Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Stand der Technik
[0002] In der EP 0 196 291 ist eine Misch- und Auspressvorrichtung für das Mischen dickflüssiger
oder pastöser Massen beschrieben. Bei der bekannten Mischvorrichtung war in einem
Mischgefäß eine rotierbar gelagerte Mischerwelle mit einem Mischwerkzeug angeordnet,
welches zudem axial bewegbar war. Die Mischerwelle durchstieß zentrisch eine Pressplatte,
welche auf dieser Welle zum Austreiben des Mischguts ebenfalls axial bewegbar war.
Die Pressplatte war gegenüber der Mischerwelle sowie gegenüber der kreiszylindrischen
Innenwand des Mischgefäßes mit Dichtungen versehen. Ein Auslass für das mit der Pressplatte
auszupressende Mischgut war im Boden des Mischgefäßes angeordnet.
[0003] Die bekannte Misch- und Auspressvorrichtung war im Betrieb äusserst störanfällig
und neigte generell zu Undichtigkeiten, insbesondere beim Auspressen.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Vermischen von insbesondere dickflüssigen
und pastösen Materialien in einem Mischgefäß sowie zum Austreiben des hergestellten
Mischguts aus diesem Gefäß zu schaffen, welche im Gegensatz zu derjenigen der EP 0
196 291störungsfrei arbeitet.
Lösung der Aufgabe
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass hier im Gegensatz zur EP 0
196 291 die Einheit zum Mischen der Materialien und die Einheit zum Austreiben des
Mischguts zwar in ein- und demselben Mischgefäß angeordnet aber eindeutig voneinander
getrennt ausgebildet sind. Erfindungsgemäß greift nämlich lediglich eine Linearführung
mit daran angeordnetem Mischwerkzeug durch den Deckelteil. Das Austreiben des Mischguts
wird unabhängig von der Mischanordnung durch einen als Kolben wirkenden Bodenteil
vorgenommen. Die für die Mischung verwendeten Einheiten und die für das Austreiben
verwendeten Einheiten sind, bis auf einen Auslassstutzen im Deckelteil, vollständig
mechanisch voneinander getrennt.
[0006] Durch diese Anordnung kann eine äusserst stabile Lagerung der axial verschiebbaren
Mischerwelle sowie auch eine verhältnismäßig konstruktiv einfache, übersichtliche
und somit sauber wirkende Abdichtung gegen aussen vorgenommen werden. Auch der zum
Auspressen dienende Bodenteil kann nun sehr stabil und verkippungssicher ausgestaltet
werden.
[0007] Die Vorrichtung mit ihrem Mischgefäß und den dazu gehörenden Antriebselementen für
das Auspressen, die axiale Verschiebung der Mischerwelle und die Bewegungen des Mischwerkzeugs
können in einem linearen Aufbau zwar in beliebiger Position, stehend oder liegend
angeordnet werden; vorzugsweise wird aber eine horizontale Aufstellung gewählt. Durch
eine horizontale Aufstellung - die geometrische Achse des Mischgefäßes liegt annähernd
horizontal; die axialen Verschiebungen erfolgen ebenfalls annähernd horizontal - ist
eine Wartung der Vorrichtung bedeutend einfacher durchzuführen als bei einer vertikal
stehenden Vorrichtung, welche gerüstartige Aufbauten benötigen würde. Alle Elemente
und Einheiten sind somit ohne Gerüst vom Boden eventuell mit einer kleinen Staffelei
erreichbar.
[0008] Da nun ein Auspressen des Mischguts durch eine Bewegung des Bodenteils in Richtung
auf den Deckelteil erfolgt, ist der Deckelteil feststehend mit einer Auslassöffnung
für das Mischgut versehen. Vorzugsweise wird man den feststehenden Deckelteil auch
mit den Einlässen für die zu mischenden Materialien versehen; auch wird man alle weiteren
Anschlüsse beispielsweise für eine Vakuum- oder Druckbeaufschlagung am Deckelteil
anbringen. Man hat dann nur einen einzigen Ort, zu dem alle Leitungen zu führen sind.
Für Reinigungs- und Servicezwecke wird man vorzugsweise den Deckelteil vom Mischgefäß
abnehmbar, vorzugsweise wegfahrbar (aufgrund des großen Gewichtes) ausbilden.
