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(11) |
EP 1 258 540 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.03.2012 Patentblatt 2012/10 |
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Anmeldetag: 16.01.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Maske zum Aufsetzen auf einen Motorblock beim thermischen Beschichten von darin eingelassenen
Zylinderbohrungen sowie Verfahren unter Verwendung der Maske
Mask member for placing on an engine body during the thermal coating of the internal
cylinder bores and process using this masking member
Masque pour placer sur un bloc moteur lors de l'application thermique de revêtement
des alésages des cylindres et procédé utilisant ce masque
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
15.05.2001 CH 8982001
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.11.2002 Patentblatt 2002/47 |
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Patentinhaber: Sulzer Metco AG |
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5610 Wohlen (CH) |
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Erfinder: |
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- Herber, Ralph
79713 Bad Säckingen (DE)
- Zürcher, Peter
5605 Dottikon (CH)
- Barbezat, Gérard
8152 Opfikon (CH)
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Vertreter: Kluthe, Stefan et al |
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Sulzer Management AG
Patentabteilung / 0067
Zürcherstrasse 14 8401 Winterthur 8401 Winterthur (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 077 090 DE-A- 19 929 247 US-A- 5 573 814
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DE-A- 19 910 665 FR-A- 2 601 888
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1999, no. 09, 30. Juli 1999 (1999-07-30) & JP 11 106891
A (SUZUKI MOTOR CORP), 20. April 1999 (1999-04-20)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1999, no. 11, 30. September 1999 (1999-09-30) & JP
11 172403 A (SUZUKI MOTOR CORP), 29. Juni 1999 (1999-06-29)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maske zum Aufsetzen auf einen Motorblock beim thermischen
Beschichten von darin eingelassenen Zylinderbohrungen gemäss dem Anspruch 1 sowie
ein Verfahren zum thermischen Beschichten von Zylinderbohrungen von Motorblöcken unter
Verwendung einer Maske gemäss dem Anspruch 13.
[0002] Bei der Herstellung von Verbrennungsmotoren finden heutzutage vermehrt Motorblöcke
aus Leichtmetall Verwendung. Da Leichtmetall jedoch grundsätzlich keine hohe Abrieb
und Verschleissfestigkeit aufweist, werden die Zylinderbohrungen bzw. deren Wandungen
mit einer Laufflächenschicht versehen oder es werden Laufbüchsen in die Zylinderbohrungen
eingesetzt, welche ggf. auch noch mit einer Laufflächenschicht versehen werden. Das
Aufbringen solcher Laufflächenschichten erfolgt zumeist mittels thermischen Beschichtungsverfahren,
wobei sich insbesondere rotierende Plasmatrons zum Aufbringen der Schicht bewährt
haben. Die Problematik beim Aufbringen solcher Laufflächenschichten besteht u.a. darin,
dass die gesamte Lauffläche homogen ausgebildet sein soll. Da eine thermische Beschichtungsvorrichtung
wie beispielsweise eine Plasmaspritzvorrichtung eine bestimmte Anlaufzeit braucht,
bis ein homogener Beschichtungsstrahl erzeugt wird, muss die thermische Beschichtungsvorrichtung
bereits vor dem Einführen in die Zylinderbohrung aktiviert werden, da ansonsten innerhalb
der Zylinderbohrung eine unregelmässige Anfangsschicht entsteht. Beim Aktivieren der
thermischen Beschichtungsvorrichtung ausserhalb der zu beschichtenden Zylinderbohrung
besteht jedoch die Gefahr, dass bearbeitete Oberflächen -Passflächen- des Motorblocks
durch den Beschichtungsstrahl in unerwünschter Weise "verschmutzt" werden
[0003] Um diesem Problem zu begegnen und den Motorblock vor einem sogenannten "Overspray"
