[0001] Die Erfindung betrifft ein Profil-Dornschaft-Werkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Es ist bekannt, ein sogenanntes Profil-Dornschaft-Biegewerkzeug zum wirkungsvollen
Biegen von offenen und geschlossenen Hohlprofilen und Normalprofilen auf Biegemaschinen
zu verwenden.
[0003] Sinn eines Profil-Dornschaft-Biegewerkzeuges ist es, das Profil-Dornschaft-Werkzeug
im Innenraum des zu biegenden Profils zu führen und zwar insbesondere in einem Bereich
zwischen einer Walz-Mittelrolle und der Stützrolle.
[0004] Dieser Profil-Dornschaft soll also eine unzulässige radial einwärts bzw. seitlich
und innen ein- und auswärts gerichtete Verformung des Hohlprofils während des Biegevorgangs
vermeiden. Er ist bevorzugt in seiner Formgebung an das zu biegende Profil angepaßt
und wird von einer Dornstange gehalten, die in einer Dornstation befestigt ist.
[0005] Während des Biegevorgangs bleibt also das Profil-Dornschaft-Werkzeug im genannten
Bereich stehen, um das zu biegende Profil im Innenraum abzustützen.
[0006] Es sind jedoch Axial-Antriebe für die Dornstange vorgesehen, die es ermöglichen,
in bestimmten Betriebszuständen den gesamten Dornschaft zurückzuziehen.
[0007] Ein erfindungsgemäßer Dornschaft wird für beliebige Biegemaschinen verwendet. Es
kommt also hierbei nicht darauf an, z.B. Drei-Rollen-Biegemaschinen zu verwenden.
Es können auch derartige Dornschäfte nach der Erfindung für Kern-Roll-Biegemaschinen
verwendet werden, als auch für Rohr-Profil-Biegeautomaten, Dornbiegemaschinen und
andere.
[0008] Ebenso können selbstverständlich alle anderen beliebigen Biegemaschinen verwendet
werden, wie z.B. Streck-Biegemaschinen, bei denen es darauf ankommt, den Dornschaft
immer in der Biegelinie zu halten, wobei auch mitlaufende Dornschäfte verwendet werden,
die mit der Biegung des Profils mitlaufen, je nach Maschinenausführung.
[0009] Die Erfindung ist also allgemein auf eine Dornstation mit mindestens einer Dornstange
und einer am vorderen Ende der Dornstange angeordneten Dornschaft ausgerichtet. Es
können auch mehrere Dornstationen mit Dornstangen vorhanden sein, und es können auch
gegeneinander gerichtete Dornstationen mit Dornstangen vorhanden sein, so daß also
bezüglich der Biegezone einander gegenüberliegende Dornschäfte vorhanden sind.
[0010] Bei Mehrkammer-Profilen werden auch mehrere parallele Dornschäfte verwendet.
[0011] Bei bestimmten Biegeaufgaben und bestimmten Biegemaschinen bestehen sehr hohe Auswalzkräfte
auf das zu biegende Profil, was mit dem Problem verbunden ist, daß eine sehr hohe
Reibung zwischen Dornschaftoberfläche und Profilinnenseite besteht.
[0012] Bisher gab es keine Lösung, daß man den Dornschaft in diesem Bereich gegen unzulässige
Verformung oder sogar Zerstörung schützte. Vielmehr hat sich bei den bekannten Biegemaschinen
das Problem nicht in der Weise gestellt, da derartig hohe Walz- und Reibungskräfte
auf das Profil und damit auch auf den im Profil angeordneten Dornschaft nicht einwirkten.
[0013] Bei den neuartigen Biegemaschinen, die vorzugsweise mit vier Rollen arbeiten, ist
wesentlich, daß neben der Biegeaufgabe noch ein zusätzliches Auswalzen des Profils
in der Biegezone stattfindet. Bei diesem Biegevorgang überlagert ein Auswalzfließeffekt
im Außenbereich des Profils den Biegeprozeß, in reduzierter Form geschieht der Walz-Fließeffekt
auch an der Innenseite des Profils. Dieser sogenannte Walzbiegevorgang erzeugt hohe
Reib- bzw. Friktionskräfte mit unter Umständen sehr hohen Bewegungswiderständen des
zu biegenden Profils, welche zur Zerstörung des Profils oder mindestens zu starken
Oberflächenschäden am Innenraum des zu biegenden Profils führen können. Durch schlechte
Gleiteigenschaften am Dornschaft wird auch die Biegequalität stark in Mitleidenschaft
gezogen.
[0014] Mit der
DE 296 01 464 U1 ist ein Biegedorn für ein Biegewerkzeug für Rohre offenbart, welcher am Ende mit
einer Keramikscheibe mit konvex gekrümmter Mantelfläche ausgebildet ist, wobei die
Keramikschraube mit einer Passschraube an einer Stirnseite des Dornes befestigt ist.
Beim Biegevorgang des Rohres gleitet die Keramikscheibe des Biegedorns ohne Zusatz
von Schmiermittel an der Innenwand des zu biegenden Rohres entlang.
[0015] Diese Erfindung hat den Nachteil, dass die beim Biegevorgang entstehenden Biegedruckkräfte
in der Biegelinie sich lediglich beim Umformen von Rundrohren gleichmäßig auf den
Umfang der Keramikscheibe verteilen. Beim Biegen von flächigen oder asymmetrischen
Profilen reicht die druckschwache Keramikscheibe nicht aus, die relativ hohen Biegedruckkräfte
beim Biegevorgang aufzunehmen.
[0016] Mit der
DE 296 00 728 U ist ein Stützdorn an Rohr- Kaltbiegemaschinen offenbart, wobei der hier beschriebene
Stützdorn beim Biegevorgang von Rohren über eine Dornschmierung geschmiert wird, um
den erheblichen Verschleiß des Stützdornes und Beschädigungen an der Rohrinnenwand
so gering wie möglich zu halten. Das Schmiermittel wird hierbei mittels einer Schmierbohrung
durch die Dornstange in den Stützdorn gedrückt, entweicht über eine oben am Dornschaft
befindliche Schmierbohrung und wird über eine Schmiernut am Umfang des Dornschaftes
verteilt. Ein sich anschließender Kugelgelenkdorn am vorderen Ende des Stützdornes
hält den Rohrquerschnitt in etwa aufrecht und ist in der vorliegenden Erfindung als
formgebendes Mittel eingesetzt.
