[0001] Die Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung zum Dosieren von Reinigungsmittel-Einheiten
für eine Geschirrspülmaschine oder eine Textilwaschmaschine.
[0002] Aus der
DE 43 44 205 A1 ist eine Reinigungsmittel-Dosiervorrichtung für eine Geschirrspülmaschine bekannt,
bei der einzelne Einheiten von Reinigungsmittel von einer bestimmten Gestalt in einem
abgeschlossenen Vorratsraum bevorratet und mittels eines Auswerfers dem Spülprozess
zugeführt werden. Die Bevorratung der einzelnen Reinigungsmittel-Einheiten erfolgt
dabei in einer reihen- bzw. stapelförmigen Anordnung derart, dass die einzelnen Reinigungsmittel-Einheiten
jeweils an einer Berührfläche mit wenigstens einer weiteren Reinigungsmittel-Einheit
in Verbindung stehen.
[0003] Da solche Reinigungsmittel-Einheiten für Geschirrspülmaschinen jedoch in der Regel
im Pulverpressverfahren hergestellte Tabletten oder quaderförmige Formkörper sind,
enthalten diese bereits bei Raumtemperatur und Raumklima eine bestimmte Restmenge
an Feuchtigkeit. Diese Restfeuchtigkeit kann bei unmittelbarem Kontakt zweier Reinigungsmittel-Einheiten
zu einem Verkleben dieser Reinigungsmittel-Einheiten führen, so dass eine genaue Dosierung
des Reinigungsmittels nicht mehr möglich ist.
[0004] Die
DE 196 36 417 A1 offenbart nun eine Geschirrspülmaschine mit einer Dosieryorrichtung für Reinigungsmittel-Einheiten,
bei der ein Verkleben von bevorrateten Reinigungsmittel-Einheiten dadurch verhindert
wird, dass die Reinigungsmittel-Einheiten weitgehend voneinander beabstandet speicherbar
sind. Zur Beabstandung der Reinigungsmittel-Einheiten ist eine Trennvorrichtung vorgesehen,
die in einer Ausführungsform für eine Reihen- oder Stapelanordnung der Reinigungsmittel-Einheiten
eine förderbandähnliche Transportvorrichtung mit angekoppelten Trennfächern, in welche
die Reinigungsmittel-Einheiten einordenbar sind, umfasst. Die Trennfächer sind durch
jeweils eine Trennwand voneinander separiert. Diese Transportvorrichtung arbeitet
nach dem Prinzip eines Paternosters, wobei die befüllten Trennfächer bei einer bestimmten
Position geleert werden können. Die Trennwände stehen von dem Förderband im wesentlichen
senkrecht nach außen ab. Das Förderband ist entlang eines geschlossenen Förderweges
nach Art eines Endlosbandes über zwei voneinander beabstandete Transportwalzen mit
zueinander parallelen Drehachsen aufgespannt. Durch schrittweisen Weitertransport
des Förderbandes, beispielsweise durch Einkoppeln einer rotatorischen Bewegung an
einer der beiden Transportwalzen, werden die einzelnen Reinigungsmittel-Einheiten
schrittweise bis zu ihrer Separierung weitertransportiert. Die zu dosierende Reinigungsmittel-Einheit
fällt in eine Auffangvorrichtung, von der sie in einen Spülbehälter weiterbefördert
wird.
[0005] Bei dieser aus
DE 196 36 417 A1 bekannten Dosiervorrichtung kann nun jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Feuchtigkeit
oder Spülflüssigkeit aus dem Spülbehälter zu den in den Trennfächern befindlichen
Reinigungsmittel-Einheiten gelangt, so dass diese oder Teile davon im ungünstigsten
Falle an den Trennwänden festkleben können.
