(19)
(11) EP 1 262 726 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.12.2002  Patentblatt  2002/49

(21) Anmeldenummer: 02010491.5

(22) Anmeldetag:  08.05.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F26B 13/10, F26B 23/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 04.10.2001 DE 20116279 U
29.05.2001 DE 10125960

(71) Anmelder: Brückner Trockentechnik GmbH & Co. KG
71229 Leonberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Christ, Michael
    70191 Stuttgart (DE)

(74) Vertreter: Tetzner, Michael, Dipl.-Ing. et al
Van-Gogh-Strasse 3
81479 München
81479 München (DE)

   


(54) Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen


(57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen, enthaltend ein Gehäuse (2), Einrichtungen (3) zum Transport der Warenbahn im ausgebreiteten Zustand durch das Gehäuse, ein Düsensystem (4) zum Aufblasen von Behandlungsgas (12) auf die Warenbahn, wenigstens einen mit dem Düsensystem zusammenwirkenden Ventilator (5) zur Erzeugung eines zirkulierenden Behandlungsgasstromes sowie wenigstens eine Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases. Die Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases weist ferner einen im Gehäuse angeordneten Kreuzgegenstrom-Rekuperator (60) auf.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

[0002] Vorrichtungen dieser Art enthalten ein Gehäuse, Einrichtungen zum Transport der Warenbahn im ausgebreiteten Zustand durch das Gehäuse, ein Düsensystem zum Aufblasen von Behandlungsgas auf die Warenbahn und wenigstens einen mit dem Düsensystem zusammenwirkenden Ventilator zur Erzeugung eines zirkulierenden Behandlungsgasstromes. Ferner ist insbesondere bei Trocknern eine Einrichtung zum Erhitzen des Behandlungsgases vorgesehen.

[0003] Derartige Textiltrockner werden üblicherweise elektrisch, mit Dampf, Heißwasser, Thermo-Öl oder Gas direkt beheizt. Die direkte Beheizung mit Gas oder Öl hat jedoch den Nachteil, daß die Verbrennungsgase mit der Ware in Kontakt kommen und dadurch die Qualität der Ware beeinträchtigen können. Für bestimmte Anwendungsfälle ist daher eine indirekte Beheizung wünschenswert.

[0004] Aus der DE-C-36 05 100 ist eine Vorrichtung mit thermischer Nachverbrennung bekannt, bei der der zirkulierende Behandlungsgasstrom mittels eines Wärmetauschers erhitzt wird. Der zirkulierende Behandlungsgasstrom wird dabei in wenigstens zwei Teilluftströme aufgeteilt, wobei ein erster Teilluftstrom einem Brenner zum thermischen Nachverbrennen von mitgeführten Schadstoffen zugeführt und dann vor Entlassung in die Atmosphäre auf die Heizseite des Wärmetauschers geleitet wird. Dieses bekannte System ist jedoch im Hinblick auf die Regelung sehr problematisch, da Reaktionstemperaturen von 750°C und mehr gegeben sein müssen, was bei Umlufttemperaturen von etwa 200°C zu großen Regelungsproblemen führt. Dieses System ist zudem sehr teuer und benötigt einen großen Platzbedarf.

[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen kompakter zu bauen und zudem ein effektiveres indirektes Erhitzen des Behandlungsgases zu ermöglichen.

[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen enthält ein Gehäuse, Einrichtungen zum Transport der Warenbahn im ausgebreiteten Zustand durch das Gehäuse, ein Düsensystem zum Aufblasen von Behandlungsgas auf die Warenbahn, wenigstens einen mit dem Düsensystem zusammenwirkenden Ventilator zur Erzeugung eines zirkulierenden Behandlungsgasstromes sowie wenigstens eine Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases, die einen im Gehäuse angeordneten Kreuzgegenstromrekuperator aufweist.

