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(11) |
EP 1 255 481 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.04.2007 Patentblatt 2007/15 |
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Anmeldetag: 19.01.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2000/000028 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/052708 (26.07.2001 Gazette 2001/30) |
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ANTRIEBSMECHANISMUS FÜR EINEN SEIFEN- ODER SCHAUMSPENDER
DRIVE MECHANISM FOR A SOAP OR FOAM DISPENSER
MECANISME D'ENTRAINEMENT POUR UN DISTRIBUTEUR DE SAVON OU DE MOUSSE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.11.2002 Patentblatt 2002/46 |
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Patentinhaber: HTS International Trading AG |
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6340 Baar (CH) |
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Erfinder: |
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- STUDER, Hans-Jörg
Ch-8335 Hittnau (CH)
- EHRENSPERGER, Markus
CH-8442 Hettlingen (CH)
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Vertreter: Frauenknecht, Alois J. et al |
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c/o PPS Polyvalent Patent Service AG,
Waldrütistrasse 21 8954 Geroldswil 8954 Geroldswil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-87/00743 US-A- 5 186 360
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DE-A- 19 805 304
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Dem Hände waschen dienende, elektrisch betriebene Seifen- und/oder Schaumspender
werden meist durch einen Sensor berührungslos aktiviert; d.h. eine in geeigneter Entfernung
hingehaltene Hand setzt einen Pumpmechanismus in Funktion, so dass eine Seifen- bzw.
eine Schaumportion ausgegeben wird. Erfolgt nun ein vorzeitiger Rückzug der Hand oder
will jemand die Wirkungsweise des Spenders durch einen rasches Hindurchführen der
Hand "testen", so fällt die ausgegebene Portion auf Teile des Lavabos und/oder verunreinigt
den Boden.
[0003] Dieser Nachteil wurde erkannt und versucht durch eine Umsteuerung der Drehrichtung
des Antriebsmotors zu beheben (DE -A1- 198 05 304). Dabei wird das Vorhandensein der
mit Seife zu versorgenden Hand während des Pumpvorgangs überwacht. Der notwendige
Wechsel des Antriebs und der nachgeschalteten Mechanik von der Vorwärtsrichtung in
die umgekehrte Richtung stellt eine völlige Umkehr des Energieflusses dar und verursacht
Motorströme, welche ein Vielfaches des Nennstroms betragen. Ein Mehrfaches hintereinander
Betätigen des Drehrichtungswechsel kann einen knapp dimensionierten Motor überhitzen
und beschädigen. Zudem muss die Ansteuerungsschaltung mit Bauteilen (Transistoren/Tyristoren,
passiven Elementen) ausgerüstet sein, welche die maximal resultierenden hohen Ströme
verarbeiten können, diese sind entsprechend teuer.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zu schaffen, welche ohne die
Umsteuerung eines Antriebsmotors auskommt, wirtschaftlich ist und trotzdem den Anforderungen
der Praxis genügt. Der Erfindungsgegenstand soll beim nicht zeitgerechten Entfernen
der mit Seife zu versorgenden Hand den Antrieb derart ausser Betrieb setzten, dass
keine Verunreinigungen am Spender und in dessen Umgebung entstehen. Ausserdem muss
der Spender nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit sein und darf auch nach mehrmaligem
unrichtigem Auslösen des Dosiervorgangs keinen Schaden nehmen.
[0005] Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Durch die im Patentanspruch beschriebene Entkoppelung der Kolbenstange ist der Kraftfluss
zum Pumporgan unterbrochen, so dass der Medienfluss unverzüglich gestoppt ist. Dies
genügt bei den meisten Vorrichtungen bereits, um - durch die Entlastung des Pumporgans
und entsprechender elastischer Teile - ein minimalen Rücksog entstehen zu lassen,
der ein Tropfen des Mediums verhindert.
[0007] In nachfolgenden abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgenstands
beschrieben.
[0008] Die in Anspruch 2 charakterisierte Schubstange setzt die Rotationsbewegung des Motors
auf platzsparende Weise in eine oszillierende Bewegung um.