[0006] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Dosiervorrichtung zum Dosieren
von Reinigungsmittel-Einheiten für eine Geschirrspülmaschine oder eine Textilwaschmaschine
anzugeben, bei der die genannten Nachteile beim Stand der Technik zumindest teilweise
beseitigt oder wenigstens gelindert werden.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0008] Die Dosiervorrichtung' gemäß Anspruch 1 zum Dosieren von Reinigungsmittel-Einheiten
für eine Geschirrspülmaschine oder eine Textilwaschmaschine umfasst
a) eine verschließbare-Ausgabevorrichtung (oder: Auswerfer) zum Ausgeben von Reinigungsmittel-Einheiten,
im Allgemeinen von einer vorgegebenen oder vorgebbaren Anzahl von Reinigungsmittel-Einheiten,
b) eine Transportvorrichtung (oder: Fördervorrichtung) zum Transport von Reinigungsmittel-Einheiten
zu der Ausgabevorrichtung,
c) eine Positionserfassungseinrichtung zum Erfassen der Position der Transportvorrichtung
sowie
d) eine mit der Ausgabevorrichtung und der Positionserfassungseinrichtung in Wirkverbindung
stehende oder verbundene Steuereinrichtung,
wobei
e) die Steuereinrichtung die Ausgabevorrichtung abhängig von der von der Positionserfassungseinrichtung
erfassten Position der Transportvorrichtung ansteuert.
[0009] Die Erfindung beruht auf der Überlegung, eine Ausgabevorrichtung vorzusehen, in der
die Reinigungsmittel-Einheiten von dem Spülraum der Geschirrspülmaschine oder der
Wäschetrommel der Waschmaschine getrennt aufbewahrt oder aufbewahrbar sind. Die Ausgabevorrichtung
ist dazu abdichtbar oder verschließbar. Um die von einer Transportvorrichtung der
Ausgabevorrichtung zugeführten ReinigungsmittelEinheiten nun trotzdem kontrolliert
in einer definierten Anzahl (üblicherweise eins) und zuverlässig ausgeben zu können,
wird gemäß der Erfindung als weitere Maßnahme eine Positionserfassungseinrichtung
vorgesehen, die die aktuelle Position der Transportvorrichtung überwacht. Die aktuelle
Position der Transportvorrichtung wird nun von einer Steuereinrichtung herangezogen,
um die Ausgabevorrichtung zu aktivieren oder zu öffnen, so dass diese die vorgegebene
Anzahl der Reinigungsmittel-Einheiten in den Spülraum oder Wäscheraum, oder nach erfolgter
Ausgabe wieder zu verschließen.
[0010] Bei der Dosiervorrichtung gemäß der Erfindung wird also anhand einer Änderung der
Position der ordnungsgemäß mit Reinigungsmittel-Einheiten befüllten Transportvorrichtung
festgestellt, ob die Ausgabevorrichtung wieder mit neuen Reinigungsmittel-Einheiten
versorgt worden ist oder wird, und zugleich durch das Aktivieren der Ausgabevorrichtung
Platz für die neu herantransportierten Reinigungsmittel-Einheiten in der Ausgabevorrichtung
geschaffen. Nach dem Ausgeben der gewünschten Anzahl der ReinigungsmittelEinheiten
wird die Ausgabevorrichtung wieder verschlossen, so dass die neu zugeführten Reinigungsmittel-Einheiten
darin geschützt bis zum nächsten Zudosierschritt aufbewahrt sind. Durch dieses stufenweise
Dosieren ist eine zuverlässige Funktion der Ausgabevorrichtung gewährleistet
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Transportvorrichtung gemäß der
Erfindung ergeben sich aus den vom Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen.
[0012] In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Transportvorrichtung ein
entlang eines Förderweges (oder: Transportweges) in wenigstens einer Förderrichtung
antreibbares oder angetriebenes Förderband (oder: Transportband) sowie mehrere, vom
Förderband nach außen abstehende Trennelemente (oder: Förderelemente), zwischen denen
wenigstens in einem Teilbereich des Förderwegs jeweils wenigstens eine Reinigungsmittel-Einheit
anordenbar oder angeordnet ist.
[0013] Vorzugsweise sind'zum Transport (oder: Fördern) des Förderbandes wenigstens ein und
vorzugsweise wenigstens zwei rotierbare Transportelemente vorgesehen, die insbesondere
in Gestalt von Transportwalzen ausgebildet sein können.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung wird zum Antrieb des Förderbandes eine Lochanordnung
im Förderband sowie eine korrespondierende Verzahnung, insbesondere ein korrespondierendes
Zahnrad, deren bzw. dessen Zähne in Eingriff mit den Löchern im Förderband gebracht
sind, vorgesehen. Dadurch kann durch Rotation der Verzahnung bzw. des Zahnrades und
durch den Formschluss der Zähne am Rand der Löcher das Förderband weiterbewegt werden.