zu schützen, sind flache Abdeckmasken bekannt, die auf die Oberseite des Motorblocks
aufgelegt werden. Damit sind jedoch nicht alle Probleme gelöst, da durch die ausserhalb
der zu beschichtenden Zylinderbohrung aktivierte Beschichtungsvorrichtung auch die
Umgebung in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
[0004] Aus der
DE 199 10 665 ist eine Abdeckschablone bekannt, die zum Aufsetzen auf das Zylinderkurbelwellengehäuse
einer Verbrennungskraftmaschine bestimmt ist. Diese Abdeckschablone weist mehrere
Durchgangsöffnungen auf, über welche ein Beschichtungswerkzeug in den Innenraum des
Zylinderkurbelwellengehäuses eingeführt werden kann. Die Abdeckschablone ist so ausgebildet,
dass auch sämtliche weiteren
[0005] Bereiche des Zylinderkurbelwellengehäuses durch sie abgedeckt sind. Dazu besitzt
die Abdeckschablone eine exakte plane Unterseite, die auf der bereits plan geschliffenen
Zylinderkopffläche des Zylinderkurbelwellengehäuses aufzuliegen bestimmt ist. Es versteht
sich, dass eine derartige Abdeckschablone teuer in der Herstellung ist. Ausserdem
ist sie nicht universell einsetzbar, da sie an die Ausdehnung des Zylinderkurbelwellengehäuses
angepasst werden muss, damit sämtliche weiteren Bereiche des Zylinderkurbelwellengehäuses
abgedeckt sind. Zudem muss die Unterseite von Zeit zu Zeit nachbearbeitet werden,
damit die Planheit erhalten bleibt. Dies ist insofern wichtig, da bei einer unebenen
Unterseite die Gefahr besteht, dass beim Beschichten des Innenraums des Zylinderkurbelwellengehäuses
über einen allfälligen Spalt zwischen der Zylinderkopffläche und der Abdeckschablone
Beschichtungsmaterial auf die Zylinderkopffläche gelangen und diese verschmutzen kann.
[0006] Aus dem
Patent Abstract of Japan mit der Publikationsnummer 06065711 ist eine Maske bekannt, welche von der Unterseite eines Motorblocks her an das untere
Ende der Zylinderlauffläche herangeführt wird. Die Maske ist zweiteilig ausgebildet,
mit schrägen Trennflächen, damit die beiden Teile gegeneinander verschoben durch eine
enge Stelle des Kurbelgehäuses hindurch in den Motorblock eingeführt werden können.
Mit dieser Maske soll der Innenraum des Motorblocks, namentlich das Kurbelgehäuse,
vor Verschmutzung beim thermischen Beschichten der Zylinderlaufflächen geschützt werden.
[0007] Die
US 5 573 814 beschreibt eine aufblasbare Maske, mittels welcher eine Verschmutzung des Zylinderkurbelgehäuses
durch eine Beschichtungsvorrichtung verhindert werden kann. Der aufblasbare Körper
ist beispielsweise aus Fiberglas-Material gefertigt und teilweise mit Silikon beschichtet,
wobei die geometrische Form der Maske in aufgeblasenem oder unaufgeblasenem Zustand
variiert. Diese aufblasbare Maske kann mit einer flanschartigen Manschette kombiniert
sein. Die aufblasbare Maske ist gemäss
US 5 573 814 durch eine auf ihrer Oberfläche angebrachte Beschichtung wieder verwendbar.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine kostengünstige, mehrfach verwendbare
und einfach anzuwendende Maske vorzuschlagen, welche ein Aktivieren der thermischen
Beschichtungsvorrichtung ausserhalb der zu beschichtenden Zylinderbohrung ermöglicht,
ohne dass der Motorblock oder die Umgebung durch Beschichtungspartikel verschmutzt
wird, wobei die Maske nicht die gesamte Oberseite des Motorblocks abdecken soll und
wobei eine hohe Qualität der aufgetragenen Schicht sichergestellt werden soll.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Maske gelöst, welche die im Kennzeichen des Anspruchs
1 angeführten Merkmale aufweist.
[0010] Ausgehend von den aus dem Stand der Technik bekannten Masken wird im vorliegenden
Fall ein anderer Ansatz gewählt. Dazu wird eine hohlzylindrisch ausgebildete und auf
den Durchmesser der zu beschichtenden Zylinderbohrung abgestimmt Maske vorgeschlagen.
