[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einspritzvorrichtung für ein Speichereinspritzsystem
mit Funktionstrennung von Volumenspeicher und Verteilerstück, insbesondere in einem
Common-Rail-System.
[0002] Speichereinspritzsysteme, wie z.B. Common-Rail-Systeme, sind aus dem Stand der Technik
bekannt. Hierbei muss das Speichereinspritzsystem verschiedenen Anforderungen genügen.
Zwei Hauptanforderungen sind hierbei die Realisierung eines hohen Speichervolumens
zur Dämpfung von hydraulischen Schwingungen und die Verteilung des Kraftstoffstromes
auf alle Injektoren. Dabei muss weiterhin eine ausreichende Dauerfestigkeit gegen
den hohen Betriebsdruck sichergestellt werden und Spannungen im Material möglichst
minimiert werden.
[0003] Ein aus dem Stand der Technik bekanntes Speichereinspritzsystem ist beispielsweise
aus Figur 12 ersichtlich. Das Speichereinspritzsystem umfasst insbesondere ein Rail
12, welches über eine Leitung 9 mit einer Hochdruckpumpe 10 verbunden ist. Weiter
sind am Rail mehrere Querbohrungen 5 vorgesehen, welche von einem Speicher 7 zu den
Injektoren 3 führen. Somit erfüllt das Rail 12 gleichzeitig die Speicherfunktion als
auch die Verteilfunktion im Speichereinspritzsystem. Um hierbei eine ausreichende
Dauerdruckfestigkeit zu erreichen müssen kleine innere Durchmesser bzw. große Wandstärken
vorgesehen werden. Weiter werden insbesondere Verrundungen von Bohrungsverschneidungen
ausgeführt, insbesondere an den Verschneidungen 13 zwischen dem Speicher 7 und den
Querbohrungen 5. An diesen Stellen kommt es zu hohen Materialbelastungen, da im Verschneidungsbereich
vom Speicher 7 zu den davon abgehenden Querbohrungen 5 ungünstige Überlagerungen großer
Spannungen auftreten. Daher werden teuere Werkstoffe mit hoher
[0004] Festigkeit bei guter Schmiedbarkeit bzw. Schweißbarkeit verwendet. Weiter muss ein
hoher Bearbeitungsaufwand und eine hohe Prozesssicherheit bei der Herstellung sichergestellt
werden. Dies verteuert sowohl die Materialkosten als auch die Herstellungskosten der
bekannten Speichereinspritzsysteme.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einspritzvorrichtung für ein
Speichereinspritzsystem bereitzustellen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher,
kostengünstiger Herstellbarkeit insbesondere die Materialbelastungen der Bauteile
der Einspritzvorrichtung reduziert.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Einspritzvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Die erfindungsgemäße Einspritzvorrichtung für ein Speichereinspritzsystem umfasst
ein Volumenspeicherelement mit einem Volumenspeicher für eine Volumenspeicherfunktion
und ein Verteilerelement für eine Verteilerfunktion zu Injektoren der Einspritzvorrichtung.
Dabei sind die Volumenspeicherfunktion und die Verteilerfunktion erfindungsgemäß räumlich
voneinander getrennt. Somit werden erfindungsgemäß die Funktionen "Volumen bzw. Druck
speichern" und "Kraftstoff verteilen" voneinander getrennt. Dadurch ist eine optimale
Anpassung der jeweils eine Funktion übernehmenden Bauteile an ihre jeweilige Funktion
möglich. Somit ist insbesondere eine sehr kostengünstige Herstellung durch Einsatz
von kostengünstigen Fertigungsverfahren möglich. Weiterhin ist eine individuelle Anpassung
des Volumens des Volumenspeicherelements an unterschiedliche Motoren möglich. Auch
können die Anschlüsse von Leitungen am Volumenspeicherelement bzw. am Verteilerelement
konstruktiv wesentlich variabler gestaltet werden und das Volumenspeicherelement sowie
das Verteilerelement können kürzer und/oder kleiner ausgebildet werden. Erfindungsgemäß
sind somit die Materialspannungen am Volumenspeicherelement durch den Wegfall der
Querbohrungen deutlich vermindert. Die Materialspannungen im Verteilerelement sind
ebenfalls deutlich verringert, da eine wesentlich kleinere Mittelbohrung im Verteilerelement
verwendet werden kann.
