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(11) |
EP 1 260 705 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.2004 Patentblatt 2004/43 |
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Anmeldetag: 13.04.2002 |
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| (54) |
Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
Fuel injection system for internal combustion engine
Systeme d'injection de carburant pour moteur a combustion interne
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
17.05.2001 DE 10123994
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.11.2002 Patentblatt 2002/48 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Reusing, Volker
70197 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 823 549
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EP-A- 1 211 411
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
nach der Gattung des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist durch die EP 0 823 549 A bekannt.
Diese Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine
jeweils eine Kraftstoffpumpe und ein Kraftstoffeinspritzventil auf, die eine Baueinheit
bilden. Die Kraftstoffpumpe weist einen durch die Brennkraftmaschine in einer Hubbewegung
angetriebenen Pumpenkolben auf, der einen Pumpenarbeitsraum begrenzt. Es ist ein erstes
elektrisch gesteuertes Steuerventil vorgesehen, durch das eine Verbindung des Pumpenarbeitsraums
mit einem Entlastungsraum gesteuert wird. Das Kraftstoffeinspritzventil weist ein
Einspritzventilglied auf, durch das wenigstens eine Einspritzöffnung gesteuert wird
und das durch den in einem mit dem Pumpenarbeitsraum verbundenen Druckraum herrschenden
Druck gegen eine Schließkraft in Öffnungsrichtung bewegbar ist. Es ist ein zweites
elektrisch gesteuertes Steuerventil vorgesehen, durch das der in einem Steuerdruckraum
des Kraftstoffeinspritzventils herrschende Druck gesteuert wird, durch den das Einspritzventilglied
zumindest mittelbar in Schließrichtung beaufschlagt ist. Durch das zweite Steuerventil
wird eine Verbindung des Steuerdruckraums mit dem Pumpenarbeitsraum gesteuert. Diese
Kraftstoffeinspritzeinrichtung ermöglicht bei einem Einspritzzyklus aufeinanderfolgend
eine Voreinspritzung einer geringen Kraftstoffmenge, eine Haupteinspritzung einer
großen Kraftstoffmenge und eine Nacheinspritzung einer geringen Kraftstoffmenge. Beide
Steuerventile werden durch einen gemeinsamen Aktor in Form eines Elektromagneten gesteuert.
Um dies zu ermöglichen müssen die beiden Ventile zueinander axial angeordnet sein,
wodurch die Baueinheit aus Kraftstoffpumpe und Kraftstoffeinspritzventil eine große
Bauhöhe aufweist.
Vorteile der Erfindung.
[0003] Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch
1 hat demgegenüber den Vorteil, daß die beiden Steuerventile in beliebiger Weise,
beispielsweise nebeneinander angeordnet werden können, so daß die Baueinheit aus Kraftstoffpumpe
und Kraftstoffeinspritzventil nur eine geringe Bauhöhe'aufweist.
[0004] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzeinrichtung angegeben. Die Ausbildung gemäß
Anspruch 5 ermöglicht eine Kraftstoffeinspritzung mit gestuftem Druckanstieg.
Zeichnung
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
für eine Brennkraftmaschine in schematischer Darstellung, Figur 2 einen Druckverlauf
an Einspritzöffnungen eines Kraftstoffeinspritzventils der Kraftstoffeinspritzeinrichtung
und Figur 3 die Kraftstoffeinspritzeinrichtung in einem Längsschnitt.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0006] In den Figuren 1 und 3 ist eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist als sogenanntes
Pumpe-Düse-System ausgebildet und weist für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine
jeweils eine Kraftstoffpumpe 10 und ein Kraftstoffeinspritzventil 12 auf, die eine
Baueinheit. bilden. Die Kraftstoffpumpe 10 weist einen in einem Zylinder 16 dicht
geführten Pumpenkolben 18 auf, der durch einen Nocken 20 einer Nockenwelle der Brennkraftmaschine
gegen die Kraft einer Rückstellfeder 19 in einer Hubbewegung angetrieben wird. Der
Pumpenkolben 18 begrenzt im Zylinder 16 einen Pumpenarbeitsraum 22, in dem durch den
Pumpenkolben 18 Kraftstoff unter Hochdruck verdichtet wird. Dem Pumpenarbeitsraum
22 wird Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter 24 zugeführt, beispielsweise
mittels einer nicht dargestellten Niederdruckpumpe.
[0007] Das Kraftstoffeinspritzventil 12 ist unterhalb der Kraftstoffpumpe 10 zum Brennraum
der Brennkraftmaschine hin angeordnet und mit dem Pumpenarbeitsraum 22 verbunden.