Eine derartig ausgebildete Maske deckt nicht die gesamte Oberfläche des zu beschichtenden
Motorblocks ab, sondern nur einen kreisringförmigen Bereich um die zu beschichtende
Zylinderbohrung herum. Auf diesem kreisringförmigen Bereich um die zu beschichtende
Zylinderbohrung herum liegt die Maske auf dem Motorblock auf. Eine derartige, hohlzylindrisch
ausgebildete Maske hat u.a. den Vorteil, dass sie sehr einfach und günstig herzustellen
ist und durch die kleine Auflagefläche eine sichere, spaltfreie Auflage der Maske
auf dem Motorblock im Bereich der zu beschichtenden Zylinderbohrung erreicht werden
kann.
[0011] Bevorzugte Ausführungsformen der Maske sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 9
umschrieben, während im Anspruch 10 eine Maskenanordnung mit zumindest zwei nach einem
der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildeten Masken beansprucht wird.
[0012] Vorzugsweise ist die Höhe der Maske so gewählt, dass sie höher ist als die maximale
vertikale Ausdehnung des Beschichtungsstrahls, wenn die Beschichtungsvorrichtung in
die Maske eingeführt ist. Dadurch kann der Beschichtungskopf der Beschichtungsvorrichtung
im nicht aktiven Zustand in die Maske eingeführt und darin aktiviert werden kann.
Dadurch kann die Qualität des Beschichtungsvorgangs ganz allgemein sichergestellt
werden, da keine nennenswerte Verschmutzung der Oberseite des Motorblocks durch den
Beschichtungsstrahl entsteht, da keine Beschichtungspartikel aus der Maske austreten.
Zum anderen wird eine regelmässige Beschichtung der Zylinderlauffläche erreicht, da
der Beschichtungsvorgang ausserhalb der Zylinderbohrung gestartet wird und ein kontinuierlicher
Schicht-Übergang von der Maske auf die Zylinderbohrung stattfinden kann.
[0013] In den Ansprüchen 11 bis 18 werden zudem Verfahren zum thermischen Beschichten von
Zylinderbohrungen von Motorblöcken unter Verwendung von erfindungsgemäss gestalteten
Masken beansprucht.
[0014] Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt: Fig. 1 einen
Querschnitt durch einen Motorblock mit einem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Maske, und Fig. 2 einen Querschnitt durch den Motorblock mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemässen Maske. Fig. 3 einen Querschnitt durch den Motorblock mit
einem dritten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Maske.
[0015] Aus der Figur 1 ist schematisch ein im Querschnitt dargestellter Motorblock 1 eines
Reihenmotors, eine auf dessen Oberseite 7 aufgesetzte Maske 4 sowie der Vorderteil
8 einer Beschichtungsvorrichtung ersichtlich. Als Beschichtungsvorrichtung kann beispielsweise
ein Plasmaspritzgerät mit einem rotierenden Beschichtungskopf 9 vorgesehen werden.
Der Motorblock 1 ist mit mehreren Zylinderbohrungen versehen, wobei aus dieser Darstellung
nur eine Zylinderbohrung 2 ersichtlich ist. Die auf der Oberseite des Motorblocks
1 koaxial zur Zylinderbohrung 2 fixierte Maske 4 besteht aus einem rohrförmigen Aussenteil
5 und einem im wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildeten Einsatz 6. Die Maske 4 sowie
deren Einsatz 6 sind auf den Durchmesser der zu beschichtenden Zylinderbohrung 2 abgestimmt.
