[0001] Gegenstand der Neuerung ist eine Kupplungsvorrichtung für Treibstangen von Treibstangenbeschlägen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Kupplungsvorrichtungen dieser Art sind in vielen Ausführungsformen bereits bekannt.
Aus der DE 199 13 306 A1 ist ein Treibstangenbeschlag zu entnehmen, der aus mehreren
Treibstangen besteht, die mittels Formschlusselementen in Form von ineinander greifender
Zahnungen kuppelbar sind. Die Treibstangen weisen einen flach rechteckigen bzw. runden
Querschnitt auf, wobei diese am Grund einer im Falz des Flügels angeordneten Beschlagaufnahmenut
mittels Befestigungselementen befestigt und längsverschiebbar geführt werden.
[0003] Die Treibstange stützt sich dabei über ein unterseitig an einem Zahnkästchen angeordneten
als Distanzstück wirksamen Vorsprung am Grund der Beschtagaufiahmenut ab, damit die
Zahnungen des Zahnkästchens und die der damit zu kuppelnden zweiten Treibstange beim
Kuppeln parallel zueinander stehen und damit das Zahnkästchen etwas vom Grund der
Beschlagaufnahmenut beabstandet bleibt um ein unerwünschtes Schleifen und die damit
verbundene Reibung zu vermeiden. Nachteilig ist es dabei, dass der Vorsprung sich
insbesondere bei der Montage an Flügeln aus weichen Rahmenmaterialien wie Holz in
den Grund der Nut eindrücken kann und somit zu besonderer Schwergängigkeit führt,
wenn im Betrieb des Treibstangenbeschlages der Vorsprung in die so entstandene Mulde
eintaucht und verhakt.
[0004] Aus der DE-U 7108480 ist ein Treibstangenbeschlag bekannt, der ebenfalls Befestigungsvorrichtungen
in der Beschlagaufnahmenut vorsieht, die auch zur Führung der Treibstange dienen.
Dadurch soll auch ein Ausknicken der flachrechteckigen Treibstange verhindert werden.
Die Befestigungsvorrichtung sieht im wesentlichen U-förmige Rastglieder vor, die mittels
einer Befestigungsschraube vor Montage der Treibstangen im Grund der Beschlagaufnahmenut
angebracht werden. Die parallel zu den Nutseitenwänden - senkrecht zum Grund der Beschlagaufnahmenut-
vorstehenden Schenkel der Rastlieder sind federelastisch und können zum Einklipsen
der Treibstange quer zur Beschlagaufnahmenut elastisch nach außen verformt werden.
Nach der Montage der Treibstangen wird die Beschlagaufnahmenut durch eine Abdeckung
verschlossen, wobei die Befestigung mit in Richtung des Grundes der Beschlagaufnahmenut
weisenden Stege erfolgt, welche die Rastglieder aussenseitig, also entlang der Nutseitenwände,
umgreifen. Dadurch wird ein Aufweiten der Rastglieder bei Belastung der Treibstange
verhindert und gleichzeitig eine Befestigung der Abdeckung gewährleistet.
[0005] Nachteilig ist es bei diesen bekannten Treibstangenbeschlägen, dass an den Kupplungsstellen
der Treibstangen bereits vor Montage der Treibstangen entsprechende Rastglieder zur
Führung und Befestigung der Treibstangen vorgesehen werden müssen, so dass die Treibstangen
im Bereich ihrer Kupplungsstellen ausreichend gegen den Grund der Beschlagaufnahmenut
abgestützt sind.
[0006] Die aus der DE 31 34 162 A1 bekannte Kupplungsvorrichtung weist hingegen ein Distanzstück
auf, welches eine unterhalb einer Stulpschiene verschiebbare Treibstange rührt. Das
Distanzstück stützt die Treibstange dabei gegen den Grund einer Beschlagaufnahmenut
ab, in dem die Treibstange von dem Distanzstück in einem Langloch durchgriffen wird.
