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(11) |
EP 1 260 474 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.10.2009 Patentblatt 2009/44 |
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Anmeldetag: 15.05.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Antrieb für einen Zylinder einer Rotationsdruckmaschine
Drive for a cylinder of a rotary printing machine
Entraînement pour un cylindre d'une machine rotative d'impression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
21.05.2001 DE 10124977
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.11.2002 Patentblatt 2002/48 |
| (73) |
Patentinhaber: manroland AG |
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63075 Offenbach/Main (DE) |
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Erfinder: |
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- Stieler, Andreas
86169 Augsburg (DE)
- Schall, Nils-Hendric
86165 Augsburg (DE)
- Stansch, Karsten
08529 Plauen (DE)
- Seyffert, Ulrich
08548 Syrau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ulrich, Thomas et al |
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manroland AG
Intellectual Property (IP) 86219 Augsburg 86219 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 741 019 DE-A- 4 426 987 DE-U- 7 606 107
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DE-A- 4 322 744 DE-A- 19 525 169
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rotationsdruckmaschine mit einem Antrieb für einen Zylinder,
der unabhängig voneinander verdrehbare, antreibbare Zylindersegmente aufweist.
[0002] Die
DE 44 26 987 A1 zeigt einen Antrieb von Falzzylindern eines Falzapparates einer Rotationsdruckmaschine,
wobei im einzelnen ein Messerzylinder, ein Punktur-Falzmesserzylinder, ein Falzklappenzylinder
und ein Greiferzylinder über Stirnräder in Antriebsverbindung stehen und in Reihe
mechanisch angetrieben werden. Der Punktur-Falzmesserzylinder und der Falzklappenzylinder
sind jeweils als sogenannter zweiteiliger Zylinder ausgeführt, d. h., sie bestehen
aus ineinander geschachtelten, gegeneinander verdrehbaren Zylindersegmenten. Die Zylindersegmente
tragen Systeme, beispielsweise Falzmesser oder Falzklappen, die bei einer Verstellung
des Falzapparates in ihrem Umfangsabstand zu benachbarten Systemen verstellbar sind.
Auf diese Weise ist beispielsweise der Vorfalz verstellbar oder eine Formatverstellung
ausführbar. Die Verstellung der Zylindersegmente erfolgt mittels Planetengetrieben.
[0003] Bei diesem Falzapparat ist der Getriebeaufwand hoch. Außerdem summieren sich in dem
Antrieb Verdrehflankenspiele.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen mechanisch einfachen Antrieb für Zylinder mit
gegeneinander verdrehbaren Segmenten zu schaffen.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche gelöst. Der Antrieb enthält außer den Zylinderrädern des Zylinders keine
weiteren Getriebe, wodurch Verdrehflankenspiele minimiert werden. Entsprechend genau
können mit dem Zylinder Arbeitsvorgänge ausgeführt werden, beispielsweise mit einem
Falzzylinder Falzungen genau ausgeführt werden, der Vorfalz genau eingestellt und
realisiert werden. Falzdifferenzen werden durch die mit hoher Genauigkeit einhaltbare
Winkellage der Funktionsgruppen zueinander entscheidend minimiert.
[0006] Mit dem Einsatz einer elektronischen, virtuellen Leitwelle für die Elektromotoren
zur Lage- und Drehzahlvorgabe wird die Genauigkeit des Gleichlaufs zwischen den Funktionsgruppen
und somit die Arbeitsgenauigkeit stationär und dynamisch deutlich erhöht. Durch eine
elektronische Vorgabe eines Winkelversatzes zwischen den Funktionsgruppen sind Verstellungen
flexibel, schnell und hochgenau einstellbar.
