[0001] Die Erfindung betrifft eine Abstreifvorrichtung zum Abstreifen von auf Schwellen
eines Gleises liegendem Schotter durch elastische Kehrelemente.
[0002] Derartige Abstreifvorrichtungen sind vielfach, z.B. auch durch GB 2 241 271, in Verbindung
mit Schotterpflügen als zylindrische Kehrbürsten bekannt, die unter Rotation um eine
in Schwellenlängsrichtung verlaufende Bürstenwelle auf den Schwellen liegenden Schotter
abkehren. Derartige Kehrbürsten eignen sich besonders zur Bewegung größerer Schottermengen
in Verbindung mit einer optimalen Profilierung der Schotterbettung.
[0003] Durch GB 2 205 882 ist es auch bekannt, am freien Ende eines Flankenpfluges eine
kleine rotierbare Kehrbürste anzuordnen, um damit auch das untere Ende einer Schotterbettflanke
zu optimieren.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung einer Abstreifvorrichtung
der gattungsgemäßen Art, mit der auch kleinere Schottermengen unter geringem konstruktivem
Aufwand zuverlässig abkehrbar sind.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Abstreifvorrichtung der eingangs genannten
Art gelöst, die durch eine Vielzahl von in einer Kehrebene nebeneinander angeordneten,
mit ihren oberen Enden auf einem höhenverstellbaren und mit einem Maschinenrahmen
einer Maschine verbundenen Kehrelementträger befestigten Kehrelementen und zwei zur
Auflage auf Schienen des Gleises vorgesehenen, mit dem Kehrelementträger verbundenen
Abstützrollen gekennzeichnet ist.
[0006] Mit einer derartigen relativ einfachen Vorrichtung ist unter Vermeidung einer konstruktiv
aufwendigeren und den Verschleiß der Kehrelemente erhöhenden Rotation ein zuverlässiges
Wegschieben von Schotter in ein angrenzendes Schwellenfach gewährleistet. Mit den
Abstützrollen ist auch eine gleichbleibende Distanzierung der unteren Enden der Kehrelemente
in bezug auf die Schwellenoberseite sichergestellt.
[0007] Weitere Vorteile und Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der Zeichnung.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben.
[0009] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer Abstreifvorrichtung in Gleis- bzw. Maschinenlängsrichtung,
- Fig. 2
- eine Ansicht der Abstreifvorrichtung normal zur Maschinenlängsrichtung, und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Querschnitt durch eine Gelenkverbindung gemäß der Schnittlinie
BB in Fig 1.
[0010] Eine in den Fig. 1 und 2 dargestellte Abstreifvorrichtung 1 besteht aus einer Vielzahl
von unter Bildung einer Kehrebene 2 nebeneinander angeordneten elastischen Kehrelementen
3. Diese sind zylinderförmig ausgebildet und mit ihren oberen Enden 4 jeweils an einem
balkenförmigen Kehrelementträger 5 befestigt. Dieser ist zur Abstützung auf Schienen
6 eines Gleises 7 mit Abstützrollen 8 verbunden und durch zwei in Maschinenquerrichtung
voneinander distanzierte Tragrahmen 9 gelenkig mit einem Maschinenrahmen 10 einer
nicht näher dargestellten, gleisverfahrbaren Maschine 11 verbunden.
[0011] Die Abstützrollen 8 sind jeweils durch eine Verstelleinrichtung 12, die sich hier
aus Vertikalführungen 13 und Schrauben 14 zusammensetzt, in vertikaler Richtung relativ
zum Kehrelementträger 5 verstellbar. Damit ist die Distanz von unteren Enden 15 der
Kehrelemente 3 in bezug auf eine Schwelle 16 des Gleises 7 wahlweise variierbar. Jede
zylindrische Abstützrolle 8 ist um eine Achse 17 drehbar am Kehrelementträger 5 gelagert
und weist eine Länge von mindestens 150, vorzugsweise 200 mm auf.
[0012] Jeder Tragrahmen 9 besteht aus einer zwei Schenkel 18 aufweisenden Parallelogrammanlenkung
19, die je durch zwei Gelenkverbindungen 20 mit dem Kehrelementträger 5 gelenkig verbunden
ist. Die Höhenverstellung der um eine normal zur Maschinenlängsrichtung verlaufende
Achse 21 verschwenkbar am Maschinenrahmen 10 gelagerten Tragrahmen 9 erfolgt durch
Antriebe 22.
[0013] Beiden Tragrahmen 9 ist eine mit dem Maschinenrahmen 10 verbundene Zentriereinrichtung
23 zugeordnet. Diese besteht aus zwei bezüglich der Kehrebene 2 voneinander distanzierten,
in vertikaler Richtung verlaufenden Zentrierbalken 24 mit einer vertikalen Zentrierebene
25. Zwischen den Zentrierbalken sind die beiden Tragrahmen 9 angeordnet, so daß auch
in einer Querneigung des Gleises 7 ein seitliches Abgleiten der gelenkigen Abstreifvorrichtung
1 von den Schienen 6 zuverlässig ausgeschlossen wird.
[0014] Wie in Fig. 3 ersichtlich, besteht die Gelenkverbindung 20 aus einem Kugelgelenk
26, das eine allseitig wirksame Beweglichkeit zwischen Parallelogrammanlenkung 19
und dem Kehrelementträger 5 gewährleistet.
1. Abstreifvorrichtung (1) zum Abstreifen von auf Schwellen (16) eines Gleises (7) liegendem
Schotter durch elastische Kehrelemente (3), gekennzeichnet durch eine Vielzahl von in einer Kehrebene (2) nebeneinander angeordneten, mit ihren oberen
Enden (4) auf einem höhenverstellbaren und mit einem Maschinenrahmen (10) einer Maschine
(11) verbundenen Kehrelementträger (5) befestigten Kehrelementen (3) und zwei zur
Auflage auf Schienen (6) des Gleises (7) vorgesehenen, mit dem Kehrelementträger (5)
verbundenen Abstützrollen (8).
2. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bezüglich einer Maschinenlängsrichtung wenigstens zwei unmittelbar hintereinander
angeordnete Kehrebenen (2) vorgesehen sind, deren Kehrelemente (3) zueinander versetzt
sind.
3. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützrollen (8) durch eine Verstelleinrichtung (12) relativ zum Kehrelementträger
(5) höhenverstellbar sind.
4. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützrolle (8) zylinderförmig mit einer Länge von wenigstens 150 mm ausgebildet
ist.
5. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kehrelementträger (5) durch - bezüglich dessen Längsrichtung voneinander distanzierte
- Gelenkverbindungen (20) gelenkig mit am Maschinenrahmen (10) befestigten, durch
einen Antrieb (22) höhenverstellbaren Tragrahmen (9) verbunden ist.
6. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (9) um eine normal zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse (21)
verschwenkbar am Maschinenrahmen (10) gelagert ist.
7. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Tragrahmen (9) als zwei Schenkel (18) aufweisende Paralellogrammanlenkung (19)
mit jeweils zwei Gelenkverbindungen (20) zur Fixierung des Kehrelementträgers (5)
ausgebildet ist.
8. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Tragrahmen (9) eine mit dem Maschinenrahmen (10) verbundene Zentriereinrichtung
(23) zur Führung des Tragrahmens (9) in vertikaler Richtung zugeordnet ist.
9. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriereinrichtung (23) aus zwei bezüglich der Kehrebene (2) voneinander distanzierten,
in vertikaler Richtung verlaufenden Zentrierbalken (24) mit einer vertikalen Zentrierebene
(25) zusammengesetzt ist, zwischen denen die Tragrahmen (9) positioniert sind.