Im vorliegenden Fall ist der Innendurchmesser des Einsatzes 6 geringfügig grösser
als der Durchmesser der Zylinderbohrung 2. Da der Einsatz 6 mitbeschichtet wird verändert
sich dessen Innendurchmesser mit zunehmender Einsatzdauer; d. h. der Innendurchmesser
des Einsatzes 6 nimmt mit zunehmender Einsatzdauer ab. Im vorliegenden Fall ist dieser
Einsatz 6 als Verschleissteil konzipiert, welches üblicherweise nach einer bis zehn
Anwendungen entfernt wird. Durch das Vorsehen eines Einsatzes 6 braucht jeweils nicht
die ganze Maske 4 ausgewechselt zu werden, sondern nur der Einsatz 6. Dieser ist vorzugsweise
aus einem metallischen, keramischen oder organischen Material oder einer Kombination
daraus hergestellt. Die Höhe der Maske 4 beträgt im Normalfall zwischen 20 und 40
mm. Sie ist auf jeden Fall so gewählt, dass der Beschichtungsstrahl 10, wie dargestellt,
vollumfänglich auf der Innenseite der Maske 4 auftrifft, wenn der Beschichtungskopf
9 in die Maske 4 eingeführt ist. Indem der Beschichtungskopf 9 zuerst in die Maske
4 eingeführt und erst danach aktiviert wird, kann sichergestellt werden, dass keine
nennenswerte Verschmutzung der Umgebung durch Beschichtungspartikel entsteht. Nachdem
die Beschichtungsvorrichtung aktiviert ist, kann der Kopf 9 langsam in die Zylinderbohrung
2 eingefahren werden. Dadurch wird die Zylinderbohrung 2 bzw. deren Wände 3 kontinuierlich
beschichtet und es entsteht keine unregelmässige Anfangsschicht.
[0016] Der Einsatz 6 ist vorzugsweise lose in den Aussenteil 5 eingesetzt, so dass er in
vertikaler Richtung relativ zum Aussenteil 5 bewegbar ist. Um ein Herausfallen des
Einsatzes 6 aus dem Aussenteil 5 zu verhindern, beispielsweise wenn letztere vom Motorblock
1 abgehoben wird, ist der Einsatz 6 mit einem Anschlag in Form einer auf der Oberseite
umlaufenden Schulter 6a versehen. Der Einsatz 6 ist vorzugsweise etwas höher als der
Aussenteil 5 ausgebildet, so dass er mit der Stirnseite auf dem Motorblock 1 aufliegt
-und nicht mit der Schulter 6a auf dem Aussenteil 5 der Maske- wenn die Maske 6 auf
den Motorblock 1 aufgesetzt ist. Dadurch wird zum einen eine spaltfreie Auflage des
Einsatzes 6 auf dem Motorblock 1 sichergestellt und zum anderen kann der Einsatz 6
auf einfachste Weise ausgetauscht werden. Durch das Vorsehen unterschiedlicher Einsätze
kann die Maske zudem sehr schnell an unterschiedliche Bohrungsdurchmesser angepasst
werden.
[0017] Die Maske 4 kann mit Positioniermitteln zum Ausrichten und/oder Fixieren gegenüber
dem Motorblock 1 versehen werden. Dazu können beispielsweise Stifte oder Bolzen vorgesehen
werden, welche in im Motorblock 1 eingelassene Bohrungen eingreifen. Sowohl die Positioniermittel
wie auch die in den Motorblock 1 eingelassene Bohrungen sind im vorliegenden Fall
jedoch nicht dargestellt.
[0018] Das Aufbringen der Schicht erfolgt vorzugsweise durch Plasmaspritzen, Hochgeschwindigkeitsflammspritzen,
Lichtbogenspritzen, Flammspritzen, Inertgasplasmaspritzen oder Inertgaslichtbogenspritzen.
[0019] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Motorblock mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
einer Maske 4a. Diese ist wiederum rohrförmig, d. h. hohlzylindrisch ausgebildet,
wobei kein Einsatz vorgesehen ist. Die Maske 4a ist derart konzipiert, dass die auf
der Innenseite durch die Beschichtungsvorrichtung aufgetragenen Schichten 11, 12 bei
Bedarf mechanisch entfernt werden können, beispielsweise durch ausdrehen. Das Entfernen
der Schicht kann auch durch Strahlen mit abrasiven Pulvern wie beispielsweise Korund
(Al2O3) oder Siliziumcarbid (SiC) erfolgen.