[0009] Der Bodenteil ist zum Auspressen des Mischguts in der Art eines Kolbens im Innenraum
des Mischgefäßes, welches dann die Zylinderwand für den Kolben darstellt, bewegbar.
Im Randbereich hat der Bodenteil zwar eine Dichtung, auch ist die Zylinderwand ausreichend
glatt ausgebildet; es kann aber immer vorkommen, dass Mischgutreste beim Bewegen des
Kolbens in Richtung auf den Deckelteil kleben bleiben und durch die Dichtung hindurch
rutschen. Damit die minimalen Reste nicht mit der Umgebungsluft eventuell unter einem
Aushärten reagieren können, ist eine Abdeckhaube vorhanden. Diese Abdeckhaube dichtet
beim Austreiben des Mischguts den durch den bewegten Bodenteil freiwerdenden Gefäßinnenraum
gegen aussen ab. Es ist im Bereich der Abdeckhaube ferner ein Einlass für vorzugsweise
ein Neutralgas vorhanden, um den Raum zwischen Haube und Bodenteil befluten zu können.
[0010] Die seitliche Gefäßwandung ist derart ausgestaltet, dass sie mit einer vorzugebenden
Temperatur beaufschlagbar ist. Je nach Mischgut bzw. zu mischenden Materialien kann
somit eine über oder unter der Umgebungstemperatur gewählte Temperatur vorgegeben
werden. Die Temperaturbeaufschlagung wird man bevorzugt mit einem in der Gefäßwand
zirkulierenden Wärmeübertragungsmittel vornehmen. Das Mittel kann hierbei in in der
Wand verlegten Rohrleitungen fließen; auch kann man eine Doppelwand mit einem Zwischenraum
vorsehen.
[0011] Es kann zwar ein beliebiger Querschnitt des Innenraums des Mischgefäßes gewählt werden;
der Einfachheit halber wird man jedoch einen kreiszylindrischen wählen. Bei einem
kreiszylindrischen Querschnitt ergeben sich keine Ecken, in denen nicht durchmischtes
Material stehen bleiben könnte.
[0012] Vorzugsweise ist sowohl der als Kolben wirkende Bodenteil wie auch das Mischwerkzeug
gegen Verdrehen und Verkippen gesichert ausgebildet. Eine derartige Sicherung ist
durch wenigstens eine zur axial wirkenden Welle aussermittig angeordnete weitere Welle
erreichbar. Vorzugsweise wird man nicht nur eine aussermittige zusätzliche Welle,
sondern zwei einander gegenüberliegende Wellen oder drei oder mehrere in gleichem
Winkelabstand anordnen.
[0013] Damit möglichst wenig, d. h. gar kein Mischgut beim Auspressen an den Innenraumwänden
des Mischgefäßes und auch nicht an der axial bewegbaren Mischerwelle haften bleibt,
werden dort gespülte Dichtungen verwendet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Im Folgenden werden Beispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der nachfolgenden
Zeichnungen näher erläutert. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Beschreibungstext.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung, wobei das Mischgefäß geschnitten dargestellt ist,
- Fig. 3
- eine zu Figur 1 analoge Darstellung, wobei sich jedoch der Deckelteil der Vorrichtung in einer Service-
bzw. Reinigungsstellung, entfernt vom Mischgefäß, befindet,
- Fig. 4
- eine zu Figur 2 analoge Darstellung der Vorrichtung mit analog zu Figur 3 verfahrenem Deckelteil,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf den Deckelteil der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Vorrichtung, wobei hier die Ein- und Auslässe mit abgenommenen Verbindungselementen
dargestellt sind,
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch eine Dichtungspackung, wie sie zum Abdichten einer in das
Mischgefäß eingeführten Welle mit einem Mischwerkzeug, verwendet wird und
- Fig. 7
- ein Prinzipschema der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit beispielsweisen Anschlüssen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0015] Die in den
Figuren 1 und
2 dargestellte Vorrichtung zum Vermischen von insbesondere dickflüssigen oder pastösen
Materialien bzw. Mischgut hat ein Mischgefäß
1, welches mit einem Boden- und einem diesem gegenüberliegenden Deckelteil
3 bzw.
