
°C, insbesondere bei etwa 20 °C ein organisches Lösemittel ausgewählt aus der Gruppe
Aceton, Methylisobutylketon, Methylethylketon, Tetrahydrofuran oder einem Carbonsäureester,
besonders bevorzugt Aceton und anschließend eine Verbindung der Formel (IV) gegeben.
Pro Mol eingesetzte Verbindung der Formel (IV) werden ca. 1 bis 2 Mol, bevorzugt etwa
1,5 Mol des vorgelegten Natrium- oder Kaliumcitrats sowie etwa 1 bis 3 L des vorstehend
genannten organischen Lösemittels, bevorzugt ca. 2 L, eingesetzt. Es wird bei konstanter
Temperatur über einen Zeitraum von 20 Minuten bis 2 Stunden, vorzugsweise 1 bis 1,2
Stunden gerührt.
[0025] Bei Verwendung der starken Basen, wie Natriumhydroxid, kann der Zugabemodus gegebenenfalls
umgekehrt werden. Das kristalline Produkt wird beispielsweise mittels Filtration abgetrennt,
mit Wasser salzfrei gewaschen, mit dem vorstehend genannten organischen Lösemittel
und abschließend getrocknet.
[0026] Die Verbindungen der Formel (II) werden, wie bereits erwähnt, durch Umsetzung einer
Verbindung der Formel (V) mit einer Verbindung der Formel (VI) zugänglich. Erfindungsgemäß
kann dazu wie nachfolgend beschrieben vorgegangen werden. Die Verbindung der Formel
(V), in der X Hydroxy bedeutet, wird in einem möglichst aprotisch-polaren organischen
Lösemittel, bevorzugt N,N-Dimethylacetamid , Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon,
N-Methylpyrrolidon, N,N-Dimethylformamid, Tetraalkylhamstoff, besonders bevorzugt
in N,N-Dimethylacetamid gelöst. Pro Mol Ausgangsverbindung werden an dieser Stelle
erfindungsgemäß 0,5 bis 1,0, vorzugsweise etwa 0,7 L Lösemittel eingesetzt. Anschließend
wird die so erhalten Lösung auf eine Temperatur von < 10 °C, vorzugsweise auf eine
Temperatur zwischen +5 °C und -20 °C, besonders bevorzugt auf ca. -10 °C bis 0 °C
gekühlt. Sodann werden nacheinander ein geeignet substituiertes Sulfonsäurechlorid,
gegebenenfalls vorstehend genanntes organisches Lösemittel, eine organische Base,
gegebenenfalls vorstehend genanntes organisches Lösemittel sowie die wässrige Lösung
einer anorganischen Base zugesetzt. Als geeignet substituiertes Sulfonsäurechlorid
kommen erfindungsgemäß Methansulfonsäurechlorid, para-Toluolsulfonsäurechlorid, Benzolsulfonsäurechlorid
oder auch Trifluormethansulfonsäurechlorid in Betracht. Vorzugsweise wird Methansulfonsäurechlorid
verwendet. Als organische Basen können beispielsweise Dimethylaminopyridin, Pyridin,
Methylpyridine, tert. Amine, wie beispielsweise Trimethylamin, Triethylamin, Diisopropylethylamin,
oder auch cylische Amine wie N-Methylpyrrolidin oder DBU (Diazabicycloundecen) Verwendung
finden. Bevorzugt werden als organische Amine N-Methylpyrrolidin, Trimethylamin, Triethylamin
oder Diisopropylethylamin, besonders bevorzugt Triethylamin verwendet. Die organische
Base wird wenigstens in stöchiometrischer Menge, bezogen auf die Ausgangsverbindung
der Formel (V) eingesetzt. Bevorzugt wird die organische Base in einem Überschuß 10-50
Mol-%, besonders bevorzugt in etwa 30%-igem Überschuß bezogen auf eingesetzte Verbindung
der Formel (V) zugegeben. Als wässrige Lösung einer organischen Base gelangen üblicherweise
die Lösungen der Hydroxide der Erdalkali- oder Alkalimetalle zur Anwendung, wobei
die der Alkalimetalle bevorzugt sind. Die wässrigen Lösungen des Kalium-Hydroxids
und des Natriumhydroxids sind erfindungsgemäß von besonderer Bedeutung. Üblicherweise
werden 20-50%-ige Lösungen der vorstehend genannten anorganischen Hydroxide verwendet.
Konzentriertere Lösungen wie beispielsweise 45%-ige Lösungen sind erfindungsgemäß
bevorzugt. Bezogen auf die eingesetzte Verbindung der Formel (V) wird die anorganische
Base wenigstens in stöchiometrischer Menge, bevorzugt allerdings in einem Überschuß
von 50-100 Mol-% zugesetzt. Besonders bevorzugt wird die anorganische Base in einem
Überschuß von etwa 75 Mol-% bezogen auf eingesetzte Verbindung der Formel (V) zugegeben.
[0027] Gegebenenfalls kann die Reaktionsmischung jeweils nach der Zugabe des geeignet substituierten
Sulfonsäurechlorids bzw. der organischen Base durch Zugabe des vorstehend genannten
organischen Lösemittels verdünnt werden. In diesem Fall werden jeweils 2-10 %, bevorzugt
etwa 5 % der eingangs vorgelegten Lösemittelmenge zugesetzt.
[0028] In jedem Fall wird die Reaktionsmischung nach beendeter Zugabe der wässrigen Lösung
der anorganischen Base mit dem eingangs genannten organischen Lösemittel verdünnt.
Dabei werden pro Mol eingesetzte Ausgangsverbindung der Formel (V) etwa 0,5 bis 1,0
L, vorzugsweise zwischen 0,7 und 0,8 L des verwendeten Lösemittels zugesetzt. Sodann
erfolgt die Zugabe von Alkoholaten bzw. Metallsalzen der Formel (VI). Hierbei kommen
bevorzugt die von den Verbindungen der Formel (VI) ableitbaren Natrium- und Kaliumphenolate
zurAnwendung. Erfindungsgemäß können bezogen auf eingesetztes Edukt der Formel (V)
stöchiometrische Mengen, gegebenenfalls auch substöchiometrische Mengen oder ein Überschuß
an Verbindung (VI) zugegeben werden. Nach beendeter Zugabe der Verbindung (VI) wird
die Reaktion über einen Zeitraum von etwa 1 bis 3 Stunden, bevorzugt ca. 1,5 bis 2
Stunden bei einer Temperatur von 5 bis 35° C, bevorzugt bei etwa 25 °C geführt und
abschließend für einen Zeitraum von etwa 1-3 Stunden, bevorzugt etwa 1,5 bis 2 Stunden
bei einer Temperatur von 50 bis 100 °C, bevorzugt bei etwa 70 bis 90 °C nachgerührt.
Nach Abschluß der Reaktion wird das Produkt der Formel (II) durch Zugabe eines geeigneten
polaren Lösemittels ausgewählt aus der Gruppe der niederen Alkohole und Wasser kristallisiert.
[0029] Um Produkte besonderer Reinheit in hoher Ausbeute zu erhalten, hat es sich als erfindungsgemäß
bevorzugt erwiesen, wenn zur Kristallisation ein Lösemittelgemisch bestehend aus einem
unpolaren organischen Lösemittel, vorzugsweise Xylol oder Toluol, besonders bevorzugt
Toluol, einem polaren organischen Lösemittel, vorzugsweise einem niederen Alkohol
wie Methanol, Ethanol , Butanol oder Isopropanol, besonders bevorzugt Isopropanol
und Wasser zugesetzt wird. Das Volumenverhältnis von unpolarem zu polarem organischen
Lösemittel zu Wasser kann variieren in einem Bereich von 1 : 7 -10 : 5 - 8, bevorzugt
1 : 8 - 9 : 6 - 7. Durch Abkühlen auf unter 50 °C, vorzugsweise auf etwa 30 °C wird
die Kristallisation des Produkts der Formel (II) vervollständigt. Das kristallisierte
Produkt wird nach Isolierung gegebenenfalls mit dem vorstehend genannten niederen
Alkohol und mit Wasser gewaschen.
[0030] Sollen die Verbindungen der Formel (II) ausgehend von den Verbindungen der Formel
(V) in denen X eine andere Bedeutung als Hydroxy aufweist erhalten werden, kann erfindungsgemäß
wie folgt vorgegangen werden.
[0031] Das von den Verbindungen der Formel (VI) abgeleitete Natrium- oder Kaliumphenolat
wird gemeinsam mit einer Verbindung der Formel (V) in Wasser aufgenommen, einem unpolaren
organischen Lösemittel versetzt und gegebenfalls unter Phasentransferbedingungen umgesetzt.
Als Phasentransferkatalysatoren kommen erfindungsgemäß in Betracht die Gruppe der
quarteren Ammoniumsalze, bevorzugt die Halogenide, Sulfate oder Hydroxide von Tetradecyltrimethylammonium-,
Hexadecyltrimethylammonium-, Tetrabutylammonium-, Tributylmethylammonium- oder Triethylbenzylammonium-Als
unpolares organisches Lösemittel können chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid
oder erfindungsgemäß bevorzugt aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol,
Xylol, bevorzugt Toluol eingesetzt werden. Die Verbindungen der Formel (V) und (VI)
werden in annähernd stöchiometrischem Verhältnis eingesetzt, gegebenfalls kann eine
der beiden Reaktanden auch im leichten Überschuß (z.B. 15 %) eingesetzt werden. Die
zu verwendende Lösemittelmenge richtet sich nach der Menge eingesetzten Edukts. Pro
Mol eingesetzte Verbindung der Formel (VI) werden zwischen 1 und 2 L Wasser und zwischen
0,3 und 1,0 L des organischen Lösemittels, bevorzugt zwischen 1,5 und 1,8 L Wasser
und 0,5 bis 0,7 L des organischen Lösemittels eingesetzt.
[0032] Die Reaktion wird unter intensivem Rühren über einen Zeitraum von 3 bis 9, bevorzugt
5 bis 7 Stunden bei einer Temperatur von 50 bis 100 °C bevorzugt bei 70 bis 80 °C
geführt. Anschließend wird zur Kristallisation des Produkts in die abgetrennte organische
Phase ein polares organisches Lösemittel, vorzugsweise ein niederer Alkohol, besonders
bevorzugt Isopropanol eingebracht. Durch Abkühlen auf unter 50 °C, vorzugsweise auf
etwa 30 °C wird die Kristallisation des Produkts der Formel (II) vervollständigt.
Das kristallisierte Produkt der Formel (II) wird nach Isolierung gegebenenfalls mit
dem vorstehend genannten niederen Alkohol und mit Wasser gewaschen.
[0033] Die Herstellung der, wie bereits erwähnt, einen Aspekt der vorliegenden Erfindung
betreffenden Ausgangsverbindungen der Formel (V)