[0020] Der Innendurchmesser der Maske 4a ist vorzugsweise etwas grösser als der Durchmesser
der Zylinderbohrung 2, so dass die Schichten 11, 12 nicht komplett, d. h. bis auf
den Innendurchmesser der Maske 4a entfernt werden müssen, was ohne Beschädigung bzw.
Schwächung der Maske 4a ohnehin kaum möglich wäre. Auf das vorliegende Beispiel bezogen
würde es genügen, wenn die innere Schicht 11 entfernt würde.
[0021] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausfühnjngs
beispiel der Erfindung. In diesem Fall ist eine Maskenanordnung vorgesehen, die aus mehreren
Masken besteht, welche durch einen Rahmen 13 miteinander verbunden sind. Der Abstand
zwischen den einzelnen Masken ist dem Abstand zwischen Zylinderbohrungen des Motorblocks
angepasst. Auch in diesem Fall liegt die einzelne Maske 4 bzw. deren Einsatz 6 im
wesentlichen nur auf einer kreisringförmigen Fläche entlang der zu beschichtenden
Zylinderbohrung 2 auf.
[0022] Vorzugsweise wird während des Beschichtungsvorgangs Luft durch die sich im aktiven
Beschichtungsvorgang befindliche Zylinderbohrung geleitet, indem die Luft auf der
Unterseite der Zylinderbohrung über nicht näher dargestellte Mittel abgesaugt wird.
Ein Absaugen der Luft hat den Vorteil, dass die nicht auf die Wandung der Zylinderbohrung
aufgetragenen Beschichtungspartikel zuverlässig nach unten abgeführt werden und sich
nicht auf der Oberseite des
Motorblocks niederschlagen können. Ausserdem kann durch eine gezielte Luftströmung der Gehalt
von in der Schicht gebundenem Sauerstoff (Oxydanteil) definiert beeinflusst werden.
Zum gezielten Beeinflussen der Schichteigenschaften kann es sich auch anbieten, anstelle
von Luft beispielsweise Stickstoff oder ein anderes gasförmiges Medium durch die sich
im aktiven Beschichtungsvorgang befindliche Zylinderbohrung zu leiten. Das Vorsehen
einer erfindungsgemäss ausgebildeten Maske 4, 4a bringt diesbezüglich einen Vorteil
mit sich, indem durch die als Verlängerung der Zylinderbohrung 2 wirkende Maske innerhalb
der Zylinderbohrung 2 günstigere Strömungsbedingungen vorherrschen als ohne Maske,
was sich letztlich wiederum in einer gleichmässigeren Qualität der aufgetragenen Schicht
äussert.
[0023] Es versteht sich, dass die beiden gezeigten Ausführungsbeispiele nicht als abschliessend
zu betrachten sind. Beispielsweise können auch Maskenanordnungen im Sinne einer Mehrfachmaske
vorgesehen werden, da häufig zwei Beschichtungsvorrichtungen gleichzeitig im Einsatz
stehen. Der Abstand zwischen den Masken wird dabei dem Abstand zwischen den Zylinderbohrungen
des Motorblocks angepasst, wobei im allgemeinen nicht direkt nebeneinander liegende
Zylinderbohrungen gleichzeitig beschichtet werden, sondern bei einem vierzylindrigen
Reihenmotor beispielsweise zuerst die Bohrungen 1 und 3 und danach die Bohrungen 2
und 4.
1. Maske (4,4a) zum Aufsetzen auf einem Motorblock (1) während des thermischen Beschichtens
von darin eingelassenen Zylinderbohrungen (2), wobei die Maske (4, 4a) hohlzylindrisch
ausgebildet ist und auf den Durchmesser der zu beschichtenden Zylinderbohrung (2)
abgestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Maske (4,4a) mit einem rohrförmigen Aussenteil (5) und einem darin eingesetzten
Einsatz (6) versehen ist, wobei die Maske bzw. der Einsatz (6) nur auf einer kreisringförmigen
Fäche entlang der zu beschichtenden Zylinderbohrung(en) (2) aufzuliegen bestimmt ist.