Das Kraftstoffeinspritzventil 12 weist einen Ventilkörper 26 auf, der mehrteilig ausgebildet
sein kann, in dem ein kolbenförmiges Einspritzventilglied 28 in einer Bohrung 30 längsverschiebbar
geführt ist. Der Ventilkörper 26 weist an seinem dem Brennraum des Zylinders der Brennkraftmaschine
zugewandten Endbereich wenigstens eine, vorzugsweise mehrere Einspritzöffnungen 32
auf. Das Einspritzventilglied 28 weist an seinem dem Brennraum zugewandten Endbereich
eine beispielsweise etwa kegelförmige Dichtfläche 34 auf, die mit einem im Ventilkörper
26 ausgebildeten Ventilsitz 36 zusammenwirkt, von dem oder nach dem die Einspritzöffnungen
32 abführen. Im Ventilkörper 26 ist zwischen dem Einspritzventilglied 28 und der Bohrung
30 zum Ventilsitz 36 hin ein Ringraum 38 vorhanden, der durch eine radiale Erweiterung
der Bohrung 30 in einen das Einspritzventilglied 28 umgebenden Druckraum 40 übergeht.
Das Einspritzventilglied 28 weist im Bereich des Druckraums 40 eine Druckschulter
42 auf. Am dem Brennraum abgewandten Ende des Einspritzventilglieds 28 greift eine
vorgespannte Schließfeder 44 an, durch die das Einspritzventilglied 28 zum Ventilsitz
36 hin gedrückt wird. Die Schließfeder 44 ist in einem Federraum 46 des Ventilkörpers
26 angeordnet, der sich an die Bohrung 30 anschließt. An den Federraum 46 schließt
sich an dessen der Bohrung 30 abgewandtem Ende im Ventilkörper 26 eine weitere Bohrung
48 an, in der ein Kolben 50 dicht geführt ist, der mit dem Einspritzventilglied 28
verbunden ist. Der Kolben 50 begrenzt mit seiner dem Federraum 46 abgewandten Stirnfläche
einen Steuerdruckraum 52 im Ventilkörper 26. Der Druckraum 40 ist über einen im Ventilkörper
26 verlaufenden Kanal 54 mit dem Pumpenarbeitsraum 22 verbunden. Der Steuerdruckraum
52 weist eine ständig geöffnete Verbindung mit einem Entlastungsraum auf, als der
beispielsweise der Kraftstoffvorratsbehälter 24 dient, und in der wenigstens eine
Drosselstelle 56 vorgesehen ist.
[0008] Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist zwei elektrisch gesteuerte Steuerventile
60,70 auf, die an der Baueinheit aus Kraftstoffpumpe 10 und Kraftstoffeinspritzventil
12 angeordnet sind. Durch ein erstes Steuerventil 60 wird eine Verbindung des Pumpenarbeitsraums
22 mit einem Entlastungsraum gesteuert, wobei der Entlastungsraum beispielsweise der
Kraftstoffvorratsbehälter 24 ist oder ein anderer Bereich, in dem ein geringer Druck
herrscht. Das erste Steuerventil 60 kann als ein 2/2-Wegeventil oder vorzugsweise
als ein 2/3-Wegeventil ausgebildet sein. Das erste Steuerventil 60 weist ein Ventilglied
61 auf, das gegen die Kraft einer Rückstellfeder 62 bei der Ausbildung als 2/2-Wegeventil
zwischen zwei Schaltstellungen bewegbar ist und bei der Ausbildung als 2/3-Wegeventil
zwischen drei Schaltstellungen bewegbar ist.
[0009] Durch das zweite Steuerventil 70 wird eine Verbindung des Steuerdruckraums 52 des
Kraftstoffeinspritzventils 12 mit dem Pumpenarbeitsraum 22 gesteuert. Das zweite Steuerventil
70 ist als 2/2-Wegeventil ausgebildet und weist ein Ventilglied 71 auf, das gegen
die Kraft einer Rückstellfeder 72 zwischen zwei Schaltstellungen bewegbar ist.