An der Treibstange sind Kupplungsmittel in Form eines Zapfens vorgesehen, welche zur
Kopplung mit einer weiteren Treibstange dienen und deren Kupplungsrichtung ebenfalls
senkrecht zum Grund der Beschlagaufnahmenut verläuft.
[0007] Nachteilig ist es dabei, dass das Distanzstück nur über den Eingriff in dem Langloch
der Treibstange zugeordnet ist Eine Lagezuordnung innerhalb des Langlochs der Treibstange
ist dabei nicht vorgesehen. Somit muss die Ausrichtung des Distanzstücks jeweils manuell
erfolgen. Es ist femer nachteilig, dass das Distanzstück auf eine Breite festgelegt
ist, welche einem verbreiterten Abschnitt unterhalb von aufeinander zuweisenden Stegen
in der Beschlagaufnahmenut entspricht. Die Montage des mit dem Distanzstück ausgestatteten
Beschlagteiles kann daher nur dadurch erfolgen, dass dieses seitlich in die Beschlagaufnahmenut
eingeschoben wird. Eine übliche Montage der Beschlagteile senkrecht zum Falz ist nicht
möglich. Schließlich lässt die gewählte Kupplungsvorrichtung eine Längenanpassung
an die Abmessungen des Flügels an dem das Distanzstück aufweisenden Beschlagteil nicht
zu.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die bekannten Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden und eine Kupplungsvorrichtung anzugeben, die eine zuverlässige und einfach
zu handhabende Lagesicherung der Treibstange erlaubt.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Durch die Anordnung des Distanzstückes an der Treibstange wird eine Baueinheit des
Treibstangenbeschlages geschaffen, welche wie gewohnt handhabbar ist. Die Längsverschiebbarkeit
des Distanzstücks erlaubt es dabei, dass die Treibstange z.B. wie bei herkömmlichen
Treibstangenbeschlägen im Bereich einer Formschlusskupplung - z.B. einer Außenverzahnung
an den Schmalseiten oder einer Gruppe von Bohrungen einer flachrechteckigen Treibstange
- abgelängt werden kann, wobei das Distanzstück in Richtung des verbleibenden Treibstangenabschnitts
verschoben wird. Gleichzeitig ist aber durch die Kupplungsmöglichkeit des Distanzstückes
gewährleistet, dass sich das Distanzstück zusammen mit der Treibstange bewegt. Eine
Befestigung des Distanzstücks z.B. in der Beschlagaufnahmenut ist daher entbehrlich
und trotzdem wird eine definierte Lage des Distanzstücks bewirkt.
[0011] Dadurch wird eine einfache Befestigung des Distanzstücks an der Treibstange möglich,
da das Distanzstück Rastmittel aufweist, welche mit den Formschlusselementen der Treibstange
zusammenwirken. Dadurch entfallen speziell anzubringende Einrichtungen an der Treibstange,
die ein Festlegen des Distanzstücks erlauben.
[0012] Eine Weiterbildung sieht vor, dass das Distanzstück die Treibstange zumindest U-förmig
umgreift und gegen eine Abdeckung, z.B. eine die Beschlagaufnahmenut verschließende
Stulpschiene, abstützt. Dadurch entsteht ein Schutz gegen Ausknicken der Treibstange
unter Belastung sowohl in Richtung des Grundes der Beschlagaufnahmenut als auch in
einer entgegengesetzten Richtung dazu.