5 verschlossen ist. Durch den Deckelteil
5 greift eine Welle
7 als Linearführung für ein Mischwerkzeug
9. Die Welle
7 ist in einer annähernd horizontal verlaufenden geometrischen Achse
10 des Mischgefäßes
1 angeordnet. Die Innenwandung
11 des Innenraums
12 des Mischgefäßes
1 ist kreiszylindrisch ausgebildet. Die Welle
7 wird durch eine abdichtende Dichtungspackung
13 im Deckelteil
5 geführt. Die Welle
7 und damit das Mischwerkzeug
9 sind mittels einer horizontal wirkenden Verschiebeeinrichtung
15 im Innenraum
12 axial verschiebbar, wie durch den Doppelpfeil
14 angedeutet ist.
[0016] Die Verschiebeeinrichtung
15 ist über vier Träger
17a bis
17d auf dem Fundament
19 und mittels zweier Führungswellen
20a und
20b aussen mit Flanschen
21a und
21b am Deckelteil
5 befestigt. Ferner hat die Verschiebeeinrichtung
15 einen sogenannten Hydraulikmotor
23 für die Verschiebebewegung der Welle
7. Die Führungswellen
20a und
20b geben der Führungseinrichtung
15 Stabilität gegen Verknicken und Verwinden.
[0017] Mit einer manuell betätigbaren weiteren Verschiebeeinrichtung
16 kann der Dekkelteil
5 bei gelösten Befestigungsklammern
25 vom Mischgefäß
1 für Service- und Reinigungszwecke entfernt werden. Hierbei rollt der Deckelteil
5 auf zwei mit Rädern
24a und
24b versehenen Stützen
26a und
26b. Diese Stellung ist in den
Figuren 3 und
4 gezeigt.
[0018] Der Bodenteil
3 ist über eine Verschiebeeinrichtung
27 horizontal in Achsrichtung des Mischgefäßes
1 (axial) verschiebbar. Die Verschiebeeinrichtung
27 ist über seitliche Träger
29a und
29b aussen mit dem Mischgefäß
1 verbunden. Die beiden Träger
29a und
29b ruhen ebenfalls auf vier mit dem Fundament
19 verbundenen Stützen
30a bis
30d. Der zylindrische Bodenteil
3 ist ebenfalls an seinen Randseiten durch eine Dichtungspackung
31 analog zu derjenigen
13 der Wellen
7 gegen die Innenwandung
11 abgedichtet.
[0019] Die Verschiebeeinrichtung
27 hat in der geometrischen Achse
10 eine Welle
33 zum Verschieben des Bodenteils
3 für den Auspressvorgang des Mischguts. Zur Verhinderung eines Verkippens der Bodenplatte
3 beim Auspressen ist eine weitere aussermittig angeordnete Welle
35 vorhanden. Der Bodenteil
3 ist mit einer Abdeckhaube
37 überdeckt. Die Abdeckhaube
37 deckt einen beim Auspressen frei werdenden Innenraumteil
39 ab. Dieser freiwerdende Innenraum
39 kann mit einem Neutralgas als Gasbeaufschlagung über einen in
Figur 7 angedeuteten Anschluss
40 gefüllt (beflutet) werden, damit kein durch Umweltbedingungen hervorrufbares Aushärten
des an der Innenwandung
11 haften gebliebenen Mischguts erfolgen kann.
[0020] Im Gegensatz zur EP 0 196 291 sind hier alle Einlässe betreffend dem Einführen der
Materialien für das herzustellende Mischgut sowie zum Herausführen des fertigen Mischguts
am Deckelteil
5 angeordnet. Der in
Figur 5 dargestellte Deckelteil
5 hat in seiner Mitte eine Durchführung
41 für die in der geometrischen Achse
10 des Mischgefäßes zu liegen kommende Welle
7. Links und rechts der Durchführung
41 sind je ein Flansch
21 a bzw.
21 b für die Führungswellen
20a bzw.