[0010] Die Ansteuerung der beiden Steuerventile 60,70 erfolgt durch einen gemeinsamen Aktor
64, durch den der Druck in einem Aktordruckraum 66 gesteuert wird. Der Aktor 64 kann
beispielsweise ein Piezoaktor sein, der abhängig von einer an diesen angelegten elektrischen
Spannung seine Länge ändert. Wenn am Aktor 64 keine Spannung anliegt, so weist dieser
eine geringe Länge auf und der Druck im Aktordruckraum 66 ist gering. Mit zunehmender
an den Aktor 64 angelegter elektrischer Spannung vergrößert sich dessen Länge und
der Druck im Aktordruckraum 66 wird erhöht. Das Ventilglied 61 des ersten Steuerventils
60 ist einerseits vom Druck im Aktordruckraum 66 beaufschlagt und andererseits von
der Kraft der vorgespannten Rückstellfeder 62. Bei geringem Druck im Aktordruckraum
66 befindet sich das erste Steuerventil 60 bedingt durch die auf dessen Ventilglied
61 wirkende Kraft der Rückstellfeder 62 in einer ersten Schaltstellung, in der der
Pumpenarbeitsraum 22 mit dem Kraftstoffvorratsbehälter 24 verbunden ist. Zur Umschaltung
des ersten Steuerventils 60 in eine zweite oder dritte Schaltstellung wird an den
Aktor 64 eine derart hohe elektrische Spannung angelegt, daß der Druck im Aktordruckraum
66 ausreichend hoch ist, so daß die durch diesen auf das Ventilglied 61 erzeugte Kraft
größer ist als die Kraft der Rückstellfeder 62 und das Ventilglied 61 in eine weitere
Schaltstellung bewegt wird. Bei Ausbildung des ersten Steuerventils 60 als 2/3-Wegeventil
wird durch dieses in einer zweiten Schaltstellung der Pumpenarbeitsraum 22 über eine
Drosselstelle 63 mit dem Entlastungsraum 24 verbunden. In seine zweite Schaltstellung
wird das erste Steuerventil 60 gebracht, indem durch entsprechende Ansteuerung des
Aktors 64 der Druck im Aktordruckraum 66 derart erhöht wird, daß das Ventilglied 61
durch die auf dieses wirkende Druckkraft gegen die Kraft der Rückstellfeder 62 den
zur Erreichung der zweiten Schaltstellung erforderlichen Hub ausführt. In der dritten
Schaltstellung des ersten Steuerventils 60 wird durch dieses der Pumpenarbeitsraum
22 vom Entlastungsraum 24 getrennt. In seine dritte Schaltstellung wird das erste
Steuerventil 60 gebracht, indem durch entsprechende Ansteuerung des Aktors 64 der
Druck im Aktordruckraum 66 weiter erhöht wird, so daß das Ventilglied 61 durch die
auf dieses wirkende Druckkraft gegen die Kraft der Rückstellfeder 62 den zur Erreichung
der dritten Schaltstellung erforderlichen weiteren Hub ausführt.
[0011] Das zweite Steuerventil 70 weist ebenfalls ein Ventilglied 71 auf, das einerseits
vom Druck im Aktordruckraum 66 und andererseits von der Kraft der vorgespannten Rückstellfeder
72 beaufschlagt ist. Bei geringem Druck im Aktordruckraum 66 befindet sich das Steuerventil
70 bedingt durch die auf dessen Ventilglied 71 wirkende Kraft der Rückstellfeder 72
in einer ersten Schaltstellung, in der der Steuerdruckraum 52 vom Pumpenarbeitsraum
22 getrennt ist. Zur Umschaltung des zweiten Steuerventils 70 in seine zweite Schaltstellung,
in der der Steuerdruckraum 52 mit dem Pumpenarbeitsraum 22 verbunden ist, wird an
den Aktor 64 eine derart hohe elektrische Spannung angelegt, daß der Druck im Aktordruckraum
66 ausreichend hoch ist, so daß die durch diesen auf das Ventilglied 71 erzeugte Kraft
größer ist als die Kraft der Rückstellfeder 72 und das Ventilglied 71 eine Hubbewegung
in seine zweite Schaltstellung ausführt.
[0012] Die durch die Rückstellfeder 72 auf das Ventilglied 71 des zweiten Steuerventils
70 ausgeübte Kraft ist größer als die durch die Rückstellfeder 62 auf das Ventilglied
61 des ersten Steuerventils 60 ausgeübte Kraft, so daß für die Umschaltung des zweiten
Steuerventils 70 in seine zweite Schaltstellung ein höherer Druck im Aktordruckraum
66 und damit eine Ansteuerung des Aktors 64 mit einer höheren elektrischen Spannung
erforderlich ist als für die Umschaltung des ersten Steuerventils 60 in seine zweite
und dritte Schaltstellung. Es ist somit möglich, das erste Steuerventil 60 durch eine
Druckerhöhung im Aktordruckraum 66 in seine zweite oder dritte Schaltstellung umzuschalten,
während das zweite Steuerventil 70 in seiner ersten Schaltstellung verbleibt. Bei
einer weiteren Druckerhöhung im Aktordruckraum 66 wird auch das zweite Steuerventil
70 in seine zweite Schaltstellung umgeschaltet.
[0013] Nachfolgend wird die Funktion der Kraftstoffeinspritzeinrichtung erläutert. Der gemeinsame
Aktor 64 der Steuerventile 60, 70 wird durch eine elektrische Steuereinrichtung 74
angesteuert. Beim Saughub des Pumpenkolbens 18 befindet sich das erste Steuerventil
60 in seiner ersten Schaltstellung, so daß die Verbindung des Leitungsteils 56 mit
dem Kraftstoffvorratsbehälter 24 geöffnet ist und sich im Pumpenarbeitsraum 22 und
im Druckraum 40 des Kraftstoffeinspritzventils 12 kein Hochdruck aufbauen kann. Das
zweite Steuerventil 70 befindet sich ebenfalls in seiner ersten Schaltstellung, so
daß der Steuerdruckraum 52 vom Pumpenarbeitsraum 22 getrennt ist. Wenn die Einspritzung
beginnen soll, so wird der Aktor 64 durch die Steuereinrichtung 74 derart angesteuert,
daß der Druck im Aktordruckraum 66 so hoch wird, daß das erste Steuerventil 60 in
seine zweite oder dritte Schaltstellung umgeschaltet wird. Der Pumpenarbeitsraum 22
ist dann nur noch über die Drosselstelle 63 mit dem Entlastungsraum 24 verbunden oder
von diesem getrennt, so daß sich im Pumpenarbeitsraum 22 und im Druckraum 40 ein erhöhter
Druck aufbaut. Wenn die durch den im Druckraum 40 herrschenden Druck über die Druckschulter
42 auf das Einspritzventilglied 28 wirkende Kraft größer ist als die durch die Schließfeder
44 auf das Einspritzventilglied 28 erzeugte Kraft, so bewegt sich das Einspritzventilglied
28 in Öffnungsrichtung 29 und gibt die wenigstens eine Einspritzöffnung 32 frei, durch
die Kraftstoff in den Brennraum des Zylinders der Brennkraftmaschine eingespritzt
wird. Die Kraftstoffeinspritzung erfolgt dabei als eine Voreinspritzung mit relativ
geringem Druck und mit geringer Menge. In Figur 2 ist der Verlauf des an den Einspritzöffnungen
32 des Kraftstoffeinspritzventils 12 herrschenden Drucks P während eines Einspritzzyklus
über der Zeit t dargestellt. Die Voreinspritzung ist in Figur 2 mit I bezeichnet.
