Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Luftdruckwaffen, insbesondere auf Mehrlademagazine
für Geschosse verschießende CO
2-Luftdruckwaffen, und betrifft Container für Geschosse, die in den Magazinen solcher
Waffen verwendet werden.
Stand der Technik
[0002] Es sind technische Lösungen der Konstruktion von Magazinen bekannt, die in den Luftdruckwaffen
eingesetzt werden, welche eine CO
2-Patrone benutzen und beispielsweise Geschosse sphärischer Form verschießen.
[0003] Es sind Magazine (US-PS Nr. 3 077 875, Kl. 124-76, 1963 und US-PS Nr. 4 147 152,
Kl. F 41 B 11/06, Priorität vom 03.01.1977) vom Bunkertyp bekannt, bei denen die Geschosse
in einen in der Pistole selbst befindlichen Behälter geschüttet werden und eine Gravitationseinführung
der Geschosse in den Lauf zum Schießen angewendet wird. Trotz großen Fassungsvermögens
des Magazins ist das Fehlen der Möglichkeit einer zwangläufigen Zuführung der Geschosse
aus dem Bunker in den Lauf der Waffe die Ursache für eine nicht hohe Zuverlässigkeit
einer solchen Waffe und beschränkt das Schießen mit dieser Waffe, wenn z.B. der Lauf
der Waffe nach unten gerichtet ist.
[0004] Es sind Magazine bekannt, welche eine selbständige Konstruktion darstellen (US-PS
3 447 527, Kl. 124-52, 1969), die ein Gehäuse enthält, in dessen Innerem in einer
Reihe Geschosse angeordnet sind. Unter der Wirkung einer Feder und eines Zubringers,
die sich im unteren Gehäuseteil befinden, werden die Geschosse an die Schußlinie herangeführt.
Dabei kann das Magazin unmittelbar im Pistolengriff untergebracht sein (US-PS Nr.
2 569 995, Kl. 124-53, 1951). In diesen Magazinbauarten wird eine zwangläufige Zuführung
der Geschosse in den Lauf der Waffe angewendet. Nachteilig bei diesen Magazinen ist
das geringe Fassungsvermögen sowie die nicht hohe Zuverlässigkeit, die mit dem eventuellen
Herausfallen der Geschosse aus dem Magazin bei dessen Einstecken oder Ausziehen aus
der Waffe verbunden ist.
[0005] Bekannt ist eine Konstruktion (EP-Anmeldung Nr. 0 844 456 A2, Kl. F 41 B 11/02, 1998),
bei der unmittelbar in der Pistole selbst unter dem Lauf ein Kanal zur Unterbringung
von Geschossen vorhanden ist, die ebenfalls unter der Wirkung einer Feder und eines
Zubringers an die Schußlinie herangeführt werden. Zu den Nachteilen dieser Konstrktion
kann man einen begrenzten Magazininhalt und einen langwährenden Vorgang der Nachladung
des Magazins zählen.
[0006] Es ist ein Magazin bekannt (RU-PS 2 118 781, Kl. F 41 B 11/06, 1998), das im Pistolengriff
untergebracht wird, wo die Geschosse in einem räumlichen Gehäuse aufgenommen werden,
in welchem eine Feder mit Zubringer angeordnet ist, die für eine aufeinanderfolgende
Zuführung eines jeden Geschosses zur Schußlinie sorgen. Nachteilig an dieser Konstruktion
ist der begrenzte Magazininhalt.
[0007] Am nächsten kommende Analogielösung ist die Konstruktion eines Magazins (PCT/FR-Anmeldung99/01199,
Kl. F 41 B 11/02, 1999), das im Pistolengriff untergebracht wird. Die Geschosse werden
im Gehäuse in einem halbovalen Kanal aufgenommen, in dem eine Feder mit Zubringer
angeordnet ist, welche eine aufeinanderfolgende Zuführung der Geschosse in den Lauf
zum Schießen besorgen. Der Vorteil dieses Magazins liegt im schnellen Laden des Magazins
sowie im bequemen Ausziehen des Magazins aus der Waffe. Der Hauptnachteil dieser Konstruktion
ist, daß die Zuführung der Geschosse aus dem Magazin in den Lauf der Waffe unzuverlässig
ist.