2. Maske (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (6) den Aussenteil (5) auf der Unterseite überragt.
3. Maske (4) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (6) lose in den Aussenteil (5) eingesetzt ist, so dass er in vertikaler
Richtung relativ zum Aussenteil (5) bewegbar ist, wobei der Einsatz (6) mit einem
Anschlag (6a) versehen ist, der ein Herausfallen des Einsatzes (6) aus dem Aussenteil
(5) zu verhindern bestimmt ist.
4. Maske (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (6) auf der Oberseite mit einer umlaufenden Schulter (6a) versehen ist.
5. Maske (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Maske (4) so gewählt ist, dass sie höher ist als die maximale vertikale
Ausdehnung eines Beschichtungssstrahls (10), wenn ein Beschichtungskopf (9) in die
Maske (4) eingeführt ist.
6. Maske (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (6) aus metallischen, keramischen oder organischen Materialien oder einer
Kombination daraus hergestellt ist.
7. Maske (4a) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie derart ausgebildet ist, dass zumindest ein Teil der beim Beschichten der Zylinderbohrung
(2) auf der Innenseite der Maske (4a) aufgetragenen Schicht(en) (11, 12) mechanisch
entfernbar ist/sind.
8. Maske (4,4a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maske (4,4a) zwischen 10 und 60 mm, hoch ist.
9. Maske (4,4a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Positioniermitteln zum Ausrichten und/oder Fixieren gegenüber dem Motorblock
(1) versehen ist.
10. Maskenanordnung mit zumindest zwei nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildeten
Masken, wobei der Abstand zwischen den Masken dem Abstand zwischen Zylinderbohrungen
des Motorblocks angepasst ist.
11. Verfahren zum thermischen Beschichten von Zylinderbohrungen (2) von Motorblöcken (1)
unter Verwendung einer Maske (4, 4a) gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtungskopf (9) der thermischen Beschichtungsvorrichtung (8) in die Maske
(4, 4a) eingeführt, dass der Beschichtungsstrahl im ersten Moment nach dem Aktivieren
vollumfänglich auf der Innenseite der Maske auftrifft.
12. Verfahren zum thermischen Beschichten von Zylinderbohrungen (2) von Motorblöcken (1)
unter Verwendung einer Maske (4) gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (6) der Maske (4) nach einer bis zehn Anwendungen durch einen neuen ersetzt
wird.
13. Verfahren zum thermischen Beschichten von Zylinderbohrungen (2) von Motorblöcken (1)
unter Verwendung einer Maske (4a) gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Innenseite der Maske (4a) aufgetragene Schicht bzw. die aufgetragenen
Schichten (11, 12) nach einer bis zehn Anwendungen mechanisch zumindest teilweise
entfernt wird/werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Innenseite der Maske (4a) aufgetragene Schicht bzw. die aufgetragenen
Schichten (11, 12) durch Strahlen mit abrasiven Pulvern, insbesondere Korund (Al2O3) oder Siliziumcarbid (SiC) entfernt wird/werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine thermische Beschichtungsvorrichtung (8) mit drehbarem Beschichtungskopf (9)
verwendet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass Luft durch die sich im aktiven Beschichtungsvorgang befindliche Zylinderbohrung (2)
geleitet wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass Stickstoff oder ein anderes gasförmiges Medium durch die sich im aktiven Beschichtungsvorgang
befindlichen Zylinderbohrung (2) geleitet wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht(en) (11, 12) durch Plasmaspritzen, Hochgeschwindigkeitsflammspritzen,
Lichtbogenspritzen, Flammspritzen, Inertgasplasmaspritzen oder Inertgaslichtbogenspritzen
aufgetragen wird/werden.