Während der Voreinspritzung verbleibt das zweite Steuerventil 70 in seiner ersten
Schaltstellung, so daß der Steuerdruckraum 52 vom Pumpenarbeitsraum 22 getrennt ist
und im Steuerdruckraum 52 kein Hochdruck herrscht.
[0014] Zur Beendigung der Voreinspritzung wird das erste Steuerventil 60 durch entsprechende
Verringerung der an den Aktor 64 angelegten Spannung und damit verringertem Druck
im Aktordruckraum 66 wieder in seine erste Schaltstellung umgeschaltet, so daß der
Pumpenarbeitsraum 22 ungedrosselt mit dem Entlastungsraum 24 verbunden ist und in
diesem der Druck abfällt, so daß das Kraftstoffeinspritzventil 12 infolge der Kraft
der Schließfeder 44 schließt. Zu einer nachfolgenden Haupteinspritzung wird durch
die Steuereinrichtung 74 an den Aktor 64 zunächst eine derart hohe Spannung angelegt,
daß der Druck im Aktordruckraum 66 so stark ansteigt, daß das erste Steuerventil 60
in seine zweite Schaltstellung umschaltet und der Pumpenarbeitsraum 22 mit dem Entlastungsraum
24 über die Drosselstelle 63 verbunden ist. Im Pumpenarbeitsraum 22 und im Druckraum
40 baut sich somit Hochdruck entsprechend dem Profil des Nockens 20 auf, der jedoch
durch die gedrosselte Verbindung mit dem Entlastungsraum 24 etwas verringert ist.
Wenn die durch den im Druckraum 40 herrschenden Druck über die Druckschulter 42 auf
das Einspritzventilglied 28 wirkende Kraft größer ist als die durch die Schließfeder
44 auf das Einspritzventilglied 28 erzeugte Kraft, so bewegt sich das Einspritzventilglied
28 in Öffnungsrichtung 29 und gibt die wenigstens eine Einspritzöffnung 32 frei, durch
die Kraftstoff in den Brennraum des Zylinders der Brennkraftmaschine eingespritzt
wird. Die Haupteinspritzung, die in Figur 2 mit II bezeichnet ist, beginnt somit mit
einem relativ geringen Druck und mit geringer Einspritzmenge. Mit zeitlicher Verzögerung
wird durch die Steuereinrichtung 74 an den Aktor 64 eine erhöhte Spannung angelegt,
so daß der Druck im Aktordruckraum 66 so stark ansteigt, daß das erste Steuerventil
60 in seine dritte Schaltstellung umschaltet und der Pumpenarbeitsraum 22 vom Entlastungsraum
24 getrennt ist. Im Pumpenarbeitsraum 22 und im Druckraum 40 baut sich somit ein weiter
steigender Hochdruck entsprechend dem Profil des Nockens 20 auf, so daß die weitere
Haupteinspritzung mit hohem Druck und großer Einspritzmenge erfolgt. Der Druck, bei
dem das Kraftstoffeinspritzventil 12 für die Haupteinspritzung öffnet, kann durch
den Zeitpunkt des Umschaltens des ersten Steuerventils 60 in seine zweite und/oder
dritte Schaltstellung beeinflußt werden. Je später das Steuerventil 60 umgeschaltet
wird, desto höher ist der Druck, bei dem die Haupteinspritzung beginnt.
[0015] Zur Beendigung der Haupteinspritzung wird durch die Steuereinrichtung 74 eine nochmals
erhöhte Spannung an den Aktor 64 angelegt, so daß der Druck im Aktordruckraum 66 so
hoch wird, daß das zweite Steuerventil 70 in seine zweite Schaltstellung umschaltet.