[0008] Außerdem haften allen diesen Magazinbauarten gemeinsame Nachteile an:
- in den Magazinen können nur Geschosse sphärischer Form verwendet werden;
- die Geschosse in den Magazinen sind Verformungen ausgesetzt, die mit der mechanischen
Einwirkung aufeinander sowie mit der Einwirkung von eigentlichen Teilen des Magazins
und der Waffe auf diese zusammenhängen, was die ballistischen Eigenschaften der Geschosse
und der Waffe selbst herabsetzt.
Wesen der Erfindung
[0009] Den vorgeschlagenen technischen Lösungen liegt der Gedanke zugrunde, ein konstruktiv
einfaches, fertigungsgerechtes und leicht bedienbares Magazin für Luftdruckwaffen,
die Geschosse willkürlicher Form verschießen, zu schaffen, bei dem die Geschosse verläufig
in Container geladen werden und die Container in einem geschlossenen Kanal untergebracht
und durch diesen unter aufeinanderfolgendem Heranführen eines jeden geladenen Containers
an die Schußlinie zum Schießen bewegt werden.
[0010] Die Anwendung einer solchen Magazinbauart gestattet es:
- die Zuverlässigkeit der Zuführung der Geschosse zum Schießen zu steigern, was die
Funktionssicherheit der Waffe selbst erhöht;
- das Fassungsvermögen des Magazins durch Vorhandensein eines geschlossenen Kanals praktisch
willkürlicher Form und Länge zu vergrößern;
- einen operativen Charakter und einen bequemen Wechsel des Magazins oder dessen bequeme
Nachladung sicherzustellen.
[0011] Die Verwendung der Container für Geschosse im Magazin erlaubt es zusätzlich:
- Geschosse von praktisch willkürlicher Form zum Schießen zu verwenden;
- eine Verformung von Geschossen im Magazin zu beseitigen, was die ballistischen Eigenschaften
der Waffe verbessert.
[0012] Dies wird dadurch erreicht, daß das Magazin für Geschosse verschießende Luftdruckwaffen,
das ein Gehäuse mit einem Fenster zum Laden des Magazins mit Geschossen besitzt, mit
Containern ausgerüstet ist, die je eine durchgehende Bohrung aufweisen, in jeder von
denen ein Geschoß untergebracht wird. Die Container sind in einem geschlossenen Kanal
angeordnet, durch welchen sie innerhalb des Gehäuses bewegt werden mit Möglichkeit
der aufeinanderfolgenden Zuführung eines jeden geladenen Containers an die Schußlinie
für den Schuß unter gleichzeitiger Abführung eines leeren Containers von der Schußlinie
nach dem Schuß. Dabei besitzt das Magazin eine Geschoßöffnung in einer Gehäusewand,
durch die das Geschoß beim Schuß unter Einwirkung einer Gasportion aus dem Container
in den Geschoßkanal des Laufs der Waffe gelangt, ein Fenster zum Einströmen einer
Gaspörtion in den Container für die Ausführung eines Schusses, welches sich an der
zur Geschoßöffnung entgegengesetzten Gehäusewand befindet und gleichachsig mit dem
Geschoßkanal des Laufs der Waffe und der durchgehenden Bohrung des Containers mit
Geschoß angeordnet ist, der eine solche Lage vor jedem Schuß einnimmt, sowie ein in
einer Gehäusewand oberhalb des geschlossenen Kanals über der durchgehenden Bohrung
der Container angebrachtes Fenster für einen Außenhebel der Abzugseinrichtung, unter
dessen Einwirkung die Bewegung der Container durch den geschlossenen Kanal unter aufeinanderfolgender
Anordnung eines jeden Containers auf der Schußlinie erfolgt.