20b angeordnet. Oberhalb der Durchführung
41 ist ein Anschluss
43 für eine Druck- bzw. Vakuumbeaufschlagung des Mischraums (Innenraum
12) vorhanden. Durch die Anschlüsse
45, 47 und
49 können Materialien zur Herstellung des Mischguts eingebracht werden. An den Anschluss
51 kann beispielsweise ein Rohrförderer zum Einbringen pulverförmigen Materials angeschlossen
werden. Unterhalb der zentrischen Durchführung
41 ist der Auslass
53 für das mit dem Mischwerkzeug
9 fertig gemischte Mischgut angeordnet. Links und rechts neben dem Auslass
53 ist ein Reserveanschluss
54 sowie ein Anschluss
55 zur Probenentnahme vorhanden. Die ausserhalb in
Figur 5 liegenden Zylinder
43a, 45a, 47a, 49a, 51a, 53a, 54a und
55a sind zu den Ein- bzw. Auslässen
43, 45, 47, 49, 51, 53, 54 und 55 gehörende pneumatische Antriebe.
[0021] Die in der Durchführung
41 angeordnete Lagerpackung
63a - d für die Mischerwelle
7 ist in ihrer axialen Abmessung so groß gewählt worden, dass sie beim Mischen auftretende
Verkippungsmomente aufnehmen kann. Die Dichtungspackung
13a und
13b hat eine Durchgangsöffnung
61 für die Welle
7. Im zum Mischraum
12 benachbarten Ende der Dichtungspackung
13a ist ein erstes Lagerband
63b angeordnet, dem in einem Abstand, der etwa der Hälfte der Packungslänge entspricht,
drei weitere Lagerbänder
63a bis
63c folgen. Zwischen den Dichtungen
63a und
63b ist eine Spülnut
65 vorhanden. Diese Spülnut
65 ist mit einem Flüssigkeitseinlass und einem -auslass
67a bzw.
67b verbunden. Als Spülflüssigkeit wird ein mit dem Mischgut verträgliches Medium verwendet.
[0022] Figur 7 zeigt ein Prinzipschaltbild der gesamten Vorrichtung mit den für den Betrieb notwendigen
Anschlüssen. Um die Vielzahl der Anschlüsse wenigstens einigermaßen übersichtlich
darstellen zu können, ist der Deckelteil
5 - obwohl nur einmal vorhanden - zweimal dargestellt. Auf die bereits vorgängig beschriebenen
Anschlüsse im Dekkelteil
5 für eine Druck- bzw. Vakuumbeaufschlagung
43, den Mischgutauslass
53, den Probeentnahmeauslass
55, den Reserveanschluss
54, den "Pulvereinlass"
51, die Materialeinlässe
45, 47 und
49 wird nicht weiter eingegangen. Die Abdeckhaube
37 über dem Bodenteil
3 weist einen Anschluss
69, hier beispielsweise für Stickstoff auf. Der Stickstoff dient dazu, wie bereits oben
ausgeführt, dass in geringsten Mengen in den Raum
39 zwischen Abdeckhaube
37 und Bodenteil
3 gelangendes Mischgut z. B. nicht aushärten kann. Ein Wegführen bzw. Recycling des
Stickstoffes ist hier nicht vorgesehen; er entweicht in die Umgebung. Sofern gewünscht,
kann natürlich eine Wegführung über ein Rohrsystem erfolgen.
[0023] Zum Beheizen (wenn notwendig auch Kühlen) des Mischgefäßes
1 bzw. des Mischgutes befindet sich ein Zulauf
71 für ein Heizfluid an der Unterseite des Mischgefäßes
1. Durch den Anschluss
72 wird dieses Heizfluid aus dem Mantel des Mischgefäßes
1 abgeführt. Die Spülflüssigkeit für die Dichtpackung
13 wird mit der Anlage
73 bereitgestellt und über die flexiblen Leitungen
74a und
74b der Dichtpackung
13 zugeführt. Eine analoge Anlage
75 ist für die Spülfüssigkeit der Dichtpackung
31 des Bodenteils
3 vorhanden; die Zuleitung erfolgt über flexible Leitungen
77a und
77b. Das Auspressen des Mischgutes erfolgt mittels einer hydraulischen Anlage
79, welche von einem Rechner
80 einstellbar gesteuert ist. Eine analoge Anlage
81 dient für den Antrieb der Mischerwelle
7 mit dem Mischwerkzeug
9.