[0007] Der vorgeschlagene Antrieb bedingt eine Reduzierung der in Reihe geschalteten, niemals
ideal rundlaufenden Massen, der niemals idealen mechanischen Kontaktstellen und der
damit verbundenen Störungen. Aufgrund der Reduzierung der in Reihe geschalteten Massen,
der mechanischen Kontaktstellen und der damit verbundenen Nachgiebigkeiten wird eine
Erhöhung der Drehsteifigkeit in den einzelnen Funktionsgruppen erzielt. Es erfolgt
eine Entkopplung von Störungen, beispielsweise durch Messer- und Falzschläge, in den
einzelnen Funktionsgruppen. Es erfolgt eine Erhöhung der Störsteifigkeit/Reduktion
der Störempfindlichkeit gegenüber Störungen durch beispielsweise Messer- und Falzschläge
aufgrund der steiferen Verbindung des Motors mit dem Ort der Störung und damit eine
schärfere Regelung. Die geringere Komplexität und höhere Steifigkeit der vereinzelten
Funktionsgruppen macht den Einsatz von periodischen und adaptiven Kompensationsreglern
möglich, mit denen eine Erhöhung der Störsteifigkeit/Reduktion der Störempfindlichkeit
gegenüber Störungen machbar ist. Insgesamt ist damit eine Erhöhung der Genauigkeit
des Gleichlaufs zwischen den Funktionsgruppen und damit beispielsweise eine deutliche
Erhöhung der Schnitt- und Falzgenauigkeit bei der Anwendung auf Falzzylinder möglich.
[0008] Der Antrieb macht die Bewertung von Motor-/Antriebsreglergrößen, wie Motorstrom und
Regeldifferenzen, möglich, womit beispielsweise der mechanische Verschleiß von Schneid-
und Falzmessern beurteilbar ist.
[0009] Mittels mechanischen Endanschlägen, Hardwareendlageschaltern oder Softwareendlageschaltern
ist auf einfache Weise eine Sicherung gegen Antriebsstörungen möglich.
[0010] Der Antrieb bedient sich konstruktiv einfacher Elemente und ist somit kostengünstig
erstellbar.
[0011] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung
mit der Beschreibung.
[0012] Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigt schematisch:
- Fig. 1:
- den Antrieb eines Falzapparates in der Draufsicht
- Fig. 2:
- den Falzapparat gemäß Figur 1 in der Seitenansicht
- Fig. 3:
- die Ansicht III nach Figur 1.
[0013] Figur 1 zeigt einen Falzapparat in gestreckter Anordnung seiner Zylinder und Antriebsräder.
Im einzelnen enthält der Falzapparat einen Messerzylinder 1, einen Falzzylinder 2,
einen Falzklappenzylinder 3 und einen Greifer-Falzmesserzylinder 4. Die Zylinder sind
in Seitenwänden 5, 6 gelagert. Der Messerzylinder 1 ist beispielsweise mit zwei einander
gegenüberliegenden Schneidmessern 7 bestückt (Fig. 2). Auf einem Zapfen des Messerzylinders
1 ist ein Stirnrad 8 befestigt, in das ein Elektromotor 9 mit seinem Ritzel 10 eingreift.
[0014] Der Falzzylinder 2 besteht aus einem Halteelemente 11 tragenden Zylindersegment 12
sowie einem Falzmesser 13 tragenden weiteren Zylindersegment 14. Die Zylindersegmente
12, 14 sind beispielsweise dreiteilig ausgeführt, d. h., sie tragen drei um 120° versetzte
Halteelemente 11 bzw. Falzmesser 13. Die Zylindersegmente 12, 14 sind gegeneinander
verdrehbar. Sie sind außerdem unabhängig voneinander antreibbar und stehen deshalb
mit jeweils einem eigenen Elektromotor 9, 15 in Antriebsverbindung. Hierzu ist an
jedem Zylindersegment 12, 14 ein Stirnrad 16, 17 befestigt. Das Stirnrad 16 des Zylindersegments
12 steht mit dem Stirnrad 8 in Eingriff und wird somit über letzteres indirekt vom
Elektromotor 9 angetrieben, der mit seinem Ritzel 10 in das Stirnrad 8 eingreift.
Ebenso könnte der Elektromotor 9 mit seinem Ritzel 10 in das Stirnrad 16 eingreifen.
In das Stirnrad 17 des weiteren Zylindersegments 14 greift der Elektromotor 15 mit
seinen Ritzel 18 ein.