[0013] Der Querschnitt des geschlossenen Kanals wiederholt die Form der Mantellinie des
Außenteils des Containers, und die Länge des Kanals ist so bemessen, daß der Spalt
zwischen zwei nebeneinander stehenden Containern deren freie Bewegung durch den Kanal
gewährleistet.
[0014] Im Magazingehäuse ist zwischen der oberen Gehäusewand und dem geschlossenen Kanal
ein Gleitstein angeordnet, der sich mit den Containern berührt und für eine stabile
aufeinanderfolgende Anordnung eines jeden geladenen Containers auf der Schußlinie
gleichachsig mit dem Geschoßkanal des Laufs der Waffe vor dem Schuß sorgt. Die auf
der Seite des geschlossenen Kanals befindliche Wand des Gleitsteins besitzt eine Form,
die die Form der Außenwandung des Kanals wiederholt, wenn sich die Container durch
den Kanal bewegen. An der auf der Seite des geschlossenen Kanals befindlichen Wand
des Gleitsteins ist ein Ausschnitt vorhanden, dessen Form die Form der Mantellinie
der äußeren Seitenwandung des Containers wiederholt. Zwischen einer Gehäusewand und
dem Gleitstein ist wenigstens eine Feder angeordnet, die den Gleitstein von der Gehäuswand
so abdrückt, daß bei jeder Fortbewegung der Container durch den geschlossenen Kanal
die untere Seite des Gleitsteins zu einer natürlichen Fortsetzung der Seitenwandung
des Kanals wird, und beim Heranführen eines nächstfolgenden geladenen Containers an
die Schußlinie senkt sich der Gleitstein auf den Container, um die Lage des Containers
vor dem Schuß zu fixieren.
[0015] Das Fenster zum Laden des Magazins mit Geschossen befindet sich in einer Gehäusewand
oberhalb des geschlossenen Kanals über der durchgehenden Bohrung der Container. Die
Breite des Fensters zum Laden des Magazins mit Geschossen ist kleiner als das äußere
Quermaß des Containers, aber größer als das Quermaß des Geschosses.
[0016] An einer Seitenwand des Magazins ist eine Längsöffnung vorgesehen, deren Breite kleiner
als das Längsmaß des Containers ist und die zur Verschiebung der Container unter Einwirkung
eines Fingers des Schützen beim Laden der Container mit Geschossen bestimmt ist.
[0017] Das Magazin enthält eine flache Feder, die angeordnet werden kann:
- entweder an einer Gehäusewand über dem Fenster zum Einströmen einer Gasportion in
den Container, wenn das Magazin in einer Waffe mit beweglichem Lauf untergebracht
wird, wobei die Feder eine Bohrung zum Einströmen einer Gasportion in den Container
aufweist, deren Durchmesser kleiner als das Quermaß des Geschosses ist;
- oder an einer Gehäusewand über der Geschoßöffnung, wenn das Magazin in einer Waffe
mit unbeweglichem Lauf untergebracht wird, wobei die Feder eine Bohrung zum Eintritt
eines Geschosses aus dem Container in den Lauf der Waffe beim Schuß aufweist, deren
Durchmesser größer als das Quermaß des Geschosses ist.
[0018] Das Magazin enthält zusätzlich ein zweites Fenster, das in einer Gehäusewand oberhalb
des geschlossenen Kanals über der durchgehenden Bohrung der Container für einen zweiten
Außenhebel der Abzugseinrichtung vorgesehen ist, unter dessen Einwirkung die Abführung
eines leeren Containers von der Schußlinie nach dem Schuß erfolgt.