[0024] Die oben beschriebene Misch- und Auspressvorrichtung eignet sich insbesondere zum
Herstellen (Mischen) von dickflüssigen oder pastösen Materialien (Massen); es können
mit ihr aber auch dünnflüssige Materialien gemischt und dann in Gebinde ausgetrieben
werden. Da die Vorrichtung für unterschiedliches Mischgut mit unterschiedlicher Viskosität
und unterschiedlichem Füllvermögen für das Mischgefäß herstellbar ist, ändern sich
auch die Abmessungen und Gesamtgewichtsverhältnisse der Vorrichtung. Werden beispielsweise
siliconartige Dichtungsmassen hergestellt, so kann eine derartige Vorrichtung schon
eine Länge von zehn Metern und eine Höhe von knapp drei Metern bei einem Gesamtgewicht
von ca. zwanzig Tonnen aufweisen.
[0025] In den obigen Ausführungen wird ein Aushärten als chemischer Vorgang mit der Umgebungsluft
angeführt. Dieser Ausdruck steht hier für alle möglichen chemischen Vorgänge, welche
mit der Umgebungsluft, der Umgebungstemperatur oder sonstigen Ereignissen stattfinden
können. Als Schutzgas im Raum
39 wird oben Stickstoff angegeben. Selbstverständlich können auch andere Schutzgase
verwendet werden. Das zu verwendende Gas richtet sich nach den Eigenschaften des Mischgutes.
1. Vorrichtung zum Vermischen von insbesondere dickflüssigen oder pastösen Materialien
in einem Mischgefäß (1) sowie zum Austreiben des hergestellten Mischguts aus diesem Gefäß (1), wobei das Gefäß (1) mit einem Boden- (3) und einem diesem gegenüberliegenden Deckelteil (5) verschlossen ist und im Mischgefäß (1) ein ortsveränderlich bewegbares Mischwerkzeug (9) vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Deckelteil (5) eine Linearführung (7) greift, mit der das Mischwerkzeug (9) ortsveränderlich bewegbar ist, und der Bodenteil (3) zum Austreiben der Mischung im Gefäß (1) gegen den Deckelteil (5) verschiebbar ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäßachse (10) annähernd horizontal angeordnet ist und der Bodenteil (3) zum Austreiben des Gemisches annähernd horizontal bewegbar ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch, vorzugsweise mit Ventilen verschließbare, Einlässe (45, 47, 49, 51) im Deckelteil (5) Materialien für die Mischprodukte einbringbar sind, sowie insbesondere ein Anschluss
(43), eine Druck- bzw. Vakuumbeaufschlagung und vor allem ein Auslass (53) durch den das Mischgut aus dem Mischgefäß (1) in Gebinde austreibbar, vorhanden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Abdeckhaube (37), welche den beim Austreiben des Mischguts durch den verschobenen Bodenteil (3) frei werdenden Gefäßinnenteilraum (39) gegen aussen abdichtet, vorzugsweise gegenüber der Umgebung eine Gasbeaufschlagung
ermöglicht, sowie einen Einlass (69) für ein Neutralgas in diesen frei werdenden Raum (39), damit durch Umgebungsbedingungen keine Reaktion von an der Innenwandung (11) anhaftendem Mischgut erfolgen kann.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Gefäßwandung (11) mit einer vorgegebenen Temperatur beaufschlagbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischgefäßinnenraum (12) als Kreiszylinder ausgebildet ist und der Bodenteil (3) vorzugsweise gegen Verdrehen und insbesondere gegen Verkippen gesichert, insbesondere
durch eine axial wirkende Welle (33) verschiebbar ausgebildet ist und vor allem die Verdreh- und insbesondere die Verkippsicherung
durch wenigstens eine weitere aussermittig angeordnete koaxiale Welle (35) vorgenommen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Deckelteil (5) greifende Linearführung (7) und vorzugsweise der Bodenteil (3) eine gespülte Dichteinheit (13; 31) haben.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckelteil (5) für Reinigungs- und Servicearbeiten vom Mischgefäß (1) abnehmbar ausgebildet ist.