[0015] Mit dem Falzzylinder 2 arbeitet der Falzklappenzylinder 3 zusammen. Letzterer besteht
wiederum aus zwei Zylindersegmenten 19, 20, wobei das Zylindersegment 19 Falzklappen
21 und das weitere Zylindersegment 20 Falzklappen 22 trägt. Die Zylindersegmente 19,
20 sind beispielsweise jeweils dreiteilig ausgeführt, so dass sie jeweils drei Falzklappensysteme
21, 22 tragen. Die Zylindersegmente 19, 20 sind gegeneinander verdrehbar und unabhängig
voneinander antreibbar. Hierzu ist an jedem Zylindersegment 19, 20 ein Stirnrad 23,
24 befestigt. Das Stirnrad 23 des Zylindersegments 19 steht mit dem Stirnrad 17 des
weiteren Zylindersegments 14 in Eingriff, wodurch das Zylindersegment 19 indirekt
über das Stirnrad 17 mit dem Elektromotor 15 in Antriebsverbindung steht.
Ebenso könnte das Ritzel 18 des Elektromotors 15 direkt in das Stirnrad 23 eingreifen.
In das Stirnrad 24 des weiteren Zylindersegments 20 greift ein Elektromotor 25 mit
seinem Ritzel 26 ein.
[0016] Mit dem Falzklappenzylinder 3 arbeitet der Greifer-Falzmesserzylinder 4 zusammen.
Dieser enthält ein Greifer 27 tragendes Zylindersegment 28 und ein Falzmesser 29 tragendes
weiteres Zylindersegment 30. An beiden Zylindersegmenten 28, 30 ist jeweils ein Stirnrad
31, 32 befestigt. Das Stirnrad 31 des Zylindersegments 28 kämmt mit dem Stirnrad 23
des weiteren Zylindersegments 20 des Falzklappenzylinders 3, während das Stirnrad
32 des weiteren Zylindersegments 30 mit dem Stirnrad 24 des weiteren Zylindersegments
20 in Eingriff steht.
[0017] Dem Falzzylinder 2 wird über nicht näher beschriebene Zugwalzen und Perforiereinrichtungen
ein Strang 33 zugeführt, der beispielsweise mittels eines Falztrichters bereits längsgefalzt
sein kann. Im Zusammenspiel mit dem Falzzylinder 2 schneiden die Schneidmesser 7 des
Messerzylinders 2 den Strang 33 in Produkte 34, die von den Halteelementen 11 des
Falzzylinders, beispielsweise Punkturen, aufgenommen werden. Bei diesem Zusammenspiel
des Messerzylinders 1 und des Falzzylinders 2 stehen der Messerzylinder 1 und das
die Halteelemente 11 tragende Zylindersegment 12 über ihre Stirnräder 8, 16 in Antriebsverbindung
und werden vom Elektromotor 9 angetrieben. Zu dem Zylindersegment 12 wird synchron
das Zylindersegment 14 mittels des Elektromotors 15 angetrieben, der mit seinem Ritzel
18 in das Stirnrad 17 des weiteren Zylindersegments 14 eingreift. Die Elektromotoren
9 und 15 wie auch der Elektromotor 25 sind Asynchronmotoren, die über eine elektronische,
sogenannte virtuelle Leitwelle lagegeregelt angetrieben werden. Derartige Antriebe
sind dem Fachmann geläufig und beispielsweise in der
DE 43 22 744 A1 beschrieben. Es können auch Synchronmotoren oder sonstige hochgenaue Motoren eingesetzt
werden.
[0018] Das auf dem Falzzylinder befindliche Produkt 34 wird bei der Weiterdrehung des Falzzylinders
2 vom Falzmesser 13 in eine Falzklappe 21 des Falzklappenzylinders 3 übergeben, wobei
ein Querfalz erzeugt wird. Das Zusammenspiel des Falzmessers 13 mit der Falzklappe
21 ist dabei durch die Antriebsverbindung der die genannten Elemente tragenden Zylindersegmente
14 und 19 über deren Stirnräder 17 und 23 gegeben. Aus der Falzklappe 21 wird das
Produkt an die Greifer 27 des Zylindersegments 28 des Greifer-Falzmesserzylinders
4 übergeben. Auch hier wird das Zusammenspiel der Falzklappe 22 und des Greifers 27
über die Stirnräder 24 und 31 der die genannten Elemente 21, 27 tragenden Zylindersegmente
19, 28 gewährleistet.