kann in Analogie zu an sich bekannten Syntheseverfahren erfolgen. Die Herstellung
der Verbindung der Formel (V) in der X Hydroxy bedeutet, kann durch Umsetzung von
beispielsweise 3-Halogenmethyl-benzoesäuremethylestern mit 4-Hydroxybenzonitril im
Sinne einer Wilkinson-Ethersynthese erfolgen. Der dadurch erhaltene 3-(4-Cyano-phenoxy)-benzoesäuremethylester
(VII) ist unter analoger Anwendung gängiger Standardverfahren reduktiv in die Verbindung
der allgemeinen Formel (V) mit X=Hydroxy (= 4-(3-HydroXymethyl-benzyloxy)-benzonitril)
überführbar.
[0034] Die Verbindungen der Formel (V) in denen X Chlor oder Brom bedeutet, können in Analogie
zu an sich bekannten Syntheseverfahren aus der Verbindung der Formel (V), in der X
für Hydroxy steht, unter Einsatz gängiger Halogenierungsreagenzien wie beispielsweise
Thionylchlorid, Phosphoroxychlorid oder Phosphorpentachlorid, Methansulfonsäurechlorid,
Benzolsulfochlorid, bevorzugt Thionylchlorid oder Methansulfonsäurechlorid dargestellt
werden.
[0035] Die Verbindungen der Formel (V) in denen X Mesylat, Triflat oder Tosylat bedeutet,
können in Analogie zu an sich bekannten Syntheseverfahren aus der Verbindung der Formel
(V), in der X für Hydroxy steht, durch Umsetzung mit den jeweiligen Sulfonsäurechloriden
in aprotischen, vorzugsweise polaren organischen Lösemitteln, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe, Dichlormethan, N,N-Dimethylacetamid, Dimethylformamid, Acetonitril,
N-Methylpyrrolidon, Tetraalkylhamstoff in Gegenwart organischer Basen, vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe Dimethylaminopyridin, Pyridin, Methylpyridin, N-Methylpyrrolidin,
Trimethylamin, Triethylamin, Diisopropylethylamin und DBU (Diazabicycloundecen) erhalten
werden.
[0036] Die nachfolgenden Beispiele dienen der Illustration exemplarisch durchgeführter,
erfindungsgemäßer Syntheseverfahren zur Herstellung der Verbindung der Formel (I).
Sie sind lediglich als mögliche, beispielhaft dargestellte Vorgehensweisen zu verstehen,
ohne die Erfindung auf deren Inhalt zu beschränken.
Beispiel 1 : 3-(4-Cyano-phenoxymethyl)-benzoesäuremethylester:
[0037] 10,00 kg (43,6 mol) 3-(Brommethyl)benzoesäuremethylester und 5,21 kg (43,74 mol)
4-Hydroxybenzonitril werden in 100 L Aceton gelöst und mit 8,4 kg (60,7 mol) Kaliumcarbonat
in Gegenwart von 0,1 kg Natriumiodid ca 4 h unter Rückflußbedingungen gerührt. Danach
werden 35 L Aceton abdestilliert und bei Rückflußbedingungen 100 L Wasser eingetragen.
Das Reaktionsgemisch wird auf 20 °C abgekühlt und die Kristallisation durch Einbringen
von weiteren 30 L Wassser vervollständigt. Die entstandenen Kristalle werden abgetrennt,
mit 50 L Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 11,1 kg (95%) 3-(4-Cyano-phenoxymethyl)-benzoesäuremethylester; Schmelzpunkt
109...112 °C, weißer Feststoff,
DC (Kieselgel 60 F254 -Fertigplatte (Merck): Rf=0,5 (Toluol : Aceton=9:1)
Beispiel 2: 4-(3-Hydroxymethyl-benzyloxy)-benzonitril:
[0038] 20,05 kg (26,7 mol) 3-(4-Cyano-phenoxymethyl)-benzoesäuremethylester werden in 100
L THF und 40 L Methanol gelöst. Bei 40 bis 45 °C werden 8,51 kg Natriumboranat portionsweise
eingetragen. Die Reaktion wird durch Nachrühren der Reaktionsmischung auf 61 bis 63
°C über ca. 5 Stunden vervollständigt. Das Reaktionsgemisch wird danach auf 25 °C
abgekühlt und 90 L einer 15%igen Natronlauge eingetragen. Nach dem Ausrühren wird
die wässrige Oberphase abgetrennt und mit 30 L einer 22,5-%igen Natronlauge versetzt.
Nach dem Ausrühren wird die wässrige Oberphase abgetrennt und von dieser ca. 100 L
Lösungsmittel bei 63 bis 75 °C Sumpftemperatur abdestilliert. Der Destillationsrückstand
wird durch Einbringen von 20 L Isopropanol bei 50 bis 60 °C und und 150 L Wasser bei
40 bis 50°C zur Kristallisation gebracht. Nach Abkühlen der Suspension auf 20 bis
30 °C werden die Kristalle abgetrennt, mit 60 bis 100 L Wasser und portionsweise mit
25 L kaltem Isopropanol gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 15,8 kg (88%) 4-(3-Hydroxymethyl-benzyloxy)-benzonitril;
Schmelzpunkt(DSC): 110-115 °C, weißer Feststoff
IR: 3444 /cm (OH-Bande); 2229 /cm (CN-Bande)
Beispiel 3: 4-(3-Chlormethyl-benzyloxy)-benzonitril:
Variante A:
[0039] 7,18 g (30 mmol) 4-(3-Hydroxymethyl-benzyloxy)-benzonitril werden in 80 ml Dichlormethan
gelöst, mit 4.13g (35 mmol) Thionylchlorid und 0.1g DMF versetzt und bis zum Ende
der Gasentwicklung unter Erwärmen auf 40 °C gerührt. Nach Abkühlen wird die organische
Reaktionsmischung nacheinander mit Wasser und verdünnter Natronlauge gewaschen und
durch Einengen zur Kristallisation gebracht. Ausbeute: 6,8g (88%) 4-(3-Chlormethyl-benzyloxy)-benzonitril;
DC (Kieselgel 60 F254 -Fertigplatte (Merck): Rf= 0,9 (Toluol-Aceton = 9:1),
Rf = 0,44 (Toluol)
Variante B:
[0040] 7,18 g (30 mmol) 4-(3-Hydroxymethyl-benzyloxy)-benzonitril werden in 22 ml N,N-Dimethylacetamid
gelöst, mit 4.47g (39 mmol) Methansulfonsäurechlorid und 3,95g (39mmol) Triethylamin
versetzt und bei 20-30 °C 10 Stunden gerührt. Anschließend wird das ausgefallene Triethylammoniumchlorid
abfiltriert, das Filtrat mit 30ml Isopropanol versetzt und das gewünschte 4-(3-Chlormethyl-benzyloxy)-benzonitrile
durch Eindosieren von 30 ml Wasser zur Kristallisation gebracht. Die Suspension wird
15 min bei 10°C nachgerührt und filtriert. Die Kristalle werden mit einer Mischung
aus 5 ml Isopropanol und 20 ml Wasser nachgewaschen und bei 20°C im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 6,8g (88%) 4-(3-Chlormethyl-benzyloxy)-benzonitrite