1. A protective masking device (4, 4a) adapted to rest on an engine block (1) having
cylinder bores during a thermal coating operation of said cylinder bores (2), whereby
the protective masking device (4, 4a) has a hollow cylindrical shape with an inner
diameter selected in relation to the diameter of the cylinder bore (2) to be coated,
characterized in that the protective masking device (4, 4a) comprises a tube shaped outer portion (5) and
an insert member (6) inserted into said outer portion, in which said protective masking
device is adapted to rest only along an annular area along the cylinder bore (2) to
be coated.
2. A protective masking device (4) according to claim 1, characterized in that the insert member (6) projects over said outer portion (5) at the bottom side thereof.
3. A protective masking device (4) according to claim 1 or 2, characterized in that said insert member (6) is loosely inserted in said outer portion (5) to be vertically
movable with regard to said outer portion (5), said insert member (6) being provided
with a stop member (6a) adapted to prevent said insert member (6) from falling out
of said outer portion (5).
4. A protective masking device (4) according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the insert member (6) comprises a circumferential shoulder (6a) located at the top
of said insert member.
5. A protective masking device (4) according to any one of the preceding claims, characterized in that said protective masking device has a height which is selected such that it is greater
than the maximal vertical extension of a coating jet (10) when a coating head (9)
is moved into the interior of said protective masking device (4).
6. A protective masking device (4) according to any one of the preceding claims, characterized in that said insert member (6) is made of a metallic, ceramic or organic material or of a
combination of said materials.
7. A protective masking device (4a) according to claim 1, characterized in that the protective masking device is designed such that at least a portion of a layer
or of several layers (11, 12) applied to the inner side of the protective masking
device (4a) during the coating operation of the related cylinder bore (2) is mechanically
removable.
8. A protective masking device (4, 4a) according to any one of the preceding claims,
characterized in that said protective masking device (4, 4a) has a height of between 10 and 60 millimeters.
9. A protective masking device (4, 4a) according to any of the preceding claims, characterized in that said protective masking device comprises positioning means for positioning and/or
fixing it with regard to the engine block (1).
10. A protective masking device assembly comprising at least two protective masking devices
according to any of claims 1 to 9, whereby the distance between the protective masking
devices is adapted to the distance between the cylinder bores of the engine block.
11. A method of thermally coating cylinder bores (2) of engine blocks (1) making use of
a protective masking device (4, 4a) according to claim 1, characterized in that a coating head (9) of said thermal coating apparatus (8) is moved into the interior
of the protective masking device (4, 4a) such that the coating jet entirely hits the
inner walls of said masking device immediately after its activation.
12. A method of thermally coating cylinder bores (2) of engine blocks (1) making use of
a protective masking device (4, 4a) according to claim 1, characterized in that the insert member (6) is replaced by a new one after one to ten coating operations.
13. A method of thermally coating cylinder bores (2) of engine blocks (1) making use of
a protective masking device (4a) according to claim 2, characterized in that the layer or layers (11, 12) applied to the inner wall of said protective masking
device (4a) is at least partially mechanically removed after one to ten coating operations.
14. A method according to claim 13, characterized in that the layer or said layers applied to the inner wall of said protective masking device
(4a) are removed by blasting with an abrasive powder, particularly corundum (Al2O3) or silicon carbide (SiC).
15. A method according to any one of claims 11 to 14, characterized in that a thermal coating apparatus (8) having a rotating coating head (9) is used.
16. A method according to any one of claims 11 to 15, characterized in that a flow of air is led through the cylinder bore (2) that is subjected to the active
coating operation.
17. A method according to any one of claims 11 to 16, characterized in that a flow of nitrogen or another gaseous medium is led through the cylinder bore (2)
that is subjected to the active coating operation.
18. A method according to any one of claims 11 to 17, characterized in that the application of the layer (11, 12) is performed by plasma spraying, high speed
flame spraying, arc spraying, flame spraying, inert gas plasma spraying or inert gas
arc spraying.