[0019] Das auf dem Greifer-Falzmesserzylinder 4 befindliche Produkt 34 wird unter Bildung
eines zweiten Querfalzes von den Falzmessern 29 in die Falzklappen 22 des Falzklappenzylinders
3 übergeben. Das Zusammenspiel des genannten Falzmessers 29 und der Falzklappe 22
wird durch die Antriebsverbindung der sie tragenden Zylindersegmente 30, 20 über die
mit diesen verbundenen Stirnräder 32, 24 gewährleistet. Der Antrieb dieser Zylindersegmente
30, 20 erfolgt synchron zu den anderen Zylindersegment 28, 19 des Greifer-Falzmesserzylinders
4 bzw. des Falzklappenzylinders 3 mittels des Elektromotors 25. Das nunmehr zweimal
quergefalzte Produkt 34 wird schließlich vom Falzklappenzylinder 3 abgeführt. Die
Erstellung eines Produkts 34 mit den vorliegenden Zylindern 1 bis 4 ist, von deren
Antrieb abgesehen, an sich dem Fachmann geläufig und braucht deshalb nicht näher beschrieben
zu werden. Nähere Erklärungen sind beispielsweise in der eingangs bereits genannten
DE 44 26 987 A1 gegeben.
[0020] Für Verstellungen des Falzapparates, beispielsweise für eine Vorfalzverstellung,
ist das Falzmesser 13 gegenüber den Halteelementen 11 zu verdrehen. Dies erfolgt durch
einen vorübergehenden vor- bzw. nacheilenden Betrieb des Elektromotors 15 gegenüber
dem Elektromotor 9, wodurch die Winkellage des Elektromotors 15 zum Elektromotor 9
verändert wird. Entsprechend wird das Zylindersegment 14 mit seinen Falzmessern 13
gegenüber dem Zylindersegment 12 mit den Halteelementen 11 verdreht.
[0021] Nach dem gleichen Prinzip ist auch die Lage des von dem Falzmesser 29 erzeugten zweiten
Querfalzes gegenüber dem ersten Querfalz veränderbar. Es wird vorübergehend der Elektromotor
25 vor- oder nacheilend betrieben, je nachdem ob der zweite Querfalz näher am ersten
Querfalz oder weiter von diesem weg erzeugt werden soll. Es wird so die Winkellage
des das Falzmesser 29 tragenden Zylindersegments 30 gegenüber dem vom Elektromotor
15 angetriebenen, die Falzklappe 21 tragenden Zylindersegments 19 verändert.
[0022] Die an den Elektromotoren 15 und 25 einzustellenden Winkellagen für die gewünschte
Positionierung des Zylindersegments 14 mit dem Falzmesser 13 bzw. des Zylindersegments
30 mit dem Falzmesser 29 sowie auch Positionen des Elektromotors 9 sind in einer Rechen-
und Speichereinheit 35 eingespeichert. Dieses steht mit dem Eingang der Motorregelung
der Elektromotoren 9, 15, 25 in Verbindung. Für eine Verstellung der genannten Elemente
werden die gewünschten Winkellagen von der Rechen- und Speichereinheit 35 abgerufen
und der Motorregelung der Elektromotoren 9, 15, 25 vorgegeben. Statt dessen ist es
auch möglich, die gewünschten Verstellungen am Leitstand der Druckmaschine manuell
einzugeben.
[0023] An dem Zylindersegment 12 sind zwei Anschläge 36, 37 angebracht, die die gegenseitige
Verdrehbarkeit der Zylindersegmente 12 und 14 begrenzen.
[0024] Derartige Anschläge sind auch an dem Falzklappenzylinder 3 und dem Greifer-Falzmesserzylinder
4 vorhanden, um die gegenseitige Verdrehbarkeit der Zylindersegmente 19, 20 bzw. 28,
30 zu begrenzen. Statt oder in Verbindung mit den mechanischen Anschlägen 36, 37 können
auch Hardwareendlagenschalter, beispielsweise Endschalter 38, 39, eingesetzt werden.