[0019] Der ein Gehäuse enthaltende Container für Geschosse des Magazins von Luftdruckwaffen
besitzt eine laufbezogene, bei der Anordnung des Containers im Magazin auf der Seite
des Laufs befindliche Stirnseite und eine schieberbezogene, auf der Seite des Einströmens
einer Gasportion befindliche Stirnseite, wobei die durchgehende Bohrung zwischen der
laufbezogenen und der schieberbezogenen Seite liegt, innerhalb der Bohrung sind an
deren Wandung Längsvorsprünge, die näher zur laufbezogenen Stirnseite angebracht sind,
und rückwärtige Vorsprünge, die näher zur schieberbezogenen Stirnseite angebracht
sind, vorhanden, welche Vorsprünge zum Halten des Geschosses im Inneren des Containers
nach dessen Laden bestimmt sind. Dabei befinden sich die Längsvorsprünge in einem
gewissen Abstand von der laufbezogenen Stirnseite des Containers, während die rückwärtigen
Vorsprünge in einem gewissen Abstand von der schieberbezogenen Stirnseite des Containers
gelegen sind. Die Container können eine willkürliche Form besitzen, beispielsweise
eine sphärische oder eine zylindrische oder eine ballige Form. Die zum Laden in den
Container verwendeten Geschosse können eine willkürliche Form haben und z.B. sphärisch
oder zylindrisch oder spindelförmig ausgebildet sein, sie können aus Eisen bestehen
oder einen Eisenkern aufweisen oder aus einem weicheren Metall oder aus Kunststoff
hergestellt sein.
Verzeichnis von Zeichnungsfiguren
[0020] Es zeigt:
Fig. 1 das Magazin, Gesamtansicht;
Fig. 2 das Magazin, Vorderansicht;
Fig. 3 das Magazin, Seitenansicht;
Fig. 4 eine Variante der Unterbringung des Magazins im Griff der Waffe;
Fig. 5 einen Schnitt nach Linie I - I der Fig. 3, wenn sich ein geladener Container
auf der Schußlinie vor dem Schuß befindet;
Fig. 6 einen Container, Gesamtansicht;
Fig. 7 das Magazin, Rückansicht;
Fig. 8 das Magazin mit einem Hebel der Abzugseinrichtung, Gesamtansicht;
Fig. 9 das Magazin mit zwei Hebeln der Abzugseinrichtung, Gesamtansicht;
Fig. 10 einen Gleitstein, Gesamtansicht;
Fig. 11 einen Schnitt nach Linie II - II der Fig. 2, wenn das Magazin in einer Waffe
mit beweglichem Lauf untergebracht ist;
Fig. 12 einen Schnitt nach Linie III - III der Fig. 3, wenn das Magazin in der Konstruktion
einer Waffe mit beweglichem Lauf verwendet wird;
Fig. 13 einen Schnitt nach Linie II - II der Fig. 2, wenn das Magazin in einer Waffe
mit unbeweglichem Lauf untergebracht ist;
Fig. 14 einen Schnitt nach Linie IV - IV der Fig. 3, wenn das Magazin in der Konstruktion
einer Waffe mit unbeweglichem Lauf verwendet wird;
Fig. 15 ein Container mit Geschoß, Ansicht von einer Stirnseite her;
Fig. 16 einen Schnitt nach Linie V - V der Fig. 15, wenn ein Container zylindrischer
Form ungeladen ist;
Fig. 17 einen Schnitt nach Linie V - V der Fig. 15, wenn ein Container balliger Form
ungeladen ist.
Beste Ausführungsform der Erfindung
[0021] Das Magazin (Fig. 1 bis 3) für Geschosse verschießende Luftdruckwaffen, das beispielsweise
im Griff einer Waffe (Fig. 4) untergebracht wird, enthält ein Gehäuse 1. Im Inneren
des Gehäuses 1 befindet sich ein geschlossener Kanal 2 (Fig. 5). Im Kanal 2 werden
aufeinanderfolgend Container 3 (Fig. 6) angeordnet, von denen jeder eine durchgehende
Bohrung 4 zum Laden desselben mit einem Geschoß 5 aufweist.