Ein Austausch der Löcher-Zähne-Anordnung, d. h. Zähne am Förderband und Löcher in
der Walze, ist ebenfalls denkbar. Die Transportvorrichtung gemäß dieser Weiterbildung
ist durch den Zahn-Loch-Antrieb relativ genau steuerbar. Ein Schlupf oder Durchrutschen
des Förderbandes am Zahnrad oder der Verzahnung ist praktisch nicht möglich, so dass
die Positionen der einzelnen Trennfächer zwischen den Trennelementen genau kalibrierbar
und erfassbar sind. Die Positionserfassungseinrichtung umfasst nun vorzugsweise die
Drehposition der Verzahnung und/oder die Position der Lochanordnung im Förderband.
[0015] Die Verzahnung bzw. das Zahnrad kann insbesondere an der Außenfläche einer Transportwalze
für das Förderband gebildet sein und sich dabei auch nur über einen zur Drehachse
axialen Teilbereich der Transportwalze erstrecken. Das Förderband liegt dann im Allgemeinen
auf der Außenfläche der Transportwalze außerhalb der Verzahnung auf. Es können auch
mehrere Verzahnungen an mehreren Stellen dieser Transportwalze oder mehrere Zahnräder
vorgesehen sein, um eine gleichmäßigere Kraftübertragung zu ermöglichen. Das Förderband
weist dann entsprechend mehr parallele Lochanordnungen auf, in deren Löcher jeweils
die Zähne wenigstens einer der Verzahnungen an der Transportwalze oder wenigstens
eines Zahnrades eingreifen. Ferner können natürlich auch einzelne Zahnräder vorgesehen
sein, die über eine gemeinsame Drehoder Antriebswelle miteinander fest gekoppelt sind.
[0016] An einer von der Verzahnung bzw. vom Zahnrad beabstandeten Seite des Förderbandes
ist vorzugsweise eine weitere drehbare Transportwalze zum Transport des Förderbandes
vorgesehen. Diese zusätzliche Transportwalze muss nicht selbst angetrieben sein. Jedoch
ist auch eine Ausführungsform möglich, bei der auch die weitere Transportwalze mit
wenigstens einer Verzahnung bzw. Zahnrad versehen wird, die bzw. das vorzugsweise
entsprechend mit der ersten Verzahnung bzw. dem ersten Zahnrad synchronisiert wird,
um einen gleichmäßigen Antrieb des Förderbandes zu gewährleisten.
[0017] Die Transportvorrichtung umfasst in einer vorteilhaften Ausführungsform wenigstens
einen mit der Verzahnung bzw. dem Zahnrad oder mit der oder den Transportwalzen als
Transportelementen über eine Antriebswelle gekoppelten oder koppelbaren Antriebsmotor.
Der Antriebsmotor ist vorzugsweise ein Schrittmotor und bewegt dann das Förderband
in einzelnen Schritten weiter, wobei die Schrittlänge durch den Abstand oder die Abstände
der Trennelemente voneinander festgelegt wird. Die von der Positionserfassungseinrichtung
erfasste Position der Transportvorrichtung entspricht dann einem jeweiligen Vielfachen
der Schrittlänge ausgehend von einer Nullposition. Die Steuereinrichtung steuert entsprechend
nach einer Weiterbewegung des Förderbandes um einen Schritt die Ausgabevorrichtung
zum Ausgeben einer Reinigungsmittel-Einheit an.
[0018] Vorzugsweise ist der Förderweg und damit das Förderband in sich geschlossen und in
wenigstens einer Umlaufrichtung entlang des geschlossenen Förderweges angetrieben
oder antreibbar. Eine solche Ausbildung des Förderbands als Endlosband hat den Vorteil
eines vergleichsweisen kompakten Aufbaus. Außerdem kann ein Antriebsmotor mit nur
einem Umlaufsinn vorgesehen werden, der also nicht beide Drehsinne aufweisen muss.
[0019] Die Dosiervorrichtung weist vorzugsweise einen Behälter (oder: ein Gehäuse, eine
Haube) auf, in dessen Innenraum die Transportvorrichtung oder das Förderband angeordnet
ist und das wenigstens eine, vorzugsweise verschließbare Beschickungsöffnung auf weist,
durch die die Transportvorrichtung zugänglich ist zum Beschicken, insbesondere der
Zwischenräume zwischen den Trennelementen, mit Reinigungsmittel-Einheiten. Die Ausgabevorrichtung
ist nun insbesondere am oder im unteren Bereich des Behälters angeordnet, um die Schwerkraft
beim Ausgeben der Reinigungsmittel-Einheiten ausnutzen zu können.
