(57) Verfahren zur Verzögerung der Belagbildung an Wärmeaustauschflächen in Stranggießkokillen.
Dies wird durch wenigstens eine der folgenden Maßnahmen erreicht:
a) mechanische Beeinflussung der Oberflächenglätte der Wärmeaustauschflächen nach
Maßgabe von Material und Struktur der Wärmeaustauschflächen;
b) Beschichtung der Wärmeaustauschflächen mit einer relativ dünnen und gut wärmeleitenden
Schicht;
c) pulsierende Strömungsführung an den Wärmeaustauschflächen, wobei der Strömung eine
Oszillation mit zeitweiliger Geschwindigkeitserhöhung überlagert wird.
Noch bessere Ergebnisse ergibt die Kombination von wenigstens zwei der Maßnahmen a),
b) oder c).
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verzögerung der Belagbildung an Wärmeaustauschflächen
in Stranggießkokillen.
[0002] Bei Stranggießanlagen bilden sich als Folge hoher Wärmestromdichte bspw. in den Kühlwasserkanälen
dünne kristalline Ablagerungen durch Ausfällung gelöster Salze und/oder durch Ablagerung
von feinstverteilten Feststoffpartikeln. Dieser Vorgang wird Fouling genannt, und
ist beim Bau und Betrieb von Wärmetauschern bspw. Röhrenwärmetauschern in Kraftwerkanlagen
bekannt und erforscht.
[0003] Wegen der geringen Wärmeleitfähigkeit der abgelagerten Schichten führen derartige
Ablagerungen zu einem Anstieg des Wärmedurchgangswiderstands und damit bei Stranggießkokillen
zu einer Erhöhung der Kokillentemperatur auf der Stahlseite. Dieser Vorgang hat besonders
dann einen negativen Einfluß auf die Standzeit der Kokillen, wenn das Fouling frühzeitig
beginnt.
[0004] Übliche Vorgaben für die Kühlwasserqualität sind, sofern sie eingehalten werden,
im Normalbetriebsfall mehr oder weniger ausreichend, um Fouling zu verhindern. Weil
aber die Gewährleistung der Wasserqualität zumeist in der Verantwortung der Anlagenbetreiber
liegt, ist man bestrebt, betriebliche Maßnahmen vorzugeben, um auch bei ungünstigeren
Kühlwasserbedingungen die Belagbildung zu verhindert oder zumindest erheblich zu verzögern.
[0005] Eine bekannte Maßnahme hierfür besteht darin, die sogenannte Induktionsphase zu verlängern.
Diese Phase geht dem eigentlichen Fouling-Vorgang voraus und ist durch das Anhaften
erster Kristalle an der Wärmeübertragungsfläche und deren Zusammenschluß zu einer
kompakten Foulingschicht gekennzeichnet.
[0006] Anschließend beginnt die Foulingschicht zu wachsen, was mit erhöhtem Anstieg der
Kokillentemperatur einhergeht. Die Dauer der Induktionsphase hängt vom Material und
der Struktur der Kühlkanaloberfläche ab. Die Kriterien der unerwünschten Entstehung
von Fouling-Schichten durch kristalline Ablagerungen sind grundsätzlich bekannt.
[0007] Bspw. beschäftigt sich die Veröffentlichung "Verminderung der Foulingschichtbildung
auf Wärmeübertragungsflächen" in der Fachzeitschrift "Chemie Ingenieur Technik (71)
12/99, Seiten 1391 bis 1395" mit dem Problem der Fouling-Entstehung beim Einsatz von
Wärmetauschern, insbesondere in der chemischen und pharmazeutischen sowie der Lebensmittelindustrie.
[0008] Weil die Foulingschichten zu einem deutlichen Ansteig der Wärmedurchgangswiderstände
an Wärmetauschern führen, werden dadurch vor allem die Investitions-, Betriebs- und
Wartungskosten erhöht. Es wurden Methoden zur Verlängerung der Induktionsphase und
der damit verbundenen Reduzierung der Foulingkosten untersucht: z. B. eine gezielte
Beeinflussung der Grenzflächeneigenschaften Kristall/Wärmeübertrager zur Verringerung
der Haftfestigung der Kristalle; oder eine Erhöhung der Schubbeanspruchung der Kristalle
durch geeignete hydrodynamische Strömungsführung.
[0009] Erfolgreiche Anti-Fouling-Strategien ergeben sich durch Kombination beider Maßnahmen.
Für einen erfolgreichen Kristallabtrag muß die durch die Flüssigkeit auf die Kristalle
ausgeübte Schubbeanspruchung diejenigen Kräfte überschreiten, die durch die Adhäsionseigenschaften
gekennzeichnet sind.
