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EP 1 256 425 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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13.11.2002 Patentblatt 2002/46 |
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Anmeldetag: 10.05.2002 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
09.05.2001 CH 8362001
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Anmelder: Bard AG Möbelfabrik |
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4142 Münchenstein (CH) |
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Erfinder: |
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- Bard, Markus
4142 Münchenstein (CH)
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Vertreter: Schwander, Kuno |
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Patentanwaltsbüro Eder AG
Lindenhofstrasse 40 4052 Basel 4052 Basel (CH) |
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(57) Die Verwendung der neuartigen Holzspanplatte ist vorzugsweise im Möbelbau vorgesehen.
Sie ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass ihr Holzanteil mindestens zum
Teil aus Hobelspänen mit einer Spanlänge von beispielsweise 1 cm bis 20 cm besteht,
die unter Druck und Hitze mit Kunstharzbindemitteln verdichtet und zusammengepresst
sind. Die Hobelspäne, welche in verschieden Formen und Längen in der erfindungsgemässen
Holzspanplatte vorhanden sind, zeigen gesamthaft eine mittlere Spanlänge von 3 cm
bis 12 cm auf.
[0001] Holzspanplatten werden üblicherweise aus Sägespänen hergestellt, die unter Druck
und Hitze mit Kunstharzbindemitteln verdichtet und zusammengepresst werden.
[0002] Bei sogenannten Flachpressplatten, erzeugt mit beheizten, hydraulischen Plattenpressen,
liegen die Späne vorzugsweise parallel zur Plattenebene, bei Strangpressplatten, hergestellt
beispielsweise nach den sogenannten Stopfverfahren als endloses Band in einem Presskanal,
sind die Späne vorzugsweise senkrecht zur Plattenebene orientiert.
[0003] Holzspanplatten werden zum Teil mit Folien beschichtet, furniert oder lackiert und
im Möbelbau, für Wand und Deckenverkleidungen im Innenausbau, als Unterlage für Fussböden
und als Konstruktionselemente im Holzbau verwendet.
[0004] Insbesondere im Möbelbau zeigen die bekannten Holzspanplatten aufgrund ihrer mangelnden
Stabilität wesentliche Nachteile. So ist bekannt, dass sich Holzspanplatten bei Verwendung
als Tablare für Regale und dergleichen sowie auch bei der Verwendung als Türelemente
bei konstanter Druckbelastung bald einmal verziehen und durchbiegen. Dies hat zur
Folge, dass die Möbel entsprechend mit Unterstützungs- und Verstrebungselementen und/oder
die Platten selbst mit Verstärkungen ausgebildet werden müssen, will man langfristig
ein Verziehen der Holzspanplatten verhindern, oder aber dass anstelle von Spanplatten
verhältnismässig teure Massivholzplatten eingesetzt werden.
[0005] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Holzspanplatte vorzuschlagen,
die insbesondere im Möbelbau einsetzbar ist und in dieser Verwendung die vorgenannten
Nachteile nicht aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Holzspanplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst,
nämlich durch die Verwendung einer Spanplatte, deren Holzanteil mindestens zum Teil
aus Hobelspänen besteht, im Möbelbau.
[0007] Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die erfindungsgemässe für den Möbelbau vorgesehene Holzspanplatte hat eine Dicke
von 0,5 cm bis 5 cm, beispielsweise 1 cm bis 3 cm. Sie besteht mindestens zum Teil
aus Hobelspänen mit einer Spanlänge von beispielsweise 1 cm bis 20 cm, die unter Druck
und Hitze mit Kunstharzbindemitteln verdichtet und zusammengepresst sind. Die Hobelspäne,
welche in verschieden Formen und Längen in der erfindungsgemässen Holzspanplatte vorhanden
sind, zeigen gesamthaft eine mittlere Spanlänge zwischen 3 cm und 12 cm, vorzugsweise
zwischen 4 cm und 10 cm, auf.
[0009] Zur Herstellung der Holzspanplatte wird entweder ein vollständig aus den vorstehend
genannten Hobelspänen bestehendes Ausgangsmaterial oder aber ein Gemisch aus Säge-
und Hobelspänen gemäss einem der bekannten Verfestigungs- und Pressverfahren zusammengepresst.
Insbesondere im letzteren Fall beträgt der Anteil der Hobelspäne vorzugsweise mindestens
50 Gew.%, beispielsweise 60 Gew.% bis 80 Gew.%.
[0010] Die Holzspanplatten können entweder zur Plattenverstärkung oder aus ästhetischen
Gründen an ihren Ober- und/oder Unterseite noch zusätzlich mit einer Kunststoffschicht
oder Kunststoff-Folie beschichtet, furniert oder lackiert sein. Hierzu kann der Beschichtungswerkstoff
wie folgt auf die allenfalls zu verstärkende Spanplatte aufgetragen werden. Zum einen
kann der Werkstoff in Form von ebenen Platten und vorgeformten Rohlingen auf die Aussenseite
der Holzspanplatte aufgeklebt werden. Andererseits kann der zur Verstärkung dienende
Werkstoff auch als planarer Rohling zusammen mit dem zum Beispiel vollständig aus
Hobelspänen bestimmten Ausgangsmaterial in der Pressmaschine verpresst werden.
[0011] Die Vorteile der Verwendung von mindestens zum Teil aus Hobelspänen gebildeten Holzspanplatten
liegen auf der Hand. So lassen sich mit solchen Platten die eingangs genannten Nachteile
von Spanplatten im Möbelbau vermeiden, was nicht zuletzt auch eine bedeutende Kosteneinsparung
für den Kunden zur Folge hat. Die erfindungsgemässen Holzspanplatten haben die Festigkeit
und Stabilität von vergleichbaren Massivholzplatten und genügen in ihrer Ausbildung
und Komposition den Stabilitäts-Erfordernissen, welche für Möbelplatten der eingangs
genannten Art nötig sind.
1. Verwendung einer Holzspanplatte, deren Holzanteil mindestens zum Teil aus Hobelspänen
besteht, im Möbelbau.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzanteil der Holzspanplatte mindestens zum Teil aus Hobelspänen mit einer Spanlänge
von 1 cm bis 20 cm besteht, wobei die mittlere Spanlänge der gesamthaft vorhandenen
Hobelspänen 4 cm bis 10 cm beträgt.
3. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzanteil vollständig aus den vorstehend genannten Hobelspänen gebildet wird.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzanteil aus einem Gemisch aus Säge- und Hobelspänen besteht.
5. Verwendung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, der Anteil der Hobelspäne vorzugsweise mindestens 50 Gew.%, beispielsweise 60 Gew.%
bis 80 Gew.% beträgt.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzspanplatte eine Dicke von 0,5 cm bis 5 cm besitzt.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzspanplatte an ihrer Ober- und/oder Unterseite noch zusätzlich mit einer Kunststoffschicht
oder Kunststoff-Folie beschichtet, furniert oder lackiert ist.