[0022] In einer Wand 6 des Gehäuses 1, die sich auf der Seite eines Kanals 7 befindet, aus
welchem eine Gasportion im Augenblick des Schusses in den Container 3 gelangt, ist
ein Fenster 8 (Fig. 7) vorhanden. An der zum Fenster 8 entgegengesetzten Wand 9 des
Gehäuses 1, die sich auf der Seite des Laufs 10 der Waffe befindet, ist eine Geschoßöffnung
11 vorhanden, durch die unter dem Druck einer Gasportion das Geschoß 5 beim Schuß
aus dem Container 3 in den Geschoßkanal 12 des Laufs 10 der Waffe gelangt. Das Fenster
8 und die Geschoßöffnung 11 liegen gleichachsig mit der durchgehenden Bohrung 4 des
Containers 3, wenn ein mit einem Geschoß 5 geladener Container 3 eine Stellung auf
der Schußlinie unmittelbar vor dem Schuß einnimmt..
[0023] In der Wand 6 des Gehäuses 1 ist ein weiteres Fenster 13 zum Laden der Container
3 mit den Geschossen 5 vorhanden. Dieses Fenster 13 ist zumindest über einem der Container
3 angebracht. Die Breite des Fensters 13 ist größer als das Quermaß des Geschosses
5 und kleiner als das Quermaß der Stirnseite des Containers 3 gewählt, die an das
Gehäuse 1 auf der Seite des Fensters 13 angrenzt.
[0024] Oberhalb des geschlossenen Kanals 2 ist auf der Seite der durchgehenden Bohrungen
4 der Container 3 in der Wand 9 ein Fenster 14 (Fig. 8) vorgesehen, das für einen
Außenhebel 15 bestimmt ist, welcher mit der Abzugseinrichtung 16 der Waffe verbunden
ist. Unter der Wirkung des Hebels 15, wenn z.B. der Endteil des Hebels 15 ins Innere
eines fortzubewegenden Containers 3 eindringt, findet die Verschiebung der Container
3 durch den geschlossenen Kanal 2 unter aufeinanderfolgender Zuführung eines jeden
mit einem Geschoß 5 geladenen Containers 3 an die Schußlinie statt.
[0025] Damit die Container 3 durch den geschlossenen Kanal 2 zuverlässiger bewegt werden,
kann oberhalb des geschlossenen Kanals 2 auf der Seite der durchgehenden Bohrungen
4 der Container 3 z.B. in der Wand 9 ein zweites Fenster 17 (Fig. 9) vorgesehen sein,
das für einen zweiten Außenhebel 18 bestimmt ist, welcher mit der Abzugseinrichtung
16 der Waffe verbunden ist. Unter der Wirkung des zweiten Hebels 18 werden die Container
3 in derselben Richtung durch den geschlossenen Kanal 2 unter aufeinanderfolgender
Abführung eines jeden leeren Containers 3 von der Schußlinie nach dem Schuß bewegt.
Dank einer zusätzlichen Kraft des Hebels 18 wird ein gewisses Verklemmen der Container
3 bei deren Bewegung durch den Kanal 2 beseitigt.
[0026] Zu einer genaueren gleichachsigen Übereinstimmung eines jeden geladenen Containers
3, der an die Schußlinie für einen nächstfolgenden Schuß herangeführt wird, mit dem
Geschoßkanal 12 des Laufs 10 ist im Inneren des Magazingehäuses 1 zwischen seiner
oberen Wand 19 und dem geschlossenen Kanal 2 ein Gleitstein 20 (Fig. 10) eingebaut.
Zwischen der Gehäusewand 19 und dem Gleitstein 20 ist wenigstens eine Feder 21 so
angeordnet, daß der Gleitstein 20 um einen gewissen Betrag in den Kanal 2 eindringt,
wenn ein nächstfolgender geladener Container 3 auf der Schußlinie unmittelbar vor
dem Schuß zu stehen kommt (Fig. 5). Die untere Wand 22 des Gleitsteins 20, die eine
konkave Form besitzt, welche die Form der äußeren Mantellinie des Kanals 2 wiederholt,
ist gleichsam natürlicher Bestandteil dieses Kanals 2, wenn die Container 3 unter
der Wirkung der Hebel 15 und 18 durch den Kanal 2 bewegt werden. Ein Teil der unteren
Wand 22 des Gleitsteins 20 weist einen Ausschnitt 23 auf, dessen Form die Form der
Mantellinie der äußeren Seitenwandung 24 des Containers 3 wiederholt. Dabei berührt
sich der Gleitstein 20 mit den Containern 3 ständig und gewährleistet eine stabile
Lage eines jeden geladenen Containers 3 auf der Schußlinie vor dem Schuß.