[0010] Eine weitere Maßnahme, foulingmindernd einzugreifen, besteht in der gezielten Beeinflussung
der Strömungsführung. Hierfür können andere Methoden, wie bspw. die der pulsierenden
Strömungsführung, mit Erfolg eingesetzt werden. Wird der Strömung eine Oszillation
mit zeitlicher Geschwindigkeitserhöhung überlagert, so verschiebt sich das Kräfteverhältnis
zwischen Ablagerungs- und Abtragungskräften zugunsten einer erhöhten Abtragungsrate.
[0011] Auch hierbei kann die Kombination der beschriebenen Maßnahmen mit anderen Maßnahmen
zur Fouling-Verminderung in Wärmeübertragern zu einer erfolgreichen Anti-Fouling-Strategie
führen.
[0012] Eine weitere wissenschaftliche Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Int. J. Therm.
Sci (1999) 38, Seiten 944 - 954 mit dem Titel "Influence of the interfacial free energy
crystal/heat transfer surface on the induction period during fouling" befaßt sich
mit Maßnahmen zum Anti-Foulding in Wärmeüberträgern.
[0013] Die Veröffentlichung beschreibt die Anhäufung von unerwünschten Kristallniederschlägen
(Fouling), welche die Wirksamkeit von Wärmetauschern reduziert. Dabei wird ein Modell
für die Beschreibung des gesamten Foulingprozesses entwickelt, denn der hauptsächliche
Nachteil bekannter Modelle ist das Fehlen einer Beschreibung der Induktionsperiode
bzw. deren Beeinflussung durch eine Kemreaktionsrate und die Haftkräfte zwischen Kristallen
und Wärmetransfer-Oberflächen. Der Ablagerungs- und Beseitigungsprozeß der Kristallniederschläge
hängt ab von der freien Grenzflächenenergie Kristall/Wärmeübergangsfläche. Für eine
Anzahl industrieller Anwendungen besteht die einzige Möglichkeit darin, die freie
Grenzflächenenergie zu beeinflussen, um die Charakteristika der Oberflächenenergie
zu modifizieren, und zwar an der Wärmeübergangsfläche.
[0014] Basierend auf experimentellen Untersuchungen der Oberflächenenergie verschiedener
metallischer und nichtmetallischer Materialien mit geringer Energie wurde deren Fouling-Wirksamkeit
unter dem Einfluß eines Flüssigkeitsstromes einer Kalziumsulfatlösung ermittelt. Dabei
erwies sich die Entwicklung von neuem Oberflächenmaterial, wie bspw. DLC (Diamond
Like Carbon) Schichten als eine der Strategien zur Verlängerung der Induktionsperiode.
[0015] Eine weitere Veröffentlichung aus der Zeitschrift Chemical Engineering and Processing
38 (1999), Seiten 449 - 461 beschäftigt sich unter der Überschrift "Influence of the
adhesion force crystal/heat exchanger surface on fouling mitigation" mit der Häufung
unerwünschter kristalliner Ablagerungen (Fouling), welche die Wirksamkeit von Wärmetauschern
erheblich schwächt. Um die Kosten von Fouling zu minimieren, werden zwei Strategien
entwickelt. Die erste Fouling-Schwächungs-Strategie beruht auf der Modifikation von
Energie und Geometrie bezüglich der Charakteristika von Wärmeübergangsflächen, mit
dem Ziel, eine verlängerte Dauer der Induktionsperiode zu realisieren. Mittels einer
DSA (Drop Shape Analysis) Meßanordnung wurde das Zusammenwirken an der Grenzfläche
Kristall/Wärmetransferfläche bestimmt. Die Entwicklung eines Modells für Unterbrechungsenergie
und ein Grenzflächen-Defekt-Modell bezieht sich auf Benetzungscharakteristika von
Anhaftungs-Phänomenen. Damit wurde eine erste Auswahl von Oberflächenmaterial abgeschätzt.
Ferner wurde der Einfluß von Oberflächentopographie auf das Zusammenwirken von Grenzflächen
analysiert.
[0016] Die zweite Fouling-Schwächungs-Strategie basiert auf der Überlagerung stationärer
Flüssigkeitsströme. Solche Schübe-Verlagerung des Gleichgewichts der Kräfte soll für
einen verbesserten Abreinigungsprozeß sorgen. Fouling-Experimente haben ergeben, daß
die Strömungs-Pulsation ein erfolgreiches Instrument darstellt, um den Aufbau von
Fouling-Ablagerungen auf Wärmeübergangsflächen zu schwächen.