[0008] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind das
Volumenspeicherelement und das Verteilerelement einstückig als ein Bauteil ausgebildet.
Somit kann eine kompakte Einspritzvorrichtung bereitgestellt werden, in der das Volumenspeicherelement
und das Verteilerelement unmittelbar zueinander benachbart sind.
[0009] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind das
Volumenspeicherelement und das Verteilerelement als zwei separate Bauteile ausgebildet.
Dadurch können die beiden Bauteile variabler im Motorraum untergebracht werden und
es ergeben sich weitere Freiheitsgrade hinsichtlich der Anordnung von Leitungen an
den beiden Bauteilen. Weiterhin können die einzelnen Bauteile noch kostengünstiger
hergestellt werden. Beispielsweise kann das Volumenspeicherelement aus einem hochfesten
gezogenen Rohr besonders kostengünstig hergestellt werden.
[0010] Vorzugsweise weist das Verteilerelement eine Mittelbohrung und mehrere Querbohrungen
auf, welche den gleichen Durchmesser aufweisen. Dadurch können die Spannungen im Material
am Übergangsbereich zwischen der Mittelbohrung und den Querbohrungen besonders gering
gehalten werden.
[0011] Um den Einspritzdruck im Verteilerelement möglichst genau einstellen zu können ist
das Verteilerelement mit dem Volumenspeicherelement bevorzugt über eine Verbindungsleitung
verbunden, welche als Drossel ausgebildet sein kann. Dadurch kann im Verteilerelement
ein definierter Druck eingestellt werden.
[0012] Um auch bei einer Ausbildung der Einspritzvorrichtung in zwei separaten Bauteilen
eine möglichst kompakte Einspritzvorrichtung bereitzustellen, ist das Verteilerelement
unmittelbar am Volumenspeicherelement befestigt. Dies kann z.B. mittels einer Verschraubung
erfolgen, bei der das eine Bauteil in das andere Bauteil eingeschraubt ist.
[0013] Vorteilhaft sind die Querbohrungen am Verteilerelement ausgehend von einem Punkt
an der Mittelbohrung in einer Ebene angeordnet. Dadurch können die Querbohrungen z.B.
kreuzförmig oder sternförmig angeordnet werden. Dadurch kann weiterhin das Verteilerelement
sehr kurz ausgebildet werden, da die Querbohrungen nicht in einer Linie nebeneinander
angeordnet sind.
[0014] Um eine höhere Druckbelastbarkeit des Verteilerelements zu ermöglichen, ist die Mittelbohrung
im Verteilerelement vorzugsweise als Sackloch mit Bodenverrundung ausgebildet.
[0015] Besonders bevorzugt sind dabei die Querbohrungen im Bereich der Bodenverrundung angeordnet.
Dadurch sind die Querbohrungen für eine Kantenverrundung gut zugänglich.
[0016] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist das
Verteilerelement zwischen einer Leitung von einer Hochdruckpumpe und dem Volumenspeicherelement
angeordnet. Weiter bevorzugt ist das Volumenspeicherelement dabei als Sackloch ausgebildet.
Dies ermöglicht eine höhere mögliche Druckbelastung des Volumenspeicherelement.
[0017] Vorzugsweise ist eine Verbindung zwischen der Leitung von der Hochdruckpumpe und
der Mittelbohrung des Verteilerelements als Drossel ausgebildet. Dadurch kann ein
relativ stabiler Druck in der Mittelbohrung ermöglicht werden.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind alle Querbohrungen
als Drosseln ausgebildet. Somit kann eine genaue Dämpfung des an den Injektoren anliegenden
Einspritzdrucks vorgenommen werden.
