(19)
(11) EP 1 256 686 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.11.2002  Patentblatt  2002/46

(21) Anmeldenummer: 02009625.1

(22) Anmeldetag:  27.04.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E06B 3/30, E06B 3/48, E06B 3/263
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 11.05.2001 AT 7552001

(71) Anmelder: Bator Schweiz AG
3360 Herzogenbuchsee (CH)

(72) Erfinder:
  • Aebeli, Urs
    8800 Thalwil (CH)

(74) Vertreter: Hefel, Herbert, Dipl.-Ing. et al
Postfach 61
6806 Feldkirch
6806 Feldkirch (AT)

   


(54) Tor mit mindestens einem Torfeld


(57) Ein Tor mit mindestens einem Torfeld, insbesondere ein Falttor umfaßt zwei oder mehrere untereinander gelenkig verbundene Torfelder, von denen jedes einen Tragrahmen aufweist, der aus Rahmenprofilen (1) hergestellt ist, wobei an der Außenseite des Tores Zierleisten (2) vorgesehen sind, die auf mindestens einer auf dem Rahmenprofil (1) gehaltenen Isoliereinlage (3) aufgeklipst sind, und eine den lichten Raum des Tragrahmens abdeckende Füllung (8) am Tragrahmen gehalten ist. Das Rahmenprofil (1) weist an der Innenseite (23) des Tragrahmens einen sich gegen das Innere des von dem Tragrahmen umschlossenen lichten Raumes erstreckenden leistenartigen Vorsprung (6) auf und an der/den Isoliereinlage(n) (3) ist jeweils eine Halteleiste (7) angeformt, wobei die Füllung (8) zwischen dem leistenartigen Vorsprung (6) und der Halteleiste bzw. den Halteleisten (7) festgelegt ist und an der Halteleiste bzw. den Halteleisten (7) eine von einem Rastvorsprung (18) der Zierleiste (2) hintergriffene Rastvertiefung (17) vorgesehen ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Tor gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Ein solches Tor wurde z.B. durch die EP 0 982 464 A1 bekannt. Dabei ist auf dem Rahmenprofil eine Isoliereinlage an der Außenseite des Tragrahmens aufgeklipst, die sich über die gesamte Außenseite des Rahmenprofils erstreckt. Auf diese Isoliereinlage ist eine Zierleiste aufgeklipst, die eine Halteleiste mit einer hinterschnittenen Nut aufweist, in der eine Dichtlippe gehalten ist, die an der Außenseite der Füllung anliegt.

[0003] Bei dieser bekannten Lösung ist in einer weiteren hinterschnittenen Nut des Rahmenprofiles ein Halteprofil eingeklipst, an dem eine Dichtlippe gehalten ist, die an der Innenseite der Füllung anliegt.

[0004] Dabei ergibt sich der Nachteil, daß für die Zierleiste ein relativ aufwendig herzustellendes Strangpreßprofil vorzusehen ist. Die komplizierte Geometrie dieses Teils ist durch ein mittels Biegeoperationen geformtes Blech nicht praktikabel herstellbar. Weiters ist eine sichere Halterung der Füllung durch die ineinander geklipsten Profile nur schwer und nur durch Einhaltung relativ kleiner Fertigungstoleranzen erzielbar.

[0005] Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Tor der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, das einen einfachen Aufbau aufweist und einfach und kostengünstig herstellbar ist.

[0006] Erfindungsgemäß wird dies bei einem Tor der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.

[0007] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung können sehr einfach ausgebildete Zierleisten in Form von abgekanteten Blechen eingesetzt werden. Bei einem erfindungsgemäßen Tor dienen die Isoliereinlagen gleichzeitig zur Halterung der Füllung, die sehr sicher im Tragrahmen festgelegt ist. Von außen nach innen wirkende Windlasten können durch den leistenartigen Vorsprung des Rahmenprofils aufgenommen werden. Es kann mit einer geringen Anzahl von unterschiedlichen Profilen das Auslangen gefunden werden und die Befestigungselemente für die Isoliereinlagen mit den daran angeformten Halteleisten können die Isoliereinlagen durchsetzen und an der Außenseite der Isoliereinlage sichtbar sein. Die Zierleisten, denen beim erfindungsgemäßen Tor keine Befestigungsfunktion für die Füllung zukommt, überdecken hierbei die Befestigungselemente für die Isoliereinlagen.