[0013] Eine spezielle und vorteilhafte Ausgestaltung sieht dabei vor, dass das Rastmittel
aus zumindest einem Rastvorsprung besteht, welcher in eine an einer Schmalseite der
Treibstange angebrachte Zahnung eingreift. Dadurch kann das Distanzstück zum Einen
bei den heute üblichen Treibstangenbeschlägen verwendet werden, bei denen die eine
Treibstange im Kupplungsbereich einen schmalrechteckigen Querschnitt aufweist, während
die andere Treibstange im Kupplungsbereich einen Zahnschuh trägt, welche die erste
Treibstange über-, unter- oder umgreift. Die Treibstange mit dem schmalrechteckigen
Querschnitt, weist dabei an ihren Schmalseiten üblicherweise eine über eine Teillänge
ausgeführte Zahnung zur Kupplung mit einer Innenverzahnung eines Zahnschuhs auf.
[0014] Zum anderen lässt sich das Distanzstück auch an anderen Stellen der Treibstange vorsehen,
die nicht in unmittelbaren Kupplungsbereich der Treibstangen liegen. Dadurch kann
die Treibstange ggf. auch zwischen den Kupplungsstellen abgestützt werden, wobei hier
nur ein kurzer Abschnitt der Treibstange mit einer Zahnung versehen sein muss.
[0015] Um eine möglichst genaue Führung und eine definierte Lage der Treibstange auch quer
zu Beschlagaufnahmenut zu erreichen ist ferner vorgesehen, dass das Distanzstück eins
Abmessung quer zur Richtung der Beschlagaufnahmenut besitzt, die annähernd dem Maß
der Beschlagaufnahmenut an deren geringsten lichten Breite entspricht. Dabei bezeichnet
die Richtung quer zur Beschlagaufnahmenut eine Orientierung, die senkrecht zu den
Seitenwänden verläuft.
[0016] Ferner ist vorgesehen, dass das Distanzstück der ersten Treibstange zugeordnet ist,
welche von dem Formschlusselement der zweiten Treibstange über- oder umgriffen wird.
Dadurch wird die Montage des Distanzstücks an der Treibstange erleichtert, welches
hierbei nur auf die bereits an dem Treibstangenbeschlagbauteil montierte Treibstange
aufgeschoben werden muss.
[0017] Schließlich ist es noch von Vorteil, wenn das Distanzstück in einem Endabschnitt
der Treibstange angeordnet ist, der einen Ablängbereich für das zugehörige Treibstangenbeschlagbauteil
bildet, da diese Treibstangen bedingt durch den Ablängbereich über eine Teillänge
nicht z.B. an einer Stulpschiene geführt werden können. Zum Kuppeln mit dem Zahnschuh
ist jedoch eine definierte Lage der Treibstange vorteilhaft.
[0018] Von besonderem Vorteil ist die Neuerung bei Beschlägen oder Montageverfahren wie
diese aus der DE 19602025 C2 bekannt sind. Hierbei übergreifen zumindest die im Eckbereich
des Flügels angebrachten Treibstangenbeschlagbauteile die Langbauteile, die vor dem
Verbinden der Holme zu einem Rahmen an diesen angebracht wurden.
[0019] Um eine, insbesondere automatengestützte Montage zu erleichtern, ist noch vorgesehen,
dass das Distanzstück die Treibstange gegen die Nutseitenwände abstützt und in einer
Lage parallel zur Stulpschiene hält.
[0020] Bei der Montage der übergreifenden Treibstangenbeschlagbauteile ist nämlich sicherzustellen,
dass die übergriffene Treibstange, die in diesem Fall den Ablängbereich aufweist,
nicht nach unten zum Grund der Nut gedrückt wird und der Formschluss zwischen den
Treibstangen daher nicht zustande kommt.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Figuren.
[0022] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Kupplungsstelle eines Treibstangenbeschlages bestehend aus zwei Treibstangen
und einem Distanzstück in einer Beschlagaufnahmenut eines Fensters,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine dreidimensionale Darstellung eines Distanzstückes, und
- Fig. 4 u. 5
- weitere Ausführungsbeispiele des Distanzstücks in dreidimensionaler Darstellung.