Derartige Endschalter 38, 39 sind in Fig. 3 in Klammern gesetzt mit angegeben. Als
weitere Sicherungsmöglichkeit enthält die Lageregelung der Elektromotoren 9, 15, 25
Grenzsollwerte für deren gegenseitige Winkelversatz, womit eine Begrenzung der gegenseitigen
Verdrehbarkeit der Zylindersegmente 12, 14, 19, 20, 28, 30 gegeben ist.
[0025] Im Ausführungsbeispiel besteht der Falzklappenzylinder 3 aus zwei Zylindersegmenten
19, 20. Bei Falzapparaten kann auch der Greifer-Falzmesserzylinder 4 entfallen, wenn
nur ein Querfalz erzeugt werden soll. In diesem Fall kann die Unterteilung des Falzklappenzylinders
3 in Zylindersegmente entfallen und dieser Zylinder nur aus einem Körper bestehen,
wobei sich dann auch der Elektromotor 25 erübrigt.
Bezugszeichen
[0026]
- 1
- Messerzylinder
- 2
- Falzzylinder
- 3
- Falzklappenzylinder
- 4
- Greifer-Falzmesserzylinder
- 5
- Seitenwand
- 6
- Seitenwand
- 7
- Schneidmesser
- 8
- Stirnrad
- 9
- Elektromotor
- 10
- Ritzel
- 11
- Halteelement
- 12
- Zylindersegment
- 13
- Zylindersegment
- 14
- Falzmesser weiteres
- 15
- Elektromotor
- 16
- Stirnrad
- 17
- Stirnrad
- 18
- Ritzel
- 19
- Zylindersegment
- 20
- weiteres Zylindersegment
- 21
- Falzklappe
- 22
- Falzklappe
- 23
- Stirnrad
- 24
- Stirnrad
- 25
- Elektromotor
- 26
- Ritzel
- 27
- Greifer
- 28
- Zylindersegment
- 29
- Falzmesser
- 30
- weiteres Zylindersegment
- 31
- Stirnrad
- 32
- Stirnrad
- 33
- Strang
- 34
- Produkt
- 35
- Rechen- und Speichereinheit
- 36
- Anschlag
- 37
- Anschlag
- 38
- Endschalter
- 39
- Endschalter
1. Rotationsdruckmaschine mit eimem Antrieb für einen Zylinder (2, 3, 4), der unabhängig
voneinander verdrehbare, antreibbare Zylindersegmente (12, 14, 19, 20, 28, 30) aufweist,
dadurch gekennzeichnet; dass die Zylindersegmente (12, 14, 19, 20, 28, 30) mit jeweils einem Elektromotor (9,
15, 25) in Antriebsverbindung stehen und unabhängig voneinander antreibbar sind.
2. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (2) mit einem weiteren Zylinder (1) zusammenarbeitet, wobei ein Zylindersegment
(12) des Zylinders (2) fest mit einem Stirnrad (16) verbunden ist, das mit einem mit
dem weiteren Zylinder (1) verbundenen Stirnrad (8) in Antriebsverbindung steht.
3. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (2, 3) mit einem weiteren Zylinder (3, 4) zusammenarbeitet, wobei der
weitere Zylinder (3, 4) ebenfalls unabhängig voneinander verdrehbare Zylindersegmente
(19, 20, 28, 30) aufweist, und dass ein Zylindersegment (19, 28) des weiteren Zylinders
(3, 4) mit einem Zylindersegment (14, 19) des Zylinders (2, 3) über Stirnräder (23,
31, 17, 23) in Antriebsverbindung steht, die mit den Zylindersegmenten (19, 28, 14,
19) fest verbunden sind, und dass das andere Zylindersegment (20, 30) des weiteren
Zylinders (3, 4) von einem separaten Elektromotor (25) angetrieben wird.
4. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 mit einem Antrieb für Falzzylinder eines Falzapparates
wobei der Falzzylinder (2) ein Halteelement (11) tragendes Zylindersegment (12) und
ein weiteres Falzmesser (13) tragendes Zylindersegment (14) aufweist, die unabhängig
voneinander verdrehbar antreibbar sind, und das weitere Zylindersegment (14) mit einem
Falzklappenzylinder (3) über an dem weiteren Zylindersegment (14) und dem Falzklappenzylinder
(3) befestigten Stirnrädern (17, 23) in Antriebverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylindersegmente (12, 14) mit jeweils einem eigenen Elektromotor (9, 15) in Antriebverbindung
stehen und unabhängig voneinander antreibbar sind.
5. Druckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzklappenzylinder (3) aus zwei jeweils Falzklappen (21, 22) tragenden, gegeneinander
verdrehbaren Zylindersegmenten (19, 20) besteht, dass dem Falzklappenzylinder (3)
ein Greifer- Falzmesserzylinder (4) beigeordnet ist, der ein Greifer (27) tragendes
Zylindersegment (28) und ein weiteres Falzmesser (29) tragendes Zylindersegment (30)
aufweist, wobei an allen Zylindersegmenten (19, 20, 28, 30) jeweils ein Stirnrad (23,
24, 31, 32) befestigt ist, dass das Falzklappen (21) tragendes Zylindersegment (19),
das Falzmesser (13) tragendes Zylindersegment (14) des Falzzylinders und das Greifer
(27) tragende Zylindersegment (28) des Greifer-Falzmesserzylinders (4) über ihre Stirnräder
(17, 23, 31) in Antriebsverbindung stehen und dass das weitere Falzklappen (22) tragende
Zylindersegment (20) des Falzklappenzylinders (3) und das Falzmesser (29) tragende
weitere Zylindersegment (30) des Greifer-Falzmesserzylinders (4) über ihre Stirnräder
(24, 32) in Antriebsverbindung stehen und von einem Elektromotor (25) angetrieben
werden.
6. Druckmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzzylinder (2) mit einem Messerzylinder (1) zusammenarbeitet, wobei das die
Halteelemente (11) tragende Zylindersegment (12) und der Messerzylinder (1) über zugehörige
Stirnräder (16, 8) in Antriebsverbindung stehen, und dass in eines der Stirnräder
(16, 8) ein Ritzel (10) des das Zylindersegment (12) antreibenden Elektromotors (9)
eingreift.
7. Druckmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Voreinstellung von Winkellagen angetriebener Zylinder (1 bis 4) die Motorregelung
der Elektromotoren (9, 15, 25) der zu verstellenden Zylinder (1 bis 4) eingangsseitig
mit einer Rechen- und Speichereinheit (35) in Verbindung steht, in die die einzustellenden
Winkellagen eingespeichert sind.
8. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an Zylindersegmenten (12, 14, 19, 20, 28, 30) deren gegenseitige Verdrehbarkeit begrenzende
Anschläge (35, 36) angebracht sind.
9. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an Zylindersegmenten (12, 14, 19, 20, 28, 30) deren gegenseitige Verdrehbarkeit begrenzende
Hardwareendlagenschalter (38, 39) angeordnet ist.
10. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lageregelung der Elektromotoren (9, 15, 25) Grenzsollwerte für deren gegenseitigen
Winkelversatz zur Begrenzung der gegenseitigen Verdrehbarkeit der Zylindersegmente
(12, 14, 19, 20, 28, 30) enthält.
1. A rotary printing machine having a drive for a cylinder (2, 3, 4) that has drivable
cylinder segments (12, 14, 19, 20, 28, 30) that can be rotated independently of each
other, characterised in that the cylinder segments (12, 14, 19, 20, 28, 30) have a drive connection with a respective
electric motor (9, 15, 25) and can be driven independently of each other.
2. A rotary printing machine according to claim 1, characterised in that the cylinder (2) cooperates with a further cylinder (1), wherein a cylinder segment
(12) of the cylinder (2) is fixedly connected to a spur wheel (16) which has a drive
connection with a spur wheel (8) connected to the further cylinder (1).
3. A rotary printing machine according to claim 1, characterised in that the cylinder (2, 3) cooperates with a further cylinder (3, 4), with the further cylinder
(3, 4) having cylinder segments (19, 20, 28, 30) which can likewise be rotated independently
of each other, and in that one cylinder segment (19, 28) of the further cylinder (3, 4) has a drive connection
with a cylinder segment (14, 19) of the cylinder (2, 3) by way of spur wheels (23,
31, 17, 23) which are fixedly connected to the cylinder segments (19, 28, 14, 19),
and in that the other cylinder segment (20, 30) of the further cylinder (3, 4) is driven by a
separate electric motor (25).