1. Masque (4, 4a) pour placer sur un bloc-moteur (1) pendant le revêtement thermique
d'alésages de cylindre (2) ménagés dans celui-ci, où le masque (4, 4a) est réalisé
en cylindre creux et est adapté au diamètre de l'alésage de cylindre (2) à revêtir,
caractérisé en ce que le masque (4, 4a) présente une partie extérieure tubulaire (5) et un insert (6) placé
dans celle-ci, où le masque respectivement l'insert (6) est destiné à être appliqué
seulement sur une face en forme d'anneau de cercle le long du ou des alésages de cylindre
(2) à revêtir.
2. Masque (4) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'insert (6) fait saillie sur la partie extérieure (5) sur le côté inférieur.
3. Masque (4) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'insert (6) est placé lâchement dans la partie extérieure (5) de sorte qu'il est
déplaçable dans la direction verticale relativement à la partie extérieure (5), l'insert
(6) étant muni d'une butée (6a) qui est destinée à empêcher une chute de l'insert
(6) de la partie extérieure (5).
4. Masque (4) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'insert (6) présente sur le côté supérieur un épaulement (6a) s'étendant tout autour.
5. Masque (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la hauteur du masque (4) est sélectionnée de façon qu'elle soit plus haute que l'extension
verticale maximale d'un jet de revêtement (10) lorsqu'une tête de revêtement (9) est
insérée dans le masque (4).
6. Masque (4) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'insert (6) est réalisé en des matériaux métalliques, céramiques ou organiques ou
en une combinaison de ceux-ci.
7. Masque (4a) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est réalisé de façon qu'au moins une partie de la ou des couches (11, 12) appliquées
lors du revêtement des alésages de cylindre (2) sur le côté intérieur du masque (4a)
peut/peuvent être retirées mécaniquement.
8. Masque (4, 4a) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le masque (4, 4a) a une hauteur entre 10 et 60 mm.
9. Masque (4, 4a) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est muni de moyens de positionnement pour l'orientation et/ou la fixation relativement
au bloc-moteur (1).
10. Agencement de masques avec au moins deux masques réalisés selon l'une des revendications
1 à 9, où l'écart entre les masques est adapté à l'écart entre les alésages des cylindres
du bloc-moteur.
11. Procédé pour le revêtement thermique d'alésages de cylindre (2) de blocs-moteurs (1)
en utilisant un masque (4, 4a) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tête de revêtement (9) du dispositif de revêtement thermique (8) est introduite
dans le masque (4, 4a), en ce que le jet de revêtement, au premier moment après l'activation, est incident sur tout
le pourtour du côté intérieur du masque.
12. Procédé pour le revêtement thermique d'alésages de cylindres (2) de blocs-moteurs
(1) en utilisant un masque (4) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'insert (6) du masque (4), après une jusqu'à dix applications, est remplacé par
un nouveau.
13. Procédé pour le revêtement thermique d'alésages de cylindres (2) de blocs-moteurs
(1) en utilisant un masque (4a) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la couche appliquée respectivement les couches appliquées (11, 12) sur le côté intérieur
du masque (4a), après une jusqu'à dix applications, est/sont retirées mécaniquement
au moins partiellement.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que la couche appliquée respectivement les couches appliquées (11, 12) au côté intérieur
du masque (4a) est/sont retirées par projection avec des poudres abrasives, en particulier
avec du corindon (Al2O3) ou du carbure de silicium (SiC).
15. Procédé selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce qu'un dispositif de revêtement thermique (8) avec une tête de revêtement tournante (9)
est utilisé.
16. Procédé selon l'une des revendications 11 à 15, caractérisé en ce que l'air est guidé à travers l'alésage de cylindre (2) se trouvant sous l'opération
de revêtement active.
17. Procédé selon l'une des revendications 11 à 16, caractérisé en ce que de l'azote ou un autre milieu gazeux est guidé à travers l'alésage de cylindre (2)
soumis à l'opération de revêtement active.
18. Procédé selon l'une des revendications 11 à 17, caractérisé en ce que la ou les couches (11, 12) est/sont appliquées par pulvérisation par plasma, projection
à la flamme à haute vitesse, projection à l'arc électrique, projection à la flamme,
pulvérisation par plasma de gaz inerte ou projection à l'arc électrique de gaz inerte.
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, 06065711 [0006]