[0020] Vorzugsweise ist jede Reinigungsmittel-Einheit an einer vorgegebenen Zielposition
aus der Transportvorrichtung ausgebbar oder entnehmbar oder fällt dort aufgrund der
Schwerkraft heraus. Diese Zielposition liegt unmittelbar der Ausgabevorrichtung gegenüber,
vorzugsweise in Schwerkraftrichtung oberhalb der Ausgabevorrichtung.
[0021] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Ausgabevorrichtung eine
Ausgabeöffnung für Reinigungsmittel-Einheiten, vorzugsweise in der Wand des genannten
Behälters, sowie ein Verschlusselement zum Verschließen der Ausgabeöffnung, insbesondere
eine, vorzugsweise schwenkbare, Klappe. Die Abmessungen der Ausgabeöffnung sind im
Allgemeinen den Abmessungen vorgegebener Reinigungsmittel-Einheiten derart angepasst,
dass zur gleichen Zeit nur eine Reinigungsmittel-Einheit durch die Ausgabeöffnung
durchtreten kann.
[0022] Die Dosiervorrichtung gemäß der Erfindung findet einen bevorzugten Einsatz in einer
Geschirrspülmaschine oder einer Textilwaschmaschine, insbesondere für den Haushalt,
zum Dosieren von Reinigungsmittel-Einheiten in den Spüloder Waschprozess.
[0023] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert.
Dabei wird auf die Zeichnungen Bezug genommen, in deren
- FIG 1
- eine Dosiervorrichtung zum Dosieren mehrerer Reinigungsmittel-Einheiten mittels eines
von einem Zahnrad angetriebenen Förderbandes innerhalb eines teilweise geschnittenen
Dosierbehälters in einer perspektivischen Ansicht und
- FIG 2
- die Dosiervorrichtung gemäß FIG 1 in einer geschnittenen Ansicht mit einer Ansteuerung
für eine Ausgabevorrichtung
jeweils schematisch dargestellt sind. Einander entsprechende Teile und Größen sind
in den FIG 1 und 2 mit denselben Bezugszeichen versehen.
Gemäß FIG 1 und 2 ist ein Förderband 2 über eine erste Transportwalze 9, die um eine
Drehachse A1 drehbar ist, und Teine zweite Transportwalze 10, die um eine Drehachse
A2 drehbar ist, transportierbar. Die Außenflächen der Transportwalzen 9 und 10 sind
dabei in Kontakt mit der Innenfläche des in Form eines Endlosbandes geschlossenen
Förderbandes 2. Die beiden Transportwalzen 9 und 10 sind in Richtung der Schwerkraft
G übereinander angeordnet, so dass der Förderweg, dem das Förderband 2 folgt, zwischen
den beiden Transportwalzen 9 und 10 im Wesentlichen parallel zur Schwerkraft G verläuft
in dem mit den beiden Pfeilen an der Innenseite des Förderbandes 2 angedeuteten Umlauf-
oder Drehsinn.
[0024] An der Außenseite des Förderbandes 2 sind nun senkrecht vom Förderband 2 abstehende
Trennelemente 5A bis 5N in im Wesentlichen gleichem Abstand zueinander angeordnet.
Zwischen den Trennelementen 5N bis 5E (von oben nach unten gesehen) sind jeweils voneinander
getrennte Trennfächer oder Aufnahmefächer für jeweils eine Reinigungsmittel-Einheit
3A bist 3E gebildet. In FIG 1 und FIG 2 ist eine Reinigungsmittel-Einheit 3A zwischen
den Trennwänden 5N und 5A, eine Reinigungsmittel-Einheit 3B zwischen den Trennwänden
5A und 5B, eine Reinigungsmittel-Einheit 3C zwischen den Trennwänden 5B und 5C, eine
vierte Reinigungsmittel-Einheit 3D zwischen den Trennwänden 5C und 5D und eine fünfte
Reinigungsmittel-Einheit 3E zwischen den Trennwänden 5D und 5E eingeordnet. Die Reinigungsmittel-Einheiten
3A bis 3D sind stapelförmig übereinander angeordnet und ruhen auf den horizontal,
d.h. senkrecht zur Schwerkraft G, ausgerichteten jeweiligen Trennwänden 5A bis 5D.