[0027] Zum bequemen Laden des Magazins mit den Geschossen 5 ist an der Seitenwand 25 des
Gehäuses 1 eine Längsöffnung 26 vorhanden, deren Breite kleiner als das Längsmaß des
Containers 3 (Fig. 1) ist.
[0028] Das Magazin enthält zusätzlich eine flache Feder 27, die eine flache Platte mit Bohrung
28 darstellt. In Abhängigkeit von der Konstruktion der Waffe, wo das erfindungsgemäße
Magazin verwendet wird, kann die Feder 27 an einer von zwei Stellen angebracht sein.
Bei einer Waffe mit beweglichem Lauf wird die Feder 27 an der Wand 6 des Gehäuses
1 über dem Fenster 8 zum Einströmen einer Gasportion in den Container 3 hinter dem
Container 3 so angebracht, daß die Bohrung 28 gleichachsig mit der durchgehenden Bohrung
4 eines auf der Schußlinie befindlichen geladenen Containers 3 und dem Geschoßranals
12 des Laufs 10 (Fig. 11, 12) liegt. In einer Waffe mit unbeweglichem Lauf wird die
Feder 27 an der Wand 9 des Gehäuses 1 auf der Seite des Laufs 10 vor dem Container
3 so angebracht, daß die Bohrung 28 gleichachsig mit der durchgehenden Bohrung 4 eines
auf der Schußlinie befindlichen geladenen Containers 3 und dem Geschoßkanal 12 des
Laufs 10 (Fig. 13, 14) liegt.
[0029] Zur Beseitigung eines Verklemmens der Container 3 während ihrer Bewegung durch den
geschlossenen Kanal 2 wiederholt der Querschnitt des Kanals 2 die Form der Mantellinie
des Außenteils der Container 3. Die Länge des Kanals 2 ist so gewählt, daß der Spalt
zwischen zwei nebeneinander stehenden Containern 3 deren freie Fortbewegung durch
den Kanal 2 gewährleistet.
[0030] Das Laden des Magazins geschieht folgendermaßen. Vorläufig werden die Container 3
im Kanal 2 innerhalb des Magazingehäuses angeordnet. Durch das Fenster 13 in der Wand
des Gehäuses 1 hindurch wird in jeden Container 3 ein Geschoß 5 geladen. Nachdem alle
gegenüber dem Fenster 13 stehenden Container 3 geladen sind, werden durch die Öffnung
26 in der Seitenwand 25 des Gehäuses 1 alle Container 3 mit einem Finger durch den
Kanal 2 geschoben, bis eine nächstfolgende Gruppe von leeren Containern 3 gegenüber
dem zum Laden bestimmten Fenster 13 eingestellt ist. Nach dem Laden sämtlicher Container
3 ist das Magazin zum Einstecken in die Waffe bereit. Ähnlich erfolgt die Nachladung
des Magazins.
[0031] Der Container 3 (Fig. 6, 15) für die Geschosse 5 des Magazins für Luftdruckwaffen
enthält ein Gehäuse 29. Im Gehäuse 29 ist zwischen seiner laufbezogenen Stirnseite
30, die sich auf der Seite des Laufs 10 der Waffe bei der Aufnahme des Containers
3 im Magazin befindet, und der schieberbezogenen Stirnseite 31, die sich auf der Seite
des Einströmens einer Gasportion befindet, eine durchgehende Bohrung 4 vorhanden.
Innerhalb der Bohrung 4 sind an deren Wandung 32 Längsvorsprünge 33 (Fig. 16, 17),
die näher zur laufbezogenen Stirnseite 30 angebracht sind, und rückwärtige Vorsprünge
34, die näher zur schieberbezogenen Stirnseite 31 angebracht sind, vorhanden, welche
das Geschoß 5 innerhalb des Containers 3 nach dessen Laden halten. Die Längsvorsprünge
33 und die rückwärtigen Vorsprünge 34 befinden sich in einem gewissen Abstand von
der laufbezogenen bzw. schieberbezogenen Stirnseite, damit der in den Container eindringende
Endteil der Hebel 15 und 18 nicht bis an das im Container 3 befindliche Geschoß 5
reichen kann.