Schmelzpunkt: 65-68 °C
Beispiel 4: Natrium-4{1-methyl-1-[4-tetrahydro-pyran-2-yloxy)-phenyl]-ethyl}-phenolat
[0041] 121,8 kg Bisphenol A werden in 480 l Toluol und 46 l THF suspendiert. Nach Einbringen
des Katalysators (1,3 kg 37%-ige Salzsäure) werden 44,9 kg 3,4-Dihydro-2H-pyran so
eindosiert, daß 40°C nicht überschritten werden. Dabei geht der Feststoff in Lösung.
Anschließend wird die Reaktionsmischung mit 26, 4 kg 45%iger Natronlauge und 260 l
Wasser versetzt. Die organische Oberphase wird abgetrennt und es werden ca. 50 l Lösungsmittel
destillativ entfernt.
Bei 30 bis 40 °C wird die organische Phase mehrmals mit verdünnter Natronlauge so
gewaschen, daß eine ausreichende Reinheit (DC-Kontrolle) erzielt werden kann. Wenn
die wässrige Unterphase im pH-Bereich von 11,8 bis 12,2 liegt, kann überschüssiges
Bisphenol A gut abgetrennt werden.
Die extraktiv gereinigte toluolische Phase wird mit 11 l Isopropanol und 80 l Wasser
versetzt und auf 50 bis 55°C erwärmt. Durch Einbringen von 47,4 kg 45%iger Natronlauge
und Abkühlen der Reaktionsmischung auf 20 bis 25 °C erhält man eine Kristallsuspension.
Die Kristalle werden mittels Filtration abgetrennt, mit ca. 160 l Toluol nachgewaschen
und anschließend im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 96,5 kg (54%) (Als Tetra-Hydrat)
Beispiel 5: Synthese von 4-[3-(4-{1-Methyl-1-[4-(tetrahydro-pyran-2-yloxy)-phenyl]-ethyl}-phenoxymethyl)-benzyloxy]-benzonitril:
Variante A: (ausgehend von Beispiel 2)
[0042] Zu einer Lösung von 45 kg (188mol) 4-(3-Hydroxymethyl-benzyloxy)-benzonitril (Beispiel
2) in 133 L N,N-Dimethylacetamid dosiert man bei ca. -10 bis 0 °C nacheinander ein:
28 kg (244 mol) Methansulfonsäurechlorid , 6 L N,N-Dimethylacetamid, 24,7 kg (244
mol) Triethylamin, 6 L N,N-Dimethylacetamid, 29,4 kg 45%ige Natronlauge, 143 L N,N-Dimethylacetamid,
59,7 kg (178,5 mol) Beispiel 4 (≡ Natrium-4-{1-methyl-1-[4-tetrahydro-pyran-2-yloxy)-phenyl]-ethyl}-phenolat,
als Tetrahydrat). Danach wird die Reaktionsmischung 2 h bei 25 °C und weitere 1,5
h bei 75 bis 80 °C nachgerührt. Nach Zugabe von 32 L Toluol, 255 L Isopropanol und
200 L Wasser setzt die Kristallisation ein, die durch Abkühlen auf 30 °C vervollständigt
wird. Das kristalline Produkt wird mittels Filtration abgetrennt , mit Isopropanol
und Wasser nachgewaschen und anschließend im Vakuum getrocknet. Ausbeute: 85 kg (90%)
4-[3-(4-{1-Methyl-1-[4-(tetrahydro-pyran-2-yloxy)-phenyl]-ethyl}-phenoxymethyl)-benzyloxy]-benzonitril;
Variante B: (ausgehend von Beispiel 3)
[0043] 19.4 kg (50 mol) Beispiel 4 (≡ Natrium-4-{1-methyl-1-[4-tetrahydro-pyran-2-yloxy)-phenyl]-ethyl}-phenolat,
als Tetrahydrat) und 12,2 kg 47,5 mol) Beispiel 3 (≡ 4-(3-Chloromethyl-benzyloxy)-benzonitril)
werden mit 85 L Wasser, einem Phasentransferkatalysator (z.B.: 2,1 kg (2,5 mol) einer
40%igen wässrigen Lösung aus Tetradecyltrimethylammoniumbromid und 32 L Toluol versetzt
und 6 h bei ca. 80°C intensiv gerührt. Danach werden in die bei 50 bis 70 °C abgetrennte
organische Oberphase 44 L Isopropanol eindosiert, die erhaltene Kristallsuspension
auf ca. 25°C abgekühlt und filtriert. Die abgetrennten Kristalle werden zweimal mit
je 25 L kaltem Isopropanol gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 22,8 kg (90%) 4-[3-(4-{1-Methyl-1-[4-(tetrahydro-pyran-2-yloxy)-phenyl]-ethyl}-phenoxymethyl)-benzyloxy]-benzonitril;
Beispiel 6: {[4-(3-[4-[1-(4-Hydroxy-phenyl)-1-methyl-ethyl]-phenoxymethyl}-benzyloxy)-phenyl]-imino-methyl}-carbaminsäureethylester-Hydrochlorid
[0044] In eine Lösung von 45,5 kg (272mol) Lithium-bis(trimethylsilyl-)amid in 266 kg THF
werden 132 kg (247 mol) 4-(3-{4-[1-(4-Tetrahydropyranyl-phenyl)-1-methyl-ethyl]-phenoxymethyl}-benzyloxy)-benzonitrile
(Beispiel 5) bei ca. 0 °C eindosiert. Die erhaltene Suspension wird ca. 10 h bei ca.
25°C gerührt. Dabei geht der Feststoff in Lösung. Nach Zugabe von 68 L Toluol wird
die Reaktionsmischung auf -10 ° bis 0 °C gekühlt und bei dieser Temperatur werden
30,8 kg (284mol) Chlorameisensäureethylester in das Reaktionsgefäß eingebracht. Nach
Ablauf der vollständigen Reaktion werden 24,3 kg 37%-ige Salzsäure (verdünnt mit 50
L Wasser) eindosiert und ca. 20 min später die wässrige Unterphase abgetrennt. Durch
nachfolgendes Einbringen von 106 L Aceton, 48 L Methylisobutylketon und 24,3 kg 37%-ige
Salzsäure wird die Kristallisation des Zielproduktes eingeleitet. Man erhält 123 kg
(87%) {[4-(3-{4-[1-(4-Hydroxy-phenyl)-1-methyl-ethyl]-phenoxymethyl}-benzyloxy)-phenyl]-imino-methyl}-carbaminsäureethylester-Hydrochlorid
nach Abzentrifugieren, Waschen mit Aceton und Trocknen im Vakuum.
Schmelzpunkt: 170-175 °C
Beispiel 7: {[4-(3-{4-[1-(4-Hydroxy-phenyl)-1-methyl-ethyl]-phenoxymethyl}-benzyloxy)-phenyl]-imino-methyl}-carbaminsäureethylester
[0045] Zu einer Lösung von 109 kg tri-Natriumcitrat-Dihydrat werden bei 20 °C 466 L Aceton
und 142 kg {[4-(3-{4-[1-(4-Hydroxy-phenyl)-1-methyl-ethyl]-phenoxymethyl}-benzyloxy)-phenyl]-imino-methyl}-carbaminsäureethylester-Hydrochlorid
(Beispiel 6) gegeben. Nach einer Stunde Rühren wird das kristalline Produkt mittels
Filtration abgetrennt, mit Wasser salzfrei gewaschen, mit ca. 100 L Aceton nachgewaschen
und abschließend im Vakuum getrocknet.
Man erhält 116 kg (90%) {[4-(3-{4-[1-(4-Hydroxy-phenyl)-1-methyl-ethyl]-phenoxymethyl}-benzyloxy)-phenyl]-imino-methyl}-carbaminsäureethylester.
1. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel (I)