[0023] Fig. 1 zeigt von einem Treibstangenbeschlag 1 ein erstes Treibstangenbeschlagbauteil
2 und zweites Treibstangenbeschlagbauteil 3. Die Treibstangenbeschlagbauteile 2, 3
bestehen im wesentlichen aus Stulpschienen 4, 5 und Treibstangen 6, 7. Während die
Treibstange 6 über ihre gesamte Länge des Endabschnitts 8 einen flachrechteckigen
Querschnitt aufweist, ist die Treibstange 7 an ihrem Ende 9 mit einem Kupplungsschuh
10 versehen, welcher in Richtung auf die Treibstange 6 und den Grund 11 einer Beschlagaufnahmenut
12 hin offen ist. Der Kupplungsschuh 10 ist im wesentlichen U-förmig ausgebildet und
weist an seinen parallel zueinander verlaufenden Schenkel innenseitig Zahnungen auf,
welche mit einer Zahnung 13 entlang der Schmalseite 14 der Treibstange 6 formschlüssig
kuppelbar sind. Die Zahnung 13 und die Zahnung des Kupplungsschuhs 10 bilden somit
Formschlusselemente, über welche sich die Treibstangen 6, 7 übergreifen und kuppeln
lassen. Die Treibstangen 6, 7 sind wiederum unter den Stulpschienen 4, 5 längsverschiebbar
geführt und werden über einen - hier nicht dargestellten - Treibstangenantrieb verschoben.
[0024] Um eine Anpassung des Treibstangenbeschlagbauteils 2 an die Abmessungen eines Flügels
eines Fensters vornehmen zu können, wird das Treibstangenbeschlagbauteil 2 - in unmontierter
Lage - entsprechend abgelängt. Dazu wird die Stulpschiene 4 und die Treibstange 6
mittels einer Schere, Säge oder ähnlichem passend abgelängt. Hierzu werden in der
Regel Vorrichtungen verwendet, wie z. B. aus der DE 19933890 A1 bekannt. Die Enden
des Treibstangenbeschlagbauteils 2 werden dazu in Öffnungen der aus der DE 19933890
A1 bekannten Vorrichtung eingeführt, die etwas größer bemessen sind als der Querschnitt
der Treibstange 6. Mittels z. B. hydraulisch angetriebener Messer werden die Enden
der Stulpschiene 4 und der Treibstange 6 abgetrennt.
[0025] Damit trotz dieses Ablängens eine Kupplung möglich ist, ist der Endabschnitt 8 über
einen großen Teil seiner Länge mit der Zahnung 13 versehen, so dass das Treibstangenbeschlagbauteil
2 hier einen Ablängbereich erhält, der sich innerhalb des Treibstangenbeschlagbauteil
2 entsprechend den Erfordernissen und Abmessungen des Flügels anpaßt.
[0026] Bezüglich der Ausgestaltung des Ablängbereiches wird auf die DE 2515542 C3 verwiesen,
aus der ein derartiger Ablängbereich bekannt ist.
[0027] Bei der Montage der Treibstangenbeschlagbauteile 2, 3 an dem Flügel wird zunächst
das Treibstangenbeschlagbauteil 2 in der Beschlagaufnahmenut 12 angeordnet und befestigt.
Falls ein Ablängen des Treibstangenbeschlagbauteils 2 notwendig wurde, ist dies bereits
erfolgt, wobei ein in dem Endabschnitt 8 angeordnetes Distanzstück 15 in Richtung
des verbleibenden und zu montierenden Treibstangenabschnitts verschoben wird.