4. A rotary printing machine according to claim 1 having a drive for folding cylinders
of a folding apparatus, wherein the folding cylinder (2) has a cylinder segment (12)
bearing holding element (11) and a further cylinder segment (14) bearing folding blades
(13), which cylinder segments can be rotatably driven independently of each other,
and the further cylinder segment (14) has a drive connection with a folding-jaw cylinder
(3) by way of spur wheels (17, 23) which are secured to the further cylinder segment
(14) and the folding-jaw cylinder (3), characterised in that the cylinder segments (12, 14) have a drive connection with their own respective
electric motor (9, 15) and can be driven independently of each other.
5. A printing machine according to claim 4, characterised in that the folding-jaw cylinder (3) consists of two cylinder segments (19, 20) which bear
respective folding jaws (21, 22) and can be rotated relatively to each other, in that coordinated with the folding-jaw cylinder (3) there is a gripper/folding-blade cylinder
(4) which has a cylinder segment (28) bearing grippers (27) and a further cylinder
segment (30) bearing folding blades (29), with there being secured to all the cylinder
segments (19, 20, 28, 30) a respective spur wheel (23, 24, 31, 32), in that the cylinder segment (19) bearing folding jaws (21), the cylinder segment (14) of
the folding cylinder bearing folding blades (13), and the cylinder segment (28) of
the gripper/folding-blade cylinder (4) bearing grippers (27) have a drive connection
by way of their spur wheels (17, 23, 31), and in that the further cylinder segment (20) of the folding-jaw cylinder (3) bearing folding
jaws (22) and the further cylinder segment (30) of the gripper/folding-blade cylinder
(4) bearing folding blades (29) have a drive connection by way of their spur wheels
(24, 32) and are driven by an electric motor (25).
6. A printing machine according to claim 4 or 5, characterised in that the folding cylinder (2) cooperates with a blade cylinder (1), with the cylinder
segment (12) that bears the holding elements (11) and the blade cylinder (1) having
a drive connection by way of associated spur wheels (16, 8), and in that a pinion (10) of the electric motor (9) driving the cylinder segment (12) engages
into one of the spur wheels (16, 8).
7. A printing machine according to one of the preceding claims, characterised in that in order to preset angular positions of driven cylinders (1 to 4) the motor control
of the electric motors (9, 15, 25) of the cylinders (1 to 4) to be adjusted has a
connection on the input side with a computing and storage unit (35) into which the
angular positions that are to be set are read.
8. A printing machine according to one of claims 1 to 7, characterised in that provided on cylinder segments (12, 14, 19, 20, 28, 30) there are stops (35, 36) that
limit their mutual rotatability.
9. A printing machine according to one of claims 1 to 8, characterised in that arranged on cylinder segments (12, 14, 19, 20, 28, 30) there are hardware limit switches
(38, 39) that limit their mutual rotatability.
10. A printing machine according to one of claims 1 to 7, characterised in that the positional control of the electric motors (9, 15, 25) contains desired limiting
values for their mutual angular offset in order to limit the mutual rotatability of
the cylinder segments (12, 14, 19, 20, 28, 30).
1. Machine rotative d'impression comportant un entraînement d'un cylindre (2, 3, 4) ayant
des segments de cylindre (12, 14, 19, 20, 28, 30) entraînés et susceptibles de tourner
indépendamment l'un de l'autre,
caractérisée en ce que
les segments de cylindre (12, 14, 19, 20, 28, 30) coopèrent dans le sens de l'entraînement,
chacun avec un moteur électrique (9, 15, 25) et peuvent être entraînés indépendamment
l'un de l'autre.
2. Machine rotative d'impression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le cylindre (2) coopère avec un autre cylindre (1),
un segment (12) du cylindre (2) étant relié solidairement à un pignon droit (16) coopérant
dans le sens de l'entraînement avec un pignon droit (8) relié à l'un des autres cylindres
(1).