worin
R1 ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, Propyl, Cyclopentyl,
Cyclohexyl, Phenyl, Benzyl und -C(Me2)Phenyl bedeutet, der jeweils ein zwei oder dreifach durch Hydroxy substituiert sein
kann;
R2 ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, Propyl und Benzyl
bedeutet,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der Formel (II)

worin
R1' ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, Propyl, Cyclopentyl,
Cyclohexyl, Phenyl, Benzyl und -C(Me2)Phenyl bedeutet, der jeweils ein zwei oder dreifach durch eine Gruppe -O-PG substituiert
sein kann, wobei die Gruppe -O-PG für eine geschützte Hydroxylfunktion ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Methoxymethyloxy, 2-Methoxyethoxymethyloxy, 1-Ethoxyethyloxy,
2-Tetrahydropyranyloxy , 1-Butoxyethyloxy, tert.-Butyloxy, Benzyloxy und 4-Methoxybenzyloxy
steht,
zunächst in einem etherischen oder aromatischen Lösemittel mit einem Alkalimetall-Hexaalkyldisilazan
umgesetzt und anschließend mit einer Verbindung der Formel (III)
R
2-O-COX' (III)
worin
R2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweist und
X' Chlor, Brom oder -O-R2 bedeutet, behandelt wird,
nach Aufarbeitung mittels einer Säure der Formel HY eine Verbindung der Formel (IV)
und/oder ihrer tautomeren Form

