[0001] Die Erfindung betrifft eine Antennenhalterung mit einem an einem externen Element
befestigbaren Stützteil und einem Träger für mindestens eine Antenne.
[0002] Antennen werden an einer Vielzahl von externen Elementen befestigt, insbesondere
an für die Antennen speziell vorgesehene Masten. Eine eingangs genannte Antennenhalterung
ist aus der US 5,641,141 bekannt, bei der mehrere in verschiedene Richtungen ausgerichtete
Antennen längs einer Hülse befestigt sind, die auf einem Mast angeordnet ist.
[0003] Aus der GB 2,327,863 ist eine weitere Halterung bekannt, die für verschiedene Krümmungsradien
von Masten einsetzbar ist. Die Antenne selber wird dabei zwischen zwei oben und unten
vorgesehenen Laschen drehbar eingesetzt und befestigt.
[0004] Schliesslich ist aus der DE 33 27 185 eine Halterung für ein an einem Mast befestigtes
Antennentragteil bekannt, wobei um den Antennenmast selber ein Spannband geschlungen
ist. Vor Anziehen des Spannbandes ist die Seitenausrichtung der Antenne einstellbar.
[0005] Diese bekannten Antennenhalterungen sind jeweils für Masten vorgesehen. Heutzutage
ist es jedoch mehr und mehr erforderlich, dass Antennen an Häuserwänden und anderen
zumindest teilweise ebenen Flächen zu befestigen sind. Die hierfür für die Mastbefestigungen
vorgesehenen Technologien sind nicht einsetzbar. Andere Befestigungsarten führen zu
erhöhtem Montageaufwand und Lagerhaltung der entsprechenden unterschiedlichen Elemente.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine neue Antennenhalterung anzugeben, mit der ohne höheren Montageaufwand Antennen
an beliebigen Flächen (externen Elementen) befestigbar sind und zugleich die von Masthalterungen
bekannte insbesondere seitliche Einstellbarkeit auch bei Montagen an Wänden verfügbar
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zwei Stützteile vorgesehen
sind, die in einem Abstand voneinander an dem externen Element befestigbar sind, dass
jedes Stützteil über mindestens einen in Richtung des besagten Abstandes ausgerichteten
zylindrischen Abschnitt verfügt, an dem der Träger der Antenne über ein den zylindrischen
Abschnitt jeweils umgreifendes Befestigungselement fixierbar ist.
[0008] Durch Vorsehen von kurzen Teilelementen einer Stange oder Rohres an den Befestigungspunkten
in der Nähe der Wand ist es möglich, mit einem geringen Material- und Gewichtsaufwand
die Einstellbarkeit der Antenne, die von Masthalterungen bekannt ist, auch auf Wandhalterungen
zu übertragen. Damit ist auch die Notwendigkeit von zusätzlicher Schulung für die
Benützer dieser Systeme gering, da die Einstellung der Antenne in analoger Weise zu
Masthalterungen vorgenommen werden kann.
[0009] Ein weiterer Vorteil dieser Vorrichtung liegt in der Möglichkeit, diese Vorrichtung
durch Realisierung von zwei umgreifenden Klemmen mit beispielsweise drei Rohrteilelementen
auch für die Halterung von drei Antennen an einem Mast einzusetzen.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0011] Nachstehend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen
beispielhaft erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemässe Antennenhalterung in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 2
- eine vergrösserte Detailansicht des oberen Befestigungselementes,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer drei Antennen aufnehmenden Antennenhalterung, und
- Fig. 4
- eine Ansicht schräg von oben auf die Vorrichtung nach Fig. 3.
[0012] Die Fig. 1 zeigt eine Halterung zur Befestigung von Antennen 1, hier eine Flachantenne,
an einer Wand 2. Da die Wände 1 nur selten die geographisch benötigte Ausrichtung
zur Ausleuchtung einer Mobilfunkzelle haben, werden häufig Hilfsmasten an den Gebäuden
montiert, wodurch die Antennen 1 in die gewünschte Richtung gedreht werden können.
Mit der hier beschriebenen Antennenhalterung entfallen diese aufwendig konstruierten
Stahlkonstruktionen der Hilfsmasten.
[0013] Die Halterung besteht aus zwei halbrunden U-Blechen 3 mit angeschweissten Rohrteilen
4, an denen die hier flachen Antennen 1 mittels U-Gewindebolzen 5 befestigt und ohne
den Einsatz weiterer beweglicher Teile in ihrer Halterung um das Rohr 4 geschwenkt
werden können. Dabei bedeutet halbrund eine Winkelabdeckung durch den Bogen des Bleches
3 von vorzugsweise mindestens 120 und maximal 180 Grad.
