[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gebäude mit mehreren Räumen, gemäss
Oberbegriff von Patentanspruch 1. Es gibt eine sehr grosse Anzahl von Gebäuden mit
verschiedenen Räumen, ein- oder mehrstöckige Gebäude und solche, die einen Innenhof
besitzen. Bei Gebäuden mit bewohnten Räumen und einem Innenhof ist der Innenhof in
der Regel offen und vom Erdgeschoss her mit den umgebenden Räumen verbunden.
[0002] Es ist von diesem bekannten Stand der Technik ausgehend Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Gebäude anzugeben, das eine bessere Raumaufteilung und ein besseres
Wohnklima bietet. Diese Aufgabe wird mit dem Gebäude gemäss Patentanspruch 1 gelöst.
[0003] Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Hauses,
- Fig. 2
- zeigt einen Schnitt gemäss II/II in Figur 1,
- Fig. 3
- zeigt das Erdgeschoss und
- Fig. 4
- das Obergeschoss des erfindungsgemässen Hauses, und
- Fig. 5
- zeigt schematisch die verschiedenen nebeneinander und übereinander angeordneten Raumelemente.
[0004] Aus den Zeichnungen ergibt sich der prinzipielle Aufbau des erfindungsgemässen Gebäudes.
Man erkennt, ausgehend von den Figuren 3, 4 oder 5, dass das Haus aus Elementen aufgebaut
ist, das aus regelmässigen Vielecken, hier aus Achtecken besteht. Das Haus 1 enthält
einen 8-eckigen Lichthof 2, von welchem Treppen 3 in das Obergeschoss führen, und
der einen ebenfalls 8-eckigen Freiraum 4 besitzt, der beispielsweise einen ebenfalls
8-eckigen Brunnen 5 aufweist. Die Treppe muss nicht notwendigerweise nur vom Lichthof
aus gehen, sie kann auch aussen angebracht sein.
[0005] Um den 8-eckigen Lichthof sind acht Segmente 6 bis 13 angeordnet, wobei diese Segmente
mittels Wände unterteilt sein können und beispielsweise Segment 10 als Eingangssegment
ausgebildet ist, mit einer Aussen- und einer Innentüre 14 und 15. Wichtig dabei ist,
dass jedes Segment, unabhängig von der Wandstärke zwischen den Segmenten, einen gleichen
Grundriss aufweist. In diesem Ausführungsbeispiel ist eine von sehr vielen Möglichkeiten
aufgezeichnet, wie man sich eine Möblierung vorstellen könnte. Je nach vorgesehener
Benutzung ist es nicht unbedingt erforderlich, dass vom Lichthof jedes einzelne Segment
erreichbar ist, wie dies beispielsweise mit Segment 6 angedeutet ist. Selbstverständlich
können auch die einzelnen Segmente untereinander beliebig verbunden sein.
[0006] In Fig. 3 ist angedeutet, dass um die Wohnsegmente ein ebenfalls 8-eckiger Gehbereich
16 angeordnet ist, wie dies auch aus Fig. 1 oder Fig. 2 hervorgeht.
[0007] Das Obergeschoss ist ähnlich dem Erdgeschoss angeordnet, wobei sich vom Lichthof
2 aus ebenfalls acht Segmente 17 - 24 befinden. Diese Segmente können auch beliebig
möbliert, untereinander verbunden oder getrennt sein. Wichtig ist auch hier, dass
sämtliche Segmente vom Lichthof aus erreichbar sind. Den Segmenten 17 - 24 schliesst
sich ein umlaufender, ebenfalls 8-eckiger Balkon 25 an, der von beliebigen Segmenten
aus betretbar ist. Während die Segmente einerseits und der 8-eckige Lichthof andererseits
für sich abgeschlossene Bauvolumina ergeben, ist der Balkon 25 ausserhalb angeordnet,
wobei es selbstverständlich auch möglich wäre, diesen Balkon zu verglasen oder sonstwie
gegenüber aussen abzuschliessen.
[0008] Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, schliesst sich dem Obergeschoss ein Dachgeschoss
26 an, das ebenfalls den 8-eckigen Lichtschacht 2 aufweist sowie darum angeordnete
acht Segmente, die als Isolation oder Stauraum oder dergleichen verwendet werden können.
Aus Fig. 2 geht ferner hervor, dass der Lichtschacht 2 vom innen gelegenen Freiraum
4 durch Geländer 27 geschützt ist, um ein Hineinfallen zu vermeiden.