[0009] Eine Übertragung der Bewegung der Schubstange auf eine Kopplungskulisse erleichtert
den Unterbruch und die spätere Wiedereinschaltung des Kraftflusses, Anspruch 3.
[0010] Die Ausbildung der Schubstange nach Anspruch 4 ist besonders vorteilhaft zur raschen
Entriegelung und Verriegelung, d.h. zur formschlüssigen Verbindung mit der Kopplungskulisse.
[0011] Besonders reaktionsschnell ist ein elektromagnetisches Ausklinken des Verriegelungshebels,
vgl. Anspruch 5, wobei zwei grundsätzlich mögliche Ausführungen zum Ausklinken aufgezeigt
sind.
[0012] Die in Anspruch 6 aufgeführte Drehbelastung der Verbindungskulisse erlaubt eine nahezu
beliebige Anordnung des Elektromagneten und erfordert nur kleine Kräfte zur Entkoppelung.
Diese Lösung erlaubt auch den Einsatz handelsüblicher Schaltmagnete.
[0013] Durch einen Gelenkkopf, Anspruch 7, wird die oszillierende Bewegung der Schubstange
in eine lineare Pumpbewegung umgesetzt.
[0014] Die Verwendung einer Blattfeder gemäss Anspruch 8, ist besonders raumsparend und
gewährleistet ein sicheres Ausklinken der Kopplungskulisse.
[0015] Eine zusätzliche Rückstellkraft f erhöht den inhärenten Rücksog im Pumporgan und
verhindert ein Nachtropfen, insbesondere dann, wenn Seifenlamellen eine Expansion
an einer inneren Fläche neben der Abgabebohrung erfahren, Anspruch 9.
[0016] Anspruch 10 gibt ein Optimierungskriterium zur Festlegung der Rückstellkraft f an,
wobei diese aus energetischen Gründen möglichst klein sein soll.
[0017] Nachstehend werden anhand von Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Perspektivdarstellung eines Antriebsmechanismus für eine Schlauchpumpe in einem
Seifenspender,
- Fig. 2
- die Vorrichtung Fig. 1 in Betriebsbereitschaft gezeichnet, in einer seitlichen Draufsicht,
- Fig. 3
- die Vorrichtung nach Fig. 2 in Pumpposition (Endstellung),
- Fig. 4
- die Vorrichtung nach den Fig. 1 bis 3 beim temporären Unterbrechen des Dosiervorgangs,
- Fig. 5
- den Antriebsmechanismus mit seiner Batteriestromversorgung, eingebaut in einen berührungsfrei
zu betreibenden Seifenspender und
- Fig. 6
- eine vergrösserte, analoge Darstellung zu Fig. 5 am Beispiels eines Schaumspenders.
[0019] In Figur 1 ist mit 1 ein Antriebsmechanismus in PerspektivDarstellung zu sehen, wie
er in Seifen- und Schaumspendern Verwendung findet.
[0020] In einen Flansch 2 eingesetzt ist ein handelsüblicher Elektromotor M, ein batteriebetriebener
Gleichstrommotor. Gehalten ist das Gehäuse des Motors M durch einen federnd ausgestalteten
Träger 3 mit Halteflanschen 4. Im Flansch 2 befindet sich - nicht sichtbar - ein Antriebs-Ritzel
5, welches auf ein Stirnradgetriebe 6 wirkt, das auf einem Getriebeflansch 7 aufgebaut
ist. Am Getriebeflansch 7 rechtwinklig und einstückig angeordnet ist ein Montagewinkel
31. Das Stirnradgetriebe 6 ist durch einen nicht bezeichneten Deckel abgedeckt, welcher
über Klammern 8 am Getriebeflansch 7 gehalten ist.
