[0001] Die Erfindung betrifft einen Tragbogenaufbau, insbesondere für Gewölbe von Industrieöfen,
wie Kalkschachtöfen, nach dem Oberbegriff des Anspruch 1.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Tragbogens nach
dem Oberbegriff des Anspruch 21.
[0003] Gewölbekonstruktionen bzw. Tragbogenkonstruktionen werden im konstruktiven Bereich,
insbesondere im Bauen mit Formkörpern bzw. Formsteinen immer dort benötigt, wo unterhalb
eines Bereiches ein Hohlraum vorhanden ist und die Last des über dem Hohlraum liegenden
Bauwerks oder Mauerwerks auf die den Hohlraum seitlich begrenzenden Wände oder Pfeiler
abgeleitet werden muß. Seit der Römerzeit wird bzw. werden in vielen sakralen aber
auch profanen Bauwerken mit Hilfe von Tragbögen oder Gewölben eine Überspannung von
Hohlräumen mit Dächern oder Zwischenböden erreicht oder Brücken hiermit erstellt.
Die Gewölbe bzw. Tragbögen können dabei beachtliche Spannweiten erreichen und leiten
die an ihrem Scheitelpunkt oder den Wölbflächen eingeleiteten Kräfte seitlich in das
Mauerwerk oder Hilfskonstruktionen wie Säulen und Pfeiler ab.
[0004] Auch im Industrieofenbau werden Gewölbe und Tragbögen unterschiedlicher Spannweite
angewandt, um einen Ofenhohlraum zu schaffen, welcher mit weiteren Hohlräumen oder
Mauerwerken überbaut werden kann. Generell ist es üblich, Gewölbe bzw. Tragbogenkonstruktionen
derart aufzubauen, daß zunächst ein Lehrbogen erstellt wird, beispielsweise aus Holz,
auf welchen dann die den Tragbogen oder das Gewölbe ausbildenden Steine von zwei Seiten
zum Scheitelpunkt gegenläufig bis zum Scheitelpunkt aufgemauert werden. Am Scheitelpunkt
wird dann ein sogenannter Schlußstein eingefügt, gegen den sich bei Kuppeln allseitig,
bei Tragbögen oder tonnenförmigen Traggewölben zweiseitig der Tragbogen mit seinen
zwei gegenläufigen Abschnitten abstützt. Anschließend kann der Lehrbogen entfernt
werden und das Gewölbe oder der Tragbogen steht frei.
[0005] Aus der DE 39 33 744 C2 ist ein Schlußsteinset zum Einbau im Übergangsbereich zwischen
zwei gegenläufigen Abschnitten einer gewölbeartig ausgebildeten Tragkonstruktion aus
feuerfesten Steinen bekannt. Bei dieser bekannten Konstruktion für Tragbögen wird
die Tragkonstruktion aus zwei Abschnitten gebildet, die gegenläufig aufeinanderzu
gerichtet sind, wobei im Übergangsbereich zwischen den beiden Abschnitten das Schlußsteinset
eingesetzt wird, das aus zwei Übergangssteinen besteht, die auf ihrer Außenseite,
dem jeweils letzten Stein des korrespondierenden Abschnitts benachbart, ein konisch
sich von oben nach unten verjüngendes Nut-/Federprofil aufweisen, das korrespondierend
zu den entsprechenden Nut-/Federeinrichtungen des benachbarten Steins ausgebildet
ist und so eine sichere und enge Verlegung ermöglichen soll und ferner mindestens
einen Schlußstein aufweist, dessen Form so gewählt ist, daß er unter Formschluß in
den Raum zwischen die zuvor eingesetzten Steine axial einsetzbar ist. Dies soll gewährleisten,
daß im Fall von Reparaturen dieser Schlußstein axial entnommen werden muß, wodurch
die Tragkonstruktion geöffnet wird, um weitere Steine im Reparaturfall abnehmen und
austauschen zu können. Theoretisch soll hierdurch erreicht werden, daß zum Öffnen
des Tragbogens der Schlußstein nicht nach oben in den Bereich eines darüberliegenden
Mauerwerks entnommen werden kann, sondern axial herauszogen weden kann, ohne das darüberliegende
Mauerwerk teilweise entfernen zu müssen. Diese bekannte Ausführungsform hat sich in
der Praxis nicht bewährt und wurde deshalb dahingehend abgeändert, daß die Nuten und
Federn Stufen aufweisen (Fig. 14), welche eine etwas höhere Stabilität gegen seitlichen
axialen Druck ermöglichen. Hierdurch ist es jedoch notwendig, den Schlußstein radial
nach oben aus dem Tragbogen herauszuziehen, so daß gegenüber herkömmlichen Schlußsteinen
für Gewölbekonstruktionen kein Vorteil mehr erzielt wird. Ein erheblicher Nachteil
ist jedoch, daß das Schlußsteinset aus drei Steinen besteht und somit gegenüber normalen
Schlußsteinen einen erheblich erhöhten Fertigungsaufwand verursacht.