[0009] Nach oben wird das Haus durch ein ebenfalls 8-eckiges Dach 28 abgeschlossen, in dessen
Mitte eine ebenfalls 8-eckige Lichtkuppel 29 angeordnet ist, die das zur Beleuchtung
des Lichthofes und des Freiraumes nötige Licht durchlässt. Bei Verwendung von Oberlichtern
30, siehe Figuren 3 und 4, wird das Licht der Lichtkuppel auch zur Beleuchtung der
Räume verwendet.
[0010] In Fig. 5 ist nochmals schematisch das Konzept eines erfindungsgemässen Hauses zusammengefasst.
Man erkennt den äusseren Bereich A, der ein Balkon 25 oder einen Gehbereich 16 umfassen
kann, den ein- oder mehrstöckigen Wohnbereich B, der das Eingangssegment 10 umfasst,
den Lichthof C, der die Treppen 3 umfasst und den Freiraum D, der beispielsweise den
Brunnen 5 umfasst. Der Wohnbereich B sowie der Aussenbereich A wird vom Dach 28 überdeckt,
während der Lichthof nach oben durch die lichtdurchlässige Lichtkuppel 29 abgeschlossen
ist. Das Dach muss sich nicht über den ganzen Bereich der Balkone und der Gehwege
zu erstrecken.
[0011] In den Zeichnungen ist das Haus auf einer 8-eckigen Form aufgebaut, doch ist es selbstverständlich,
dass ein solcher Aufbau prinzipiell auch mit anderen Vielecken, z. B. sechseckigen,
möglich ist oder, extrapoliert, mit kreisförmigen Elementen möglich ist, wobei kreisförmige
oder kreissegmentförmige Wohnräume Probleme bezüglich Möblierung stellen können, doch
sind runde Häuser an sich bekannt.
[0012] Wichtig ist zu erkennen, dass einerseits der Wohnbereich B, der ein- oder mehrstöckig
sein kann, und andererseits der Lichthof C, der die Treppen umfassen kann, in sich
geschlossene Volumina darstellen, während sich der Aussenbereich A, sei es ein Balkon
oder ein Gehbereich, ausserhalb befindet und nicht notwendigerweise um das ganze Gebäude
herum angeordnet sein muss. Auch kann der Freiraum sowie der Brunnen im Innenhof entfallen
und durch andere Elemente ersetzt werden.
[0013] Die Baumaterialien sowie die Wandstärken und die Isolationen spielen im Rahmen des
Konzeptes des Hauses keine Rolle und es ist selbstverständlich, dass je nach Situation
und Lage des Hauses verschiedene Materialien und Konstruktionen verwendet werden können.
1. Gebäude, mit mehreren Räumen, die auf mindestens einem Geschoss angeordnet sind und
einem Innenhof, dadurch gekennzeichnet, dass der als Lichthof (2, D) ausgebildete Innenhof ein Vieleck oder Kreis ist und die
darum angeordneten Räume (6-13; 17-24; 26; B) eines Geschosses ein im wesentlichen
in sich geschlossenes Vieleck oder einen im wesentlichen in sich geschlossenen Kreis
bilden, wobei sowohl der Lichthof als auch die Räume eines Geschosses im wesentlichen
in sich geschlossen sind.
2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichthof (2, D) die zu den Geschossen führenden Treppen (3) enthält.
3. Gebäude nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichthof (2, D) nach oben von einer lichtdurchlässigen Lichtkuppel (29) abgeschlossen
ist.
4. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugang zu den Räumen vom Lichthof her erfolgt.
5. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Räume zum Lichthof hin Oberlichter (30) aufweisen.
6. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichthof (2, D) einen Freiraum (4) enthält.
7. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass um die Räume mindestens teilweise ein Balkon (25) oder ein Gehbereich (26) angeordnet
ist.
8. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichthof, der Freiraum, die Innenund die Aussenwände der Räume sowie das Dach
und die Lichtkuppel 8-eckig sind.
9. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichthof, der Freiraum, die Innenund die Aussenwände der Räume sowie das Dach
und die Lichtkuppel sechs-oder vier-eckig sind.
10. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichthof, der Freiraum, die Innenund die Aussenwände der Räume sowie das Dach
und die Lichtkuppel kreisförmig sind.