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EP 1 262 440 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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04.12.2002 Patentblatt 2002/49 |
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Anmeldetag: 23.05.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B66B 23/00 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
01.06.2001 EP 01810538
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Anmelder: INVENTIO AG |
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CH-6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Krampl, David
1100 Wien (AT)
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Schwingungsdämpfer für Fahrtreppe bzw. Fahrsteig |
(57) Zur Verringerung fremderregter Schwingungen ist bei einer Fahrtreppe (1) oder einem
Fahrsteig ein Schwingungsdämpfer (5) vorgesehen, der innerhalb eines freitragenden
Bereiches, vorzugsweise an der Stelle (6) der größten Elongation der Schwingungen,
mit der Fahrtreppe (1) bzw. dem Fahrsteig verbunden ist. Der Schwingungsdämpfer (5)
ist vorzugsweise ein geschwindigkeitsproportionaler Plattendämpfer, der Platten, die
sich in zähflüssigem Öl relativ zueinander bewegen, aufweist.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahrtreppe bzw. einen Fahrsteig, die über
gewisse Bereiche freitragend ist.
Bei der statischen Berechnung von Fahrtreppen müssen vertikale Fachwerkschwingungen
berücksichtigt werden, die durch den Ketteneingriff angeregt werden können (Resonanzschwingungen).
Nimmt man ausreichende Sicherheiten an, so ergeben sich auf Grund der Sensibilität
des Fachwerkschwingungssystems bei Fahrtreppen mit gleichen Feldweiten relativ große
verbotene Bereiche. Bei Fahrtreppen mit ungleichen Feldweiten sind diese Bereiche
auf Grund der Verallgemeinerung noch grösser. Aus diesen Gründen sind nur relativ
wenige Feldweiten verfügbar.
[0002] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Einschränkungen bei den verfügbaren
Feldweiten zu beseitigen.
[0003] Diese Aufgabe wird durch eine Fahrtreppe der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass zur Verringerung fremderregter Schwingungen ein Schwingungsdämpfer
vorgesehen ist, der innerhalb eines freitragenden Bereiches, vorzugsweise an der Stelle
der größten Elongation der Schwingungen, mit der Fahrtreppe bzw. dem Fahrsteig verbunden
ist.
[0004] Erfindungsgemäß ist also ein Schwingungsdämpfer vorgesehen, der die Resonanzschwingungen
- sollten sie auftreten - dämpft, so dass sie bei der statischen Berechnung nicht
mehr berücksichtigt werden brauchen. Auf diese Weise werden wesentlich mehr Feldweiten
realisierbar.
[0005] Vorzugsweise ist der Schwingungsdämpfer ein geschwindigkeitsproportionaler Plattendämpfer,
der Platten, die sich in zähflüssigem Öl relativ zueinander bewegen, aufweist. Da
die zu dämpfenden Schwingungen nur eine sehr kleine Amplitude aufweisen, benötigt
man einen gewaltigen Dämpfer. Solch ein geschwindigkeitsproportionaler Plattendämpfer
ist für diesen Zweck geeignet.
[0006] Anhand der beiliegenden Zeichnung wird die vorliegende Erfindung näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt eine Fahrtreppe mit erfindungsgemäßem Schwingungsdämpfer.
[0007] Die in der Figur dargestellte Fahrtreppe 1 liegt an den Punkten 2, 3 und 4 auf. Es
ergibt sich ein relativ kurzer freitragender Bereich zwischen den Punkten 2 und 3
sowie ein wesentlich längerer freitragender Bereich zwischen den Punkten 3 und 4.
Zur Dämpfung von Resonanzschwingungen ist ein Schwingungsdämpfer 5 vorgesehen. Dieser
ist an der Stelle 6 mit der Fahrtreppe 1 verbunden, die im längeren freitragenden
Bereich liegt, wo die Schwingung maximale Elongation hat.
[0008] Der Schwingungsdämpfer 5 weist zwei Platten 7 und 8 auf, die über Federn 9 und 10
miteinander verbunden sind. Zwischen den Federn 9 und 10 gibt es einen Bereich 11,
wo die beiden Platten 7 und 8 kammartig ineinander greifen. Der gesamte Raum 12 ist
mit zähflüssigem Öl gefüllt.
[0009] Da der Schwingungsdämpfer 5 nur möglichst kleine Auslenkungen zulassen soll, muss
die Federkonstante der Federn 9 und 10 hoch sein. Das Masse-Federverhältnis ist durch
die Schwingungsgleichung und die zu dämpfende Frequenz festgelegt. Durch den Bereich
11, wo die beiden Platten 7 und 8 kammartig in zähem Öl ineinander greifen, wird eine
gewaltige Dämpfung erzielt, was hier auch notwendig ist, weil die Schwingungsausschläge
sehr gering sind.
[0010] Mit solch einem Schwingungsdämpfer 5 ist es möglich, sowohl Polygoneffektschwingungen
als auch andere fremderregte Schwingungen zu dämpfen.
[0011] Anstelle eines Plattendämpfers können grundsätzlich auch andere Bauarten von Dämpfern,
wie z.B. gasdruckbeaufschlagte Dämpfer, Elastomerdämpfer oder Kombinationsformen dieser
Dämpfer vorgesehen werden, ohne dass sich dadurch das Wesen der Erfindung ändert.
1. Fahrtreppe (1) bzw. Fahrsteig, die bzw. der über gewisse Bereiche freitragend ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Verringerung von Schwingungen ein Schwingungsdämpfer (5) vorgesehen ist, der
innerhalb eines freitragenden Bereiches, vorzugsweise an der Stelle (6) der grössten
Elongation der Schwingungen, mit der Fahrtreppe (1) bzw. dem Fahrsteig verbunden ist.
2. Fahrtreppe bzw. Fahrsteig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsdämpfer (5) ein geschwindigkeitsproportionaler Plattendämpfer ist,
der Platten, die sich in zähflüssigem Öl relativ zueinander bewegen, aufweist.
3. Fahrtreppe bzw. Fahrsteig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsdämpfer (5) ein gasdruckbeaufschlagter Dämpfer ist.
4. Fahrtreppe bzw. Fahrsteig nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsdämpfer (5) ein kombinierter Dämpfer ist.
5. Fahrtreppe bzw. Fahrsteig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsdämpfer (5) ein Elastomerdämpfer ist.