[0006] Aus der EP 0 862 034 B1 ist ebenfalls ein Schlußsteinset für ein Gewölbe aus feuerfesten
Steinen, bestehend aus zwei formschlüssig an die feuerfesten Steine anschließbaren
Adaptersteinen und einem keilförmigen Schlußstein bekannt, wobei der keilförmige Schlußstein
in den zu schließenden Raum zwischen den Adaptersteinen axial einsetzbar ist und die
Adaptersteine und der Schlußstein in ein Fugenbett aus Mörtel eingesetzt sind. Bei
dieser bekannten Konstruktion werden die im eingebauten Zustand gegeneinander abgestützten
Anschlußflächen der Adaptersteine und des Schlußsteins als ebene, stufenfreie Flächen
ausgebildet, wobei in diesen Flächen Rillen angeordnet sind, die sich nach dem Einsetzen
des Schlußsteins zu einem stirnseitig axial offenen Kanal ergänzen, so daß die Kanäle
jeweils eine stirnseitig einführbare massive Kupplungsstange aus einem nicht legierten
Kohlenstoffstahl aufnehmen. Bei dieser Ausführungsform eines Schlußsteinsets bzw.
eines Tragbogens ist von Nachteil, daß der Tragbogen durch das Einfüllen von fremden
Materialien sowohl chemisch als auch materialtechnisch inhomogen wird und insbesondere
die Kupplungsstangen im Einsatz ausbrennen können, so daß eine dauerhafte Stabilität
nicht gegeben ist.
[0007] Eine ähnliche Lösung ist aus der CH 453 586 bekannt, wobei dort die Kanäle von zwischen
den Steinen eingeschobenen Metallplatten ausgebildet bzw. begrenzt werden, wobei diese
Lösung für Drehrohrofenausmauerungen vorgesehen ist.
[0008] Die DE-OS 21 19 051 schlägt für die gewölbeartige Ausmauerung von Drehrohröfen sogenannte
Keilsteine auf, die schräg verlaufende keilförmige Vorsprünge in ihren Seitenwandungen
aufweisen.
[0009] Zum Abschluß eines Gewölbebogens oder eines Kreises des Drehrohrofens werden Schlußsteine
eingesetzt, welche eine glatte senkrechte oder geneigt zur Grundfläche verlaufende
Seitenfläche aufweisen, während die andere Seitenfläche, die zum Anschluß an die übrigen
Steine erforderliche Schulter bzw. den erforderlichen keilförmigen Vorsprung aufweist.
Auch bei einer derartigen Ausführungsform ist von Nachteil, daß zumindest im Bereich
des Schlußsteines Axialkräfte nicht sicher aufgenommen werden können.
[0010] Aus der DE-PS 481 676 ist ein Stein für Feuerraumdecken bekannt, der an einer seiner
Seitenflächen einen V-förmigen Vorsprung mit nach oben gerichteter Spitze und an einer
gegenüberliegenden Fläche eine entsprechende Nut aufweist. Der Vorsprung und die Nut
sind je abwärts bis zu einer glasierten Unterfläche des Steins durchgezogen, wobei
Vorsprung und Nut je in Form eines geschlossenen Dreiecks ausgebildet sind. Hierdurch
soll vermieden werden, daß Brüche längs bestimmter Linien ein Herausfallen der abgebrochenen
Teile mit entsprechender Freilegung unglasierter Teile der Decke gegen die Hitze zur
Folge haben und die Decke rasch zerstört wird. Gemäß dieser Druckschrift ist es beim
Aufbau einer ringförmigen Feuerungsfläche mit diesen Formkörpern notwendig, in geeigneten
Zwischenräumen keilförmige Steine einzuschalten. Diese Steine werden ebenso wie die
vorher genannten Steine ausgebildet, weisen jedoch eine glatte Fläche auf, die keinen
Vorsprung oder keine Nut aufweisen. Auch hierbei ist von Nachteil, daß im Bereich
des Keilsteins oder der Keilsteine eine Schwächung des Tragbogens stattfindet, insbesondere
in axialer Richtung. Ferner ist von Nachteil, daß der Schlußstein für Reparaturarbeiten
über die gesamte Steinhöhe nach oben aus dem Tragbogen herausgezogen werden muß.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Tragbogenaufbau zu schaffen, welcher einen einfach
aufgebauten Tragbogen ergibt, leichter und mit weniger Aufwand zu montieren ist und
eine höhere Tragfestigkeit hat als bekannte Tragbögen.
