[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stimulationsgerät zur Steigerung des sexuellen
Wohlbefindens gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Stimulationsgeräte zur Steigerung des sexuellen Wohlbefindens sind bekannt. Insbesondere
existieren Stimulationsgeräte beispielsweise zum (teilweise) Einführen in die Vagina.
Derartige Geräte weisen oft eine Vibrationseinrichtung auf, welche von einem kleinem
Gleichstrommotor (batteriebetrieben) angetrieben wird. Die Vibrationsintensität lässt
sich nach dem Stand der Technik von null bis ungefähr hundert Vibrationen pro Minute
meist stufenlos regeln.
[0003] Derartige Stimulationsgeräte weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie aufgrund des
verwendeten Kunststoffmaterials nicht optimal an die weibliche Anatomie anpassbar
sind. Des weiteren ist der wichtige Parameter Temperatur nicht einstellbar. Außerdem
kann die Verwendung von Strom (Batterien) die Akzeptanz eines derartigen Produktes
negativ beeinflussen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Stimulationsgerät
der eingangs genannten Art anzugeben, welches an die weibliche Anatomie optimal anpassbar
ist und ohne Stromversorgung funktioniert.
[0005] Zudem soll das erfindungsgemäße Stimulationsgerät eine Temperaturregelung ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen und Varianten gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0007] Demnach wird vorgeschlagen, das Stimulationsgerät mit einer Einrichtung zu versehen,
welche die gewünschten Vibrationen aufgrund einer Flüssigkeitsströmung bzw. eines
Flüssigkeitsdruckes erzeugt.
[0008] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Stimulationsgerät
anstelle eines Brausekopfes an einen vorhandenen Duschschlauch anschraubbar und weist
eine Vibrationseinrichtung auf, welche durch den Wasserstrahl angetrieben wird.
[0009] Als Vibrationseinrichtung wird eine Kombination aus einer Düse und einer Kugel vorgeschlagen,
wobei die Düse den Wasserdruck auf die Kugel erhöht, sodass die Kugel eine Hin- und
Herbewegung innerhalb der Vibrationseinrichtung ausführt, welche die Vibration erzeugt.
Die Intensität der erzeugten Vibration ist über die Menge des einströmenden Wassers
stufenlos regelbar.
[0010] Im Rahmen einer Variante der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, als Vibrationseinrichtung
eine mit einer Unwucht versehenen Turbine zu verwenden, welche durch den Wasserstrahl
angetrieben wird und auf diese Weise den Vibrationseffekt erzeugt.
[0011] Des weiteren wird vorgeschlagen, das Stimulationsgerät mit einem kondomähnlichen
Latexmantel bzw. Latexüberzug zu versehen, derart, dass durch die Austrittsöffnungen
des Stimulationsgerätes auftretende Wasser nicht in den Körper gelangt, sondern im
inneren Bereich des Latexmantels verbleibt, um durch einen stufenlos regelbaren Auslass
auszutreten.
[0012] Diese Konstruktion weist den Vorteil auf, dass die Ausdehnung des Latexmantels stufenlos
reguliert werden kann, wodurch eine optimale Anpassung an die weibliche Anatomie sowie
an die Wünsche der Benutzer gewährleistet wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
dass die Temperatur des Stimulationsgerätes der Wassertemperatur entspricht, sodass
diese sehr einfach einstellbar ist (beispielsweise über die Badearmatur).
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Figur, die eine schematische
Darstellung des Aufbaus des erfindungsgemäßen Stimulationsgeräts darstellt, erläutert.
[0014] Gemäß der Figur, welche eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschreibt,
enthält das Stimulationsgerät 1 ein rohrförmiges Teil 2, welches mit mehreren Austrittsöffnungen
3 versehen ist. An dem hinteren Ende des rohrförmigen Teils 2 befindet sich eine wassergetriebene
Vibrationseinrichtung 4. In der Figur ist eine Vibrationseinrichtung 4 gezeigt, welche
aus einer Kugel 5 und einer Düse 6 besteht. Alternativ ist es möglich, als wasserbetriebene
Vibrationseinrichtung eine mit einer Unwucht versehene und vom Wasser angetriebene
Turbine einzusetzen.
[0015] Des weiteren umfasst das erfindungsgemäße Stimulationsgerät eine Anordnung zum Einstellen
des Wasserdurchflusses, welche zwei Teile 7 und 8 aufweist. Diese Teile 7 und 8 sind
mit Öffnungen 9 versehen, sodass eine stufenlose Regelung des Wasserdurchflusses durch
ein Verdrehen der beiden Teile gewährleistet wird.
[0016] Das Stimulationsgerät ist mittels einer handelsüblichen Befestigungseinrichtung wie
z. B. einer Kontermutter und einer Scheibe 10 an einen üblichen Duschschlauch 11 anschließbar.
[0017] Gemäß der Erfindung wird das rohrförmige Teil 2 mit einem kondomähnlichen Latexüberzug
12 versehen, welcher mit Hilfe eines Gummirings oder einer weiteren geeigneten Einrichtung
13 an dem ersten Teil der Wasserdurchflusseinrichtung 7 befestigbar ist.
[0018] Das erfindungsgemäße Stimulationsgerät zur Steigerung des sexuellen Wohlbefindens
funktioniert wie folgt:
[0019] Das Wasser strömt über die Vibrationseinrichtung 4 in das rohrförmige Teil 2 ein
und anschließend durch die Öffnungen 3 aus, derart, dass der Raum zwischen dem rohrförmigen
Teil 2 und dem Latexüberzug 12 mit Wasser gefüllt wird, wobei die Ausdehnung des Latexüberzugs
12 durch Verdrehen der Teile 7 und 8 stufenlos regulierbar ist.
[0020] Um die Bedienbarkeit der Elemente 7 und 8 zu verbessern, ist im Rahmen einer Variante
vorgesehen, diese Teile mit Noppen 14 zu versehen.
[0021] Auf diese Weise ist auch eine einhändige Bedienbarkeit gegeben. Der Gummiring 13
ist so dimensioniert, dass bei zu hohem Wasserdruck Wasser entweichen kann, um zu
verhindern, dass der Überzug platzt.
1. Stimulationsgerät zur Steigerung des sexuellen Wohlbefindens mit einer Vibrationseinrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vibrationseinrichtung durch das Strömen einer Flüssigkeit und insbesondere durch
Wasser angetrieben wird.
2. Stimulationsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibrationseinrichtung eine Düse (6) und eine Kugel (5) aufweist, derart, dass
eine Hin- und Herbewegung der Kugel (5) aufgrund des aus der Düse austretenden Wasserstrahl
auslösbar ist.
3. Stimulationsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibrationseinrichtung eine mit einer Unwucht versehene Turbine enthält, die aufgrund
des Wasserdrucks in Bewegung gerät und Vibrationen erzeugt.
4. Stimulationsgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein rohrförmiges Teil (2) enthält, an dessen unterem Ende die Vibrationseinrichtung
(4) vorgesehen ist und welches mehrere Austrittsöffnungen (3) aufweist, wobei das
rohrförmige Teil (2) mittels einer Wasserdurchlasssteuereinrichtung (7, 8) und einer
Befestigungseinrichtung (10) an einen herkömmlichen Duschschlauch (11) anschließbar
ist.
5. Stimulationsgerät nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Latexüberzug vorgesehen ist, der über das rohrförmige Teil (2) aufgestülpt wird
und mittels einer Befestigungseinrichtung (6) an die Wasserdurchflusssteuereinrichtung
(7) befestigbar ist.