[0014] In der Fig. 2 ist eine Detailansicht der Halterung nach Fig. 1 dargestellt. Es ist
deutlich das halbrunde U-Blech 1 zu erkennen, dessen Schenkel bodenseitig über zwei
plane Übergangsflächen 6 verbunden sind. In den Übergangsflächen 6 sind beispielsweise
Bohrungen vorgesehen, in denen Befestigungsschrauben 7 versenkbar sind, womit die
Antennenhalterung an der Wand 2 verschraubt werden kann.
[0015] Da das Rohrteil 4 an seinem gegen den Boden gerichteten Ende 8 im wesentlichen bündig
mit den U-Blechen 2 abschliesst und nur auf der gegenüberliegenden Seite über einen
überstehenden Abschnitt 9 verfügt, kann die mit einem losen U-Gewindebolzen 5 versehene
S-förmige Befestigungsfläche 10 der Antenne 1 in sehr einfacher Weise an den beiden
Teilhalterungen aufgesetzt und dann sogar losgelassen werden. Die Antenne 1 hält durch
ihr Eigengewicht und die U-Gewindebolzen 5 brauchen dann lediglich angezogen zu werden.
Vor diesem Anziehen der Bolzen 5 ist dann die Neigung der Antenne 1 einstellbar. Anstelle
der S-förmigen Befestigungsfläche 10, die einen Träger bildet, kann dieses Element
10 auch in die Antenne 1 integriert sein.
[0016] Für die Befestigung der Antennen an den Halterungen kann übliches Befestigungsmaterial
herangezogen werden. Dies besteht beispielsweise hier aus dem S-Träger 10, an dessen
einen Seite Schlitze 11 vorgesehen sind, in denen die U-Gewindebolzen 3 befestigt
sind und an dessen Gegenseite die Antenne 1 oder eine Bodenfläche der Antenne 1 befestigt
ist.
[0017] Durch die nun in zwei Rohrabschnitte 4 geteilte Halterung, die zusammen einen Hilfsmast
bilden, kann das Verpackungsvolumen und das Gewicht der Halterung stark reduziert
werden. Die Antennen, wie hier die Antenne 1, können je nach ihrer Breite um mehr
als ± 45° stufenlos gedreht werden. Anstelle der bogenförmigen U-Bleche 3 sind auch
andere Elemente wie L-förmige Bleche denkbar. Wesentlich ist die Möglichkeit, dass
bei der Fertigung der Antennenhalterung das Rohrelement 4 an dem Stützteil 3 fix zu
befestigen ist.
[0018] Der Vorteil dieser Halterung besteht insbesondere darin, dass sie nur aus zwei festverbundenen
Teilen besteht und die gleichen Befestigungsarten angewendet werden können, wie bei
üblichen Masthalterungen, d.h. Montagebänder und U-Gewindebolzen. Durch die Anordnung
der Rohre 4 können bei montierter Halterung die Antennen 1 eingehängt und anschliessend
festgezogen werden. Damit kann die Montagezeit stark reduziert werden.
[0019] Die Fig. 3 zeigt eine Abänderung des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels
zur Halterung von hier drei Antennen 1 um einen Mast 12. Häufig werden bei Mobilfunkantennen
an einem Standort die Antennen so verteilt, dass die in drei Zellen aufgeteilte Mobilfunkzelle
mit drei Antennen im Winkelabstand von 120° zueinander versehen ist. Häufig ist dies
jedoch nicht immer in einem Winkel von 120° möglich. Mit der hier vorgeschlagenen
Masthalterung können alle Antennen 1 unabhängig voneinander in ihrer Ausrichtung um,
je nach Breite der Antenne, +/- 45° gedreht werden. Gleiche Merkmale sind in allen
Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0020] Die Halterung nach der Fig. 3 zur Befestigung von drei Antennen 1 an einem Mast 12
besteht aus Paaren von zwei halbrunden U-Blechen 13 bzw. 23 mit jeweils insgesamt
drei angeschweissten Rohrteilen 4, an denen die Antennen 1 mittels U-Gewindebolzen
5 befestigt werden können. Damit sind sie ohne bewegliche Teile in der Halterung um
das Rohr 12 verschwenkbar. Die U-Gewindebolzen 5 sind wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 an der S-förmigen Befestigungsfläche 10 befestigt.
[0021] Es werden dabei zwei unterschiedliche halbrunde U-Bleche 13 bzw. 23 benötigt, die
besser in der Fig. 4 zu erkennen sind.