[0017] Diese Erfindung hat den Nachteil, dass eine Schmierung speziell im Bereich der Biegelinie,
welche mit hohen Biegedruckkräften beaufschlagt ist, nicht offenbart ist. Hier gewährleistet
lediglich die Zuführung großer Mengen eines Schmiermittels eine ausreichende Schmierung
im Allgemeinen. Des weiteren wird gerade im Bereich der Biegelinie an der vorderen
Stirnseite des Dornschaftes nicht geschmiert, sonder weit dahinter.
[0018] Mit der
DE 295 03 764 U1 ist ein Faltenglätter an Rohrbiegemaschinen offenbart, welcher bei der Umformung
von Rohren an der Innenseite des Rohres vorbeigleitet. Durch hohe Anpresskräfte während
des Biegevorgangs wird das Rohr an der Rohrinnenwand mittels Faltenglätter-Schale
geglättet. Der hohe Verschleiß des Faltenglätters wird durch ein Schmierung mittels
Schmierstoffdrüsen im Faltenglätter vermindert, welche die Rohr berührenden Flächen
mit dem Schmiermittel benetzen.
[0019] Der Nachteil dieser Erfindung ist, dass die Faltenglätter-Schale lediglich bedingt
die bei der Umformung auftretenden Biegedruckkräfte aufnehmen kann und dass für jede
Rohrdimension eine speziell zugehörige Faltenglätter-Schale eingesetzt werden muss.
Des weiteren ist eine gezielte Schmierung im Bereich der Biegelinie nicht offenbart.
[0020] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde ein Profil-Dornschaft-Werkzeug der
eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß es höchste Druckbelastungen aufnehmen
kann, gleichbleibend gute Gleiteigenschaften aufweist und auch unabhängig von Temperatureinflüssen
gleichmäßig hohe Biegegeschwindigkeiten eines zu biegenden Profils sicherstellt.
[0021] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0022] Mit der gegebenen technischen Lehre nach der Erfindung wird also der wesentliche
Vorteil erreicht, daß sozusagen eine Armierung des Dornschaftes mindestens im Bereich
der Biegelinie vorgesehen ist. Damit bestehen folgende Vorteile:
[0023] Der Dornschaft kann nun höchste Druckbelastungen aufnehmen, weil erfindungsgemäß
mindestens in der Biegelinie ein Bereich armiert ist.
[0024] Er hat gleichbleibend gute Gleiteigenschaften bei unterschiedlichsten Drücken, weil
bevorzugt dieser Bereich mit entsprechend guten Gleiteigenschaften ausgerüstet ist.
[0025] Es können damit unterschiedlichste Materialien gebogen werden, wie z.B. Alu mit seinen
Legierungen, Cu, Mg, Stahl, Cr-Ni-Mo-Stähle, Titan, Magnesium etc.
[0026] Weiterer Vorteil ist, daß hohe Geschwindigkeiten des durchlaufenden Profils sichergestellt
sind, bei gleichzeitig hohen Umformgraden.
[0027] Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich also der Vorteil, daß aufgrund des
armierten Bereiches ein geringer Verschleiß, das heißt eine hohe Verschleißfestigkeit
des Dornschaftes gewährleistet ist.
[0028] Damit wird einhergehend auch eine Schonung des zu biegenden Materials in seinem Gesamtaufbau
erreicht.
[0029] Der durch das Walzen an der Biegelinie entstehende Fließvorgang im Gefüge des zu
biegenden Profils unterstützt in hohem Masse den Biegevorgang selbst. An der Bogenaußenseite
des Profils wird der Streckvorgang unterstützt, an der Bogeninnenseite des Profils
wird der Stauchvorgang unterstützt. Im Profilaußen- wie im Profilinnenbereich wird
der Gefügefluß während des Biegevorgangs durch den überlagerten Walzprozeß mit aktiver
Unterstützung des Dornschaftwerkzeuges so vorteilhaft unterstützt, daß trotz höchster
Materialbeanspruchung Mikro- bzw. Makrorisse im Gefüge verhindert werden können.
[0030] Die Ausbildung eines hoch verschleißfesten Bereiches an dem Dornschaft kann in verschiedenen
Ausführungsformen vorgenommen werden.
[0031] In einer ersten bevorzugten Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß der Dornschaft
aus einem zweiteiligen Teil besteht, nämlich aus einem hinteren Führungsschaft, an
dem gegebenenfalls auswechselbar ein vorderer Formkopf angesetzt ist.
[0032] Der Formkopf ist nun mindestens teilweise im Bereich der Biegelinie hoch verschleißfest
ausgebildet, wobei ein derartiger Bereich durch eine Armierung des Formkopfes in diesem
Bereich stattfinden kann.
[0033] Die Armierung des Formkopfes in diesem Bereich kann beispielsweise durch die Anbringung
von gehärteten Bahnen im Formkopf oder gehärteten Einsatzstücken am Formkopf geschehen
oder in der Weise, daß der Formkopf insgesamt aus einem hoch druckfesten und verschleißfesten
Material ausgebildet ist.
[0034] In einer zweiten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, daß
der Dornschaft wiederum zweiteilig ausgebildet ist und aus dem hinteren, relativ kostengünstigen
Material besteht, welches keine hohen Druckbelastungen aushalten muß und aus einem
vorderen Bereich, der mittels Schleiß-Gleitplatten armiert ist.
[0035] Die Schleiß-Gleitplatten sind als Einsatzplatten in entsprechende Führungen am Vorderteil
aufgenommen und sind bevorzugt aus einem Sintermetall ausgebildet.
[0036] Diese Schleiß-Gleitplatten haben ein ausgezeichnetes Druckaufnahmevermögen, sind
hochvergütet, haben eine sehr glatte Oberfläche und sind außerordentlich druckfest
ausgebildet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Materialdichte aus, die zu einer bestmöglichen
Oberflächengüte des zu biegenden Profils führt.