[0012] Die Aufgabe wird mit einem Tragbogenaufbau mit den Merkmalen des Anspruch 1 gelöst.
[0013] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den von diesem Anspruch abhängigen Unteransprüchen
angegeben.
[0014] Es ist ferner eine Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung eines Tragbogens zu schaffen,
mit welchem ein Tragbogen zuverlässig, leicht und mit wenig Aufwand montiert werden
kann und ein Tragbogen mit hoher Tragfähigkeit erzielt wird.
[0015] Die Aufgabe wird mit einem Verfahren zur Herstellung eines Tragbogens mit den Merkmalen
des Anspruch 21 gelöst.
[0016] Erfindungsgemäß wird ein Tragbogen durch ein einheitliches Steinformat ausgebildet,
d. h. es werden keine separaten Adapter oder Schlußsteine benötigt.
[0017] Lediglich die Kämpfersteine des Tragbogens weisen, wie dies auch im Stand der Technik
üblich ist, eine abweichende Form auf. Sie entsprechen auf der Tragbogenseite von
der Oberfläche her im wesentlichen einem Tragbogensteinformat und weisen auf einer
auflagerseitigen Fläche eine glatte Oberfläche auf.
[0018] Die Steinformate der erfindungsgemäßen Tragbogenkonstruktion weisen eine speziell
ausgebildete Kontur mit einer Stufe auf, welche eine Form und einen Rampenwinkel besitzt,
welcher sich überraschend als statisch besonders stabil herausgestellt hat.
[0019] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, den Bogen von einem Widerlagerstein aus
über den Scheitelpunkt hinaus zu mauern und als letzten Stein den Widerlager-Wölber
bzw. Kämpferstein, der auf dem anderen gegenüberliegenden Widerlagerstein ruht, einzusetzen.
Dies hat zum Vorteil, daß bei einer Reparatur das über dem Tragbogen liegende Mauerwerk
in den allermeisten Fällen überhaupt nicht ausgebrochen zu werden braucht, da an der
Stelle, an der der Kämpferstein eingesetzt wird, üblicherweise zwischen diesem Stein
und dem oberen Mauerwerk eine Lücke besteht, die mit Mörtel aufgefüllt ist.
[0020] Bei der Erfindung ist somit von Vorteil, daß sich Tragbögen in einfacher und sicherer
Weise herstellen lassen, wobei sie durch einen verminderten Produktionsaufwand günstig
sind und der erfindungsgemäße Tragbogen bzw. der erfindungsgemäße Tragbogenaufbau
statisch sehr hoch belastbar ist.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung beispielhaft erläutert. Es
zeigen dabei:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäße Tragbogenaufbau in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 2
- den erfindungsgemäßen Aufbau nach Fig. 1 in einer Draufsicht,
- Fig. 3
- eine erste Ausführungsform eines Kämpfersteins in einer Draufsicht,
- Fig. 4
- den Kämpferstein nach Fig. 3 in einer Seitenansicht,
- Fig. 5
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tragbogensteins,
- Fig. 6
- einen erfindungsgemäßen Kämpferstein, welcher dem Stein gemäß Fig. 3 gegenüberliegend
angeordnet ist,
- Fig. 7
- einen Widerlagerstein für den Kämpferstein in einer Draufsicht,
- Fig. 8
- den Stein gemäß Fig. 7 in einer seitlichen Ansicht,
- Fig. 9
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tragbogenaufbaus,
- Fig. 10
- einen Tragbogenstein für einen Tragbogen gemäß Fig. 9 in einer Draufsicht,
- Fig. 11
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tragbogenaufbaus,
- Fig. 12
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tragbogenaufbaus,
- Fig. 13
- die Einbausituation eines erfindungsgemäßen Tragbogenaufbaus, insbesondere beim Einbau
in ein bestehendes Mauerwerk,
- Fig. 14
- eine Tragbogenkonstruktion mit geteiltem Schlußstein und Adapterstein gemäß dem Stand
der Technik.