[0032] Die Form der Mantellinie der Außenseite des Containers 3 wiederholt die Form des
geschlossenen Kanals 2, durch welchen die Geschosse im Magazin bewegt werden. Daher
können die Container 3 beispielsweise eine zylindrische, eine ballige oder eine andere
Form besitzen. Dabei können die zum Laden in den Container 3 verwendeten Geschosse
5 eine sphärische, zylindrische, spindelförmige oder eine beliebige andere willkürliche
Form haben. Bei Verwendung der Container 3 für die Geschosse 5 wird im Magazin jegliche
Verformung der Geschosse wegen mechanischer Einwirkung der Geschosse aufeinander oder
seitens der Teile der Waffe selbst ausgeschlossen. Deshalb können Geschosse, die in
einer Waffe eingesetzt werden, welche Magazine mit Geschoßcontainern benutzt, nicht
nur aus Eisen bestehen, sondern auch aus einem weicheren Metall oder aus Kunststoff
sowohl mit als auch ohne Eisenkern hergestellt sein.
Gewerbliche Verwertbarkeit
[0033] Die Erfindung kann leicht aus neuzeitlichen Werkstoffen auf Basis der existierenden
Technologie hergestellt werden und läßt sich in Mehrlade-Luftdruckwaffen, die Geschosse
verschießen, am effektivsten anwenden.
1. Magazin für Geschosse verschießende Luftdruckwaffen, das ein Gehäuse mit einem Fenster
zum Laden des Magazins mit Geschossen besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin mit Containern ausgerüstet ist, die je eine durchgehende Bohrung aufweisen,
in jeder von denen ein Geschoß willkürlicher Form untergebracht wird, die Container
in einem geschlossenen Kanal angeordnet sind, durch welchen sie innerhalb des Gehäuses
bewegt werden mit Möglichkeit der aufeinanderfolgenden Zuführung eines jeden mit einem
Geschoß geladenen Containers an die Schußlinie für den Schuß unter gleichzeitiger
Abführung eines leeren Containers von der Schußlinie nach dem Schuß, wobei das Magazin
eine Geschoßöffnung in einer Gehäusewand, durch die das Geschoß beim Schuß unter Einwirkung
einer Gasportion aus dem Container in den Geschoßkanal des Laufs der Waffe gelangt,
ein Fenster zum Einströmen einer Gasportion in den Container für die Ausführung eines
Schusses, welches sich an der zur Geschoßöffnung entgegengesetzten Gehäusewand befindet
und gleichachsig mit dem Geschoßkanal des Laufs der Waffe und der durchgehenden Bohrung
des Containers mit Geschoß angeordnet ist, der eine solche Lage vor jedem Schuß einnimmt,
sowie ein in einer Gehäusewand oberhalb des geschlossenen Kanals über der durchgehenden
Bohrung der Container angebrachtes Fenster für einen Außenhebel der Abzugseinrichtung
besitzt.
2. Magazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Kanals die Form der Mantellinie des Außenteils des Containers
wiederholt und die Länge des Kanals so bemessen ist, daß der Spalt zwischen zwei nebeneinander
stehenden Containern deren freie Bewegung durch den Kanal gewährleistet.
3. Magazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Magazingehäuse zwischen der oberen Gehäusewand und dem geschlossenen Kanal ein
Gleitstein angeordnet ist, der sich mit den Containern berührt und für eine stabile
aufeinanderfolgende Anordnung eines jeden geladenen Containers auf der Schußlinie
gleichachsig mit dem Geschoßkanal des Laufs der Waffe vor dem Schuß sorgt.