[0037] Die genannten Schleiß-Gleitplatten sind durch eine vordere Klemmplatte festgehalten,
welche die Schleiß-Gleitplatten sowohl in radialer Richtung einwärts gerichtet vorspannen
und gegen Abheben sichern.
[0038] In einer dritten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, daß der Dornschaft
mit ein oder mehreren Rollelementen ausgebildet ist, die mindestens im Bereich der
Biegelinie angeordnet sind. Derartige Rollelemente können z.B. Kugeln sein, die in
einem Kugelkäfig frei drehbar geführt sind, es können aber auch einzelne Kugeln sein,
die in entsprechenden Kugelaufnahmen am Formkopf angeordnet sind, und es können auch
insgesamt Kugellager sein, die in entsprechenden Lagerelementen aufgenommen sind.
[0039] Statt der genannten Kugelelemente können selbstverständlich auch Tonnenelemente,
Zylinderelemente oder Kombinationen aus diesen Rollelementen verwendet werden.
[0040] In einer vierten Ausführung kann es vorgesehen sein, daß statt der frei drehbar gelagerten
Rollelemente andere Rollelemente verwendet werden, die auf zugeordneten Drehachsen
drehbar gelagert sind. Diese Rollelemente können wiederum als Zylinderrollen, Kegelrollen,
Tonnenrollen oder dergleichen ausgebildet sein.
[0041] Ebenso kann eine Kombination der vorher genannten frei geführten Kugeloder Rollelemente
mit auf Drehachsen gelagerten Kugel- oder Rollelementen verwendet werden.
[0042] Hierbei nehmen die auf Achsen gelagerten Rollelemente nur eine Positionierung des
Dornschaftes im Innenraum des zu biegendem Profils vor, während die eigentlichen hohen
Auswalzdrücke durch die frei geführten Rollelemente in Verbindung zu ihrem Abwälzbett
aufgenommen werden.
[0043] Wesentlich bei der Erfindung ist also, daß mindestens der Bereich des Dornschaftes,
der in der Biegelinie liegt, mit den genannten Armierungsmaßnahmen versehen ist. Selbstverständlich
kann die Armierung des Dornschaftes im Bereich der Biegelinie auch durch andere Armierungskörper
verwirklicht werden, insbesondere durch mit Diamant besetzte Stütz- oder Armierungsplatten,
durch hochfeste Stähle, oder durch Keramikelemente, die ebenfalls in der Lage sind,
die hohen Auswalzdrücke aufzunehmen.
[0044] In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß noch eine zusätzliche
Schmierung des Dornschaftes mindestens im Bereich der Biegelinie stattfindet.
[0045] Diese besondere Schmierung soll in Alleinstellung Schutz genießen, das heißt ungeachtet
dessen, ob der Dornschaft armiert ist oder nicht, und es soll in einer anderen Ausführungsform
auch in Kombination mit der Armierung Schutz genießen.
[0046] Das Schmiersystem nach der Erfindung besteht bevorzugt aus einem Luft-Öl-Schmiersystem,
bei dem in einer ersten Ausführungsform im Bereich der Dornstation eine Schmiervorrichtung
angeordnet ist, die Schmieröl unter Druck 30 bar durch die Dornstange hindurch und
durch den Dornschaft bis an das Vorderende des Dornschaftes transportiert, wobei mit
dem Drucköl und getrennt von diesem Druckluft mitgeführt wird. Die beiden Ströme Luft-Öl
werden dann im vorderen Bereich des Dornschaftes in Öl-Mikrotröpfchen übergeführt,
ohne daß es zu einer Vernebelung kommt. Der mitgeführte Luftstrom reißt die aus der
einer Düse ausströmenden Öltröpfchen mit, verwirbelt diese zu einem Öl- Luftgemisch
und fördert dieses in radial am Außenumfang des Dornschaftes angeordnete Schmiertaschen,
wo sich der nun resultierende Druck von etwa 6 bar aufbaut und das Öl-Luftgemisch
an dem Innenumfang des zu biegenden Profils im Bereich des Dornschaftes beaufschlagt.
[0047] Wichtig ist, daß die Schmiertaschen nun konisch in Förderrichtung zugespitzt sind
und mit ihren schmalsten Bereichen auf die Armierungszone zeigen, so daß also in diese
Armierungszone ein sehr dünner Schmierfilm erzeugt wird, der den dort angeordneten
hochfesten Bereich in ausgezeichneter Weise schmiert.
[0048] Die Schmiertaschen sind also in Biegerichtung vor dem hochverschleißfesten Bereich
des Dornschaftes ausgebildet und führen deshalb auf den hoch verschleißfesten Bereich
nur einen dünnen Schmierfilm zu.
[0049] Im übrigen wird es bevorzugt, daß beim Einziehen des Profils in die Biegemaschine
auch schon die Schmiervorrichtung in Gang gesetzt werden kann, so daß beim Einziehen
des Profils - entgegen der Biegerichtung - bereits schon der gesamte Innenraum des
Profils mit dem erfindungsgemäßen Schmierfilm beaufschlagt ist.
[0050] Bei besonders hohen Anforderungen an die Schmiereigenschaften des Verschleißbereiches
am Dornschaft kann dann zusätzlich noch während des Biegebetriebes das vorher erwähnte
Öl-Luft-Gemisch auf die Verschleißplatten oder überhaupt auf diesen hochfesten Bereich
aufgegeben werden.
[0051] Die Erfindung sieht also zwei verschiedene Verfahrensanordnungen vor, nämlich ein
erstes Verfahren, bei dem das Profil nur beim Einziehen geschmiert wird und dann während
des Biegevorganges nicht mehr gesondert geschmiert wird, was insbesondere bei leichteren
Umformarbeiten geschieht.
[0052] In einem anderen Verfahrenszustand wird hingegen das zu biegende Profil sowohl während
des Einzuges, als auch während des Biegevorganges selbst geschmiert.
[0053] Selbstverständlich ist es möglich, den erfindungsgemäßen Dornschaft auch als Profilschaft
auszubilden, das heißt, er hat nicht nur einen armierten Bereich, sondern er hat profilierte
Längsnuten, die mit entsprechenden Armierungsmaßnahmen geschützt sind.