[0019] Vorzugsweise werden alle als Drossel vorgesehene Bohrungen mittels Erodieren hergestellt,
so dass sie kostengünstig bei hoher Maßgenauigkeit hergestellt werden können.
[0020] Erfindungsgemäß ist es weiterhin möglich, dass das Verteilerelement und das Volumenspeicherelement
ausschließlich mittels spannender Bearbeitung hergestellt werden, da durch die räumliche
Trennung von Volumenspeicherfunktion und Verteilfunktion die Spannungen in den einzelnen
Bauteilen verringert werden können. Besonders bevorzugt wird ein hochfestes Material
verwendet. Somit kann auf einen Schmiedevorgang oder einen Schweißvorgang verzichtet
werden.
[0021] Vorzugsweise erfolgt eine Druckmessung für die Einspritzvorrichtung mittels einer
Dehnungsmessung. Besonders bevorzugt wird die Dehnungsmessung an der äußeren Oberfläche
des Volumenspeicherelements mittels Dehnungsmessstreifen ausgeführt, da hier die größten
Dehnungsvorgänge auftreten.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung ist:
Figur 1 eine schematische Querschnittsansicht einer Einspritzvorrichtung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Figur 2 eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II in Figur 1,
Figur 3 eine schematische Querschnittsansicht einer Einspritzvorrichtung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Figur 4 eine schematische Querschnittsansicht einer Einspritzvorrichtung gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Figur 5 eine schematische Querschnittsansicht einer Einspritzvorrichtung gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Figuren 6 bis 8 schematische Schnittansichten von im vierten Ausführungsbeispiel verwendbaren
Verteilerelementen,
Figur 9 eine schematische Querschnittsansicht einer Einspritzvorrichtung gemäß einem
fünften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Figur 10 eine schematische Querschnittsansicht einer Einspritzvorrichtung gemäß einem
sechsten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Figur 11 eine schematische Querschnittsansicht einer Einspritzvorrichtung gemäß einem
siebten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, und
Figur 12 eine schematische Querschnittsansicht einer Einspritzvorrichtung gemäß dem
Stand der Technik.
[0023] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 ein erstes Ausführungsbeispiel
gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben.
[0024] Wie in Figur 1 gezeigt, umfasst die erfindungsgemäße Einspritzvorrichtung für ein
Speichereinspritzsystem ein Volumenspeicherelement 1 und ein Verteilerelement 2. Das
Volumenspeicherelement 1 und das Verteilerelement 2 sind als separate Bauteile ausgebildet
und miteinander über eine Verbindungsleitung 6 verbunden. Das Volumenspeicherelement
1 ist als zylinderförmiger Körper ausgebildet und umfasst einen Volumenspeicher 7
zum Speichern von unter Druck stehendem Kraftstoff. Der Kraftstoff wird über eine
Leitung 9 von einer Hochdruckpumpe 10 zugeführt. Das Verteilerelement 2 weist eine
zentrale Mittelbohrung 4 und mehrere davon abgehende Querbohrungen 5 auf. Die Querbohrungen
5 stehen über Leitungen mit den Injektoren 3 der Einspritzvorrichtung in Verbindung
(vgl. Figur 1) und führen jedem Injektor 3 Kraftstoff zu.
[0025] In der Schnittansicht von Figur 2 sind die mittig versetzte Mittelbohrung 4 und die
Querbohrung 5 vergrößert dargestellt. An der Querbohrung 5 ist ein Innengewinde vorgesehen,
um einen Anschluss für eine Leitung zu einem Injektor 3 zu bilden. Die Querbohrung
ist senkrecht zur Mittelbohrung eingebracht und die Vielzahl der Querbohrungen ist
in einer Linie angeordnet (vgl. Figur 1).
[0026] Die Verbindungsleitung 6 zwischen dem Volumenspeicherelement 1 und den Verteilerelement
2 kann als Drossel ausgebildet sein, so dass im Verteilerelement 2 ein vorbestimmter
Druck für eine Kraftstoffeinspritzung anliegt.