[0007] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0008] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung weist der Rekuperator wärmeübertragende Bauelemente sowie Leitelemente auf, wobei die Leitelemente in bezug auf die wärmeübertragenden Bauelemente derart angeordnet sind, daß das zirkulierende Behandlungsgas die wärmeübertragenden Bauelemente wenigstens zweimal quer zu ihrer Längserstreckung durchströmt. Dabei ist zweckmäßigerweise die zweite durchströmte Zone heißer als die erste Zone.

[0009] Die Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases weist in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ferner eine Brennkammer auf, die über einen Verteiler an den Rekuperator angeschlossen ist, wobei der Verteiler eine weitere von Behandlungsgas umströmte Wärmeaustauschzone bildet.

[0010] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer auf, die über einen Verteiler an den Rekuperator angeschlossen ist. Außerdem ist ein weiterer Ventilator vorgesehen, der zumindest einen Teil des Abgases aus dem Rekuperator ansaugt und in die Brennkammer leitet.

[0011] Der weitere Ventilator ist dabei zweckmäßigerweise an ein Ende des Rekuperators angeschlossen und steht wahlweise mit der Brennkammer und/oder einem Abgassammelstutzen in Verbindung. Die Menge des über den Abgassammelstutzen abzuleitenden bzw. zur Brennkammer zuzuleitenden Abgases aus dem Rekuperator wird über geeignete Mittel reguliert.

[0012] Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung steht der Rekuperator mit einem Ende über einen Verteiler mit einer Brennkammer in Verbindung und ist mit dem anderen Ende an einen Abgassammelstutzen angeschlossen, wobei die Brennkammer ferner eine Sekundärgasleitung aufweist, die mit dem Abgassammelstutzen in Verbindung steht.

[0013] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden im folgenden anhand der Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele und der Zeichnung näher erläutert.

In der Zeichnung zeigen



[0014] 
Fig.1
eine schematische Querschnittdarstellung längs der Linie I-I in Fig.2 einer Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
Fig.2
eine Draufsicht eines Abschnitts der Vorrichtung gemäß Fig.1;
Fig.3
eine Seitenansicht der Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases;
Fig.4
eine Draufsicht der Einrichtung gemäß Fig.3;
Fig.5
eine Schnittdarstellung längs der Linie V-V der Fig.4;
Fig.6
eine Schnittdarstellung längs der Linie VI-VI der Fig.4;
Fig.7
eine schematische Querschnittdarstellung längs der Linie VII-VII in Fig.8 einer Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
Fig.8
eine Draufsicht eines Abschnitts der Vorrichtung gemäß Fig.7;
Fig.9
eine Seitenansicht der Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases;
Fig.10
eine Draufsicht der Einrichtung gemäß Fig.9;
Fig.11
eine Schnittdarstellung längs der Linie XI-XI der Fig.10;
Fig.12
eine Schnittdarstellung längs der Linie XII-XII der Fig.10;
Fig.13
eine schematische Querschnittdarstellung längs der Linie XIII-XIII der Fig.14 einer Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel;
Fig.14
eine Draufsicht eines Abschnitts der Vorrichtung gemäß Fig.13;
Fig.15
eine Seitenansicht der Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases;
Fig.16
eine Draufsicht der Einrichtung gemäß Fig.15;
Fig.17
eine Schnittdarstellung längs der Linie XVII-XVII der Fig.16;
Fig.18
eine Schnittdarstellung längs der Linie XVIII-XVIII der Fig.16;
Fig.19
eine schematische Querschnittdarstellung längs der Linie XIX-XIX der Fig.20 einer Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel;
Fig.20
eine Draufsicht eines Abschnitts der Vorrichtung gemäß Fig.19;
Fig.21
eine Seitenansicht der Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases;
Fig.22
eine Draufsicht der Einrichtung gemäß Fig.21;
Fig.23
eine Schnittdarstellung längs der Linie XXIII-XXIII der Fig.22; und
Fig.24
eine Schnittdarstellung längs der Linie XXIV-XXIV der Fig.22.