[0054] Derartige Sondermaßnahmen sind beim Biegen von Fenster- und Türprofilen oder bei
Spaceframe-Profilen für den Automobilbereich erforderlich.
[0055] In einer Weiterbildung der Erfindung kann statt der Ausbildung eines Luft-Öl-Gemisches
auch ein einfacheres Schmiersystem Anwendung finden, bei dem lediglich über ein oder
mehrere Sprühdüsen ein Ölfilm auf die Innenseite des Profils ausgegeben wird.
[0056] Hierbei kann es vorgesehen sein, daß derartige Sprühdüsen am vorderen Ende des Dornschaftes
angeordnet sind. Derartige Sprühdüsen können jedoch auch noch am Umfang des Dornschaftes
zusätzlich oder in Alleinstellung angeordnet werden.
[0057] Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellende Zeichnungen
näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0058] Es zeigen:
- Figur 1:
- schematisiert eine Ansicht einer Biegemaschine mit einem eingesetzten Profil-Dornschaft-Werkzeug;
- Figur 2:
- schematisiert eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines Dornschaftes;
- Figur 3:
- eine zweite Ausführungsform eines Dornschaftes;
- Figur 4:
- eine dritte Ausführungsform eines Dornschaftes;
- Figur 5:
- eine vierte Ausführungsform eines Dornschaftes;
- Figur 6:
- vergrößerte Schnittansicht der Darstellung nach Figur 1;
- Figur 7:
- eine weitere, vergrößerte Schnittansicht des Dornschaftes nach Figur 6;
- Figur 8:
- eine gegenüber Figur 7 abgewandelte Ausführungsform eines Dornschaftes mit einfacher
Druckölschmierung;
- Figur 9:
- die um 90 gedrehte Ansicht der Figur 8;
- Figur 10:
- perspektivische Darstellung einer Biegemaschine mit eingesetztem Dornschaft in der
Art nach Figur 1.
[0059] In Figur 1 ist allgemein eine Profilbiegemaschine 1 dargestellt, die im gezeigten
Ausführungsbeispiel aus einem Vier-Rollen-System besteht.
[0060] Am Einlauf ist eine Stützrolle 11 angeordnet, hinter der in Biegerichtung eine Walzrolle
12 und hinter der wiederum in Biegerichtung eine Biegerolle 13 angeordnet ist.
[0061] Diesen drei Rollen steht mittig eine Mittelrolle 14 gegenüber. Die Profilbiegemaschine
1 ist über eine Brücke 3 mit einer Dornstation 2 verbunden.
[0062] An der Dornstation 2 ist ein Schubschlitten-Antrieb 4 und eine Schmiervorrichtung
6 angeordnet.
[0063] Der auf der Brücke 3 in Pfeilrichtungen 9 verschiebbar angetriebene Schubschlitten
5 wird von der Dornstange 7 durchsetzt, die an ihrem vorderen Ende den erfindungsgemäßen
Dornschaft 15 trägt.
[0064] Die Dornstange 7 mit dem daran am vorderen Ende befestigten Dornschaft 15 ist im
Innenraum eines zu biegenden Profils 8 angeordnet.
[0065] Die Dornstange 7 wird von einem nicht näher dargestellten Antrieb beaufschlagt, der
in der Dornstation 2 angeordnet ist.
[0066] Das zu biegende Profil 8 ist von einem Einspannkopf 10 gehalten, der am Schubschlitten
5 befestigt ist.
[0067] Die Schmierung erfolgt nun durch die im Bereich der Dornstation 2 angeordnete Schmiervorrichtung
6, die über einen Doppelschlauch 16 an einen Anschluß 27 angeschlossen ist, über den
die beiden Medien Drucköl und Druckluft in den Innenraum der Dornstange 7 und damit
auch in den Innenraum des Dornschaftes 15 eingespeist werden.
[0068] Die Figur 1 zeigt schematisiert, daß ein zu biegendes Profil in die Stellungen 8',
8", 8"' oder 8"" gebogen werden kann.
[0069] Die Figuren 2 - 5 zeigen verschiedene Ausbildungsformen von Dornschäften 15 a-d.
[0070] In Figur 2 ist dargestellt, daß der Dornschaft 15 a aus einem hinteren, wenig verschleißfesten
Material als Führungsschaft 17 ausgebildet ist, der einen vorderen Formkopf 19 trägt.
[0071] Dieser Formkopf 19 kann auswechselbar an dem Führungsschaft 17 angeordnet sein und
kann selbst hoch verschleißfest und druckfest ausgebildet sein.
[0072] Er kann aber auch nur einen Bereich hoch verschleißfest tragen, der etwa dem Auswalzbereich
20 dem auszuwalzenden Profils entspricht.
[0073] Dieser Auswalzbereich 20 bildet sich in Biegerichtung vor und hinter der Biegelinie
18 des zu biegenden Profils.
[0074] In Klammern sind in Figur 2 die Positionen der jeweils verwendeten Rollen 12, 13,
14 angegeben.
[0075] Diese Positionsangaben gelten auch für die anderen Darstellungen in den Figuren 3
bis 5.
[0076] Wichtig ist also beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2, daß entweder insgesamt der
Formkopf 19 aus einem hoch verschleißfesten, druckfesten Material besteht oder lediglich
in einem Auswalzbereich 20 mit entsprechenden Maßnahmen armiert oder hoch verschleißfest
ausgebildet ist.
[0077] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist dargestellt, daß mindestens der Auswalzbereich
20 mit entsprechenden Schleiß-Gleitplatten 21 armiert ist. Es handelt sich um die
im allgemeinen Beschreibungsteil genannten Platten, die aus einem hoch verschleißfesten
und druckfesten Material bestehen.
[0078] Diese Schleiß-Gleitplatten 21 können entweder nur an der oberen und unteren Seite
des Dornschaftes 15 angeordnet sein, so wie dies Figur 3 zeigt, oder sie können sich
auch um den Umfang des Dornschaftes im Auswalzbereich 20 herum gleichmäßig verteilt
erstrecken.