worin die Reste R
1 und R
2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweisen, und Y einen beliebigen Säurerest bedeutet,
isoliert wird, und aus dieser die Verbindung der Formel (I) freigesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, worin
R1 ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Phenyl, Benzyl und -C(Me2)Phenyl bedeutet, der jeweils ein oder zweifach durch Hydroxy substituiert sein kann;
R2 ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ethyl, Propyl und Benzyl bedeutet,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der Formel (II), worin
R1' ein Rest ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Phenyl, Benzyl und -C(Me2)Phenyl bedeutet, der jeweils ein oder zweifach durch eine Gruppe -O-PG substituiert
sein kann,
wobei die Gruppe -O-PG für eine geschützte Hydroxylfunktion ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Methoxymethyloxy, 2-Methoxyethoxymethyloxy, 1-Ethoxyethyloxy, 2-Tetrahydropyranyloxy
, 1-Butoxyethyloxy, tert.-Butyloxy, Benzyloxy und 4-Methoxybenzyloxy, steht,
zunächst in einem etherischen oder aromatischen Lösemittel mit einem Alkalimetall-Hexaalkyldisilazan
umgesetzt und anschließend mit einer Verbindung der Formel (III)
R
2-O-COX' (III)
worin
R2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweist und
X' Chlor, Brom oder -O-R2 bedeutet, behandelt wird,
nach Aufarbeitung mittels wässriger Salzsäure eine Verbindung der Formel (IVA)