[0022] Ein erfindungsgemäßer Tragbogenaufbau 1 (Fig. 1, 2) weist zwei sich gegenüberliegende
Widerlagersteine bzw. Elemente 2, je einen auf den Widerlagersteinen 2 aufliegenden
Widerlager-Wölber 3 bzw. Kämpferstein 3 und zwischen den Kämpfersteinen 3 den Tragbogen
4 auf, der aus einer Mehrzahl von gleichartigen Tragbogensteinen 5 ausgebildet ist.
[0023] Die Widerlagersteine 2 sind im wesentlichen quaderförmig ausgebildet und weisen eine
Bodenwandung 6, eine Rückwandung 7, eine Deckenwandung 8, zwei Seitenwandungen 9 und
eine Vorder- bzw. Lagerwandung 10 auf. Die Vorder- bzw. Lagerwandung 10 besitzt benachbart
zur Bodenwandung 6 einen schmalen, zur Rückwandung 7 parallel verlaufenden Wandabschnitt
11. Oberhalb des Wandabschnitts 11 erstreckt sich eine Lagerfläche 12 in einem vorgegebenen
Winkel schräg zur Rückwandung 7 und schließt mit der Dekkenwandung 8 ab. Die Lagerfläche
12 der Lagerwandung 10 ist eben ausgebildet. Auf der Lagerfläche 12 lagert ein Kämpferstein
3.
[0024] Der Kämpferstein 3 besitzt eine Lagerwandung 15, eine der Lagerwandung 15 gegenüberliegende
Tragwandung 16, zwei parallele, diese verbindende Seitenwandungen 17 sowie eine Deckenwandung
18 und eine Bodenwandung 19.
[0025] Der Kämpferstein 3 ist leicht keilförmig ausgebildet, wobei sich der Kämpferstein
3 von seiner Deckenwandung 18 zur Bodenwandung 19 verjüngt.
[0026] Die Tragwandung 16 weist eine Kontur auf, die dazu dient, mit dem nächstfolgenden
Tragbogenstein 5 einen definierten, die Lage der Steine festlegenden Formschluß zu
erzielen.
[0027] Die Kontur besteht beispielsweise aus einem Absatz 20 bzw. einer Stufe 20 in der
Tragwandung 16 (Fig. 4, 6).
[0028] Von der Stufe 20 her verschmälert sich der Kämpferstein 3 zur Bodenwandung 19 hin.
Die Stufe 20 hat einen bogenartig gewölbten Verlauf und erstreckt sich in etwa von
der Mitte einer Seitenwandung 17 zur gegenüberliegenden Seitenwandung 17, wobei die
Stufe 20 (Fig. 1) abwärts zur Bodenwandung 19 hin gewölbt ist. Die Stufe 20 verläuft
schräg bzw. geneigt, wobei die Stufe 20 einen Rampenwinkel α aufweist, der 30° bis
60°, insbesondere 45° beträgt.
[0029] Der eigentliche Tragbogen 4 wird aus den Tragbogensteinen 5 ausgebildet. Die Tragbogensteine
5 sind keilförmig ausgebildet, mit einer vorderen Tragwandung 25 und einer hinteren
Tragwandung 26, die von einer gemeinsamen Deckenwandung 27 zu einer gemeinsamen Bodenwandung
28 aufeinanderzu verlaufen. Ferner besitzt der Tragbogenstein 5 zwei die vordere und
hintere Tragwandung 25, 26 verbindende ebene Seitenwandungen 29. Die vordere Tragwandung
25 und hintere Tragwandung 26 weisen jeweils eine Kontur auf. Die Kontur der Tragwandung
25 weist beispielsweise eine Stufe 30 auf, welche schräg unter dem Winkel α verläuft.
Mit der Stufe 30 verjüngt sich der Tragbogenstein 5 von der Deckenwandung 27 zur Bodenwandung
28 stufenartig. Die Stufe 30 ist entsprechend der Stufe 20 des Kämpfersteins 3 ausgebildet
und verläuft bogenartig gewölbt und erstreckt sich somit in etwa von der Mitte einer
Seitenwandung 29 zur gegenüberliegenden Seitenwandung 29, wobei die Stufe 30 abwärts
zur Bodenwandung 28 hin konkav gewölbt ist.