[0021] Auf der dem Betrachter zugewandten Seite befindet sich ein Kurbeltrieb 9 mit Kurbelzapfen
10, der aus einer Kurbelscheibe 11 herausragt und in eine Führungsnut 13 einer Schubstange
12 greift. Die Schubstange 12 ist in einer Schwenkachse 14 endseitig gelagert und
besitzt auf ihrer Gegenseite einen Verriegelungsnocken 12'. Einseitig formschlüssig
anliegend an der Schubstange 12 ist eine um einen Lagerzapfen 40 schwenkbare Kopplungskulisse
15, wobei eine Sperrklinke 16 die beiden Teile 12 und 15 in der gezeichneten Lage
verriegelt, so dass diese mit einem Verriegelungshebel 17 am Verriegelungsnocken 12'
der Schubstange 12 aufliegt. Die Sperrklinke 16 ihrerseits ist an ihrem unteren Ende
auf einer Schwenkachse 18 gelagert. Am unteren Ende der Kopplungskulisse 15 befindet
sich eine nockenartige Federauflage 19, auf der sich eine Spiralfeder 20 abstützt,
die hier den Verriegelungshebel 17 gegen die Schubstange 12 und den Verriegelungsnocken
12' drückt. Neben und unterhalb der Spiralfeder 20 befindet sich ein Gelenkkopf 21,
in welchem seitliche Nocken 23 einer Kolbenstange 43 eingerastet sind. Die Kolbenstange
43 trägt einen Pump-Kolben 25 und ist an einer hinteren Kolbenführung 41 zentriert,
wobei der Kolben 25 in an sich bekannter Weise eine Schlauchpumpe für Seifenlösung
betätigt. Zusätzlich befinden sich unterhalb des Gelenkkopfes 21 Seitenwangen 24,
die mit einem geeigneten, in diese eingreifenden Flachteil (nicht gezeichnet), der
Parallelführung dienen.
[0022] Auf dem oberen Teil des Montagewinkels 31 ist eine Erhebung zu sehen, in der in einer
Achse 33 eine schwenkbare Kurvenscheibe 32 gelagert ist. Dahinter befindet sich ein
Klemmstück 34, welches ein oberes Auflager 29 einer Verbindungskulisse 26 in der gezeichneten
Stellung hält. Seitlich geführt ist diese Verbindungskulisse 26 mittels einer Seitenführung
27, neben der eine Blattfeder 28 eingelegt ist, die mit ihrem oberen Ende in eine
Aussparung der Verbindungskulisse 26 greift und diese in Kipprichtung K vorspannt.
Als Drehpunkt für den möglichen Kippvorgang in Richtung K dient ein in einer weiteren
Erhebung des Montagewinkels 31 eingelassenes Achslager 30.
[0023] Aus dem Montagewinkel 31 ragt ein Magnetträger 35 hervor, auf dem parallel zum Montagewinkel
31 ein Elektromagnet 36 positioniert ist, in dessen Solenoid 37 ein Anker 38 vertikal
verschieblich gelagert über einen Druckbolzen 39 auf die Teile 32 und 34 einwirkt.
Zusätzlich stehen aus dem Getriebeflansch 7 keilförmige Auflager 42 heraus; diese
dienen als Montagehilfen im Spender.
[0024] In nachfolgenden Figuren sind gleiche Funktionsteile mit gleichen Bezugsziffern versehen.
[0025] Die Fig. 2 entspricht der Fig. 1, wobei in dieser Draufsicht aus Darstellungsgründen
die in Fig. 1 vorhandene Verbindungskulisse 26 weggelassen wurde bzw. nur durch eine
Strichpunktlinie eingezeichnet ist. Aus dieser Figur ersieht man deutlich die Kraftübertragung
vom Kurbelzapfen 10 - in Pfeilrichtung D drehend - über die Verbindungskulisse 15
und eine im Gelenkkopf 21 vorhandene konkave Druckfläche 22 auf das hintere Ende der
Kolbenstange 43.
[0026] Die zu Fig. 2 analoge Darstellung Fig. 3 zeigt den Pump-Kolben 25 in seiner ausgefahrenen
Endstellung, in welcher der Kurbelzapfen 10 ebenfalls eine Extremlage einnimmt.
[0027] Wird nun von einem im Spender vorhandenen optischen Sensor ein Signal abgegeben,
wonach die mit Seife zu versorgende Hand zurückgezogen ist, wird die Stromzufuhr zum
Motor M sofort unterbrochen und anschliessend erfährt das Solenoid 37 einen Stromimpuls,
wodurch der Druckbolzen 39 nach oben fährt, so dass die Teile 32 und 34 in die in
Fig. 4 gezeichnete Lage schwenken, wodurch die - strichpunktiert gezeichnete - Verbindungskulisse
26 um das Achslager 30 sich in Kipprichtung K verschwenkt hat.