[0079] Die genannten Schleiß-Gleitplatten 21 sind durch eine vordere Klemmplatte 22 in Position
gehalten und vorgespannt. Sie sind damit gegen radiales Abheben gesichert.
[0080] In der Ausführungsform nach Figur 4 sind Schleiß-Gleitkugeln 23 angeordnet, die in
entsprechenden Kugelbahnen 24 aufgenommen sind.
[0081] Es wurde bereits schon im allgemeinen Beschreibungsteil darauf hingewiesen, daß es
sich nicht notwendiger Weise um Gleitkugeln handelt; es können allgemeine Rollelemente
verwendet werden.
[0082] Ebenso ist es nicht lösungsnotwendig, daß sich die genannten Schleiß-Gleitkugeln
um den Umfang des Dornschaftes 15 herum erstrecken, sie können auch nur stückweise
oder teilweise vorhanden sein und lediglich die hoch verschleißfesten Bereiche des
Dornschaftes armieren.
[0083] Die Figur 5 zeigt einen Dornschaft 15 d, bei dem Schleiß-Gleitrollen 25 in Drehachse
26 gelagert sind.
[0084] Es versteht sich von selbst, daß eine Ausführung nach Figur 4 mit der Ausführung
nach Figur 5 kombiniert werden kann.
[0085] Ebenso können auch alle anderen Ausführungen nach den Figuren 2 - 5 insgesamt untereinander
kombiniert werden.
[0086] In Figur 6 ist eine vergrößerte Darstellung des vorderen Endes der Dornstange 7 dargestellt
- wie in Figur 1 gezeigt.
[0087] Hierbei ist gezeigt, daß in der Nähe der Dornstation 2 ein Anschluß 27 vorgesehen
ist, in dem der Doppelschlauch 16 einmündet. Ferner ist der Einspannkopf 10 mit der
Dornstange 7 dargestellt, die an ihrem vorderen Ende eine Dornschaft-Aufnahme 28 trägt,
in der der Dornschaft 15 befestigt ist.
[0088] Der Dornschaft 15 weist bevorzugt einen mittigen Kanal 29 auf, der als Doppelkanal
ausgebildet ist, um die beiden Medien Luft und Öl getrennt voneinander zu führen.
[0089] Am vorderen Bereich des Kanals 29 ist eine Düse 32 angeordnet.
[0090] Die Figur 7 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Situation nach Figur 6 mit dem
vergrößerten vorderen Ende des Dornschaftes 15.
[0091] Hierbei ist erkennbar, daß der Dornschaft in seiner Ausbildung als Dornschaft 15
b mit einander gegenüber liegenden Schleiß-Gleitplatten 21 ausgerüstet ist. Diese
Schleiß-Gleitplatten sind in schwalbenschwanzförmigen Aufnahmetaschen 43 jeweils aufgenommen
und liegen mit schräg radial einwärts gerichteten Konusspannflächen 45 an einer entsprechenden
gleichfalls schräg ausgebildeten Klemmplatte 22 an.
[0092] Die Klemmplatte 22 wird mittels einer Spannschraube 44 gegen die Schleiß-Gleitplatten
21 vorgespannt. Auf diese Weise werden diese Schleiß-Gleitplatten 21 in ihren Aufnahmetaschen
23 vorgespannt und gegen Abheben gesichert.
[0093] Es wurde bereits schon im allgemeinen Beschreibungsteil darauf hingewiesen, daß mit
dieser Armierungsmaßnahme allein bereits schon eine ausreichende Armierung des Dornschaftes
bei Biegung einfacherer Querschnitte ausreicht.
[0094] Bei der Biegung von Rundrohren werden dann bevorzugt Armierungsringe verwendet, das
heißt die Armierungsmaßnahmen nach den Figuren 2 - 5 sind dann gleichmäßig am Umfang
verteilt des Dornschaftes angeordnet.
[0095] Bei schwierigeren Querschnitten oder bei höheren Umformungsgraden wird jedoch das
erfindungsgemäße Schmiersystem verwendet, was nachfolgend anhand der Figuren 7 - 9
beschrieben wird.
[0096] Der vorher erwähnte Kanal 29 besteht gemäß Figur 7 aus einem koaxialen, äußeren Ringkanal
30, in dem die Druckluft mit einem Druck von z.B. 4 - 10 bar geführt wird, während
getrennt hiervon ein Ölschlauch 31 im Zentrum des Kanals 29 geführt wird, der in einer
vorderen Düse 32 mündet.
[0097] Das Öl wird mit einem Förderdruck von z.B. 20 - 30 bar gefördert und tritt in Form
von Öltröpfchen aus dem Düsenmund der Düse 32 aus.
[0098] Gleichzeitig werden diese Öltröpfchen 40 von dem Luftstrom in Pfeilrichtung 39 umhüllt
und mitgerissen und gelangen in einen Mischraum 33, der bevorzugt konisch erweiternd
ausgebildet ist.
[0099] In Strömungsrichtung an den Mischraum 33 schließt sich eine etwa zylinderförmig ausgebildete
Wirbelkammer 34 an, in der es zu einer Verwirbelung der Öltröpfchen 40 mit dem Luftstrom
39 kommt, so daß die Öltröpfchen 40 von dem Luftstrom getragen werden. Der Luftstrom
dient also nur als Transportmedium für die Öltröpfchen 40, so daß der luftgetragene
Ölstrom in Pfeilrichtungen 41 in schräg sich an die Mischkammer 33 anschließende Kanäle
35 eintritt.
[0100] Diese Kanäle 35 sind schräg in Biegerichtung nach vorne gerichtet und münden radial
auswärts in Schmiertaschen 36. Diese Schmiertaschen sind im Querschnitt gemäß Figur
7 etwa dreiecksförmig profiliert angeordnet, erstrecken sich etwa über die gesamte
Breite des zu schmierenden Bereiches, wie dies beispielsweise in Figur 9 dargestellt
ist.
[0101] An diese im Querschnitt etwa dreiecksförmig profilierten Schmiertaschen 36 schließen
sich konisch in Biegerichtung zulaufende weitere Schmiertaschen 37 an, die etwa ebenfalls
im Querschnitt gemäß Figur 7 dreiecksförmig profiliert sind, und die sehr schmal auslaufen
und dort einen sehr dünnen Schmierfilm 42 ermöglichen.