[0030] Die hintere Tragwandung 26 weist ebenfalls eine Kontur auf, wobei die Kontur der
hinteren Tragwandung 26 beispielsweise aus einer Stufe 31 besteht, welche schräg unter
dem Winkel α verläuft. Mit der Stufe 31 erweitert sich der Tragbogenstein 5 von der
Deckenwandung 27 zur Bodenwandung 28 hin stufenartig. Die Stufe 31 verläuft bogenartig
gewölbt und erstreckt sich vorzugsweise auf Höhe der Stufe 30 von einer Seitenwandung
29 zur gegenüberliegenden Seitenwandung 29, wobei die Stufe 31 korrespondierend zur
Stufe 30 in Richtung zur Bodenwandung 28 hin konvex verläuft. Die Stufe 20 und die
Stufe 31 sind derart korrespondierend miteinander ausgebildet, daß ein auf dem Kämpferstein
3 aufliegender Tragbogenstein 5 mit seiner hinteren Tragwandung 26 auf der Tragwandung
16 aufliegt, wobei die Stufe 20 in die Stufe 31 formschlüssig eingreift und die Deckenwandung
18 und die Bodenwandung 19 des Kämpfersteins 3 mit der Deckenwandung 27 und der Bodenwandung
28 des darauffolgenden Tragbogensteins 5 abschließt. Die Seitenwandungen 17 des Kämpfersteins
3 und die Seitenwandungen 29 des Tragbogensteins 5 verlaufen hierbei fluchtend. Die
Konturen der hinteren Tragwandung 26 und der vorderen Tragwandung 25 der Tragbogensteine
5 korrespondieren derart miteinander, daß die Tragbogensteine ebenfalls mit den Seitenwandungen
fluchtend und mit Ober- bzw. Unterwandungen abschließend formschlüssig ineinandergefügt
sind. Durch ihre Keilförmigkeit definierter Keiligkeit ergibt sich ein Bogen von definierter
Länge und Spannweite. Dem ersten Kämpferstein 3 gegenüberliegend ist an dem gegenüberliegenden
Widerlagerstein ein zweiter Kämpferstein 3 angeordnet, welcher von der Kontur der
Tragwandung 16 her, wie vorgenannt beschrieben, mit der Kontur der vorderen Tragwandung
25 des Tragbogensteins 5 korrespondiert, d.h. eine Kontur aufweist, die der hinteren
Tragwandung 26 eines Tragbogensteins 5 entspricht.
[0031] Bei einer weiteren Ausführungsform (Fig. 9, 10) verlaufen die Stufen 20, 30, 31 oval,
insbesondere spitzoval von der jeweiligen Deckenwandung 18 bzw. 27 her zur Bodenwandung
17 bzw. 28, wobei hierdurch in den Wandungen 26 sich zur Deckenwandung hin öffnende
Ausnehmungen 35 und in den Wandungen 16 bzw. 25 sich zur jeweiligen Deckenwandung
18 bzw. 27 verbreitende Nasen bzw. Aufwölbungen 36 ausbilden. Die Nasen 36 eines Steins
3, 5 greifen bei zusammengesetztem Tragbogen in die Ausnehmungen 35 des benachbarten
Steins formschlüssig ein, wobei die Flanken der Stufen 20, 30, 31 ebenfalls formschlüssig
aufeinanderliegen.
[0032] Darüber hinaus kann die Stufe 20, 30, 31 auch einen wellenförmigen Verlauf aufweisen
(Fig. 11) oder von den Seitenwandungen 17, 29 her zunächst parallel zur Bodenwandung
28, 19 ein Stück hin zur Steinmitte verlaufen, um dann beidseitig abzuknicken, so
daß eine aufwärts- ober abwärtsgerichtete dreieckig spitze oder parallelogrammförmige
bzw. rechteckige oder quadratische Nase 37 bzw. Ausnehmung 38 im Verlauf der Stufe
ausgebildet wird (Fig. 12).
[0033] Im Gegensatz zu den bislang bekannten Nut-/Federausführungen bietet die erfindungsgemäße
Ausbildung einer Stufe, insbesondere einer konkaven/konvexen Stufe, den Vorteil, daß
derartige Stufen kostengünstig hergestellt werden können, da die Konkav-/Konvexform
im Vergleich zur winkligen bzw. halbrunden Nut- und Federform einfacher spanabnehmend
bearbeitet werden kann. Ferner bieten die erfindungsgemäßen Stufen durch das aus dieser
Form resultierende Bogenmaß der Stufe eine deutlich größere Fläche zur Aufnahme der
Gewichtslasten, die auf diesen Tragbogen einwirken. Konstruktionen gemäß dem Stand
der Technik verfügen über deutlich weniger Fläche zur Aufnahme entsprechender Lasten,
was in vielen Fällen zu spannungsbedingtem Materialbruch führt. Die erfindungsgemäße
Anschrägung hat den Vorteil, daß sie zur Verminderung der Kerbwirkung beiträgt. Die
horizontal zur Lagenrichtung verlaufende, konkavförmige bzw. konvexförmige Stufe bietet
in Verbindung mit dem gleichförmigen Aufbau des Gewölbes den Vorteil, daß eine durchgehende
Fuge im zentralen Bereich des oberen Scheitelpunkts nicht entsteht. Durchgehende Fugen
sind sowohl aus thermomechanischer als auch thermochemischer Sicht grundsätzlich Schwachpunkt
eines Tragbogen- oder Gewölbeaufbaus, da durch diese einerseits Gasundichtheit und
andererseits verminderte Form- bzw. Kraftflüssigkeit verursacht werden. Der erfindungsgemäße
Tragbogenaufbau hat darüber hinaus den Vorteil, daß, da nur gleichförmige Tragbogensteine
zum Einsatz kommen, eine gleichmäßige Spannungsverteilung im Tragbogen herrscht. Im
Gegensatz hierzu entsteht im Stand der Technik ein inhomogener Aufbau durch den Einsatz
mehrerer verschiedener geformter Formate.