[0028] Es ist offensichtlich, dass in dieser in Fig. 4 gezeichneten Lage kein Kraftfluss
vom Motor M über den Antriebsmechanismus auf die Kolbenstange 43 erfolgt; diese ist
"frei geschaltet" und erfährt durch die inhärente Elastizität der hier nicht dargestellten
Schlauchpumpe einen Rückschub in die Ausgangslage.
[0029] Jetzt erweist sich der verwendete Kurbeltrieb 9 als vorteilhaft: Sobald der Motor
M wieder mit Strom versorgt wird erfolgt eine Rückführung der Schubstange 12 in ihre
an der Kopplungskulisse 15 anliegende Ausgangsposition; der Verriegelungshebel 17
rastet wieder ein und liegt am Verriegelungsnocken 12' an. Dadurch ist erneut ein
Kraftfluss vom Motor M zum Kolben 25 möglich; der Antriebsmechanismus 1 ist wieder
betriebsbereit, ohne dass weitere Massnahmen mechanischer und/oder elektrischer Art
notwendig sind.
[0030] Nach Fig. 5 ist in einem Seifenspender 100 ein erfindungsgemässer Antriebsmechanismus
1 auf einer Rückwand 130 aufgebaut und mit handelsüblichen Batterien B, die in einem
notorisch bekannten Batteriefach 50 gelagert sind, mit Strom versorgt. Unten am Spender
100 befindet sich ein ebenfalls handelsüblicher Sensor 51 (Lichtschranke), welcher
das Vorhandensein einer Hand detektiert.
[0031] Ferner ist in Fig. 5 ein Gehäuse 120 eingezeichnet, welches frontseitig ein Sichtfenster
121 aufweist, hinter welchem eine an sich bekannte Füllstandsanzeige des Zwischenbehälters
106 angeordnet ist.
[0032] Der Seifenspender 100 besitzt eine Vorratsflasche 102, die über Kopf in einem Adapter
108 auf einem Verschlussdeckel 107 eines als Reservoir dienenden Zwischenbehälters
106 aufgebaut ist. Die aus dem Antriebsmechanismus 1 heraustretende Kolbenstange 43
wirkt mit ihrem Pump-Kolben 25 auf eine Schlauchpumpe 118 und betätigt (öffnet) die
Gummilippe eines Seifenauslasses 117 bei der Portionierung von Seife.
[0033] Die Eigenelastizität der Schlauchpumpe 118 genügt, dass, sobald der Antriebsmechanismus
1 in den in Fig. 4 beschriebenen Zustand gerät, sich der Seifenauslass 117 verschliesst
und der Kolben 25 zurück fährt; die Schlauchpumpe 118 wirkt somit als Rückstellfeder.
Die von der Schlauchpumpe 118 resultierende Rückstellkraft ist mit f bezeichnet und
wirkt direkt auf den Pump-Kolben 25.
[0034] Die gleiche Funktion wird in einem Schaumspender 101 nach Fig. 6 ausgeübt, wobei
dieser keine rückstellende Schlauchpumpe, sondern im Luftzylinder 182 eine Rückstellfeder
enthält. Die Seifenlösungszufuhr erfolgt in gleicher Weise wie beim Seifenspender
Fig. 5, jedoch hier über einen Durchgangszapfen 184, der von einem Seifendosierzylinder
183 gespeist wird. Der Seifenaustritt in Form von feinporigem Schaum geschieht über
eine Abgabebohrung 180.
[0035] Das Ausklinken der Kolbenstange 43 bewirkt bereits aufgrund der im pneumatisch/hydraulischen
System vorhandenen Gaseinschlüssen einen Rückhub, so dass kein Seifenschaum und/oder
Seifenlösung aus der Bohrung 180 tropft, wenn die Hand zurückgezogen wird. Zusätzlich
ist ein Düsen-/Expansions-Raum 177 vorhanden, der eventuell in der Abgabebohrung 180
vorhandenen Schaum expandieren lässt, so dass dieser zerfällt und beim nächsten Pumpvorgang
wieder verschäumt wird.
