(19)
(11) EP 1 265 318 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
11.12.2002  Patentblatt  2002/50

(21) Anmeldenummer: 02010168.9

(22) Anmeldetag:  14.05.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01R 13/502
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 06.06.2001 DE 20109367 U

(71) Anmelder: Harting Automotive GmbH & Co. KG
32339 Espelkamp (DE)

(72) Erfinder:
  • Leve, Ludger
    32369 Rahden (DE)

(74) Vertreter: Sties, Jochen, Dipl.-Ing. 
Prinz & Partner Patentanwälte Manzingerweg 7
81241 München
81241 München (DE)

   


(54) Gehäuse für einen Stecker, insbesondere für einen Antennenstecker


(57) Ein Gehäuse (10) für einen Stecker, insbesondere für einen Antennenstecker, hat ein erstes und ein zweites Gehäuseteil (12, 14), die beide aus einem plastisch verformten Rohrabschnitt bestehen und ineinandergesteckt sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für einen Stecker, insbesondere für einen Antennenstecker, der in einer ihn umgebenden Aufnahme angeordnet und verriegelt ist.

[0002] Um den Antennenstecker in der Aufnahme verriegeln zu können, muß das Gehäuse des Steckers auf der Außenseite mit Vorsprüngen oder ähnlichen Gestaltungen versehen sein, an denen Verriegelungselemente angreifen oder die an einem Absatz in der Aufnahme anliegen können. Bisher wurden solche Gehäuse durch Drehen hergestellt. Dies ist jedoch teuer.

[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Gehäuse zu schaffen, insbesondere für einen Antennenstecker, das kostengünstiger herstellbar ist.

[0004] Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß das Gehäuse aus einem ersten und einem zweiten Gehäuseteil gebildet ist, die beide aus einem plastisch verformten Rohrabschnitt bestehen und ineinandergesteckt sind. Allgemein ausgedrückt beruht die Erfindung auf dem Grundgedanken, das Gehäuse des Steckers aus zwei geeigneten Einzelteilen zusammenzusetzen, so daß auf die spanende Bearbeitung eines Rohlings verzichtet werden kann. Statt dessen können Rohrabschnitte verwendet werden, die durch einfaches Abschneiden von einem Rohr und geeignetes plastisches Umformen in der gewünschten Weise gestaltet werden. Diese Rohrabschnitte können dann einfach zusammengesteckt werden, wobei bei geeigneter Dimensionierung ein Preßsitz zwischen den beiden Gehäuseteilen ausreicht, um diese fest miteinander zu verbinden.

[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

[0006] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier bevorzugter Ausführungsformen beschrieben, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind. In diesen zeigen:
  • Figur 1 in einer schematischen Schnittansicht einen Stecker mit Gehäuse gemäß einer ersten Ausführungsform;
  • Figur 2 in einer teilgeschnittenen Ansicht eine Variante des Gehäuses von Figur 1 in einer geeigneten Aufnahme; und
  • Figur 3 in einer teilgeschnittenen Ansicht ein Gehäuse gem äß einer zweiten Ausführungsform.


[0007] In Figur 1 ist ein Antennenstecker gezeigt, der in eine komplementäre Steckbuchse eingesteckt werden kann. Das Gehäuse dieser Steckbuchse ist in Figur 3 gezeigt. Das Innenleben von Stecker und Steckbuchse ist für die vorliegende Anmeldung ohne Bedeutung; die Erfindung betrifft allein die Ausgestaltung des Gehäuses.

[0008] Der in Figur 1 gezeigte Stecker weist ein Gehäuse 10 auf, das aus einem ersten Gehäuseteil 12 und einem zweiten Gehäuseteil 14 gebildet ist. Das erste Gehäuseteil 12 bildet die Steckseite des Steckers, und das zweite Gehäuseteil 14 bildet die Kabelseite.

[0009] Das erste Gehäuseteil 12 weist eine zylindrische Hülse 16 auf, die am Steckende leicht eingeschnürt ist. Auf der anderen Seite schließt sich an die Hülse 16 ein radial vorstehender, umlaufender Ring 18 an, der im Querschnitt gesehen etwa halbkreisförmig verläuft. An den Ring 18 schließt sich ein Halteabschnitt 20 an, der wiederum gefolgt wird von einer konischen Erweiterung 22. Der Innendurchmesser des Halteabschnittes 20 ist geringfügig größer als der Innendurchmesser der Hülse 16.

[0010] Das zweite Gehäuseteil 14 weist ebenfalls eine zylindrische Hülse 24 auf, die an ihrem kabelseitigen Ende mit einer Erweiterung versehen ist. Zum ersten Gehäuseteil 12 hin schließt sich ein konischer Übergangsabschnitt 26 an, auf den ein zylindrischer Steckbund 28 folgt.

[0011] Das erste und das zweite Gehäuseteil sind hergestellt durch plastisches Verformen eines im Ausgangszustand zylindrischen Rohrabschnittes. Die konischen Abschnitte der Gehäuseteile und auch der Ring 18 können insbesondere durch geeignetes Stauchen hergestellt werden.