[0028] Zu einem späteren Montagezeitpunkt wird das Treibstangenbeschlagbauteil 3 montiert,
wobei einerseits die Stulpschiene 5 mit einem abgekröpften Abschnitt 16 die Stulpschiene
4 an ihrem Ende 17 übergreift und andererseits die Treibstange 6 an ihrem Ende 18
von dem Kupplungsschuh 10 übergriffen wird. Damit die Zahnung des Kupplungsschuhs
10 und die Zahnung 13 der Treibstange 6 ineinandergreifen können, stützt das Distanzstück
15 die Treibstange 6 gegenüber dem Grund 11 der Beschlagaufnahmenut 12 ab. Dadurch
wird das Ende 18 der Treibstange 6 in einem durch das Distanzstück 15 vorgegebenen
Abstand zum Grund 11 gehalten und gleichzeitig verhindert, dass der Kupplungsschuh
10 bei der Montage das Ende 18 nach unten drückt, wobei das Ende 18 bei Betätigung
des Treibstangenbeschlages, also bei einer Verschiebung der Treibstange 6, am Grund
11 der Beschlagaufnahmenut schaben würde.
[0029] Wie aus der Fig. 2 hervorgeht, stützt das Distanzstück 15 die Treibstange 6 gegenüber
dem Nutgrund 11 ab und zwar - wie in Verbindung mit Fig. 1 - hervorgeht, in Fügerichtung
der Zahnung 13 der Treibstange 6 und der Zahnung des Kupplungsschuhs 10. Dabei umgreift
das Distanzstück 15 die Treibstange 6 U-förmig, wobei die Schenkel 20, 21 parallel
zu den Nutseitenwänden 22, 23 verlaufen. An den freien Enden der Schenkel 20, 21 sind
dabei im Ausführungsbeispiel aufeinander zuweisende Rasthaken 24, 25 vorgesehen, welche
die Treibstange 6 hintergreifen. Die Abmessung 26 des Distanzstücks 15 ist dabei so
gewählt, dass sie etwas geringer ist als das Maß 27 der geringsten lichten Breite
der Beschlagaufnahmenut 12. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Beschlagaufnahmenut
12 zwei von den Nutseitenwänden 22, 23 vorstehende Leisten 28, 29 auf, welche zur
Auflage der Stulpschiene 4 dienen und zwischen denen sich das minimale Abstandsmaß
einstellt. Die Stulpschiene 4 schließt bündig mit dem Falz 30 des Flügels ab.
[0030] Wie aus der Fig. 2 noch hervorgeht, ragen die Schenkel 20, 21 über die Treibstange
6 so weit vor, dass diese annähernd bis an die Stulpschiene 4 reichen. Dadurch stützt
das Distanzstück 15 die Treibstange 6 auch gegen Ausknickung senkrecht zur Beschlagaufnahmenut
12, also in Richtung der Stulpschiene 4 ab, da die Rasthaken 24, 25 bis nahe an die
Stulpschiene 4 heranreichen.
[0031] Fig. 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Distanzstücks 15 im vergrößerten
Maßstab in einer dreidimensionalen Darstellung. Das Distanzstück 15 weist in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel eine fensterartige Öffnung 40 auf, in welcher die Treibstange
6 im montierten Zustand aufgenommen ist. Die die Zahnung 13 aufweisende Schmalseite
14 ist dabei seitlich aufeinander zuweisenden Rastvorsprüngen 41 und 42 zugewandt,
so dass die Rastvorsprünge 41, 42 Rastmittel bilden, die mit der Zahnung 13 zusammenwirken.
Dabei sind die Rastvorsprünge 41 , 42 an längs verlaufenden Stegen 43, 44 angeordnet,
die aufgrund von Einkerbungen 45 federelastisch ausgebildet sind.
[0032] Aufgrund der Rastvorsprünge 41, 42 lässt sich das Distanzstück 15 relativ zu der
Treibstange 6 festlegen, wobei gleichwohl aber auch eine Längsverschiebung, beispielsweise
von Hand, vorgenommen werden kann.