[0027] Durch die erfindungsgemäße Funktionstrennung zwischen Volumenspeicherelement 1 un
Verteilerelement 2 kann somit eine hydraulische Dämpfung im Volumenspeicherelement
1 erfolgen. Die im Stand der Technik auftretenden Materialspannungen an den Übergangsstellen
zu den Querbohrungen können verhindert werden, da die Bohrungen im Verteilerelement
2 kleine Durchmesser aufweisen. Dabei sind die Querbohrungen gleich groß oder nur
unwesentlich kleiner als die Mittelbohrung. Dadurch kann auch die aufwändige Verrundung
der Übergangsstellen entfallen, wodurch sich die Herstellungskosten signifikant verringern.
Dabei können alle Bohrungen auch einfach nur mittels spannender Bearbeitung hergestellt
werden und die Lebensdauer des Bauteils anschließend mittels Einbringen von Druckeigenspannungen
z.B. durch Kugelstrahlen oder Autofrettieren verlängert werden.
[0028] Da im ersten Ausführungsbeispiel zwei separate Bauteile für das Volumenspeicherelement
1 und das Verteilerelement 2 vorgesehen sind, können die Anschlüsse am Verteilerelement
2 wesentlich variabler gestaltet werden und die einzelnen Bauteile können variabler
im Motorraum angeordnet werden. Somit ist erfindungsgemäß eine optimale Anpassung
der Bauteile hinsichtlich Geometrie, Material und Fertigungsverfahren möglich. Weiterhin
kann das notwendige Railvolumen des Volumenspeicherelements 1 "baukastenmäßig" durch
Bereitstellen verschiedener Volumenspeicherelemente mit unterschiedlichen Volumen
an verschiedene Motoren angepasst werden, wobei immer das gleiche Verteilerelement
und andere gleich Bauteile verwendet werden können.
[0029] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 3 ein zweites Ausführungsbeispiel gemäß
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind
dabei mit den gleichen Bezugszeichen wie im vorherigen Ausführungsbeispiel bezeichnet.
[0030] Das zweite Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel,
so dass nachfolgend nur Unterschiede im Detail beschrieben werden. Wie in Figur 3
gezeigt, ist im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel das Volumenspeicherelement
1 direkt am Verteilerelement 2 befestigt. Dazu ist am Volumenspeicherelement 1 ein
Innengewinde ausgebildet, in welches das Verteilerelement 2 eingeschraubt ist. Somit
sind das Volumenspeicherelement 1 und das Verteilerelement 2 unmittelbar benachbart
zueinander angeordnet, so dass eine besonders kompakte Einspritzvorrichtung bereitgestellt
wird. Ansonsten entspricht das zweite Ausführungsbeispiel dem ersten Ausführungsbeispiel,
so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
[0031] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 4 ein drittes Ausführungsbeispiel gemäß
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind
dabei mit den gleichen Bezugszeichen wie im vorherigen Ausführungsbeispiel bezeichnet.
[0032] Das dritte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen dem zweiten Ausführungsbeispiel,
so dass nachfolgend nur Unterschiede im Detail beschrieben werden. Wie in Figur 4
gezeigt, ist im Unterschied zum zweiten Ausführungsbeispiel das Volumenspeicherelement
1 an einer Längsseite des Verteilerelement 2 gegenüber den Querbohrungen 5 angeordnet.
Dadurch kann die axiale Länge der Einspritzvorrichtung verringert werden. Eine Verbindungsleitung
6 zwischen dem Volumenspeicherelement 1 und dem Verteilerelement 2 kann dabei als
Drossel ausgebildet sein. Ansonsten entspricht das dritte Ausführungsbeispiel dem
zweiten Ausführungsbeispiel, so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen
werden kann.
[0033] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 5 bis 8 ein viertes Ausführungsbeispiel
gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile
sind dabei mit den gleichen Bezugszeichen wie im vorherigen Ausführungsbeispiel bezeichnet.