[0036] Der Erfingungsgegenstand lässt sich weitgehendst aus üblichen Kunststoffen herstellen
und ist entsprechend kostengünstig; der verwendete Elektromotor M ist handelsüblich
(Firma Mabuchi, Japan, Typ FF-180PH-2852); die Nenndrehzahl beträgt 6500 1/min, die
Nennleistung 1,3 W. Das Übersetzungsverhältnis des Stirnradgetriebes 6 ist 200 zu
1. Die Motorsteuerung sowie die Auswertung des Sensorsignals erfolgen in notorisch
bekannter Weise und sind auf einen minimalen Energiebedarf ausgelegt.
[0037] Berechnungen haben ergeben, dass ein Spender auch in einem viel frequentierten Waschraum
mit zwei Monozellen von 1.5 Volt (BABY LR 14) während eines Jahres ohne Batteriewechsel
betreibar ist.
[0038] Selbstverständlich ist der Erfindungsgenstand nicht auf die realisierte Ausführungsform
beschränkt, so kann beispielsweise der verwendete handelsübliche Elektromagnet 36
durch einen kleineren ersetzt werden, der direkt auf den Verriegelungshebel 17 wirkt.
- Dadurch lassen sich zumindest die Verbindungskulisse 26 und die Teile 32 bis 34
einsparen.
[0039] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind für die Abgabe eines Mediums in eine
Hand ausgelegt, sie lassen sich durch geeignete Sensoren aber auch auf eine zur Ausgabe
des Mediums in beide Hände bestimmte Variante erweitern.
[0040] Generell stellen funktionstüchtige, berührungslos arbeitende Spender einen Beitrag
zur Verbesserung der Hygiene dar und verhindern die Übertragung von Krankheitskeimen
an unappetitlichen Bedienungsorganen, wie sie manuell betriebene Seifen- und Schaumspender
aufweisen.
Bezeichnungsliste
[0041]
- 1
- Antriebsmechanismus
- 2
- Flansch (antriebsseitig)
- 3
- Träger
- 4
- Halteflansche
- 5
- Antriebs-Ritzel (Zahnrad)
- 6
- Stirnradgetriebe
- 7
- Getriebeflansch
- 8
- Klammern
- 9
- Kurbeltrieb
- 10
- Kurbelzapfen
- 11
- Kurbelscheibe
- 12
- Schubstange
- 12'
- Verriegelungsnocken (an 12)
- 13
- Führungsnut
- 14
- Schwenkachse von 12
- 15
- Kopplungskulisse
- 16
- Sperrklinke
- 17
- Verriegelungshebel
- 18
- Schwenkachse von 16, 17
- 19
- Federauflage (Nocken)
- 20
- Spiralfeder (Druckfeder)
- 21
- Gelenkkopf
- 22
- Druckfläche (für 43); konkav
- 23
- seitliche Nocken (Einrasterung in 21)
- 24
- Seitenwangen (Parallelführung)
- 25
- Pump-Kolben
- 26
- Verbindungskulisse
- 27
- Seitenführung von 26
- 28
- Blattfeder
- 29
- Auflager
- 30
- Achslager für 26
- 31
- Montagewinkel
- 32
- Kurvenscheibe
- 33
- Achse für 32
- 34
- Klemmstück
- 35
- Magnetträger
- 36
- Elektromagnet
- 37
- Solenoid
- 38
- Anker
- 39
- Druckbolzen
- 40
- Lagerzapfen von 15
- 41
- hintere Kolbenführung
- 42
- Auflager
- 43
- Kolbenstange
- 50
- Batteriefach
- 51
- Sensor (optisch; IR)
- 100
- Seifenspender
- 101
- Schaumspender
- 102
- Vorratsbehälter (Seifenlösung)
- 106
- Zwischenbehälter (Seifenreservoir)
- 107
- Verschlussdeckel zu 106
- 108
- Adapter
- 117
- Seifenauslass / Gummilippe
- 118
- Schlauchpumpe
- 120
- Gehäuse (Haube)
- 121
- Sichtfenster (Füllstandsanzeige)
- 130
- Rückwand (Spender)
- 177
- Düsen-/Expansions-Raum
- 180
- Abgabebohrung (schiefwinkelig abgeschnitten)
- 182
- Luftzylinder
- 183
- Seifendosierzylinder
- 184
- Durchgangszapfen
- B
- Batterien (Monozellen)
- D
- Drehrichtung von 10; 11
- f
- Gegenkraft, Rückstellkraft
- K
- Kipprichtung
- M
- Motor (Gleichstrommotor; Batteriebetrieb)
1. Vorrichtung zum linearen Antrieb eines Pumporgans in einem Spender (100) für fliessfähige
Medien mittels eines Elektromotors (M), wobei ein Sensor (51) mit einer Steuerungsschaltung