[0033] In den Figuren 4 und 5 sind alternative Ausgestaltungen der Distanzstücke 15 dargestellt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind die Rastvorsprünge 42, 43 jeweils paarweise
an den Enden von nicht miteinander unmittelbar verbundenen Stegen 46, 47 bzw. 48,
49 angeordnet. Dadurch lassen sich die Rastvorsprünge 41, 42 im Vergleich zu dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 leichter verformen bzw. das Distanzstück 15 leichter verschieben. Bei
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 befinden sich die Rastvorsprünge 41, 42 an einem
senkrecht vom Boden 50 vorstehenden Steg 51 bzw. 52 der bis in den Bereich der Öffnungen
40 vorragt.
[0034] Allen Ausführungsbeispielen des Distanzstücks 15 nach den Figuren 3 bis 5 ist dabei
gemein, dass alle in Verschieberichtung R liegenden Kanten mit großzügigen Radien
versehen sind, so dass bei einem Kontakt dieser Kanten mit dem Grund 11 der Beschlagaufnahmenut
12 diese nicht scheuern. Gleichzeitig sind die dem Nutgrund 11 bzw. der Stulpschiene
4 zugewandten Flächen mit Vorsprüngen 53 (Fig. 5) oder Mulden 54, 55 (Fig. 3 u. 4)
versehen, um die Anlagefläche und damit die mögliche Reibung zu minimieren.
[0035] Allen Distanzstücken 15 ist dabei auch gemein, dass sie sowohl in Längsrichtung also
in Verschieberichtung R, als auch quer dazu mittelsymmetrisch aufgebaut sind, so dass
die Montage verwechselungsfrei gehandhabt werden kann. Die Distanzstücke 15 lassen
sich dabei bevorzugt aus einem elastischen Material, z. B. Kunststoff, als Formteile
kostengünstig herstellen, wobei gegebenenfalls durch Zusätze eine weitere Reibungsminderung
bewirkt werden kann.
[0036] Es ist leicht einsehbar, dass das Distanzstück mit Vorteil auch in einem Bereich
der Treibstangen zum Einsatz gelangen kann, in dem sich keine Kupplungsstelle befindet.
[0037] Selbstverständlich kann das Distanzstück 15 auch reibschlüssig an der Treibstange
6 befestigt sein und nur unter Überwindung eines gewissen Widerstandes verlagerbar
sein.
[0038] Zweckmäßig ist es jedoch, dass das Distanzstück 15 beim Einschieben in die Ablängvorrichtung
entsprechend der DE 19933890 A1 entweder manuell oder durch Anschlagen des Distanzstücks
15 an die Ränder der Ablängvorrichtung zurück verschoben wird, so dass sich bereits
hierdurch ein definierter Abstand zum Ende 17 der Treibstange 6 einstellt. Erfolgt
das Zurückschieben durch die Ablängvorrichtung, so kann durch eine geeignete Wahl
des Abstandes der Öffnung zu dem Messer auch gleichzeitig ein erwünschter Abstand
zum Ende der Treibstange bewirkt werden.
[0039] Wie aus der Fig. 2 noch hervorgeht, stützt das Distanzstück 15 die Treibstange 6
auch quer zur Verschieberichtung, also senkrecht zu den Nutseitenwänden 22, 23 ab.