[0034] Das vierte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen dem dritten Ausführungsbeispiel,
so dass nachfolgend nur Unterschiede im Detail beschrieben werden. Im Unterschied
zum dritten Ausführungsbeispiel sind beim vierten Ausführungsbeispiel in Figur 5 die
Anschlüsse zu den Injektoren 3 kreuzförmig angeordnet. Dies ist in der Schnittdarstellung
in Figur 6 besser dargestellt. Die Querbohrungen 5 sind ausgehend von einem Punkt
an der Mittelbohrung in einer Ebene (in Figur 5 in der Schnittebene VI-VI) angeordnet.
Somit kann das Verteilerelement 2 mit einer sehr kurzen Axialerstreckung ausgebildet
werden, so dass die Einspritzvorrichtung noch kompakter aufgebaut ist.
[0035] In den Figuren 7 und 8 sind Varianten für eine mögliche Anordnung der Anschlüsse
für die Injektoren dargestellt. In Figur 7 sind sie sternförmig angeordnet und in
Figur 8 sind sie T-förmig angeordnet. Ansonsten entspricht das vierte Ausführungsbeispiel
dem dritten Ausführungsbeispiel, so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen
werden kann.
[0036] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 9 ein fünftes Ausführungsbeispiel gemäß
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind
dabei mit den gleichen Bezugszeichen wie in den vorherigen Ausführungsbeispielen bezeichnet.
[0037] Das fünfte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen den vorherigen Ausführungsbeispielen,
so dass nachfolgend nur Unterschiede im Detail beschrieben werden. Wie in Figur 9
gezeigt, ist im Unterschied zu den vorherigen Ausführungsbeispielen die Mittelbohrung
4 als Sackloch mit einem etwas vergrößerten Durchmesser ausgebildet. Am Sacklochende
ist eine Bodenverrundung 8 ausgebildet, in welcher die Querbohrungen 5 angeordnet
sind. Dadurch sind die Querbohrungen einer Kantenverrundung gut zugänglich. Weiterhin
können die Injektoranschlüsse alle in Axialrichtung der Einspritzvorrichtung angeordnet
werden. Ansonsten entspricht das fünfte Ausführungsbeispiel den vorherigen Ausführungsbeispielen,
so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
[0038] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 10 ein sechstes Ausführungsbeispiel gemäß
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind
dabei mit den gleichen Bezugszeichen wie im vorherigen Ausführungsbeispiel bezeichnet.
[0039] Im Unterschied zu den vorherigen Ausführungsbeispielen ist beim sechsten Ausführungsbeispiel,
wie in Figur 10 gezeigt, das Verteilerelement 2 zwischen der Leitung 9 von der Hochdruckpumpe
10 und dem Volumenspeicherelement 1 angeordnet. Dadurch ist es möglich, dass der Volumenspeicher
7 des Volumenspeicherelements 1 als Sackloch ausgebildet ist, wodurch weniger Leckagemöglichkeiten
am Volumenspeicherelement 1 vorhanden sind. Die Anschlüsse für die Injektoren 3 sind
weiterhin seitlich am Verteilerelement 2 angeordnet. Eine Verbindung 11 zwischen der
Leitung 9 und dem Verteilerelement 2 kann als Drossel ausgebildet sein. Ansonsten
entspricht das sechste Ausführungsbeispiel den vorherigen Ausführungsbeispielen, so
dass auf die dortige Beschreibung verwiesen werden kann.
[0040] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 11 ein siebtes Ausführungsbeispiel gemäß
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind
dabei mit den gleichen Bezugszeichen wie in den vorherigen Ausführungsbeispielen bezeichnet.
[0041] Das siebte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen dem zweiten Ausführungsbeispiel,
wobei im Gegensatz zum zweiten Ausführungsbeispiel das Volumenspeicherelement und
das Verteilerelement in einem einzigen Bauteil 14 angeordnet sind. Dadurch sind die
Leckagemöglichkeiten am Bauteil 14 minimiert. Trotzdem weist das einstückige Bauteil
14 eine erfindungsgemäße Funktionstrennung auf, da das Volumenspeicherelement in einem
ersten Bereich des Bauteils 14 gebildet ist und das Verteilerelement in einem zweiten
Bereich des Bauteils 14 gebildet ist. Ansonsten entspricht das siebte Ausführungsbeispiel
dem zweiten Ausführungsbeispiel, so dass auf die dortige Beschreibung verwiesen werden
kann.