worin die Reste R
1 und R
2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweisen, isoliert wird und aus dieser die Verbindung
der Formel (I) freigesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
worin
R1 -C(Me2)Phenyl bedeutet, das gegebenenfalls einfach durch Hydroxy substituiert sein kann
und
R2 Ethyl bedeutet,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der Formel (II), worin
R1' -C(Me2)Phenyl bedeutet, das gegebenenfalls einfach durch eine Gruppe -O-PG substituiert
sein kann, wobei die Gruppe -O-PG für eine geschützte Hydroxylfunktion ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Methoxymethyloxy, 2-Tetrahydropyranyloxy , 1-Butoxyethyloxy,
tert.-Butyloxy, Benzyloxy und 4-Methoxybenzyloxy, steht,
zunächst in einem etherischen oder aromatischen Lösemittel mit einem Alkalimetall-Hexaalkyldisilazan
umgesetzt und anschließend mit einer Verbindung der Formel (III)
R
2-O-COX' (III)
worin
R2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweist und
X' Chlor, Brom oder -O-R2, bedeutet, behandelt wird,
nach Aufarbeitung mittels einer Säure der Formel Hy eine Verbindung der Formel (IV)
worin die Reste Y, R
1 und R
2 die vorstehend genannte Bedeutung aufweisen, isoliert wird und aus dieser die Verbindung
der Formel (I) freigesetzt wird.
4. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1
bis 3,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
(e) Umsetzung von 3-Halogenmethylbenzoesäure-C1-C4-alkylestern mit 4-Hydroxybenzonitril im Sinne einer Wilkinson-Ethersynthese;
(f) reduktive Überführung von 3-(4-Cyano-phenoxy)-benzoesäurealkylestern der Formel
(VII)

worin R' C1-C4-Alkyl bedeutet, in eine Verbindung der Formel (V),

worin X für Hydroxy steht;
(g) gegebenenfalls Behandlung der Verbindung der Formel (V), worin X für Hydroxy steht
mit einem Halogenierungsreagenz oder einem Sulfonsäurechlorid;
(h) Umsetzung der Verbindung der Formel (V), worin X Hydroxy, Chlor, Brom, Mesylat,
Triflat oder Tosylat bedeutet, mit einem Phenol Derivat der Formel (VI)

worin R1' die in den Ansprüchen 1 bis 4 genannten Bedeutungen aufweist; gegebenenfalls in Form
der entsprechenden Natrium- oder KaliumPhenolate, unter basischen Reaktionsbedingungen
in einem polaren organischen Lösemittel;
(i) Überführung der erhaltenen Verbindung der Formel (II) in die Verbindung der Formel
(I) nach dem Verfahren gemäß der Ansprüche 1 bis 3.
5. Zwischenprodukte der Formel (IVA) und/oder ihrer tautomeren Form

worin die Reste R
1 und R
2 die in den Ansprüchen 1, 2 oder 3 genannten Bedeutungen haben können.
6. Zwischenprodukte der Formel (V),

worin X Hydroxy, Chlor, Brom, Mesylat, Triflat oder Tosylat bedeutet.
7. Zwischenprodukte gemäß Anspruch 6, worin X Hydroxy oder Chlor bedeutet.
8. Zwischenprodukte der Formel (VII)

worin R' C
1-C
4-Alkyl bedeutet.
9. Verwendung der Zwischenprodukte der Formel (IV) gemäß Anspruch 5 zur Herstellung einer
Verbindung der Formel (I) gemäß Anspruch 1.
10. Verwendung der Zwischenprodukte der Formel (V) gemäß Anspruch 6 oder 7 zur Herstellung
einer Verbindung der Formel (I) gemäß Anspruch 1.
11. Verwendung der Zwischenprodukte der Formel (VII) gemäß Anspruch 8 zur Herstellung
einer Verbindung der Formel (I) gemäß Anspruch 1.
1. Process for preparing compounds of formula (I)

wherein
R1 denotes a group selected from among methyl, ethyl, propyl, cyclopentyl, cyclohexyl,
phenyl, benzyl and -C(Me2)phenyl, each of which may be mono-, di- or trisubstituted by hydroxy;
R2 denotes a group selected from among methyl, ethyl, propyl and benzyl,
characterised in that a compound of formula (II)

wherein
R1' denotes a group selected from among methyl, ethyl, propyl, cyclopentyl, cyclohexyl,
phenyl, benzyl and -C(Me2)phenyl, each of which may be mono-, di- or trisubstituted by a group -O-PG, the group
-O-PG denoting a protected hydroxyl function selected from among methoxymethyloxy,
2-methoxyethoxymethyloxy, 1-ethoxyethyloxy, 2-tetrahydropyranyloxy, 1-butoxyethyloxy,
tert.-butyloxy, benzyloxy and 4-methoxybenzyloxy,
is first reacted in an ethereal or aromatic solvent with an alkali metal hexaalkyldisilazane
and is then treated with a compound of formula (III)
R
2-O-COX' (III)
wherein
R2 is as hereinbefore defined and
X' denotes chlorine, bromine or -O-R2,
after working up using an acid of formula HY a compound of formula (IV)