[0015] Anhand der Fig.1 bis 6 wird im folgenden ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen beschrieben. Die insbesondere in den Fig.1 und 2 dargestellte Vorrichtung zur Behandlung einer textilen Warenbahn 1 besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 2, Einrichtungen 3 zum Transport der Warenbahn im ausgebreiteten Zustand durch das Gehäuse, einem Düsensystem 4 zum Aufblasen von Behandlungsgas auf die Warenbahn 1, wenigstens einem mit dem Düsensystem zusammenwirkenden Ventilator 5 zur Erzeugung eines zirkulierenden Behandlungsgasstromes sowie wenigstens einer Einrichtung 6 zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases. Die Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen, wie beispielsweise ein Textiltrockner, besteht beispielsweise aus mehreren Behandlungsfeldern, die von der Warenbahn nacheinander durchlaufen werden. In Fig.2 ist ein aus zwei Halbfeldern bestehendes Behandlungsfeld dargestellt.

[0016] Das Düsensystem 4 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus oberen und unteren Düsenkästen, die sich über die gesamte Breite der Warenbahn erstrecken, so daß diese sowohl von oben als auch von unten mit einem Behandlungsgas beaufschlagt werden kann. Wie aus den Zeichnungen zu ersehen ist, breiten sich die oberen und unteren Düsenkästen fingerartig quer zur Transportrichtung 7 der Warenbahn aus und werden jeweils von einer Seite über den Ventilator mit Behandlungsgas beaufschlagt. Durch frequenzgeregelte Ventilatormotoren läßt sich der Umluftvolumenstrom für die oberen bzw. unteren Düsen den Erfordernissen anpassen. Bei einem Not-Stop der Warenbahn wird der Ventilator für die oberen Düsen auf eine niedrigere Drehzahl heruntergeregelt und der Umluftstrom für die unteren Düsen wird durch eine Bypassklappe 8 abgesperrt. Auf diese Weise wird eine Überhitzung der Ware verhindert. Wie insbesondere aus Fig.2 zu ersehen ist, sind die Düsenkästen in aufeinanderfolgenden Halbfeldern versetzt angeordnet, so daß die Luft in einem Behandlungsfeld von der einen Breitseite und im nächsten Behandlungsfeld von der anderen Breitseite der Warenbahn zugeführt wird. Auf diese Weise läßt sich eine sehr gleichmäßige Behandlung der Warenbahn 1 erreichen.

[0017] Das Behandlungsgas, beispielsweise erwärmte Luft, wird zirkuliert, d.h. immer wieder erhitzt, auf die Warenbahn aufgebracht und rückgeführt. An ein oder mehreren Stellen der Vorrichtung wird ein Teil des Behandlungsgases über Abluftstutzen 9 abgeführt und durch über Frischluftstutzen 10 zugeführte Frischluft ersetzt.

[0018] Im folgenden wird insbesondere mit Bezug auf die Fig.3 bis 6 die Einrichtung 6 zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases näher erläutert.

[0019] Die Einrichtung 6 zum Erhitzen des Behandlungsgases weist im wesentlichen einen Kreuzgegenstrom-Rekuperator 60 und eine Brennkammer 61 auf. Die Brennkammer 61 steht mit ihrem einen Ende mit einem außerhalb des Gehäuses 1 angeordneten Brenner 62 und mit ihrem anderen Ende über einen Verteiler 63 mit dem Rekuperator 60 in Verbindung.

[0020] Der Rekuperator weist im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei flache Rohrbündel 60a, 60b als wärmeübertragende Bauelemente auf, wobei die Brennkammer 61 zwischen den beiden Rohrbündeln angeordnet ist und sich parallel zu den Rohrbündeln erstreckt. Der Rekuperator 60 weist zudem Leitelemente 60c, 60d und 60e auf, wobei die Leitelemente in bezug auf die Rohrbündel 60a, 60b derart angeordnet sind, daß das zirkulierende Behandlungsgas (Pfeile 11 in Fig.2) die Rohrbündel wenigstens zweimal quer zu ihrer Längserstreckung durchströmt.