[0034] Anhand von Berechnungen mit der Finite-Elemente-Methode konnte herausgefunden werden,
daß die statische Belastbarkeit des erfindungsgemäßen Tragbogenaufbaus deutlich über
derjenigen bisher bekannter Tragbogenaufbauten liegt. Insbesondere konnte eine gleichmäßige
homogene Spannungsverteilung nachgewiesen werden.
[0035] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren zum Erstellen eines Tragbogens erläutert.
Um den erfindungsgemäßen Tragbogen zu erstellen, wird ein Lehrgerüst bzw. ein Lehrbogen
erstellt, welcher sich von einem Widerlagerstein 2 bzw. einem Widerlagerelement 2
zum gegenüberliegenden Widerlagerstein 2 bzw. Widerlagerelement 2 erstreckt. Der Lehrbogen
weist dabei eine Aufwärtswölbung auf, die der des zu erstellenden Tragbogens entspricht.
Nun wird zunächst auf eine Lagerfläche 12 eines Widerlagersteins 2 ein Kämpferstein
3 bzw. Widerlager-Wölber 3 mit seiner Lagerwandung 15 aufgelegt. Die Lagerwandung
15 des Kämpfersteins 3 schließt vorzugsweise allseitig mit der Lagerfläche 12 des
Widerlagersteins 2 ab. Anschließend werden bis zum oberen Scheitelpunkt des Tragbogens
Tragbogensteine 5 jeweils formschlüssig an den vorhergehenden Stein angelegt, wobei
der erste Tragbogenstein 5 formschlüssig an den auf dem Widerlagerstein 2 ruhenden
Kämpferstein 3 angelegt wird. Nach dem Überschreiten des oberen Scheitelpunkts, werden
beim Einbau die nachfolgend angelegten bzw. anzulegenden Steine mittels eines speziellen
Montageklebers gegeneinander fixiert. Nach dem Anlegen des letzten Gewölbesteins kann
der gegenüberliegende Kämpferstein 3 bzw. Widerlager-Wölber 3 in den Tragbogenaufbau
zwischen dem Widerlagerstein 2 und dem letzten Tragbogenstein 5 eingesetzt werden.
[0036] Durch ein exaktes Trockenverlegen der Steine vor dem eigentlichen Einbau im Ofensystem
sind die genauen Abmessungen der Widerlager bestimmbar. Die Erfindung sieht vor, zum
Ausgleich von Längenänderungen bzw. Toleranzen bei der Steinherstellung einem Gebinde
mit Tragbogensteinen 5 verschieden dicke Kämpfersteine 3, beispielsweise je zwei einer
Sorte, beizulegen. Dies hat den Vorteil, daß die weitaus größere Anzahl von Steinen,
nämlich die Tragbogensteine 5, immer gleich hergestellt werden können, während die
sowieso als Sonderformate hergestellten Kämpfersteine 3 in entsprechenden unterschiedlichen
Dicken hergestellt werden. Beispielsweise wird für den Fall, daß trotz sorgfältiger
Vorarbeit der vorgesehene letzte Kämpferstein 3 bzw. Widerlager-Wölber 3 nicht exakt
passen sollte, von diesem Kämpferstein 3 jeweils ein um +2 mm und ein um -2 mm, bezogen
auf die Keiligkeit, variierendes Alternativformat mitgeliefert. Durch diese Variationsmöglichkeit
wird auch bei Maßabweichungen ein optimaler Einbau erreicht.