vorgesehen ist, welche das Vorhandensein einer mit dem Medium oder einem dieses enthaltenden,
aufbereiteten Medium zu versorgende Hand detektiert, den Pumpvorgang auslöst und diesen
beim nicht mehr Vorhandensein der Hand im Medium aufnehmenden Bereich derart unterbricht,
dass dieses tropffrei im Spender verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass an einen vom Sensor (51) geschalteten Elektromotor (M) ein Kurbeltrieb (9) angeschlossen
ist, der eine Linearbewegung auf eine Kolbenstange (43) überträgt, dass sich zwischen
einer Schubstange (12) des Kurbeltriebs (9) und der Kolbenstange (43) schaltbare Kopplungsglieder
(17; 15) befinden, welche beim nicht mehr Vorhandensein der Hand die Kolbenstange
(43) ausklinken und dass die Kopplungsglieder (17; 15) bei einer Weiterbewegung der
Kurbelscheibe (11) des Kurbeltriebs (9), federbelastet wieder einkoppeln.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (12) eine Führungsnut aufweist, in welche ein Kurbelzapfen (10) eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (12) auf ihrer der Kolbenstange (43) abgewandten Längsseite formschlüssig
an einer Kopplungskulisse (15) gehalten ist und dass diese um einen Lagerzapfen (40)
schwenkbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (12) abtriebsseitig einen Verriegelungsnocken (12') aufweist, auf
dem ein federbelasteter Verriegelungshebel (17) aufliegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshebel (17) mittelbar oder unmittelbar durch einen Elektromagneten
(36) ausklinkbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshebel (17) mittelbar über eine Verbindungskulisse (26) schaltbar
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungskulisse (15) abtriebsseitig einen Gelenkkopf (21) aufweist, in dem eine
Druckfläche (22) für das hintere Ende der Kolbenstange (43) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindungskulisse (26) eine Blattfeder (28) angreift, welche sich auf einem
Montagewinkel (31) abstützt, und dass diese Blattfeder (28) die Verbindungskulisse
(26) in ihrer Kipprichtung (K) belastet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Kolbenstange (43) oder direkt auf den Pump-Kolben (25) eine Rückstellkraft
(f) gerichtet ist, die diesen entgegen der Bewegungsrichtung des Pumpvorgangs belastet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellkraft (f) derart dimensioniert ist, dass sich die entkoppelte Kolbenstange
(25) in den Bereich ihrer Stellung bei der Auslösung des Pumpvorgangs zurückschiebt.
1. Device for the linear drive of a pumping member in a dispenser (100) for free-flowing
media by means of an electric motor (M), a sensor (51) being provided with a control
circuit for detecting the presence of a hand to be supplied with the medium or a prepared
medium containing the medium, triggering the pumping process and interrupting the
pumping process when the hand is no longer present in the region receiving the medium
in such a way that the medium remains in the dispenser without dripping, characterised in that a crank mechanism (9) is connected to an electric motor (M) switched by the sensor
(51), the crank mechanism transmitting a linear movement to a piston rod (43), in that coupling members (17; 15) that can be engaged and disengaged are located between
a push rod (12) of the crank mechanism (9) and the piston rod (43) for disengaging
the piston rod (43) when the hand is no longer present and in that the coupling members (17; 15) re-couple in a spring-loaded manner when there is further
movement of the crank disc (11) of the crank mechanism (9).