4. Magazin nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Seite des geschlossenen Kanals befindliche Wand des Gleitsteins eine
Form besitzt, die die Form der Außenwandung des Kanals wiederholt, wenn sich die Container
durch den Kanal bewegen.
5. Magazin nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der auf der Seite des geschlossenen Kanals befindlichen Wand des Gleitsteins ein
Ausschnitt vorhanden ist, dessen Form die Form der äußeren Seitenwandung des Containers
wiederholt.
6. Magazin nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer Gehäusewand und dem Gleitstein wenigstens eine Feder angeordnet ist,
die den Gleitstein von der Gehäuswand so abdrückt, daß bei jeder Fortbewegung der
Container durch den geschlossenen Kanal die untere Seite des Gleitsteins zu einer
natürlichen Fortsetzung der Seitenwandung des Kanals wird, und beim Heranführen eines
nächstfolgenden geladenen Containers an die Schußlinie der Gleitstein sich auf den
Container senkt, um die Lage des Containers vor dem Schuß zu fixieren.
7. Magazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Fenster zum Laden des Magazins mit Geschossen in einer Gehäusewand oberhalb
des geschlossenen Kanals über der durchgehenden Bohrung der Container befindet.
8. Magazin nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Fensters zum Laden des Magazins mit Geschossen kleiner als das äußere
Quermaß des Containers, aber größer als das Quermaß des Geschosses ist.
9. Magazin nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Seitenwand des Magazins eine Längsöffnung vorgesehen ist, deren Breite kleiner
als das Längsmaß des Containers ist und die zur Verschiebung der Container unter Einwirkung
eines Fingers des Schützen beim Laden der Container mit Geschossen bestimmt ist.
10. Magazin nach Aspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin zusätzlich eine flache Feder enthält, die entweder an einer Gehäusewand
über dem Fenster zum Einströmen einer Gasportion in den Container angeordnet ist und
eine Bohrung zum Einströmen einer Gasportion in den Container aufweist, wenn das Magazin
in einer Waffe mit beweglichem Lauf untergebracht wird, wobei der Durchmesser der
Bohrung in der Feder kleiner als das Quermaß des Geschosses ist, oder sie an einer
Gehäusewand über der Geschoßöffnung angeordnet ist und eine Bohrung zum Eintritt eines
Geschosses aus dem Container in den Lauf der Waffe beim Schuß aufweist, wenn das Magazin
in einer Waffe mit unbeweglichem Lauf untergebracht wird, wobei der Durchmesser der
Bohrung in der Feder größer als das Quermaß des Geschosses ist.
11. Magazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin zusätzlich ein zweites Fenster enthält, das in einer Gehäusewand oberhalb
des geschlossenen Kanals über der durchgehenden Bohrung der Container für einen zweiten
Außenhebel der Abzugseinrichtung vorgesehen ist, unter dessen Einwirkung die Abführung
eines leeren Containers von der Schußlinie nach dem Schuß erfolgt.
12. Container für Geschosse des Magazins von Luftdruckwaffen, enthaltend ein Gehäuse,
dadurch gekennzeichnet, daß der Container eine laufbezogene, bei der Anordnung des Containers im Magazin auf
der Seite des Laufs befindliche Stirnseite und eine schieberbezogene, auf der Seite
des Einströmens einer Gasportion befindliche Stirnseite besitzt, die durchgehende
Bohrung zwischen der laufbezogenen und der schieberbezogenen Seite liegt, innerhalb
der Bohrung an deren Wandung Längsvorsprünge, die näher zur laufbezogenen Stirnseite
angebracht sind, und rückwärtige Vorsprünge, die näher zur schieberbezogenen Stirnseite
angebracht sind, vorhanden sind, welche Vorsprünge zum Halten des Geschosses willkürlicher
Form im Inneren des Containers nach dessen Laden bestimmt sind.
13. Container nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsvorsprünge in einem Abstand von der laufbezogenen Stirnseite des Containers
gelegen sind.
14. Container nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtigen Vorsprünge in einem Abstand von der schieberbezogenen Stirnseite
des Containers gelegen sind.