[0022] Der Vorteil gegenüber den üblichen Hilfsmasten besteht insbesondere darin, dass nur
eine einzige Halterung montiert werden muss, an der drei Antennen 1 auf gleicher Höhe
inklusive Neigungsklemmen befestigt werden können. Die gewünschten Winkel sind zudem
stufenlos einstellbar.
[0023] Die Fig. 4 zeigt eine Ansicht schräg von oben auf die Vorrichtung nach Fig. 3. Es
ist insbesondere zu erkennen, dass auf der einen Seite ein halbrundes U-Blech 13 eingesetzt
wird, welches insbesondere identisch zu dem U-Blech 3 aus dem in den Fig. 1 und 2
dargestellten Ausführungsbeispiel sein kann. Dies bedeutet, dass das Rohrteil 4 mittig
an dem U-Blech 3 befestigt ist.
[0024] Das zweite U-Blech 23, welches ebenfalls halbrund ist, trägt dann hier zwei Rohrteile
4 in einem Winkel von 120 Grad zueinander, hier also mit einem Abstand von je 60 Grad
von der Mitte zu den Seiten. Jedes der U-Bleche 13 und 23 verfügt über die planen
Übergangsflächen 6, wobei zur Befestigung um einen Hilfsmast 12 in die in den Übergangsflächen
6 eingebrachten Bohrungen hier eine Gewindebolzen/Mutter-Kombination 14 eingesetzt
und um den Mast 12 angezogen wird. Daraus ergibt sich sofort, dass die halbrunde Ausgestaltung
des Bleches 3 für ein Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zur Befestigung an einer Wand
in keiner Weise notwendig ist und auch L-förmige und anders gestaltete Bleche oder
Träger einsetzbar sind. Die Nutzung eines halbrunden Bleches 3 (mit einem Abdeckungswinkel
des Bogens von zum Beispiel 120 bis 180 Grad) gestattet den Einsatz dieses Bleches
3 als ein Stützteil 13 für die Masthalterung von drei Antennen zusammen mit einem
ähnlich ausgebildeten Stützteil 23.
1. Antennenhalterung mit einem an einem externen Element (2) befestigbaren Stützteil
(3, 13, 23) und einem Träger (10) für mindestens eine Antenne (1), dadurch gekennzeichnet, dass zwei Stützteile (3, 13, 23) vorgesehen sind, die in einem Abstand voneinander an
dem externen Element (2) befestigbar sind, dass jedes Stützteil (3, 13, 23) über mindestens
einen in Richtung des besagten Abstandes ausgerichteten zylindrischen Abschnitt (4)
verfügt, an dem der Träger (10) der Antenne (1) über ein den zylindrischen Abschnitt
(4) jeweils umgreifendes Befestigungselement (5) fixierbar ist.
2. Antennenhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder zylindrische Abschnitt (4) in Richtung des besagten Abstandes über das an dem
externen Element (2) befestigbaren Stützteil (3, 13, 23) hinausragt (9).
3. Antennenhalterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Abschnitt (4) ein Rohrelement ist.
4. Antennenhalterung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (5) ein Spannband oder ein U-Gewindebolzen ist.
5. Antennenhalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Stützteil (3, 13, 23) einen Bogen bildet, der einen Winkel zwischen 120 und
180 Grad aufspannt.
6. Antennenhalterung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Stützteil (3, 13, 23) ein U-förmiges Blech ist, dass der oder die zylindrischen
Abschnitte (4) an den freien Schenkeln des U's fix befestigt sind und dass die Schenkel
an den Enden des Bogens über plane Übergangsflächen (6) miteinander verbunden sind,
in denen Bohrungen zur Befestigung der Antennenhalterung in bezug auf das externe
Element (2) vorgesehen sind.
7. Antennenhalterung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das externe Element (2) ein zylindrisches Element ist, dessen Aussenkontur im wesentlichen
der Innenkontur der Bögen jedes Stützteiles (3, 13, 23) entspricht, dass ein erstes
Rohrteil (4) an einem ersten U-förmigen Blech (3, 13) mittig des Bogens befestigt
ist, dass ein zweites und ein drittes Rohrteil (4) an einem zweiten U-förmigen Blech
(23) in einem Winkel von jeweils 60 Grad zur Mitte des Bogens befestigt ist und dass
die beiden U-förmigen Bleche (3, 13; 23) durch durch die Bohrungen in den planen Übergangsflächen
(6) vorgesehene Verbinder (14) miteinander verbunden sind.