Das erste Steuerventil 60 verbleibt dabei in seiner dritten Schaltstellung, so daß
der Pumpenarbeitsraum 22 vom Entlastungsraum 24 getrennt ist. Durch den nun im Steuerdruckraum
52 herrschenden Hochdruck, der auf den Kolben 48 wirkt und die Schließfeder 44 unterstützt,
schließt das Kraftstoffeinspritzventil 12. Nachfolgend erfolgt eine Nacheinspritzung,
die in Figur 2 mit III bezeichnet ist, indem durch die Steuereinrichtung 74 an den
Aktor 64 wieder eine niedrigere Spannung angelegt wird, so daß der Druck im Aktordruckraum
66 so stark abfällt, daß das zweite Steuerventil 70 in seiner erste Schaltstellung
umschaltet und der Steuerdruckraum 52 vom Pumpenarbeitsraum 22 getrennt ist. Das erste
Steuerventil 60 bleibt bei der Nacheinspritzung in seiner dritten Schaltstellung,
so daß der Pumpenarbeitsraum 22 vom Entlastungsraum 24 getrennt ist und die Nacheinspritzung
mit einem Druckverlauf entsprechend dem Verlauf des Nockens 20 erfolgt. Zur Beendigung
der Nacheinspritzung wird durch die Steuereinrichtung 74 nur noch eine geringe Spannung
an den Aktor 64 angelegt, so daß der Druck im Aktordruckraum 66 so gering ist, daß
das erste Steuerventil 60 in seine erste Schaltstellung umschaltet, in der der Pumpenarbeitsraum
22 mit dem Entlastungsraum 24 verbunden ist. Das zweite Steuerventil 70 befindet sich
dann in seiner ersten Schaltstellung, in der der Steuerdruckraum 52 vom Pumpenarbeitsraum
22 getrennt ist.
[0016] In Figur 3 ist die Kraftstoffeinspritzeinrichtung ausschnittsweise gemäß einer ausgeführten
Konstruktion dargestellt. Die Baueinheit aus Kraftstoffpumpe 10 und Kraftstoffeinspritzventil
12 weist den Ventilkörper 26 auf, mit dem ein Pumpenkörper 11 verbunden ist, in dem
der Zylinder 16 ausgebildet ist, in welchem der Pumpenkolben 18 geführt ist. Im Pumpenkörper
11 und/oder im Ventilkörper 26 führt vom Pumpenarbeitsraum 22 ein Kanal 80 ab, der
sich zu den beiden Steuerventilen 60,70 verzweigt. Die beiden Steuerventile 60,70
sind nebeneinander angeordnet, wobei die Bewegungsrichtung von deren kolbenförmigen
Ventilgliedern 61,71 zumindest annähernd parallel zueinander und parallel zur Bewegungsrichtung
des Pumpenkolbens 18 ist. Die Steuerventile 60,70 sind zwischen der Kraftstoffpumpe
10 und dem Kraftstoffeinspritzventil 12 angeordnet. Im Ventilkörper 26 ist zwischen
den Steuerventilen 60,70 und dem Pumpenarbeitsraum 22 der Aktordruckraum 66 ausgebildet,
in den die Ventilglieder 61,71 der Steuerventile 60,70 mit ihren Enden hineinragen.
Die Ventilglieder 61,71 sind somit auf ihren Stirnseiten vom im Aktordruckraum 66
herrschenden Druck beaufschlagt. Der Aktordruckraum 66 ist über einen Kanal 82 mit
einem vom Aktor 64 zumindest mittelbar begrenzten Arbeitsraum 84 verbunden. Durch
den Aktor 64 wird abhängig von dessen Längenausdehnung, die von der an diesen angelegten
Spannung abhängig ist, aus dem Arbeitsraum 84 Kraftstoff verdrängt und damit der Druck
im Aktordruckraum 66 verändert. Der Aktor 64 ist neben der Kraftstoffpumpe 10 angeordnet
und dessen Längserstreckung verläuft beispielsweise geneigt zur Bewegungsrichtung
des Pumpenkolbens 18.