and/or the tautomeric form thereof,
wherein the groups R
1 and R
2 are as hereinbefore defined and Y denotes any desired acid group,
is isolated and from this the compound of formula (I) is liberated.
2. Process according to claim 1, wherein
R1 denotes a group selected from among phenyl, benzyl and -C(Me2)phenyl, each of which may be mono- or disubstituted by hydroxy;
R2 denotes a group selected from among ethyl, propyl and benzyl,
characterised in that a compound of formula (II)
wherein
R1' denotes a group selected from among phenyl, benzyl and -C(Me2)phenyl, each of which may be mono- or disubstituted by a group -O-PG, the group -O-PG
denoting a protected hydroxyl function selected from among methoxymethyloxy, 2-methoxyethoxymethyloxy,
1-ethoxyethyloxy, 2-tetrahydropyranyloxy , 1-butoxyemyloxy, tert.-butyloxy, benzyloxy
and 4-methoxybenzyloxy,
is first reacted in an ethereal or aromatic solvent with an alkali metal hexaalkyldisilazane
and then treated with a compound of formula (III)
R
2-O-COX' (III)
wherein
R2 is as hereinbefore defined and
X' denotes chlorine, bromine or -O-R2,
after working up with aqueous hydrochloric acid a compound of formula (IVA)

wherein the groups R
1 and R
2 are as hereinbefore defined is isolated and from this the compound of formula (I)
is liberated.
3. Process according to claim 1 or 2,
wherein
R1 denotes -C(Me2)phenyl which may optionally be monosubstituted by hydroxy and
R2 denotes ethyl,
characterised in that a compound of general formula (II)
wherein
R1' denotes -C(Me2)phenyl, which may optionally be monosubstituted by a group -O-PG, the group -O-PG
denoting a protected hydroxyl function selected from among methoxymethyloxy, 2-tetrahydropyranyloxy
, 1-butoxyethyloxy, tert.-butyloxy, benzyloxy and 4-methoxybenzyloxy,
is first reacted in an ethereal or aromatic solvent with an alkali metal hexaalkyldisilazane
and then treated with a compound of formula (III)
R
2-O-COX' (III)
wherein
R2 is as hereinbefore defined and
X' denotes chlorine, bromine or -O-R2,
after working up using an acid of formula HY a compound of formula (IV) is isolated
wherein the groups Y, R
1 and R
2 are as hereinbefore defined and from this the compound of formula (I) is liberated.
4. Process for preparing a compound of formula I according to one of claims 1 to 3,
characterised by the following steps:
(e) reacting C1-4-alkyl 3-halomethylbenzoates with 4-hydroxybenzonitrile in the manner of a Wilkinson
ether synthesis;
(f) reductively converting alkyl 3-(4-cyano-phenoxy)benzoates of formula (VII)

wherein R' denotes C1-4-alkyl, into a compound of formula (V)

wherein X denotes hydroxy;
(g) optionally treating the compound of formula (V) wherein X denotes hydroxy with
a halogenating reagent or a sulphonic acid chloride;
(h) reacting the compound of formula (V) wherein X denotes hydroxy, chlorine, bromine,
mesylate, triflate or tosylate, with a phenol derivative of formula (VI)

wherein R1' has the meanings given in claims 1 to 4; optionally in the form of the corresponding
sodium or potassium phenoxides, under basic reaction conditions, in a polar organic
solvent;
(i) converting the resulting compound of formula (II) into the compound of formula
(I) using the method according to claims 1 to 3.
5. Intermediate products of formula (IVA) and/or the tautomeric form thereof

wherein the groups R
1 and R
2 may have the meanings given in claims 1, 2 or 3.
6. Intermediate products of general formula (V),

wherein X denotes hydroxy, chlorine, bromine, mesylate, triflate or tosylate.
7. Intermediate products according to claim 6, wherein X denotes hydroxy or chlorine.
8. Intermediate products of general formula (VII)

wherein R' denotes C
1-4-alkyl.
9. Use of the intermediate products of general formula (IV) according to claim 5 for
preparing a compound of formula (I) according to claim 1.
10. Use of the intermediate products of general formula (V) according to claim 6 or 7
for preparing a compound of formula (I) according to claim 1.
11. Use of the intermediate products of general formula (VII) according to claim 8 for
preparing a compound of formula (I) according to claim 1.
1. Procédé de production de composés de formule (I)

où
R1 représente un groupement choisi dans le groupe consistant en méthyle, éthyle, propyle,
cyclopentyle, cyclohexyle, phényle, benzyle et -C(Me2)phényle, qui peut être substitué dans chaque cas une, deux ou trois fois par hydroxy
;
R2 représente un groupement choisi dans le groupe consistant en méthyle, éthyle, propyle
et benzyle,
caractérisé en ce qu'un composé de formule (II)