Dadurch wird das Kuppeln der Zahnungen 13 und der Zahnung des Kupplungsschenkels 10
erleichtert. Insbesonders bei einer automatisierten Beschlagmontage ist es nämlich
notwendig, dass die Treibstangen 6, 7 miteinander fluchten.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Treibstangenbeschlag
- 2
- Treibstangenbeschlagbauteil
- 3
- Treibstangenbeschlagbauteil
- 4
- Stulpschiene
- 5
- Stulpschiene
- 6
- Treibstange
- 7
- Treibstange
- 8
- Endabschnitt
- 9
- Ende
- 10
- Kupplungsschuh
- 11
- Grund
- 12
- Beschlagaufnahmenut
- 13
- Zahnung
- 14
- Schmalseite
- 15
- Distanzstück
- 16
- Abschnitt
- 17
- Ende
- 18
- Ende
- 20
- Schenkel
- 21
- Schenkel
- 22
- Nutseitenwand
- 23
- Nutseitenwand
- 24
- Rasthaken
- 25
- Rasthaken
- 26
- Abmessung
- 27
- Mass
- 28
- Leiste
- 29
- Leiste
- 30
- Falz
- 40
- Öffnung
- 41
- Rastvorsprung
- 42
- Rastvorsprung
- 43
- Steg
- 44
- Steg
- 45
- Einkerbung
- 46
- Steg
- 47
- Steg
- 48
- Steg
- 49
- Steg
- 50
- Boden
- 51
- Steg
- 52
- Steg
- 53
- Vorsprung
- 54
- Mulde
- 55
- Mulde
- R
- Verschieberichtung
1. Kupplungsvorrichtung für Treibstangen (6, 7) von Treibstangenbeschlägen, enthaltend
zwei längsverschiebbare Treibstangen (6, 7), die im montierten Zustand an einem Falz
(30) oder in einer Beschlagaufnahmenut (12) eines Fensters oder einer Tür längsverschiebbar
gelagert sind und über an den Treibstangen (6, 7) vorgesehenen Formschlusselemente
(10, 13) miteinander gekoppelt sind,
wobei zumindest eine Treibstange (6) ein Distanzstück (15) aufweist, welches die Treibstange
(6) im montierten Zustand in Fügerichtung der Formschlusselemente (10, 13) gegen den
Falz (30) oder den Grund (11) der Beschlagaufnahmenut (12) abstützt,
und wobei das Distanzstück (15) mit der Treibstange (6) kuppelbar und längs dieser
verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Distanzstück (15) Rastmittel (41, 42) aufweist, welche mit den Formschlusselementen
(13) der Treibstange (6) zusammenwirken.
2. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Distanzstück (15) die Treibstange (6) zumindest U-förmig umgreift und gegen eine
Abdeckung, z.B. eine die Beschlagaufnahmenut (12) verschließende Stulpschiene (4)
abstützt.
3. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rastmittel aus zumindest einem Rastvorsprung (41, 42) besteht, welcher in eine
an einer Schmalseite (14) der Treibstange (6) angebrachte Zahnung (13) eingreift.
4. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Distanzstück (15) eine Abmessung (26) quer zur Richtung der Beschlagaufnahmenut
(12) besitzt, die annähernd dem Maß (27) der Beschlagaufnahmenut (12) an deren geringster
lichten Breite entspricht.
5. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Distanzstück (15) der ersten Treibstange (6) zugeordnet ist, welche von dem Formschlusselement
(10) der zweiten Treibstange (7) über- oder umgriffen wird.
6. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Distanzstück (15) in einem Endabschnitt (8) der Treibstange (6) angeordnet ist,
der einen Ablängbereich für das zugehörige Treibstangenbeschlagbauteil (2) bildet.
7. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Distanzstück (15) die Treibstange (6) gegen die Nutseitenwände (22, 23) abstützt
und in einer Lage parallel zur Stulpschiene (4) hält.
1. Coupling device for drive rods (6, 7) of drive rod fittings comprising two longitudinally
displaceable drive rods (6, 7,) which in the assembled state are mounted in a longitudinally
displaceable manner on a rebate (30) or in a fitting receiving groove (12) of a window
or a door and are mutually coupled via positive-locking elements (10, 13) provided
on the drive rods (6, 7)
wherein at least one drive rod (6) comprises a spacer (15) which supports the drive
rod (6) in the assembled state in the joint direction of the positive-locking elements
(10, 13) against the rebate (30) or the base (11) of the fitting receiving groove
(12) and wherein the spacer (15) can be coupled to the drive rod (6) and can be displaced
along said drive rod,
characterised in that
the spacer (15) comprises latching means (41, 42) which cooperate with the positive-locking
elements (13) of the drive rod (6).