[0017] Die Ventilglieder 61,71 der Steuerventile 60,70 sind jeweils in einer Zylinderbohrung
86,87 verschiebbar geführt, wobei an deren dem Aktordruckraum 66 abgewandter Stirnseite
jeweils die Rückstellfeder 62,72 angreift. Das Ventilglied 61 des ersten Steuerventils
60 weist einen in einem zum Aktordruckraum 66 führenden Abschnitt 86a der Zylinderbohrung
86 dicht geführten Abschnitt 61a auf und einen in einem der Rückstellfeder 62 zugewandten
Abschnitt 86b der Zylinderbohrung 86 angeordneten Abschnitt 61b. Der Durchmesser des
Abschnitts 86a der Zylinderbohrung 86 und des Abschnitts 61a des Ventilglieds 61 ist
größer als der Durchmesser des Abschnitts 86b der Zylinderbohrung 86 und des Abschnitts
61b des Ventilglieds 61. Zwischen den Abschnitten 61a und 61b ist der Durchmesser
des Ventilglieds 61 in einem Abschnitt 61c reduziert, wobei am Übergang des Abschnitts
61a zum Abschnitt 61c eine beispielsweise kegelförmige Dichtfläche 88 ausgebildet
ist, die in einem durch eine Querschnittserweiterung der Zylinderbohrung 86 gebildeten
Raum 90 angeordnet ist. Am Übergang vom Raum 90 zum Abschnitt 86b der Zylinderbohrung
86 ist ein Ventilsitz 89 ausgebildet, der beispielsweise kegelförmig ist. In den Raum
90 mündet der Kanal 80 zum Pumpenarbeitsraum 22 und vom Raum 90 führt der Kanal 54
in den Druckraum 40 ab. Vom Abschnitt 86b der Zylinderbohrung 86 führt ein zum Kraftstoffvorratsbehälter
24 als Entlastungsraum führender Kanal 91 ab. Der Bereich des Abschnitts 86b der Zylinderbohrung
86, in dem die Rückstellfeder 62 angeordnet ist, ist ebenfalls mit dem Kraftstoffvorratsbehälter
24 als Entlastungsraum verbunden. Durch das Ventilglied 61 des ersten Steuerventils
60 wird eine Verbindung des Raums 90 und damit des Pumpenarbeitsraums 22 mit dem Kraftstoffvorratsbehälter
24 als Entlastungsraum gesteuert. Wenn der Druck im Aktordruckraum 66 gering ist,
so wird das Ventilglied 61 durch die Rückstellfeder 62 in den Aktordruckraum 66 hineingedrückt
in seine erste Schaltstellung, in der dessen Dichtfläche 88 mit Abstand vom Ventilsitz
89 angeordnet ist, so daß der Raum 90 über einen zwischen dem Abschnitt 61c des Ventilglieds
61 und dem Abschnitt 86b der Zylinderbohrung 86 gebildeten Ringspalt mit dem von dieser
abführenden Kanal 91 und mit dem Kraftstoffvorratsbehälter 24 verbunden ist. Wenn
der Druck im Aktordruckraum 66 erhöht wird, so bewegt sich das Ventilglied 61 gegen
die Kraft der Rückstellfeder 62 in seine zweite Schaltstellung, in der das Ventilglied
61 mit seiner Dichtfläche 88 noch nicht am Ventilsitz 89 anliegt und der Raum 90 über
die Drosselstelle 63 mit dem Abschnitt 86b der Zylinderbohrung 86 und von dieser über
den Kanal 91 mit dem Kraftstoffvorratsbehälter 24 verbunden ist. Die Drosselstelle
63 kann dabei zwischen der Dichtfläche 88 und dem Ventilsitz 89 gebildet sein. Wenn
der Druck im Aktordruckraum 66 weiter erhöht ist, so wird das Ventilglied 61 in seiner
dritte Schaltstellung bewegt, in der dieses mit seiner Dichtfläche 88 am Ventilsitz
89 anliegt und somit der Raum 90 vom Kraftstoffvorratsbehälter 24 getrennt ist.
[0018] Die Zylinderbohrung 87, in der das Ventilglied 71 des zweiten Steuerventils 70 angeordnet
ist, weist einen in den Aktordruckraum 66 mündenden Abschnitt 87a und einen entgegengesetzten
Abschnitt 87b auf, in dem die Rückstellfeder 72 angeordnet ist. Zwischen den Abschnitten
87a und 87b der Zylinderbohrung 87 ist durch eine radiale Erweiterung ein Raum 92
gebildet, von dem ein Kanal 93 zum Steuerdruckraum 52 abführt. Das Ventilglied 71
weist einen im Abschnitt 87a der Zylinderbohrung 87 angeordneten Abschnitt 71a und
einen im Abschnitt 87b der Zylinderbohrung 87 dicht geführten Abschnitt 71b auf. Zwischen
den Abschnitten 71a und 71b weist das Ventilglied 71 einen Abschnitt 71c mit verringertem
Durchmesser auf. Am Übergang vom Abschnitt 71b zum Abschnitt 71c des Ventilglieds
71 ist an diesem eine beispielsweise kegelförmige Dichtfläche 94 gebildet. Im Abschnitt
87a der Zylinderbohrung 87 ist am Übergang in den Raum 92 ein beispielsweise kegelförmiger
Ventilsitz 95 gebildet. Der zum Pumpenarbeitsraum 22 führende Kanal 80 mündet in den
Abschnitt 87a der Zylinderbohrung 87. Der Bereich des Abschnitts 87b der Zylinderbohrung
87, in dem die Rückstellfeder 72 angeordnet ist, ist mit dem Kraftstoffvorratsbehälter
24 als Entlastungsraum verbunden. Wenn die durch die Rückstellfeder 72 auf das Ventilglied
71 ausgeübte Kraft größer ist als die durch den im Aktordruckraum 66 herrschenden
Druck auf das Ventilglied 71 ausgeübte Kraft, so befindet sich das Ventilglied 71
in seiner ersten Schaltstellung, in der dieses mit seiner Dichtfläche 94 am Ventilsitz
95 anliegt. Der Raum 92 und damit der Steuerdruckraum 52 ist somit vom Pumpenarbeitsraum
22 getrennt. Wenn der Druck im Aktordruckraum 66 so hoch ist, daß die durch diesen
auf das Ventilglied 71 ausgeübte Kraft größer ist als die Kraft der Rückstellfeder
72, so bewegt sich das Ventilglied 71 in' seine zweite Schaltstellung, in der dieses
mit seiner Dichtfläche 94 vom Ventilsitz 95 abgehoben ist und der Raum 92 über einen
zwischen dem Abschnitt 71c des Ventilglieds 71 und dem Abschnitt 87a der Zylinderbohrung
87 vorhandenen Ringspalt mit dem Kanal 80 und damit dem Pumpenarbeitsraum 22 verbunden
ist.
1. Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine mit einer Kraftstoffpumpe
(10) für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine, die einen durch die Brennkraftmaschine
in einer Hubbewegung angetriebenen Pumpenkolben (18) aufweist, der einen Pumpenarbeitsraum
(22) begrenzt, welcher mit einem mit der Kraftstoffpumpe (10) eine Baueinheit bildenden
Kraftstoffeinspritzventil (12) verbunden ist, das ein Einspritzventilglied (28) aufweist,
durch das wenigstens eine Einspritzöffnung (32) gesteuert wird und das durch den in
einem mit dem Pumpenarbeitsraum (22) verbundenen Druckraum (40) herrschenden Druck
gegen eine Schließkraft in Öffnungsrichtung (29) bewegbar ist, wobei ein erstes elektrisch
angesteuertes Steuerventil (60) vorgesehen ist, durch das zumindest mittelbar eine
Verbindung des Pumpenarbeitsraums (22) mit einem Entlastungsraum (24) gesteuert wird,
und wobei ein zweites elektrisch angesteuertes Steuerventil (70) vorgesehen ist, durch
das eine Verbindung eines Steuerdruckraums (52) des Kraftstoffeinspritzventils (12)
mit dem Pumpenarbeitsraum (22) gesteuert wird, wobei das Einspritzventilglied (28)
durch den im Steuerdruckraum (52) herrschenden Druck zumindest mittelbar in Schließrichtung
beaufschlagt ist und wobei beide Steuerventile (60,70) durch einen gemeinsamen Aktor
(64) angesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Aktor (64) der Druck in einem Aktordruckraum (66) gesteuert wird und daß
beide Steuerventile (60,70) jeweils ein vom im Aktordruckraum (66) herrschenden Druck
beaufschlagtes Ventilglied (61,71) aufweisen.
2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das zweite Steuerventil (70) bei drucklosem Aktordruckraum (66) in einer Schaltstellung
befindet, in der der Steuerdruckraum (52) vom Pumpenarbeitsraum (22) getrennt ist.
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerdruckraum (52) eine ständig geöffnete Verbindung mit einem Entlastungsraum
(24) aufweist, in der wenigstens eine Drosselstelle (63) vorgesehen ist.
4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Steuerventile (60,70) nebeneinander angeordnet sind.
5. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Steuerventil (60) als ein 2/3-Wegeventil ausgebildet ist, durch das in
einer ersten Schaltstellung bei geringem Druck im Aktordruckraum (66) eine ungedrosselte
Verbindung des Pumpenarbeitsraums (22) mit dem Entlastungsraum (24) geöffnet ist,
durch das in einer zweiten Schaltstellung bei erhöhtem Druck im Aktordruckraum (66)
eine eine Drosselstelle (63) aufweisende Verbindung des Pumpenarbeitsraums (22) mit
dem Entlastungsraum (24) geöffnet ist und durch das in einer dritten Schaltstellung
bei weiter erhöhtem Druck im Aktordruckraum (66) der Pumpenarbeitsraum (22) vom Entlastungsraum
(24) getrennt ist.
6. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aktor (64) ein Piezoaktor ist.
7. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilglieder (61,71) der beiden Steuerventile (60,70) jeweils gegen die Kraft
einer Rückstellfeder (62,72) bewegbar sind und daß die Kraft der auf das Ventilglied
(71) des zweiten Steuerventils (70) wirkenden Rückstellfeder (72) größer ist als die
Kraft der auf das Ventilglied (61) des ersten Steuerventils (60) wirkenden Rückstellfeder
(62).
1. Fuel injection device for an internal combustion engine, having a fuel pump (10) for
each cylinder of the internal combustion engine, which has a pump piston (18) which
is driven in a reciprocating movement by the internal combustion engine and delimits
a pump working chamber (22) which is connected to a fuel injection valve (12) which
forms a structural unit with the fuel pump (10) and has an injection valve element
(28), by which at least one injection opening (32) is controlled and which can be
moved in the opening direction (29) counter to a closing force by the pressure prevailing
in a pressure chamber (40) connected to the pump working chamber (22), a first electrically
driven control valve (60) being provided, by which, at least indirectly, a connection
between the pump working chamber (22) and a relief chamber (24) is controlled, and
a second electrically driven control valve (70) being provided, by which a connection
between a control pressure chamber (52) of the fuel injection valve (12) and the pump
working chamber (22) is controlled, the injection valve element (28) being loaded,
at least indirectly, in the closing direction by the pressure prevailing in the control
pressure chamber (52), and both control valves (60, 70) being driven by a common actuator
(64), characterized in that the pressure in an actuator pressure chamber (66) is driven by the actuator (64),
and in that the two control valves (60, 70) each have a valve element (61, 71) loaded by the
pressure prevailing in the actuator pressure chamber (66).
2. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that, when the actuator pressure chamber (66) is unpressurized, the second control valve
(70) is in a switching position in which the control pressure chamber (52) is isolated
from the pump working chamber (22).
3. Fuel injection device according to Claim 1 or 2, characterized in that the control pressure chamber (52) has a connection which is always open to a relief
chamber (24), in which connection at least one throttling point (63) is provided.
4. Fuel injection device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the two control valves (60, 70) are arranged beside each other.
5. Fuel injection device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the first control valve (60) is formed as a 2/3-way directional valve, by means of
which, in a first switching position with low pressure in the actuator pressure chamber
(66), a non-throttled connection between the pump working chamber (22) and the relief
chamber (24) is opened, by means of which, in a second switching position with increased
pressure in the actuator pressure chamber (66), a connection having the throttling
point (63) between the pump working chamber (22) and the relief chamber (24) is opened,
and by means of which, in a third switching position with further increased pressure
in the actuator pressure chamber (66), the pump working chamber (22) is isolated from
the relief chamber (24).
6. Fuel injection device according to one of the preceding claims, characterized in that the actuator (64) is a piezoelectric actuator.
7. Fuel injection device according to one of the preceding claims, characterized in that the valve elements (61, 71) of the two control valves (60, 70) can in each case be
moved counter to the force of a return spring (62, 72), and in that the force of the return spring (72) acting on the valve element (71) of the second
control valve (70) is greater than the force of the return spring (62) acting on the
valve element (61) of the first control valve (60).
1. Système d'injection de carburant pour moteur à combustion interne, comprenant une
pompe de carburant (10) pour chaque cylindre du moteur à combustion interne, qui présente
un piston de pompe (18) entraîné par le moteur à combustion interne dans un mouvement
linéaire, et qui délimite une chambre de travail de pompe (22) reliée à l'injecteur
de carburant (12) formant un ensemble avec la pompe de carburant (10), un organe d'injecteur
(28) qui commande au moins un orifice d'injection (32) en étant déplacé contre une
force de fermeture dans la direction d'ouverture (29) par la pression régnant dans
une chambre de pression (40) reliée à la chambre de travail de pompe (22), une première
soupape de commande (60) commandée électriquement qui commande au moins indirectement
une liaison de la chambre de travail de pompe (22) avec une chambre de décharge (24),
et une deuxième soupape de commande (70) commandée électriquement qui commande une
liaison d'une chambre de pression de commande (52) de l'injecteur de carburant (12)
avec la chambre de travail de pompe (22), l'organe d'injecteur (28) étant sollicité
dans la direction de fermeture au moins indirectement par la pression régnant dans
la chambre de pression de commande (52), et les deux soupapes de commande (60, 70)
étant commandées par un actionneur (64) commun,
caractérisé en ce que
la pression dans une chambre de pression d'actionneur (66) est commandée par l'actionneur
(64), et les deux soupapes de commande (60, 70) présentent chacune un organe de soupape
(61, 71) sollicité par la pression régnant dans la chambre de pression d'actionneur
(66).
2. Système d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
lorsque la chambre de pression d'actionneur (66) est sans pression, la deuxième soupape
de commande (70) se trouve dans une position de commutation dans laquelle la chambre
de pression de commande (52) est séparée de la chambre de travail de pompe (22).
3. Système d'injection de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la chambre de pression de commande (52) est en permanence ouverte vers la chambre
de décharge (24), par une liaison comportant au moins un point d'étranglement (63).
4. Système d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé par
deux soupapes de commande (60, 70) juxtaposées.
5. Système d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la première soupape de commande (60) soit une vanne 2/3 voies dans une première position
de commutation, en présence d'une faible pression dans la chambre de pression d'actionneur
(66), établit une liaison non étranglée entre la chambre de travail de pompe (22)
et la chambre de décharge (24), dans une deuxième position de commutation, en présence
d'une pression plus élevée dans la chambre de pression d'actionneur (66), établit
une liaison présentant un point d'étranglement (63) entre la chambre de travail de
pompe (22) et la chambre de décharge (24), et qui dans une troisième position de commutation,
en présence d'une pression encore plus élevée dans la chambre de pression d'actionneur
(66), sépare la chambre de travail de pompe (22) de la chambre de décharge (24).
6. Système d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'actionneur (64) est un actionneur piézo-électrique.
7. Système d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les organes de soupape (61, 71) des deux soupapes de commande (60, 70) sont respectivement
déplaçables contre la force d'un ressort de rappel (62, 72), et la force du ressort
de rappel (72) agissant sur l'organe de soupape (71) de la deuxième soupape de commande
(70) est supérieure à la force du ressort de rappel (62) agissant sur l'organe de
soupape (61) de la première soupape de commande (60).