[0017] Das Dokument DE 198 52 473 C1 beschreibt eine Kokillenplatte einer Kokille aus Kupfer
in einer Stranggießanlage. Die Kokillenplatte hat eine im Betrieb der Stranggießanlage
der Metallschmelze bzw. einem teilerstarrten Metallstrang zugewandte Arbeitsfläche
und mindestens eine im Betrieb der Stranggießanlage ein Kühlmedium kontaktierende
Kühlfläche. Auf die Kühlfläche der Kokillenplatte ist zumindest in einem Teilbereich
eine Schicht mit einer Wärmeleitfähigkeit aufgebracht, die kleiner als die Platten-Wärmeleitfähigkeit
der Kokillenplatte ist.
[0018] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zur Verzögerung der Belagbildung von Wärmeaustauschflächen in Stranggießkokillen
anzugeben und damit die Standzeit der Kokillenplatten zu verlängern und die Wirtschaftlichkeit
des Gießbetriebes zu verbessern.
[0019] Zur Lösung der Aufgabe wird bei einem Verfahren gemäß Oberbegriff von Anspruch 1
mit der Erfindung folgende Maßnahme vorgeschlagen: mechanische Beeinflussung der Oberflächenglätte
der Wärmeaustauschflächen nach Maßgabe von Material und Struktur der Wärmeaustauschflächen
bzw. Beschichtung der Wärmeaustauschflächen mit einer relativ dünnen und gut wärmeleitenden
Schicht; bzw. pulsierende Strömungsführung an den Wärmeaustauschflächen, wobei der
Strömung eine Oszillation mit zeitweiliger Geschwindigkeitserhöhung überlagert wird.
[0020] Mit den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Maßnahmen wird die sogenannte Induktionsphase
verlängert. Weil diese Phase dem eigentlichen Fouling-Vorgang vorausgeht, ist ein
Zusammenschluß erster Kristallanhaftungen an der Wärmeübertragungsfläche und deren
Zusammenwachsen zu einer flächigen Foulingschicht wesentlich erschwert, was sich positiv
auf die Standzeit der Kokillenplatten auswirkt und die Wirtschaftlichkeit des Gießbetriebes
erheblich verbessert.
[0021] Eine Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, daß es mit Hilfe einer Kombination von
wenigstens zwei der zuvor genannten Maßnahmen durchgeführt wird. Mit dem Zusammenwirken
wenigstens zwei der erfindungsgemäßen Maßnahmen wird nicht nur deren Wirksamkeit summiert,
sondern durch gegenseitige Wechselwirkung weiter verstärkt und damit die betriebliche
Wirksamkeit auf die Gesamtanlage deutlich verbessert.
[0022] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht bspw. vor, daß eine Bearbeitung der Wärmetauscherflächen
an den freigelegten Kühlkanälen einer Kokillenplatte bei abgenommenem Wasserkasten
vorgenommen wird. Mit dieser Maßnahme werden Bearbeitungsprobleme geschlossener Wärmeaustauschkanäle
vorteilhaft vermieden und damit die entsprechenden Bearbeitungskosten deutlich reduziert.
[0023] Dabei kann dann die Bearbeitung der Wärmetauschoberflächen nach einer der Bearbeitungsarten
wie Läppen, Ziehschleifen oder Rollieren vorgenommen werden. Nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung kann die Bearbeitung auch durch Sandstrahlen oder durch Kugelstrahlen
vorgenommen werden.
[0024] Eine andere Art der Bearbeitung von Wärmetauscherflächen einer Kokille sieht vor,
daß diese mit einer galvanischen Schicht oder mit einer chemisch aufgetragenen Schicht
aus Metall, insbesondere von Chrom oder Nickel von mindestens 2 bis 3 µm überzogen
werden.
[0025] Hierzu wird auf der Wärmeaustauschfläche einer Kokille bspw. durch Elektrolyse in
einem Bad ein metallischer Niederschlag erzeugt, dessen Dicke von der Stromdichte
und der Expositionszeit abhängt. Vorzugsweise kann eine Nickelschicht mit einer äußerst
dünnen Kupfervorschicht von ca. 1 µm Dicke unterlegt sein. Dadurch wird ein porenfreier
Überzug erzeugt. Bei einem besonders dünnen und gleichmäßigen Verchromen wird in der
Regel erst verkupfert, dann vernickelt und zuletzt eine Chromschicht von weniger als
1 µm Dicke aufgetragen. Hartverchromungen erhält man in Bädern mit hoher Stromdichte
und erhöhter Temperatur. Auch kann die galvanische Schicht als Glanzvernickelungsschicht
oder als Hartverchromungsschicht ausgebildet sein.