[0042] Es sei angemerkt, dass ein Drucksensor z.B. radial oder axial am Verteilerelement
2 oder auch pumpenseitig angeordnet werden kann. Weiterhin ist es möglich, dass eine
Druckmessung auch z.B. mittel Dehnungsmessstreifen erfolgt, welche an der Außenseite
des Volumenspeicherelements 1 angeordnet sind.
[0043] Zusammenfassend betrifft die vorliegende Erfindung eine Einspritzvorrichtung für
ein Speichereinspritzsystem umfassend ein Volumenspeicherelement 1 mit einem Volumenspeicher
7 für eine Volumenspeicherfunktion von Kraftstoff und ein Verteilerelement 2 für eine
Verteilerfunktion von Kraftstoff zu Injektoren 3 der Einspritzvorrichtung. Die Volumenspeicherfunktion
und die Verteilerfunktion sind räumlich voneinander getrennt, wodurch die Materialbelastungen
deutlich reduziert werden können.
[0044] Die vorhergehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung
dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung.
Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich, ohne
den Umfang der Erfindung sowie ihrer Äquivalente zu verlassen.
1. Einspritzvorrichtung für ein Speichereinspritzsystem umfassend ein Volumenspeicherelement
(1) mit einem Volumenspeicher (7) für eine Volumenspeicherfunktion von Kraftstoff
und ein Verteilerelement (2) für eine Verteilerfunktion von Kraftstoff zu Injektoren
(3) der Einspritzvorrichtung, wobei die Volumenspeicherfunktion und die Verteilerfunktion
räumlich voneinander getrennt sind.
2. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumenspeicherelement und das Verteilerelement einstückig als ein Bauteil (14)
ausgebildet sind.
3. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumenspeicherelement (1) und das Verteilerelement (2) als zwei separate Bauteile
ausgebildet sind.
4. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerelement (2) eine Mittelbohrung (4) und mehrere Querbohrungen (5) zu
den Injektoren (3) aufweist, welche den gleichen Durchmesser aufweisen.
5. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerelement (2) mit dem Volumenspeicherelement (1) über eine Verbindungsleitung
(6) verbunden ist, welche als Drossel ausgebildet ist.
6. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerelement (2) unmittelbar am Volumenspeicherelement (1) befestigt ist.
7. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querbohrungen (5) am Verteilerelement (2) ausgehend von einem Punkt an der Mittelbohrung
(4) in einer Ebene angeordnet sind.
8. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelbohrung (4) im Verteilerelement (2) als Sackloch mit Bodenverrundung (8)
ausgebildet ist.
9. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Querbohrungen (5) im Bereich der Bodenverrundung (8) angeordnet sind.
10. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerelement (2) zwischen einer Leitung (9) von einer Hochdruckpumpe (10)
und dem Volumenspeicherelement (1) angeordnet ist.
11. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenspeicher (7) des Volumenspeicherelements (1) als Sackloch ausgebildet
ist.
12. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung (11) zwischen der Leitung (9) von der Hochdruckpumpe (10) und der
Mittelbohrung (4) des Verteilerelements als Drossel ausgebildet ist.
13. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass alle Querbohrungen (5) als Drosseln ausgebildet sind.
14. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass alle als Drossel vorgesehene Bohrungen mittels Erodieren hergestellt sind.
15. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerelement (2) und das Volumenspeicherelement (1) ausschließlich mittels
spannender Bearbeitung hergestellt sind.
16. Einspritzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckmessung für die Einspritzvorrichtung mittels einer Dehnungsmessung erfolgt.
17. Einspritzvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsmessung an der äußeren Oberfläche des Volumenspeicherelements (1) mittels
Dehnungsmessstreifen ausgeführt wird.