[0021] Wie insbesondere aus Fig.2 zu ersehen ist, wird das Behandlungsgas 12 durch die Ventilatoren 5 angesaugt und tritt zunächst durch einen Filter 12 hindurch, um anschließend eine erste Wärmeaustauschzone 64a zu durchströmen. Durch die Leitelemente 60c bzw. 60d und 60e wird das Behandlungsgas (Pfeil 11) im Anschluß daran so geleitet, daß es eine zweite Wärmeaustauschzone 64b des Rekuperators 60 quer durchströmt. Die zweite durchströmte Zone 64b ist dabei wärmer als die erste Wärmeaustauschzone 64a.

[0022] Der Verteiler 63, der gleichzeitig auch als Umlenker dient, bildet eine dritte Wärmeaustauschzone 64c, die vom Behandlungsgas (Pfeil 11) zuletzt umströmt wird. Der Brenner 62 weist zweckmäßigerweise ein in die Brennkammer 61 ragendes Flammrohr 62a auf, wobei sich die ausbildende Flamme bis zum bzw. in den Verteiler 63 erstreckt. Dadurch ist die durch den Verteiler 63 gebildete dritte Wärmeaustauschzone 64c am heißesten.

[0023] Bedingt durch die bei aufeinanderfolgenden Halbfeldern versetzte Anordnung der Düsenkästen (siehe Fig.2) und der Notwendigkeit eines ausreichenden Rückströmraumes für das Behandlungsgas ergibt sich zwischen Brenner 62 und den beiden Ventilatoren 5 pro Halbfeld eine leicht versetzte Anordnung. Um dennoch eine möglichst gleichmäßige Erwärmung des Behandlungsgases sicherzustellen, ist daher der Rekuperator 60 an diese Einbausituation angepaßt, indem er zwischen den beiden Wärmeaustauschzonen 64a und 64b leicht abgeknickt und/oder schräggestellt ist, wie das insbesondere aus Fig.2 und 4 zu ersehen ist.

[0024] Im Rahmen der Erfindung sind selbstverständlich auch andere Ausgestaltungen der Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsstromes denkbar. So könnte man insbesondere auch an eine rotationssymmetrische Anordnung denken.

[0025] Die Einrichtung zum indirekten Erhitzen weist einen weiteren Ventilator 67 auf, der zumindest einen Teil des Abgases aus dem Rekuperator 60 ansaugt und in die Brennkammer 61 leitet.

[0026] Der Rekuperator 60 steht mit seinem einen Ende über den Verteiler 63 mit der Brennkammer in Verbindung und ist an seinem anderen Ende an den weiteren Ventilator 67 angeschlossen, der wahlweise mit der Brennkammer 61 und/oder einem Abgassammelstutzen 65 in Verbindung steht.

[0027] Der weitere Ventilator 67 saugt das Abgas aus dem Rekuperator 60 an und leitet zumindest einen Teil in die Brennkammer 61, wo das von dem weiteren Ventilator kommende Abgas ringförmig über das Flammrohr 62a zugeführt wird. Das aus dem Rekuperator angesaugte und in die Brennkammer geleitete Abgas ist in den Figuren mit Pfeilen 68 dargestellt.

[0028] Zur Regulierung der Menge des über den Abgasstutzen 65 abzuleitenden bzw. zur Brennkammer zuzuleitenden Abgases sind Mittel 69 vorgesehen, die beispielsweise durch eine Regulierungsklappe im Abgasstutzen 65 gebildet werden. Diese Regulierungsmittel werden zweckmäßigerweise über den Brenner angesteuert. Die Mittel können beispielsweise synchron mit bzw. von der Verbrennungsluft gesteuert werden. Die Mittel zur Regulierung der der Brennkammer zuzuleitenden Abgasmenge könnten anstelle einer Regulierungsklappe 69 auch durch eine Regelung der Drehzahl des weiteren Ventilators 67 in Abhängigkeit von der Verbrennungsluft bewirkt werden.