[0026] Und schließlich kann die Schicht aus einer amorphen Kohlenwasserstoffschicht, bspw.
wie DLC (Diamond Like Carbon) Schicht mittels eines CVD (Chemical Vapor Deposition)
Verfahrens aufgebracht werden. Vorgeschlagen wird auch die Lotuseffekt Oberfläche
der Wärmeaustauschflächen oder das Beschichten der Wärmetauschflächen mit sog. Lotuseffekt-Materialien,
bspw. auf anorganischer Basis, auf denen das Ankristallisieren von Belägen verhindert
wird. Unter Lotuseffekt wird die gezielte Mikrorauhigkeit in elektronenmikroskopischer
Dimension der Oberfläche verstanden, deren Kontaktfläche mit den Ablagerungspartikeln
so gering ist, dass diese Substanzen nicht haften bleiben.
[0027] Zusätzlich zu einem oder mehreren der vorgenannten Maßnahmen kann zur Hemmung des
Stoffüberganges an der Phasengrenze der Wärmeübergangsflächen der im geschlossenen
Kreislauf geführten Wärmeübertragungsflüssigkeit eine organische Säure, bspw. eine
Essigsäure, zugesetzt werden. Diese verringert an der Grenzfläche die Haftkräfte von
einzelnen Kristallen und trägt somit zur weiteren Verlängerung der Induktionsphase
des Fouling-Prozesses bei.
[0028] Es kann ferner vorgesehen sein, daß zur Kontrolle der Belagbildung in Kühlkanälen
einer Stranggießkokille die Temperatur der Kokillenplatten bevorzugt an mehreren Stellen
laufend überwacht und registriert wird, und daß bei überproportionalem Temperaturanstieg
die Kokille ausgetauscht oder regeneriert wird.
[0029] Die erfindungsgemäß vorgeschlagenen Maßnahmen ergeben eine erhebliche Kostenminimierung
beim Stranggießprozeß durch Schutz der Kühlkanäle in den Kokillenplatten gegen das
sog. Fouling. Die Verfügungsdauer von Kokillen wird erhöht. Die Wirtschaftlichkeit
des gesamten Gießprozesses wird verbessert.
1. Verfahren zur Verzögerung der Belagbildung an Wärmeaustauschflächen in Stranggießkokillen,
gekennzeichnet durch
wenigstens eine der folgenden Maßnahmen:
a) mechanische Beeinflussung der Oberflächenglätte der Wärmeaustauschflächen nach
Maßgabe von Material und Struktur der Wärmeaustauschflächen;
b) Beschichtung der Wärmeaustauschflächen mit einer relativ dünnen und gut wärmeleitenden
Schicht;
c) pulsierende Strömungsführung an den Wärmeaustauschflächen, wobei der Strömung eine
Oszillation mit zeitweiliger Geschwindigkeitserhöhung überlagert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch,
die Kombination von wenigstens zwei der Maßnahmen a), b) oder c).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Bearbeitung der Wärmetauschflächen der Kühlkanäle in einer Kokillenplatte oder
der offenen Kühlkanäle in der der Schmelze abgewandten Seite einer Kokillenplatte.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Oberflächenglättung durch Bearbeitung nach einer der Bearbeitungsarten wie Läppen,
Ziehschleifen oder Rollieren vorgenommen wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Oberflächenbearbeitung durch Sandstrahlen oder Kugelstrahlen vorgenommen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmetauscherflächen einer Kokille mit einer galvanischen Schicht oder chemisch
aufgetragenen Schicht aus Metall, insbesondere von Chrom oder Nickel, überzogen werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht als Glanzvernickelungsschicht oder als Hartverchromungsschicht ausgebildet
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht mit einer amorphen Kohlenwasserstoffschicht, bspw. wie DLC (Diamond Like
Carbon)-Schicht, mittels eines CVD (Chemical Vapor Deposition)-Verfahrens aufgebracht
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß Metallbeschichtung mit einer Dicke von mindestens 2 bis 3 µm vorgenommen wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zu einem oder mehreren der vorgenannten Maßnahmen zur Hemmung des Stoffüberganges
an der Phasengrenze der Wärmeübertragungsflächen der im geschlossenen Kreislauf geführten
Wärmeübertragungsflüssigkeit eine organische Säure, bspw. Essigsäure, zugesetzt wird.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Kontrolle der Belagbildung in Kühlkanälen einer Stranggießkokille die Temperatur
der Kokillenplatten bevorzugt an mehreren Stellen laufend überwacht und registriert,
und bei überproportionalem Temperaturanstieg die Kokille ausgetauscht oder regeneriert
wird.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmetauschflächen der Stranggießkokillen mit einer Lotuseffekt-Mikrorauhigkeit
versehen sind oder mit Lotuseffekt-Materialien beschichtet sind.