[0008] Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich der Vorteil einer sehr sicheren Halterung der Füllung des Tores, wobei gleichzeitig auch Material gespart wird.

[0009] Um auf einfache Weise einen sehr exakten Sitz der Isoliereinlage(n) an dem Rahmenprofil zu gewährleisten, ist es vorteilhaft die Merkmale des Anspruches 3 vorzusehen.

[0010] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1
einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Tores im Schnitt und
Fig. 2
eine Ansicht der Außenseite des Tores nach der Fig. 1 mit z.T. weggebrochener Zierleiste.


[0011] Bei einem erfindungsgemäßen Tor ist ein Tragrahmen vorgesehen, der aus Rahmenprofilen 1 hergestellt ist, die bei der dargestellten Ausführungsform als kaltgewalzte Stahlwalzprofile hergestellt sein können. Dieses Rahmenprofil 1 weist an der Innenseite des Tragrahmens einen gegen das Innere des von dem Tragrahmen umschlossenen lichten Raumes vorspringenden leistenartigen Vorsprung 6 auf, der sich im wesentlichen in der Ebene der Innenseite 23 des Tragrahmens erstreckt.

[0012] An der vom leistenartigen Vorsprung 6 abgekehrten Seite des Rahmenprofiles 1 ist in dieses eine hinterschnittene Nut 12 eingearbeitet.

[0013] An der Außenseite 11 des Rahmenprofiles 1 liegt eine Vielzahl von aus einem Profil hergestellten Isoliereinlagen 3 an, die mit Nieten 36 an dem Rahmenprofil 1 befestigt sind und aus Kunststoff bestehen. Diese Isoliereinlagen 3 erstrecken sich jeweils über die gesamte Breite der Außenseite 11 des Rahmenprofiles 1 und weist einen abgewinkelten Schenkel 37 auf, der an der einer Türfüllung 8 zugekehrten Seite des Rahmenprofiles 1 aufliegt. Mit Hilfe dieses Schenkels 37 kann der Sitz der einzelnen Isoliereinlagen 3 sehr genau festgelegt werden.

[0014] Die Isoliereinlagen 3 weisen eine Rastvertiefung 14 auf, die eine von der Außenseite her hintergreifbare Wand aufweist und zur Aufnahme eines Rastvorsprunges 15 einer im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Zierleiste 2 dient. Die Zierleiste 2 weist im Bereich der freien Enden ihrer Schenkel je einen Rastvorsprung 15, bzw. 18 auf, die gegen das Innere des U-Profils gerichtet sind.

[0015] An den Isoliereinlagen 3 ist jeweils eine Halteleiste 7 angeformt, die sich im wesentlichen in der Ebene der Außenseite 11 erstreckt und die an der Füllung 8 anliegt und diese in Verbindung mit dem leistenartigen Vorsprung 6 des Rahmenprofiles 1 hält.

[0016] Dabei ist die Halteleiste im Bereich ihres freien Endes mit einer Verdickung 38 versehen, in die eine Rastvertiefung 17 eingearbeitet ist, die von einer von außen her hintergreifbaren Wand begrenzt ist und zur Aufnahme des Rastvorsprunges 18 der Zierleiste 2 dient.