[0029] Das Vorsehen des weiteren Ventilators 67 ist vor allem dann besonders vorteilhaft, wenn der Brenner 62 nicht mit voller Leistung gefahren wird. Insbesondere dann, wenn die Leistung nur noch 10 % oder weniger beträgt, besteht die Gefahr, daß aufgrund der verringerten Verbrennungsgase die Beaufschlagung der Rekuperators nicht mehr gleichmäßig ist und dadurch Temperatursträhnen im Behandlungsgas auftreten können. Durch den weiteren Ventilator 67 wird jedoch sichergestellt, daß immer eine bestimmte Menge an Gas durch den Rekuperator strömt. Es ist somit immer eine ausreichend hohe Strömung vorhanden so daß der innere Wärmeübergang gewährleistet ist, auch wenn nur eine sehr kleine Heizleistung gefordert ist.

[0030] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Abgassammelstutzen 65 ferner mit einem Frischlufterhitzer 70 versehen, so daß die der Vorrichtung zugeführte Frischluft durch die aus der Vorrichtung abgeleiteten Abgase vorgewärmt werden kann. Dadurch wird eine noch bessere Ausnutzung der Verbrennungsgase erreicht.

[0031] Ein zweites Ausführungsbeispiel wird im folgenden anhand der Fig.7 bis 12 näher erläutert. Aus Gründen des leichteren Verständnisses wurden hierbei für gleiche Teile dieselben Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel verwendet.

[0032] Das zweite Ausführungsbeispiel verzichtet auf den weiteren Ventilator 67 des ersten Ausführungsbeispieles.

[0033] Der Rekuperator 60 steht bei diesem Ausführungsbeispiel mit seinem einen Ende über den Verteiler 63 mit der Brennkammer in Verbindung und ist mit seinem anderen Ende direkt an den Abgassammelstutzen 65 angeschlossen. Die Brennkammer 61 weist ferner im Bereich des Brenners 62 eine Sekundärgasleitung auf, die mit dem Abgassammelstutzen 65 in Verbindung steht.

[0034] Indem sich die Brennkammer parallel zu den wärmeübertragenden Bauelementen, d.h. den Rohrbündeln 60a, 60b, erstreckt und der Verteiler 63 gleichzeitig als Umlenkung für das Verbrennungsgas dient, befindet sich der Abgassammelstutzen 65 in unmittelbarer Nähe des Brenners 62, so daß ein kurzes Rohrstück für die Sekundärgasleitung 66 ausreichend ist. Über die Sekundärgasleitung wird bei niedriger Leistung durch einen Impuls vom Gasbrenner ein Teil des bereits abgekühlten Verbrennungsgases wieder in die Brennkammer zurückgeführt. Dadurch wird das Volumen des Verbrennungsgases erhöht, die Temperatur des Verbrennungsgases gesenkt und somit die Bedingungen für die Wärmeübertragung verbessert. Durch diese Konstruktion ergibt sich eine äußerst kompakte Ausführungsform, die innerhalb des Gehäuses von herkömmlicherweise direkt beheizten Behandlungsvorrichtungen eingebaut werden kann. Durch das nachfolgende Durchströmen von drei Wärmeaustauschzonen ergibt sich zudem ein guter Wirkungsgrad bei akzeptablem Druckverlust.

[0035] In den Fig.13 bis 18 wird schließlich ein drittes Ausführungsbeispiel dargestellt, welches sich von den vorhergehenden Ausführungsbeispielen dadurch unterscheidet, daß die Ventilatoren 5 nicht halbfeldweise auf unterschiedlichen Seiten des Gehäuses angeordnet sind, sondern vielmehr alle Ventilatoren von zwei aufeinanderfolgenden Halbfeldern auf der einen Seite und ein Brenner auf der anderen Seite angeordnet sind. Im nächsten Behandlungsfeld sind dann die Ventilatoren und der Brenner auf der jeweils anderen Seite angeordnet.