2. Coupling device according to claim 1,
characterised in that
the spacer (15) engages around the drive rod (6) at least in a U-shaped manner and
supports it against a cover, for example an up-turned rail (4) which closes the fitting
receiving groove (12).
3. Coupling device according to claim 1 or 2,
characterised in that
the latching means consist of at least one latching projection (41, 42) which engages
in a toothing arrangement (13) provided on a narrow side (14) of the drive rod (6).
4. Coupling device according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that the spacer (15) comprises a dimension (26) transversely with respect to the direction
of the fitting receiving groove (12) which almost corresponds to the measurement (27)
of the fitting receiving groove (12) at its smallest clearance width.
5. Coupling device according to any one of claims 1 to 4,
characterised in that
the spacer (15) is allocated to the first drive rod (6), over or around which the
positive-locking element (10) of the second drive rod (7) engages.
6. Coupling device according to any one of claims 1 to 5,
characterised in that
the spacer (15) is disposed in an end section (8) of the drive rod (6) which forms
a cut-off region for the associated drive rod fitting component (2).
7. Coupling device according to any one of claims 1 to 6,
characterised in that
the spacer (15) supports the drive rod (6) against the groove side walls (22, 23)
and holds it in a position in parallel with the up-turned rail (4).
1. Dispositif d'accouplement pour tringles d'entraînement (6, 7) de ferrures à tringles
d'entraînement, qui contient deux tringles d'entraînement (6, 7) déplaçables en longueur
qui, en situation montée, sont placées sur une feuillure (30) ou dans une rainure
(12) de réception de ferrure d'une fenêtre ou d'une porte de manière à pourvoir être
déplacées dans le sens de leur longueur et sont couplées l'une à l'autre par l'intermédiaire
d'éléments (10, 13) en correspondance de forme prévus sur les tringles d'entraînement
(6, 7), au moins une tringle d'entraînement (6) présentant une pièce d'écartement
(15) qui, en position montée, appuie la tringle d'entraînement (6) contre la feuillure
(30) ou contre le fond (11) de la rainure (12) de réception de ferrure dans la direction
du joint entre les éléments en correspondance de forme (10, 13) et la pièce d'écartement
(15) pouvant être accouplée avec la tringle d'entraînement (6) et être déplacée le
long de celle-ci, caractérisé en ce que la pièce d'écartement (15) présente des moyens d'encliquetage (41, 42) qui collaborent
avec les éléments en correspondance de forme (13) de la tringle d'entraînement (6).
2. Dispositif d'accouplement selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce d'écartement (15) chevauche au moins en forme de U la tringle d'entraînement
(6) et l'appuie contre un recouvrement, par exemple contre un rail embouti (4) qui
ferme la rainure (12) de réception de ferrure.
3. Dispositif d'accouplement selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen d'encliquetage est constitué d'au moins une saillie d'encliquetage (41,
42) qui s'engage dans une dentelure (13) apportée sur une tranche (14) de la tringle
d'entraînement (6).
4. Dispositif d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la pièce d'écartement (15) présente une extension (26) transversale par rapport à
la direction de la rainure (12) de réception de ferrure, qui correspond de façon approchée
à la dimension (27) de la rainure (12) de réception de ferrure à sa plus petite largeur.
5. Dispositif d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pièce d'écartement (15) est associée à la première tringle d'entraînement (6)
qui est recouverte ou chevauchée par l'élément en correspondance de forme (10) de
la deuxième tringle d'entraînement (7).
6. Dispositif d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la pièce d'écartement (15) est agencée dans une partie d'extrémité (8) de la tringle
d'entraînement (6), qui forme un prolongement du composant (2) de ferrure à tringles
d'entraînement qui en fait partie.
7. Dispositif d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la pièce d'écartement (15) appuie la tringle d'entraînement (6) contre les parois
latérales (22, 23) de la rainure et la maintient dans une position parallèle au rail
embouti (4).