[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlagdichtung für einen Tür- oder Fensterfalz oder
dergleichen mit einem Verankerungsteil zum Verankern der Dichtung im Rahmen oder im
Tür- oder Fensterflügel, einer sich an den Verankerungsteil anschließenden Basis,
einer Dichtlippe, die von einer Seite der Basis ausgeht und einem Stützsteg, der zwischen
der anderen Seite der Basis und der Dichtlippe verläuft.
[0002] Ein derartige Anschlagdichtung ist aus der DE 295 12 613 U1 oder der DE 295 12 778
U1 bekannt.
[0003] Für die Abdichtung von Fenstern und Türen, insbesondere von Haustüren ist es von
besonderer Bedeutung, daß die auftretenden relativ großen Deformationen, die beispielsweise
als kissenförmige Durchbiegungen bezeichnet werden, aufgefangen werden. Diese Deformationen
treten beispielsweise bei Holztüren durch die unterschiedliche Feuchteaufnahme zwischen
der Innenseite und der Außenseite, bei Kunststofftüren durch die starke Wärmedehnung
des Kunststoffes und bei thermisch getrennten Aluminiumtüren durch den sogenannten
Bimetalleffekt infolge von Wärmedehnungen auf.
[0004] Auch die zunehmend höhere vorgesehene Dämmung bewirkt eine stärkere Deformation,
so daß von Anschlagdichtungen größere Spalttoleranzen aufgefangen werden müssen.
[0005] Anschlagdichtungen sollten daher einen möglichst großen Dichtungsweg, das heißt ein
großes Dichtungswirkmaß haben, um mit diesem Problem fertig zu werden. Dabei muß stets
berücksichtigt werden, daß die Dichtung ein gutes Rückstellverhalten bei möglichst
geringem Kraftanstieg hat.
[0006] Die eingangs erwähnten bekannten Anschlagdichtungen können jedoch nur geringe Spalttoleranzen
kompensieren, da sie über relativ kleine Dichtungswege verfügen.
[0007] Darüber hinaus ist es mittels der bekannten Anschlagdichtungen nicht möglich, die
zwischen dem Rahmen und dem Tür- oder Fensterflügel bestehende Fuge zu überdecken.
[0008] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher darin, die Anschlagdichtung
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß sie einen großen Dichtungsweg und
damit ein hohes Dichtungswirkmaß hat.
[0009] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Ausbildung gelöst, die im Patentanspruch
1 angegeben ist.
[0010] Besonders bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Anschlagdichtung
sind Gegenstand der Patentansprüche 2 bis 5.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Anschlagdichtung ist im Gegensatz zu den bekannten Anschlagdichtungen
eine mitfedernde Basis vorgesehen und ist gewährleistet, daß die Dichtung einen großen
Dichtungsweg hat.
[0012] Insbesondere aufgrund der Ausbildung der Basisverlängerung mit abgewinkelter Gegendruckrippe
und Eindrückanker kann die zwischen dem Rahmen und dem Tür- oder Fensterflügel bestehende
Fuge überdeckt werden.
[0013] Der große Dichtungsweg wurde bei der erfindungsgemäßen Anschlagdichtung darüber hinaus
bei einem sehr geringen Anstieg der Dichtungskraft erzielt.
[0014] Die erfindungsgemäße Anschlagdichtung ist leicht einsetzbar.
[0015] Im Folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnungen ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Anschlagdichtung näher beschrieben. Es zeigen
Figur 1 eine Querschnittsansicht des Ausführungsbeispiels,
Figur 2 in einer perspektivischen Ansicht die Anordnung einer Anschlagdichtung zwischen
Rahmen und Tür- oder Fensterflügel,
Figur 3 und Figur 4 in Schnittansichten die Anordnung des in Figur 1 dargestellten
Ausführungsbeispiels zwischen Rahmen und Tür- oder Fensterflügel und
Figur 5 in einer Querschnittsansicht die Anordnung des in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiels
im Bereich des Scharniers.
[0016] Figur 1 zeigt eine Querschnittsansicht eines Anschlagdichtungsbands gemäß eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung, das im Wesentlichen einen Verankerungsteil 1 zum Verankern der Dichtung
im Rahmen oder im Tür- oder Fensterflügel, eine sich daran anschließende Basis 2,
eine Dichtlippe 3, die von einer Seite der Basis 2 ausgeht, und einen Stützsteg 4
umfaßt, der zwischen der anderen Seite der Basis 2 und etwa der Mitte der Dichtlippe
3 verläuft.