[0036] Durch die Anordnung gemäß Fig.14 ist es möglich, statt zweier Einrichtungen zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases eine entsprechend größer dimensionierte Einrichtung vorzusehen. Wie sich insbesondere aus den Fig.15 bis 18 ergibt, entspricht der Aufbau dieser Einrichtung im wesentlichen dem Aufbau der Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases gemäß den Fig.3 bis 5. Die Unterschiede bestehen lediglich in der Ausbildung der Rohrbündel 60a, 60b, die im Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel jeweils etwa doppelt so viele Rohre aufweisen. Durch die andere Einbausituation (siehe Fig.14) kann die Einrichtung 6 zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ohne Abknickung ausgebildet werden. Bei dieser Anordnung ergeben sich daher auch für das auf den beiden Seiten über den Filter 12 zuströmende Behandlungsgas völlig symmetrische Verhältnisse und somit eine gleichmäßige Erwärmung.

[0037] Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, den in den Fig.1 bis 6 beschriebenen weiteren Ventilator 67 mit einem geraden Rekuperator gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel zu kombinieren, auch wenn dies in der Zeichnung nicht explizit dargestellt ist.

[0038] Die Fig.19 bis 24 zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Brennkammer 61 und der Rekuperator 60 gerade ausgerichtet und parallel zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise kann auch bei einer Anordnung der Einrichtung zum indirekten Erhitzen in jedem Halbfeld auf die abgeknickte Ausführung gemäß den ersten beiden Ausführungsbeispielen verzichtet werden. Hierdurch läßt sich insbesondere die Herstellung wesentlich vereinfachen und es ergibt sich eine einfachere Luftführung.

[0039] Der Rekuperator wird wiederum durch ein Bündel von Rohren gebildet, die bei diesem Ausführungsbeispiel jedoch um die Brennkammer 61 herum angeordnet sind.

[0040] Eine weitere Besonderheit dieses Ausführungsbeispieles besteht in der Zufuhr von Frischluft 71, die im Bereich des Brenners von außen über entsprechende Öffnungen zugeführt wird, so daß die Frischluft durch den Unterdruck in den zwischen Brennkammer und Rekuperator gebildeten Ringraum einströmt.

[0041] Die oben beschriebenen vier Ausführungsbeispiele können durch ihre kompakte Form ohne größer Umbaumaßnahmen in den Gehäusen integriert werden, die bisher mit einer direkten Heizung versehen wurden.

[0042] Die erfindungsgemäßen Einrichtungen zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases zeichnen sich neben der kompakten Form auch durch einen hohen Wirkungsgrad aus.


Ansprüche

1. Vorrichtung zur Behandlung von textilen Warenbahnen (1), enthaltend

- ein Gehäuse (2),

- Einrichtungen (3) zum Transport der Warenbahn im ausgebreiteten Zustand durch das Gehäuse,

- ein Düsensystem (4) zum Aufblasen von Behandlungsgas (12) auf die Warenbahn,

- wenigstens einen mit dem Düsensystem zusammenwirkenden Ventilator (5) zur Erzeugung eines zirkulierenden Behandlungsgasstromes

- sowie wenigstens eine Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases,

dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases einen im Gehäuse angeordneten Kreuzgegenstrom-Rekuperator (60) aufweist.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist, die über einen Verteiler (63) an den Rekuperator (60) angeschlossen ist.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rekuperator (60) wärmeübertragende Bauelemente aufweist, die als Rohrbündel (60a, 60b) ausgebildet sind.
 
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist, die über einen Verteiler (63) an den Rekuperator (60) angeschlossen ist, und der Rekuperator wenigstens zwei flache Rohrbündel (60a, 60b) als wärmeübertragende Bauelemente aufweist und die Brennkammer zwischen den beiden Rohrbündeln angeordnet ist und sich parallel zu den Rohrbündeln erstreckt.
 
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rekuperator (60) wärmeübertragende Bauelemente sowie Leitelemente (60c, 60e, 60d) aufweist, wobei die Leitelemente in bezug auf die wärmeübertragenden Bauelemente derart angeordnet sind, daß das zirkulierende Behandlungsgas (12) die wärmeübertragenden Bauelemente wenigstens zweimal quer zu ihrer Längserstreckung durchströmt.
 