3. Machine rotative d'impression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le cylindre (2, 3) coopère avec un autre cylindre (3, 4), ayant également des segments
de cylindre (19, 20, 28, 30) susceptibles de tourner indépendamment l'un de l'autre,
et
un segment (19, 28) de l'autre cylindre (3, 4) coopère dans le sens de l'entraînement
avec un segment (14, 19) du cylindre (2, 3) par des pignons droits (23, 31, 17, 23),
reliés solidairement aux segments de cylindre (19, 28, 14, 19), et
l'autre segment (20, 30) de l'autre cylindre (3, 4) est entraîné par un moteur électrique
(25), distinct.
4. Machine rotative d'impression selon la revendication 1, pour un cylindre de pliage
d'un appareil de pliage, selon lequel le cylindre de pliage (2) comporte un segment
de cylindre (12) portant un élément de maintien (11), et un segment de cylindre (14)
portant un autre couteau de pliage (13), ces segments étant entraînés en rotation
indépendamment l'un de l'autre, et
l'autre segment de cylindre (14) coopère dans le sens de l'entraînement avec un cylindre
à volets de pliage (3) par des pignons droits (17, 23) fixés à l'autre segment de
cylindre (14) et au cylindre à volets de pliage (3),
caractérisée en ce que
les segments de cylindre (12, 14) sont entraînés indépendamment l'un de l'autre et
coopèrent dans le sens de l'entraînement chacun avec son propre moteur électrique
(9, 15).
5. Machine rotative d'impression selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le cylindre à volets de pliage (3) se compose de deux segments de cylindre (19, 20)
portant chacun deux volets de pliage (21, 22) et qui peuvent tourner l'un par rapport
à l'autre,
un cylindre à couteaux de pliage et pinces (4) est associé au cylindre à volets de
pliage (3), le cylindre comportant un segment de cylindre (28) portant une pince (27),
et un segment de cylindre (30) portant un autre couteau de pliage (29),
tous les segments de cylindre (19, 20, 28, 30) portant solidairement chacun un pignon
droit (23, 24, 31, 32),
le segment de cylindre (19) portant le volet de pliage (21), le segment de cylindre
(14) portant le couteau de pliage (13) du cylindre de pliage, et le segment de cylindre
(28) portant la pince (27) du cylindre à couteaux de pliage et pinces (4) coopèrent
dans le sens de l'entraînement par leurs pignons droits (17, 23, 31), et
l'autre segment de cylindre (20) portant un volet de pliage (22) et appartenant au
cylindre à volets de pliage (3), et l'autre segment de cylindre (30) portant le couteau
de pliage (29) et appartenant au cylindre à couteau de pliage et pince (4) sont reliés
dans le sens de l'entraînement par leurs pignons droits (24, 32), et sont entraînés
par un moteur électrique (25).
6. Machine rotative d'impression selon la revendication 4 ou 5,
caractérisée en ce que
le cylindre de pliage (2) coopère avec un cylindre porte-couteaux (1),
le segment de cylindre (12) portant les éléments de fixation (11) et le cylindre porte-couteaux
(1) sont reliés dans le sens de l'entraînement par des pignons droits correspondants
(16, 8), et
l'un des pignons droits (16, 8) est en prise avec un pignon (10) du moteur électrique
(9) entraînant le segment de cylindre (12).
7. Machine rotative d'impression selon les revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la régulation des moteurs électriques (9, 15, 25) des cylindres à régler (1-4) coopère
côté entrée avec une unité de calcul et de mémoire (35) dans laquelle sont enregistrées
les positions angulaires à régler, pour le préréglage des positions angulaires des
cylindres entraînés (1-4).
8. Machine rotative d'impression selon les revendications 1 à 7,
caractérisée par
des butées (35, 36) prévues sur les segments de cylindre (12, 14, 19, 20, 28, 30)
limitant leur rotation réciproque.
9. Machine rotative d'impression selon les revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
les segments de cylindre (12, 14, 19, 20, 28, 30) comportent des commutateurs de fin
de course en circuit câblé (38, 39) limitant leur mobilité réciproque en rotation.
10. Machine rotative d'impression selon les revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
la régulation de palier des moteurs électriques (9, 15, 25) contient des valeurs-limites
de consigne pour leur décalage angulaire réciproque, pour limiter la possibilité de
rotation réciproque des segments de cylindre (12, 14, 19, 20, 28, 30).


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