Die Reinigungsmittel-Einheit 3E ist dagegen gerade im Begriff nach unten zu rutschen,
da die zugehörige Trennwand 5E, auf der die Reinigungsmittel-Einheit 3E ruht, durch
die gekrümmte Bewegung des Förderbandes 2 um die Transportwalze 9 und die. Richtungsumkehr
sich durch die Bewegung immer mehr der Richtung der Schwerkraft G nähert und dadurch
die Reinigungsmittel-Einheit 3E bei Überschreiten der wirkenden Haftreibung zwischen
der Reinigungsmittel-Einheit 3E und der Trennwand 5E nach unten fällt.
[0025] Die Transportvorrichtung 1 mit den Transportwalzen 9 und 10, dem Förderband 2 und
den Trennwänden 5A bis 5N ist komplett innerhalb eines Behälters (oder: Gehäuses)
6 angeordnet, von dem nur eine Rückwand 61, eine Seitenwand 60 und ein Boden 62 in
FIG 1 sowie die Rückwand 61, der Boden 62, sowie eine Decke 63 in FIG 2 dargestellt
sind. An der von der Rückwand 61 abgewandten Vorderseite des Behälters 6 ist eine
Beschickungsöffnung vorgesehen, die mit einem Deckel oder einer Tür 7 verschließbar
ist. Bei Öffnen der Tür 7, die sich von der Decke 63 bis zum Boden 62 des Behälters
6 erstreckt, sind sämtliche Trennfächer zwischen den Trennwänden 5N bis 5D mit vier
Reinigungsmittel-Einheiten 3A bis 3D bestückbar zum Wiederauffüllen, falls der vorhandene
Vorrat aufgebraucht-worden ist.
[0026] An der oberen Transportwalze 10 ist gemäß FIG 1 und 2 an der Außenfläche an einer
Seite eine Verzahnung 11 vorgesehen, die mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordnete
Zähne 12 aufweist. Dazu korrespondierend weist das Förderband 2 eine Lochreihe 13
auf mit mehreren entlang des Förderweges voneinander beabstandet angeordneten Löchern
14, in die jeweils ein Zahn 12 der Verzahnung 11 in Eingriff bringbar ist. Die Abstände
der Löcher 14 sind auf die Abstände (Winkelabstände) der Zähne 12 der Verzahnung 11
abgestimmt. Die Löcher 14 im Förderband 2 gemäß FIG 1 sind rechteckig gestaltet in
Anpassung an die als Geradverzahnung ausgestaltete Verzahnung 11. Die Zähne 12 der
Verzahnung 11 können insbesondere in Form von Evolventen ausgebildet sein.
[0027] Die Verzahnung 11 der Transportwalze 10 sowie der Lochstreifen 13 im Förderband 2
sind in der dargestellten Ausführungsform an einer Seite angeordnet, können aber auch
in einem mittleren Bereich des Förderbandes 2 bzw. der Transportwalze 10 und/oder
an der anderen Seite vorgesehen sein. Insbesondere können auch mehrere Verzahnungen
11 axial zur Drehachse A2 versetzt an der Außenseite der Transportwalze 10 vorgesehen
sein und entsprechende parallel zueinander verlaufende Lochstreifen 13 im Förderband
2, um die Übertragung der Kraft gleichmäßiger und eventuell größer wählen zu können.
[0028] Das Förderband 2 wird schrittweise in der Umlaufrichtung weiterbewegt, indem die
Verzahnung 11 um den Winkel α (nur in FIG 2 dargestellt) zwischen zwei Zähnen 12 weitergedreht
wird. Dadurch wird über die mittig zwischen den Trennwänden 5A bis 5N angeordneten
Löcher 14 das Förderband 2 um ein Aufnahmefach weiterbewegt, also ausgehend von der
dargestellten Ausführungsform in FIG 1 und FIG 2 bei Weiterbewegung des Förderbandes
2 um einen Schritt die Reinigungsmittel-Einheit 3A auf die Position der Reinigungsmittel-Einheit
3B, die Reinigungsmittel-Einheit 3B wiederum auf die Position der Reinigungsmittel-Einheit
3C usw. fortbewegt. Die unterste Reinigungsmittel-Einheit 3E fällt nun auf den Boden
62 des Behälters 6.