[0017] Wie es weiterhin in Figur 1 dargestellt ist, sind zwischen dem Verankerungsteil 1
und der Basis 2 zwei nebeneinander angeordnete Hohlkammern 8 vorgesehen und ist ausgehend
von der Seite der Basis 2, von der Stützsteg 4 ausgeht, eine federnd elastische Basisverlängerung
5 vorgesehen, die etwa parallel zur Dichtlippe 3 verläuft. Der Stützsteg 4 steht etwa
senkrecht auf der Basisverlängerung 5.
[0018] Die Basisverlängerung 5 umfaßt ausgehend von der Basis 2 eine abgewinkelte Gegendruckrippe
6 mit zwei Schenkeln, die mit der Basisverlängerung 5 ein Dreieck bilden, und einen
Eindrückanker 7, der gegen die Gegendruckrippe 6 eindrückbar ist. Die Basisverlängerung
5 ist zwischen dem Verankerungsteil 1 und ihrem äußeren Ende, nämlich der Endarretierung,
federnd und derart ausgebildet, daß die zwischen dem Rahmen und dem Tür- oder Fensterflügel
bestehende Fuge überdeckt werden kann.
[0019] Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Anordnung der in Figur 1 dargestellten
Dichtung 11 zwischen einem Rahmen 10 und einem Tür- oder Fensterflügel 9 und die Figuren
3 und 4 zeigen entsprechende Querschnittsansichten.
[0020] Aus den Figuren 3 und 4 ist insbesondere erkennbar, daß (Figur 3) bei einem Standardtürblendrahmen
10 und einem Türflügel 9 die erfindungsgemäße Dichtung 11 den Spalt zwischen dem Rahmen
10 und dem Türflügel 9 vollständig abdeckt, während Figur 4 zeigt, daß bei der erfindungsgemäße
Dichtung 11 bei einem Kombinationstürblendrahmen aus einem Fensterblendrahmen und
einem Aufsatzprofil infolge der Überdeckung der Falz genauso wie bei einem Standardblendrahmen
aussieht. Schrauben und Kanten sind dabei überdeckt.
[0021] Die oben beschriebene Anschlagdichtung zeigt einen großen Dichtungsweg bei einem
geringen Dichtkraftanstieg, hat ein gutes Rückstellverhalten, überdeckt die Fuge zwischen
Rahmen und Tür- oder Fensterflügel, ist leicht einsetzbar und sicher zu verankern.
[0022] Sie kann insbesondere für Aluminiumhaustüren aber auch für Fenster und Türen aus
Aluminium oder Kunststoff bzw. Holzfenster oder Holztüren vorgesehen sein.
[0023] Figur 5 zeigt eine Querschnittsansicht der Anordnung der Anschlagdichtung 11 im Bereich
des Scharniers 15, über das Rahmen 10 und Flügel 9 schwenkbar miteinander verbunden
sind.
[0024] Wie es in Figur 5 dargestellt ist, sind für den Durchgang der Bandlappen 12 des Scharniers
15 die nicht schraffiert dargestellten Teile 13 der Dichtung 11 entfernt, so daß nur
die schraffiert dargestellten Teile 14 stehen bleiben und gegen die Bandlappen abdichten.
Insbesondere dichtet der unter dem entfernten Dichtungslippenbereich 13 stehengebliebene
Teil gegen die Bandlappen 12 ab. Zusätzliche Dichtlippen für die Abdichtung an dieser
Stelle werden nicht benötigt.
1. Anschlagdichtung für einen Tür- oder Fensterfalz oder dergleichen mit
- einem Verankerungsteil (1) zum Verankern der Dichtung im Rahmen oder im Tür- oder
Fensterflügel,
- einer sich an den Verankerungsteil (1) anschließenden Basis (2),
- einer Dichtlippe (3), die von einer Seite der Basis (2) ausgeht, und
- einem Stützsteg (4), der zwischen der anderen Seite der Basis (2) und der Dichtlippe
(3) verläuft,
gekennzeichnet durch
- eine federnd elastische Basisverlängerung (5), die von der Seite der Basis (2),
von der der Stützsteg (4) ausgeht, etwa parallel zur Dichtlippe (3) verläuft.
2. Anschlagdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Verankerungsteil (1) und der Basis (2) zwei nebeneinander angeordnete
Hohlkammern (8) vorgesehen sind.
3. Anschlagdichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisverlängerung (5) mit einer zweischenkligen abgewinkelten Gegendruckrippe
(6) versehen ist.
4. Anschlagdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt der Basisverlängerung (5) in Form eines Eindrückankers (7) ausgebildet
ist.
5. Anschlagdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützsteg (4) etwa senkrecht zur Basisverlängerung (5) verläuft.