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rekuperator (60) wärmeübertragende Bauelemente aufweist, die wenigstens zwei Wärmeaustauschzonen (64a, 64b) bilden, die vom Behandlungsgas quer zur Längserstreckung der Bauelemente durchströmbar sind, und die zweite durchströmte Zone (60b) heißer als die erste Zone (60a) ist.
 
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist, die über einen Verteiler (63) an den Rekuperator angeschlossen ist, wobei der Verteiler eine vom Behandlungsgas umströmte Wärmeaustauschzone bildet.
 
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist, die an ihrem einen Ende mit einem außerhalb des Gehäuses angeordneten Brenner (62) in Verbindung steht und an ihrem anderen Ende über einen Verteiler (63) an den Rekuperator (60) angeschlossen ist.
 
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist und der Rekuperator (60) mit einem Ende über einen Verteiler (63) mit der Brennkammer (61) in Verbindung steht und mit dem anderen Ende an einen Abgassammelstutzen (65) angeschlossen ist, wobei die Brennkammer (61) ferner eine Sekundärgasleitung (66) aufweist, die mit dem Abgassammelstutzen (65) in Verbindung steht.
 
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist, die über einen Verteiler (63) an den Rekuperator (60) angeschlossen ist, wobei die Einrichtung zum indirekten Erhitzen einen weiteren Ventilator (67) aufweist, der zumindest einen Teil des Abgases aus dem Rekuperator (60) ansaugt und in die Brennkammer (61) leitet.
 
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist und der Rekuperator (60) mit einem Ende über einen Verteiler (63) mit der Brennkammer (61) in Verbindung steht und mit dem anderen Ende an einen weiteren Ventilator (67) angeschlossen ist, der wahlweise mit der Brennkammer und/oder einem Abgassammelstutzen in Verbindung steht.
 
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist und der Rekuperator (60) mit einem Ende über einen Verteiler (63) mit der Brennkammer (61) in Verbindung steht und mit dem anderen Ende an einen weiteren Ventilator (67) angeschlossen ist, der wahlweise mit der Brennkammer und/oder einem Abgassammelstutzen in Verbindung steht, wobei ferner Mittel (69) zur Regulierung der Menge des über den Abgassammelstutzen abzuleitenden bzw. zur Brennkammer zuzuleitenden Abgases aus dem Rekuperator vorgesehen sind.
 
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel 69 zur Regulierung der Abgasmenge über einen an die Brennkammer angeschlossenen Brenner 62 ansteuerbar sind.
 
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist, die über einen Verteiler (63) an den Rekuperator (60) angeschlossen ist, wobei die Einrichtung zum indirekten Erhitzen einen weiteren Ventilator (67) aufweist, der zumindest einen Teil des Abgases aus dem Rekuperator (60) ansaugt und in die Brennkammer (61) leitet, wobei ferner an die Brennkammer ein Brenner (62) angeschlossen ist, der ein in die Brennkammer ragendes Flammrohr (62a) aufweist, wobei das von dem weiteren Ventilator (67) kommende Abgas (68) ringförmig über das Flammrohr zugeführt wird.
 
15. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum indirekten Erhitzen an einen Abgassammelstutzen (65) angeschlossen ist, der einen Frischlufterhitzer (70) aufweist, um die der Vorrichtung zugeführte Frischluft mit den aus der Vorrichtung abzuführenden Abgasen vorzuwärmen.
 
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist, die über einen Verteiler (63) an den Rekuperator (60) angeschlossen ist, wobei der Rekuperator durch ein Bündel von Rohren gebildet wird, die um die Brennkammer herum angeordnet sind.
 
17. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zum indirekten Erhitzen des Behandlungsgases ferner eine Brennkammer (61) aufweist, wobei die Brennkammer und der Rekuperator gerade ausgerichtet und parallel zueinander angeordnet sind.
 




Zeichnung




















































Recherchenbericht