où
R
1' représente un groupement choisi dans le groupe consistant en méthyle, éthyle, propyle,
cyclopentyle, cyclohexyle, phényle, benzyle et -C(Me
2)phényle, qui peut être substitué dans chaque cas une, deux ou trois fois par un groupe
-O-PG, où le groupe -O-PG représente une fonction hydroxyle protégée choisie dans
le groupe consistant en méthoxyméthyloxy, 2-méthoxyéthoxyméthyloxy, 1-éthoxyéthyloxy,
2-tétrahydropyranyloxy, 1-butoxyéthyloxy, tert.-butyloxy, benzyloxy et 4-méthoxybenzyloxy,
est d'abord mis à réagir dans un solvant éthéré ou aromatique avec un hexaalkyldisilazane
de métal alcalin puis traité avec un composé de formule (III)
R
2-O-COX' (III)
où
R2 présente la signification citée précédemment et
X' représente le chlore, le brome ou -O-R2,
après une fin de traitement au moyen d'un acide de formule HY un composé de formule
(IV) et/ou sa forme tautomère

où les groupements R
1 et R
2 présentent la signification citée précédemment et Y représente un groupement acide
quelconque,
est isolé et le composé de formule (I) est libéré à partir de celui-ci.
2. Procédé selon la revendication 1 où
R1 représente un groupement choisi dans le groupe consistant en phényle, benzyle et
-C(Me2)phényle, qui peut être substitué dans chaque cas une ou deux fois par hydroxy ;
R2 représente un groupement choisi dans le groupe consistant en éthyle, propyle et benzyle,
caractérisé en ce qu'un composé de formule (II) où
R
1' représente un groupement choisi dans le groupe consistant en phényle, benzyle et
-C(Me
2)phényle, qui peut être substitué dans chaque cas une ou deux fois par un groupe -O-PG,
où le groupe -O-PG représente une fonction hydroxyle protégée choisie dans le groupe
consistant en méthoxyméthyloxy, 2-méthoxyéthoxyméthyloxy, 1-éthoxyéthyloxy, 2-tétrahydropyranyloxy,
1-butoxyéthyloxy, tert.-butyloxy, benzyloxy et 4-méthoxybenzyloxy,
est d'abord mis à réagir dans un solvant éthéré ou aromatique avec un hexaalkyldisilazane
de métal alcalin puis traité avec un composé de formule (III)
R
2-O-COX' (III)
où
R2 présente la signification citée précédemment et
X' représente le chlore, le brome ou -O-R2,
après une fin de traitement au moyen d'acide chlorhydrique aqueux un composé de formule
(NA)

où les groupements R
1 et R
2 présentent la signification citée précédemment, est isolé et le composé de formule
(I) est libéré à partir de celui-ci.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2
où
R1 représente -C(Me2)phényle, qui peut éventuellement être substitué une fois par hydroxy et
R2 représente éthyle,
caractérisé en ce qu'un composé de formule (II) où
R
1' représente -C(Me
2)phényle, qui peut éventuellement être substitué une fois par un groupe -O-PG, où
le groupe -O-PG représente une fonction hydroxyle protégée choisie dans le groupe
consistant en méthoxyméthyloxy, 2-tétrahydropyranyloxy, 1-butoxyéthyloxy, tert.-butyloxy,
benzyloxy et 4-méthoxybenzyloxy,
est d'abord mis à réagir dans un solvant éthéré ou aromatique avec un hexaalkyldisilazane
de métal alcalin puis traité avec un composé de formule (III)
R
2-O-COX' (III)
où
R2 présente la signification citée précédemment et
X' représente le chlore, le brome ou -O-R2,
après une fin de traitement au moyen d'un acide de formule HY un composé de formule
(IV) où les groupements Y, R
1 et R
2 présentent la signification citée précédemment, est isolé et le composé de formule
(I) est libéré à partir de celui-ci.
4. Procédé de production d'un composé de formule I selon l'une des revendications 1 à
3
caractérisé par les étapes suivantes :
(e) réaction de C1-C4-alkylesters d'acide 3-halogénométhylbenzoïque avec le 4-hydroxybenzonitrile au sens
d'une synthèse d'éther de Wilkinson ;
(f) conversion réductrice d'alkylesters d'acide 3-(4-cyano-phénoxy)benzoïque de formule
(VII)

où R' représente C1-C4-alkyle, en un composé de formule (V)

où X représente hydroxy ;
(g) éventuellement traitement du composé de formule (V) où X représente hydroxy avec
un réactif d'halogénation ou un chlorure d'acide sulfonique ;
(h) réaction du composé de formule (V) où X représente hydroxy, le chlore, le brome,
mésylate, triflate ou tosylate, avec un dérivé du phénol de formule (VI)

où R1' présente les significations citées dans les revendications 1 à 4 ; éventuellement
sous forme des phénolates de sodium ou de potassium correspondants, dans des conditions
réactionnelles basiques dans un solvant organique polaire ;
(i) conversion du composé de formule (II) obtenu en le composé de formule (I) selon
le procédé selon les revendications 1 à 3.
5. Produits intermédiaires de formule (IVA) et/ou leur forme tautomère

où les groupements R
1 et R
2 peuvent avoir les significations citées dans les revendications 1, 2 ou 3.
6. Produits intermédiaires de formule (V)

où X représente hydroxy, le chlore, le brome, mésylate, triflate ou tosylate.
7. Produits intermédiaires selon la revendication 6 où X représente hydroxy ou le chlore.
8. Produits intermédiaires de formule (VII)

où R' représente C
1-C
4-alkyle.
9. Utilisation des produits intermédiaires de formule (IV) selon la revendication 5 pour
la production d'un composé de formule (I) selon la revendication 1.
10. Utilisation des produits intermédiaires de formule (V) selon la revendication 6 ou
7 pour la production d'un composé de formule (I) selon la revendication 1.
11. Utilisation des produits intermédiaires de formule (VII) selon la revendication 8
pour la production d'un composé de formule (I) selon la revendication 1.