[0012] Um das erste und das zweite Gehäuseteil 12, 14 zusammenzufügen, wird der Steckbund 28 des zweiten Gehäuseteils 14 in das Innere des Halteabschnittes 20 des ersten Gehäuseteils 12 eingeschoben, bis die Vorderseite des zweiten Gehäuseteils an der Wurzel des Ringes 18 anliegt. Da der Steckbund 28 denselben Durchmesser hat wie die Hülse 16 und der Innendurchmesser des Halteabschnittes 20 um die zweifache Wandstärke des zweiten Gehäuseteils 14 größer ist als der Innendurchmesser der Hülse 16, ergibt sich innenseitig ein glatter Übergang vom Steckbund 28 zur Hülse 16. Durch geeignete Dimensionierung des Innendurchmessers des Halteabschnittes 20 des ersten Gehäuseteils läßt sich eine solche Preßpassung zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseteil 12, 14 erzielen, daß die beiden Teile, im Hinblick auf die bei ihrer Handhabung auftretenden Kräfte, unlösbar aneinander befestigt sind. Die konische Erweiterung 22 des ersten Gehäuseteils ermöglicht es dabei, den Steckbund 28 problemlos in das erste Gehäuseteil einzuschieben. Dies wird vorzugsweise automatisiert durchgeführt.

[0013] In Figur 2 ist eine Variante des in Figur 1 gezeigten Gehäuses dargestellt. Im Unterschied zu der in Figur 1 gezeigten Gestaltung ist bei dem Gehäuse in Figur 2 der Übergangsabschnitt 26 des zweiten Gehäuseteils 14 so kurz und steil ausgebildet, daß er sich an die konische Erweiterung 22 des ersten Gehäuseteils 12 ohne Zwischenraum anschmiegt. Zusätzlich ist ein weiterer Übergangsabschnitt 27 gebildet. Bei dieser Variante ergibt sich eine verbesserte Stabilität zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseteil, da der Übergangsabschnitt 26 sich an der konischen Erweiterung 22 abstützen kann.

[0014] In Figur 2 ist zu sehen, in welcher Weise die Gestaltungen des Gehäuses mit einer Aufnahme 30 für das Gehäuse zusammenwirken. Die Aufnahme 30 weist einen Absatz 32 auf, an dem der Ring 18 anliegt. Am Halteabschnitt 20 zwischen dem Ring 18 und der konischen Erweiterung 22 greift ein Schieber 34 an, der nach der Art eines Sperr-Riegels ausgeführt ist und eine ovale Durchtrittsöffnung aufweist. Der Schieber 34 greift am Ring 18 auf der vom Absatz 32 abgewandten Seite an, so daß das Gehäuse 10 fest in der Aufnahme arretiert ist. Die Aufnahme ist zusätzlich mit einer Rastlasche 36 versehen, die nach dem Einschieben des Gehäuses in die Aufnahme hinter der konischen Erweiterung 22 einrastet. Die Rastlasche 36 dient dazu, das Gehäuse in der Aufnahme provisorisch zu befestigen, bevor der Schieber 34 am Halteabschnitt 20 angreift.

[0015] In Figur 3 ist ein Gehäuse 10 für eine Steckbuchse gezeigt. Auch dieses Gehäuse besteht aus einem ersten und einem zweiten Gehäuseteil 12, 14, die ineinandergesteckt sind. Im Unterschied zur ersten Ausführungsform weisen der Halteabschnitt 20 und die Hülse 16 des ersten Gehäuseteils denselben Innendurchmesser auf, so daß im Inneren der Hülse 16 ein Absatz, gebildet durch den eingeschobenen Steckbund 28, vorliegt. Die maximale Einschubtiefe des zweiten Gehäuseteils 14 in das erste Gehäuseteil 12 wird durch Anlage des Vorderendes des konischen Übergangsabschnittes 26 an der konischen Erweiterung 22 bestimmt.

Bezugszeichenliste



[0016] 
10:
Gehäuse
12:
erstes Gehäuseteil
14:
zweites Gehäuseteil
16:
Hülse
18:
Ring
20:
Halteabschnitt
22:
Erweiterung
24:
Hülse
26:
Übergangsabschnitt
27:
zweiter Übergangsabschnitt
28:
Steckbund
30:
Aufnahme
32:
Absatz
34:
Schieber
36:
Rastlasche



Ansprüche

1. Gehäuse (10) für einen Stecker, insbesondere für einen Antennenstecker, mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseteil (12, 14), die beide aus einem plastisch verformten Rohrabschnitt bestehen und ineinandergesteckt sind.
 
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Gehäuseteil (12, 14) aus Metall besteht.
 
3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseteil (12) mit einer konischen Erweiterung (22) versehen ist.
 
4. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseteil (12), in welches das andere Gehäuseteil (14) eingesteckt ist, mit einer Stauchung versehen ist, so daß die Wandung des Gehäuseteils einen radial vorstehenden, umlaufenden Ring (18) bildet.
 
5. Gehäuse nach Anspruch 3 und Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ring (18) und der konischen Erweiterung (22) ein Halteabschnitt (20) gebildet ist.
 
6. Gehäuse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser des Gehäuseteils (12) im Bereich des Halteabschnittes (20) um das Doppelte der Wandstärke des eingesteckten Gehäuseteils (14) größer ist als im übrigen Bereich und daß das eingesteckte Gehäuseteil (14) an der Wurzel des Ringes (18) anliegt.
 
7. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Gehäuseteilen (12, 14) eine Preßpassung vorliegt.
 




Zeichnung