[0017] Bei der Fertigung eines erfindungsgemäßen Tores wird aus den Rahmenprofilen 1 zumindest ein Tragrahmen hergestellt und nach dem Einlegen der Füllung 8, die sich an dem leistenartigen Vorsprung 6 des Rahmenprofils 1 abstützt, an der Außenseite 11 des Rahmenprofiles 1 Isoliereinlagen 3 in regelmäßigen Abständen befestigt. Anstelle von einer Mehrzahl von einzelnen Isoliereinlagen 3 ist es grundsätzlich auch möglich an jedem Rahmenprofil eine durchgehende Isoliereinlage 3 anzubringen. Diese Isoliereinlagen 3, bzw. deren angeformte Halteleisten 7 sorgen in Verbindung mit dem leistenartigen Vorsprung 6 an der Innenseite 23 des Tragrahmens für einen sicheren Halt der Füllung 8. Zum Abschluß werden die Zierleisten 2 auf die Isoliereinlagen 3, bzw. Halteleisten 7 aufgeklipst.

[0018] Die Füllung 8 kann beim gezeigten Ausführungsbeispiel als innen ausgeschäumtes Stahlpaneel ausgebildet sein. Sollen Glaspaneele im Tragrahmen festgelegt werden, so wird zweckmäßigerweise zwischen dem leistenartigen Vorsprung 6 und der Oberfläche des Glaspaneels sowie zwischen der außenliegenden Randfläche des Glaspaneels und dem dem Glaspaneel zugewandten Steg des Rahmenprofils 1 jeweils ein herkömmliches Dichtungsband eingelegt.

[0019] Bei einem erfindungsgemäßen Tor werden bei einem einfachen Aufbau des Tragrahmens Wärmebrücken vermieden. Dabei sind an der Außenseite des Tragrahmens Zierleisten vorgesehen, so daß sich die Oberflächenoptik des Tors unabhängig von der Oberflächenausbildung des Tragrahmens gestalten läßt. Beispielsweise kann ein Tor mit der Optik eines Aluminiumtors bereitgestellt werden, wobei die Rahmenprofile aus Stahlwalzprofilen bestehen.

Legende zu den Hinweisziffern:



[0020] 
1
Rahmenprofil
2
Zierleiste
3
Isoliereinlage
6
leistenartiger Vorsprung v. 1
7
Halteleiste
8
Füllung
11
Außenseite
12
hinterschnittene Nut v. 1
14
Rastvertiefung
15
Rastvorsprung v. 2
17
Rastvertiefung
18
Rastvorsprung
23
Innenseite
36
Niete
37
Schenkel v. 3
38
Verdickung v. 7



Ansprüche

1. Tor mit mindestens einem Torfeld, insbesondere ein Falttor mit zwei oder mehreren untereinander gelenkig verbundenen Torfeldern, von denen jedes einen Tragrahmen aufweist, der aus Rahmenprofilen (1) hergestellt ist, wobei an der Außenseite des Tores Zierleisten (2) vorgesehen sind, die auf mindestens einer auf dem Rahmenprofil (1) gehaltenen Isoliereinlage (3) aufgeklipst sind, und eine den lichten Raum des Tragrahmens abdeckende Füllung (8) am Tragrahmen gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmenprofil (1) an der Innenseite (23) des Tragrahmens einen sich gegen das Innere des von dem Tragrahmen umschlossenen lichten Raumes erstreckenden leistenartigen Vorsprung (6) aufweist und daß an der/den Isoliereinlage(n) (3) jeweils eine Halteleiste (7) angeformt ist, wobei die Füllung (8) zwischen dem leistenartigen Vorsprung (6) und der Halteleiste bzw. den Halteleisten (7) festgelegt ist und an der Halteleiste bzw. den Halteleisten (7) eine von einem Rastvorsprung (18) der Zierleiste (2) hintergriffene Rastvertiefung (17) vorgesehen ist.
 
2. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß entlang des Tragrahmens eine Mehrzahl von voneinander beanstandeten Isoliereinlagen (3) an dem Rahmenprofil (1) befestigt sind, vorzugsweise mittels Befestigungselementen (36).
 
3. Tor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der/den Isoliereinlage(n) (3) jeweils ein abgewinkelter Schenkel (37) vorgesehen ist, der an der der Füllung (8) zugekehrten und gegen die Hauptebene der Füllung (8) geneigt verlaufende Seite des Rahmenprofiles (1) anliegt.
 
4. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Isoliereinlage(n) (3) aus Kunststoff besteht/bestehen.
 




Zeichnung