[0037] Im eingebauten Zustand (Fig. 13) erstreckt sich der Tragbogen 4 mit seinen Tragbogensteinen
5 zwischen den Widerlagersteinen 2 bzw. den Widerlager-Wölbern 3 bzw. Kämpfersteinen
3. Oberhalb des Tragbogens 4 erstreckt sich das weitere Mauerwerk 40, wobei üblicherweise
zwischen dem Mauerwerk 40 und dem Tragbogen 4 eine Ausgleichsmörtelschicht 41, insbesondere
nach Reparaturen, angeordnet ist.
[0038] Zum Ausbau eines schadhaften Tragbogens reicht es erfindungsgemäß üblicherweise aus,
diese Mörtelschicht 41 auszubrechen und anschließend den zuletzt eingesetzten Widerlager-Wölber
3 bzw. Kämpferstein 3 um die Höhe h der Wölbung der Stufe 20 nach oben in den Bereich
der ausgebrochenen Ausgleichsschicht emporzuheben und zu entnehmen. Ggf. kann dieser
Kämpferstein 3 zusammen mit dem nächstfolgenden Tragbogenstein 5a gemeinsam nach oben
bewegt werden, wenn die Bewegung eines einzelnen Steines gesperrt ist. Umgekehrt lassen
sich bei geeigneter Wahl der Stufenhöhe bzw. der Höhe der Ausgleichsschicht 41 die
Steine 3, 5 des gesamten Tragbogens 4 anschließend erneuern, ohne daß - wie im Stand
der Technik üblich - das darüberliegende Mauerwerk ausgebrochen werden muß, da erst
mit dem Wechsel des letzten Steines dieser von oben in den Steinverband hineingesenkt
werden muß. Hierfür ist jedoch erfindungsgemäß ausreichend Platz vorhanden.
[0039] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist von Vorteil, daß das bisher zeit- und kostenaufwendige
Ausmauern des über dem Tragbogen befindlichen Mauerwerks in Reparaturfällen entfallen
kann.
1. Tragbogenaufbau, insbesondere für Industrieöfen, wobei der Tragbogenaufbau zwei Widerlagerelemente
(2) bzw. Steine (2) sowie je einen an den Widerlagern (2) anliegenden Widerlager-Wölber
(3) bzw. Kämpferstein (3) aufweist, zwischen denen sich der Tragbogen (4) bogenartig
erstreckt, wobei der Tragbogen (4) aus einer Mehrzahl gleichartig ausgebildeter Tragbogensteine
(5) ausgebildet ist.
2. Aufbau nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragbogensteine (5) auf einer Wandung (25) eine erste Kontur und auf der gegenüberliegenden
Wandung (26) eine zweite, zur ersten korrespondierende, insbesondere formschlüssig,
eingreifbare Kontur aufweisen.
3. Aufbau nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Kämpferstein (3) die erste Kontur und ein Kämpferstein (3) die zweite Kontur aufweist.
4. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kämpfersteine (3) und die Tragbogensteine (5) eine von der Bogenoberseite zur
Bogenunterseite sich verjüngende, im wesentlichen keilige Form aufweisen.
5. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kontur jeweils durch eine auf einer Wandung (25, 26, 16) ausgebildeten Stufe (20,
30, 31) ausgebildet wird, wobei die Stufe von einer höheren Wandungsebene zu einer
tieferliegenden Wandungsebene unter einem Winkel α schräg verlaufend angeordnet ist.
6. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Widerlagersteine bzw. -elemente (2) im wesentlichen quaderförmig ausgebildet sind
und eine Bodenwandung (6), eine Rückwandung (7), eine Deckenwandung (8), zwei Seitenwandungen
(9) und eine Vorder- bzw. Lagerwandung (10) aufweisen, wobei die Vorder- bzw. Lagerwandung
(10) benachbart zur Bodenwandung (6) einen schmalen, zur Rückwandung (7) parallel
verlaufenden Wandungsabschnitt (11) aufweist und oberhalb des Wandungsabschnitts (11)
sich eine Lagerfläche (12) in einem vorgegebenen Winkel schräg zur Rückwandung (7)
hin erstreckt und mit der Deckenwandung (8) abschließt.
7. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Lagerfläche (12) der Lagerwandung (10) eben ausgebildet ist.
8. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Lagerfläche (12) ein Kämpferstein (3) lagert.
9. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kämpferstein (3) eine Lagerwandung (15), eine der Lagerwandung (15) gegenüberliegende
Tragwandung (16), zwei parallele, diese verbindende Seitenwandungen (17) sowie eine
Deckenwandung (18) und eine dieser gegenüberliegende Bodenwandung (19) aufweist, wobei
sich der Kämpferstein (3) von seiner Deckenwandung (18) zur Bodenwandung (19) hin
verjüngt.
10. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragwandung (16) zur Erzielung eines Formschlusses mit einem folgenden Tragbogenstein
(5) eine Kontur aufweist.
11. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragbogensteine (5) keilförmig ausgebildet sind, mit einer vorderen Tragwandung
(25) und einer hinteren Tragwandung (26), die von einer gemeinsamen Deckenwandung
(27) zu einer gemeinsamen Bodenwandung (28) aufeinanderzu verlaufend angeordnet sind,
wobei die vordere und hintere Tragwandung (25, 26) durch zwei ebene Seitenwandungen
(29) verbunden sind.
12. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die vordere Tragwandung (25) und die hintere Tragwandung (26) jeweils eine Kontur
aufweisen.
13. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die die Kontur ausbildende Stufe (20, 30, 31) unter einem Rampenwinkel α schräg verläuft,
der 30° bis 60°, insbesondere 45° beträgt.
14. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufe (20, 30, 31) von einer Seitenwandung (17, 29) zur gegenüberliegenden Seitenwandung
(17, 29) bogenartig gewölbt konkav oder konvex verläuft.
15. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufe (20) kreisabschnittsförmig verläuft.
16. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufe (20) oval verläuft.
17. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufe (20, 30, 31) wellenförmig verläuft.
18. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufe von den Seitenwandungen (17, 29) her zunächst parallel zu den Bodenwandungen
(28, 19) verläuft und in der Mitte der Seitenwandung (17, 29) von beiden Seiten kommend
abknickt, so daß eine aufwärts- oder abwärtsgerichtete, im wesentlichen dreieckige
oder parallelogrammförmige oder rechteckige oder quadratische Nase (37) bzw. Ausnehmung
(38) im Verlauf der Stufe ausgebildet wird.
19. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufe (20, 30, 31) von der Deckenwandung (18, 27) oder Bodenwandung (19, 28) her
bogenartig verläuft, wobei hierdurch in den Wandungen (16, 26) sich zur Deckenwandung
oder Bodenwandung hin öffnende Ausnehmungen (35) oder sich zur jeweiligen Deckenwandung
(18, 27) verbreiternde Nasen bzw. Auswölbungen (36) ausbilden.
20. Aufbau nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufe spitzoval, oval, kreisabschnittsförmig, zackig, stufig oder anders konturiert
verläuft.
21. Verfahren zum Erstellen eines Tragbogens mit einem Tragbogenaufbau nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, wobei auf ein erstes Widerlagerelement (2) bzw. einen ersten
Widerlagerstein (2) ein erster Kämpferstein (3) angelegt wird und anschließend Tragbogensteine
(5) an den Kämpfersteinen (3) bzw. folgenden Tragbogensteinen (5) formschlüssig angelegt
werden, bis zum Platz eines gegenüberliegenden zweiten Kämpfersteins (3) und schließlich
der zweite Kämpferstein (3) formschlüssig zwischen den letzten Tragbogenstein (5)
und dem zweiten Widerlagerstein (2) gesetzt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragbogensteine (5) bzw. Kämpfersteine (3) zur leichteren Montage und/oder Ausrichtung
aneinander fixiert werden.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragbogensteine (5) bzw. Kämpfersteine (3) mit Klammern, Lehrgerüsten, Dünnbettmörteln
oder Klebern aneinander fixiert werden.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kämpfersteine (3) und der Tragbogen (4) auf einen Lehrbogen aufgesetzt werden,
wobei der Lehrbogen zwischen den Widerlagersteinen (2) angeordnet wird.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kämpfersteine (3) und Tragbogensteine (5) so verlegt werden, daß ihre Seitenwandungen
(17, 29) fluchten.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß
zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen oder Maßungenauigkeiten Kämpfersteine (3) mit
entsprechendem Über- oder Untermaß eingebaut werden.
27. Verfahren nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Anpassung des letzten Kämpfersteins (3) an den Tragbogen ein Kämpferstein (3)
aus drei Kämpfersteinen mit jeweils Untermaß, Normalmaß und Übermaß bezogen auf die
Keiligkeit ausgewählt und eingebaut wird.
28. Verwendung eines Tragbogenaufbaus nach einem der Ansprüche 1 bis 20 für Tragbögen
in Kalkschachtöfen.
29. Verwendung eines Tragbogenaufbaus nach einem der Ansprüche 1 bis 20 für tonnenförmige
Gewölbe.