[0102] Dieser Schmierfilm 42 ist lediglich nur etwa 10 - 500 µm dick und zeichnet sich dadurch
aus, daß diese etwa im Bereich der Schleiß-Gleitplatten parallel verläuft, so daß
diese gleichmäßig über ihre Oberfläche hin geschmiert werden.
[0103] Durch die Keilform der Schmiertaschen 37, die auf die Schleiß-Gleitplatten 21 gerichtet
sind, wird ermöglicht, daß sich im Bereich der Schleiß-Gleitplatten an deren äußeren
Oberfläche, ein relativ gleichbleibender Schmierfilm 42 mit der besagten Dicke ausbildet.
Im Auswalzbereich, im Bereich der Schleiß-Gleitplatten 21, wird also ein besonders
dünner und hoch tragfähiger Schmierfilm 42 erzeugt. Die überschüssige Luft strömt
in Pfeilrichtung 54 an den nicht armierten Bereichen vorbei und strömt nach vorne
in den Innenraum des Profils 8.
[0104] Ebenso kann die Luft auch nach rückwärts in Gegenrichtung zur Pfeilrichtung 54 in
Richtung zur Dornstation 2 entströmen und entweicht am Einspannkopf 10.
[0105] Wenn man die Biegerichtung mit Pfeilrichtung 38 definiert, wird somit dafür gesorgt,
daß in Biegerichtung vor den Schleiß-Gleitplatten 21 ein hoch tragfähiger Schmierfilm
42 in den Walzspalt transportiert wird und für ausgezeichnete Schmierung des Dornschaftes
15 a - d sorgt.
[0106] Mit der Pfeilrichtung 46 ist dargestellt, daß die vorher erwähnten Klemmplatten 22
die Schleiß-Gleitplatten 21 in Pfeilrichtung 46 niederhalten und vorspannen.
[0107] Die Figuren 8 und 9 zeigen ein vereinfachtes Schmiersystem, welches ohne Verwirbelung
von Öl und Luft arbeitet.
[0108] Hierbei wird das Öl- Luft-Gemisch bereits schon in der Schmiervorrichtung 6 an der
Dornstation 2 erzeugt und über den erwähnten Kanal 29 in den Dornschaft 15 eingespeist,
wo dieses Gemisch in den Schmierkanal 47 eintritt und ein Rückschlagventil 48 durchsetzt.
[0109] Das Rückschlagventil 48 besteht aus einer federbelasteten Ventilkugel, die den Schmierkanal
47 entgegen den Druck im Schmierkanal 47 verschließt.
[0110] Bei erhöhtem Druck hebt somit das Rückschlagventil 48 ab und das Öl- Luft-Gemisch
strömt geradeaus durch ein Gewinderohr 51 nach vorne in einen Düsenkopf 50, wo es
über verteilt angeordnete Düsen 52 gegen die Innenseite des Hohlprofils 8 gespritzt
wird.
[0111] In einer alternativen Ausführungsform ist dargestellt, daß die vorher erwähnten Kanal
35 durch Verschlußstücke 49 verschlossen sind, so daß also dieses Öl-Luft-Gemisch
nur zentrisch durch den Kanal 47 und 51 in die Düse 52 gelangt.
[0112] Werden hingegen die Verschlußstücke 49 entfernt, werden auch die Kanäle 35 beaufschlagt
und demzufolge werden auch die vorher erwähnten Schmiertaschen 36, 37 mit Schmiermittel
versorgt.
[0113] Es kann also aus der Düse 52 ein gegen die Wandung des Hohlprofils gerichteter Sprühnebel
53 als auch im Bereich der Schmiertaschen 36, 37 ein entsprechender Sprühnebel 53
erzeugt werden.
[0114] Diese Situation ist in Figur 9 nochmals dargestellt, wobei in Draufsicht auch die
Quererstreckung der Schmiertaschen 36, 37 erkennbar ist, wie sie auch im Ausführungsbeispiel
nach Figur 7 vorliegt.
[0115] Die Figur 10 zeigt allgemein nochmals die perspektivische Darstellung der gesamten
Biegemaschine mit der Dornstation 2, wo erkennbar ist, wie die genannten Teile einander
zugeordnet sind.
Zeichnungslegende
[0116]
- 1
- Profilbiegemaschine
- 2
- Dornstation
- 3
- Brücke
- 4
- Schubschlitten-Antrieb
- 5
- Schubschlitten
- 6
- Schmiervorrichtung1
- 7
- Dornstange
- 8
- Profil, 8', 8", 8"', 8""
- 9
- Pfeilrichtungen
- 10
- Einspannkopf
- 11
- Stützrolle
- 12
- Walzrolle
- 13
- Biegerolle
- 14
- Mittelrolle
- 15
- Dornschaft a - d
- 16
- Doppelschlauch
- 17
- Führungsschaft
- 19
- Biegelinie
- 19
- Formkopf
- 20
- Auswalzbereich
- 21
- Schleiß-Gleitplatte
- 22
- Klemmplatte
- 23
- Schleiß-Gleitkugel
- 24
- Kugelbahn
- 25
- Schleiß-Gleitrolle
- 26
- Drehachse
- 27
- Anschluß
- 28
- Dornschaft-Aufnahme
- 29
- Kanal
- 30
- Ringkanal
- 31
- Ölschlauch
- 32
- Düse
- 33
- Mischraum
- 34
- Wirbelkammer
- 35
- Kanal
- 36
- Schmiertasche
- 37
- Schmiertasche
- 38
- Pfeilrichtung
- 39
- Luftstrom
- 40
- Öltröpfchen
- 41
- Pfeilrichtung
- 42
- Schmierfilm
- 43
- Aufnahmetasche
- 44
- Spannschraube
- 45
- Konusspannfläche
- 46
- Pfeilrichtung
- 47
- Schmierkanal
- 48
- Rückschlagventil
- 49
- Verschlußstück
- 50
- Düsenkopf
- 51
- Gewinderohr
- 52
- Düse
- 53
- Sprühnebel
- 54
- Pfeilrichtung
1. Profil-Dornschaft-Werkzeug zum Biegen von offenen bzw. geschlossenen Hohlprofilen
(8), beinhaltend einen Dornschaft (15) mit einem Formkopt (19 ; 22), welcher mittels
einer Fördereinrichtung in den Innenraum des Hohlprofils (8) ein- und ausführbar ist,
wobei der Formkopf (19 ; 22) während des Biegevorganges sich auf einer Biegelinie
(18) zwischen mindestens zwei gegeneinander gerichteten, den Biegedruck applizierenden
Rollen (11-13; 14) befindet und mindestens im Bereich (20) der Biegelinie (18) hoch
druckfest und verschleißfest ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der armierte Bereich (20) durch die Anbringung von gehärteten Einsatzstücken im Formkopf
(19) gebildet ist.
2. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Dornschaft während des Biegevorgangs auf einer Biegelinie zwischen mindestens
zwei gegeneinander gerichteten, den Biegedruck applizierenden Rollen befindet.
3. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dornschaft (15) zweiteilig ausgebildet ist, nämlich aus einem hinteren Führungsschaft
(17), an dem ein vorderer Formkopf (19; 22) angesetzt ist, auf welchem sich der hoch
druckfest und verschleißfest ausgebildete, armierte Bereich (20) befindet.
4. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkopf (19; 22) auswechselbar ist.
5. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der armierte Bereich (20) durch gehärtete Einsatzstücke (21; 23; 25) am Formkopf
(22) gebildet ist.
6. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die gehärteten Einsatzstücke (21; 23; 25) in Form von mindestens einer Schleiß-Gleitplatte
(21) und/oder mindestens einer Schleiß-Gleitkugel (23) und/oder mindestens einer Schleiß-Gleitrolle
(25) vorgesehen sind.
7. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schleiß-Gleitplatte (21) aus Sintermetall besteht.
8. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schleiß-Gleitkugel (23) frei drehbar in mindestens einer ringsumlaufenden
Kugelbahn (24) aufgenommen sind.
9. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schleiß-Gleitrolle (25) im Wesentlichen ortsfest ist und um ihre
eigene Drehachse (26) drehbar ausgebildet ist.
10. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der armierte Bereich (20) durch einen Formkopf gebildet ist, der aus insgesamt aus
einem hoch druckfesten und verschleißfesten Material ausgebildet ist.
11. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Dornschaft (15) mindestens im Bereich der Biegelinie (18) mittels eines Schmiermittels
geschmiert wird.
12. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Dornschaft (15) mindestens im Bereich der Biegelinie (18) mittels eines Schmiermittels
geschmiert wird.
13. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch12, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel in Form von feinen Schmiermittel-Tröpfchen (40) mindestens im Bereich
der Biegelinie (18) vorliegen.
14. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittel-Tröpfchen (40) mittels Sprühdüsen erzeugt werden.
15. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittel-Tröpfchen (40) mittels eines gasförmigen Mediums erzeugt werden,
das dem Schmiermittel zugeführt wird.
16. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel ein Schmieröl ist und das gasförmige Medium Luft ist.
17. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel unter einem Druck von etwa 2 bis 10 bar im Bereich der Biegelinie
(18) am Dornschaft (15) vorliegt.
18. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel in mindestens einer Schmiertasche (36, 37) am Dornschaft (15) im
Bereich der Biegelinie (18) vorliegt.
19. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schmiertasche (36, 37) konisch in Förderrichtung der Schmiermittel-Tröpfchen
(40) zugespitzt ist.
20. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Dornschaft (15) als Profilschaft ausgebildet ist, mit etwa in Längsrichtung verlaufendem
Profil.
21. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Dornschaft (15) nur beim Einziehen in das Hohlprofil (8) mit Schmiermittel beaufschlagbar
ist.
22. Profil-Dornschaft-Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Dornschaft (15) beim Einziehen in das Hohlprofil (8) und auch während des Biegevorganges
selbst mit Schmiermittel beaufschlagbar ist.
1. Profile mandrel shaft tool for bending open or closed hollow profiles (8), containing
a mandrel shaft (15) with a shaped head (19; 22), which can be guided by means of
a conveying device into and out of the interior of the hollow profile (8), the shaped
head (19; 22) being located, during the bending process, on a bending line (18) between
at least two opposed rollers (11 to 13; 14) applying the bending pressure and being
configured in a manner highly resistant to pressure and wear, at least in the region
(20) of the bending line (18), characterised in that the reinforced region (20) is formed by applying hardened insertion pieces in the
shaped head (19).
2. Profile mandrel shaft tool according to claim 1, characterised in that during the bending process, the mandrel shaft is located on a bending line between
at least two opposing rollers applying the bending force.
3. Profile mandrel shaft tool according to claim 1 and 2, characterised in that the mandrel shaft (15) is configured in two parts, namely a rear guide shaft (17),
on which is placed a front shaped head (19; 22), on which the reinforced region (20)
configured so as to be highly resistant to pressure and wear is located.
4. Profile mandrel shaft tool according to claim 3, characterised in that the shaped head (19; 22) can be exchanged.
5. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the reinforced region (20) is formed by hardened insertion pieces (21; 23; 25) on
the shaped head (22).
6. Profile mandrel shaft tool according to claim 5, characterised in that the hardened insertion pieces (21; 23; 25) are provided in the form of at least one
wear-sliding plate (21) and/or at least one wear-sliding ball (23) and/or at least
one wear-sliding roller (25).
7. Profile mandrel shaft tool according to claim 6, characterised in that the at least one wear-sliding plate (21) consists of sintered metal.
8. Profile mandrel shaft tool according to either of claims 6 or 7, characterised in that the at least one wear-sliding ball (23) is freely rotatably received in at least
one peripheral ball race (24).
9. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 6 to 8, characterised in that the at least one wear-sliding roller (25) is substantially stationary and can be
rotated about its own rotational axis (26).
10. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the reinforced region (20) is formed by a shaped head, which is in total formed from
a material which is highly resistant to pressure and wear.
11. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the mandrel shaft (15) is lubricated by means of a lubricant at least in the region
of the bending line (18).
12. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the mandrel shaft (15) is lubricated by means of a lubricant at least in the region
of the bending line (18).
13. Profile mandrel shaft tool according to claim 12, characterised in that the lubricant is present in the form of fine lubricant drops (40) at least in the
region of the bending line (18).
14. Profile mandrel shaft tool according to claim 13, characterised in that the lubricant drops (40) are produced by means of spray nozzles.
15. Profile mandrel shaft tool according to claim 13, characterised in that the lubricant drops (40) are produced by means of a gaseous medium, which is supplied
to the lubricant.
16. Profile mandrel shaft tool according to claim 15, characterised in that the lubricant is a lubricant oil and the gaseous medium is air.
17. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 11 to 16, characterised in that the lubricant is present under a pressure of about 2 to 10 bar in the region of the
bending line (18) on the mandrel shaft (15).
18. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 11 to 17, characterised in that the lubricant is present in at least one lubricating pocket (36, 37) on the mandrel
shaft (15) in the region of the bending line (18).
19. Profile mandrel shaft tool according to claim 18, characterised in that the at least one lubricating pocket (36, 37) tapers conically in the conveying direction
of the lubricant drops (40).
20. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 1 to 19, characterised in that the mandrel shaft (15) is configured as a profile shaft, with a profile running approximately
in the longitudinal direction.
21. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 1 to 20, characterised in that the mandrel shaft (15) can be loaded with lubricant only on being drawn in to the
hollow profile (8).
22. Profile mandrel shaft tool according to any one of claims 1 to 21, characterised in that the mandrel shaft (15) can be loaded with lubricant when being drawn into the hollow
profile (8) and also during the bending process itself.
1. Outil à mandrin pour profilés pour plier des profilés creux ouverts ou fermés (8),
comprenant un mandrin (15) avec une tête de formage (19 ; 22) apte à être introduit
dans l'espace intérieur du profilé creux (8) et à être sorti de celui-ci à l'aide
d'un dispositif d'acheminement, étant précisé que la tête de formage (19 ; 22) se
trouve pendant l'opération de pliage sur une ligne de pliage (18) entre au moins deux
cylindres (11-13 ; 14) qui sont dirigés à l'opposé l'un de l'autre et qui appliquent
la pression de pliage, et est conçue au moins dans la zone (20) de la ligne de pliage
(18) pour être très résistante à la pression et à l'usure,
caractérisé en ce que la zone armée (20) est formée grâce à l'installation, dans la tête de formage (19),
de pièces rapportées trempées.
2. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mandrin, pendant l'opération de pliage, se trouve sur une ligne de pliage entre
au moins deux cylindres qui sont dirigés à l'opposé l'un de l'autre et qui appliquent
la pression de pliage.
3. Outil à mandrin pour profilés selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le mandrin (15) est en deux parties et se compose d'une tige de guidage arrière (17)
sur laquelle est rapportée une tête de formage avant (19 ; 22) présentant la zone
armée (20) conçue pour être très résistante à la pression et à l'usure.
4. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 3, caractérisé en ce que la tête de formage (19 ; 22) est apte à être changée.
5. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la zone armée (20) est formée grâce à des pièces rapportées trempées (21 ; 23 ; 25)
prévues sur la tête de formage (22).
6. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 5, caractérisé en ce que les pièces rapportées trempées (21 ; 23 ; 25) sont prévues sous la forme d'au moins
une plaque d'usure de glissement (21) et/ou d'au moins une bille d'usure de glissement
(23) et/ou d'au moins un rouleau d'usure de glissement (25).
7. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 6, caractérisé en ce que la ou les plaques d'usure de glissement (21) se composent de métal fritté.
8. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que la ou les billes d'usure de glissement (23) sont logées, en rotation libre, dans
au moins une glissière pour bille (24) qui fait tout le tour.
9. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le ou les rouleaux d'usure de glissement (25) sont globalement stationnaires et sont
conçus pour tourner sur leur propre axe de rotation (26).
10. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la zone armée (20) est formée par une tête de formage qui se compose dans l'ensemble
d'une matière très résistante à la pression et à l'usure.
11. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le mandrin (15) est lubrifié à l'aide d'un lubrifiant au moins dans la zone de la
ligne de pliage (18).
12. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le mandrin (15) est lubrifié à l'aide d'un lubrifiant au moins dans la zone de la
ligne de pliage (18).
13. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 12, caractérisé en ce que le lubrifiant est prévu sous la forme de fines gouttelettes de lubrifiant (40) au
moins dans la zone de la ligne de pliage (18).
14. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 13, caractérisé en ce que les gouttelettes de lubrifiant (40) sont produites à l'aide de pulvérisateurs.
15. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 13, caractérisé en ce que les gouttelettes de lubrifiant (40) sont produites à l'aide d'un milieu gazeux qui
est amené dans le lubrifiant.
16. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 15, caractérisé en ce que le lubrifiant est constitué par une huile lubrifiante, et le milieu gazeux par de
l'air.
17. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 11 à 16, caractérisé en ce que le lubrifiant est prévu sur le mandrin (15) dans la zone de la ligne de pliage (18)
à une pression d'environ 2 à 10 bar.
18. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 11 à 17, caractérisé en ce que le lubrifiant est prévu dans au moins une poche de lubrifiant (36, 37) sur le mandrin
(15), dans la zone de la ligne de pliage (18).
19. Outil à mandrin pour profilés selon la revendication 18, caractérisé en ce que la ou les poches de lubrifiant (36, 37) sont effilées en cône dans le sens d'acheminement
des gouttelettes de lubrifiant (40).
20. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que le mandrin (15) est conçu comme une tige profilée avec un profil qui s'étend à peu
près dans le sens longitudinal.
21. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que le mandrin (15) n'est apte à être en contact avec le lubrifiant que lors de son introduction
dans le profilé creux (8).
22. Outil à mandrin pour profilés selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que le mandrin (15) est apte à être en contact avec le lubrifiant lors de son introduction
dans le profilé creux (8) et aussi pendant l'opération de pliage elle-même.