2. Device according to claim 1, characterised in that the push rod (12) has a guide groove in which a crank pin (10) engages.
3. Device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the push rod (12) is held with an interlocking fit on a coupling link (15) on the
longitudinal side of the push rod remote from the piston rod (43) and in that the coupling link is able to pivot about a bearing journal (40).
4. Device according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the push rod (12) has a locking cam (12') on the output side, on which locking cam
a spring-loaded locking lever (17) rests.
5. Device according to claim 4, characterised in that the locking lever (17) can be disengaged indirectly or directly by an electromagnet
(36).
6. Device according to claim 5, characterised in that the locking lever (17) can be indirectly switched via a connecting link (26).
7. Device according to claim 3, characterised in that the coupling link (15) has a joint head (21) on the output side, in which joint head
a pressure surface (22) for the trailing end of the piston rod (43) is provided.
8. Device according to claim 6, characterised in that a leaf spring (28) engages in the connecting link (26), which leaf spring is supported
on an assembly angle (31) and in that this leaf spring (28) loads the connecting link (26) in the tilting direction (K)
thereof.
9. Device according to claim 1, characterised in that a restoring force (f) is directed onto the piston rod (43) or directly onto the pump
piston (25) and loads the pump piston against the direction of movement of the pumping
process.
10. Device according to claim 9, characterised in that the extent of the restoring force (f) is such that the uncoupled piston rod (25)
is pushed back into the region of its position when the pumping process is triggered.
1. Dispositif pour l'entraînement linéaire d'un organe de pompe dans un distributeur
(100) pour produits fluides au moyen d'un moteur électrique (M), dans lequel est prévu
un détecteur (51) avec un circuit de commande qui détecte la présence d'une main devant
recevoir le produit ou un produit préparé contenant celui-ci, déclenche le processus
de pompage et l'interrompt lorsque la main n'est plus présente dans la zone recevant
le produit, de telle façon que celui-ci demeure dans le distributeur, sans goutter,
caractérisé en ce qu'un mécanisme à manivelle (9) qui transmet un mouvement linéaire à une tige de piston
est raccordé à un moteur électrique (M) commuté par le détecteur (51), qu'entre une
tige poussoir (12) du mécanisme à manivelle (9) et la tige de piston (43) se trouvent
des organes d'accouplement commutables (17 ; 15) qui font basculer la tige de piston
(43) lorsque la main n'est plus présente et que les organes d'accouplement (17 ; 15)
s'accouplent à nouveau sous la contrainte d'un ressort, lorsque le bras de manivelle
(11) du mécanisme à manivelle (9) poursuit son mouvement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tige poussoir (12) présente une rainure de guidage, dans laquelle un maneton de
manivelle (10) vient en prise.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, sur son côté longitudinal détourné de la tige de piston (43), la tige poussoir (12)
est maintenue par correspondance de formes sur une coulisse de couplage (15) et que
celle-ci est capable de pivoter autour d'un tourillon (40).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisé en ce que la tige poussoir (12) présente du côté sortie une came de verrouillage (12') sur
laquelle repose un levier de verrouillage (17) contraint par ressort.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le levier de verrouillage (17) peut être dégagé indirectement ou directement par
un électro-aimant (36).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le levier de verrouillage (17) peut être commuté indirectement par l'intermédiaire
d'une coulisse de liaison (26).
7. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la coulisse de couplage (15) présente du côté sortie une tête d'articulation (21)
dans laquelle une surface de pression (22) est prévue pour l'extrémité arrière de
la tige de piston (43).
8. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'un ressort à lame (28) qui prend appui sur une cornière de montage (31) vient en prise
dans la coulisse de liaison (26), et que ce ressort à lame (28) contraint la coulisse
de liaison (26) dans sa direction de basculement (K).
9. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est dirigée sur la tige de piston (43) ou directement sur le piston de pompage
(25) une force de rappel (f) qui contraint celui-ci à l'opposé de la direction de
mouvement du processus de pompage.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que la force de rappel (f) est dimensionnée de telle façon que la tige de piston (25)
découplée recule dans la zone de sa position lors du déclenchement du processus de
pompage.