[0029] In dem Boden 62 des Behälters 6 ist eine Öffnung 68 vorgesehen, die mit einer um
ein Drehlager 28 drehbaren Klappe 8 ausgestattet und verschließbar ist. Die auf die
Klappe 8 gefallene Reinigungsmittel-Einheit 3E wird durch Bewegen der Klappe 8 nach
unten, wie in FIG 2 dargestellt, in Richtung einer in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
oder der Waschmaschine führenden Öffnung ausgegeben. In FIG 1 ist die Klappe 8 noch
in geschlossener Stellung dargestellt, in FIG 2 in geöffneter Stellung. Gemäß FIG
2 ist die Klappe 8 über eine Steuereinrichtung 18, die mechanisch mit der Klappe 8
gekoppelt ist, um das Drehlager 28 drehbeweglich verstellbar, insbesondere einfachi
zwischen einer geöffneten Stellung und einer geschlossenen Stellung.
[0030] Das mit der Verzahnung 11 an der Transportwalze 10 gebildete Zahnrad ist zusammen
mit der gesamten Transportwalze 10 über eine Antriebswelle 15 mit einem nicht dargestellten
Antriebsmotor verbunden. Der Antriebsmotor kann dazu innerhalb des Behälters 6 angeordnet
sein oder auch außerhälb des Behälters 6, wobei dann die Antriebswelle 15 durch die
Gehäusewand geführt ist, gegebenenfalls über ein Getriebe.
[0031] Mit der Antriebswelle 15 und/oder dem Antriebsmotor ist nun ferner eine Positionserfassungseinrichtung
20 in Wirkverbindung oder messtechnisch gekoppelt, die in an sich bekannter Weise
die Drehstellung oder Winkelposition der Antriebswelle 15 und damit des Zahnrades
11 erfasst, vorzugsweise in diskreten Schritten, die dem durch den Winkelabstand zwischen
zwei Zähnen 12 der Verzahnung 11 gebildeten Winkel α entsprechen. Die Positionserfassungseinrichtung
20 liefert nun ein der Dreh- oder Winkelposition der Verzahnung 11, vorzugsweise in
Vielfachen des Winkels α, relativ zu einer Ausgangsposition oder Referenzlage entsprechendes
Positionssignal P an die Steuereinrichtung 18. Die Steuereinrichtung 18 bewirkt nach
einem Förderschritt um einen Winkel α, um den das Förderband 2 im Umlaufsinn weitergedreht
wurde, eine Öffnung der Klappe 8, und nach Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer wieder
ein Schließen der Klappe 8.
Die Positionserfassungseinrichtung 20 kann auch alternativ die Position der Lochreihe
13 erfassen. In allen Ausführungsformen kann die Positionserfassungseinrichtung 20
mechanisch oder elektromechanisch, beispielsweise in Ausbildung als Drehpotentiometer,
mit der Transportvorrichtung 1 gekoppelt sein oder auch deren Position berührungsfrei
erfassen, beispielsweise magnetisch, induktiv, optisch oder auf sonstige Weise.
[0032] Aus Gründen der Platzersparnis wird in den Ausführungsbeispielen gemäß FIG 1 und
FIG 2 jedes der an der Rückseite befindlichen Trennelemente 5F bis 5K zum Förderband
2 hin abgeklappt, so dass an der Rückseite des Förderbandes 2 nur noch ein geringerer
Raumbedarf besteht. Dazu ist, wie dargestellt, die Rückwand 61 des Behälters 6 näher
an dem Förderband 2 angeordnet als die Tür 7 in geschlossenem Zustand, so dass die
elastischen Trennelemente 5F bis 5K abgebogen werden und an der Rückwand 61 in der
Förderrichtung im abgebogenen Zustand entlang schleifen, bis sie, oben angekommen,
wieder zurückklappen und im wesentlichen senkrecht vom Förderband 2 abstehen, wie
beispielsweise das Trennelement 5L. Um das Abklappen oder Andrücken der Trennelemente
5A bis 5N an das Förderband 2 durch die Rückwand 61 zusätzlich zu unterstützen und
zu erleichtern, sind in jedem der Trennelemente 5A bis 5N vorzugsweise Verjüngungen
(oder: Materialeinsparungen) 25 vorgesehen, an denen die Trennelemente 5A bis 5N entsprechend
abknicken oder sich bevorzugt verformen.
Das Förderband 2 und die Trennelemente 5A bis 5N bilden vorzugsweise einen zusammenhängenden
Formkörper, der in einem einzigen Herstellprozess hergestellt werden kann, beispielsweise
durch Spritzguss eines thermoplastischen Kunststoffes, insbesondere eines Elastomers.
Die Verzahnung oder das Zahnrad 11 besteht vorzugsweise ebenfalls aus einem Kunststoff
mit einem niedrigeren Elastizitätsmodul als das Förderband 2 oder auch aus einem Metall.
[0033] Anstelle der gezeigten Ausführungsbeispiele mit den Transportwalzen 9, 10 und Zahnrad
11 kann das Förderband 2 auch mit zwei Transportwalzen ohne Verzahnung angetrieben
werden. Eine Lochanordnung 13 im Förderband 2 ist dann nicht erforderlich.
[0034] Die Transportwalzen weisen im Allgemeinen eine glatte Außenfläche auf. Um eine ausreichende
Haftreibung zwischen den Transportwalzen und dem Förderband zu gewährleisten, wird
vorzugsweise eine Materialpaarung mit einem möglichst hohen Haftreibungskoeffizienten
zwischen dem Material des Förderbandes und dem Material der Transportwalzen gewählt,
und/oder das Transportband wird aus einem elastischen Material gewählt und unter eine
vorbestimmten Vorspannung durch entsprechende Beabstandung der beiden Transportwalzen
gesetzt. Durch die rückstellende Kraft des elastisch verformten Förderbandes in Normalenrichtung
zu den Außenflächen der Transportwalzen wird die Haftreibung zwischen den Transportwalzen
und dem Förderband erhöht.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Transportvorrichtung
- 2
- Förderband
- 3A bis 3E
- Reinigungsmittel-Einheiten
- 5A bis 5N
- Trennelement
- 6
- Behälter
- 7
- Tür
- 8
- Klappe
- 9, 10
- Transportwalze
- 11
- Zahnrad
- 12
- Zahn
- 13
- Lochstreifen
- 14
- Loch
- 15
- Antriebswelle
- 18
- Steuereinrichtung
- 20
- Positionserfassungseinrichtung
- 25
- Verjüngung
- 28
- Drehlager
- 60
- Seitenwand
- 61
- Rückwand
- 62
- Boden
- P
- Positionssignal
- α
- Winkel
- A1, A2
- Drehachse
1. Dosiervorrichtung zum Dosieren von Reinigungsmittel-Einheiten (3A bis 3E) für eine
Geschirrspülmaschine oder eine Textilwaschmaschine mit
a) einer verschließbaren Ausgabevorrichtung (8, 18) zum Ausgeben einer vorgegebenen
oder vorgebbaren Anzahl von Reinigungsmittel-Einheiten,
b) einer Transportvorrichtung (1) zum Transport von Reinigungsmittel-Einheiten zu
der Ausgabevorrichtung,
c) einer Positionserfassungseinrichtung (20) zum Erfassen der Position der Transportvorrichtung,
d) einer mit der Ausgabevorrichtung und der Positionserfassungseinrichtung verbundenen
Steuereinrichtung (18),
wobei
e) die Steuereinrichtung die Ausgabevorrichtung abhängig von der von der Positionserfassungseinrichtung
erfassten Position der Transportvorrichtung ansteuert.
2. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Transportvorrichtung
a) wenigstens ein entlang eines Förderweges antreibbares oder angetriebenes Förderband
(2) und
b) mehrere, vom Förderband nach außen abstehenden Trennelemente (5A bis 5N), zwischen
denen wenigstens in einem Teilbereich des Förderweges jeweils wenigstens eine Reinigungsmittel-Einheit
anordenbar oder angeordnet ist,
aufweist.
3. Dosiervorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Transportvorrichtung wenigstens ein
und vorzugsweise wenigstens zwei rotierbare Transportelemente (9, 10, 11) aufweist,
auf dem bzw. denen das Förderband transportierbar oder transportiert ist.
4. Dosiervorrichtung nach Anspruch 3, bei der die Positionserfassungseinrichtung die
Drehposition wenigstens eines Transportelements (10, 11) oder einer mit dem Transportelement
verbundenen Drehwelle (15) erfasst.
5. Dosiervorrichtung nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, bei der wenigstens ein Transportelement
in Form einer Transportwalze (9, 10) ausgebildet ist, deren Außenfläche mit einer
Innenfläche des Förderbandes in Kontakt steht.
6. Dosiervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, bei der wenigstens
ein Transportelement eine Verzahnung, insbesondere ein Zahnrad (11), mit mehreren
Zähnen (12) umfasst, und das Förderband eine Lochanordnung (13) mit einer vorgegebenen
Anzahl von Löchern (14) entlang des Förderweges aufweist, wobei wenigstens ein Zahn
(12) in jeweils ein Loch (14) der Lochanordnung im Förderband eingreift, wobei vorzugsweise
die Positionserfassungseinrichtung die Drehpösition der Verzahnung und/oder die Position
der Lochanordnung im Förderband erfasst.
7. Dosiervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, bei der wenigstens
zwei Transportelemente eine gemeinsame Rotationsachse oder zueinander parallele Rotationsachsen
(A1, A2) aufweisen.
8. Dosiervorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7, bei der die Transportvorrichtung
einen über eine Antriebswelle (15) mit dem wenigstens einen Transportelement gekoppelten
oder koppelbaren Antriebsmotor umfasst.
9. Dosiervorrichtung nach Anspruch 8, bei der der Antriebsmotor das Förderband in einzelnen
Schritten weiterbewegt, wobei die Schrittlänge durch den Abstand oder die Abstände
der Trennelemente bestimmt ist, wobei vorzugsweise nach einer Weiterbewegung des Förderbandes
um einen Schritt die Steuereinrichtung die Ausgabevorrichtung zum Ausgeben einer Reinigungsmittel-Einheit
ansteuert.
10. Dosiervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der jede
Reinigungsmittel-Einheit an einer vorgegebenen Zielposition aus der Transportvorrichtung
ausgebbar oder entnehmbar ist oder aufgrund der Schwerkraft herausfällt und der Ausgabevorrichtung,
die vorzugsweise in Schwerkraftrichtung unterhalb der Zielposition der Transportvorrichtung
angeordnet ist, zuführbar ist oder zugeführt wird.
11. Dosiervorrichtung nach Anspruch 2 oder einem oder mehreren der auf Anspruch 2 rückbezogenen
Ansprüche, bei der das Förderband (2) entlang eines geschlossenen Förderweges in wenigstens
einer Umlaufrichtung antreibbar oder angetrieben ist.
12. Dosiervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der die
Ausgabevorrichtung in einem geschlossenen Zustand zumindest weitgehend flüssigkeitsdicht
ist, um Reinigungsmittel-Einheiten an oder in der Transportvorrichtung vor eindringender
Flüssigkeit zu schützen.
13. Dosiervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche mit einem
Behälter (6), in dessen Innenraum die Transportvorrichtung angeordnet ist, wobei vorzugsweise
am oder im unteren Bereich des Behälters (6) die Ausgabevorrichtung angeordnet ist.
14. Dosiervorrichtung nach Anspruch 13, bei der der Behälter wenigstens eine verschließbare
Beschickungsöffnung aufweist, durch die die Transportvorrichtung zugänglich ist zum
Beschicken, insbesondere der Zwischenräume zwischen den Trennelementen, mit Reinigungsmittel-Einheiten.
15. Dosiervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der die
Ausgabevorrichtung wenigstens eine Ausgabeöffnung für Reinigungsmittel-Einheiten sowie
ein von der Steuereinrichtung steuerbares Verschlusselement, insbesondere eine Klappe
(8), zum Verschließen der Ausgabeöffnung umfasst, wobei vorzugsweise die Abmessungen
der Ausgabeöffnung den Abmessungen vorgegebener Reinigungsmittel-Einheiten angepasst
sind, so dass zur gleichen Zeit genau eine Reinigungsmittel-Einheit durch die Ausgabeöffnung
durchtreten kann.
16. Dosiervorrichtung nach Anspruch 15 und nach einem der Ansprüche 13 bis 14, bei der
die Ausgabeöffnung in der Wand des Behälters vorgesehen ist.
17. Geschirrspülmaschine mit
a) einem Spülraum und
b) einer Dosiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Dosieren von
Reinigungsmittel-Einheiten in den Spülraum.
18. Textilwaschmaschine mit
a) einem Wäscheaufnahmeraum und
b) einer Dosiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Dosieren von
Reinigungsmittel-Einheiten in den Wäscheaufnahmeraum.